Dienstag, 21. Februar 2017

dieser Tage raus

Mit offiziellem Veröffentlichungsdatum 24.03.2017 erscheinen diese Woche:

ASEETHE - Hopes Of Failure
Ich hab’s hier so ähnlich glaube ich schon mal gesagt, aber was nicht falsch ist kann man ja auch noch mal wiederholen: Mit ihren Annäherungen Richtung Metal haben sich die eigentlich eher in der experimentellen Ecke der Indie-Szene bewegenden Thrill Jockey zu einem der interessantesten Label gemausert. Natürlich haut mich persönlich nicht alles davon um, aber mit Pferden im Stall wie den Postrock-Urgesteinen Tortoise und Trans Am, japanischen Spezialisten wie Boredoms und OOIOO oder Elektronikern wie Mouse on Mars auf der einen Seite, und auf der anderen „Hipster-Metal“ a la Oozing Wound, Sumac, Thou und The Body (und nicht zu vergessen dazwischen auch noch Noiserock-Großtaten von Lightning Bolt) ist das Roster schon ziemlich cool.
ASEETHE passen da mit ihrem etwas repetitiv und noisey veranlagtem Drone-Doom/ Sludge/ Post-Metal wohl ziemlich gut mit rein.



CRYSTAL FAIRY – s/t
Die Melvins-Kernmitglieder Buzz und Dale taten sich hier für ein recht spontan entstandenes Album mit Tausendsassa Omar Rodríguez-López (Mars Volta, At The Drive-in, hundert Solo-Releases) und seiner Frau Teri (Le Butcherettes und noch irgendwas, das die beiden zusammen machen) zusammen.
Während Sound und Handschrift ersterer mitunter unverkennbar ist, ist „Crystal Fairy“ in erster Linie ein energiegeladenes und wirklich Spaß machendes Rockalbum, das tatsächlich ein bisschen a life of its own annimmt.
Kann man machen:


 

KING WOMAN - Created In The Image Of Suffering
Gefällt mir irgendwie fast schon einen Tick besser als es sollte, auch wenn ich Euch das warum über meine Skepsis jetzt nicht im Detail erläutern möchte: KING WOMAN hauen ihr Langspieldebüt über Relapse raus und überzeugen mit einer wohl voll im Zeitgeist liegenden, rundum gelungenen Mixtur aus vernebeltem Shoegaze-Rock und drückender Doom-Sludge-Soundwand. Mal psychedelischer, mal etwas härter, mal etwas ausgewalzt, mal auf dem Punkt, mit einer charismatischen Frauenstimme im Zentrum.
Und da kann man sagen, was man will - das funktioniert auf einer Roadburn-relevanten Referenzvergleichsliste von Chelsea Wolfe bis Windhand tatsächlich supergut:




PISSED JEANS - Why Love Now
Gerade hierzulande haben das noch nicht viele Menschen erkannt, aber PISSED JEANS sind eine der wichtigsten und authentischsten Bands unserer Zeit!
Ferner könnten PJ-Sänger Matt Korvette und ich äußerlich wohl kaum noch unterschiedlichere Typen sein, aber immer wieder, wenn ich Interviews mit dem Guten lese, denke ich: Haha, der ist ja irgendwie wie ich.
„Why Love Now“ ist, da bin ich mir ziemlich sicher, mindestens ihr zweitbestes Album bisher, wenn nicht sogar ein hoffentlich nur vorläufiger Höhepunkt ihrer Bandkarriere.
Die Musik rockt „ohne doppelten Boden“ zwischen simplen Punk und abweisend-noisigem Gedröhne daher, während ich die Songtexte, die perfekt das Tragikomische aus scheinbaren Alltagsbanalitäten blanklegen (und dabei gerne auch schon mal eine Ebene streifen, die man als Anti-Macho-Attitüde bezeichnen könnte), eigentlich schon unter höherer Philosophie einordnen würde. 
Und „Why Love Now“ wird, da bin ich mir ebenfalls ziemlich sicher - sollte man mich gegen Ende des Jahres mal wieder dazu nötigen eine persönliche Rangliste der besten Alben erstellen zu sollen - trotz diverser Avantgarde-Lärmereien, Metal-Helden und weiterer, eigentlich wesentlich wilderer Geschichten, ganz weit oben mitspielen!
Bandcamp gibt’s nicht, einen Stream des Albums findet man aber hier oder da im Netz (z.b. bei Vice). 




