Sonntag, 24. Juli 2016

N + [BOLT] – Lathe Cut (Preorder und Videoclip)

Interessantes Projekt: Die Drone-Kollaborateure N + [BOLT] teilen sich eine weitere Veröffentlichung. Dieses mal kann man als Einzeltracks hören, was zusammengehört.
Der Rahmen ist eine auf 30 Stück reduzierte, „handgemachte“, transparente 7“ mit Bonus-CD.
Der Spaß ist nicht ganz billig, aber ich denke gerade trotzdem darüber nach mir ein Exemplar zu sichern.

Alles weitere bei Midira Records: http://midirarecords.com/md-033-n-45-b-o-l-t/



...und einen offiziellen Videoclip gibt’s dazu sogar auch: 


Sanford Parker - Lash Back

Weil ich ja so ein „der Vollständigkeit halber“-Typ bin, das auch noch mal eben der Vollständigkeit halber:
SANFORD PARKER hat mit „Lash Back“ gerade frisch ein Solo-Album raus.
Wem der Name nix sagen sollte: Parker war/ ist u.a. Live-Keyboarder von Nachtmystium, Gitarrist von Buried At Sea und Twilight, Basser von Minsk; bei The High Confessions – von denen vor Ewigkeiten ein zweites Album angekündigt wurde, das bis heute nicht kam – machte er gemeinsame Sache mit Chris Connelly und Sonic Youth-Drummer Steve Shelley, außerdem hat er mit Neurosis‘ Scott Kelly zusammen Mirrors For Psychic Warfare und Corrections House.
Zu seinen Credits als Produzent gesellen sich Bandnamen wie Bison B.C., Tombs, Voivod oder Yob.

Lash Back“ ist sein erstes Solo-Album, auf dem er seine Gehversuche in Richtung Industrial vertieft. Ein eigenes Bild machen kann man sich via Bandcamp:

Freitag, 22. Juli 2016

Bastard Royality

Bevor im Oktober ein regulärer Debüt-Tonträger erscheinen soll, haben BASTARD ROYALITY schon mal drei Songs for free bei Bandcamp hochgeladen.
Bei den schwäbischen Crusties handelt es sich um mitunter alte Recken, so hat man z.B. auch wen von den recht kultigen Cluster Bomb Unit in den eigenen Reihen:


Donnerstag, 21. Juli 2016

Wreck and Reference - Indifferent Rivers Romance End

WRECK & REFERENCE sind ja für mich ehrlich gesagt irgendwie eine dieser „finde ich prinzipiell gut, höre ich ehrlich gesagt aber eigentlich nur selten“-Bands.
Man konnte sie anfangs grob unter „Noiserock“ eintüten, aber wenn man bei diesem Etikett primär an irgendwas von Sonic Youth bis Unsane denkt, trifft es das nur bedingt. Viel mehr steckt die Musik von W&R ein Feld ab, das irgendwo bei dunklem Postpunk anfängt, über Drone-Klangkonstruktionen geht und bei sowas wie rauem Grindcore aufhört, dabei auch gerne mal ziemlich verquer arrangiert daherkommt und eher experimentell als rockig anmutet. Eher „Extrem-Indie“ als irgendwas mit „Metal“. Hinzu kommt eine ungewöhnliche, wenn man so will nur halb „handgemachte“ Instrumentierung, die in Richtung von sowas wie J.G. Thirlwell oder Young Gods schielt (wenn auch vermutlich eher ungewollt) und neben einem derb guten Drummer, sowie (klar) Geschrei und Gesang keine wirklichen Gitarren, sondern lediglich Lärm aus der Samplekonserve auffährt.
Da kann man von halten, was man will, schlechter oder uninteressanter macht das das Ganze aber mitnichten.

„Indifferent Rivers Romance End“ setzt nun die auf dem letzten Album „Want“ bereits angedeutete Entwicklung fort, noch ein bisschen mehr Goth zu werden. Es gibt auf dem besser  denn je produzierten Teil stärkere Anflüge von Dunkel-Pop, und während die Post-Hardcore-Aura der Kalifornier immer noch präsent ist, sind die metallischen und noiserockigen Versatzstücke noch einen ganzen Schritt weiter hinter die (Post-)Industrial-Schlagseite der prädominanten Synthie-Sounds gerückt.

Für wen das was ist? Ich sach ma' für Leute, die Nine Inch Nails immer noch genauso mögen wie „The Shape Of Punk To Come“ und die sich ebenso gerne mal was von Zola Jesus reinpfeifen wie von The Locust. 


Mittwoch, 20. Juli 2016

Keelhaul II (Klassiker@Bandcamp)

Aktuelle Veröffentlichungen sind gerade zwar auch schon wieder 2-3 interessante auf dem Radar - bevor ich mich denen widme möchte ich aber mal eben auf das inzwischen auch schon wieder 15 Jahre alte „II“ von KEELHAUL zu sprechen kommen, weil’s zuletzt zufällig mal wieder vor meiner Nase bzw. in meinen Ohren landete …

KEELHAUL lernte ich etwas zeitverzögert als Tipp in einem Internetforum kennen. Damals stand ich ziemlich auf Mastodon, deren progressiv angehauchter Sludge-Metal mit Show-off-Drummer auf „Remission“ und „Leviathan“ sehr meinen Nerv traf.
KEELHAUL, deren ersten beiden Alben schon vorm Mastodon-Debüt erschienen, könnte man stilistisch tatsächlich mit in die gleiche Schublade packen, und doch sind sie total anders.


Gerade „II“, mein Lieblingsalbum der Clevelander, hat etwas eskalierendes.
Der nur nach vorne flüchtende und selbst während seiner etwas episch-atmosphärischer tönenden zweiten Hälfte immer noch recht wild peitschende Opener „360“ kann alleine für sich schon mehr als von anderen Bands ganze Alben.
Wie die wilde Blastbeat-Kurznummer „Unwound“ nahtlos in das monströsestens groovene „Practising“ übergeht, wie „Lackadaisical Chinese Tubesocks“ die Frickel-Schraube noch mal anzieht, dabei aber trotzdem nach vorne treibt, und wie einen die Schlussnummer „LVN“ versöhnlich-mitsummtauglich verabschiedet… das sind die Höhepunkte eines makellosen Albums, das vor allem durch seine krude Grobheit, Schnellzugfahrten kurz vor der Entgleisung und konventionelle Songstrukturen umgehende Eigenwilligkeit besticht.
Und dann ist da noch dieser Drummer: Will Sharf (auch Craw). Seine untechnisch-grobschlächtige, dennoch versierte, agile und vor allem auch höchstkreative Spielweise gibt dem Ganzen den Extra-Kick.


The Rest is History: Mastodon sind bald ‘ne große Nummer geworden, aber musikalisch inzwischen eher uninteressant. KEELHAUL sind immer noch eine obskure Band, an der sich lediglich eine Handvoll Nerds erfreuen, die vor allem auf sowas wie Melvins und Pig Destroyer stehen. Ihr letztes Album war zugegeben kein Überflieger, dafür war der darauf enthaltende „Kirby Wurm“ aber dennoch ihr vielleicht sogar bester Song.

Komme ich nach wie vor immer wieder zu zurück und werde es wohl auch niemals satthaben:


Samstag, 16. Juli 2016

Pyrolatrous

Nicholas Palmiretto macht keine halben Sachen. So redet er z.B. auch sehr offen über seine Drogenvergangenheit, die mit einer Nahtoderfahrung endete und ihn als harter Einschnitt zu einem Menschen machte, der das Leben heute auf eine ganz andere Art und Weise viel mehr zu schätzen weiß.
Als er mit der von mir sehr geschätzten Sludge-Metal-Band HULL kein wirkliches weiterkommen mehr sah, löste er diese auf.
Nun ist er mit PYROLATROUS am Start, dessen rhythmisches Rückgrat der recht versierte Drummer Lev Weinstein (Krallice, Geryon) bildet.  Die Marschrichtung geht ins scharzmetallische, betont dabei aber vor allem auch das Metal-Riff, anstatt in irgendeinem hipstermäßigen Shoegaze-Unsinn auszuarten. Auch das verwundert bei Palmiretto nicht.
Die erste „EP“ von PYROLATROUS ist gerade als Tape und via Bandcamp raus:


Donnerstag, 14. Juli 2016

Meinein & N

Ehrlich gesagt weiß ich über MEINEIN gar nicht so viel, außer dass besagter Künstler wohl einen Modular-Synthie spielt.
Diese Live-Aufnahme eines gemeinsamen Konzerts mit dem Gitarren-Drone-Solokünstler N enthält je ein Solostück von jedem und dann noch eine Kooperation  beider: