Samstag, 30. Mai 2015

The End Men

Auch wenn ich kurz drüber nachgedacht hatte, mir mal einen Pressegästelistenplatz für „Rock im Revier“ auf Schalke zu besorgen, um mir dort u.a. Faith No More, Kiss und Saint Vitus (derzeit wohl wieder mit Scott Reagers!?) anzugucken, siegte dann schlussendlich doch noch die Vernunft, dass ich so viel Langeweile, um mir das Wochenende mit einer derartigen Großveranstaltungstortur zu verderben dann ja doch nicht wirklich habe.
So begab es sich, dass ich am vergangenen Freitag Abend stattdessen in der gemütlichen wie kultigen Dortmunder Hafenkneipe Subrosa landete. Dort spielten THE END MEN aus Brooklyn. Eine Duoformation mit Wahnsinnsschlagzeugerin (/Backgroundsängerin) und einem Sänger und Gitarristen mit Tom Waits-artiger Reibeisenstimme, die mit Blues im Blut, mächtig viel Pep und durchaus auch krachend-egenwilliger Kante die Hütte rockte.
Witzig auch das Artwork ihrer, meinerseits natürlich prompt erworbenen aktuellen Langspielplatte „Terms and Conditions“, bei dem es sich um einen Vertrag zwischen der Band und dem Hörer handelt.

Sehr, sehr coole Band. Supportet die. Morgen (Sonntag) spielen die z.B. noch in Berlin. Geht dahin, Berliner!

Bandcamp: theendmen.bandcamp.com

FB: www.facebook.com/TheEndMen

Donnerstag, 28. Mai 2015

SaturninE – Mors Vocat

Ein Hinweis in aller Kürze: Keine Ahnung, warum sie uns ein auf Anfang April datiertes Album erst Ende Mai via Bandcamp kredenzen, aber mit „Mors Vocat“ haben die sympathischen italienischen All-Female-Düster-Doomer SATURNINE gerade eben was neues hochgeladen:
saturninewitches.bandcamp.com/album/mors-vocat

Dienstag, 26. Mai 2015

Rock Hard Festival 2015, Voivod!


Jau, es war wieder ein mal ein wunderbares Wochenende in Gelsenkirchen. VOIVOD waren zauberhaft, PENTAGRAM ziemlich klasse, VENOM haben Spaß gemacht und CHANNEL ZERO und ich sind uns anscheinend einig, dass „Suck my Energy“ ihr größter Song ist. Ach ja: SPACE CHASER haben "Caught In A Mosh" gecovert.
Weitere Details und fernere Anekdoten fallen an dieser Stelle mal wieder akuter Überbeschäftigung zum Opfer, aber hey: Voivod waren supergeil, was eh die Hauptsache ist.

Donnerstag, 21. Mai 2015

Alle Neuveröffentlichungen, die der Mai macht

Sorry, aber manchmal kann ich es mir einfach nicht verkneifen, irgendwelche Floskeln oder Binsenweiseheiten aufzugreifen...

ARMORED SAINT - Win Hands Down
Wenn die Band mit dem besten Rock-/ Metal-Sänger unserer Zeit ein neues Album rausbringt, ziehe bekanntlich selbst ich den Kopf aus meinem „ich weiß ja nicht, ob ich 2015 wirklich noch allzu traditionell-altbackenen Häwiemettl brauche“-Arsch und bin dabei. Um es kurz zu machen: Ersten Höreindrücken zufolge ist die Produktion von „Win Hands Down“ ein ganzes Stück cooler als der etwas seltsame Wohnzimmer-Sound des Vorgängers, im Direktvergleich scheint „La Raza“ auf den ersten Blick aber doch die etwas hitverdächtigeren Songs gehabt zu haben. Aber auch nur auf den ersten. Der Refrain des Titeltracks bleibt echt gut hängen, das etwas zu lang geratene „Muscle Memory“ kommt ebenfalls ganz geil und überhaupt ist "Win Hands Down" das eine Album klassischen Hardrocks/ Metals, das man dieses Jahr braucht.
Kommt am 29. über Metalblade. 

FUCK THE FACTS / FISTFUCK Split
Kann man mal eben so schnell abhaken, wie die Musik durchrattert: Die kanadischen FUCK THE FACTS präsentieren sich hier mit einer etwas kürzeren Spielzeit als Track-Anzahl so straight-grindig wie selten, während die mir zuvor unbekannten FISTFUCK eine geile Crust-Schlagseite haben. Um sich zwischendurch mal eben durchklopfen zu lassen genau das richtige! 

Tolles Coverartwork übrigens.
Bei Bandcamp auf fuckthefacts.bandcamp.com und fistfuck.bandcamp.com aufgeteilt zu finden.


STEVE VON TILL - A Life Unto Itself 
Sieben Jahre ist das letzte reguläre Steve Von Till Soloalbum inzwischen schon her.
Zuletzt war es eher sein Neurosis-Kollege Scott Kelly gewesen, der mit Solo-Veröffentlichungen und -Touren, sowie weiteren Projekten sehr umtriebig schien. Bis zu einem Grad, der mich inzwischen etwas übersättigt hat. Aber das ist vor allem mein Problem, nicht das von Scott Kelly bzw. schon gar nicht von, äh, von Till.
Mir gefällt „A Life Unto Itself” ziemlich gut, was vor allem an der, sagen wir mal „Background-Instrumentierung“ liegt. Zur Stimme und Akustikgitarre Steves gesellt sich auch gerne mal eine im Hintergrund wabernde Slide- oder Steel-Guitar, oder andere Elemente, die das Ganze mit einer gewissen ausfüllenden Ambience unterlegen. „Night Of The Moon” (das er so weit ich mich recht entsinne auch schon live gespielt hat) z.B. wird von einem rhythmisch pluckernden Gitarrenloop begleitend, der gleichermaßen was technoides hat, genauso wie es irgendwie auch ein bisschen an Steve’s Lieblingsband Hawkwind erinnert. Das Piano-lastige „Chasing Ghosts” hat was von ruhigeren NIN-Stücken, die auch immer wieder mal so geartet waren, und der Schlusssong „Known But Not Named“ überrascht in der zweiten Hälfte mit einem interessanten Stil- und Stimmungswechsel, der etwas uramerikanisch anmutendes mitbringt.
Ein wirklich tolles Album!
Label: neurotrecordings.com


TAU CROSS – Tau Cross
"TAU CROSS is a punk/metal supergroup of the highest order. Formed in 2013 and fronted by Rob "The Baron" Miller, vocalist and bassist of the hugely influential UK metallic-punk band Amebix, and rounded out by a band that features Away from VOIVOD on drums as well as members of cult crust outfit Misery, TAU CROSS is the natural evolution of Miller's work in Amebix."
'nuff said. Ich finds geil! Ja, hat mitunter ziemliche Killing-Joke-Vibes. Und Songs wie "Midsummer" oder "Hangman's Hyll", selbst die Folk-Annäherung "We Control The Fear" (die wiederum hat vielleicht auch was von New Model Army) sind dabei eigentlich schon ziemliche Hits!
Bandcamp: taucross.bandcamp.com

VALBORG – Romantik

 “Nekrodepression” war ein unfassbar geiles Album zwischen Tom-Warrior-Gerumpel, Peter-Steele-Atmosphäre, Eisenvater-Verquerheit und Killing-Joke-Aura. „Romantik“ ist im Gegensatz dazu passend zum Titel nun mehr „October Rust“ als Carnivore und mehr „Night Time“ als ‚The Wait‘. Ein in einem Guss durchfließendes, hochatmosphärisches Doom-Album ohne brutales Gekeule und dafür mit hoher Keyboard-Präsenz. Der Schlusstrack erinnert mich mit seinen komplett kaputten Vocals im Übrigen irgendwie an „Dictius Te Necare“.
So gut wie den Vorgänger finde ich das zwar nicht, habe aber den höchsten Respekt vor Bands die das machen, was man eher nicht von ihnen erwartet hatte, ohne sich dabei an allzu offensichtliches anzubiedern.

Okay, noch mal von vorne, bzw. kurz und knapp auf dem Punkt: Hat man den Stilwechsel mal verdaut, ist „Romantik“ einige Durchläufe und eine Livebegegnung später dann ja doch ein ganz schön gutes, eigenständiges, und (so weit man das bei solcher Musik so benennen möchte) Spaß machendes Album, auf das ich die letzten Tage tatsächlich immer wieder mal Bock hatte. Und dass dieser „düsterromantische Goth-Touch“ dieser Veröffentlichung etwas ist, das in meinem Umfeld bereits einiges an Stirnrunzeln und Pauschalablehnung verursacht hat, finde ich dann auch schon wieder witzig… 

Vinyl-Version kommt Mitte Juni.
Band-Bandcamp: zeitgeister.bandcamp.com

Label-Bandcamp: templeoftorturous.bandcamp.com

WEEDEATER - Goliathan 
Was habe ich über dieses Album im Vorfeld schon an Vorwarnungen um die Ohren gesemmelt bekommen. Soundcheck-Schlusslicht im Rock Hard, “ist scheiße”, gleich zwei Sludge'n'Stoner-affine Freunde finden den Sound irgendwie nicht so prall...
Und ich weiß ehrlich gesagt gar nicht so richtig, was die alle haben. Klar, kompositorische Höchstleistungen sind was anderes, aber erwartet solche ernsthaft irgendjemand von WEEDEATER? Und gut, sowas wie zumindest einen Hit (das letzte mal war's „Jason... the Dragon“, der Titeltrack) bleiben sie uns hier schuldig, aber trauen wir uns das wirklich von diesen versoffenen Sumpfmonstern zwangsläufig einfordern zu wollen? Das Gedröhne und Gerumpel inkl. typischer Kauzig-Zwischenspiele (herrlicher Opener übrigens!) von „Goliathan” geht mit dem richtigen Maßstab angelegt wirklich absolut in Ordnung; das hier sind Dixie-Dave und seine Chaotentruppe wie man sie kennt und liebt.
Der Sound ist im Übrigen auch weit mehr als okay (hey – Steve Albini!). Wer das anders sieht … naja, liegt dann halt an Euch!
Summa sumnarum: „Goliathan” ist bestimmt kein Meisterwerk, aber mir macht's gerade  'n Mordsspaß!
Bandcamp: weedeater.bandcamp.com


Und sonst noch?

Auf das neue Album der sympathischen US-Grindcoreler CLOUD RAT, das digital schon eine Weile draußen ist, hierzulande aber erst jetzt am 29.05. auf Vinyl rausgeht, hatte ich schon mal hingewiesen und tue es gerne noch mal.
Übersee-Label-Bandcamp: haloofflies.bandcamp.com/album/qliphoth
Hiesiger Preorder: www.7degrees-records.de/shop/pre-order

Ja, die neue FAITH NO MORE lässt mich insgesamt so kalt, dass ich sie hier unter „ferner liefen“ abspeisen möchte. Ich hatte ja eh schon was eher altersmildes als ‘ne Großtat erwartet, aber einen Hauch spektakulärer hätte das nur wenige Ohrwurm-Momente („Motherfucker“) oder knallige Ausreißer („Superhero“) auffahrende „Sol Invictus“ schon ausfallen dürfen.

Die neue METZ, bzw. auch die Band generell, fiel bei mir bis jetzt irgendwie durchs Raster, was ich allerdings zeitnah noch ändern möchte.

Bei Relapse erschienen jüngst außerdem ein neues Album der Band VALKYRIE (mit Baroness-Gitarrist Pete Adams) und eine Compilation der Synth-Horrorsoundtrack-Rocker ZOMBI. Aber hier greift dann aktuell mal wieder das „So viel gute Musik, so wenig Zeit“-Syndrom…



To be continued, Ihr kennt das Spiel...

Samstag, 16. Mai 2015

Ich habe endlich mal wieder SWANS live gesehen!

Und es war gigantisch, bombastisch und megageil.
That's all.

 

Dienstag, 12. Mai 2015

Stuka Party - Schmeiser Smasher

Schon fast ein Jahr ist die Veröffentlichung von STUKA PARTY's „Schmeiser Smasher“ her, das erst jetzt als Zehnzoller-Vinyl und Compact Disc im Doppelpack zufällig in mein Leben trat.
Auch wenn Bands aus der Grind- oder Crust-Ecke dort durchaus vorkommen (Fubar, The Rotted) nahm man Heammerheart Records bisher eigentlich eher als Label für Black und Death Metal wahr.
STUKA PARTY sind jedoch, um es kurz zu machen, als Bass-/ Drums-Duo in der gemeinsamen Teilmenge aus Grindcore und Noiserock unterwegs und das weitgehend instrumental
. Was zwangsläufig was von Lightning Bolt, Fossils, Greber oder auch ganz frühen (!) JaKa, The Locust oder Melt-Banana hat, womit die Schweden die absoluten Exoten im Hammerheart-Roster sein dürften. Was im Übrigen auch ziemlich meinen Nerv trifft. 
Hoffentlich hört man von denen in Zukunft noch mehr...

Gibt's auch bei Bandcamp: https://hammerheart.bandcamp.com/album/schmeiser-smasher