Mittwoch, 27. Juli 2016

Auch noch neu raus… (Bandcamp)

Hier noch mal eben Hinweise auf zwei aktuelle Releases, die ich so sympathisch finde sie erwähnt haben zu wissen, auf die ich aber nicht im tieferen Detail eingehen möchte, weil mein persönlicher Musikhör-Queue und anderweitige ToDo-Listen gerad‘ eh schon wieder voller sind als Tage Stunden haben… (#FWP)

CASTLE - Welcome to the Graveyard
Das US-Trio CASTLE ist mit seinem bodenständigen, leicht verschrobenem, dann aber doch sehr wurzeltreuen Heavy-Metal-Sound zwischen Speed/ Thrash-Ansätzen und Doom-Aura eine dieser Bands, denen ich mich irgendwie sehr zugeneigt fühle, obwohl ich sie dann wiederum eigentlich nie wirklich höre. Klingt komisch, ist aber so. Das neue Album „Welcome to the Graveyard“ ist seit ‘n paar Tagen bei Ván Records raus:



GHOUL - Dungeon Bastards
Thrash Metal mit ‘nem ordentlichen Schuss Carcass’schen Deathgrinds und Punk-Seele, verpackt in ein amüsantes aber eben nicht klamaukiges Horrorcomic-Image. Das sind GHOUL, bei denen fast schon egal ist, wer sich aktuell hinter den Kartoffelsackmasken versteckt, denn das Line Up ändert sich öfter mal. Ende der Woche erscheint mit „Dungeon Bastards“ ein weiteres unterhaltsames Album:


Sonntag, 24. Juli 2016

N + [BOLT] – Lathe Cut (Preorder und Videoclip)

Interessantes Projekt: Die Drone-Kollaborateure N + [BOLT] teilen sich eine weitere Veröffentlichung. Dieses mal kann man als Einzeltracks hören, was zusammengehört.
Der Rahmen ist eine auf 30 Stück reduzierte, „handgemachte“, transparente 7“ mit Bonus-CD.
Der Spaß ist nicht ganz billig, aber ich denke gerade trotzdem darüber nach mir ein Exemplar zu sichern.

Alles weitere bei Midira Records: http://midirarecords.com/md-033-n-45-b-o-l-t/



...und einen offiziellen Videoclip gibt’s dazu sogar auch: 


Sanford Parker - Lash Back

Weil ich ja so ein „der Vollständigkeit halber“-Typ bin, das auch noch mal eben der Vollständigkeit halber:
SANFORD PARKER hat mit „Lash Back“ gerade frisch ein Solo-Album raus.
Wem der Name nix sagen sollte: Parker war/ ist u.a. Live-Keyboarder von Nachtmystium, Gitarrist von Buried At Sea und Twilight, Basser von Minsk; bei The High Confessions – von denen vor Ewigkeiten ein zweites Album angekündigt wurde, das bis heute nicht kam – machte er gemeinsame Sache mit Chris Connelly und Sonic Youth-Drummer Steve Shelley, außerdem hat er mit Neurosis‘ Scott Kelly zusammen Mirrors For Psychic Warfare und Corrections House.
Zu seinen Credits als Produzent gesellen sich Bandnamen wie Bison B.C., Tombs, Voivod oder Yob.

Lash Back“ ist sein erstes Solo-Album, auf dem er seine Gehversuche in Richtung Industrial vertieft. Ein eigenes Bild machen kann man sich via Bandcamp:

Freitag, 22. Juli 2016

Bastard Royality

Bevor im Oktober ein regulärer Debüt-Tonträger erscheinen soll, haben BASTARD ROYALITY schon mal drei Songs for free bei Bandcamp hochgeladen.
Bei den schwäbischen Crusties handelt es sich um mitunter alte Recken, so hat man z.B. auch wen von den recht kultigen Cluster Bomb Unit in den eigenen Reihen:


Donnerstag, 21. Juli 2016

Wreck and Reference - Indifferent Rivers Romance End

WRECK & REFERENCE sind ja für mich ehrlich gesagt irgendwie eine dieser „finde ich prinzipiell gut, höre ich ehrlich gesagt aber eigentlich nur selten“-Bands.
Man konnte sie anfangs grob unter „Noiserock“ eintüten, aber wenn man bei diesem Etikett primär an irgendwas von Sonic Youth bis Unsane denkt, trifft es das nur bedingt. Viel mehr steckt die Musik von W&R ein Feld ab, das irgendwo bei dunklem Postpunk anfängt, über Drone-Klangkonstruktionen geht und bei sowas wie rauem Grindcore aufhört, dabei auch gerne mal ziemlich verquer arrangiert daherkommt und eher experimentell als rockig anmutet. Eher „Extrem-Indie“ als irgendwas mit „Metal“. Hinzu kommt eine ungewöhnliche, wenn man so will nur halb „handgemachte“ Instrumentierung, die in Richtung von sowas wie J.G. Thirlwell oder Young Gods schielt (wenn auch vermutlich eher ungewollt) und neben einem derb guten Drummer, sowie (klar) Geschrei und Gesang keine wirklichen Gitarren, sondern lediglich Lärm aus der Samplekonserve auffährt.
Da kann man von halten, was man will, schlechter oder uninteressanter macht das das Ganze aber mitnichten.

„Indifferent Rivers Romance End“ setzt nun die auf dem letzten Album „Want“ bereits angedeutete Entwicklung fort, noch ein bisschen mehr Goth zu werden. Es gibt auf dem besser  denn je produzierten Teil stärkere Anflüge von Dunkel-Pop, und während die Post-Hardcore-Aura der Kalifornier immer noch präsent ist, sind die metallischen und noiserockigen Versatzstücke noch einen ganzen Schritt weiter hinter die (Post-)Industrial-Schlagseite der prädominanten Synthie-Sounds gerückt.

Für wen das was ist? Ich sach ma' für Leute, die Nine Inch Nails immer noch genauso mögen wie „The Shape Of Punk To Come“ und die sich ebenso gerne mal was von Zola Jesus reinpfeifen wie von The Locust. 


Mittwoch, 20. Juli 2016

Keelhaul II (Klassiker@Bandcamp)

Aktuelle Veröffentlichungen sind gerade zwar auch schon wieder 2-3 interessante auf dem Radar - bevor ich mich denen widme möchte ich aber mal eben auf das inzwischen auch schon wieder 15 Jahre alte „II“ von KEELHAUL zu sprechen kommen, weil’s zuletzt zufällig mal wieder vor meiner Nase bzw. in meinen Ohren landete …

KEELHAUL lernte ich etwas zeitverzögert als Tipp in einem Internetforum kennen. Damals stand ich ziemlich auf Mastodon, deren progressiv angehauchter Sludge-Metal mit Show-off-Drummer auf „Remission“ und „Leviathan“ sehr meinen Nerv traf.
KEELHAUL, deren ersten beiden Alben schon vorm Mastodon-Debüt erschienen, könnte man stilistisch tatsächlich mit in die gleiche Schublade packen, und doch sind sie total anders.


Gerade „II“, mein Lieblingsalbum der Clevelander, hat etwas eskalierendes.
Der nur nach vorne flüchtende und selbst während seiner etwas episch-atmosphärischer tönenden zweiten Hälfte immer noch recht wild peitschende Opener „360“ kann alleine für sich schon mehr als von anderen Bands ganze Alben.
Wie die wilde Blastbeat-Kurznummer „Unwound“ nahtlos in das monströsestens groovene „Practising“ übergeht, wie „Lackadaisical Chinese Tubesocks“ die Frickel-Schraube noch mal anzieht, dabei aber trotzdem nach vorne treibt, und wie einen die Schlussnummer „LVN“ versöhnlich-mitsummtauglich verabschiedet… das sind die Höhepunkte eines makellosen Albums, das vor allem durch seine krude Grobheit, Schnellzugfahrten kurz vor der Entgleisung und konventionelle Songstrukturen umgehende Eigenwilligkeit besticht.
Und dann ist da noch dieser Drummer: Will Sharf (auch Craw). Seine untechnisch-grobschlächtige, dennoch versierte, agile und vor allem auch höchstkreative Spielweise gibt dem Ganzen den Extra-Kick.


