Dienstag, 28. Juli 2015

Argrmblmpf

Nur weil ich hier nicht immer tagesaktuell über weitere „Pleiten. Pech und Pannen“ berichte, heißt das im Übrigen nicht, dass sie nicht passieren.
Während die hier schon mal erwähnte Band Nr. 1 aktuell urlaubsbedingt pausiert (immerhin sind die weitgehend misslungenen Aufnahmen kurz vor der Finalisierung durch einen Masteringprofi), begab es sich, dass beim noch namenlosen Projekt Nr. 3 von mir, mit dem derzeit noch diverse Jam-Sessions zur Findung weiter zu verwertendem Materials mitgeschnitten werden, das Aufnahmeequipment nicht nur letzte Woche schwere Aussetzer inkl. Datenverlusten verzeichnete, sondern sich diese Woche dann auch noch gar nicht mehr einschalten lies. Einen Saitenriss, sowie ein geplatztes Snare-Resonanzfell (!) bei der gleichen Probe gab’s dann auch noch.
Dazwischen fand im Übrigen auch noch eine Probe mit Band Nr. 2 statt, bei der sich die Equipment-Peripherie von Gitarre und Gesangsanlage auch eher als zu meisternde Hürden denn als klangliche Unterstützung herausstellte. Und dann rissen auch noch zwei Saiten gleichzeitig.
So geht das nur noch Woche für Woche für Woche…
Ich denke ernsthaft darüber nach, mal einen Exorzisten oder zumindest Feng-Shui-Experten zu konsultieren.

Neue Songs zum Gratisdownload....

...gibt's gerade von 
THOU bei Adult Swim: www.adultswim.com/music/singles-2015/
und
B.SON bei deren Bandcamp: blackshapeofnexus.bandcamp.com/track/vii

Montag, 27. Juli 2015

Thurm

Wer die ursprüngliche Stimme von Amber vermisst, dem bringt sie THURM zurück: http://thurmband.bandcamp.com/album/thurm

(Ziemlicher Celeste-Klon eigentlich, aber wenn Jungs und Mädels, die eher aus der Indie- und Screamo-Ecke kommen ‘ne „Post-Black Metal“ starten, die tatsächlich auch mal ‘n bisschen harscher und wuchtiger klingt anstatt sich in Shoegaze-Gelulle zu ergehen, bin ich dabei.)

Sonntag, 26. Juli 2015

Angles

Das Vergnügen ist mit gerade mal etwas über sechs Minuten ein eher kurzes, aber ANGLES, aus dem Umfeld der ebenfalls ziemlich brauchbaren The Great Sabatini, machen auf ihrer Debüt-EP „Lysergic Eucharist“ sowas wie Grindcore mit Sludge-Metal- und Noiserock-Kante, was bekanntlich eine Art von Musik ist, mit der man mich mitunter am besten abholt (Hallo Pig Destroyer!).
Her mit einem Langspielalbum!
Bandcamp: anglesfromhell.bandcamp.com/releases



Eigentlich....

...sollte an dieser Stelle jetzt sowas wie ein Konzertbericht stehen. Da aber, nachdem schon die gestrige Probe mit einem noch namenlosen Bandprojekt von mir wieder ein mal nur von diesen berüchtigten „Pleiten, Pech und Pannen“ geprägt war (platzendes Snare-Resonanzfell (!), mehrere Aufnahme-Datenverluste, …es wird schon zur Gewohnheit... ), dann auch noch der Konzertabend danach eher ein ziemlicher Reinfall wurde, könnt Ihr mich heute mal.

Dienstag, 21. Juli 2015

Reverie – Bliss

Wer Bands wie Morbus Chron und Tribulation grundsätzlich nicht verkehrt findet, das zweite Album ersterer dabei aber vielleicht doch ein bisschen zu far out und letztere aktuell fast schon zu sehr in sowas wie stadionmetallische Regionen schielend, oder das verhallt inszenierte Düstergeballer einer Truppe wie Zom nicht unsympathisch, im konkreten Fall aber doch einen Ticken zu stumpf nach vorn geknüppelt, der sollte vielleicht mal „Bliss“ von REVERIE checken!
Mit besagten Dänen kann das Label, das uns auch schon Malthusian beschert hat, schon wieder den nächsten steigenden Stern am Horizont des Extrem-Metal-Undergrounds vorweisen. 
Auch REVERIE setzen irgendwo an der Wurzel des Death und Black Metals an, klingen atmosphärisch wie räudig und irgendwie auch ein bisschen entrückt. Während sie abgesehen von langen Haaren und einem düsteren Albumcovermotiv anscheinend drauf scheißen, Outfit- und Image-mäßig auch gut mit der angepeilten Szene abgepasst zu sein, nimmt ihr Songwriting immer wieder mal den einen oder anderen, dezent proggigen Schnörkel, der es interessant macht. Dazu passen auch die akzentuierten Flöten-Einlagen, die mich irgendwie eher an die klassischen King Crimson als an irgendwelches Pagan-Geschunkel erinnern.

Ich habe es anlässlich von Immortal Bird kürzlich noch sinngemäß gesagt: In dieser Ecke des Metal tut sich im Moment wirklich sehr viel interessantes.
Vermutlich liegt es daran, dass auch viele junge Musiker das Bedürfnis verspüren einen Gegenpol zum uninspirierten Hochglanzschrott zu kreieren, der die letzte Dekade mitunter das Szene-Bild bestimmt hat… 

Label-Bandcap: invictusproductions666.bandcamp.com/album/bliss

Montag, 20. Juli 2015

Immortal Bird

Es entbehrt ja irgendwie nicht einer gewissen Ironie, wenn sich Teile des gerade auch düster-extremen Teils des Metal-Undergrounds dann dazu entschließen, so interessant wie lange nicht mehr zu sein, wenn sich meine geschmacklichen Präferenzen gerade dahin entwickelt haben, dass ich den Großteil der Zeit am liebsten nur noch Noiserock hören würde...
IMMORTAL BIRD z.B. sind ein gutes Beispiel für eine Band, die ich vor 10-15 Jahren vermutlich noch weitaus begeisterter rauf- und runter gehört hätte als heutzutage, wo sie mich zwar auch immerhin derart aufhorchen lassen, dass ich zu ihrer aktuellen Veröffentlichung „Empress/Abscess“ derzeit immer wieder mal zurückkommen muss, mir dabei aber auch jetzt schon darüber im klaren bin, dass es sich bei der Sache mehr um sowas wie ‘n Ferienflirt als was ernsteres handelt…
Anyway. Die Band aus Chicago klingt mit ihrem nicht direkt etikettierbaren Kram so ein bisschen, als hätten sich Carcass-Kernmitglieder mit Cloud Rat zusammengetan, während sie nicht zu verbergen schaffen, in letzter Zeit auch schon mal Deathspell Omega gehört zu haben. Man ist in der Breite der musikalischen Ideen recht heterogen aufgestellt und stampft genauso schon mal etwas schräg-progige Querdenker-Parts in die Landschaft, wie man sich an anderer Stelle dann auch mal ganz ungeniert einigen Stilmustern aus dem Klischees pflegenden Schwermetall-Lehrbuch hingibt. Man kann sich scheinbar nicht so richtig entscheiden, ob man eher sowas wie Black Metal oder doch vielleicht Deathgrind machen möchte, lässt häppchenweise durchblitzen sich vom verstorbenen Voivod-Gitarrengott Denis D'Amour auch mal was abgeschaut zu haben und unterstreicht das insgesamt dann doch irgendwie kompakt ‘rübergebrachte Freistil-Kontrastprogramm damit, sich eher so ein bisschen selbstironisch zu geben als ein Dunkel-Image inszenieren zu wollen.

Das alles macht IMMORTAL BIRD zu einer der interessantesten Metal-Bands, die mir in letzter Zeit untergekommen sind!   
Man darf gespannt sein, wo die sich zukünftig noch hin entwickeln mögen…

Bandcamp: immortalbird.bandcamp.com/album/empress-abscess