Dienstag, 31. Mai 2016

Powder For Pigeons - Circus Kinda Times

Nach dem wirklich gelungenen Auftritt beim diesjährigen Freak Valley Festival haben sie sich noch mal einen Extra-Post verdient: POWDER FOR PIGEONS sind eine sympathische und gute Band, die mir daher bereits ein Begriff war, schon öfter mal im geschätzten Dortmunder Plattenladen Blackplastic ein Konzert gegeben zu haben.
Bisher hatte ich ihre Musik unter „echt guter Rock, dabei schmeckt das Bier, kann man machen, höre ich persönlich zu Hause dann allerdings auch nicht wirklich oft, weil die Geschmacks- und Interessensschwerpunkte woanders liegen“ abgelegt.
Auf ihren neuen Album haben die beiden allerdings noch mal derart an Härte, Tempo und Wucht-Sound zugelegt, dass es mir den Extra-Hinweis im Rahmen dieses Blogs und damit auch die Notiz an mich selbst wert ist, das zur Steigerung der eigenen Laune dann vielleicht ja doch mal öfter zu hören:


Montag, 30. Mai 2016

Faking - Not Fine (Videoclip)

Throane - Derrière​-​Nous, La Lumière

Debemur Morti, das Label das u.a. auch Düsterkrach-Avantgardisten wie Terra Tenebrosa und Blut aus Nord veröffentlicht, hat mit THROANE nun eine weitere Band derartigen Zeugs am Start.
Der – ja, das kann man hier jetzt eigentlich schon so sagen - durchaus irgendwie typisch-französische Sound vereint eine pechschwarze Black-Metal-Atmosphäre mit klirrenden Dissonanzen und Anflügen majestätischer Melodiebögen, die sich im Dickicht des Sound-Orkans versteckt haben, mit stampfenden Godflesh-Grooves und Endzeit-Feeling. 

Typisch französisch u.a. deswegen, weil auch dieses Projekt die kompromisslose Aura einer Band wie eben BaN, auch Celeste oder Deathspell Omega (und bevor wir uns missverstehen: Mikko Aspa geht natürlich gar nicht) hat. Die Ex-Botreach-Mitglieder von Terra Tenebrosa sind natürlich Schweden, passen aufgrund ihrer surrealen Vibes aber ebenso gut mit in die Aufzählung.

Freak Valley


MONOLORD beim aufziehenden Sturm...
Vergangenen Samstag war ich übrigens nicht beim Rock im Revier, um mir Suicidal Tendencies feat. Dave Lombardo anzusehen, sondern – steht ja in der Überschrift – zum zweiten mal beim FREAK VALLEY Open Air in der Siegerländer Pampa. Warum (mal wieder) nur Samstag? Aus diversen kleinen Gründen. Einer davon war dann doch recht deutlich, dass ich persönlich das Billing nur an diesem so richtig bestechend fand.
Los ging’s nämlich direkt auf der kleinen Frühstücks-Bühne mit POWEDER FOR PIGEONS, jenem australisch-deutschem Duo mit sexy Drummerin (äh,sorry), das im Gegensatz zu früheren Begegnungen noch mal einen Ticken an Härte, Tempo und  Wuchtigkeit zugelegt hat, was wirklich Spaß machte.
Zwischenzeitlich entpuppten sich unter dem ganzen Retro-Gerüssel Bands von den SNOWY DUNES (barfüßger Hobbitsänger mit Tamburin) bis THE GOLDEN GRASS (haben ‘ne gewisse The-Who-Kante!) alle als durchaus grundsolide und unterhaltsam, auch wenn ich davon nix zu Hause auflegen würde.
Bei BLACK LUNG war vor allem das Sabbath-Cover mit Instrumentenwechsel ganz spaßig, die insgesamt wenig bemerkenswerten aber okayen BLACK RAINBOWS wiederum schlossen versöhnlich mit einem MC5-Cover ab.
Gegen Ende wurds dann allerdings noch mal richtig gut: Der etwas orientierungslos wirkende FARFLUNG-Auftritt hatte eher was von ‘ner Bandprobe als von ‘ner Festival-Show, war musikalisch allerdings ganz geil. MONOLORD sind auf Dauer tatsächlich etwas, nun ja, monoton, allerdings macht ihr recht Electric-Wizard-mäßger Stoner-Doom  mit ultraknarzdröhnigem Sound durchaus ziemlich Spaß.
Danach brach dann erst mal ein Unwetter herein, wegen dem ich ROTOR hauptsächlich von unter einem Schirm überm Biertisch aus hörte und sah, aber der knackig-tighte Instrumental-Rock der Ossis macht Spaß.
ELDER spielten dann noch ihr aktuelles Album „Lore“ am Stück und das war zauberhaft. Ich konnte dann sogar nicht wiederstehen, das Teil direkt mit zunehmen, denn bei zwei 180g LPs plus CD (in Pappschuber mit dem tollen Coverartwork) für’n Zwanni kann man echt nicht meckern und die Band ist mir mit ihrer Musik, die hart Druck macht, eine optimistische Aura hat und es schafft, proggy-verschnörkeltes Geriffe in langen Songs catchy auf den Punkt zu bringen, dann ja doch ein bisschen ans Herz gewachsen.
Toll!
Ziemlich nass und müde habe ich mir die headlinenden Orange Goblin dann im Übrigen mal lieber geklemmt, da diese das eh nicht noch mal hätten toppen können…



Sonntag, 29. Mai 2016

Puce Mary - The Spiral

Die mal grob mit (Harsh) Noise/ Power Electronics/ Ambient/ Industrial absteckte Ecke ist so ein Feld, in das es mich in letzter Zeit immer wieder mal zieht, wenn ich mal 'ne Rockmusik-Pause brauche (und bevor wir uns missverstehen: Auch Grindcore, Black Metal, Drone-Doom, Ugexplode-Gefrickel, instrumentaler Post-irgendwas, Nintendocore und Akustikballaden irgendwelcher Sludge-Metal-Heros oder Klassiker-Schnarchnasen sind Rockmusik!).
Zu den neben Prurient und Pharmakon zuletzt am meisten Aufmerksamkeit erregenden Künstlern dieses Genres gehört Frederikke Hoffmeier alias PUCE MARY.
Deren neue LP namens „The Spiral“ ist seit ein paar Wochen raus und via Soundcloud komplett als Stream hörbar:


Freitag, 27. Mai 2016

Schlachtung - Mahnmal

Heute auf Vinyl und via Bandcamp raus: „Mahnmal“ von SCHLACHTUNG.
Nach dem bereits ganz guten, selbstbetitelten Demo bieten die Paderborner hier einen recht gelungenen Grindcore-/ Extrem-Metal-Querschnitt, der zwischen Crust-Parts, Deathgrind-Hyperblasts und dem Mut, sich auch mal zu einer etwas atmosphärisch-epischeren Nummer („Ohne Würde“) oder ‘nem eigentlich fast schon Genre-untypischem Ausmaß von melodischer Gitarrenarbeit („Das Gift alter Fackeln“) raus zu wagen, genauso Punk-Spirit atmet wie auch ein stilistisch abwechslungsreiches Feld durch die Metal-Botanik abdeckt.
Und mit räudigeren Nummern wie "Am Abgrund" kann man mich eh ganz gut kriegen.
Die trockene Produktion ging mir beim ersten Durchlauf zunächst etwas quer (ohne dass ich so richtig genau sagen könnte warum eigentlich), aber hat man sich ein mal richtig reingehört, kommt „Mahnmal“ echt ziemlich gut!
(Das Bild habe ich der Bequemlichkeit halber von der FB-Seite der Band geklaut, anstatt das Teil erst an meinem eigenen Plattenspieler zu fotografieren, aber ich glaub‘ da können sowohl die als auch Ihr mit leben...)

Mittwoch, 25. Mai 2016

Ggu:ll - Dwaling & Videoclip

Das neuste Pferd im Stall von Ván Records hört auf den seltsamen Namen GGUL:LL, macht laut Eigenaussage sowas wie Doom mit drone-iger Kante und hat neben dem aktuellen Album „Dwaling“ (auch bei Bandcamp, s.u.) außerdem zum darauf enthaltenen Song „Het Smerige Kleed Van De Ziel“ einen Videoclip zu bieten (siehe noch weiter darunter), bei dem Farida Lemouchi of The Devil’s Blood Fame mitwirkt:


Dienstag, 24. Mai 2016

Hicks Kinison

Keine Ahnung, wo genau das jetzt auf ein mal herkommt, aber Shane Embury hat seine gefühlt vierundachtzigste Band gestartet: 


End Men again

Live gesehen und kurz notiert: Ein Jahr nach ihrem letzten Gig im Dotmunder Subrosa kamen die News Yorker THE END MEN wieder mal in Duobesetzung vorbei.
Interessant kann ganz allgemein immer wieder mal sein wie etwas, das man zu Hause eher selten auflegt, sich live dann aber doch zu etwas entfalten kann, das wie die richtige Musik im richtigen Moment ist. Was das sympathische Ehepaar (?) aus Brooklyn in Konzertsituation auffährt strahlt nämlich derart viel Spielfreude aus, dass es ansteckt, und ihr "Heavy Blues" kommt unterm Strich dann auch noch einen ganzen Ticken knackiger und lauter rüber als von Konserve. 

Superunterhaltsamer Konzertabend!
Nächstes Jahr wieder? Nächstes Jahr wieder!


 

Freitag, 20. Mai 2016

Architeuthis Rex - Stilbon is Dead

Heute via Midira Records raus: “Stilbon Is Dead” der italienischen ARCHITEUTHIS REX mit Gastauftritt eines Locrian-Mitglieds (hey, auch mit denen habe ich ja schon mal die Bühne geteilt!).
Die Musik ist gar nicht mal so einfach zu beschreiben, weil irgendwo zwischen Ambient-Drone-Doom, 'nem Hauch von Shoegaze, Krautrock-Einflüssen und sogar 'ner Brise Jazz-Charakter unterwegs. Was mir an "Stilbon is Dead" ganz gut gefällt ist, dass dieses Album recht abwechslungsreich ist. Mal mit Vocals, mal ohne; mal eher sphärisch, mal mit stampfender Grndlage und mal etwas verspielter.


Drei Songs kann man beim Label-Bandcamp anhören (das komplette Ding geht bestimmt noch zeitnah online): 



Ältere Alben findet man unter architeuthisrex.bandcamp.com

Donnerstag, 19. Mai 2016

Landscape of Emergency

Jean-Yves Thériault alias Blacky, seines Zeichens auch Mitbegründer und zweifacher Ex-Bassist von Voivod, hat übrigens seit letztem Jahr ein neues musikalisches Projekt.

Selbsterklärender Text von der Band-Website:
Landscape of Emergency is an independent project combining music and video in support of live performance. Fully conducted by both artists Monica Emond and Jean-Yves Thériault, the project shakes up the usual rock band conventions. Two basses occupy the front stage. Two renegade instruments which loudly hammer out the archival and original video footage presentation.
Landscape of Emergency's commitment to a complete DIY work process is necessarily antagonistic to the logic of industry. It explicitly means the mastering by the artists of the whole production to diffusion set of parameters rather than conforming to a passive composer role easy to administrate.
Art is a political commitment and we completely choose to embrace it. When regardless to what is all around one pretends making something apolitical out of it, norm still triumphs. Being driven musically and visually by controversial and political subjects instead, Landscape of Emergency claims its genuine abnormality.


Über besagte Website, bzw. den Shop http://www.coeuratomique.org/wp/ kann man die bisherigen zwei (langen) Stücke als Audio und Video für sehr kleines Geld herunterladen.
Unterstützt Blacky, seine Musik und sein antinukleares Anliegen und tut das!
Für unentschlossene gibt's das Ganze auch via Youtube:


Der Vollständigkeit halber (2)


1.) Wie ich jetzt erst gesehen habe, gibt’s die kürzlich erwähnte aktuelle VEKTOR auch bei Bandcamp, was ich hiermit gerne nachliefer‘: 


Die im gleichen Blogpost erwähnte IRKALLIAN ORACLE kann man beim entsprechenden Bandcamp im Übrigen nur als Katze im Sack kaufen aber nicht streamen.

2.) Natürlich fand auch in diesem Jahr am Pfingstwochenende wieder mal das ROCK HARD FESTIVAL statt. Ich habe allerdings jetzt gerade wieder mal nicht so richtig die Zeit und Energie, darauf auch noch an dieser Stelle im Detail einzugehen, sorry. War allerdings wie immer sehr spaßig mit Euch allen!




Mittwoch, 18. Mai 2016

Altar of Plagues - Live at Club Colectiv, Bucharest

"In March of 2015 we performed at Club Colectiv in Bucharest, Romania. This was our first show in a number of years and it remains one of our favourite in memory.

Less than 8 months later during a metal concert at Club Colectiv there was a fire, ignited by a bands pyrotechnics, which killed 64 people and injured 147. The venue had only one working exit and this tragic event serves as a reminder to never take your safety for granted when in a concert environment.

This recording is a gift to you, in memory of the lives lost at Club Colectiv, and in support of the people of Romania who pursued justice.
"




Tracklist:
Mills
God Alone
Neptune is Dead
12 Was Ruin
Scald Scar of Water
Feather and Bone
All Life Converges To Some Center

Dienstag, 17. Mai 2016

Phantom Glue - 776

Wer PHANTOM GLUE's 2013er „A War Of Light Cones“, das man bei Bandcamp im Zweifelsfall auch umsonst herunterladen kann, bisher nicht kannte, sollte das vielleicht mal nachholen. 
Schon darauf überzeugte die Truppe aus Boston mit energischer Musik, die man irgendwo zwischen Noiserock, Sludge-Metal und Post-Hardcore gar nicht mal so einfach definitiv deklarieren möchte.
Seit kurzem ist ihr neues Album „776“ raus, auf dem sie laut eigener Aussage etwas spontaner agierten und weirder ausgefallen sind:


Montag, 16. Mai 2016

Der Vollständigkeit halber

Übrigens hauen mich weder die neue VEKTOR, noch die aktuelle IRKALLIAN ORACLE vom Hocker. Will hier jetzt zwar auch nicht gleich was von „Don't believe the hype“ krakeelen oder sowas in der Art, aber sowohl der auf „Terminal Redux“ noch mehr gen Prog neigende Kram von VEKTOR, der mit Pink Floyd-Momenten inkl. weiblichem Gastgesang u.ä. auch mal gänzlich von der Tech-Thrash-Schiene runterfährt, als auch das muffig produzierte Düstergerödel von „Apollyon“, bei dem sich IRKALLIAN ORACLE noch etwas „auskomponierter“ als zuvor zeigen, lassen mich als zwei verschiedene aktuelle Exemplare ungewöhnlicherer Metal-Bands, die in anderen Kreisen gerad' ziemlich gefeiert werden, dann ja doch weitgehend kalt.
Was ja gar nicht weiter schlimm ist, da ich ja auch so schon genug Musik zu hören habe, aber irgendwie auch doch etwas überraschend und verwunderlich, da ich in beiden Fällen mit etwas mehr eigener Begeisterung rechnen wollte.
Go figure...

Samstag, 14. Mai 2016

Gorguts - Pleiades' Dust

Jetzt hole ich ausnahmsweise auch mal wieder aus: Wer diesen Blog aufmerksam verfolgt, den dürfte die Aussage nicht wundern, dass Death Metal ein Musiksubgenre ist, das mich dieser Tage i.d.R. wenig bis gar nicht mehr reizt.
Auch wenn in dieser Szene über die letzten Jahre rege Strömungen stattfanden und von einer „New Wave of Old School“ bis zu Progressiv-Lärmereien durchaus so einiges geht, gibt es abseits von den obligatorischen Überschneidungen zur Grindcore-Ecke (Fuck The Facts, Napalm Death und co.), vereinzelten Avantgarde-Ansätzen (Chaos Echoes) und Unikaten mit ganz eigenem Grobe-Kelle-Charme (Coffins) eigentlich nur noch ein paar alte Helden (…) und nur wenige neuere Bands (Sulphur Aeon), die zwischendurch mal kurz Laune machen, sich bei mir in diesem Leben aber auch nicht mehr wirklich noch mal als prioritäre Dauerbrenner etablieren werden.
Warum genau das so sein mag, müssen wir jetzt nicht in gänzlicher Breite analysieren, aber es hat wohl auch was mit in die Ewigkeit wiedergekäuten Stilkonventionen und totgerittenen Klischees zu tun, die den meisten Vertretern dieser Zunft wie schwere Fußfesseln anhängen.  

Sich etwas weiter rauswagende Ausnahmen bestätigen diese Regel. Unter diesen sind, klar, die Urgesteine GORGUTS dieser Tage ganz vorne mit dabei.

Die Kanadier, die in den 90ern zunächst zwei wirklich sehr geile Alben räudigen, straighten Death Metals veröffentlichen, und dann auf ihrem dritten einen Quantensprung zu jazzigen Rhythmik-Wirrheiten und Atonalitäten wagten, vollzogen auf ihrem 2013er Comeback-Werk (mit assimilierten Mitgliedern von Dysrhythmia) den nächsten Schritt: „Colored Sands“ ist ohne Frage eines der besten, interessantesten und wichtigsten (Extrem-)Metal-Alben dieses Jahrzehnts.
Im Gegensatz zu den vielen seelenlosen „Tech-Death“-Frickelkapellen die es da draußen gibt, ist die Musik von GORGUTS darauf nicht einfach nur brachial und präzise, sondern auch von beachtlich atmosphärischer Tiefe, erlaubt sich Abschweifungen bis ins spaceige, die erstaunlich viel Sinn ergeben, und strahlt eine natürlich-lebendige Eigendynamik aus, die den meisten anderen Brutalo-Virtuosen abgeht.
(Eine gewisse Verwandtschaft zu den Landsleuten Voivod kann man nicht leugnen.)

Es passt nun also ins Bild, dass im Rahmen ihrer Möglichkeiten eigensinnig und experimentell angehauchte Handwerksmeister und Genre-Vordenker wie GORGUTS mal sowas machen, wie einen fast 33minütigen Track als EP abzuliefern. Und „Pleiades' Dust“ ist ein weiterer Beweis, dass diese Band inzwischen einfach nur noch in ihrer ganz eigenen Liga spielt:


Freitag, 13. Mai 2016

Nothing - Tired Of Tomorrow

Kann man auch mal eben kurz abhaken: Schon das 2014er „Guilty Of Everything“ der amerikanischen Shoegazer/ Alternative-Rocker NOTHING fand ich ganz gut.
Mit „Tired Of Tomorrow“ ist am heutigen Freitag, den 13. der Nachfolger raus, auf dem das Quartett noch ein Stück weiter in Richtung Neunziger-Indie im besten Sinne rückt und trotz aller verträumten Momente eben doch eher rockig als ätherisch tönt. Nicht schlecht. Echt nicht!


Dienstag, 10. Mai 2016

Wie geil

Bandcamp-Nachzügler-Post (Morast, Neeva)

1.) Das aktuelle Demo von MORAST wurde vergangene Weihnachten (!) veröffentlicht, aber irgendwie hatte ich hier noch nicht so richtig drauf hingewiesen. Mea culpa, denn die vier Songs sind ziemlich gut. Weitere, die von den u.a. auch von Nightslug und Serpent Eater/ Hammerhead (Köln) bekannten Jungs beim Acherontic Arts zum besten gegeben wurden, waren sogar mitunter noch geiler, also freut Euch schon mal drauf.


