Freitag, 29. Januar 2016

Venomous Keitzer

Ja Mensch, das war ja mal was, gestern im Essener Turock. Zustände wie im AZ Mülheim: Der angekündigte Beginn wurde um zwei Stunden (!) nach hinten verschoben, eine Band (World Downfall) ist gar nicht da, weil sie selbst gar nicht wusste dann und dort spielen zu sollen (!!) und KEITZER vertrödeln ihre Auftrittsantritt vor zwanzig Gästen um weitere zwanzig Minuten. Das Warten hatte sich allerdings gelohnt, denn KEITZER waren der Knaller. Was für eine Wand!! Vierzig Minuten Alarmgetöse vom feinsten.
Große Probs übrigens an den, der in der Umbaupause Groinchurn aufgelegt hat!
Das Altherren-Allstar-Grindpunkgerumpel von VENOMOUS CONCEPT hat danach genauso viel Laune gemacht wie erwartet. Eingerahmt von Danny Lilker und Shane Embury – das alleine schon ein Bild für die Götter – stampft Kevin Sharp barfuß über die Bühne und hat alleine Spaß für zwölf.
Geiles Ding. Nur wo wart Ihr schon wieder alle?


 

Freitag, 22. Januar 2016

Agoraphobic Nosebleed - Arc

„Arc“ ist die erste Episode einer Serie von EPs, bei denen jeweils eines der derzeit vier Mitglieder von AGORAPHOBIC NOSEBLEED im Mittelpunkt steht.
Auf dieser ist das Shouterin Kat. Schweinezerstörer Scott Hull, der neben der Gitarre bedient auch dieses Teil hier mal wieder mit dem „Drumkit from Hell“ produziert zu haben scheint (ich mein man hört's), hat mit ihr drei Sludge'n'Stoner-Brüllschrei-Doom-Tracks zusammengebaut, die wirklich super sind.
„Deathbed“ ist mein bisheriger Lieblingssong des Jahres – die catchy zweite Hälfte könnte ich ohne Scheiß den ganzen Tag lang in Endlosschleife hören.


Donnerstag, 21. Januar 2016

Mit den Alben von Beehoover…

…ist es ja übrigens so ein bisschen wie mit den klassischen Star Trek-Kinofilmen: II war die Bombe und IV ganz gut, man hätte aber auch ohne I, III & V leben können, selbst wenn das vertraut-nostalgische, leicht altersmilde Feeling des fünften irgendwie ganz nett ist. 
Nach diesem Seriengesetz müssen Beehoover jetzt allerdings dann auch noch ein sechstes Album machen, das dann der totale Überkracher wird. 
(Und meinetwegen kommt auch noch als siebtes eine kurzweilige Kooperation mit einer jüngeren Band.)

Dienstag, 19. Januar 2016

Killing Joke – Euphoria (Videoclip)

Das aktuelle KILLING JOKE Album „Pylon“ schafft es ganz gut die 80er-Wave-Vibes vergangener Alben wie „Night Time“ in die Neuzeit zu transportieren. Klar kann man das auch ein bisschen zu überproduziert finden, aber die dürfen das. „Euphoria“ ist jedenfalls mit seinem etwas verträumten Feeling auf einem treibenden Instrumental-Fundament ein ganz cooler Song, zu dem die britischen Großmeister einen Videoclip gemacht haben:

Beehoover - Primitive Powers

Just in diesem Moment hat das Stonerprog-Duo BEEHOOVER ihr neues Album bei Bandcamp reingehauen.
Die CD-Version kommt Ende Februar über Unundeux. Vinyl vielleicht auch noch irgendwann.

 

Montag, 18. Januar 2016

N + [ B O L T ]...

Das aktuelle Kooperationsalbum von N + [ B O L T ], das meiner Meinung nach den zwingenderen Releases von Sunn o))) in rein gar nichts nachsteht, ist gerade inkl. Remix-EP auf Bandcamp angekommen:


Nadja, Scott Kelly, blabla

Vergangenen Samstag war es mal wieder Zeit für den obligatorischen Auftritt von SCOTT KELLY in der Dortmunder Pauluskirche, der nicht nur gefühlt, sondern tatsächlich alle zwei Jahre stattfindet, und wo ich den An- und Abmoderator auch  gleich mal korrigieren muss, dass es das bereits fünfte und nicht erst vierte mal war. Neben drei Solo-Gigs (einen tollen beim ersten mal, einen zwischendurch lauter werdenden und etwas anarchistischer anmutenden zum zweiten, einen dritten mit N als Support-Act) gab es nämlich vor zwei Jahren auch noch einen mit der Begleitband The Road Home.
Wie doch die Zeit verfliegt… Jedenfalls nix gegen Herrn Kelly (übrigens im Motörhead-Shirt), aber persönlich muss ich eingestehen, dass für mich beim fünften mal irgendwie ein bisschen die Luft aus der ganzen Nummer raus war, auch wenn sein mit „Fuck!“ kommentierter Verspieler gegen Ende sympathisch war.
Davor spielten allerdings NADJA, die der Hauptgrund meiner Anwesenheit waren, zumal ich die Ehepaar-Formation seit ihrem Auftritt beim Thumb’s Up ein bisschen für mich wiederentdeckt habe. An diesem Abend gab es von den beiden ein Rhythmus-freies Drone-Crescendo zu hören, das mich ein bisschen an einen  meiner Lieblings-Releases von ihnen erinnerte, nämlich die Lattitudes-Session „Sky Burial“, bzw. dessen „Jaguar“:  nadja.bandcamp.com/album/sky-burial


Allerdings gewann ich neue Erkenntnisse, die ich teilen muss: Nadja haben 2012 ein wirklich sehr gutes Album namens „Dagdrøm“ gemacht, bei dem sie von The-Jesus-Lizard-Drummer Mac McNeilly zum Trio erweitert wurden. Die entsprechende Schallplatte habe ich gleich mal mitgenommen, bei Bandcamp gibt es das Ganze auch: nadja.bandcamp.com/album/dagdr-m


Und ich habe noch einen Nachschlag: Es verwundert mich selbst, dass die Sache bis zuletzt an mir vorbeigegangen war, aber Nadja’s Aiden Baker hat ferner im gleichen Jahr einen Solo-Release rausgebracht, bei dem er nicht nur von McNeilly unterstützt wird, sondern außerdem u.a. ferner von dem Drummer der großartigen, derzeit leider nicht mehr so richtig aktiven Shora, Swans-Percussionist Thor Harris und keinem Geringeren als Ted Parsons – vor hundert Jahren mal bei Swans, danach bei Prong,  dann auch mal bei Godflesh und Jesu, kurz bei Killing Joke, zuletzt Metallic Taste Of Blood… - der ein alter Hero from back in the day von mir ist. Sachen gibt’s?!  Und das natürlich ebenfalls auf Bandcamp und es lohnt sich auch das Kleingedruckte dazu mal zu lesen: aidanbaker.bandcamp.com/album/the-spectrum-of-distraction

Donnerstag, 14. Januar 2016

Das erste Quartal 2016…

…steht veröffentlichungsmäßig genauso wie schon 2015 besonders im Zeichen des Grind. Es ist gerade eine neue VENOMOUS CONCEPT raus, und sie macht Spaß.
Die Sludge-EP der Grind-verwurzelten AGORAPHOBIC NOSEBLEED ist total geil und auch das in Kürze kommende Album von MAGRUDERGRIND ist ziemlich gut (beides Relapse, beides schon gehört).
Dann hätten wir außerdem im März noch was neues von den kanadischen WAKE, das ich ebenfalls schon hören durfte, und ich muss dazu ganz deutlich sagen: Wahnsinnsteil! Sollte sich kein Freund von Extremgeknüppel entgehen lassen.

Dave Lombardo ist derweil gerade dabei, im Studio ein Album seiner neuen Band DEAD CROSS einzuhämmern, deren weitere Mitglieder sonst in Grindpunk-Bands wie The Locust und Retox tätig sind. Und das wird bestimmt auch gut.

