Donnerstag, 31. März 2016

Ja puh!

Eigentlich hatte ich überlegt, am heutigen 31.03. sowas wie ‘ne „Quartals-Recap“ zu machen und noch mal samt entsprechenden Bandcamp- oder Soundcloud-Streams auf die Alben hinzuweisen, die mich im Veröffentlichungszeitrum der ersten drei Monate 2016 bisher am meisten gekickt haben. Da die Quantität und Qualität an Kram von Nosierock bis Black Metal, der auf der Zielgraden in den letzten Tagen noch hinzukam aber kaum noch zu fassen ist, während ich mit den „woltle ich ja auch nch mal reinhören“-Sachen schon im Rückstand bin (#FirstWorldProblems), spare ich mir das dann aber doch mal und erfreue mich weiterhin an den bereits geschätzten und weiteren noch zu entdeckenden Sachen, die man so an seine Ohren lassen kann…
Vielleicht lasse ich dieses Jahr dann ja doch mal wieder zu sowas albernen wie einer Halbjahres-Rangliste hinreißen. Aber auch nur vielleicht.

Craw Live-Album

Wie viel im Moment in meinem musikalischen Mikrokosmos so los ist, ich fasse das selbst kaum noch...
CRAW spielten jedenfalls kürzlich zwei Reunion-Shows mit allen Ex-Mitgliedern (darunter auch, ich kann es nicht oft genug erwähnen, der unglaubliche Wahnsinns-Drummer von Keelhaul, Will Scharf).
Eine davon kann man sich audiovisuell komplett ansehen und -hören. Die andere gibt’s jetzt auch bei Bandcamp:



The Body - The Fall and the Guilt (Videoclip)

THE BODY und kein Ende mehr: Letzte Woche erschien das neue Album von THE BODY. Kurz darauf ein Videoclip von THE BODY & FULL OF HELL, wiederum kurz danach das entsprechende Album von THE BODY & FULL OF HELL und nun auch noch mit "The Fall and the Guilt" ein Videoclip zu einem Song vom o.g. aktuellen Body-Reguläralbum "No One Deserves Happiness".
Und weil die Einbettung nicht richtig klaptt verweise ich per Link auf die entsprechende Facebook-Seite. 

Mittwoch, 30. März 2016

Neue Videoclips (Noveller, Nothing)


NOTHING "Eaten By Worms" (Official Music Video) from Relapse Records on Vimeo.

Bass, Bass, wir brauchen Bass

HORSE LATITUDES – Primal Gnosis
…erschien vergangenen Freitag.
Obwohl mich eine zugegeben nur im Vorbeigehen abgecheckte Roadburn-Show von HORSE LATITUDES seinerzeit nicht so richtig packen konnte, bin ich aktuell von „Primal Gnosis“ relativ begeistert. Möchte mich da jetzt eigentlich nicht zu lange dran aufhalten, aber die Atmosphäre, die von diesen Finnen mit zwei eben nicht bis zum Anschlag verzerrten Bässen über einem mal schleppenden, mal scheppernden Schlagzeug erzeugt wird, sucht seinesgleichen. HORSE LATITUDES spannen Bögen vom düster-sakralen Ritual bis zum Sturz ins Chaos und von Doom bis zu eigenwilligem Black Metal.
Eine der Überraschungen des bisherigen Jahres! Aber vielleicht geht mir dieses mit minimalen Mitteln maximal abwechslungsreiche Teil ja auch deswegen so gut rein, weil ich diese ganzen gitarreneffektüberladenen aber kompositorischen Nullnummer-Doom-Sludger, die man von links nur so um die Ohren gehauen bekommt (Cult of Occult und ähnlich überflüssiges Dröhngegröle) gerade ziemlich leid bin.
Haltet am besten mal selbst die Bandcamp-Seite/n der Band bzw. des Labels im Auge, ob das Teil da noch zeitnah online geht, denn ich kann mich auch nicht um alles kümmern…


MIKE AND THE MELVINS – Three Men And A Baby
…erscheint kommenden Freitag.
Die an diversen weiteren Stellen im Netz nachlesbare Entstehungsgeschichte dieses zum Großteil eigentlich 1999 angegangenen, aber erst jetzt finalisierten Albums selbst auch noch mal runter zu rattern erspare ich mir alleine deswegen, weil ich es schon ein mal getan aber dann einen Software-Absturz hatte. Daher zum wesentlichen: Nicht nur Kollaborateur Mike Kunka (vom Noiserock-Duo godheadSilo) und der damalige Melvins-Basser Kevin Rutmanis (Cows, Ex-Tomahawk, Hepa/Titus) spielen auf diesem Album Bass, sondern auch noch Buzzo, auch wenn der eine oder andere hier und da schon mal eher nach ‘ner Gitarre klingt. Außerdem macht Drummer Crover etwas, das man heutzutage außerhalb des Kontext irgendwelchen generischen Traditions- bis Death/ Black Metal-Krams auch nicht mehr alle Tage hört: Doublebass (16tel-Kickdrum-Gedonner)!
„Three Men And A Baby“ ist dabei zugegeben nicht unbedingt eines der herausstechenden Highlights der Melvins-Discographie, aber wenn man die Entstehungszeit bedenkt, passt es somit auch perfekt in die etwas strangere Epoche der Band von ca. Mitte 90er bis Mitte Nuller.
Einen Komplett-Stream gibt’s dazu wohl auch irgendwo im Netz, aber jetzt keinen Bock deswegen noch mal auf die Seite vom Rolling Stone zu gehen…
   

The Body + Full of Hell's "One Day You Will Ache Like I Ache"

...kam auch vor wenigen Tagen via Neurot Recordings raus:

Pegadeth

...ist der Name des Soloprojekts von Brothers Of The Sonic Cloth' Peggy Doyle, auch Ehefrau von dem Tad Doyle. 
Anscheinend hat sich die Gute dafür u.a. mit den beiden Mädels von Helms Alee zusammengetan.
Einen ersten Song gibt es auf der Compilation "Doomed & Stoned in Washington" zu hören: 

Dienstag, 29. März 2016

Ein Dave Lombardo!

...es gibt nur einen Dave Lombardo! Ein Dave Looombaaaaardoooo, es gibt nur einen Dave Lombaaaaardoooo....

Das angeblich bisher kürzeste Album auf Bandcamp…

…haben gerade 100000 TONNEN KRUPPSTAHL mit der insgesamt gerade mal 31 Sekunden dauernden Digital-Single „Weltmeister“ veröffentlicht.
Ob das wirklich nötig war sei jetzt mal dahingestellt, aber sharing is caring…:


Montag, 28. März 2016

Cobalt – Slow Forever

COBALT sind aus vielen Gründen ‘ne interessante Band voller Widersprüche.
Nicht zuletzt auch wegen Ex-Shouter Phil McSorley, der vor einiger Zeit, nachdem er bei der US Army die Karriereleiter zum Ausbilder hochgeklettert war (und Gerüchten zufolge vom Irak-Kampfeinsatz irgendein Trauma davongetragen hat) mit ziemlich unüberlegten Kommentaren für Aufsehen sorgte und aus der Band aus-, wieder ein- und wieder ausstieg. Man hatte sich eh schon gefragt wie so ein Typ mit dem musikalischen Kopf der Band zusammengepasst hat, der charakterlich auf einem eher gegensätzlichen Kurs unterwegs zu sein scheint.
„Slow Forever” wurde nun also ein anderes Album mit einem anderen Sänger, der allerdings das gleiche Maß an Biss mitbringt.
Interessanterweise habe ich zu im Vorfeld dazu zwei komplett gegensätzliche Meinungen gelesen. Ein Reviewer ging soweit, das Album noch mehr in der Nähe von Prog Marke Tool (gab es ja auch schon auf „Gin“ mit dem grandiosen „Dry Body“) und Noiserock a la The Jesus Lizard als im Black Metal zu sehen, ein anderer fand es doch recht straight-metallisch und weniger experimentell.
Ja was denn jetzt? Ich sags Euch: Die Wahrheit liegt natürlich mal wieder dazwischen. COBALT sind ein ganzes Stück weiter aus typischem (US-)Black Metal herausgebrochen, aber während die Elemente Richtung Neurosis, Tool und co. durchaus wieder mit dabei sind, sowie auch mal Arrangements, die sich über zwei Tracks erstrecken und somit den Prog-Anhauch etwas erweitern, ist man eigentlich über weitere Strecken doch recht straight und nachvollziehbar in Midtempo-Regionen extremen Metals unterwegs. Es gibt durchaus mal 'ne Blastbeat-Passage, melodische Anflüge, ''ne keltisch-frostige Crust-Kelle im Stileaktuellerer Darkthrone, und gegen Ende kommen sogar noch mal ein Schuss Hardcore-Vibes hinzu. Insgesamt schraddelt das fast 74minütige (!) Album dabei  paradoxerweise aber doch durch, ohne dass man das Gefühl hat es mit einem perfektionistisch-überambitionierten Machwerk zu tun zu haben. Songs wie die Schlussnummer wirken eigentlich sogar eher noch so ein bisschen unfertig, was eher wertfrei als negativ gemeint ist.
„Slow Forever“ ist ein ganz cooles Metal-Album mit leichter Alternative-Kante. Kein „Post-Black“-Gedöns, sondern eher etwas näher an Today Is The Day als an unnötigem Unsinn a la Deafheaven. Und das gefällt mir eigentlich ganz gut! Vielleicht nicht "Album des Jahres"-gut, aber gut genug!

Samstag, 26. März 2016

Black Shape Of Nexus

B.SON waren übrigens gestern live mal wieder absolut großartig! Die eröffnenden GRABEN aus Köln waren mit ihrem Crust-Death Metal auch ganz cool. Für solche zugequalmten AZ-Shows werde ich allerdings nicht mehr wirklich nur langsam, sondern ziemlich sicher irgendwie echt zu alt... 






Freitag, 25. März 2016

Rotten Sound - Abuse To Suffer

Und noch ‘ne Grindcore-Neuerscheinung: Eigentlich hatte ich mit ROTTEN SOUND zwischendurch schon mal so ein bisschen abgeschlossen, weil sich mir die Band trotz aller Sympathie auf Alben wie „Exit“ etwas zu sehr in Hyperblast-Dauerfeuer erging und dadurch eher etwas ermüdend als interessant rüberkam. Zu meiner Freude schreiben sie die Groove-Momente in ihrem Stilmix inzwischen aber doch wieder größer, außerdem haben sie sich klanglich noch etwas mehr der „Entombed-core“-Ecke angenähert, was ihnen sogar ganz gut zu Gesicht steht.
„Abuse To Suffer“ ist somit ein standesgerecht gutes Album geworden. Noch mehr als das zu verlangten wäre vermessen.


