Freitag, 24. Juni 2016

Aphex Twin - CIRKLON3 (Videoclip)

Letztens erst noch in das aktuelle APHEX TWIN Album „Syro“ reingehört und festgestellt, dass ich das ja doch ganz schön gut finde. Aber wie das so ist mit so viel guter Musik und so wenig Zeit, lande ich halt immer wieder bei irgendwelchem Noiserock, Doom Metal, Grindcore o.ä. Gitarrenlärm, anstatt derartigem auch noch die gebührende Aufmerksamkeit entgegenzubringen, weil so viel Musikhörzeit habe leider selbst ich ganz einfach nicht…
Zur kommenden EP „Cheetah“ gibt’s gerad‘ jedenfalls einen Videoclip und ich teile ihn gern mit dem Vorsatz, zukünftig vielleicht doch mehr Aphex zu hören:




PS: Eigentlich wollte ich auch noch das neue WOLFE EYES Video hier präsentieren, aber Youtube sagt dazu mal wieder „Dieses Video ist in Deutschland leider nicht verfügbar, da es Musik enthalten könnte, über deren Verwendung wir uns mit der GEMA bisher nicht einigen konnten.“ 

Donnerstag, 23. Juni 2016

Weawick - Whistle Along

Noiserock und Minneapolis gehen ja traditionell zusammen ganz gut: WEAKWICK machen in Duoformation herrlich rumpligen Weirdo-Punk, der eine Brücke zwischen frühen AmRep-Exoten à la Cows und Lightning Bolt schlägt, irgendwie kaputt-mechanisch klingt, und mit „Whistle Along“ ist gerade ein neues Album raus:  

Blut Aus Nord / Ævangelist

Vergangenen Freitag kam parallel zur neuen Terra Tenebrosa auf dem gleichen Label übrigens auch eine Split-Veröffentlichung von BLUT AUS NORD und ÆVANGELIST raus. 

Die französischen BLUT AUS NORD mag ich trotz ihres bekloppten Namens ja generell. Diese Art und Weise, wie sie sowas wie verschiedene Veröffentlichungsreihen von Alben haben, in deren jeweiligen Rahmen sie dann einerseits immer mehr in „man kann im Black Metal verwurzelte Musik auch mit Godflesh-Rhythmen spielen, spaceig abdrehend auf Trip Hop machen und dabei auch mal pompös agieren“-Sphären entgleiten, einen andererseits dann aber zwischendurch doch auch gelegentlich immer wieder mal mit einem reinen Black-Metal-Baller-Album auf den Boden zurückholen, die hat was.
Und obwohl das unglaubliche 2003er „The Work Which Transforms God“ und der grandiose 2006er Dissonanz-Quantensprung „MoRT“ wohl mutmaßlich ihre interessantesten und essenziellsten Releases bleiben werden, ist es doch immer wieder interessant, womit sie einem als nächstes um die Ecke kommen…

Die amerikanischen ÆVANGELIST wiederum sind eine Band, mit denen ich mich zugegeben bisher noch nicht im Detail befasst habe, obwohl sie seit wenigen Jahren an anderen Stellen schon so manche Augenbraue zum hochgehen brachten. Aber auch hier hat man es mit einer eher ungewöhnlichen Band der Düster-/ Extrem-Metal-Ecke zu tun.

Dienstag, 21. Juni 2016

The Glowing Man

Ein paar Gedanken zum neuen SWANS-Album:
Es ist irgendwie konsequent, dass Michael Gira „The Glowing Man“ und die folgende Tour als Schlussphase der aktuellen Inkarnation seiner 2010 nach ca. 13jähriger Pause reanimierten Band ausruft (im Übrigen angeblich ohne sich bisher groß über das danach Gedanken gemacht zu haben).
Es gibt Passagen auf dem neuen Album, vor allem im ersten Drittel, die ein bisschen den Eindruck erwecken, dass da im Rahmen des stilistischen und personellem Konzepts, das SWANS die letzten sechs Jahre ausmachte, auch mal langsam alles gesagt ist.
Das meine ich nicht zwangsläufig so negativ, wie sich so eine Aussage interpretieren lässt. Aber teilweise wirkt das Ganze schon mal wie ein etwas zurückgenommener Epilog zum Jahrhundertalbum „The Seer“ und dessen Nachfolger „To Be Kind“. Es sind diese in der Tat glühenden Soundflächen von vertrautem Klang und Mammutsongaufbauten mit regelrecht mantrischen Ausbrüchen, die man für einen Maulsperren-Effekt, wie ihn „The Seer“ noch verursachte, irgendwie inzwischen gewohnt ist.

Havin' said that... „The Glowing Man“ ist trotzdem groß! Wieder ein mal richtig, richtig groß. Vermutlich wird es in meiner Jahresabschlussbilanz wieder mal auf der #1 stehen. Momentan habe ich jedenfalls mal wieder keine Lust, überhaupt noch irgendwas anderes zu hören als immer und immer wieder diese 118,23 Minuten (!), die selbst in ihren zähesten Momenten wie Öl runtergehen und in ihren besten den Wunsch wecken, dass es niemals aufhören soll.
Wenn nach dem fast halbstündigen Titeltrack, dessen Passagen mit nach vorne pumpemder Rhythmik wieder ein mal regelrechten Stammestanz-Charakter haben, dann auch noch eine kompaktere, straight marschierende Nummer mit fast schon optimistischer Gospel-Aura und einem klanglichen Schulterblick zurück in die Ecke des 1995er „The Great Annihilator“ das Album beendet, dann haben es Gira und seine Mitstreiter zum Schluss doch noch geschafft, einen mal wieder zu überraschen und zu verblüffen.

Eigentlich könnte ich echt sogar super damit leben, wenn bis zum Ende des Jahres nichts anderes mehr rauskommt.


Montag, 20. Juni 2016

Virus - Memento Collider

Auf dieses, diesen Monat veröffentlichte Album - das ich wohl zugegeben gar nicht testgefahren hätte, wenn es mir nicht zufällig von anderer Stelle so nahegelegt worden wäre, dass ich es nicht ignorieren konnte - möchte ich, wo es schon auch bei Bandcamp (s.u.) ist, dann doch auch mal hinweisen:

Die norwegischen VIRUS sind ja die Nachfolgeband von VED BUENS ENDE, welche bereits einen ziemlichen Prog-/ Avantgarde-Ansatz aus ihren Black-Metal-Wurzeln zogen.
Mittlerweile fahren sie einen ganz eigensinnigen Progrock-Sound, der sich ein ganzes Stück weiter von Metal-Knalleffekten entfernt hat.
Vergleiche, die an anderen Stellen schon getätigt worden sind, wie z.B. mit Voivod (wohl vor allem „Nothingface“) und auch King Crimson (hier wohl vor allem auch die der 80er und 90er, mit Adrian Belew’s Gitarrenarbeit), kann ich zwar nachvollziehen, finde sie aber eher etwas irreführend.
Eigentlich sehe ich VIRUS in einer stilistischen Liga mit z.B. finnischen Nachbarn wie Oranssi Pazuzu, Atomikylä und Abyssion, die auch alle ihre Black Metal Wurzeln um Einflüsse aus Prog, Krautrock u.ä. vermengt zu was anderem geführt haben, und meinetwegen auch ein bisschen in der Nähe einer Band wie Aluk Todolo, die ebenfalls Metal-Dunkelheit in ihrem musikalischen Grundstein hat, dabei aber eher eine ziemlich eigene Schiene mit angehobenem Spielwitz fährt.
Alles in allem sind VIRUS nämlich trotz aller „spaceigen“ Ambitionen und bei allem Vorreiterrollencharakter eine Band, der man die „hässliche“ (Black) Metal-DNA dann eben doch noch sehr anhört. Das muss nicht per se etwas negatives sein, macht sie dann meiner Meinung nach aber eben doch eher zu einer dieser Bands, die vor allem von sich selbst als gerne mal über Tellerränder blickend empfindenden Metalheads goutiert wird, als dass sie für Musikfans interessant wäre, die eher von außerhalb dessen kommen. Wenn Ihr versteht, was ich meine.

Einen Anstandsapplaus zur Weitergabe an potenziell zugeneigte war es mir dann aber doch mal wert.


KK Null @ Bandcamp

Kazuyuki Kishino kennt man nicht nur als Gitarrist und Brüller der gigantischen Noiserock-/ Nippon-Metal-Urgesteine Zeni Geva, sondern unter dem Solopseudonym KK NULL auch als Fabrikant elektronischen Lärms. 
(Beide zusammen letzten Herbst noch live gesehen, war super.)
Er hat gerade Bandcamp für sich entdeckt und zum jetzigen Zeitpunkt drei Veröffentlichungen dort hochgeladen, weitere werden mutmaßlich noch folgen:
http://kknull1.bandcamp.com/releases

Sonntag, 19. Juni 2016

Alewives

Danke für den Tipp an Michi S.!
Mike Roche war früher bei den stilistisch etwas sprunghaften Prog-Metallern/ Alternative-Rockern Thought Industry. Eine dieser Bands, die zu ihrer Zeit so ungewöhnlich und eigen war, dass sie ein ewiger Geheimtipp blieb.
Sein neues Baby ALEWIVES hat gerade eine neue EP raus (und falls man ihn noch nicht kennen sollte, ist der selbstbetitelte 2013er Longplayer nur einen Klick davon entfernt):