UNEARTHLY TRANCE - Stalking The Ghost
Aufgelöst, wiederbelebt und mit neuem Album über altem Label am Start: Ehrlich gesagt war ich schon damals nicht der größte Fan von UNEARTHLY TRANCE und so verwundert es auch nicht, dass mich auch „Stalking The Ghost“ nicht so wirklich umhaut. Für „Sludge“ klingt mir die Band nämlich irgendwie schon etwas zu trocken und steril (Hallo? Sumpfschlamm ist bekanntlich matschig, dick und dreckig!), für „Doom“ zu modern, und für die „Experimente in Richtung Ambient und Noise“, die den New Yorkern laut Wikipedia zugesprochen werden, ist mir das alles bei weitem nicht konsequent genug.
Aber bevor wir uns missverstehen: Wirklich schlecht sind die trotzdem nicht! UNEARTHLY TRANCE sind halt nicht mehr, als lediglich ‘ne irgendwie nicht so richtig auffällige, dabei aber eben auch nicht weniger als ‘ne durchaus ganz okaye, zeitgeistige Metal-Band:




Außerdem
Was man sich als Freund „handgemachter Rockmusik betonter alter Schule“ vielleicht auch zu Gemüte führen sollte, ist das ebenfalls diese Woche erscheinende SPIDERGAWD-Album „IV“. Klar, das ist keine Musik, die einem irgendwas neues erzählt, aber der Motorpsycho-Ableger macht auf diesem wirklich sehr energisch tönendem Teil mal wieder wirklich alles richtig! Und wenn ich als eigentlicher Retro-Verächter das schon sage…
Ferner ist das neue POWER TRIP-Album „Nightmare Logic“ (Southern Lord) was für alle, die Musik Richtung D.R.I., Nuclear Assault und co. lieben, aber viele andere jüngere Bands in derartigen Gefilden entweder zu humorbetont oder zu einfallslos finden. POWER TRIP haben’s tatsächlich raus, obwohl ich das Vorgängeralbum seinerzeit nicht so richtig annehmen wollte… 

Freitag, 17. Februar 2017

Konzert-Highlights 2016

Weil das Thema in einem anderen Zusammenhang kürzlich aufkam, lasse ich mich doch noch mal zu einer 2016 resümierenden Liste hinreißen: Meine Top 05 Konzert-Highlights des letzten Jahres (= keine Festivals, nur Clubshows!): 

[Honorable Mentions: BLACK SHAPE OF NEXUS im viel zu verräucherten AZ Wuppertal sollte das letzte mal vor ihrer Auflösung sein, die MELVINS spielten im viel zu ausverkauftem Underground Köln das grandiose Alice-Cooper-Cover „Halo Of Flies“, WIEGEDOOD & ULTHA waren in Münster trotz suboptimalem Sound absolut großartig und VOIVOD & TiT im Essener Turock läuft außer Konkurrenz...]

Platz 5.:
TRIPTYKON & VALBORG

Essen
Mal wieder das inzwischen eher seltene Vergnügen zu haben, in der guten alten Zeche Carl einzukehren, sich mal wieder von TRIPTYKON’s epischem Schlussnummerhammer „The Prolonging“ katharsisch reinigen lassen, und als Vorband dann auch noch die großartigen Unikate VALBORG obendrauf bekommen: win/ win/ win!     
Außerdem mal wieder herrliche Ansagen vom Warrior und die eine oder andere skurrile Erscheinung im Publikum. 

Ich könnt‘ das echt jeden Monat machen!

Platz 4.:
PISSED JEANS
Berlin

Eigentlich fast schon ein Skandal, wie moderat der Laden in der Weltstadt Berlin bei dieser wichtigen Band auf ihrer ersten Europatour gefüllt war.
Passenderweise hatte man kurz vorher noch die AmRep-Doku „The Color Of Noise“ geguckt, um sich an diesem Abend davon zu überzeugen, dass es auch heute noch derartige Bands gibt.
Und PISSED JEANS überzeug(t)en auf ganzer Linie. Mit ein bisschen Schalk im Nacken, aber eben auch nicht zu viel, und irgendwie eher „Normalo“ als „Rocksau“, aber gerade auch deswegen hat man das Gefühl, dass hier alles „echter“ ist als bei der Hälfte der Patronengurt-Metal-Rumpelkapellen, die sonst noch so durch die Lande ziehen...
Hoffentlich in nicht allzu weiter Ferne mal wieder!


Platz 3.:
SUMA & ZAUM
Berlin

Nach dem kiffig vernebelten Opener mit seinem Om-Stonerdoom dann der totale Komplettabriss…
Wenn man Bands, die man schon eine ganze Weile kennt und schätzt nach einiger Zeit zum ersten mal live sieht, dann kann das auch schon mal eher so semi funktionieren, weil die jugendliche Begeisterungsfähigkeit, die man einst einem älteren Album entgegengebracht hat, auf beiden Seiten schon ein bisschen Falten bekommen hat.
Doch die mit Schlachter-Intensität lärmenden SUMA übertrafen an diesem Abend meine kühnsten Erwartungen und hatten tatsächlich sogar ein bisschen was von jungen Neurosis. 


Platz 2.:
UNSANE & SOFY MAJOR
Tilburg

Extra direkt von der Arbeit nach Tilburg, NL, um das Noiserock-Herz bei diesem Paket höher schlagen zu lassen.
Anstatt noch mal was drüber zu schreiben, zeig‘ ich Euch aber einfach das hier:



Das. war. geil!

Platz 1.:
KILLING JOKE
Köln

Weder
das nachträglich in meinem Briefkasten gelandete Parkticket (35€! Fick Dich, Köln!), noch der eigentlich schon viel zu volle Laden schmälerten das Hochgefühl, das von einem gelungenen KILLING JOKE Gig nachhallt.
Motivierter und besser hatte ich die Band bisher noch nicht gesehen und jetzt mal ganz ehrlich: Bei so langlebigen alten Helden ist das dann ganz besonders erfreulich!

Freitag, 10. Februar 2017

Dieser Tage raus

Diese Woche steht u.a. im Zeichen weiterer Knüppel-Bands bereits bekannter Krachmaten und unkonventioneller lärmender Damen:

ANODYNE (Rereleases)
Über ANODYNE weiß ich nicht viel mehr, außer dass hier offensichtlich Mike Hill von Tombs mit dabei war und man das ganz coole Geballer seiner alten Truppe, das bis zuletzt eher schwer aufzutreiben war, nun auch noch mal nachträglich bei Bandcamp hören und ziehen kann:



 
SHROUD EATER - : th : ree : cvrses :
Im sludge-metallischen Spannungsfeld von früheren Kylesa und High on Fire sind SHROUD EATER schon länger eine der vielversprechendsten „Nachwuchs-Bands“, bei der ich gespannt drauf warte, ob es hier noch mal zu einem etwas mehr Aufmerksamkeit bekommenden Longplayer und/ oder einer Europatour kommen wird.
„three cvrses“ ist allerdings ein experimenteller Noise-Track, der diese Woche als Tape rausgehauen wurde und auf der bereits dafür angelegten Bandcamp-Seite, wo man ihn bisher noch nicht hören/ herunterladen kann, hoffentlich auch noch zeitnah richtig online geht:
shroudeater.bandcamp.com/album/th-ree-cvrses


NOVELLER - A Pink Sunset For No One
Sarah Lipstate tauchte einst auf meinem Radar auf, weil sie als Gitarristin bei der inzwischen leider aufgelösten Noiserock-Band Parts & Labor einstieg, deren Ansätze (z.B. Pop-Appeal und Blast-Geknüppel zusammenzuführen, oder von Fans zugesandte Geräusche in ein Album einzubauen) recht eigen und cool waren.
Als NOVELLER macht sie solo schon länger Drone-/ Ambient-/ Noise-Geschichten, die ebenfalls nicht ohne sind, und diese Woche ist ein neues Album raus:



WIEGEDOOD - De Doden Hebben Het Goed II

Sorry, wenn ich jetzt mal ausholen muss, aber der Typ, der in letzter Zeit beim „Invisible Oranges“ Blog die wöchentliche Release-Rampe macht, hat echt keine Ahnung von irgendwas. Was dort teilweise so an generischem 08/15-Rumpel-Death- und Black-Metal als tolle Sache durchgewunken, und was auf der anderen Seite dafür dann gerne mal aus welchen Gründen abgewatscht wird – I don’t get it! So sollen WIEGEDOOD laut ihm der symbolische Sargnagel der „New School of Atmospheric Black Metal“-Ecke mit HC-Kante sein? Völliger Bullshit! WIEGEDOOD sind sogar eine der wenigen Bands dieser Ecke, die man aktuell neben Ultha wirklich braucht, weil sie das Genre-Niveau gewaltig anheben. Es ist eben kein „Post-Black Metal“ ohne eigene Akzente, sondern handwerklich supertightes (der Drummer ist unglaublich!), räudig-hyperaggressives, brachiales Gerase auf einem Level, der den meisten anderen Bands dieser Stilgattung mit beeindruckender Souveränität wegrennt. Das aus Mitgliedern von Oathbreaker, Amenra, Hessian und Rise and Fall zusammengesetzte Belgier-Trio ist live genauso der absolute Killer wie auf Platte. Und die zweite legt auf die bereits sehr gute erste gleich noch mal ‘ne Schüppe drauf: 

Donnerstag, 9. Februar 2017

Moving Noises‘ Tapes digital

Die beiden Special-Releases auf Tape, die beim MOVING NOISES Festival verkauft wurden, gibt’s jetzt auch bei Bandcamp:

AIDAN BAKER & KAREN WILLEMS – Landlos
Der kanadische Wahl-Berliner Aidan (Hauptband: Nadja) kooperiert in letzter Zeit ja sehr viel mit anderen Musikern, die das Ganze in eher jazzige Gefilde bringen.
Dazu gesellt sich auch die belgische Schlagzeugerin Karen.

 Parallel zu ihrem gemeinsamen Auftritt in der Christuskirche gab’s auch das Tape „Landlos“:



SCATTERWOUND – 0.0
Hinter Scatterwound stecken die beiden Drone-Solokünstler N & Dirk Serries. 

Der erste offizielle gemeinsame Auftritt fand beim vergangenen Moving Noises statt, mit „0.0“ hat man in Vergessenheit geratene erste gemeinsame Aufnahmen von vor einigen Jahren wiederentdeckt, die hiermit nun der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurden und weiteres wird folgen…

Dienstag, 7. Februar 2017

Moving Noises

Kurzes Wochenendresümee, Teil 2: Samstag ging’s zum MOVING NOISES Festival in die Bochumer Christuskirche.
Solche Events mag ich ja generell sehr gerne…

Als Opener gab’s die One-Man-Show von JANEK SPRACHNA, der Tasten- und Saiteninstrumente spielte und sich zwischenzeitlich auch ans Schlagzeug setzte. Passagenweise fand ich‘s ziemlich geil, hätte mir nur irgendwie noch etwas mehr Konsequenz des großem Ganzen gewünscht, wenn Ihr versteht was ich meine…

Als nächstes kamen [BOLT] und die spielten einen anderen Set als am Vorabend in Essen.
Dieser war etwas ruhiger und experimenteller als der krachendere von gestern, aber ebenfalls ganz gut. Interessanter Sample-Pad-Einsatz beim Drummer! Hat mir wieder gefallen! Interessant, wie aus den Drone-Krachmachern mit dem viel zu lauten Click-Track aus dem PC (ich erinner‘ mich noch gut an ihre ersten Live-Shows mit Torche oder Bohren vor 4-5 Jahren…) gerade eine doch noch musikalisch spannender werdende Band mutiert ist…

 
Machen wir es folgend erst mal kurz: Die eher etwas jazzigen UNLAND und die ebenfalls Richtung Drone-Jazz neigenden ZENJUNGLE waren beide ganz gut.
Der Endspurt danach aber noch mal umso besser: Zunächst mal AIDAN BAKER und die belgische Jazz-Drummerin KAREN WILLEMS, die zusammen in eher etwas abstrakten Regionen unterwegs waren. Gerade Karen geräuschperkussierte sich ziemlich eigenwillig einen zurecht, aber es hatte was.
SCATTERWOUND alias Dirk Serries + N kamen quasi frisch von einer gemeinsamen Studioaufnahme zu diesem Gig und türmten eine Gitarren-Drone-Wand auf, die es in sich hatte. Sehr geil!


 
Als Grande Finale waren NADJA genau das richtige, die sich heute von ihrer eher etwas industriell-metallisch anmutenden Seite zeigten. An die Kenner: Handelte es sich bei der Performance um das Stück „Sv“? Auf jeden Fall war’s cool!
Sehr schöne Veranstaltung! Wenn es nach mir ginge, wäre sowas jeden Monat.

Montag, 6. Februar 2017

Wiegedood, Blckwvs, [bolt]

Kurzes Wochenendresümee, Teil 1: 
Freitag ging‘s in den Essener „Emosaal“, das nachgeholte Konzert mit WIEGEDOOD, BLCKWVS und [BOLT] stand auf dem Programm.
Der kleine Laden zum Schluss ausverkauft, das Thekenpersonal überfordert, die Stimmung gut….


[BOLT] sind mittlerweile kein reines Bassisten-Drone-Duo mehr, sondern um einen Schlagzeuger erweitert personell wie musikalisch mehr als das. Drone-Doom? Postrock? Whatever, mir hat’s echt ganz gut gefallen und ich bin wirklich gespannt, was da demnächst dann mal in Tonkonservenform kommen mag.

BLCKWVS sind live ja eigentlich immer eine Macht. An diesem Abend gaben sie mit ihrem Instrumental-Sludge ein bisschen
mehr Gas als sonst schon mal, zwischenzeitlich wirkte der Auftritt schon mal im sympathischen Sinne etwas chaotisch und war äußerst kurzweilig. Bin auch hier sehr gespannt auf das nächste Album...
 
WIEGEDOOD habe ich ja letztes Jahr irgendwann mal für mich entdeckt und die belgischen Black-Metaller waren auch an diesem Abend wieder mal schweinegeil. Das neue Album „De Doden Hebben Het Goed II“ gabs außerdem an diesem Abend erstmals zu kaufen und es ist tatsächlich noch mal ‘ne Schüppe drauf: Krassere Riffs, fiesere Vocals und neben der Raserei auch ein schleppend-atmosphärischer Song (ich benutz jetzt mal nicht den Bandnamen mit B, aber in die Richtung geht der), was auch live alles bestens funktionierte.
Geile Band! Bzw. alle drei waren super. That’s all!

Montag, 30. Januar 2017

Ultha und so

Kurzresümee zur Record-Release-Show von ULTHA, vergangenen Samstag im AZ Köln: Die mit ca. 200 zahlenden Gästen ausverkaufte Bude ist gemütlich gut gefüllt und artet eben dennoch nicht in unangenehmem Gequetsche aus, das Bier ist günstig und der Veggiedöner schwer okay.

LUBBERT DAS eröffnen den Abend ganz passabel mit Black Metal, die folgenden PARAMNESIA tun es ihnen mit noch etwas größerer Hipster-Kante gleich.
ORTGEA wissen mit ihrem Sludge.Doom/ Post-Metal als Kontrastpunkt zu gefallen. Gerade ein langer Song in der Mitte des Sets kommt sehr cool und wäre eine perfekte Schlussnummer gewesen. Gegen Ende wird’s auch hier ein bisschen gleichförmig, aber trotzdem nicht die schlechteste Band.
FYRNASK sollten jedem, der auch nur ein bisschen was mit extremen und düsterem Metal am Hut hat ein Begriff sein, doch Konzerte der Truppe sind eher selten. Ganz ehrlich: Hat mich nicht umgehauen, aber das lag u.U. an mir und daran, dass ich mit der Art von Metal, wie FYRNASK ihn machen, vielleicht einfach so ein bisschen durch bin…
Anders der Headliner: Zum Grande Finale spielen dann natürlich noch ULTHA, und zwar ihr aktuelles Album „Converging Sins“ am Stück, inkl. Gastsängerin. Da sitzt wirklich alles und die Show ist absolut stimmig. Überhaupt mag ich das aktuelle Songmaterial der Band, das den genauen richtigen Mittelweg aus repetitiver Hypnotik und Facettenreichtum findet. ULTHA sind maximum-mächtig ohne martialischen Stumpfsinn und zutiefst atmosphärisch ohne sich dafür in abgelutschten Gimmicks ergehen zu müssen. 
War super, da gibt’s nix!

Unscharfe Handybilder von der vernebelten Bühne hochzuladen erspare ich mir an dieser Stelle jetzt aber mal.