 2.) Mit dem Dortmunder Instrumental-Metal-Duo NEEVA habe ich tatsächlich sogar schon zwei mal die Bühne geteilt, aber trotz Facebook und co. ging mir bis vor kurzem durch, dass diese ebenfalls schon seit 'nem Monat was via Bandcamp raushaben:

The Antikaroshi - Interlinear (Videoclip)

The Colossus Of Destiny

Montag, 9. Mai 2016

Acherontic Arts II

 
Joah, zugegeben, irgendwie war es schon seltsam am ersten richtig sonnig-warmen Wochenende des Jahres einen beträchtliche Zeit gleich zweier Nachmittage/ Abende in einer Konzerthalle mit Düstermetalgerumpel und stimmiger Lightshow zu verbringen, aber auch die zweite Ausgabe des ACHERONTIC ARTS hat mit seinem geschmackvoll-abwechslungsreichem Billing wirklich Spaß gemacht, wenn man das denn bei solcher Musik so sagen möchte.
Highlights und erwähnenswertes im Schnelldurchlauf:
MORAST waren mit ihrem sludgeig-punkigen, vernebelt-atmosphärischem und auch brachialst stampfendem Death-Doom-Gegroove samt Tom-Warrior-Kante ein saugeiler Opener und ich freue mich schon drauf, wenn es die live gespielten Songs, die nicht auf ihrem aktuellen Demo sind, demnächst mal in Konservenform geben wird.
Der andere Tag wurde von FUNERAL PROCESSION eröffnet, deren Black-Metal-Klischeeparade alter Schule inkl. verstimmte Gitarre schon was amüsantes hatte.
ALMYRKVI hatten was von französischem Avantgarde-Black-Metal, ebenso wie diese traten die straighter rumpelnden KOSMOKRATOR vermummt auf, was dann wohl optisch wie musikalisch ganz gut in aktuelle Trend passt, auch wenn ich beide Bands eher unter „gutem Durschnitt“ als unter „umwerfend“ o.ä, verbuchen würde.
DREAD SOVEREIGN waren okay bis ganz spaßig, geiler Poser-Gitarrist!
(DO
LCH) profitieren sehr von der wirklich coolen Lightshow, denn jene harmonierte mit ihrem Sound und Auftreten perfekt.
KALMEN gehörten für mich, eigentlich schon wie erwartet, ganz klar zu den zwingendsten Bands des Wochenendes. Was die Band zwischen Psychedelic-Nebel und Schwarzmetall-Bissigkeit auffährt ist einfach nur völlig geil. 
Was URFAUST betrifft, wittere ich hier einen neuen Trend: Duoformationen, deren Clownschlagzeuger mir irgendwie auf den Sack geht. Schon bei den ursprünglich mal geschätzten Noiserockern Dyse wurds live zuletzt etwas schwierig, weil sich deren Trommler für Helge Schneider hält. Bei URFAUST finde ich das etwas übertriebene Gepose von Schlagzeuger Jimmy Blitzer und seinem Schnauzbart auch irgendwie ein bisschen drüber. Die Ironie an diesem Trend dürfte wohl sein, dass die Duoformation dessen Schlagwerker ich bin demnächst auch noch einiges vorhat… nun ja.  
Zu den kleinen unerwarteten Highlights gehörten auf jeden Fall OUR SURIVAL DEPENDS ON US, die irgendwie als sowas wie ‘ne Alpen-Version von Neurosis durchgingen und dabei gar nicht mal durchgängig so aufgesetzt-sakral rüberkamen wie vom Testhören ihres aktuellen Albums erwartet. Könnte man auch albern finde, aber ich fands nicht schlecht!


 

In der schicken Festival-Jutetasche landeten dann in Zwölfzoller-Form übrigens noch neben dem aktuellen Album von Universe217, welches wirklich sehr, sehr gut ist, auch noch die Erstpressung von Ultha's „Pain Cleanses Every Doubt“ und eine Reissue von Corrupted's „Nadie“-Album für jeweils 'n Zehner (!).
Als so’ne Art von Mini-Roadburn vor der Haustür war‘s auf jeden Fall mal wieder ein sehr cooles Wochenende.
(Auf Bilder klicken zum vergrößern)


 





Rhin - Passenger

RHIN aus Baltimore, Maryland verorten sich selbst wohl irgendwo zwischen Sludge'n'Stoner-Metal und energischem Noiserock. Ergo: Das trifft schon ziemlich meinen Nerv, auch wenn nicht zuletzt aufgrund der manchmal etwas rappig daherkommenden Vocals ein 90er-Crossover-Vibe mitschwingt, den man heutzutage eher uncool finden möchte. 
Nichtsdestotrotz: „Passenger“ kam offiziell vergangenen Freitag raus und buhlt um die Gunst derer, die Bands wie Fight Amp schätzen:


Alaric

Mitglieder von u.a. Noothgrush und den UK Subs machen als ALARIC sowas wie Gothrock. Neues Album ist gerade bei Neurot raus:

 

Freitag, 6. Mai 2016

Atomikylä - Keräily

Zwei Jungs der Post-Metaller Dark Buddha Rising und zwei der großartigen Psychedelic-Black-Metaller Oranssi Pazuzu, die in meiner Gunst aktuell sehr weit oben stehen, sind zusammen ATOMIKYLÄ. Beim zurückliegenden Roadburn habe ich versäumt mir das live anzusehen, aber beim Roadburn alles zu sehen ist ja eh ein Ding der Unmöglichkeit.
„Keräily“ ist jedenfalls gerade bei Svart rausgekommen und es gilt, der Sache mal sein Gehör zu schenken:


KEN mode - Failing At Fun Since 1981 (Videoclip)

Donnerstag, 5. Mai 2016

John Carpenter - Lost Themes II

Huch, die ist ja schon seit drei Wochen raus?! Verzeiht mir diesen verspäteten Hinweis, aber bei mir gings mit Erkältung am übervollen Schreibtisch sitzend drunter und drüber…
Jetzt aber auch in meiner heimischen Rotation am Start: Lost Themes II.
Der Genre--Altmeister der hat sein zweites Album mit Soundtrack-Musik draußen, für die es keine Filme gibt. 

Das Album ist dabei nicht mehr und nicht weniger als das, was draufsteht. Mehr Songs im Stil der Lost Themes, mit diesem unnachahmlichen Plucker-Bass, dessen wenige rockigeren Nummern zuweilen noch mal einen Tick ausgefallen rockiger sind, und dessen Songs mit gewissen Retro-B-Movie-Flair sich noch ein bisschen ungenierter diesem Sound hingeben, wobei der gute Carpenter hier außerdem noch ein Stück weit in tatsächlich orchestrale Klänge vorstößt (Streicher-Sounds bei „Utopian Facade“).
Ob man einen Teil 2 so dringend gebraucht hätte, nachdem „Lost Themes“ für sich so super funktionierte, ist ja meiner Meinung nach ehrlich gesagt so eine Sache. „Zu viel des guten“ anzumäkeln wäre aber eigentlich schon vermessen, außerdem bin ich ja schon
irgendwie Fan.

Beim Label-Bandcamp gibt's immerhin zwei Songs zu hören: 

Dienstag, 3. Mai 2016

March 15 ‎– Our Love Becomes A Funeral Pyre

Da der „Klassiker@Bandcamp“-Titel hierfür etwas zu hochtrabend wär‘, habe ich mir den jetzt mal geschenkt, aber irgendwie wollte ich es dann doch mal mit im Blog verbraten:
Sami Hynninen, auch bekannt als Sir Albert Witchfinder und als solcher am bekanntesten als Sänger und Basser der unnachahmlichen Reverend Bizarre, postete am 15. März diesen Jahres auf Facebook einen Link zum Shop von Svart Records, der die Langspielplatte „Our Love Becomes A Funeral Pyre“ seines Projekts MARCH 15 gerade für nur zwei Euro anbot (und ich glaube, auch nach wie vor tut). Dem Kaufreflex widerstand ich dann allerdings doch als mir klarwurde, wieviel da an Versandkosten aus Finnland dann tatsächlich noch draufkommt. 
Wie der Zufall manchmal so spielt, lachte mich das Teil dann allerdings irgendwas um die 5-6 Wochen später in meinem Lieblingsplattenladen an und ich klemmte es mir vor Ort natürlich direkt für’n paar Kröten untern Arm. (Und falls Ihr unbedingt wissen wollt, was beim gleichen Einkauf noch im Jutebeutel landete: Fugazi’s „Red Medicine“.)

MARCH 15 ist ein experimentelles Noise-/ Drone-/ Ritual-Ambient-/ Industrial-Soloprojekt, mit dem Hynninen ursprünglich 2004 zwei Tracks aufnahm und als obskure CD veröffentlichte, zehn Jahre später dann aber noch mal mit drei weiteren Nummer, die im Laufe der Zeit entstandenen waren, als auf 315 Stück limitierte 12“ raushaute.
Mir kommt das gerade insofern ganz gut entgegen, als dass ich phasenweise eh immer wieder mal Bock habe, in die Welt derartigen Zeugs einzutauchen. 


Montag, 2. Mai 2016

Konzerthopping am Samstagabend

Am vergangenen Samstag bin ich tatsächlich - die ersten drei Bands, die vor acht Uhr Abends (!) schon spielten ignorierend - erst zur Prime Time in die Bochumer Matrix gefahren, um mir SVARTIDAUDI anzusehen. Deren Island-Black-Metal war ganz cool, aber irgendwie auch nicht so überragend wie erhofft.
Coole Light-Show allerdings (Hallo Boris!), man muss ja auch mal loben.
Danach fielen bei PRIMORDIAL mal wieder größere Männer, aber man kennt es nun irgendwie auch schon...


 

Um mich von etwaiger Kontaktschuld reinzuwaschen ging es direkt danach nahezu nahtlos ins AZ Mülheim, wo HEXER gerade fertig waren und GRIM VAN DOOM zur brachialen Bollo-Sludge-Walze ansetzten.
Grande Finale: GROLL! Ganz klarer Sieger des Abends! Das Kölner Trio hatte neue Songs im Gepäck, die teilweise schwärzer und schneller als gewohnt waren, passagenweise aber auch mit einem ihrer bisher geilsten Midtempo-Killergroove-Riffs aufwarteten. Außerdem ist Gitarrist/ Shouter Litz in seiner Erscheinung inzwischen nicht mehr weit von einem Mike Scheidt oder Snake Plisken entfernt.
Geil wars! 


Sonntag, 1. Mai 2016

Dälek@Bandcamp

Anlässlich des (ziemlich tollen!) neuen DÄLEK-Albums haben Ipecac Records auf ihrer Bandcamp-Seite alle älteren hochgeladen!
Mit dem 2005er „Absence“ lernte ich die Alternative-Hip-Hop-Gruppe damals kennen und mag das Album heute vielleicht sogar noch mehr als damals. Die düster-krachige Musik ist von Kram wie Shoegaze und Industrial beeinflusst...
Abandoned Lanmguage“ fand ich als klanglich zurückhaltenderes Album damals erst etwas enttäuschend. Inzwischen habe ich das etwas ruhiger-dunkle Teil, das mit „(Subversive Script)“ nichtsdestotrotz eine richtige Knallerschlussnummer hat, aber doch recht lieb gewonnen.
Gutter Tactics“ ist ein ebenfalls cooles, dieses mal etwas facettenreicheres Album.

Das 2002er Label-Debüt „From Filthy Tongue Of Gods And Griots“ wollte ich ja schon immer mal gehört haben, hatte es bis gerade eben tatsächlich nicht, aber kann es ja jetzt via Bandcamp: