Bei mindestens zwei Roadburns habe ich MASTER MUSICIANS OF BUKKAKE ignoriert. Irgendwie passierten dort immer viel zu viele andere interessante, prioritärere Sachen, als dass ich da mal in einen Auftritt dieses extravaganten Auswechselbank-Kollektivs aus Seattle reinschnuppern wollte.
Gestern spielten sie allerdings zufällig um die Ecke in der Zeche Carl - früher mal das Metal-Mekka des Ruhrgebiets, heute nur noch eine dezente Randnotiz im Kulturplan – also ist man mal hin.
Keine Vorband, Beginn um 20:40, Band spielt vor mäßigem Publikumsandrang ziemlich genau 100 Minuten am Stück durch und hängt noch eine kleine Solozugabe hintendran, und danach ist man sogar schon vor elf Uhr wieder zu Hause – so könnte das ruhig öfter mal laufen.
Mit exotischem Ambiente und Verkleidungen irgendwo inmitten von Comedy und Drogentrip, Instrumentenwechseln zwischen Doppelschlagzeug, Analogsequencer und Saiteninstrumenten, von Filmmusik-Zitaten gespickte, ritualistisch-hypnotische Psychedelic-Exzesse, und einem mit Burka sowie anfangs auch Hirschkopf tragenden Sänger (kein Witz), der seinem arg daneben liegenden Klatschrhythmus zufolge irgendwo ganz woanders unterwegs ist, war das dann auch durchaus mal was anderes.
Satanischer Spacerock-Karneval vom feinsten. Mir hat‘s Spaß gemacht! Müsste ich nicht jede Woche haben, und würde ich jetzt auch nicht unbedingt den gesamten Tonträger-Backkatalog von aufarbeiten, aber doch, als nicht alle Tage zu sehendes Abendunterhaltungsprogramm hat das schon zeimlichen Spaß gemacht.
Kann man sich gut und gerne mal geben, wenn man es „outside the box“ mag.
(Foto: El Chewbacco Diabolico)
Krach und so ...
"The Secret Doctrine According To Simon" (Buzzard)
Donnerstag, 16. Mai 2013
Mittwoch, 15. Mai 2013
Zehnjähriges: Nasum – Helvete
Einen weiteren, zehnten Veröffentlichungsgeburtstag eines sehr essenziellen Albums, den wir diesen Monat feiern können, ist NASUM’s dritter Longplayer „Helvete“.
Bemerkenswert an „Helvete“ ist, dass dieses etwas dicker, präziser und damit verhältnismäßig glatter als seine beiden, unumstritten bereits als Grindcore-Klassiker geltenden Vorgänger produzierte Werk an der Basis der langjährigen Freunde von Undergroundgeknüppel und Lärmperversitäten im Direktvergleich nicht ganz so gut ankam. Aber auch wenn ich persönlich das zugegeben etwas schroffere „Inhale/ Exhale“ (1998), und gerade auch das mit einigen Hits gespickte, noisige Dauerinferno „Human 2.0“ (2000) durchaus sehr zu schätzen wusste und nach wie vor weiß, ist „Helvete“ mit einem hauchdünnen Vorsprung vor letztgenanntem ja doch irgendwie mein Lieblingsalbum von NASUM.
Was in erster Linie überhaupt gar nichts mit der Gesamtinszenierung zu tun hat, sondern vor allem an den Songs liegt. „Helvete“ feuert gleich als zweites mit "Scoop" eines der extremsten Geschwindigkeitsmassacker ever raus, welches dann auch in einem knallhart und tight klopfendem Groovepart mit geilem Bollerbasslauf und Stakkatoriffgebrate gipfelt. Nicht nur das äußerst abwechslungsreich durchkomponierte "Stormshield" ergeht sich in atmosphärischen Parts, sondern das doomige "The Final Sleep" hat außerdem gar schon was von „Post-Metal“. Und das Song-Doppel "Breach of Integrity"/ "The Everlasting Shame" sagt endgültig alles, was man mit gesteigerter Freude an leicht verspieltem und doch höchst eingängigen Songwriting im Genre straighten Grindcores/ Extrem-Metals noch abschließend sagen bzw. dem geneigten Hörer mit einem Hauch von etwas mehr Melodie aber dennoch rohster Gewalt ins Hirn nageln konnte, ohne sich dabei an einer allgemeinverträglicheren Ecke anzubiedern.
Ja doch, „Helvete“ ist ein gutes Album.
Unfassbar, dass sich diesen Dezember schon der neunte Todestag von Gitarrist/ Sänger/ Produzent Mieszko Talarczyk jährt, der am zweiten Weihnachtstag 2004 im Urlaub durch eine Tsunamiwelle des „Sumatra-Andamanen-Bebens“ umkam.
Ich lernte den gebürtigen Polen auf der Tour kurz zuvor noch als äußerst sympathischen Zeitgenossen kennen, dem gerade auch Selbstironie nicht fremd war, so sprach er z.B. von seiner eigenen Musik bescheiden als sowas wie „still pretty much just a Napalm Death Rip off“.