Mein erstes Konzert 2016 stand derzeit eher im Zeichen des Drone-Metal und Noiserock, denn LOCRIAN und TiT spielten zusammen im Dortmunder FZW. Schön wars!

Ach ja, apropos Nosierock: Unsane’s Chris Spencer und Today Is The Day’s Steve Austin haben auf ihre alten Tage eine gemeinsame Band namens UXO gegründet, dessen selbstbetiteltes Debütalbum schon Ende diesen Monats via Reptilian Records kommt. Ich bin sehr gespannt!

Montag, 11. Januar 2016

Damn.

Vor zwei Wochen verstarb Lemmy wenige Tage nach seinem 70. Geburtstag. Heute wurde bekannt gegeben, dass mit DAVID BOWIE ein weiterer der letzten ganz Großen - wenige Tage nach seinem 69. Geburtstag und dem Release des neuen Albums „Blackstar“ – die Weltbühne verlassen hat.
Das kommt nicht nur ziemlich unerwartet, sondern fühlt sich parallel dazu, dass ich anlässlich seines in den Medien thematisierten Geburtstags und Album-Release gerade eh zu einer Bowie-Dauerrotationsphase angesetzt hatte (von „The Man Who Sold The World“ und „…Ziggy Stardust…“ über „Low“ und „Heroes“, über das grandiose „Outside“ bis zu „Heathen“ mit seinem Ledge-Coversong) und mir das neue Werk auch mal zeitnah zulegen wollte, irgendwie besonders seltsam an.

Freitag, 8. Januar 2016

Venomous Concept zum dritten!

Heute raus: „Kick me silly – VC III“,  das dritte Album von VENOMOUS CONCEPT.
Blablabla für den Leser, der es tatsächlich nicht wissen sollte:
VENOMOUS CONCEPT wurden 2004 von Napalm-Death-Bassstrubbelkopp Shane Embury und Brutal-Truth-Röhrhirsch Kevin Sharp als gemeinsame Nebenspielwiese gegründet, um auf dem Mittelweg ihrer Punk-Klassiker-Vorlieben (Poison Idea…) und Grindgeballer-Berufungen ein bisschen Spaß zu haben. Es wurde ND-Drummer Danny dazu geholt und als Gitarrist landete irgendwie kein Geringerer als Melvins-Frisurengott Buzz Osborne im Boot, der wohl auch den Deal bei Ipecac fürs Debütalbum klarmachte.
Vier Jahre später gabs ‘n weiteres Album und weil König Buzzo indisponiert war, wechselte Shane zur Gitarre, damit mit Brutal Truth‘ Basser Danny Lilker die nächste Figur von urigem Charisma mitmachen konnte. Der Sound von „Poisoned Apple“ (Century Media) war ein bisschen entgrateter, das Cover dafür lustiger, die Musik weiterhin straight-hardcoreiges Grindgerumpel, das mit seiner punkigen Kante einfach Spaß macht(e).
Inzwischen ist auch noch Napalm-Death-Aushilfsgitarrist John Cooke (außerdem Corrupt Moral Altar) zusätzlich dabei, man hat ein Maskottchen namens Ook auf dem Cover, der Sound wurde wieder etwas roher inszeniert und gleich der Eröffnungssong wurde auch musikalisch ein bisschen den namensgebenden Inspiratoren angepasst - ansonsten ist aber natürlich auch beim dritten Streich elf Jahre später alles beim alten. Was auch gut so ist, denn auch „Kick me silly – VC III“ macht dem geneigten Freund von Lärm und Geprügel natürlich einfach Spaß.
Außerdem sind VC diesen Monat in hiesigen Breitengraden auf Tour, also guckt Euch das mit mir an:


Mittwoch, 6. Januar 2016

Neue Ascetic:

Die, wie ich dachte eigentlich australischen, inzwischen aber anscheinend in Berlin residierenden ASCETIC: haben vor 2-3 Wochen ihr neues Album digital rausgehauen; der Versand physischer Exemplare soll  nächste Woche oder so erfolgen.
Der mit der Shoegaze- und vor allem live sogar noch mehr mit der Noiserock-Ecke flirtende Gothrock/ Wave-Whatever dieser Jungs, die zwischendurch auch mal zu den geschätzten Heirs gehörten (vielleicht noch tun? Keine Ahnung...) war auf dem 2013-Debüt „Self​-​Initiation“ eigentlich schon ganz cool, also hören wir uns das anscheinend einen Hauch experimenteller ausgefallene Zweitwerk natürlich auch mal an:


Montag, 4. Januar 2016

Nachzügler-Rundumschlag (2)

Tjoah. Wenn der Weihnachtsurlaub rum ist und man gerade den ersten Montag des Jahres hinter sich gebracht hat, kann man (vor allem sich selbst) vom ganzen Elend auch schon mal mit einer Runde bloggen ablenken, dachte ich mir gerad‘ so irgendwie…

Keine Ahnung, wie und warum mir das im Sommer durchgegangen ist: ARCHIVIST sind ein international besetztes „Post-Metal“-Underground-Kollektiv, bei dem u.a. auch Thurm- und Ex-Amber-Shouterin Anna mitwirkt, was zwangsläufig dafür spricht.


Der französische Düsterbrachial-Alarm von CULT OF OCCULT scheint für Einige ein großes Thema zu sein, aber ich war bis gerade eben selbst noch nicht so richtig zum reinhören gekommen:



Nicht vom letzten, sondern bereits vorletzten Jahr ist die aktuelle von DRUNK DAD, deren ungestümer Punk-Metal vor allem auch durch einen gewissen Ideenreichtum immer wieder mal aufhorchen lässt:



In Nosierocker-und Sludgefreak-Kreisen stehen GRIZZLOR aktuell anscheinend relativ hoch im Kurs, weswegen auch auf deren neuen Release gerne mal hingewiesen sei, obwohl ich selbst es unter uns irgendwie nur so mittelgut finde.


Auch wenn ich auf den aktuellen Videoclip hingewiesen hatte und das Album sogar als CD besitze, war es in einer der letztes Jahr nicht rar gesäten
eher stressigeren Phasen bei mir wohl irgendwie durchs Raster gefallen drauf hinzuweisen, dass der Prog-Sludge/ Düster-Post-Metal (bla) der aktuellen MOLOKEN wirklich ein paar coole Momente hat:


Last but not least: Relapse haben letztes Jahr mit dem 1985er SACRILEGE Album- “Behind The Realms of Madness” eine essenzielle Lehrstunde in Sachen Punk-/ Metal-Underground wiederveröffentlicht. Der Hinweis auch darauf fiel bei mir wohl aufgrund andersliegender Prioritäten ebenfalls irgendwie durchs Raster, mea culpa.

Für den, der’s braucht haben SUNN O))) außerdem einen Haufen Live-Aufnahmen ins Netz gewuppt: www.sunn-live.bandcamp.com

Freitag, 1. Januar 2016

2016

Frohes Noise!

Anfang diesen frischen Jahres am Horizont:

- neue Voivod-EP (mit "Silver Machine" Coverversion)!
- Die LP Version des im vergangenen Dezember bereits als CD erschienenen KHTHONIIK CERVIIKS Albums „SeroLogiikal Scars (Vertex of Dementiia)“, welches der Wahnsinn ist.
- Die anscheinend doch wieder aktiven Hydrahead Records bringen je ein Album der japanischen ENDON und der finnischen CIRCLE raus
- Grindcore galore: Es kommen je ein neues Album der zu 3/5 aus Napalm-Death- und 2/5 aus Brutal-Truth-Mitgliedern bestehenden VENOMOUS CONCEPT und von MAGRUDERGRIND (schon gehört, ist gut!), ferner die erste EP in einer Reihe jeweils „Mitglieder-zentrischer“ Veröffentlichungen von AGORAPHOBIC NOSEBLEED und sie ist (auch schon gehört) der Sludge-Hammer in Tüten!
- Schon mal erwähnte AmRep-Rereleases, die sich etwas verschoben
- irgendwas elektronisches mit Mike Patton


Da geht ja schon wieder einiges….