Donnerstag, 2. Juli 2015

Couch Slut

COUCH SLUT sind mal wieder so ein Fall einer Band, dessen aktueller Release mir bei Erscheinen letzten Herbst zwar schon mal virtuell unter die Nase gehalten wurde, aber doch erst jetzt noch mal meine Aufmerksamkeit erregte, um nachhaltiger einzusinken.
Die bisher nur in New York City so wirklich aktive Truppe hat sich dem Noiserock derberer Art verschrieben. Derbe sind nicht nur der bis zum Anschlag verzerrte Sound und die zum Hardcore/ Metal neigende, kräftigere Musik, derbe sind auch die lyrischen Motive, während auch das Coverartwork des aktuellen Tonträgers „My Life As A Woman“ (siehe Bandcamp-Link unten, NSFW, FSK18!) sehr „in your face“ ist (no pun intended).
Interessant ist dabei allerdings, dass COUCH SLUT eben nicht einfach nur - etwa wie die gar nicht mal so unähnlich klingenden Rectal Hygenics aus Chigaco – ein Branbombs’sches Mysogonie-Kunstkonzept bemühen, sondern den expliziten Motiven durch die Tatsache, dass hier auch Frauen an Gesang und Gitarre agieren, eine Art von Brechung oder auch Extra-Dimension verpassen.

Interessante Band. Auch davon will ich in Zukunft noch mehr sehen und hören...

Das aktuelle Album bei Bandcamp: handshakeinc.bandcamp.com/album/my-life-as-a-woman

Eine von „Unartig“ gefilmte Show hätten wir auch noch im Angebot:


Verflucht?

Ich fasse hier und jetzt mal einige der Vorkommnisse der letzten Wochen und Monate zusammen,  die eine meiner eigenen Bands betreffen, mit der wir seit einiger Zeit mal ein paar Songs aufnehmen und veröffentlichen wollen.

# Vielleicht sollte ich mal an der Stelle anfangen, dass diverse Pleiten, Pech und Pannen wie abgerauchte Amps (ganze drei bisher!) sowieso schon zum Bandalltag dazugehören…
 

# Während wir jedenfalls eigentlich gerade laut drüber nachgedacht haben, uns für 2-3 Tage zwecks Aufnahmen in einem Profistudio einzumieten, meldet sich ein bekannter Halbprofi, uns für einen Freundschaftspreis produzieren zu wollen.
Soweit, so gut.  Der Anlauf gestaltet sich etwas holprig, aber bei den Schlagzeugaufnahmen kommt immerhin was halbwegs brauchbares rum. Zu mehr kam es allerdings nie.
Besagter Teilzeitproduzent hat zwar mein absolutes Verständnis dafür, beruflich viel unterwegs und zwischendurch auch noch gesundheitlich beeinträchtigt zu sein, allerdings hat er es danach weder irgendwann mal geschafft, zumindest mal die Schlagzeugspuren nachzubearbeiten und/ oder uns einfach mal (auch unbearbeitet) zu übergeben, geschweige denn sich auf Versuche der Kontaktaufnahme überhaupt mal irgendwie auch nur zurückzumelden, obwohl anderweitig im Netz aktiv…

# Mein Versuch, mit den immerhin in mp3-Form vorliegenden Drumspuren ein bisschen was anzufangen, damit das Unterfangen nicht völlig für die Katz waren, scheiterten daran, dass es bei Gitarrenaufnahmen dazu  auch zu technischen Aussetzern und generell nicht einem klanglichen Ergebnis kam, mit dem man zufrieden gewesen wäre.
 

# Für Aufnahmeversuch Nummer 2 nahm sich ein Proberaummitmieter mit entsprechendem Equipment unserer an. Da bei der Abnahme der Mischpultkanäle mit Cubase irgendwas erst mal nicht so richtig klappen wollte, dauerten die als „mal eben gemacht“ erwarteten Vorbereiten ca. 4 Stunden und wir mussten in Bezug auf die genaue Aufnahmevorgehensweise 2-3 mal umdisponieren.  Abgesehen davon, dass bei Hard- und Software-Zusammenspiel des Aufnahme-Equipments irgendwas ein bisschen hakt,  sind die Drumaufnahmen soundmäßig auch nicht wirklich gelungen: Zum Beispiel ist die Bassdrum nicht einfach nur viel zu leise, sondern die Snare auf dem Bassdrum-Kanal ungefähr drei mal so laut. Ein Phänomen, auf das sich keiner von uns einen Reim machen kann…
 