R.I.P. Mieszko Andrzej Talarczyk, never forgotten!
Bemerkenswert an „Helvete“ ist, dass dieses etwas dicker, präziser und damit verhältnismäßig glatter als seine beiden, unumstritten bereits als Grindcore-Klassiker geltenden Vorgänger produzierte Werk an der Basis der langjährigen Freunde von Undergroundgeknüppel und Lärmperversitäten im Direktvergleich nicht ganz so gut ankam. Aber auch wenn ich persönlich das zugegeben etwas schroffere „Inhale/ Exhale“ (1998), und gerade auch das mit einigen Hits gespickte, noisige Dauerinferno „Human 2.0“ (2000) durchaus sehr zu schätzen wusste und nach wie vor weiß, ist „Helvete“ mit einem hauchdünnen Vorsprung vor letztgenanntem ja doch irgendwie mein Lieblingsalbum von NASUM.
Was in erster Linie überhaupt gar nichts mit der Gesamtinszenierung zu tun hat, sondern vor allem an den Songs liegt. „Helvete“ feuert gleich als zweites mit "Scoop" eines der extremsten Geschwindigkeitsmassacker ever raus, welches dann auch in einem knallhart und tight klopfendem Groovepart mit geilem Bollerbasslauf und Stakkatoriffgebrate gipfelt. Nicht nur das äußerst abwechslungsreich durchkomponierte "Stormshield" ergeht sich in atmosphärischen Parts, sondern das doomige "The Final Sleep" hat außerdem gar schon was von „Post-Metal“. Und das Song-Doppel "Breach of Integrity"/ "The Everlasting Shame" sagt endgültig alles, was man mit gesteigerter Freude an leicht verspieltem und doch höchst eingängigen Songwriting im Genre straighten Grindcores/ Extrem-Metals noch abschließend sagen bzw. dem geneigten Hörer mit einem Hauch von etwas mehr Melodie aber dennoch rohster Gewalt ins Hirn nageln konnte, ohne sich dabei an einer allgemeinverträglicheren Ecke anzubiedern.
Ja doch, „Helvete“ ist ein gutes Album.
Unfassbar, dass sich diesen Dezember schon der neunte Todestag von Gitarrist/ Sänger/ Produzent Mieszko Talarczyk jährt, der am zweiten Weihnachtstag 2004 im Urlaub durch eine Tsunamiwelle des „Sumatra-Andamanen-Bebens“ umkam.
Ich lernte den gebürtigen Polen auf der Tour kurz zuvor noch als äußerst sympathischen Zeitgenossen kennen, dem gerade auch Selbstironie nicht fremd war, so sprach er z.B. von seiner eigenen Musik bescheiden als sowas wie „still pretty much just a Napalm Death Rip off“.
R.I.P. Mieszko Andrzej Talarczyk, never forgotten!
Montag, 13. Mai 2013
Valborg, Nicoffeine und so...
Typisch ich. Letzte Woche hätte ich in Berlin die Melvins „Houdini“ und/ oder „Stoner Witch“ am Stück spielen sehen können, wannandermal noch diesen Monat spielen an zwei direkt aufeinanderfolgenden Abenden Shellac und Swans in der Hauptstadt, ich jedoch fliege natürlich dann durch Prenzelberg, wenn Bands aus Bonn und Koblenz in einem Kneipenkellerloch aufspielen.
Eröffnen taten besagten Abend im Kastanienkeller jedoch erst mal die heimischen GROW GROW, deren Postpunk/ Indie-/Noiserock mit 90ies-Vibes ziemlich gut reinging. Auch wenn der alberne grüne Adidas-Trainingsanzug des Gitarristen/Sängers mal ziemlich Sportfreunde Stiller 2002 war.
VALBORG spielten danach erst mal vor einem etwas lichteren Publikum als die Lokalmatadore. In ihrer Triobesetzung (man sieht sie wohl auch schon mal zu viert) legten sie den Schwerpunkt auf Material des aktuellen Killeralbums Nekrodepression. Geile Sache, geiler Auftritt, eine der allerbesten Metal-Bands, die wir derzeit in Teutonia so haben, gucke ich mir immer wieder gerne an. Auch wenn sie mir die Hymne „I Am Space“ schuldig blieben, die zwar auf der Setlist stand, aber diesen Abend nicht gespielt wurde. Da arbeiten wir noch mal dran, Jungs!
Die abschließenden NICOFFEINE muss man live tatsächlich mal gesehen haben. Was auf Platte zwar durchaus schon ganz spaßig ist, sofern man etwas für teils schon mikrotonale Noiserock-Eskapaden übrig hat, als Konservenhörerlebnis aber eben nur bedingt funktioniert, das entpuppt sich in Konzertsituation als völlige Explosion. Was die drei da mit Spielfreunde für sieben so intensiv an temporeich dargebotenem Lärm hinzaubern, ist schon eine ziemlich erstaunliche Angelegenheit. Muss man wie gesagt mal dabei gewesen sein, und würde ich mir bei Gelegenheit ebenfalls auch zeitnah wieder ansehen.