The Rest is History: Mastodon sind bald ‘ne große Nummer geworden, aber musikalisch inzwischen eher uninteressant. KEELHAUL sind immer noch eine obskure Band, an der sich lediglich eine Handvoll Nerds erfreuen, die vor allem auf sowas wie Melvins und Pig Destroyer stehen. Ihr letztes Album war zugegeben kein Überflieger, dafür war der darauf enthaltende „Kirby Wurm“ aber dennoch ihr vielleicht sogar bester Song.

Komme ich nach wie vor immer wieder zu zurück und werde es wohl auch niemals satthaben:


Samstag, 16. Juli 2016

Pyrolatrous

Nicholas Palmiretto macht keine halben Sachen. So redet er z.B. auch sehr offen über seine Drogenvergangenheit, die mit einer Nahtoderfahrung endete und ihn als harter Einschnitt zu einem Menschen machte, der das Leben heute auf eine ganz andere Art und Weise viel mehr zu schätzen weiß.
Als er mit der von mir sehr geschätzten Sludge-Metal-Band HULL kein wirkliches weiterkommen mehr sah, löste er diese auf.
Nun ist er mit PYROLATROUS am Start, dessen rhythmisches Rückgrat der recht versierte Drummer Lev Weinstein (Krallice, Geryon) bildet.  Die Marschrichtung geht ins scharzmetallische, betont dabei aber vor allem auch das Metal-Riff, anstatt in irgendeinem hipstermäßigen Shoegaze-Unsinn auszuarten. Auch das verwundert bei Palmiretto nicht.
Die erste „EP“ von PYROLATROUS ist gerade als Tape und via Bandcamp raus:


Donnerstag, 14. Juli 2016

Meinein & N

Ehrlich gesagt weiß ich über MEINEIN gar nicht so viel, außer dass besagter Künstler wohl einen Modular-Synthie spielt.
Diese Live-Aufnahme eines gemeinsamen Konzerts mit dem Gitarren-Drone-Solokünstler N enthält je ein Solostück von jedem und dann noch eine Kooperation  beider:

Dienstag, 12. Juli 2016

Neues von -(16)- und Fistula

Diese Woche raus – Sludge Legends Edition“: 

(16) - The Lifespan of a Moth 
Die kalifornischen -(16)- , deren erstes Album 1993 erschien, gehören zu den amerikanischen Sludge-Bands der ersten Generation, die sich kurz nach Eyehategod, Crowbar und Buzzoven gründeten. Seitdem wurden ziemlich viele Mitglieder verschlissen und die Band gar zwischenzeitlich aufgelöst. Seit der Reunion fest bei Relapse im Stall ist man diese Woche mit Album Nummer sieben am Start:

 

FISTULA - Longing for Infection 
Bei einer Band namens FISTULA über den selten dämlichen Albumtitel die Augen zu verdrehen dürfte wohl auch etwas über sein. Für eine Band, die mal mehr oder minder mit dem Anal Cunt-Dunstkreis verbandelt war, haben sie sich übrigens ferner zur „Anselmo-Weißwein-Affäre“ neulich tatsächlich auf eine ziemlich sympathische Art und Weise geäußert. Irgendwie sind sie dann halt doch eher Punks als Redneckrocker. "Longing For Infection" reiht sich diese Woche in den sehr regen Veröffentlichungsrhythmus der Clevelander ein:

Donnerstag, 7. Juli 2016

Valborg & Bloodway - Karbon Winter

Tauchte gerade eben bei Bandcamp auf: Die Kooperations-EP von VALBORG & BLOODWAY.

Für VALBORG habe ich meine Begeisterung auf diesen Blogseiten ja schon öfter kundgetan. Vor allem deren 2012er „Nekrodepression“ sehe ich in der Ecke unerreichter Vordenker unorthodoxeren Metals wie Eisenvater. Dass sich die Bonner dabei nicht so richtig festlegen lassen und stilistisch immer wieder weitere unerwartete Wege einschlagen (zuletzt dann sogar in eine Keyboard-lastige und derart plakativ „dunkelromantische“ Richtung, dass man sich das auch erst mal trauen muss…) macht sie dann sogar noch mal eine Ecke wertvoller.

Die Bukarester BLOODWAY wiederum hatte ich bisher zugegeben noch nie wirklich gehört, obwohl ich ihrem Bandleader Costin Chioreanu schon einige male persönlich begegnet bin. Den guten kennt man nämlich auch als visuellen Künstler, der u.a. schon auffällige Artworks für At The Gates, Aura Noir, Arcturus, Darkthrone, Grave, Morgoth, Primordial oder auch das Roadburn Festival gemacht hat.


