Mittwoch, 31. Dezember 2014

Der Rhythmus wo man mit muss

Mein persönlicher Lieblingssong des Jahres, let's dance:
http://bulbul.bandcamp.com/track/kanzla-2

Sonntag, 28. Dezember 2014

Alter Vatter

Das hier...


...ist echt das allerschlimmste, das ich seit langem gehört und gesehen habe.
Menschen, die so eine Vollkacke im Quadrat fabrizieren haben generell nichts, aber auch gar nichts kapiert. Wegen Bands/ Personen wie diesen schäme ich mich dafür, was mit Metal am Hut zu haben.

Pelican - Deny the Absolute (Videoclip)

2014er Weihnachtsferien-Resterampe

Bei Erscheinen ignorierte Veröffentlichungen, die es nun doch noch mit in die Jahresendspurt-Playlist geschafft haben oder zumindest mal testgehört wurden (to be continued):

EARTH - Primitive And Deadly
Ich bin ja echt nicht der allergrößte EARTH-Follower, habe dann jetzt aber doch mal 1-2 Ohren beim aktuellen Album riskiert. Jenes gefällt mir vor allem deswegen ganz gut, weil es im Gegensatz zum signifikanten und in meinem Umfeld seinerzeit allgegenwärtigen Minimalismus-Geplänkel von „The Bees Made Honey in the Lion's Skull” ja doch wieder ein bisschen mehr in Richtung Doom neigt, partiell sogar mit Vocals (einer der Gaststars: Mark Lanegan!) daherkommt. Diese wohlig-warme Atmosphäre ist allerdings tatsächlich das i-Tüpfelchjen von EARTH, das man von anderen Bands so nicht kennt. Gefällt!

Bandcamp: earthsl.bandcamp.com/album/primitive-and-deadly

IN MORPHEUS' ARMS - Invisible Scope
Zugegeben, aufgrund seiner Frauenstimme mit in Richtung Jahrtausendwenden-Goth (Gathering, Lacuna Coil) schielender Progrock/ -Metal ist eigentlich nicht sooo mein Ding. Ich möchte jedoch trotzdem zur Kenntnis geben es sehr schade zu finden, dass sich die niederrheinischen IN MORPHEUS' ARMS mit Release dieses sehr starken Albums auflösen. Denn das Teil ist echt gut und hätte wirklich das Potenzial gehabt, ein größeres Publikum zu erreichen. Wirklich groß qualitativ entfernt von etwa aktuellen Opeth ist man damit nämlich nicht, ganz im Gegenteil.
Bandcamp: inmorpheusarms.bandcamp.com/album/invisible-scope


MOE - 3
„Noisy punk influenced rock from Norway. Not to be confused with Metal.“  lautet die Selbsteinschätzung von MOE, einem Trio mit gleichnamiger Bassistin und Krächzerin. Ich persönlich bin mir auch nach mehreren Durchläufen immer noch nicht sicher, ob ich diesen primitiv-räudigen Noiserock mit mittelschweren Sludge-/ Drone-/ Doom-Tendenzen interessant finde oder eher doch nicht so brauche. Sagt vielleicht auch was darüber aus.
Soundcloud: soundcloud.com/moepage


OPIUM WARLORDS– Taste My Sword Of Understanding
Dass ich zuletzt einen mittelschweren bis ganz schlimmen, immer wieder mal flashbackenden Reverend Bizarre Dauerrotations-Trip hatte (wenn irgendjemand an einer Lobhudelei zu dieser Band interessiert sein sollte, so möge er oder sie es in den Kommentaren äußern, und ich setzte die Tage vielleicht tatsächlich mal zu einem entsprechenden Blogpost an, bzw. wer etwas gegen diese Verbindung einzuwenden hat möchte nun sprechen oder für immer schweigen), brachte mich dazu u.a. auch endlich mal OPIUM WARLORDS zu checken, das Soloprojekt des bizarren Reverend Sami Hynninen alias Ancient Fisherman alias Sir Albert Witchfinder.
„Taste My Sword Of Understanding“ ist das zweite Album seines OPIUM WARLORDS-Warlords-Projekts für Svart Records, welches einen interessanten Mittelweg aus Drone-Ansätzen und dem Doom Metal
wagt, den man vom Reverend und dem „Übergangsprojekt“ The Purtian gewohnt war.
Ich finds gut!
Label-Bandcamp: svartrecords.bandcamp.com/album/taste-my-sword-of-understanding
Auch das Vorgängerwerk mit dem Wahnsinnstitel „We Meditate Under The Pussy In The Sky“ findet man im Übrigen beim Bandcamp von Svart: svartrecords.bandcamp.com/album/we-meditate...
Außerdem das letztjährige Folk-Soloalbum seines ehemaligen RevBiz- und nach wie vor Orne-Bandkollegen Kimi Kärki, wo wir schon mal dabei sind: svartrecords.bandcamp.com/album/the-bone-of-my-bones


WRECK AND REFERENCE – Want
Fast wäre mir durchgegangen, dass es auch was neues von WRECK AND REFERENCE gibt, jener stilistisch gar nicht mal so leicht einzutütenden Truppe, die irgendwo zwischen Noiserok,  Drone, Postpunk, experimentellem Metal, und was einem sonst noch so dazu einfallen mag, etwas sehr eigenwilliges macht. Interessant an W&R sind die Kontraste: Auf infernalisch harsches Getöse mit verzweifeltem Geschrei folgt eine getragene Nummer mit Klavier-Einsatz, während man auch Ansätze von Ambient und Jazz ausmachen kann.
Nach wie vor eine der im positiven Sinne seltsamsten Bands derzeit.
Bandcamp: wreckandreference.bandcamp.com/album/want

Slughog

  „Unterschätzte Schätzchen wieder rausgekramt“: 
Über SLUGHOG weiß ich ehrlich gesagt nicht viel mehr außer dass Basser/ Sänger Andrew Schneider dieser Tage nicht nur als Produzent, sondern außerdem mit den supergrandiosen Pigs aktiv ist, deren Rest sich aus dem Dunstkreis der Noiserock-Götter Unsane rekrutiert.
Mit SLUGHOG veröffentlichte der Gute neben ein paar Kleinformaten 1995 das Album „Grit! und 1998 das zweite und letzte namens „Ungodly Amounts Of Meat“.
Warum diese beiden Teile eine wenig beachtete Fußnote im Noiserock-Bereich blieben ist mir ein absolutes Rätsel, denn SLUGHOG konnten alles.

Da wo Unsane oder die Cutthroats 9 zwar schon Andeutungen chaotischen Hardcores zeigten, dabei aber meist doch in geordneten Bahnen blieben (siehe auch Helmet), da erlaubten es sich SLUGHOG immer wieder mal völlig frei zu drehen.
Während das erste Album dabei zwar schon etwas verspielt daherkommt, aber dennoch  weitgehend direkt auf die Fresse geht, groovet das zweite passagenweise auch schon mal verquer um die Ecke.
Gerade „Grit!“ ist dabei aus dieser Richtung wohl eines meiner absoluten Lieblingsalben, während ich es verwunderlich und schade finde, dass bei all dem immer wieder mal als sagenumwoben hervorgehobenen AmRep-Kram etc. niemand was über die Größe SLUGHOGs wissen möchte.
Wenn Euch eine der CDs (nein, auf Vinyl gabs das nie) jedenfalls mal zufällig in einer Kramkiste unterkommen sollte – sofort mitnehmen, die Dinger sind rar (Marketplace fährt mal wieder völlig verträumte Phantasiepreise auf). Und – noch viel wichtiger – saugeiler Lärm.
(Bilder: Von Discogs geklaut) 


 

Dienstag, 23. Dezember 2014

Fohes Fest!

And that was 2014. Zumindest so gut wie, 'ne Woche hamwa noch.
Leute, seht es mir nach, wenn ich hier dieses Jahr keinen ausführlichen Jahresrückblick mit irgendwelchen Listen mache, denn momentan fehlt mir dazu ein bisschen die Lust und Energie. 2014 haben mich die alltäglichen Querelen plus 1-2 nicht ganz alltägliche Zwischenfälle auf dem Endspurt eines ereignisreichen Jahres dann doch noch etwas sehr erschöpft, ja, zeitweise irgendwie auch ein bisschen frustriert. Ein erhöhtes Stressaufkommen beim Dayjob, nebenbei ein bisschen freie Autorenschaft für ein Printmagazin (die meinem Alltag gelegentlich zusätzliche Deadlines auferlegt), plus zwei Bands, mit denen ich regelmäßig probe, das war wohl doch etwas viel auf ein mal dieses Jahr. Fürs kommende bin ich mir jedenfalls nicht sicher, ob ich den Blog hier wie bisher weiterführen kann und werde, sollte '15 so weitergehen wie '14. Zumindest irgendeine Art von weiterer Konzeptverschiebung und steigender Unregelmäßigkeit wird hier wohl stattfinden, denn in letzter Zeit komme ich mit dem gewohnten bloggen einfach nicht mehr so nach, wie ich gerne würde...
Whatever. Ich wünsch den drei, vier Lesern hier möglichst entspannte Feiertage und das alles.
Und wenn ich irgendwann zeitnah ausgeruht genug sein sollte, gönne ich Euch vielleicht noch einen Post darüber, warum Slughog eine der sträflich unterbeachtetsten Noiserock-Bands der 90er sind.



Montag, 22. Dezember 2014

Konzertbesuchsendspurt 2014

Der Vollständigkeit halber:
Vorletzte Woche war ich bei AT THE GATES, TRIPTYKON und MORBUS CHRON gewesen.
Eigentlich sogar zwei mal, denn beim EINDHOVEN METAL MEETING spielten alle drei noch mal. Triptykon gar einen Song (Circle of the Tyrants) mit At The Gates' Tompa.
Außerdem URFAUST, bei denen mir dann erstmals so wirklich auffiel, dass den meisten Songs der gleiche Bums-zwei-drei-Disch-zwei-drei-Beat unterliegt. Naja.

Letzte Woche dann INTER ARMA und MANTAR in dieser Unstadt Köln, noch dazu im ausverkauften Sonic Ballroom
INTER ARMA waren wieder mal etwas seltsam und trotzdem super zugleich. Vor allem wieder mal der Drummer, der ein ShowOff hoch zwölf ist, aber eben auch was drauf hat.
MANTAR strahlen ebenfalls so eine seltsame Mischung aus geiler Mayhem (Songs wie 'Astral Kannibal' sind einfach geil, das gibbet nix) und nerviger Spackigkeit aus, das ist schon irgendwie etwas schizophren.

 
Den Samstag drauf spielte ich selbst ein Privatkonzert mit beiden Bands, in denen ich mitmache. War anstrengend.
Gestern gings zu MESHUGGAH, die beeindruckend mächtig waren, vor allem beim guten Sound der FZW-Halle. CAR BOMB gefielen mir sogar ganz gut, ohwohl ich es mit „Centralia” bei Erscheinen damals eikgentlich nicht so hatte. Die erste Band ging so.
Haken dran.

Mittwoch, 17. Dezember 2014

Vaz...

...die grandiosen Noiserocker, die aus Hammerhead hervorgingen, haben übrigens auf Bandcamp noch mal nachgeladen. Mit dem 2006er Mini-Album "Pink Confetti", das gerade online ging, müsste dort inzwischen jedes reguläre Album der Wahl-New Yorker hörbar sein:
http://vazmusic.bandcamp.com/

Dienstag, 9. Dezember 2014

20 Jahre „Human = Garbage“, Dystopia für lau!

1994 veröffentlichten DYSTOPIA ihr Debüt-Album „Human = Garbage“ ursprünglich als Schallplatte mit fünf Songs. Spätere CD-Versionen hatten 12 Tracks, darunter auch das grandiose „Sleep“ (von einer Split-Single mit Grief).
DYSTOPIA, deren Mitglieder man auch aus anderen Bands kannte und kennt (Asunder, Ghoul, Mindrot, Noothgrush, Phobia, …) kamen mit ihrem eigenwilligen und krassen Lärm irgendwo zwischen Crustcore und Sludge-Metal bei Punks wie Extremmetallfreunden genauso gut an und haben bis heute eine gewisse Sonderstellung.


Bei Tank Crimes kann man besagtes Album zum Jubiläum gerade umsonst (bzw. name your price) herunterladen, und ich rate jedem Freund gepflegten Geballers, der diesen Meilenstein noch nicht kennen sollte, das zu tun!
Bandcamp:  http://downloads.tankcrimes.com/album/human-garbage

Morgoth…

Wieder ein mal habe ich derzeit nicht wirklich die Zeit und Energie so ausführlich zu bloggen, wie ich eigentlich würde (schenkt mir mehr Tagesstunden zur freien Verfügung!), aber zum aktuellen Umstand „Morgoth haben sich von Frontmann Marc Grewe getrennt, stattdessen ist jetzt Disbelief’s Jägger am Mikro“ möchte ich dennoch mal eben folgende Punkte festgestellt haben:

1,)  Okay, Karsten Jäger alias Jagger ist stilistisch und stimmlich an „greifbaren“ Typen, die man immerhin schon aus einer anderen Band kennt, tatsächlich die erschreckend logisch auf der Hand liegende Wahl. Kann man zur Situation durchaus mal so stehen lassen. Aber: U.a. gerade auch wegen der Stimme wurden Disbelief schon in der Vergangenheit immer wieder mit Morgoth verglichen, weswegen die ganze Nummer ja schon irgendwie was on Ripper Owens in Kreisligadimensionen hat…

2.) ändert das außerdem nichts daran, dass Disbelief, wie ich hier schon 1-2 mal festgestellt habe, leider (
leider!) schon so lange so weit übern Zenit sind, dass ich dazu fast schon zynisch den „Wer?“-Kalauer auspacken möchte, was diesen Personalwechsel ein ganzes Stück unspektakulärer macht, als man ihn vielleicht aufgebauscht zu kriegen hofft.

3.) Wenn die verbliebenen beiden Sauerländer Kartoffeln wie sie im Buche stehen Originalmitglieder meinen, sie würden ohne ihr eigentliches Aushängeschild als „prolific“ genug wahrgenommen werden, dass diese Aktion Sinn macht, leiden sie aber echt mal unter ziemlicher Selbstüberschätzung. Das ist jetzt nur noch ein Trademark mit anderem Sänger, den man eigentlich von woanders kennt.

Es gibt jetzt also wirklich nach dem letzten von '96 (!) bald ein neues Album unter gewohnten Bandnamen, aber ziemlich spontan mit besagtem Neufrontmann? Dazu dann auch noch eine weitere Rutsche Festivaltour als Quasi-Coverband mit ein paar neuen Songs?
Sorry Leute, aber das ist, gerade auch auf diesem Level, jetzt alles wirklich schon ein bisschen grotesk. Man mag das auf Seiten von Band, Management und Plattenfirma aus der Not zur Tugend vermutlich anders sehen wollen, aber ich möchte die Notwendigkeit dieses Unterfangens hier doch jetzt mal stark anzweifeln
.

Freitag, 5. Dezember 2014

Ja huch: Ein neues JUCIFER-Album...

...ist wie aus heiterem Himmel gerade eben via Bandcamp rausgehauen worden!
Auch die entsprechenden (Preorder-)Links zur LP-, CD- und Tape-Version findet man eben dort:

jucifer-official.bandcamp.com/album/district-of-dystopia

Donnerstag, 4. Dezember 2014

Montag, 1. Dezember 2014

Black Friday Shape of Desert to come

Am vergangenen „Black Friday“ haben unter dem Motto „Black Desert Inn“ u.a. BLACK SHAPE OF NEXUS in der Zeche Radbod zu Hamm, blablabla…
Gut eine Stunde später als nach dem ursprünglich im Netz veröffentlichten Zeitplan eröffneten die Osnabrücker HAYSER den Abend. Jene fuhren eine stilistisch etwas wirre Mixtur aus Sludge-Gedröhne, Hardcore und extremmetallischen Anwandlungen samt Blast-Geballer auf, die um ins Wochenende getreten zu werden recht kurzweilig kam. Sieht man davon ab, dass die Ansagen von einem der beiden dickbäuchigen Gitarristen in Form und Inhalt irgendwie nicht ganz normal rüberkamen (Tourette?).

Im Anschluss MOJO JAZZ MOB zu sehen weckt Erinnerungen an meine verschwendete Jugend, denn die aus Ahlen hinter Hamm stammenden Stonerrocker sah ich so ’97-‘99 rum (!) zufällig bei 2-3 ihrer ersten Auftritte. Warum man für so ein bisschen standartmäßiges Bum-Tschack inzwischen zwei Synchron-Schlagzeuger braucht, will sich mir nicht so recht erschließen, abgesehen davon muss man allerdings sagen, dass MJM dieses „Heavy Rock mit Stoner-Sound“-Ding so gut machen, dass außerdem die Frage aufkommt, warum die nicht mal quasi vor der eigenen Haustür ein paar Leute mehr ziehen, denn ziemlich gut sind sie auf jeden Fall.



Ähnliches trifft auf die stilistisch ähnlich gelagerten ENOJADO zu, deren Anteil an hörbaren Metallica-Einflüssen allerdings noch einen ganzen Tick größer ist, was ich jetzt ganz wertungsfrei meine (kennt Ihr eigentlich Am I Blood?). Warum das Trio zwischenzeitlich einen Song unterbrach, wissen wohl nur sie.
 

Da die eigentlich auch eingeplanten Ludwigsburger Naevus auf sich warten ließen, gabs dann um ca. 22:20 schon die gigantischen BLACK SHAPE OF NEXUS. Mit ihrem monströsen Drone-Sludge-Doom plus einer Extraportion Noise sind die Mannheimer ja schon länger eine Hausnummer für sich, das songorientierter denn je tönende Album „Negative Black“ katapultierte sie 2012 allerdings mit in die Liga meiner Lieblingsbands. Bei BSON werden nicht nur die Saiteninstrumente durch einen ehrfurchteinflößenden Turm-Setup an Amps/ Boxen geschickt – selbst Frontbrocken Malte ist immer wieder mit Effektgeräten zugange, die seinem Gegröle und Gekeife den gewissen Extra-Kick verleihen.
Unnötig zu sagen, dass es mal wieder geil war. Ich würde die ja gerne mal in einer Location mit etwas besseren Soundbedingungen sehen (Zum Beispiel im Tilburger 013 im April. Hallo Walter! Guck mal hier, ein Zaun…).