Freitag, 28. November 2014

Aktuelle Alben im November

ANATOMY OF HABIT - Ciphers + Axioms
Auf dem Zettel hatte ich ANATOMY OF HABIT schon länger, u.a. weil Ralf (Hi Keule!) sie mir schon mehrfach als Highlight nahelegen wollte, so richtig zum Reinhören bin ich nun aber erst bei ihrem aktuellen Relpase-Einstand „Ciphers + Axioms“  gekommen. Jener besteht aus zwei langen Tracks und bietet ähnlich wie Atriarch oder Wreck & Reference eine interessante Mischung aus doomigem Zeitgeist-Metal (Neurosis), epischem Avantgarde-Noiserock (jüngere Swans, vielleicht auch Mamiffer, Locrian u.ä.) und Postpunk/ Gothrock-Charakteristiken bis hin zu regelrechten Joy Division- und Depeche Mode-Reminiszenzen. Und das funktioniert ziemlich gut, ich muss da die vorangegangenen Sachen wohl doch endlich mal aufarbeiten…
Bandcamp: anatomyofhabit.bandcamp.com


CARCASS - Surgical Remission / Surplus Steel
Nach ihrem tatsächlich sehr gelungenen Comeback-Album letztes Jahr haben die britischen Grindcore-, Melodeath- und Death’n’Roll-Gottväter CARCASS gerade noch mal ‘ne EP nachgeschoben, deren Songmaterial einen irgendwie etwas relaxteren Vibe ausstrahlt, welcher das Material tatsächlich – man höre und staune – ein bisschen in die Richtung des umstrittenen bis eher ungeliebten, von mir persönlich jedoch sehr geschätzten „Swansong“-Albums rückt. So wirklich haben müssen hätte man diesen regelrechten Resteverwertungs-Epilog zwar nicht, verglichen mit den Reunion-Neuveröffentlichungen anderer Bands der gleichen Liga (ja, ich gucke da in Eure Richtung, At The Gates!) macht allerdings auch das hier aber durchaus Laune.


DARKHER – The Kingdom Field
Kann man eigentlich schon von sowas wie einem Underground-Shootingstar sprechen, wenn eine eher in „Dark Folk“ -Regionen angesiedelte Künstlerin, die gerade mal ihre 4 Songs umfassende Debüt-EP via Prophecy Productions raus hat, gleich Wellen bis in Hipsterkreise schlägt, und passenderweise bereits fürs (u.a. dank Wardruna und Fields of the Nephilim) sowieso schon etwas Neofolk- und Goth-lastige Roadburn nächsten Jahres angekündigt wurde? Ich tu’s einfach mal.
Hinter DARKHER steckt jedenfalls eine Britin namens Jayn H Wissenberg, deren teils akustische, teils psychedelisch nachhallende Musik etwas betörend bannendes hat.
Chelsea Wolfe, Rose Kemp und Zola Jesus müssen sich warm anziehen, wenn das hier erst der Anfang ist, denn there’s a new witch in town…
Bandcamp: darkher-uk.bandcamp.com/releases

 
DOWNFALL OF GAIA - Aeon Unveils the Thrones of Decay
Nach der bisherigen Entwicklungskurve der Band dürfte es keine große Überraschung sein, dass ihr neues und zweites Album für Metal Blade Records noch mal ein ganzes Stück schwarzmetallischer ausgefallen ist als die Vorgängerwerke. In punkto Intensität erreicht das Quartett inzwischen die Regionen von Celeste, von denen man sich an der einen oder anderen Stelle u.U. auch ein bisschen was abgeguckt hat (besonders da, wo ein langsam-punktuell klopfender Drumgroove auf schnell geschrubbte Gitarrenwände trifft).
Dabei scheint wie schon bei „Suffocating In The Swarm Of Cranes“ der Fall gegeben zu sein, dass auch „Aeon Unveils the Thrones of Decay “ ein sogenannter Grower ist, der sich im Verlauf weiterer Durchläufe erst noch als ein ganzes Stück geiler entpuppt, als man anfangs gedacht hätte.
Und dass eine eher in „Neocrust/ Post-Black Metal/ Düstercore“-Regionen angesiedelte Band via MB auf die Welt losgelassen wird, ist auf jeden Fall eine große Bereicherung für die Metal- Szene.
Stream: metalblade.com/downfallofgaia