Donnerstag, 24. März 2016

Klassiker @Bandcamp: Neurosis

Länger keinen „Klassiker @ Bandcamp“ mehr gemacht. NEUROSIS feiern aber gerade ihr 30jähriges Jubiläum, was man dann wohl durchaus mal berücksichtigen kann.
Das Album, das am ehesten sowas wie mein spezielles Neurosis-Album wäre, wäre eigentlich das 1993er „Enemy oft he Sun“, welches (natürlich) ausgerechnet nicht bei Bandcamp ist.
Egal, denn „Souls at Zero“ (1992, Alternative Tentacles) bietet sich für den Einstieg eigentlich noch besser an. Dieses Album gilt als die Initialzündung für sehr vieles.
Vor allem „A Chronology for Survival“ ist ein totaler Wahnsinnssong.



Auf dem 1996er „Through Silver And Blood“ wollte die Band dann den hypnotischen Flow ihrer Musik und epischen Charakter eines Albums als Ganzes noch mehr hervorheben. Der teilweise sehr natürliche Stil der Band, der durch Folk-Einflüsse und Percussion-Einsätze viel Seele erhielt, wurde hier ein bisschen mehr in eine klanglich dichtere, krachigere Richtung gerückt.


Times of Grace“ – Ich kenne einen Neurosis-Fan, der es für ihr schwächstes Album hält und ich kenne 2-3, die es als das absolute Magnum Opus ansehen. Mein Liebling der Band war es nie, aber sie erreichten darauf einen Level an sperriger, komplexer Dichte, der seinesgleichen sucht. Und der berüchtigter Weise noch weiter v erdichtet werden kann, wenn man Times of Grace synchron mit „Grace“ hört, dem Zusatz-Album von Neurosis‘ Ambient-Noise-Alter Ego Tribes of Neurot.


Auf der „Sovereign“ EP, die sich ein musikalisches Thema mit dem vorangegangenen Album teil, begannen sie dann ihren (von Steve Albini großartigst eingefangenen) Sound etwas durchzulüften.


 A Sun That Never Sets“ ist dann wohl ein unter Fans nicht unumstrittenes Album, da es nicht mit dem Kopf durch die Wand geht, sondern auch schon mal mit bedächtigeren Arrangements und mehr Melodie tönt. Ich persönlich finds großartig, gerade auch wegen völlig ausufernden Songs wie „Falling Unknown“ und „Stones from the Sky“,


Es folgte ein gemeinsames Album mit JARBOE, die zu der Zeit auch gerne mal mit der Band auf der Bühne stand. Auch nicht schlecht:

 

The Eye Of Every Storm“ ist das NEUROSIS-Album, mit dem einige Fans bis heute nicht so ganz klarkommen. Ja, es ist glatter und ruhiger, wenn man das so bezeichnen möchte, aber es ist nichtsdestotrotz ziemlich groß, wenn man sich drauf einlassen kann. Bei mir dauerte es auch eine Weile bis zum Knackpunkt, aber inzwischen höre ich es wirklich sehr gerne.



Given To The Rising“ ist meiner Meinung nach sowas wie das am besten quintessenzielle Album, das NEUROSIS zu dem Zeitpunkt machen konnten. Auch dieses mag ich sehr!

 

Soweit. „Honor Found In Decay“ fällt, wenn man mal ehrlich ist, schon ziemlich ab. Was diverse Nebenprojekte und Solo-Alben einzelner Mitglieder betrifft, sparen wir uns das mal für einen weiteren Post auf.

Mittwoch, 23. März 2016

Universe217 - Change

Im Moment kommt echt so viel interessante Musik raus, dass ich schon nicht mehr mit dem Reinhören nachkomme. Deswegen hier mal eben - ohne dass ich bisher selbst schon einen Ton davon kennen würde - das neue Album der griechischen UNIVERSE217:


Neue Videoclips von Danzig (Sabbath-Cover) und Hexvessel

Montag, 21. März 2016

Godmaker

Auf GODMAKER wurde ich jetzt gerade aufmerksam, weil Hull-Gitarrist Carmine jüngst bei ihnen eingestiegen ist.  Also gilt es, die Stoner-Metaller aus NYC künftig auffem Schirm zu haben!
Hier ihr aktueller Release:

Sonntag, 20. März 2016

Rorcal - Creon

In der aktuellen Halbzeit dieser Saison fighten auch RORCAL in der Liga der eigenwilligeren Krachmacher-Unikate mal wieder mit um den Schwerstgewichtstitel. Ob Ihr, liebe Leser, Black Shape Of Nexus dabei als den Herausforderer oder den amtierenden Champion sehen möchtet, bleibt Euch überlassen.
RORCAL jedenfalls wollen sich zwischen ultrawuchtigem Drone-Sludge-Doom und schwarzmetallischer Blastbeat-Raserei wieder ein mal nicht so richtig festlegen lassen – wobei man auf diesem Release nicht nur wieder mal recht deutlich vor allem zu letzteren neigt, sondern dann auch noch musikalisch ein bisschen komplexer und vielschichtiger als früher klingt und mit ziemlicher Sicherheit auch das handwerklich bisher beeindruckendste Werk abgeliefert hat.
Ich finds geil! Ihr solltet das auch.

Name your price:

 

Boris & Merzbow - Gensho

Auch die japanischen Melvins-Fans BORIS und ihr Landsmann, Krrchfrzsch-Guru MERZBOW haben ein neues gemeinsames Werk via Relapse raus. Das Ganze besteht gleich mal eben aus zwei Teilen von Doppel-LPs. Und natürlich auch bei Bandcamp:

 

John Shirley - Broken Mirror Glass

John Shirley ist vieles. U.a. ein visionärer Autor etwas unterbewerteter Natur (seine „Eclipse – A Song Called Youth“ Trilogie sollte im Common Sense als eines der wichtigsten dystopischen Romanwerke auf dem Weg zu heutiger Realität gelten, aber die Welt ist natürlich auch hier mal wieder etwas ungerecht...) und sogar gelegentlicher Textschreiber von Blue Öyster Cult.
Manchmal macht der alte Mann mit Punk-Vergangenheit auch heute noch Musik. Z.B. das hier, das er gerade im Netz geteilt hat:


The Body & Full of Hell - Fleshworks (Videoclip)

Trotz Sonntag geht es hier heut' schon wieder munter weiter mit dem aktuellen Dingen, die es zu teilen gilt...

Samstag, 19. März 2016

Noisepicker

END OF LEVEL BOSS' Mainman Harry hat ein neues Soloprojekt namens Noisepicker:

Freitag, 18. März 2016

Beenden wir…

…den heutigen Postingmarathon mit einem Hinweis darauf, dass ein neues Langspielalbum von UNIVERSE217 ebenfalls am heutigen Tage veröffentlicht wurde. Da Ván Records mit dem Befüllen ihrer Bandcamp-Seite allerdings gerne mal ‘n bisschen später dran sind, reden wir dann evtl. in naher bis mittelfristiger Zukunft noch mal drüber.

Und noch eben ein Kurzresümee dazu, dass Nadja's Aidan Baker und N gestern im Keller des Dortmunder Sissikingkongs ein nettes Konzertgastspiel gaben, bei dem ersterer sich von sehr ruhigsten Seite zeigte und zweiterer mal wieder zum Raumschiffflug lud.

Bringen kommende Woche neue Alben raus: RORCAL, ROTTEN SOUND, HORSE LATITUDES, COBALT und THE BODY & FULL OF HELL.

 

The Body – No One Deserves Happiness

Innerhalb eines Monats sowohl ein reguläres Album als auch eine Kooperation zu veröffentlichen (The Body & Full Of Hell’s „One Day You Will Ache Like I Ache“ erscheint schon kommende Woche!) kann man von außen natürlich auch schon ‘n bisschen übertrieben finden.
Interessant ist an „No One Deserves Happiness“ dabei allerdings, dass es nach all dem extremen Brachial-Getöse und Industrial-Gelärme, das THE BODY bei ihren Kooperation mit Thou, Krieg oder eben Full Of Hell fabriziert haben, mehr Luft für die Schönheit der Dinge lässt. Frauenstimmen, Chöre und organische Instrumente sind im Body-Sound nichts neues, werden hier aber noch ein bisschen mehr in den Fokus gerückt. Ihr Noise-/ Sludge-Metal mit heiser-verzweifeltem Gekeife ist nicht mehr so ganz das prädominante Kernelement ihres Stils, sondern lediglich ein Bestandteil ihrer Musik, in der viel Platz für weitere Ideen und Soundtüfteleien ist, die im Zweifelsfall auch mal für sich stehen dürfen.
Gerade unter den Krachfetischisten wird das wohl so manchem eher too much der Ambitionen und Abweichungen sein. Ich finds dann aber eigentlich doch ganz schön spannend, mutig und gut!


Hebosagil - Lohtu

Tatsächlich noch was heut‘? Ja, tatsächlich noch was (und immer noch nicht alles). Ich hätte vielleicht doch mal wieder einen Sammel-Post machen sollen, anstatt das alles häppchenweise abzufrühstücken, aber nuja...
Die wahnsinnigen Finnen HEBOSAGIL haben jedenfalls auch ‘ne neue raus! Bei Bandcamp kann man zwei Songs davon hören, die ganzen acht gibt’s beim Download:

KONG - Mute Poet Vocalizer Remixed 25th Anniversary Edition

Zum 25jährigen Jubiläum ihres Debütalbums hat sich ein Ex-Mitglied der niederländischen Instrumentalrock-Pioniere KONG nicht lumpen lassen, das Teil komplett zu remixen. Gibt’s natürlich auch bei Bandcamp:


Black Shape of Nexus - Carrier


Ja, ein solches Cover kann man dann auch gerne erst mal für sich stehen lassen. (Allerdings: Teeth Of Lions Rule The Divine, anyone?)
Als Vorbesteller habe ich die neue B.SON eigentlich schon ein paar Tage als Doppel- (bzw. dreiseitige) LP im Haus, aufgrund des um sich greifenden „so viel gute Musik, so wenig Zeit“-Syndroms konnte ich ihr allerdings erst vor kurzem die gebührende Aufmerksamkeit widmen. #FirstWorldProblems
Dass es schwierig werden würde, das ultrageile Vorgängeralbum „Negative Black“ zu toppen, war klar, und ob die sympathische Truppe um Frontbrocken Malte dieses Ziel meiner bescheidenen, unerheblichen Meinung nach erreicht hat, da bin ich mir ehrlich gesagt noch nicht so ganz sicher. Wenn nicht, wäre das dann allerdings das berühmte Meckern auf hohem Niveau, denn „Carrier“ verkörpert eigentlich alles, was ich von (solcher) Musik will und mehr!
BLACK SHAPE OF NEXUS sind keine Band, bei der man sich halbwach zurücklehnen kann, um in ausschließlich erwartete Gefilde mitgenommen zu werden, sondern sie lassen einen im Rahmen ihres Drone-/ Sludge-Dooms immer wieder aufzucken. 
Sei es die jazzige Passage im Opener, das von einer Soundscape-Nummer auf ein mal noch zu Crustgerumpel und Blastbeats ausbrechende „Lift Yourself“, der geile repetitive Fast-Instrumental-Groover „Facepunch Transport Layer“, der seltsame Background-Gesang bei „Sachsenheim“ oder der gelungene Schlusspunkt in Form des respektvollen Helhammer-Coversongs „Triumph of Death“, noch mal einen Tacken länger als das schon fast zehnminütige Original. B.SON denken nicht nur schon mal etwas um die Ecke, sondern setzen es auch um, anstatt in einer eingezäunten Komfortzone generischer Gleichförmigkeit zu bleiben, wie es dieser Tage so viele der langsam-dröhnigen Brachial-Bands tun, die nach ihnen kamen. Und dafür liebe ich sie. Dass sie auch abseits dieser erwähnten Finessen ein Unikat sind und bei ihnen generell alles heavy as Shit ist, das sehen wir als Common Sense an.


Wenn das mächtige Teil bei Bandcamp komplett online geht, werde ich das noch entsprechend nachreichen, fürs erste muss es „Facepunch Transport Layer“ tun:


Monomyth - Exo

Kurzfassung: Auch MONOMYTH haben heute ‘ne neue raus! In meiner persönlichen Rangordnung sind die Niederländer (mit 35007-Mitglied!) jetzt keine totale Muss-Band, aber ihr instrumentaler Space-/Postrock ist mit seinem sehr ausgeklügelten Sound durchaus recht charmant!
Außerdem (mal wieder) nettes Coverartwork.


Donnerstag, 17. März 2016

Funeral Moth - Transience

Irgendwie hinke ich mal wieder und weiterhin hinterher, denn FUNERAL MOTH wurden mir von einem Kollegen schon vor einiger Zeit empfohlen. Wenn man wie ich aber eh schon 24/7 auf Musik eingestellt ist und bei den bereits auf dem Radar befindlichen Sachen das Gefühl hat, ihnen zeitlich nicht das Ausmaß an Aufmerksamkeit entgegenbringen zu können, das man eigentlich gerne würde, weil man eben auch noch ein paar andere Sachen zu erledigen hat und die neuen Alben von X und Y ebenfalls noch gehört werden wollen, dann haben es weitere Empfehlungen von außen eben auch manchmal eher schwer, dass ich mich ihnen widme. 
#FirstWorldProblems
Das vorn paar Wochen digital erschienene, auf Vinyl noch kommende Album „Transience“ nahm ich mir dann jetzt aber zum Anlass, tatsächlich mal reinzuhören.
Die Art von Doom, wie diese Japaner ihn hier mit zwei langen Tracks spielen, hat schon ein bisschen was von einer tatsächlich metallisch instrumentierten Ausgabe von Bohren, finde ich. Und eigentlich beißen sich die Grunz-Vocals meiner Meinung nach auch ein bisschen damit. Abgesehen davon hat diese Regentags-Musik allerdings einen gewissen Charme. Haut mich nicht um, aber kann man so machen... 


Napalm Death - Dear Slum Landlord (Videoclip)

Mittwoch, 16. März 2016

Insect Ark - Portal​/​Well

Musik, Musik, Musik und kein Ende mehr. Stellt Euch darauf ein, dass ich in den nächsten Tagen tatsächlich mal wieder mehr als sonst schon mal bloggen werde, denn das Radar ist aktuell so voll, dass ich es schon allein als Notiz für mich selbst tue!

INSECAT ARC haben z.B. heute verkündet, erstmals auch alle Tracks ihres aktuellen Albums „Portal/Well“ bei Bandcamp als Stream zu präsentieren, weswegen ich das Teil natürlich gerne teile.
Warum eigentlich Plural? INSECAT ARC ist das experimentalmusikalische Alter Ego von Dana Schechter. In der Vergangenheit hat sie mit einer Band namens Bee and Flower mal dunklere, mal einfach nur wunderschöne Musik gemacht, hier wiederum tobt sie sich in Drone-igen und krautrockigen Gefilden aus.
Sorry, Dana, dass ich das Ganze die letzten 1-2 male live hier verpasst habe. Bitte komm wieder, dann komme ich auch vorbei!


Slayer...

...haben auch 'n neuen Videoclip, welcher ein Prequel zum letztjährigen Gewaltkino ist. Der Vollständigkeit halber:


Nadja - Sv

Diese Woche sind/ kommen schon wieder ‘ne Menge interessante Sachen raus. Z.B. dieses neue Album von NADJA, die ich in jüngerer Vergangenheit generell ziemlich für mich wiederentdeckt habe. 
Darauf haben sie ihren Drone-Doom mit Ambient- und Industrial-Tendenzen auf einen einzigen, fast dreiviertelstündigen Song ausgewalzt:

Dienstag, 15. März 2016

Wolvhammer - A Light That Doesn't Yield (Videoclip)

LLNN - Loss

Die wuchtigen dänischen Synthie-Sludger LLNN haben digital ein neues Album namens „Loss“ raus.
Für den Vinyl-Release suchen sie noch ein Label. Wenn also jemand jemanden kennt, der jemanden kennt...


Montag, 14. März 2016

Minge Wizard - There you go now fuck off

Grindcore aus Australien:

Diesen Monat live

Nur selten mache ich hier Werbung für Events oder Touren. U.a. weil das hier ja sowieso nur 3-4 Leute lesen, von denen dann eh keiner hingeht. lohnt sich das auch nicht so wirklich.
Es ist mir jetzt aber doch mal ein Anliegen. Spread the Word!

1.) FUCK THE FACTS sind eine Spitzenband. Ihr könnt es drehen und wenden wie ihr wollt, aber die sind einfach saugut, stechen aus der generischen Einheitsbreimasse anderer Grindcore- und Death Metal- Kapellen weit heraus und haben dafür bisher nie wirklich die Aufmerksamkeit bekommen, die ihnen gebührt. Bei den letzten Ruhrgebietskonzerten der Kanadier war immer nur ein Armutszeugnis in Form von ‘n paar Männeken anwesend. Ändert das! Wenn Ihr die Möglichkeit habt sie Euch auf dieser Tour anzusehen, geht hin! Dann könnt Ihr später zu denen gehören, die diese schon immer sträflich unterbewertete Wahnsinnstruppe ja mal live gesehen habt, während sie total gerult haben…
Hier ist ein Auszug der Daten:
03/17 Leipzig, Germany at Zoro
03/18 Prague, Czech Republic at 007 Club
03/19 Berlin, Germany at Linse
03/20 Rostock, Germany at Jaz 
03/21 Köln, Germany at Sonic Ballroom
03/23 Tilburg, Holland at Little Devil
03/25 London, UK at The Unicorn
04/01 Trier, Germany at ExHaus

2.) Der auch als eine Hälfte des Ambient-Doom-Duos Nadja bekannte AIDAN BAKER und der Drone-Solokünstler N machen eine gemeinsame Tour. Was genau man in dessen Rahmen erwarten darf – Solo-Performances beider und/ oder eine Kopperation? – wird dabei dann wohl auch ein bisschen eine Überraschung. Wäre cool wenn von den Leuten, die gerne mal antäuschen sich für Avantgarde-Gedröhne zu interessieren weil Sun o))) der Event ist, bei dem man mal dabeigewesen sein muss, sich vielleicht auch mal einige dahinschleppen, denn das könnte interessant und kurzweilig werden:
15-03-16: MS Stubnitz, Hamburg, DE
16-03-16: unterholz, Leipzig, DE
17-03-16: Sissikingkong, Dortmund, DE
18-03-16: INM - Institut für Neue Medien, Frankfurt, DE
19-03-16: Cirque Constance - CCCafé, Kaprijke, BE
20-03-16: Muziekcentrum Kinky Star, Ghent, BE
21-03-16: Quelque part Records, Lille, FR
22-03-16: Café Central, Brussels, BE
23-03-16: Grölle Gallery, Wuppertal, DE
24-03-16: Loophole, Berlin, DE

Freitag, 11. März 2016

Gadget – The Great Destroyer

Das erste Quartal 2016 steht ja wirklich ziemlich im Zeichen des Grindcore. Dieses Jahr kamen schon starke neue Veröffentlichungen von Agoraphobic Nosebleed, Magrudergrind. Venomous Concept, Wake, sowie Rereleases der besten beiden Pig Destroyer, und in zwei Wochen außerdem noch die neue Rotten Sound, da hauen auch GADGET mal eben zehn Jahre nach ihrem letzten Album „The Funeral March“ ‘ne neue raus.

Sonntag, 6. März 2016

Wolvserpent - Aporia​:​Kāla​:​Ananta

Mit „Aporia:Kāla:Ananta“ haben WOLVSERPENT vergangenen Freitag via Relapse ein neues 40minütiges 1-Track-Album veröffentlicht. Die Pärchen-Band zieht darauf sämtliche Register von ihren symphonischen Anflügen bis zu wuchtig dröhnendem Death-Doom-Sludge:

Samstag, 5. März 2016

Alice Cooper Reissues

Dass ich großer ALICE COOPER-Fan bin und dem „Schockrock-Entertainer“ tatsächlich all die Jahre immer die Stange gehalten habe, während mir andere Hardrock- und Metal-Lieblingsbands meiner Jugend im Laufe der Zeit ein ganzes Stück egaler wurden, ist hier vielleicht schon mal durchgedrungen.
Zwei meiner Lieblingsalben des Coops der letzten zwanzig Jahre, meiner Meinung sogar die vermutlich besten beiden (oder zumindest zwei der drei besten*) seiner neuzeitlicheren Ära wurden gerade auf Vinyl (180g!) wiederveröffentlicht.

Dabei sind sie interessanterweise in der stilistischen Inszenierung sehr gegenpolige Alben. Als da wären:

 

Brutal Planet (2000)
Wo fang ich an? Am besten dort: Auch wenn im Nachhall des Erfolgsalbums „Trash“ und seiner Hitsingle „Poison“ auch das 1991er „Hey Stoopid“ und Coop’s witziger Auftritt im Film Wayne‘s World einiges an Rampenlicht mit sich brachten, waren die 90er nicht wirklich sein Jahrzehnt. Denn es folgte in jener Dekade nur ein weiteres reguläres Album („The Last Temptation“, 1994), desen erdiger Hardrock  trotz prägnanter Videosingle („Lost In America“) und einem begleitendem Comic-Projekt (mit Neil Gaiman) im musikalischen Klima der damaligen Alternative-Ära bereits etwas abstank. Kurz danach streckte ALICE COOPER einer Einladung folgend allerdings schon mal die Fühler aus, zu aufstrebenden Epigonen wie Marylin Manson und Rob Zombie aufzuschließen, nämlich durch ein Duett mit letzterem.
Um endlich auf den Punkt zu kommen: Für „Brutal Planet“ holte sich Alice Produzent Bob Marlette ins Boot. Jener hatte zwei Jahre zuvor bereits „2wo“ produziert, wo er (damals Ex-)Judas-Priest-Sänger Rob Halford zusammen mit Dave Ogilvie (Skinny Puppy) und keinem Geringeren als Trent Reznor einen Industrial-Rock- bzw. Modern-Metal-Sound verpasst hatte und nun auch den Coop so ähnlich in die Neuzeit holen sollte. Und zugegeben: Dieser aufgeblähte, meinetwegen auch "nu-metallisch" anmutende Sound ist schon ein ziemliches Zeitgeist-Ding gewesen, das man heute belächeln oder verachten mag. Ändert aber nix daran, dass „Brutal Planet“ ein geiles Metal-Ablum ist, dessen kleineren elektronischen Ausschmücken egal sind und dessen extra-dick bratenden Gitarren lediglich unterstreichen, dass Songs wie die Videosingle „Gimme“ (mit Faust-Thematik) oder das rasante „It’s The Little Things“ absolut Coop-typisch sind und prima funktionieren. Mein Favorit ist übrigens „Sanctuary“ - was ein Wahnsinns-Refrain!
Die goldene 180g-12“-Version habe ich nur zu gerne als Geschenk entgegengenommen!

The Eyes Of Alice Cooper (2003)
„Brutal Planet” sollte ursprünglich der erste Teil einer Trilogie werden. Nachdem der zweite etwas in die Hose ging (s.u.*), folgte eine Kurskorrektur in die gegenteilige Richtung: Anstatt auf pseudomoderne Sounds wurde auf erdigen Garagenrock gesetzt, wie ihn die Alice-Cooper-Band der frühen 70er gespielt hatte. 
Warum ich dieses Album so gut finde? Weil es in seiner sympathischen Reduzierung aufs wesentliche („handgemachte Rockmusik“) einfach eine ganze Menge richtig guter Songs und Ohrwürmer abwirft. Allen voran der mit einem sarkastischen Text gewürzte „Men Of The Year“ und die ebenfalls humorvolle Ballade „The Song That Didn’t Rhyme“. Das universelle Beziehungsdrama „What Do You Want From Me“ funktioniert zudem als schmissiger Opener wirklich prima, das Schauermärchen „This House Is Haunted“ setzt einen dieser theatralischen Akzente, wie sie bei Alice einfach dazugehören, und Songs wie „Between High School & Old School“ und „Backyard Brawl" machen unaufdringlich einen Shoutout zu „School’s Out“- und Detroit-Zeiten..
„The Eyes Of Alice Cooper“ ist einfach nicht mehr und eben auch nicht weniger als ein gutes, zeitloses Rockalbum.
Zur Zeit dieses Albums führe ich im Übrigen im Auftrag einer Publikation, für die ich damals nebenbei als Hobbymusikjournalist schrieb, ein Interview mit dem Altmeister selbst, was für mich natürlich eine ziemlich große Sache war. Mal gucken, ob ich davon mal irgendwie einen Scan gemacht kriege, wenn ich es wiederfinden sollte.
Der aktuelle Reissue der Platte ist im Übrigen transparent. 



Beide Wiederveröffentlichungen bekommt man u.a. über www.finestvinyl.de

*(Ihr wollt das ganz genau? Okay:
Der 2001er „Brutal Planet“-Nachfolger „Dragontown“ ist ein grotesk unterdurchschnittliches Album, dessen Versuch eine moderne Produktion mit klassischem Hardrock-Songwriting zu vermengen eher in die Hose ging.
Der „The Eyes…“-Nachfolger „Dirty Diamonds“ von 2005 ist okay, aber so richtig rausstechen tut, wenn man mal ehrlich ist nur der Titeltrack, der einen Hauch von Kyuss-Sound und eine Anflug von James-Bond-Feeling unter einen Hut bekommt. Insgesamt also kein Vergleich zum vorangegangenen Hitmarathon. Und der Bonus-Track mit Xzbit war auch eher unnötig.
Das 2008er „Along Came A Spider“ ist dann allerdings das dritte Album dieser Phase, das ich persönlich sehr stark finde. Es orientiert sich am meisten noch mal am zweiten Frühling der Ära von „Constrictor“/ „Trash“/ „Hey Stoopid“ und addiert noch ein Serienmörderstorykonzept hinzu. Vielleicht nicht originell, aber stark! Würde ich im Zweifelsfall auch ‘ne Vinyl-Wiederveröffentlichung von nehmen! Schwarz würd’s tun!
„Welcome 2 My Nightmare” von 2011 empfinde ich persönlich insgesamt eher als Katastrophe).

Freitag, 4. März 2016

Church of Misery – And Then There Were None

Line-Up-Wechsel gehören bei den japanischen CHURCH OF MISERY seit eh und je dazu.
Immer, wenn das Doom-Quartett auf Tour bzw. zum Roadburn kam, durfte man gespannt sein, wer denn dieses mal die Rampensau am Mikro ist (der Sängerposten wechselte in der Vergangenheit mehrmals zwischen Hideki Fukasawa und Yoshiaki Negishi), bzw. ob mal wieder der aus Australien stammende Weltenbummler Tom Sutton (auch Order Of Israfel, Night Viper) oder doch ein Japaner an der Gitarre zu sehen und hören ist.
Die aktuelle Besetzung schießt allerdings den Vogel ab: Während Basser Tatsu Mikami im Grunde genommen schon länger das letzte verbliebene Originalmitglied ist, fand sich am Mikrofon Scott Carlson (Shouter/ Basser der Grindcore-Dinosaurier Repulsion!!) ein und an der Gitarre Dave Szulkin von den kultigen Stoner-Doomern Blood Farmers. Drummer Eric Little kennt man wiederum von Earthride und Internal Void.
„And Then There Were None…” klingt trotzdem einfach nur so dermaßen gewohnt nach CHURCH OF MISERY, dass es schon erstaunlich ist, zudem ist es dann auch noch ein recht abwechslungsreiches und kurzweiliges Album geworden, das - soweit ich das mit meiner etwas eingeschränkten Übersicht ihres bisherigen Schaffens beurteilen kann - keinesfalls zu ihren schlechteren Alben gehört.  
Das schwer Bock machende Teil ist seit heute bei Rise Above raus! 


Donnerstag, 3. März 2016

AmRep Reissue (2): Cows - Cunning Stunts

Die dritte Platte im Bunde der ersten Welle von Amphetamine Reptile Records‘ Reissue-Großoffensive ist das fünfte der insgesamt neun Alben (von denen lediglich das erste nicht über AmRep erschien) von den COWS aus Minneapolis: „Cunning Stunts“ aus dem Jahr 1992.

Warum genau sich dieses im Common Sense der meisten Noiserock-Freunde anscheinend als ihr bestes etabliert hat, kann ich Euch dabei nicht mal so richtig beantworten. Eine genauere Analyse dazu vorm Kontext ihrer Gesamtdiscographie ist gar nicht mal so einfach. Was man wohl sagen kann ist, dass es verglichen mit der roh-punkigen Energie vorangegangener Alben doch etwas besser produzierter war, während die Band nach diesem Bergfestwerk in der zweiten Hälfte ihrer Schaffensphase musikalisch dann schrittweise eher noch mal einen Ticken weniger zugänglich wurde.
Die COWS waren nämlich schon ‘ne ziemlich eigensinnige Weirdo-Truppe, dessen Punk ähnlich wie der früher Melvins immer wieder mal in zäh-sludgeige driftete, genauso aber auch z.B. Gebrauch von Instrumenten wie einer Trompete machte.

Letzteres tut bereits der Opener „Heave Ho“, der dank der Doku The Color Of Noise (würde bereits soweit gehen, das als sowas wie meinen Lieblingsfilm zu bezeichnen) jüngst auch noch mal neue Prominenz bekam.
Das Album enthält übrigens mit „Midnight Cowboy“ dann auch noch einen Filmthema-Coversong, den sich im gleichen Jahr witzigerweise auch Faith No More auf ihrem Album „Angel Dust“ vornahmen.

Die Vinyl-Reissue kommt als blaue Platte und natürlich plus mp3-Download. Eine neue CD-Version gibt es für an diesem Format festhaltende Zeitgenossen ebenfalls.

Können wir nun auch noch Reissues der Vorgänger- und Nachfolgeralben kriegen, Mr. Hazelmyer?
Außerdem bin ich gespannt wie ein Flitzebogen, was AmRep im Verbund mit ihrem hiesigen Vertrieb H’Art als nächstes wiederveröffentlichen werden. Es wird da ja was von „Strap It On“ sowie „Scattered, Smothered & Covered“ gemunkelt…

Dienstag, 1. März 2016

Horrors of the Unknown

...ist der Titel einer kleinen Tour-Doku über die kleine Rumänien-Tour der großartigen VALBORG zusammen mit BLOODWAY und den ungarischen PERIHELION:

Diesen Monat u.a. auf der Startrampe:

Neues Grindgeballer von GADGET (11.03.) und ROTTEN SOUND (25.03.), cooles Doom-Gedröhn von CHURCH OF MISERY (11.03.), sowie monströses von BLACK SHAPE OF NEXUS (18.03.). Und THE BODY veröffentlichen dann auch noch mal eben ein reguläres Album (18.03.), sowie direkt ‘ne Woche später eine Kooperation mit FULL OF HELL. Last but not least kommen COBALT gegen Ende des Monats endlich mit ihrem "Gin"-Nachfolger um die Ecke, an dem der menschlich völlig am Rad drehende Ex-Shouter nicht beteiligt war.
Außerdem: Vinyl-Reissues zwei meiner Lieblingsalben von (nicht lachen!) ALICE COOPER.

Beschweren darf man sich da nun wirklich nicht. Ich würds eigentlich sogar eher schon etwas begrüßen, wenn es diesen Monat dann auch dabei bleibt, und nicht noch mehr interessante Sachen auf dem Radar auftauchen, denn das erste Quartal 2016 ist in krach-musikalischer Hinsicht schon wieder so ergiebig, dass man damit auch ohne Probleme bis in den Sommer kommt…

Als Aprilscherz erscheint dann übrigens ein zwischenzeitlich verschollenes Album der MELVINS, an dem damals Mike Kunka von GODHEADSILO mitgewirkt hat, welches nun Jahre später auf einmal doch noch finalisiert wurde.
Sowie neue EPs von GORGUTS und TOMBS und 'ne neue SOURVEIN mit langer Gästeliste.