# Bei der Fortsetzung von Aufnahmeversuch Nummer 2 sollte zunächst wieder mal irgendwie irgendwas mit den Kanälen nicht stimmen; ich erspare uns an dieser Stelle jetzt aber mal die exakten Details, denn das war nicht alles: Der Bass wollte auch auf ein mal nicht mehr funktionieren. Dabei stellte sich heraus, dass obwohl  unser Basser bewusst einen Bass ohne aktive Tonabnehmer gekauft zu haben glaubte, jene doch von Batterie betrieben sind und eben diese bereits nach ‘nem Jahr den Geist aufgegeben hatte. Das Batteriefach ließ sich dann auch erst mal nicht öffnen, bzw. als schlussendlich doch, war an der Verschraubung etwas kaputt.
 

# Gestern wollten wir dann eigentlich die Vocals aufnehmen. Allerdings blieb der Zug unseres Sangesmanns wegen Triebwagenschaden mitten auf der Strecke liegen. Da musste dann erst mal ‘ne Hiilfslock anrollen. Seine Ankunft in Town verzögerte sich daher mit ungewissem Zeitpunkt so weit, dass wir die Sache abblasen und auf ein andermal verschieben mussten.

Ob das in diesem Leben noch mal was wird? Es bleibt spannend...

Broken Bat

= Dale Crover (Melvins), Ty Segall & Steven McDonald (Red Cross/ Off!):
brokenbat.bandcamp.com

Song des Jahres

"I want music to bring me down to my knees
make me sob like an infant, make me angry
rip me to shreds, glue me back up
make my mind explode
"


https://play.spotify.com/track/2BUGXWwh6QkewdJMIl2U8H

I want music to bring me down to my knees
make me sob like an infant, make me angry
rip me to shreds, glue me back up
make my mind explode - See more at: http://lastrit.es/reviews/8612/armored-saint-win-hands-down#sthash.3qIIc9FF.dpuf
I want music to bring me down to my knees
make me sob like an infant, make me angry
rip me to shreds, glue me back up
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I want music to bring me down to my knees
make me sob like an infant, make me angry
rip me to shreds, glue me back up
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I want music to bring me down to my knees
make me sob like an infant, make me angry
rip me to shreds, glue me back up
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I want music to bring me down to my knees
make me sob like an infant, make me angry
rip me to shreds, glue me back up
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I want music to bring me down to my knees
make me sob like an infant, make me angry
rip me to shreds, glue me back up
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Mittwoch, 1. Juli 2015

Jahrgang ‘15 Top 5 Lieblinge so far

Eigentlich finde dieses Spielchen der Halbjahrescharts selbst ein bisschen albern, aber…

01 LIGHTNING BOLT – Fantasy Empire
02 ARMORED SAINT – Win Hands Down
03 MÖRSER – V
04 JOHN CARPENTER – Lost Themes
05 TAU CROSS – Tau Cross



Außerdem…

… generell guter Grind-Jahrgang bisher:
CLOUD RAT – Qiphloth
INKASSO MOSKAU – Motorsäge
NAPALM DEATH – Apex Predator – Easy Meat
UNREST - Grindcore

…Noisrock und artverwandtes ist und bleibt wohl eines meiner Lieblingsgenres:
CHERUBS -
2 Ynfynyty 
FIGHT AMP - Constantly Off
HEADS. – s/t
METZ - II
KEN MODE – Success

…auch was
Dröhn-Sludge, Derb-Doom und co. betrifft, kann man sich wieder mal nicht beschweren:
BROTHERS OF THE SONIC CLOTH – s/t
NIGHTSLUG – Loathe
TREEDEON - Lowest Level Reincarnation
UFOMAMMUT – Ecate

Mindestens “Honorable Mentions” ohne passende Schublade:
CHAOS ECHOES – Transient
MERDARAHTA - As The Dark Clouds Swept Away...
 
METALLIC TASTE OF BLOOD - Doctoring The Dead
STEVE VON TILL - A Life Unto Itself
VALBORG - Romantik

Und die aktuelle ELDER ist ein von mir selbst irgendwie unterschätztes Ohrenschmeichler-Album, das ich irgendwie zu selten auflegen will, obwohl es regelrecht die Sonne scheinen lassen kann.
EPs, Singles und Splits habe ich natürlich außen vorgelassen, auch wenn ich mich versucht fühle, die halbstündige RORCAL-Einsong-Gratisdownload-EP auch noch zu nennen.
In das Thema Black Metal 2015 werde ich wohl erst im Herbst richtig eintauchen, denn bei so viel guter aktueller Musik darf das Sommerloch dann jetzt auch gerne kommen…. 

Am Horizont: Coffins, Fuck The Facts, Killing Joke, Hammerhead, Lychgate

Montag, 29. Juni 2015

Alarm im Juni

AUTHOR & PUNISHER - Melk en Honing
Dazu, was genau es mit AUTHOR & PUNISHER auf sich hat, verweise ich mal auf einen früheren Blogpost, anstatt die Geschichte noch mal ganz von vorne zu erzählen.
Mit was für Gerätschaften und Produktionsmethoden genau „Melk en Honing“ entstanden ist, weiß ich nicht wirklich. Ich weiß nur, dass das Album eigenwilligen Industrial-Metals mit Drone-Doom-Kante, um es mal in die am nächstbesten passende Schublade zu werfen, irgendwie ganz cool ist. Wenn ich dazu jetzt äußere, dass mich das an die Zeiten erinnert, in denen man sowas wie Fear Factory mal interessant und cool fand, könnte man damit auch schnell eher unzutreffende Assoziationen wecken, weswegen ich mich mal nicht zu sehr in solchen Referenzen ergehen will. Dass ich in letzter Zeit verstärkt Bock habe, auch mal wieder solche Sachen wie Sielwolf, die Young Gods oder alte Neubauten rauszukramen, daran dürften Veröffentlichungen wie diese (neben dem Rerelease des Swans-Debüts) wohl nicht ganz unschuldig sein....
Kommt über Anselmo’s Housecore Records. Bandcamp mit älteren Alben: authorandpunisher.bandcamp.com 



ECSTATIC VISION - Sonic Praise
In, sagen wir mal 80% der Fälle interessiert mich die Musik junger Bands, die sich klanglich und stilistisch zu sehr an der Rockmusik vergangener Dekaden orientieren (sprich mit sehr starker Spätsechziger-/ Siebziger-Schlagseite daherkommen) ja eher nicht so. Auch wenn es die eine oder andere Kapelle gibt, die ihr Ding handwerklich zugegeben sehr gut macht (z.B. Orchid oder Blues Pills), werde ich nicht müde zu betonen, dass auf sowas eierloses wie Kadavar oder Rival Sons die Welt nicht wirklich gewartet hatte. Zu den die Regel bestätigenden Ausnahmen gehören ECSTATIC VISION, die sich mit ihrem „Heavy Psych Rock“ am ehesten an Hawkwind orientieren und sich auch schon mal kleinere Abenteuerabstecher mit Prog- und Krautrock-Schulterblicken erlauben, anstatt lediglich generisch zu rocken. Gefällt mir ganz gut!
Bandcamp: ecstaticvision.bandcamp.com

FIGHT AMP – Constantly Off
 
Bei FIGHT AMP komme ich ja zugegeben etwas spät zur Party. Den Namen hatte ich schon länger auf dem Zettel, aber erst jetzt festgestellt, dass mir die stilistisch irgendwo zwischen Karp, Melvins, Kylesa, Players Club und vielleicht auch einem Hauch von Helmet angesiedelte Truppe aus Philadelphia dann ja doch ziemlich taugt. Ob man dem Ganzen zur genauen Kategorisierung das in jüngerer Vergangenheit sehr hippe Etikett Sludge ankleben oder es unter Noiserock eintüten möchte, ist dabei Jacke wie Hose. Die Musik von FIGHT AMP findet das für mich das genau richtige Maß an energischem Punch und Songkompositionen, die trotz aller Direktheit eben nicht nur 08/15 sind.
Update zum Missverständnis - es sind tatsächlich nur sechs Songs mit einer Gesamtspiellänge unter zwanzig Minuten. Das ist mal ein kurzes Album: fightamp.bandcamp.com 


HEADS. – s/t
Der einsilbige Name mit Punkt weckt zwangläufig Assoziationen Richtung Whores., und so ganz falsch ist das auch musikalisch tatsächlich nicht. Die Berliner HEADS., jetzt gerade auch als Vorband von Metz auf Tour, präsentieren uns auf ihrem Debüt bei This Charming Man sechs Songs ziemlich coolen Noiserocks, die zuweilen auch ein bisschen an die Young Widows erinnern. 

Man ist einerseits griffig-rockig, andererseits dabei aber schon mit Ecken und Kanten interessant. Glaubt es oder nicht: Genau sowas ist eine Art von Musik, die ich mitunter am liebsten höre…
Soundcloud-Stream: soundcloud.com/headsporn/sets/s-t
Label: www.thischarmingmanrecords.com


KEN MODE – Success

Kurskorrektur im Hause KEN MODE: Anstatt der fast schon metalcoreigen Kraftmeierei powered by Kurt Ballou, die das 2011er „Venerable“ präsentierte, woraufhin „Entrench“ 2013 die Schraube in Sachen Auf-die-Fresse sogar noch mal anzog, ging man dieses mal zu Steve Albini ins Studio, um trotz Metal-Kante mehr denn je Richtung Noiserock und Post-Hardcore zu neigen und sich dabei mit der einen oder anderen Verquerheit nicht so richtig greifen lassen zu wollen. Einflüsse wie Shellac und Fugazi scheinen dabei durchaus durchzublitzen, man höre sich diesbezüglich z.B. mal „Management Control“ an.
Auf jeden Fall ist „Success“ ein seltsam „unrundes“ Album geworden, auf dem die Kanadier trotzdem mal wieder vieles richtig machen. Mehr denn je sind sie eine komische Nerdtruppe, die Musik für komische Krach-Nerds wie mich macht, denn obwohl man im Blogozean auf dem Radar der MS Hipsterhausen stattfindet, wird man dort hiermit wohl kaum wirklichen Anklang finden (hiesige Konzertbesucherzahlen sprechen ja mitunter für sich). Was ihnen bei mir wieder ein mal diesen gewissen irrationalen Extrasympathiebonus einbringt, denn man hat das Gefühl unter seinesgleichen zu sein. 

„Success“ ist bestimmt nicht das Magnum Opus von KEN MODE, aber wenn sie diesen Kurs beibehalten, könnte jenes noch kommen! Mir gefällt‘s!
Bandcamp: kenmode.bandcamp.com


METALLIC TASTE OF BLOOD - Doctoring The Dead
Ich muss zugeben, METALLIC TASTE OF BLOOD erst mit diesem zweiten Album für mich entdeckt zu haben, da hier erstmals Ted Parsons in der Band trommelt, die sich ansonsten aus Musikern zusammensetzt, die mehr aus der Ecke von Bill Laswell, John Zorn oder Steven Wilson kommen. Parsons ist ein alter Held von mir. Er war während der essenziellen Phase Mitglied von Prong, die in den 90ern eine meine absoluten Lieblingsbands waren, was mich damals überhaupt dazu brachte, auch mal ein Swans-Album anzuchecken, da er bei jenen zuvor auch 2-3 Jahre involviert gewesen war. Später half er u.a. für eine Tour bei Killing Joke aus, war kurz vor der zwischenzeitlichen Auflösung auch Drummer von Godflesh und gab sich folgend immer wieder mal für Jesu her…
METALLIC TASTE OF BLOOD bieten einen gelungenen Ansatz instrumentalen Post-Metals, der kein Rad neu erfindet, mit Atmosphäre-Betonung und treibender Rhythm Section (die dezente Andeutungen von Dub mitbringt) aber durchgängig interessant und kurzweilig bleibt. 

Nichts nennenswert aufregendes, aber doch ziemlich gut!
Das Debüt soll wesentlich wilder gewesen sein, aber das kenne ich ja bisher gar nicht…
Label-Link: www.rarenoiserecords.com/metallic-taste-of-blood-store



NIGHTSLUG – Loathe
Auf ihrem zweiten Album scheinen NIGHTSLUG tatsächlich 'ne Schüppe draufgelegt zu haben: „Loathe“ klingt noch eine Spur heavier, noisiger und brutaler als es der Vorgänger „Dismal Fucker“ schon tat. Der mit der Crust-Ecke flirtende Sludge der Düsseldorfer ist musikalisch nach wie vor weitgehend aufs wesentliche reduziert (vergleiche: Grief, Noothgrush, Coffins), was aber auch genau der Clou ist, warum ihr Lärm in Zeiten, in denen man sich vor ähnlich gearteten Bands kaum noch retten kann, umso besser funktioniert. Das Ausmaß an Heavyness und Sounddichte braucht sich jedenfalls nicht hinter B.SON verstecken, und während jene sich gelegentlich einen Hauch experimentell zeigen oder gerne auch mal 'n krummen Part einbauen, bieten NIGHTLSUG über die weitesten Strecken eher den straight dampframmenden Gegenpol dazu. Was, ich wiederhole mich, schlicht und ergreifend bestens funktioniert. Und dass gegen Ende dann sogar noch stärkere Godflesh-Vibes ins Spiel kommen, macht es für mich persönlich natürlich umso sympathischer.
Bandcamp: nightslug.bandcamp.com

SKINLESS – Only The Ruthless Remain
Warum im Feld „modernerer Death Metal” ausgerechnet SKINLESS die Band sind, auf die ich nach diversen Annäherungen an und Wiederentfernungen von derartigen Stilgefilden 2015 nach wie vor Bock habe, kann ich nicht mal 100%ig genau sagen. Es muss was damit zu tun haben, dass die Band aus dem Bundesstaat New York noch nie zu jenen Genre-Vertretern gehörte, die verbissen irgendeinem Stilreinheitsgebot und Image-Gekasper folgen müssen, sondern im Gegenteil gerne auch mal die Fähigkeit zu musikalischen Schulterblicken und Selbstironie zur Schau stellt. 

Dass sich das Comeback-Album „Only The Ruthless Remain“ dabei nun erst mal aufs allerwesentlichste konzentriert, ist zu verschmerzen. Musikalische Offenbarungen sind ohne Frage was anderes, aber SKINLESS finden auch hier wieder mal die richtige Mixtur aus Geballer und Groove, aus Old School-Riffs und zeitgemäßer Inszenierung (gottseidank ist der unnötige Bassdrop, von dem sie auch Gebrauch machen, nicht zu penetrant geraten) und sind damit nach wie vor eine der wenigen Bands aus dieser Ecke, auf die ich wirklich Bock habe. Welcome back!
Bandcamp: skinless.bandcamp.com


Und sonst noch?

Die neue ARABROT hat ein Wahnsinnscover und eine Hörprobe findet man unter: soundcloud.com/arabrot/arabrot-mea-culpa

THE ARMED machen sowas wie völlig eskalierenden Schreicore mit rotzrockiger Kante.
Bandcamp: thearmed.bandcamp.com

DEATHWISH (Wisconsin)’s “Out For Blood” sollten unbedingt alle checken, die auf der Suche nach dem Bindeglied zwischen Poison Idea, Motörhead und Municipal Waste sind. Macht Laune!

Die neue MONOLORD, die Ende Mai erschien, landete gerade zufällig auch noch in meiner Rotation. Die Schweden klingen mit ihrem Psychedelic-Sludge-Doom ein bisschen wie Electric Wizard und erinnern gegen Ende des Albums dann sogar ein wenig an Yob. Ich finds ganz gut, wenn auch nicht unbedingt so dermaßen mega, dass ich ausführlicher drauf eingehen müsste…
Bandcamp: monolord.bandcamp.com/album/v-nir

INKASSO MOSKAU hatte ich schon was zu gesagt.

Wer infernalischen Grind-/ Crust-/ Hard-/ Metal-/ Sludgecore mit dick-dreckigem Entombed-Sound mag, sollte außerdem ganz dringend mal die ziemlich derbe knallenden SHITSHIFTER checken: shitshifter.bandcamp.com

Profound Lore bringen uns mal wieder den besten Hipster-Black-Metal:
Unter dem Namen VANUM machen Mitglieder von Ash Borer und Fell Voices gemeinsame Sache, mit einem Ergebnis, wie es zu erwarten war.  profoundlorerecords.bandcamp.com/album/realm-of-sacrifice

Death'n'Grind-Freunde sollten wohl außerdem mal die neue MARUTA checken (selbst noch nicht gehört): maruta.bandcamp.com

Im Übrigen habe ich es immer noch nicht geschafft in die neuen Alben von REFUSED, HIGH ON FIRE oder PARADISE LOST reinzuhören, die auf meiner persönlichen Prioritätenliste halt einfach weiter unten mitspielen.
Und wenn wir schon über alte 90er-Helden reden, kann man an dieser Stelle ja auch noch erwähnen, dass gerade was neues von FAILURE unterwegs ist.
Die aktuelle BELL WITCH habe ich ebenfalls schon ewig ungehört auf dem Zettel, weil zu wenig Zeit für so viel Musik. #FWP
Last but not least: Die französischen Naturdrogenrausch-Black-Metaller CULTES DES GHOULES haben ‘ne neue EP raus, die u.a. bei Hells Headbangers erscheint, wo das Teil allerdings noch nicht bei Bandcamp reingestellt wurde o.ä.…