Aus einer gemeinsamen Tour der beiden Bands entstand gemeinsame Musik:


Mittwoch, 6. Juli 2016

Axioma - Opia

Danke für’s drauf stoßen an meine Lieblings-musikbezogene Group bei Facebook (für irgendwas ist der Scheiß also doch gut): Vergangenen Freitag erschien bei Bandcamp die Debüt-EP von AXIOMA, bei denen u.a. auch ein Mitglied der von mir sehr geschätzten Keelhaul mitwirkt, die bis heute nie die Aufmerksamkeit bekamen, die ihnen eigentlich gebührt.
AXIOMA reihen sich in den aktuellen, wohl in Frankreich gestarteten Trend ein, sowas wie Black Metal nicht nur mit atmosphärischer Schlagseite (ja, meinetwegen auch mit "postrockigen" Parts), sondern vor allem auch mit ein paar schrägeren und vertrackten Akzenten zu spielen:
  



Dienstag, 5. Juli 2016

Blind Idiot God

Der Vollständigkeit halber wollte ich das dann doch auch noch mal eben im Blog mit abfrühstücken (ja, was solche Dinge angeht, kann ich manchmal ein ganz, ganz schlimmer Nerd sein): Die Tatsache, kürzlich drüber gestolpert zu sein, dass man sich die aktuelle BLIND IDIOT GOD komplett bei Soundcloud anhören kann, war’s mir gerad‘ mal wert diesen Umstand zu teilen.

 Wie ich am diesjährigen Roadburn-Sonntag, während besagte Band im Green Room wie nicht von dieser Welt abzauberte, noch zum „Kanzler“ sagte: Wieso entdecke ich die eigentlich erst 2016 für mich? Von ‘87 bis ’92 veröffentlichte das Trio aus St. Luis nämlich drei Alben – das erste auf SST, die anderen beiden von Bill Laswell produziert – und 1-2 EPs, auf denen sie mit Instrumentalmusik irgendwo zwischen Metal, Mathrock und Dub-Anflügen nicht nur damals recht exotisch waren, sondern auch heute noch eine recht eigenwillige Figur abgeben. Vergleiche mit den jüngeren Dub Trio drängen sich auf, doch sind die - bei aller Zuneigung (hab‘ mir erst letztens noch von denen was vom Second-Hand-Laden ins heimische Plattenregal geholt) - verglichen damit echt Kindergeburtstag. 

Letztes Jahr erschien mit „Before Ever After“ ein neues Album, das die damals eingeschlagene Linie fortsetzt und dabei sogar noch mal einen Tick weiter ins progig-verquere neigt.
Leider kann man keine Playlist einbinden, aber alle Songs des Albums gibt’s als Stream unter soundcloud.com/blindidiotgod/tracks

Montag, 4. Juli 2016

Diese Woche neu (Bandcamp-Rundumschlag)

Ich mach aus Zeitgründen erst mal nur ’n kleinen Rundumschlag zu den interessantesten Neuerscheinungen dieser Woche:

Die neue BIG BUSINESS kommt! Muss ich dazu wirklich noch mehr sagen?




Im Zusammenhang mit GODSTOPPER habe ich witziger Weise schon auf einem Blog gelesen, wie sie jemand mit dem aktuellen Noiserock-Revival in Zusammenhang bringt, das ich im Rahmen dieser Blogseiten mit heraufbeschwört habe. ;) Dabei stehen sie aber wohl eigentlich „Sludge-Poppern“ wie Torche oder Tweak Bird oder auch dem Grunge noch etwas näher, als ich das wirklich amrepig finden würde...
Ältere Releases findet man beim Band-Bandcamp, neue EP kommt gerad' über Hex Records: 



INTER ARMA's zeitgenössischer Allerlei-Metal gefiel mir schon auf „Sky Burial“ zumindest teilweise ganz gut, weswegen ich auf das neue Album gespannt bin:



Wer's slow, deep and hard und dabei dann auch noch möglichst eigen mag, für den sind die irischen Unikate WRECK OF THE HESPERUS mit ihrem kaputten Kriechgang was:
 