EINSTÜRZENDE NEUBAUTEN - Lament
Als während meiner musikalischen Frühsozialisation zwischen AC/DC, Iron Maiden, Slayer und Sodom auch irgendwann Bands wie Faith No More, Nine Inch Nails, Ministry und Prong Einzug hielten, schafften es eher durch einen Unfall schon vor Urzeiten auch die Neubauten mit Material von Alben wie „Halber Mensch“ und „Haus der Lüge“ Eindruck bei mir zu hinterlassen. Es dauerte allerdings dann doch noch eine ganze Weile, bis ich mich eher in jüngerer Vergangenheit eingehender mit dem Schaffen der Berliner Avantgardisten und somit auch jenen aktuelleren Sachen beschäftigte, die sich oft ja eher in lyrischen Spitzfindigkeiten als in schepperndem Getöse ergehen.
Sieben Jahre nach dem letzten regulären Album „Alles wieder offen“ und der Stückwerkkonzept-Compilation „Jewels“ erschien mit „Lament“ nun mal wieder eine ambitionierte Auftragsarbeit (für Unbeleckte: Die Band liefert seit eh und je auch Soundtracks für Theaterstücke u.ä.).
Kürzlich im Rahmen der 100-jährigen Gedenkfeierlichkeiten zu Beginn des Ersten Weltkrieges in der flämischen Stadt Diksmuide uraufgeführt  ist „Lament“ eine interessante Vermengung aus geschichtlichen Elementen: Es reihen sich Passagen wie wiederentdeckte Hymnenfragmente, die heutzutage sehr skurril wirken, sowie ein Antikriegs-Song, der durch Marlene Dietrich bekannt wurde, an Texte des belgischen Autors Paul van den Broeck und gar historische Wachszylinderaufnahmen inzwischen teilweise ausgestorbener Sprachen. Ein relativ popiger Song basiert auf der telegraphischen Korrespondenz zwischen Kaiser Wilhelm II. und Zar Nikolaus II. von Russland, und es wurde ein Text des deutschen Dichters Joseph Plaut eingearbeitet, der als Soldat im Ersten Weltkrieg diente. Während das Album mit einer bedrohlichen Industrial-Collage zur Ankündigung des Kriegsunheils beginnt, endet sie mit einem beschwingten Gesangsstück von der Marschkapelle der „Harlem Hellfighters“, dem ausschließlich afroamerikanischen Regiment, das in beide Weltkriege geschickt wurde.
„Lament“ ist also kein normales Neubauten-Album, sondern ein interessantes Projekt zwischen einem aufarbeitend kompilierenden Kunstmusik- Puzzle und mahnender Geschichtsstunde, das man zugegeben bestimmt nicht so wirklich oft auflegt, mich allerdings doch ein bisschen neugierig darauf macht, die komplette Aufführung inkl. ihrer visuellen Komponente vielleicht mal zu sehen...


GREBER - Kiln Hardened Psalms
Die beiden Mitglieder der Duoformation GREBER kennt man von Fuck the Facts (Bassist/ Gröler) und The Great Sabatini (Drummer). Zusammen machen sie so etwas wie Rohkost-Rumpelgrind, der sich gerne auch mal Ausflüge in andere Stilregionen erlaubt, sei es ein Song mit episch-metallischer Kante oder auch mal eine Nummer mit spaßigem Hip Hop-Einschlag.  Was tatsächlich funktioniert, unterhält und sympathisch ist.
Wie wäre es eigentlich mal mit einer Greber/ Sabatini/ FTF-Europatour?
Bandcamp: greber.bandcamp.com


LADDER DEVILS - Clean Hands
Die LADDER DEVILS wurden mir als Noiserock-Helden mit Hardcore-Kante angepriesen, weswegen ich sofort hellhörig wurde, denn so etwas ist wirklich total mein Ding und scheint aktuell auch einen kleinen Aufwind (oder wie auch immer man das nennen möchte) zu erleben. Ganz so begeistern wie etwa Whores., Ken mode oder Pigs kann mich „Clean Hands“ nicht, denn man neigt insgesamt ja doch so ein bisschen mehr zur post-hardcoreigen und im Verlauf des Albums auch immer wieder mal zur eher indie-/ punk-/ rotzrockigen Seite besagter Schublade, als zum Unsane-mäßigen Schlag in die Fresse. Da ich allerdings auch mit Tar, Cows , Mclusky u.ä. was anfangen kann, finde ich das trotzdem gar nicht mal so schlecht.
Akimbo-Fans sollten vielleicht auch mal ein Ohr riskieren.
Bandcamp: ladderdevils.bandcamp.com


OWL - The Last Walk
Kolf did it again! Schon das 2013er OWL-Album "You Are the Moon, I Am the Night" fand ich deswegen so geil, weil es total episch war. Und ich benutze das Wort „episch“ im Vergleich zu Hipstern weder leichtfertig, noch sinn- und zweckentfremdet. Mit OWL schafft es der Gitarrist und Sänger – dem schon mit der „Nekrodepression” seiner anderen Band Valborg eines meiner absoluten Lieblingsalben dieses Jahrzehnts gelang -  einen komplexen, im Kern superbrutalen Death Metal-Sound ins schon regelrecht ätherisch ausufernde zu überführen.
Nach einer überraschend kurz und knapp gehaltenen EP, die im Frühjahr erschien, wird mit „The Last Walk“ nun wieder das andere Extrem ausgelotet, denn es handelt sich dabei um einen einzigen, 25minütigen Song! Der OWL von der, nun ja, epischsten, Doom- und Ambient-lastigsten Seite zeigt. Supergeil!
Bandcamp: zeitgeister.bandcamp.com/album/the-last-walk

PISS VORTEX – Piss Vortex
Kann man mal eben schnell abhaken: Für manche anscheinend der Grind-/ Mathcore-Release des Jahres, ich find‘s immerhin „ganz gut“, wenn auch nicht überragend.
Freunde von Discordance Axis/ Gridlink, Crowpath, Uphill Battle, Gorguts, Knut und Botch sind hier richtig.
Bandcamp: pissvortex.bandcamp.com


SAISON DE ROUILLE - Déroutes Sans Fin

Was ist das eigentlich mit diesen Krachmachern aus Frankreich heutzutage? Schon Celeste und Deathspell Omega waren so Bands, die selbst mir bei Erstkontakt irgendwie einen Ticken zu krass waren (erstere ein ganzes Stück zu wuchtig-intensiv und monoton, zweitere bei späteren Werken schon regelrecht zu mathematisch), deren Großartigkeit ich einen Anlauf später dann aber doch noch zu erkennen wusste.
Auch SAISON DE ROUILLE sind ‘ne ziemlich schwerverdauliche Angelegenheit, von deren zweitem Album „Déroutes Sans Fin“ ich beim ersten Anhören keinen kompletten Durchlauf schaffte.  Das ganze klingt, als hätte sich das nervenzerfetzend zähe der ganz frühen Swans oder auch der ersten Neubauten-Veröffentlichungen mit einem Schuss kompromisslosen Noiserocks Marke Big Black vereint, um als Garnierung – nicht zuletzt dank der französisch wehklagenden Vocals - auch noch den Spirit von Celeste oder Overmars hinzuzuaddieren. Leichte Kost ist etwas ganz anderes, aber das hier ist wirklich zu speziell und eigen, um es zu ignorieren. Ich bin gespannt, wie die irgendwann in der Zukunft mit etwas besserer Produktion vielleicht mal klingen…
Bei einem Song macht übrigens Christian Kolf von Valborg und Owl (s.o.) mit.
Bandcamp: saisonderouille.bandcamp.com

USNEA - Random Cosmic Violence
Und hier haben wir eine weitere Band aus Portland, über dessen Namen undergroundkundige Sludge-/ Doom-/ Stoner-/ Drone-Freunde schon das eine oder andere mal gestolpert sein dürften, und derer sich Relapse Records nun angenommen haben.
Lange Songs, dröhniger Sound, nix neues, ich find‘s nicht schlecht, so richtig viel dazu einfallen will mir allerdings auch nicht…
Bandcamp: usneadoom.bandcamp.com


WHALERIDER - Thanatos
Ohne den Hinweis eines Lesers (haha) wäre mir ja glatt irgendwie durchgegangen, dass WHALERIDER vor kurzem nun tatsächlich endlich ihren Debüt-Longplayer veröffentlicht haben.
Im heißen Hochsommer 2012 war besagte Band beim South of Mainstream Festival die Überraschung und das Highlight des Abends für mich; die danach sofort gecheckte EP „Was it only a dream?“ machte ebenfalls Spaß.
Wenn ich mir „Thanatos“ jetzt so anhöre, bin ich von der allgemeinen Qualität der Veröffentlichung durchaus beeindruckt. Mir persönlich wäre es zwar lieber, wenn WHALERIDER etwas öfter kraftvoll auf die Tube drücken würden, anstatt sich so luftig und entspannt zu geben, wie sie es über weite Strecken tun – was aber nichts an der Tatsache ändert, dass diese Band nicht nur trotzdem einen Sound mit Eiern hat, sondern zudem wirklich sehr, sehr gut ist und mit so einem Ding (nennen wir es Alternative Rock) durchaus das Potenzial hätte, ziemlich groß zu werden.
Bandcamp:
whalerider.bandcamp.com/album/thanatos

Kurz notiert:

Ebenfalls neu auf Relapse raus ist „Anechoic Horizon“ von BROUGHTON'S RULES, einem Offshoot der letzten Don Cab-Inkarnation mit dementsprechender Instrumentalmusik, was bei mir bisher allerdings durchs Raster fiel und noch 1-2 Wochen warten muss (das alte „so viel Musik, so wenig Zeit“-First World Problem).
Bandcamp: broughtonsrules.bandcamp.com


Unter dem Titel „First Demo” haben FUGAZI gerade, klar, ihr erstes Demo via Dischord wiederveröffentlicht. Ist ganz cool!

Bei Profound Lore gibt’s ’ne Zusammenarbeit von der Grind-Ballertruppe FULL OF HELL mit Noise-Guru MERZBOW. Ich finds geil.
Bandcamp: profoundlorerecords.bandcamp.com/album/full-of-hell-merzbow


Die neue PRIMORDIAL hat gerade etwas geschafft, das ein Novum ist: Nicht nur die Spitzenposition im Monats-Soundcheck des RockHard-Magazins zu knacken, sondern gleichzeitig auch noch die Veröffentlichungsranglisten der anderen beiden größeren Schwermetallfachblätter, sowie der neuen Gazette der für immer tauben.
Um ehrlich zu sein hatte ich mich mit dieser Band in der Vergangenheit noch nie groß beschäftigt (hängt wohl damit zusammen, dass Folk-lastiges einfach nicht so mein Ding ist), was ich zu diesem Anlass nun aber vielleicht mal nachholen werde, genauso wie es noch aussteht auch mal in das Album von Dread Sovereign reinzuhören, eine weitere Band von Primordial-Sänger Alan Averill, die dieses Jahr schon viele Freunde fand.

Century Media hat mit „Trolsk Sortmetall 1993 – 1997“ ein Boxset der early days of ULVER am Start. Es beinhaltet die drei Alben ihrer Black Metal- und Folk-Frühphase, zusätzlich das „Vargnatt“ Demo, irgendeinen damals exklusiven und daher als rar gehandelten Compilationbeitrag-Song, sowie einen Proberaummitschnitt aus besagter Ära.
Wie sehr man das braucht oder auch eher nicht muss hier wohl jeder selbst wissen.

Es reicht.

Ich sach’s jetzt mal ganz offen: Diese Welle an Pseudo-Pychedelic-/ 70er-/ Vintage-Hardrock-/ „Proto-Metal“- (üärghs!)/ Retrorock-Bands, die partout nicht abreißen will, geht mir jetzt langsam aber sicher echt mal nur noch auf die Nüsse.
Wenn man will, kann man hier in der Gegend min. ein mal pro Woche in irgendeiner Kneipe irgendeine durchreisende Drittliga-Band sehen, die auf Krampf versucht Mode und Sound längst vergangener Dekaden zu imitieren und den Karneval daran nicht kapieren möchte.
Selbst Bekannte von Bekannten, die früher in der Begleitband des lokalen Nick Cave mitgespielt haben, ziehen sich inzwischen lieber alberne Fellwesten über, die voll 70er aussehen sollen, anstatt einfach mal ‘ne eigene Idee zu haben.
Die zugegeben handwerklich sehr guten Blues Pills, die gerade mal ihr erstes Album raushaben, werden im Übrigen kommendes Jahr als Headliner-Sensation mit den schon lange existenten Truckfighters und Jex „Queen of Doom“ Thoth im Vorprogramm (!!) auf Tour kommen.
Diese von Anfang an viel zu überschätzten Kackdavar spielen auf Events mit Namen wie „Hammer of Doom“ und niemand scheint zu hinterfragen, was die dort mit ihrer schwachbrünstigen Luftnummer in Fransenwollponcho verloren haben.
Eine früher Fanclubs für Melo-Death-Lokalhelden leitende, berüchtigte Szenebarbie mit schlimmer Geltungssucht rennt inzwischen nur noch in Schlaghosen rum und benutzt das Wort „psychedelisch“ in jedem zweiten Satz.


Ich halte es da ab jetzt nur noch mit Procession, die auf der Bühne sagten: „We’re on a Mission to bring Metal back into Doom. Enough with the Hippies, fuck ‘em!“


PS: Diese ganzen „New Wave of Old School Metal“-Jungspunde, die gerade ein betont proletarisches Pseudo-80er-Styling (Ponylanghaarfrisur, Schnauzbart, Mopedlederjacke, …) zu einem weiteren aktuellen Retro-Szeneding hochstilisiert haben, gehen übrigens noch weniger. Derart scheiße und albern, wie diese Typen mitunter gewollt aussehen, so Spinal Tap-mäßig scheiße und albern sah back in the day wirklich kaum eine Metal-Band auch nur aus Versehen aus.
„Image ist nichts, Durst ist alles“, Ihr Ficker!

Mittwoch, 19. November 2014

Dienstag, 18. November 2014

Neuer Triptykon-Videoclip!


TRIPTYKON - Tree Of Suffocating Souls (OFFICIAL VIDEO) from Century Media Records on Vimeo.

Ach ja (Bandcamp-Coversong-Doppel)

Fast vergessen zu erwähnen, u.a. weil ich kein allzu großer Enthusiast solcher Veröffentlichungen (mehr) bin, ... aber zum 25jährigen Jubiläum von GODFLESH’s „Streetcleaner“-Album haben Fans der Band einen äußerst undergroundigen Tributsampler zusammengestellt.
Den gibt’s natürlich bei Bandcamp:
doinggodswork.bandcamp.com/releases

Fast vergessen zu erwähnen, zum zweiten: Eine meiner aktuellen Lieblingsbands, die Nosierocker WHORES. (deren Mini-Album „Clean“ sich momentan wohl auf der #1 meiner Lieblingsveröffentlichungen der letzten Jahre befindet), haben einen The Cure-Coversong aufgenommen.
Und richtig, auch den gibt’s bei Bandcamp: whores.bandcamp.com/track/jumping-someone-elses-train


Und weil’s so geil ist, teile ich auch noch mal folgenden Liveclip:
  

Live gesehen…

Und schon wieder hake ich die letzten beiden Konzertbesuche lieblos im Schnelldurchlauf ab:
Donnerstag letzter Woche verschlug es mich im Auftrag einer anderen Publikation in die eher ungeliebte Bochumer Matrix. Hauptsächlich weil NAPALM DEATH als Special Guest der headlinenden HATEBREED in der Matrix aufspielten, und ich Barney Greenway, dem Frontmann der „Godfathers of Grind“ bei der Gelegenheit mal ein paar O-Töne zum kommenden Album entlockte.
Später ging er mit NAPALM DEATH Punkt acht Uhr auf die Bühne und man bretterte eine komplette Stunde lang Knaller wie „Breed to Breathe“, „Taste the Poison“, „When All is Said and Done“, „On the Brink of Extinction” und, besonders geil,  „Self Betrayal” von der „Greed Killing” EP runter.  Dass sie am Folgetag in Oldenburg sogar mal wieder „Greed Killing” selbst auf der Setlist hatten und ferner die unglaublich geilen Mörser Vorgruppe waren, macht mich allerdings ein wenig neidisch auf die Oldenburger Crowd. Anyway, war ‘n geiler Gig!
Was HATEBREED betrifft: Nun ja, da sind die Fans halt teilweise schlimmer als die Musik (das beste waren diese beiden aufgedonnerten, kettenrauchenden Debil-Wuchtbrummen, die während ND die ganze Zeit pseudolasziv schlangentanzten und zwischen den Songs auch noch wie beim Popstar-Konzert laut quiekten), die zwar stumpf ist, aber doch viel mitreißenden Groove hat, was man schon eingestehen können muss.
Einen Tag später verschlug es mich, wiederum im Auftrag eines Schwermetallfachblatts, am frühen Abend ins Oberhausener Helvete, wo 1349 und zwei Vorbands spielen sollten.
Die erste Vorband fiel wie ich vor Ort erfuhr dann auch gleich aus, womit ich erst mal ‘ne Stunde Leerlauf mit betrinken überbrücken musste (ja, ich habe mich mal wieder aus Langeweile besoffen, da gibt’s nix dran schönzureden). Die dann irgendwann mal startenden ATENA fand ich mit ihrem überhaupt nicht zum Headliner passenden Djent-Bollercore dann sogar eigentlich ganz geil.
Bei 1349 hätte dann kurz fast das Helvete gebrannt und abgesehen von einer etwas sperrigeren Nummer ihrer experimentellen Phase (ich glaub‘ es war „Serpentine Sibilance“) konzentrierte man sich natürlich auf Knüppel-Songs, während Ambient-Stücke aus der Konserve die  Songpausen überbrückten (Huhu, Omega Massif, das meinte ich, so macht man das!). So unterm Strich war’s ganz cool, aber irgendwie wird man das Gefühl nicht los hier eine Band zu erleben, die - nachdem einige Veröffentlichungen durchaus in der Gerne-Oberliga mitspielten („Liberation“ und „Hellfire“ sind schon geile Black Metal-Alben, da gibt’s nichts) und man eine experimentelle Phase hinter sich brachte (auch „Revelations of the Black Flame“ hat absolut seine Momente!) – irgendwie gerade vom Zenit kommt.