Wirklich guter Abend, im Kastanienkeller. Ziemlich nahtlos ging es dann aber noch rüber in den Magnet, wo auf dem „Stoner/ Metal/ HC“-Floor der Visionsparty noch zu L7 und Survivor das Tanzbein geschwungen wurde…
Eröffnen taten besagten Abend im Kastanienkeller jedoch erst mal die heimischen GROW GROW, deren Postpunk/ Indie-/Noiserock mit 90ies-Vibes ziemlich gut reinging. Auch wenn der alberne grüne Adidas-Trainingsanzug des Gitarristen/Sängers mal ziemlich Sportfreunde Stiller 2002 war.
VALBORG spielten danach erst mal vor einem etwas lichteren Publikum als die Lokalmatadore. In ihrer Triobesetzung (man sieht sie wohl auch schon mal zu viert) legten sie den Schwerpunkt auf Material des aktuellen Killeralbums Nekrodepression. Geile Sache, geiler Auftritt, eine der allerbesten Metal-Bands, die wir derzeit in Teutonia so haben, gucke ich mir immer wieder gerne an. Auch wenn sie mir die Hymne „I Am Space“ schuldig blieben, die zwar auf der Setlist stand, aber diesen Abend nicht gespielt wurde. Da arbeiten wir noch mal dran, Jungs!
Die abschließenden NICOFFEINE muss man live tatsächlich mal gesehen haben. Was auf Platte zwar durchaus schon ganz spaßig ist, sofern man etwas für teils schon mikrotonale Noiserock-Eskapaden übrig hat, als Konservenhörerlebnis aber eben nur bedingt funktioniert, das entpuppt sich in Konzertsituation als völlige Explosion. Was die drei da mit Spielfreunde für sieben so intensiv an temporeich dargebotenem Lärm hinzaubern, ist schon eine ziemlich erstaunliche Angelegenheit. Muss man wie gesagt mal dabei gewesen sein, und würde ich mir bei Gelegenheit ebenfalls auch zeitnah wieder ansehen.
Wirklich guter Abend, im Kastanienkeller. Ziemlich nahtlos ging es dann aber noch rüber in den Magnet, wo auf dem „Stoner/ Metal/ HC“-Floor der Visionsparty noch zu L7 und Survivor das Tanzbein geschwungen wurde…
Labels:
Grow Grow,
live gesehen,
Nicoffeine,
Valborg
Montag, 6. Mai 2013
55mm²
Nachdem mit dem Roadburn Festival das jährliche Highlight bereits hinter mir liegt, und ich ausnahmsweise auch mal ein paar andere logistische und finanzielle Aufwendungen um die Ohren habe, als meinem rund um die Uhr auf Musik eingestellten Suchtverhalten zu folgen, wollte ich es die letzten bzw. nächsten Tage/ Wochen ja eigentlich mal ein bisschen ruhiger angehen, und nicht schon wieder jeden zweiten Tag ein Konzert ansteuern.
Wenn allerdings die BLCKWVS schon in der Gegend spielen, ist Anwesenheitspflicht, also parkten Kollege El Lukerino de Muerte und meine Wenigkeit am frühen Samstag Abend die Hintern im RegioExpress gen Mühlheim an der Ruhr. Im dortigen AZ fand schon den zweiten Tag das 55mm² (55mm2.tumblr.com) Festival statt.
Nach unserer Ankunft fingen irgendwann COLARIS an, deren erste Set-Hälfte eigentlich 1:1 nach den US-Postrockern Maserati klang, gegen Ende wurde es dann allerdings einen Tick stonerrockiger. Ganz abgesehen davon, dass es 2-3 Songs weniger bei einer so früh aufspielenden Band auch getan hätten, anstatt von einem namenlosen Newcomer gleich einen einstündigen Auftritt reingeschraubt zu bekommen, war das allerdings durchaus ziemlich gut.
Ähnlich ORANGE SWAN. Auch jenes Instrumental-Trio fand kein Ende, war aber ebenfalls durchaus ziemlich gut, vor allem auch spielerisch. Gerade dem hörbar Bock habenden Poserdrummer merkte man Metal-Background an, während die beiden Gitarristen (richtig, kein Bass!) Akzente vom dezenten 80ies-Stadionrock-Ansatz bis zur Dronesound-Raumfüllerei ganz gut drauf hatten. Nicht schlecht.
Als Kontrast zu diesen knackiger rockenden Bands setzten sich als nächstes das Bochumer Drone-Duo [ B O L T ] und der Dortmunder Sologitarrist N zu einer gemeinsam Session vor eine Wand aus Amps. Was, wenn man etwas für reine Soundwall-Experimente übrig hat, nicht ohne war, in so einem Rockclubevent-Rahmen aber immer so eine Sache sein kann…
Mit einem weit im Verzug liegenden Zeitplan dann noch BLCKWVS, die wie immer geil ablieferten. Ihr eigensinniger Instrumental-Metal lässt live wirklich die Luft brennen. Warum wird diese Band allgemein noch so ein bisschen übersehen? Ich weiß es nicht. Guckt sie Euch an, wenn es eine passende Gelegenheit gibt. Die sind super, glaubt mir.
Wenn allerdings die BLCKWVS schon in der Gegend spielen, ist Anwesenheitspflicht, also parkten Kollege El Lukerino de Muerte und meine Wenigkeit am frühen Samstag Abend die Hintern im RegioExpress gen Mühlheim an der Ruhr. Im dortigen AZ fand schon den zweiten Tag das 55mm² (55mm2.tumblr.com) Festival statt.
Nach unserer Ankunft fingen irgendwann COLARIS an, deren erste Set-Hälfte eigentlich 1:1 nach den US-Postrockern Maserati klang, gegen Ende wurde es dann allerdings einen Tick stonerrockiger. Ganz abgesehen davon, dass es 2-3 Songs weniger bei einer so früh aufspielenden Band auch getan hätten, anstatt von einem namenlosen Newcomer gleich einen einstündigen Auftritt reingeschraubt zu bekommen, war das allerdings durchaus ziemlich gut.
Ähnlich ORANGE SWAN. Auch jenes Instrumental-Trio fand kein Ende, war aber ebenfalls durchaus ziemlich gut, vor allem auch spielerisch. Gerade dem hörbar Bock habenden Poserdrummer merkte man Metal-Background an, während die beiden Gitarristen (richtig, kein Bass!) Akzente vom dezenten 80ies-Stadionrock-Ansatz bis zur Dronesound-Raumfüllerei ganz gut drauf hatten. Nicht schlecht.
Als Kontrast zu diesen knackiger rockenden Bands setzten sich als nächstes das Bochumer Drone-Duo [ B O L T ] und der Dortmunder Sologitarrist N zu einer gemeinsam Session vor eine Wand aus Amps. Was, wenn man etwas für reine Soundwall-Experimente übrig hat, nicht ohne war, in so einem Rockclubevent-Rahmen aber immer so eine Sache sein kann…
Mit einem weit im Verzug liegenden Zeitplan dann noch BLCKWVS, die wie immer geil ablieferten. Ihr eigensinniger Instrumental-Metal lässt live wirklich die Luft brennen. Warum wird diese Band allgemein noch so ein bisschen übersehen? Ich weiß es nicht. Guckt sie Euch an, wenn es eine passende Gelegenheit gibt. Die sind super, glaubt mir.
Labels:
55mm²,
[bolt],
Blackwaves,
Blckwvs,
Coralis,
live gesehen,
N,
Orange Swan
Samstag, 4. Mai 2013
Aktuelle Alben (Vhol, Altar of Plagues, Agrimonia, ...)
AGRIMONIA - Rites of Separation
Album Nummer drei von AGRIMONIA, und das erste über Southern Lord. Da dürfte wohl jemand in Zukunft endlich etwas mehr Aufmerksamkeit bekommen...
Wie auf diesen Blogseiten erwähnt, fand ich schon die erste ganz töfte, die zweite im Halbwerttest dann sogar noch besser, und war daher auch sehr heiß auf die neue.
Jene ist dieses mal nicht so ein mächtiger Brocken geworden, wie das über 70minütige „Host of The Winged“, sondern pendelt sich mit fünf Tracks bei nur bzw. immerhin fast einer Stunde ein. Außerdem ist „Rites of Separation“ stilistisch wieder mal ein bisschen anders als sein Vorgänger ausgefallen, und auch hier trotz mitunter überlanger Songs nicht ganz so erdrückend wie zuvor.
Die Schweden scheinen sich von ihren deathmetallischen Einflüssen, auch wenn diese immer wieder mal durchschlagen (Basser Martin kennt man im Übrigen auch als At The Gates(!)-Gitarristen), gerne mal noch einen Ticken mehr als zuvor in Richtung postrockiger Momente verabschieden zu trauen, und auch ihre punkigen Roots sind hin und wieder offensichtlicher denn je (er spielt übrigens auch bei SkitSystem). Beim Crust/ Doom/ Melo-Death/ Post-Metal/ Freistil-Allerlei von AGRIMONIA wurden die Karten also mal wieder eine Runde neu gemischt. Aber, Hand aufs Herz, so wie sie dieses mal gelegt wurden, ist ein nicht ganz so epochal begeisterndes Album wie „Host Of The Winged“ dabei rausgekommen. „Rites of Separation“ hat sehr viele mitreißende Passagen, lädt zur wiederholten Entdeckungsreise ein, gefällt durchaus, wirkt gegen seinen Vorgänger aber manchmal fast schon etwas unausgegoren.
Dass spielerisch hier und da durchaus ein Schüppchen draufgelegt wurde, lässt nicht darüber hinwegsehen, dass ich im kompositorischen wohl irgendwie auf eine weitere Steigerung gehofft hatte, die jedoch eher ausblieb. Irgendwie wirkt das Songmaterial für Tracks mit derartigen Marathonlängen ja doch schon mal etwas wahllos eklektisch aneinandergeschustert.
Was zugegebenermaßen Beschweren auf hohem Niveau ist, denn was AGRIMONIA auch auf „Rites of Separation“ so abliefern, bewegt sich dennoch in Sphären, die viele andere Bands mit grob vergleichbarer Peergroup niemals erreichen werden. Von daher geht unbefriedigend wohl immer noch ganz anders als das hier.
Link: Bandcamp
ALTAR OF PLAGUES - Teethed Glory And Injury
Habs schon mal gesagt, und sage es noch mal: ALTAR OF PLAGUES' „White Tomb“ ist eines der allerbesten Alben der letzten 10-15 Jahre. Das Teil ist perfekt. Die Roadburn Records-EP „Tides“ und der nächste Longplayer „Mammal“ lieferten zwar weitgehend zufriedenstellend ab, „White Tomb“ ist und bleibt jedoch ein regelrechtes Manifest im Feld des vorwiegend atmosphärisch ausgerichteten und episch arrangiertem Extrem-, ja, meinetwegen „Post-Black“ Metals.
Dass mit dieser Nummer, einen auf Drone und Ambience zu machen, und das mit Blastbeats, Melodiebogengeschrubbe und Geschrei in ausufernden Marathon-Songaufbauten unter einen Hut zu kriegen, inzwischen auch mal alles gesagt ist, haben AoP allerdings selbst gemerkt, und sich auf „Teethed Glory And Injury“ daher nun stilistisch umorientiert.
Und meine Güte, ist das ein seltsames Album geworden. Die Ambient-Ansätze und Black Metal-Stilelemente sind zwar immer noch gegeben, werden aber von schneidigem Math-Metal-Stakkato, Avantgarde-Schrägheiten, gar elektronischen Sounds und Noise-Flächen, sowie ferneren Arrangement- und Produktionsexperimenten gewaltig durcheinander gewürfelt.
Es wäre ein leichtes, dieses durchaus mutige und sehr interessante Album nach Erstkontakt spontan nicht zu mögen. „Teethed Glory And Injury“ verlangt einem einiges an Geduld und Toleranz ab. Aber das wiederholte Eintauchen in AoP's neuerdings recht futuristischen Sound und sehr eigentümliche Songkonstruktionen lohnt sich, denn die starken Momente überwiegen deutlich. Lediglich der etwas wirre und murksige Schlusstrack greift leicht daneben und hinterlässt einen nach dem Albumdurchlauf etwas ambivalent. Ohne besagte Nummer würde ich „Teethed Glory And Injury“ vielleicht sogar total großartig finden, anstatt nur ziemlich gut.
Link: Profound Lore Store
CORRECTIONS HOUSE - Haox The System (7“)
Anfang April völlig vergessen zu erwähnen hatte ich die auch als Digitalsingle erhältliche 7“ von CORRECTIONS HOUSE. Jene sind so eine Art Künstlerkollektiv, bestehend aus EyeHateGod-Frontzwerg Mike IX Williams, Neurosis' Scott Kelly, Yakuza-Saxophonist/-Sänger Bruce Lamont, und dem ja irgendwie überall mitwirkendem Sanford Parker. Bei ihren Auftritten gipfeln vier Solo-Sets (musikalischer Natur und auch Spoken Word) in gemeinsamen Jams. Zwei davon wurden für diese 7“ aufgenommen. Der Industrial-Touch des Ganzen ist bestimmt nicht jedermanns Sache, kommt mir persönlich aber eigentlich sogar entgegen. Vor allem die rebellische A-Seite ist ein ganz geiler Song geworden!
Link: „Hoax The System“ Videoclip
Link: „Grim with a Purpose“ Videoclip
Link: Burning World Records
THE BODY - Master, We Perish
THE BODY sind wichtig! Während sich viele andere Kapellen im eher doomigen Feld der aktuellen Underground-Metal-Landschaft längst in generischen 08/15-Schemata ergehen und damit Peers aus der Schablone bedienen, scheut sich dieses bärig-bärtige Duo nicht, potenzielle Fans immer wieder vor den Kopf zu stoßen. Ihr zweites Album „All The Waters Of The Earth Turn To Blood“ war ein deftig derber Brocken voller verquerer Ideen, nicht ganz von dieser Welt, ultrabrachial und doch episch; ein eigensinniges Godflesh-meets-Neurosis-meets-Burzum-meets-Weltuntergang-am-Ostersonntag-Monster von einem Album. Die gemeinsame EP mit Braveyoung irritierte und erstaunte mit einem schizophrenen Übergang von Drone-Stücken zu einem Folk-Song mit weiblicher Singstimme.
Auch auf ihrer neuen EP machen sie es dem Hörer mal wieder nicht so leicht. Naja, mir persönlich schon, denn Distortion bis an die Schmerzgrenze, zermürbend in die Länge gezogene Repetition, und gequälte Schrei-Vocals sind Stilmittel, für die ich gerade auch in Kombination so etwas wie einen sadomasochistischen Fetisch habe.
Dabei erzählen einem die drei Tracks von „Master, We Perish“ (Gesamtspiellänge ca. 18 Min.) nichts nennenswert neues, festigen aber den Bandstatus als fieses Monstrum und ziemliche Ausnahmeerscheinung. Mit anderen Worten: Total geil!
Link: „The Ebb and Flow of Tides in a Sea of Ash“ Videoclip
Link: „Worship” Videoclip
Link: At A Loss Recordings
VHOL – Vhol
Überraschung des Jahres! Bei VHOL (heißen sie denn jetzt eigentlich Vhol oder Vhöl?) singt Yob-Riffgott und -Mainman Mike Scheidt, allerdings ohne dabei auch Gitarre zu spielen, und der Rest rekrutiert sich aus bekannten Figuren der San Francisco-Szene zusammen, die man aus Bands wie Ludicra, Hammers of Misfortune, Agalloch, oder Amber Asylum kennt und schätzt. Musikstilistische Assoziationen bezüglich dieser Referenzen kann man allerdings (bis auf Ludicra) gleich mal wieder weitgehend vergessen. Das selbstbetitelte Debüt des illustren Ensembles begeistert aus dem Stand mit einer vorwiegend im Uptempo gehaltenen Melange aus Crust-Gekloppe, Black Metal, Motörhead'schem Rock'n'Roll-Spirit, einigen schrägen Reminiszenzen vor allem früher Voivod, latenten Psychedelic-/ Prog-Anleihen, und immer wieder mal durchblitzenden Wurzeln klassischen Heavy/ Thrash Metals („Arising“ z.B. könnte auch ein NWOBHM-Cover auf Speed sein). Dazu grölt, röhrt, keift, singt und johlt Scheidt das gesamte Spektrum ab, ohne dass dieser, soundtechnisch gelungen ins räudige Gerödel eingebettete Variationsreichtum auch nur eine Sekunde irgendwie unpassend käme.
Groß! Ganz, ganz groß! Definitiv eines der besten Metal-Alben 2013!
Link: Profound Lore Store
Und sonst noch?
Bei so viel guter neuer Musik schiebe ich das aktuelle Coveralbum der MELVINS mal für einen Monat mit weniger interessanten Veröffentlichungen auf.
Jucifer's GAZELLE AMBER VALENTINE hat gerade übers eigene Label Nomadic Fortress ihr akustisches Solo-Debüt namens „Devil's Tower I“ rausgebracht, aber auch wenn ich schon immer gerade auch die ruhigeren Jucifer-Songs mit am meisten mochte, ist mir derzeit eher nicht so nach Lagerfeuer.
Generell zugeneigte finden wohl die aktuelle WOE mal wieder recht stark, aber besagte US-Black Metaller habe ich bisher irgendwie noch nie so wirklich verfolgt.
Apropos US-Black Metal - auch die im BM-Genre als sehr einflussreich und oberkultig gehandelten Rumpelpolter-Opas von VON haben wohl gerade den ersten Teil einer ganzen Veröffentlichungstrilogie mit neuem Material rausgehauen. Aber jetzt mal ehrlich...
Diese Industrial-Grunzdoomer namens C R O W N, nicht zu verwechseln mit den Schwedendeathern The Crown, und ihr kürzlich veröffentlichtes Album wollte ich ursprünglich eigentlich auch mal checken, sehe nach dem eher etwas faden Auftritt beim diesjährigen Roadburn Festival aber doch erst mal davon ab.
THE OCEAN sind auch mit ihrem neusten Konzeptalbum am Start - ich kann diese geballt überambitionierte Mittelmäßigkeit, die diese Band für mich verkörpert, aber immer weniger ertragen.
Auch ROB ZOMBIE hat ein neues Album raus, aber gelutschter könnte ein Drops kaum sein.
Last but not least: SODOM. Nun ja.
Album Nummer drei von AGRIMONIA, und das erste über Southern Lord. Da dürfte wohl jemand in Zukunft endlich etwas mehr Aufmerksamkeit bekommen...Wie auf diesen Blogseiten erwähnt, fand ich schon die erste ganz töfte, die zweite im Halbwerttest dann sogar noch besser, und war daher auch sehr heiß auf die neue.
Jene ist dieses mal nicht so ein mächtiger Brocken geworden, wie das über 70minütige „Host of The Winged“, sondern pendelt sich mit fünf Tracks bei nur bzw. immerhin fast einer Stunde ein. Außerdem ist „Rites of Separation“ stilistisch wieder mal ein bisschen anders als sein Vorgänger ausgefallen, und auch hier trotz mitunter überlanger Songs nicht ganz so erdrückend wie zuvor.
Die Schweden scheinen sich von ihren deathmetallischen Einflüssen, auch wenn diese immer wieder mal durchschlagen (Basser Martin kennt man im Übrigen auch als At The Gates(!)-Gitarristen), gerne mal noch einen Ticken mehr als zuvor in Richtung postrockiger Momente verabschieden zu trauen, und auch ihre punkigen Roots sind hin und wieder offensichtlicher denn je (er spielt übrigens auch bei SkitSystem). Beim Crust/ Doom/ Melo-Death/ Post-Metal/ Freistil-Allerlei von AGRIMONIA wurden die Karten also mal wieder eine Runde neu gemischt. Aber, Hand aufs Herz, so wie sie dieses mal gelegt wurden, ist ein nicht ganz so epochal begeisterndes Album wie „Host Of The Winged“ dabei rausgekommen. „Rites of Separation“ hat sehr viele mitreißende Passagen, lädt zur wiederholten Entdeckungsreise ein, gefällt durchaus, wirkt gegen seinen Vorgänger aber manchmal fast schon etwas unausgegoren.
Dass spielerisch hier und da durchaus ein Schüppchen draufgelegt wurde, lässt nicht darüber hinwegsehen, dass ich im kompositorischen wohl irgendwie auf eine weitere Steigerung gehofft hatte, die jedoch eher ausblieb. Irgendwie wirkt das Songmaterial für Tracks mit derartigen Marathonlängen ja doch schon mal etwas wahllos eklektisch aneinandergeschustert.
Was zugegebenermaßen Beschweren auf hohem Niveau ist, denn was AGRIMONIA auch auf „Rites of Separation“ so abliefern, bewegt sich dennoch in Sphären, die viele andere Bands mit grob vergleichbarer Peergroup niemals erreichen werden. Von daher geht unbefriedigend wohl immer noch ganz anders als das hier.
Link: Bandcamp
ALTAR OF PLAGUES - Teethed Glory And Injury
Habs schon mal gesagt, und sage es noch mal: ALTAR OF PLAGUES' „White Tomb“ ist eines der allerbesten Alben der letzten 10-15 Jahre. Das Teil ist perfekt. Die Roadburn Records-EP „Tides“ und der nächste Longplayer „Mammal“ lieferten zwar weitgehend zufriedenstellend ab, „White Tomb“ ist und bleibt jedoch ein regelrechtes Manifest im Feld des vorwiegend atmosphärisch ausgerichteten und episch arrangiertem Extrem-, ja, meinetwegen „Post-Black“ Metals. Dass mit dieser Nummer, einen auf Drone und Ambience zu machen, und das mit Blastbeats, Melodiebogengeschrubbe und Geschrei in ausufernden Marathon-Songaufbauten unter einen Hut zu kriegen, inzwischen auch mal alles gesagt ist, haben AoP allerdings selbst gemerkt, und sich auf „Teethed Glory And Injury“ daher nun stilistisch umorientiert.
Und meine Güte, ist das ein seltsames Album geworden. Die Ambient-Ansätze und Black Metal-Stilelemente sind zwar immer noch gegeben, werden aber von schneidigem Math-Metal-Stakkato, Avantgarde-Schrägheiten, gar elektronischen Sounds und Noise-Flächen, sowie ferneren Arrangement- und Produktionsexperimenten gewaltig durcheinander gewürfelt.
Es wäre ein leichtes, dieses durchaus mutige und sehr interessante Album nach Erstkontakt spontan nicht zu mögen. „Teethed Glory And Injury“ verlangt einem einiges an Geduld und Toleranz ab. Aber das wiederholte Eintauchen in AoP's neuerdings recht futuristischen Sound und sehr eigentümliche Songkonstruktionen lohnt sich, denn die starken Momente überwiegen deutlich. Lediglich der etwas wirre und murksige Schlusstrack greift leicht daneben und hinterlässt einen nach dem Albumdurchlauf etwas ambivalent. Ohne besagte Nummer würde ich „Teethed Glory And Injury“ vielleicht sogar total großartig finden, anstatt nur ziemlich gut.
Link: Profound Lore Store
CORRECTIONS HOUSE - Haox The System (7“)
Anfang April völlig vergessen zu erwähnen hatte ich die auch als Digitalsingle erhältliche 7“ von CORRECTIONS HOUSE. Jene sind so eine Art Künstlerkollektiv, bestehend aus EyeHateGod-Frontzwerg Mike IX Williams, Neurosis' Scott Kelly, Yakuza-Saxophonist/-Sänger Bruce Lamont, und dem ja irgendwie überall mitwirkendem Sanford Parker. Bei ihren Auftritten gipfeln vier Solo-Sets (musikalischer Natur und auch Spoken Word) in gemeinsamen Jams. Zwei davon wurden für diese 7“ aufgenommen. Der Industrial-Touch des Ganzen ist bestimmt nicht jedermanns Sache, kommt mir persönlich aber eigentlich sogar entgegen. Vor allem die rebellische A-Seite ist ein ganz geiler Song geworden!Link: „Hoax The System“ Videoclip
Link: „Grim with a Purpose“ Videoclip
Link: Burning World Records
THE BODY - Master, We Perish
THE BODY sind wichtig! Während sich viele andere Kapellen im eher doomigen Feld der aktuellen Underground-Metal-Landschaft längst in generischen 08/15-Schemata ergehen und damit Peers aus der Schablone bedienen, scheut sich dieses bärig-bärtige Duo nicht, potenzielle Fans immer wieder vor den Kopf zu stoßen. Ihr zweites Album „All The Waters Of The Earth Turn To Blood“ war ein deftig derber Brocken voller verquerer Ideen, nicht ganz von dieser Welt, ultrabrachial und doch episch; ein eigensinniges Godflesh-meets-Neurosis-meets-Burzum-meets-Weltuntergang-am-Ostersonntag-Monster von einem Album. Die gemeinsame EP mit Braveyoung irritierte und erstaunte mit einem schizophrenen Übergang von Drone-Stücken zu einem Folk-Song mit weiblicher Singstimme. Auch auf ihrer neuen EP machen sie es dem Hörer mal wieder nicht so leicht. Naja, mir persönlich schon, denn Distortion bis an die Schmerzgrenze, zermürbend in die Länge gezogene Repetition, und gequälte Schrei-Vocals sind Stilmittel, für die ich gerade auch in Kombination so etwas wie einen sadomasochistischen Fetisch habe.
Dabei erzählen einem die drei Tracks von „Master, We Perish“ (Gesamtspiellänge ca. 18 Min.) nichts nennenswert neues, festigen aber den Bandstatus als fieses Monstrum und ziemliche Ausnahmeerscheinung. Mit anderen Worten: Total geil!
Link: „The Ebb and Flow of Tides in a Sea of Ash“ Videoclip
Link: „Worship” Videoclip
Link: At A Loss Recordings
VHOL – Vhol
Überraschung des Jahres! Bei VHOL (heißen sie denn jetzt eigentlich Vhol oder Vhöl?) singt Yob-Riffgott und -Mainman Mike Scheidt, allerdings ohne dabei auch Gitarre zu spielen, und der Rest rekrutiert sich aus bekannten Figuren der San Francisco-Szene zusammen, die man aus Bands wie Ludicra, Hammers of Misfortune, Agalloch, oder Amber Asylum kennt und schätzt. Musikstilistische Assoziationen bezüglich dieser Referenzen kann man allerdings (bis auf Ludicra) gleich mal wieder weitgehend vergessen. Das selbstbetitelte Debüt des illustren Ensembles begeistert aus dem Stand mit einer vorwiegend im Uptempo gehaltenen Melange aus Crust-Gekloppe, Black Metal, Motörhead'schem Rock'n'Roll-Spirit, einigen schrägen Reminiszenzen vor allem früher Voivod, latenten Psychedelic-/ Prog-Anleihen, und immer wieder mal durchblitzenden Wurzeln klassischen Heavy/ Thrash Metals („Arising“ z.B. könnte auch ein NWOBHM-Cover auf Speed sein). Dazu grölt, röhrt, keift, singt und johlt Scheidt das gesamte Spektrum ab, ohne dass dieser, soundtechnisch gelungen ins räudige Gerödel eingebettete Variationsreichtum auch nur eine Sekunde irgendwie unpassend käme. Groß! Ganz, ganz groß! Definitiv eines der besten Metal-Alben 2013!
Link: Profound Lore Store
Und sonst noch?
Bei so viel guter neuer Musik schiebe ich das aktuelle Coveralbum der MELVINS mal für einen Monat mit weniger interessanten Veröffentlichungen auf.
Jucifer's GAZELLE AMBER VALENTINE hat gerade übers eigene Label Nomadic Fortress ihr akustisches Solo-Debüt namens „Devil's Tower I“ rausgebracht, aber auch wenn ich schon immer gerade auch die ruhigeren Jucifer-Songs mit am meisten mochte, ist mir derzeit eher nicht so nach Lagerfeuer.
Generell zugeneigte finden wohl die aktuelle WOE mal wieder recht stark, aber besagte US-Black Metaller habe ich bisher irgendwie noch nie so wirklich verfolgt.
Apropos US-Black Metal - auch die im BM-Genre als sehr einflussreich und oberkultig gehandelten Rumpelpolter-Opas von VON haben wohl gerade den ersten Teil einer ganzen Veröffentlichungstrilogie mit neuem Material rausgehauen. Aber jetzt mal ehrlich...
Diese Industrial-Grunzdoomer namens C R O W N, nicht zu verwechseln mit den Schwedendeathern The Crown, und ihr kürzlich veröffentlichtes Album wollte ich ursprünglich eigentlich auch mal checken, sehe nach dem eher etwas faden Auftritt beim diesjährigen Roadburn Festival aber doch erst mal davon ab.
THE OCEAN sind auch mit ihrem neusten Konzeptalbum am Start - ich kann diese geballt überambitionierte Mittelmäßigkeit, die diese Band für mich verkörpert, aber immer weniger ertragen.
Auch ROB ZOMBIE hat ein neues Album raus, aber gelutschter könnte ein Drops kaum sein.
Last but not least: SODOM. Nun ja.
Labels:
Agrimonia,
Altar of Plagues,
Corrections House,
The Body,
Vhol
Abonnieren
Posts (Atom)