Sonntag, 3. Juli 2016

Nur mal so: Hiesiger Hipster-Black-Metal

Das hier soll jetzt kein Hate-Post oder sowas sein, aber das Gewese, das alle Welt aktuell um SUN WORSHIP zu machen scheint, die ja mit ihrem aktuellen Album sogar in der „etablierten Metal-Presse“ sehr hohe Punktzahlen einfahren, kann ich ehrlich gesagt nicht so ganz nachvollziehen.
Ich habs gehört und finds okay bis gut. Aber es erzählt mir halt irgendwie auch nix, was Wolves In The Throne Room oder Altar Of Plagues nicht schon in mindestens genauso gut gemacht, wenn nicht sogar noch mal 1-2 Stufen weitergedacht und -gebracht hätten.
Bevor wir uns missverstehen: Ich will „Pale Dawn“ ja jetzt echt auch nicht schmälern. Was in dem Album mitunter an Intensität und Energie steckt ist durchaus beachtenswert und verdient Beschäftigung damit, die über 1-2 Schnupper-Anläufe hinausgeht. „Kompositorisch“ habe ich aber halt trotzdem direkt das Gefühl, dass hier eine Band konsequent einer Style-Herangehensweise folgt, die andere schon mit größeren Visionen zelebriert haben…


 

Dann gibt es da außerdem noch UNRU. Eine echt seltsame Band, die mir seit ihren Anfangstagen live immer wieder mal unterkam. Auf ihrem ersten vollwertigen Langspielalbum „Als Tier ist der Mensch nichts“, das letztens rauskam, ist der Sound so sehr ins schon regelrecht muffig-modrige gefallen, dass man ihnen nun wirklich nicht vorwerfen kann zu den Bands zu gehören, die diese Postrock-beeinflusste Numner ausreizen, wie sie von Deafheaven ad absurdum geführt wurde. Stattdessen ist im Stilmix der Ostwestfalen sogar eher ein todesmetallischer Schuss aus der Celtic Frost/ Tripytkon-Ecke hinzugekommen. Das Ganze ist schon ziemlich düster und derbe, sympathischer Weise auch schon mal um ‘ne Ecke mehr gedacht, aber so wirklich 100%ig packen will es mich nicht, obwohl es in der Summe der Teile eigentlich das Zeug dazu hätte. Go figure.

Freitag, 1. Juli 2016

Kaleidobolt - The Zenith Cracks


Natürlich könnte ich jetzt Witzchen darüber machen, wie das Visions Magazin - das derzeit eh um all things „Psych“/ „Retro“/ „Proto“/ „Stoner“/ „Heavy Jam-Rock“ ein Gewese veranstaltet, das nicht mehr feierlich ist - jüngst den KALEIDOBOLT-Hype aufgegriffen hat, der von mir bereits letzten Sommer initiiert wurde... ;)
Aber Scherz beiseite: Retrosound ist ja normalerweise nix, das mich groß hinterm Ofen vorlockt, doch bei diesen Finnen stimmt alles! KALEIDOBOLT machen nämlich kein schwachbrünstiges Hippie-Geüssel und auch kein 08/15-Rock mit ‘nem bisschen Fuzz. Das energiegeladene Trio neigt ins progressiv-verspielte der wilderen Art, ohne dass es in Selbstzweckgefrickel ausartet und gerade auch live knallt und dröhnt das Ganze sogar noch mal ‘n ganzen Ticken härter. Ergo: Schwer was für mich!
Album Nummer zwei ist seit heute raus, hat ein großartiges Cover, ferner vor Kurzem bereits die Jungfernfahrt auf meinem Plattenspieler hinter sich gebracht und gefällt!
Dass der Einfluss alter King Crimson manchmal fast schon ein bisschen zu sehr durchkommt (man höre alleine das vor und nach den Kuhglockenrock-Parts irgendwie etwas vertraut klingende "City Of The Sun"...) möchte ich nicht als Manko bewertet wissen, denn genau das, was sich KALEIDOBOLT von denen abgeguckt haben, ist ja eben genau das, was ich auch an jenen mitunter mag. Und handwerklich ist das Ganze absolut top (der Drummer!)!
Coole Band, gutes zweites Album, hoffentlich bald mal wieder live!
Bandcamp gibt's natürlich auch: