Mittwoch, 30. April 2014

Straßenbrandersatzdrogenwochenende

Das Wochenende nach der Roadburn-Woche ging nahezu komplett für Regenration drauf. Aber um die Entzugserscheinungen zu bekämpfen gabs am darauf folgenden schon wieder passende Konzerte…

Freitag, 25.04.
Esoteric, Procession, Indesinence
Oberhausen, Helvete

Lange nicht mehr im Helvete gewesen. Eigentlich auch nicht schlimm. Aber wenn ESOTERIC doomen kann man ja mal rüber…

Der Opener INDESINENCE ist mit seinem Death-Doom irgendwie okay, aber auch nicht übermäßig der Rede wert.

Letztes Jahr beim PartySan waren PROCESSION eine irgendwie durchwachsene Angelegenheit, beim diesjährigen Roadburn waren sie mir zu unwichtig, an diesem Abend in Oberhausen fand ich die Band aber insgesamt ganz schön cool.
Normalerweise habe ich es ja trotz musikalischer Früherziehung durch Maiden und co. irgendwie meistens eher nicht so mit zu traditionellmetallisch eingefärbten Bands, aber PROCESSION machen das, was sie da machen, an diesem Abend tatsächlich ziemlich gut.  

Was ich an ESOTERIC cool finde ist, dass die britischen Funeral Doom-Giganten live noch mal eine etwas andere Sache als von Konserve sind. Irgendwie noch atmosphärischer, drone-iger und durch den Berg an Effektgeräten und die nahezue Bigband-Besetzung (vier Saiteninstrumentalisten plus Keyboarder) auch irgendwie einen Ticken experimenteller anmutend, als man ihren Alben wirklich anhört. Ja, irgendwie mag ich das vor allem live, wenn man so richtig vom Sound eingenommen wird.

(Eigentlich hatte ich auch ein paar, teilweise sogar sehr gelungene Fotos geschossen, allerdings scheint meine Digitalkameras neuerdings die Eigenschaft zu haben, Bilder auf der Speicherkarte einfach zu löschen oder überschreiben…)

Samstag, 26.04.
Elder, Hull, Free Nelson Mandoomjazz
Köln, MTC

Ach komm, ich bring ihn zum zwölften mal: Wir lassen den Doom in Kölle.
Wenn unsere Kumpels von HULL spielen nützt es alles nix, wir müssen ins bekackte MTC. 

Anstatt sich in der Kölner Innenstadt drei Stunden lang einen Parkplatz zu suchen, machen wir den Trip ausnahmsweise mal mit Öffis, was diesen Abend sowohl hin- und zurück überraschend reibungslos hinhaut. Aber man sollte schon ein bisschen Zeit haben…
Vor Ort schockieren der für so eine Show verhältnismäßig exorbitante AK-Preis von 20 €, sowie einige weitere organisatorische Randbedingungen, über die ich mir nach einem summa summarum doch sehr coolem Abend an dieser Stelle aber mal nicht zu sehr das Maul zerreißen will, weil meine Energie begrenzt ist.

Es eröffnen FREE NELSON MANDOOMJAZZ aus Schottland mit Schlagzeug, verzerrtem Bass, Saxophon und einem sehr coolen Cover von Black Sabbath‘ selbstbetiteltem Song.
Sehr, sehr cool! Wer auf Bands wie Zu, Fossils, Bohren/ Kilimanjaro Darkjazz Ensemble, und die eine oder andere John Zorn-Kiste steht, sollte hier mal 1-2 Ohren riskieren! 


Danach kommen HULL und machen alles richtig. Die Setlist unterscheidet sich vom Roadburn-Auftritt: Anstatt einem Song vom ersten Album gibt es lieber noch „Fire Vein“ bevor der Sack epischst mit „False Priest“ und dem Jahrhunderwerk „Viking Funeral“ zugemacht wird.
Einfach nur völlig geil!
Und auch hier noch mal der Hinweis: Die Band hat aktuell einen neuen Song per 7‘‘ und Bandcamp raus. Schlagt zu, das sind echt gute Jungs mit wirklich guter Musik: hull.bandcamp.com/album/swamp-goat-single

 
 
 
ELDER schließen den Abend mit ihrem Stoner Metal ab. Witzig, dass einer von den Amis in Essen residierender Englischlehrer ist. Von Konserve hatte mich die Band, die ich wohl auch schon mal auf einem vergangenen Roadburn gesehen hatte, bisher nie groß interessiert, aber live ist das Musik, bei der das Bier schmeckt, if you know what I mean.

Trotz diverser Widrigkeiten, ein bisschen zu viel ausgegebenem Geld, und einem etwas zu übernervösen Konzertveranstalter, war das ein rundum kurzweiliger und feuchtfröhlicher Abend, der einem noch mal kurz ins Roadburn-Mindset zurückfallen ließ…

Sonntag, 27.04.
Prisma Circus
Dortmund, Black Plastic

Und es geht mal wieder zum Black Plastic rüber. Das spanische Stoner/ Psychedelic Trio PRISMA CIRCUS rockt im Plattenladen. Besser als Tatort gucken sach ich da, und gucke es mir das tatsächlich mal an.
Fassen wir uns mal kurz: So 4-5 vor allem knackigere Songs lang macht das tatsächlich ziemlich Laune, auf Dauer stellt sich über 1-2 Jam-Passagen allerdings so ein „zu Hause hören muss ich das jetzt nun auch nicht unbedingt“-Gefühl ein.
Trotzdem muss man mal ein ganz großes Lob an Lukas und Valentin vom Black Plastic aussprechen, dass sie aus purem Enthusiasmus immer wieder solche Gratiskonzerte auf die Beine stellen. 

Montag, 28. April 2014

Straßenbrandwoche (5)

- Straßenbrandwoche (1)  
- Straßenbrandwoche (2)  
- Straßenbrandwoche (3)  
- Straßenbrandwoche (4)

Sonntag 13.04.
„Afterburner“. Und dieses Jahr ein ganz schön guter, also muss man über die körperlichen Ausfallerscheinungen hinwegsehen und sich das Ganze geben...

Den Großteil der Show von SELIM LEMOUCHI'S ENEMIES sehe ich nicht, weil ich im Irish Pub saß. (Hint: Insider/ Running Gag)


Bei BÖLZER ist der Andrang im und zum Green Room danach so groß, dass ich keine Lust habe, mich dort rein zu quetschen. Von außen bekomme ich ein wenig mit, und es gefällt wie gewohnt.

YOB spielen ihren zweiten Gig mit zwei neuen Songs, von denen einer mächtig bollert, und bekannten Knallern wie „Adrift In The Ocean“ und „Quantum Mystic“. Was soll ich dem noch groß hinzufügen...

TRIPTYKON fangen etwas mäßig an, wissen dann jedoch vor allem mit „Goetia“ und dem Abschluss im endlosen, episch-hypnotischem Sog von „The Prolonging“ zu begeistern bis umzuhauen. Es muss ferner mit am besonderen Vibe des Roadburns liegen, dass Riffgott Tom Gabriel Fischer sich bester Laune und gar selbstironisch präsentiert.
Zweitbester TRIPTYKON-Gig, den ich bisher gesehen hab. Der beste? Richtig, ihrer beim Roadburn 2010.

MORNE sind eine Band, die ich bisher etwas stiefmütterlich behandelt habe. Warum eigentlich? Was die Amis als Finale auf der Hauptbühne hinlegen ist ja doch sogar ziemlich mein Ding.
Schon wieder eine Band mehr auf der niemals kürzer werdenden Liste…

Abschließend lässt sich übers Roadburn 2014 sagen, dass in dem Jahr, in dem der Hype etwas vorbei zu sein schien (das Festival verkaufte nicht mehr innerhalb einer halben Stunde aus, sondern erst nach vier Monaten), sich vom Veranstalter bis zum hedonistischen Festivaltouristen alle einig waren, dass dieses mal ein irgendwie ganz besonderes mal war. 
Das verlängerte Wochenende ging zwar sehr schnell rum, aber die kollektive Begeisterung und Zufriedenheit schwang offensichtlich nicht nur bei mir noch lange nach….

Montag, 14.04.
Zurück aus Tilburg. Erholen? Wo denkt Ihr hin, CROWBAR spielen doch im Essener Turock? Und Kirk Windstein hat auch noch Geburtstag! Also gibt es schon wieder was zu feiern, und so wird es auch kein kalter Entzug vom Fest der Feste…
Die Jungs vom Turock ließen Kirk im Übrigen sogar einen persönlichen Kuchen backen.
Um es kurz zu machen: Auch die Clubshow in Essen war noch mal geil, ich bekam wieder meine Lieblingssongs wie „The Lasting Dose“ und „Let Me Mourn“, und das etwas abgekämpfte aber doch sehr versöhnliche Gleiten aus dem Roadburn-Wochenende heraus war auf diese Art und Weise sehr angenehm.
 
(PS: Eigentlich hatte ich hier auch ein paar Fotos geschossen, allerdings scheint meine Digitalkameras neuerdings die Eigenschaft zu haben, Bilder auf der Speicherkarte einfach zu löschen oder überschreiben… Seltsam und ärgerlich, aber machste nix.)

Samstag, 26. April 2014

Straßenbrandwoche (4)

- Straßenbrandwoche (1)  
- Straßenbrandwoche (2)
- Straßenbrandwoche (3)


Samstag, 12.04.
Der nächste witzige Zufall: Den Weg zum Shuttlebus nach Tilburg rein wandert u.a. zufällig Alexander von Meilenwald (The Ruins Of Beverast) mit. Der Gute weiß sich an den einfachen Dingen des Lebens wie gesichteten Eichhörnchen zu erfreuen. Sympathisch.

Vor Ort werden wir, vorm Hintergrund der vergangenen Partynacht, von uns bekannten Briten begeistert als „fuckin‘ invincible teutonic drinkers“ und „Disco Animals“ begrüßt. Dann solltet Ihr mich wohl besser nicht an Wochenenden erleben, an denen ich nicht bereits durch 2-3 Tage Festival schon etwas erschöpft bin…

Musikalisch ist heute das pausenloseste Vollprogramm angesagt, also fröne ich von nun an der Askese, anstatt Körper und Gedächtnis mit noch mehr Alkoholzufuhr weiter zu ruinieren.

Los geht’s auf der Main Stage auch sofort schon mit NOOTHGRUSH und die finde ich generell ziemlich geil! Dino Sommese (Dystopia, Ghoul, Asunder) keift ganzkörperbangend ins Mikro, Schlagzeugerin Chiyo Nukaga kloppt mit Schmackes drauf, und überhaupt kommt der monströs groovende Crust-Doom der nach langer Pause erst seit relativ kurzer Zeit wieder aktiven Truppe ziemlich mächtig. Genau der Stoff, den ich hören will!

 

In der Umbause wird mal kurz gecheckt, was CIRCLE im Het Patronaat so treiben. Die Finnen kommen auf die Bühne, ziehen sich geschlossen komplett aus, dann wiederum alle Mann Strampelanzüge an, um danach erst mit der musikalischen Darbietung zu beginnen. Äh, ja. Die von Krautrock-Vibes durchsetzte Musik ist nicht schlecht, aber zwischen den doom-metallischen Wänden anderer Combos des Tages dann doch eher etwas schwach auf der Brust…

Typisch fürs Roadburn, 1.) WINDHAND sind eine noch relativ neue Band, kriegen den Hauptsaal aber schon berstend voll. Der dreckig-dicke Sound der Band in Kombination mit einem Electric Wizard-nahem Stoner-/ Doom-/ Sludge- Rock/ Metal-Stil trifft wohl ziemlich den Konsensnerv der meisten Besucher. Dabei sind WINDHAND, nicht zuletzt auch wegen der etwas verhaltenen Performance der Frontfrau (bei der ferner auch schon mal ein Ton danebengeht), deutlich spürbar eher eine Band für kleine Clubs als für riesige Festivalbühnen.

Weiter geht’s auf jener mit YOB, die das „The Great Cessation“-Album am Stück spielen. Atmosphärisch dicht wie bretthärtestens lässt einen der Opener „Burning The Altar“ in eine andere Welt eintauchen, in der das folgende „The Lie They Called Sin“ trotz aller Wucht und Lautstärke mit seiner melancholischen Note noch einen draufsetzt. Hammer! Aber man hatte ja auch nichts anderes erwartet.

Wie an anderer Stelle schon erwähnt, empfand ich die im Zuge der Roadburn-Vorrecherche entdeckten TRIBUALTION als ziemlich guten Fund. Was die jungen Typen im Het Patronaat auf die Bühne legten war dann aber mehr so semi. Mit enormen Old School-Poserfaktor inkl. Gesichtsbemalung artete das Ganze in einer etwas untighten Rumpelklopp-Performance aus, die nicht so recht zum Vibe des Roadburns passen wollte, und bei einem Festival wie dem Hell’s Pleasure oder PartySan besser aufgehoben gewesen wäre.   

Zwischendurch gewinne ich an der Stage01 noch kurz einen Eindruck von der Taint-Nachfolgeband H A R K, die einen Hauch von Melvins haben, mich aber irgendwie auch nicht so 100%ig komplett überzeugen können…

OLD MAN GLOOM habe ich aus keinem wirklich bestimmten Grunde eigentlich noch nie groß von Konserve gehört, aber das an diesem Tag auf der Hauptbühne gesehene und gehörte gefiel, nicht zuletzt auch, man kann es nicht oft genug betonen, wegen dem gleichermaßen unglaublich druckvollen wie auch glasklarem Sound im 013.  

Auch zu INDIAN quetsche ich mich zwei Songs lang ins Het Patronaat, aber mein Urteil steht nun endgültig: Mir ist der brutale Keif-Doom der Band um Will Lindsay schlicht und ergreifend ohne interessante Alleinstellungsmerkmale eine ganze Spur zu stumpf und generisch, um davon wirklich begeistert zu sein.

Typisch fürs Roadburn, 2.) War es bei den relativen Newcomern Windhand wie oben erwähnt proppevoll, gestaltet sich der Andrang bei den eigentlich headlinenden LOOP einen Ticken entspannter. Die krachig schrammelnd wie spaceig-atmosphärisch rockenden Briten hat wohl nicht jeder von den anwesenden Stoner-Hipstern auf dem Radar. Dabei ist gerade deren „Heaven’s End“ ein ganz schön cooles Album, dessen Songs dann auch aus der einen oder anderen Ecke des Saals enthusiastischen Jubel bekommen. Ich fand’s gut! Hoffentlich sieht man die auch noch mal wieder… 
 
Halb parallel dazu setzen im Green Room INTER ARMA an. Jene sind nicht nur auf Platte schon etwas sehr heterogen, sondern auch generell eine irgendwie seltsame Band. Der etwas zu frontmännische Frontmann ist bereits beim eröffnenden Instrumental schwerstens motiviert am überperformen. Man hat einen Theremin-Spieler dabei, der das Teil aber die ganze Zeit nur am Bühnenrand repariert, anstatt wirklich damit zu spielen. Ebenfalls in sportlichem Maße übermotiviert zeigt sich der Showoff von Schlagzeuger. Der es im Übrigen Circle gleichtat, direkt am Kit vorm Gig blankziehend die Shorts zu wechseln, um danach eine Darbietung hinzuzaubern, die es in sich hatte. Besonders bei der Doublebass-lastigen Nummer „‘sblood“. Nicht schlecht, nicht schlecht. Seltsame Band, aber nicht schlecht.

Während auf der Hauptbühne Harsh Toke (ganz cooler Altherren-Psychedelic Rock) und im Green Room Horse Lattitudes (nicht schlechter, aber auch nicht großartiger, eigenwilliger Düster-Doom) diesen Festivaltag beenden, verweile ich zum Finale länger bei A STORM OF LIGHT im Het Patronaat. Irgendwie werden die nämlich bei jeder Begegnung besser. Als ich die Band um Josh Graham (auch Battle of Mice, Ex-Red Sparrowes, sowie ehemaliger Mann fürs visuelle bei Neurosis) vor einigen Jahren erstmals in der Kölner Essigfabrik als Support von Neurosis sah, kam mir das Ganze wie ein lahmer Abklatsch des Headliners vor. Inzwischen tönen A STORM OF LIGHT jedoch um einiges lärmiger und schmissiger als in der Vergangenheit und wissen damit ziemlich zu gefallen. Irgendwann muss ich da wohl doch noch mal eine aktuellere Tonkonserve checken…

Als einer der wenigen mit klarem Verstand an diesem Abend wäre es im Übrigen ziemlich gemein, über die komplett zerfaserten Geisteszustände einiger meiner Mitgereisten zu lästern, weswegen ich das an dieser Stelle jetzt auch mal lasse.

… to be continued …

(Bilder: Ja, schon wieder von Jim’s Instagram geklaut. Auch wenn er kein Wort von dem was ich schreibe versteht, hat er kein Problem damit)

Donnerstag, 24. April 2014

Straßenbrandwoche (3)

- Straßenbrandwoche (1)  
- Straßenbrandwoche (2)

Freitag, 11.04. 
 
Heute ist der „heute gebe ich es mir aber auch mal so richtig, weil ich es kann“-Tag, weswegen erst mal neue Sixpacks pfandfreien Dosenbiers im Albert Heijn eingekauft werden.
Zuvor aber erst mal Frühstück und Gettogether in Downtown Tilburg.

OPETH‘ Mikael Åkerfeldt ist an diesem Tag Kurator des Ganzen, weswegen es eine Menge Prog zu bestaunen gibt, ob man möchte oder nicht.

Los geht es am Nachmittag auf der Hauptbühne dann auch gleich mal mit MAGMA, der französischen Eigenwilligkeit um einen völlig wahnsinnigen Schlagzeuger. Und das war ganz schön packend! Die sehr eigene Dynamik von MAGMA, u.a. durch ungewöhnliche Rhythmik in Kombination mit orchestralen Gesangs-Arrangements, ist schon von schon regelrecht hypnotischer Natur. Würde ich mir bei passender Gelegenheit tatsächlich gerne wieder ansehen!

Krasser Kontrast: Danach spielen THE BODY im Het Patronaat. Jenes noisige Duo gehört für mich zu den besten Bands extremerer Gangart, die in den letzten Jahren so in der Szene aufblitzten. Leider erwische ich in der Kapelle keinen Platz mit wirklich guten Sichtverhältnissen. Trotzdem geil, das lärmige Gegroove und Geschrei mit Sample-Garnierung aus der Konserve endlich mal livehaftig erlebt zu haben. 


Weiter geht’s an gleicher Stelle mit dem zweiten CORRECTIONS HOUSE-Set, der dieses mal von mehr ruhigeren Momenten und Solo-Slots der einzelnen Mitwirkenden geprägt ist. Zwischendurch macht gar Mike Scheidt (Yob) bei einer Scotty Kelly-Solonummer an der Wandergitarre mit.
 

Es folgt auf der Hauptbühne: GOBLIN (bzw. „Claudio Simonetti’s Goblin“). Wozu ich als Nichtexperte, der gerade mal einen Song von „Suspiria“-Soundtrack erkannt hat, leidglich sagen kann, dass ich es ganz gut fand.

Danach wird es erst mal Zeit für Nahrungsaufnahme, Socializing und noch mehr Bier.

Im Cul de Sac steigt an diesem Abend im Übrigen auch noch die Feier des 15jährigen Label-Bestehens von Exile on Mainstream Records. Aus irgendeinem Grund verpasse ich TREEDEON, bei denen mit Yvonne Ducksworth (Jingo de Lunch) und Arne Heesch (Ulme) zwei alte Bekannte mitmachen.
Bei BULBUL bin ich allerdings am Start. Die Österreicher eröffnen gleich mit „Kanzla“, meiner Lieblingsnummer vom aktuellen Album, also schwinge ich ungeniert das Tanzbein. Weil sonst keiner mitmacht gerne auch für drei...

Dann rüber ins Patronaat, um dort erstaunt festzustellen, dass TERRA TENEBROSA live ein ganzes Stück zugänglicher rüberkommen, als auf ihren etwas surreal inszenierten Tonkonserven.

Danach wiederum schaffe ich es tatsächlich pünktlich und exakt zum meinem OPETH-Lieblingssong „Deliverance“ in der Haupthalle zu sein. Das Timing ist heute irgendwie ausnahmsweise mal auf meiner Seite! Also kann ich diesen Roadburn-Tag glücklich und zufrieden damit beenden zum abschließenden Tädägge-däm Tä-tägge-däm Tä-täggä-däm-tägge-däm-tägge-däm der fast viertelstündigen Nummer Luftschlagzeug zu spielen.



Was genau es mit dieser seltsamen, wohl nicht ganz legalen Party in einer Industriebrache auf sich hat, auf die es mich und ein paar weitere Besucher, wie auch Organisationsbeteiligte des Roadburns in dieser Nacht noch verschlägt, das habe ich bis heute noch nicht so ganz verstanden, und verschwimmt zugegeben auch ein wenig im Rausch...

… to be continued ...


PS: Ach ja. Eine der witzigsten Randnotizen des Tages ist, dass ich zwischendurch im Het Patronaat mit Deutschen neben mir ins Gespräch komme, und sich dabei herausstellte, dass einer von ihnen Mitglied von MÖRSER ist. Eine Band, die ich tatsächlich sehr schätze. In diesem Sinne, nicht zum ersten, nicht zum letzten mal: Fuck you, I'm with Mörser!!!
 

(Fotos: Wieder von Jim geklaut. Aber er sagt, et is' okay.)

Mittwoch, 23. April 2014

Straßenbrandwoche (2)

Straßenbrandwoche (1) 
 
Donnerstag, 10.04.
Roadburn-Zeit, oh Du meine allerliebste Zeit im Jahr! Ney, wat habbich Dich vermisst!
Ja, ich weiß, letztes Jahr noch sprach ich mehrfach aus, dieses wohl mal ‘ne Runde auszusetzen, aber eine Fügung Schicksals wollte nicht, dass ich nicht zum Roadburn fahre, und dafür bin ich nun rückblickend auch doch ziemlich dankbar.

Zur Eröffnung locken im Het Patronaat, der Kirche schräg gegenüber der Haupt-Location, erst mal LOCRIAN. Blackened Kraut-Noiserock mit Drone-Klangaufbauten. Nicht schlecht. Aber irgendwann muss ich langsam mal zum klitzekleinen Stage01-Raum im 013 rüber, da dort die großartigen HULL verheizt werden. 
Auf dem Weg geht es an der Main Stage vorbei. Dort geben SOURVEIN gerade eine spielerisch nicht so katastrophale Performance zum besten, wie an gleicher Stelle beim 2011er Afterburner. Aber ich kann dort nicht lange verweilen, weil…

… HULL! Das New Yorker Quartett (der dritte Gitarrist ist nicht mehr dabei) setzt nach einem furiosen Start, und einer guten aber nicht übermäßig spektakulären Mitte (darunter ein neuer Song, der mir bei Veröffentlichung im Februar wohl irgendwie durchgegangen ist, und dessen 7“ oder Download man hinter diesem Link bekommt) erst gegen Ende auf die Gigaknaller „False Priest“ und „Viking Funeral“. Da gab es dann kein Halten mehr, denn es war ganz schön geil! Können die nicht jeden Tag spielen?

Bei BEASTMILK ist der Hauptsaal danach proppevoll. Und auch wenn ich mich bisher mit einem Werturteil zum, naja, „Hype“ um den Gothrock der Finnen zurückgehalten habe, sage ich es an dieser Stelle mal ganz offen: Gerade im Roadburn-Kontext war das eine eher langweilige und überflüssige Angelegenheit.

Es folgen NAPALM DEATH! Die britischen Grindcore-Evergreens spielen einen Special Set ihrer vorwiegend langsameren, mal atmosphärischen, mal sperrigeren, teils Swans-beeinflussten Groover wie „Morale“. Belgeitet von gut passenden Hintergrundanimationen.
Für ein betont langsames Programm fühlt sich der Auftritt etwas kurz an, aber geil war’s.


 

In der Umbaupause checke im Het Patronaat mal kurz die Relapse-Neulinge NOTHING, die wie Double-L schon mal recht treffend bemerkte 90ies-Vibes im besten Sinne versprühen. Nicht schlecht, vielleicht packe ich mir deren Album ja doch mal in die nie versiegende Reinhör-Pipeline. 

In der Merch-Area, dieses Jahr draußen in der Gasse vorm 013, stelle ich im Übrigen erfreut fest, dass NAPALM DEATH nach jahrelanger Flaute inzwischen doch wieder Shirts mit lediglich Bandlogo auf Brusthöhe im Programm haben, anstatt ausschließlich über den kompletten Wanst mit Totenkopfscheiße zugeballerte. Ob das Gespräch, das ich im Dezember noch mit Frontmann Barney zu dem Thema hatte, seinen Teil zur Rückkehr des Logoshirts beigetragen hat? Wieder mal 15 Euro ärmer und um einen schwarzen Lappen reicher schreibe ich mir das jetzt einfach mal auf die Fahne. Weitere 15 gehen für ein HULL-Shirt drauf, auf dem zwar zu viel Totenkopfscheiße ist (hat was von Metallica-Motiven zu „…justice“-Zeiten), aber ich brauche halt auf jeden Fall auch noch ein HULL-Shirt. Und so gut, wie einige der Hull-Jungs an diesem Wochenende so an der Bierdose und holländischen Kräutern unterwegs sind, können die wiederum für ihre Europatour offensichtlich auch das Geld gebrauchen. Dann ist aber auch mal gut mit dem Einkaufen sinnloser Dinge, für die ich eigentlich schon viel zu alt bin.

CORRECTIONS HOUSE spielen im Anschluss auf der Hauptbühne ihren ersten von zwei Gigs. Der langsam aber sicher als unser Maskottchen des Wochenendes durchgehende Mike IX Williams liefert hier mit Neurosis‘ Scott Kelly an Gitarre und teilweisem Gesang, Saxophonist und Additional-Brüller Bruce Lamont (Yakuza), sowie Produzent/ Musikerhure/ Hansdampfinallengassen Sanford Parker an Keys und Drumcomputer-Ein/Aus-Schalter eine insgesamt etwas konfuse Performance zwischen Industrial Metal, Drone-Akzenten und apokalyptischer Predigt. Ähnlich durchwachsen wie die Tonkonserve. Nicht schlecht, aber auch nicht so 100%ig bestechend.



Eigentlich hätte ich CONAN im Het Patronaat danach gerne ein bisschen länger geguckt, als ich getan habe, aber irgendwie brauchte ich eine kurze Verschnaufpause, bevor es auf der Hauptbühne dann auch schon mit CROWBAR weiterging. Yes! Brachiale Brecher und melancholische Hymnen, meine Lieblingssongs „The Lasting Dose“ und „Let Me Mourn“ inklusive. Und wer hätte gedacht, dass die verhältnismäßig konventionellen CROWBAR auch im Paralleluniversum Roadburn, in dem man an Schallwellenexplosionen so einiges gewohnt ist, eine der urgewaltigsten Angelegenheiten des ganzen Wochenendes sind? Geil.
Danach quetschte ich mich noch mal kurz in den Stage01-Wandschrank, um 2-3 Songs lang zu MANTAR abzurocken, die passenderweise auch genau die richtigen 2-3 Songs zu Anfang spielten, um danach noch ins Het Patronaat zu wechseln, wo die kalifornische Doom/ Sludge-Kultangelegenheit GRAVES AT SEA äußerst mitreißend zugange ist, Sabbath-Coversong inklusive.

Guter erster Tag!

Größere Aftershow-Partyorgien bleiben diesen Abend (zumindest bei den meisten meiner Reisegruppe) aus. Wir sind halt nicht mehr die jüngsten und schneller erschöpft als früher. 
     
… to be continued …

(Fotos: geklaut! Von Jessi, Jim und Norbert.)

Samstag, 19. April 2014

Straßenbrandwoche 2014 (1)

Dienstag, 08.04.
Am Abend geht’s mal wieder rüber zum Plattenladen Black Plastic, denn EYEHATEGOD-Schreihals Mike IX Williams ist gerade eh zufällig in Dortmund, da er für Interviewtermine u.ä. bei der Plattenfirma abhängt, die das neue EHG-Album rausbringt, bevor er zwei Tage später beim Roadburn im nur zwei Stunden entfernten Tilburg, NL mit CORRECTIONS HOUSE auftritt.
Im Plattenladen hält er eine Lesung plus Signierstunde für sein Buch ab, und anschließend gibt es ein Pre-Listening des neuen Albums. Ein noch besser als Roadburn-Vorprogramm passendes Vorglühen vor der eigenen Haustür könnte es kaum geben...
Ich komme zu spät in den Laden gestolpert, während seine Lesung schon im vollen Gange ist, bekomme vom Protagonisten eine Extrabegrüßung, und bin damit natürlich erst mal der Lacher der Minute. 
Zu schräger Hintergrundbeschallung liest Mike schräges Zeug vor. Besonders hängen bleibt das lange Prosagedicht „That’s what the Obituary said“. Witziger Typ, der Mike.
Danach meint einer der Plattenfirmenmenschen, dass man den Anwesenden ja jetzt mal das neue Eyehategod-Album, das im Mai erscheint, vorspielen könnte, worauf es aus Herrn Williams herausplatzt „That’s what they’re actually here for anyway, haha.“
Während „Eyehategod“ durchs Black Plastic dröhnt, hält man ein wenig Smalltalk. Ein namentlich nicht genannter Visionsredakteur erzählt mir hektisch, den guten Mike gleich total unvorbereitet zu interviewen. Jaja, habe ich selbst gestern schon getan, schnarch.

Mittwoch 09.04.
Auf nach Tilburg!
Bei traditionellem Roadburn-Verglühen, dem „Hardrock Hideout“ im Cul de Sac gibt’s die ersten Bands auf die Ohren und Biere auf die Milz.
Es spielen: DEATH ALLEY und EVIL INVADERS. Erstere stecken tief im Rock'n'Roll vergangener Dekaden, zweitere haben gar einen Schuss Thrash im Old School Metal-Stilmix.
Wie gewohnt ist mir das Line up damit eeeiigentlich ein bisschen zu retro, aber bei solcher Musik schmeckt das Kaltgetränk generell ganz gut (eigentlich sogar schon zu gut, gerade auch gemessen an den holländischen Preisen, die man gerade aussem Pott so nun wirklich nicht gewohnt ist).
Im Übrigen auch dem ebenfalls bereits anwesenden Mike IX Williams, der uns im späteren Verlauf des Abends offenbart, gerade eben aus dem nahegelegenen Strip Club rausgeschmissen worden zu sein.
Ein Mitglied unserer Reisegruppe, nennen wir ihn Double-L, schießt auch gleich am ersten Abend einen der gröbsten Böcke des Festivals, zu dem mir nicht mehr viel einfällt… meine Fresse, ich kenn‘ echt nur denkbefreite…
Aber netter, feuchtfröhlicher Start ins verlängerte Wochenende!

... to be continued ...

Freitag, 18. April 2014

Aktuelle Alben (kurz notiert)

EYEHATEGOD –s/t
Kann man kurz und bündig abhaken: „Eyehategod“ ist ein neuzeitliches EYEHATEGOD-Album, wie man es erwartet. In seiner gesamten Inszenierung (Sound, Vocals) nicht so harsch wie die Frühwerke der Band ausgefallen, aber natürlich die erwartete Mischung aus Doom Metal und Hardcore-Punk. Mir macht’s Spaß!
VÖ: 23. Mai 2014


TRIPTYKON - Melana Chasmata
Ich sach et getz ma‘ ganz offen: 1.) An das umwerfende Debüt reicht das Zweitwerk wirklich kein Stück ran. 2.) Das eigentlich schlimme daran: Selbst nach x Durchläufen finde ich immer noch kein zumindest vorläufiges Werturteil zu „Melana Chasmata“. Ich habe keine Meinung zu dem Album! Es läuft durch, weder stört mich daran irgendwas groß, noch begeistert es mich übermäßig, dann ist es zu Ende, und ich weiß nicht, wie ich es eigentlich genau finde. Hilfe!

Tribulation

Wenn man zum Roadburn Festival fährt, entdeckt man im Vorfeld gerne mal eine Menge Namen in der Running Order, über die man noch nicht wirklich viel wusste, und dann hört man mal rein.
Ein wirklich guter Fund, den ich jüngst über diesen Weg gemacht habe, sind TRIBULATION.
Die jungen Schweden sind bestimmt nicht die einzige Band mit diesem Namen, in ihrem konkreten Fall hat man es allerdings auf dem letztes Jahr veröffentlichtem “Formulas of Death” mit einer wirklich coolen Mischung aus punkig-thrashigem Ur-Death/ Black Metal-Sound samt entsprechend rohem Spirit und – man höre und staune - psychedelischen Anflügen zu tun.
Scheint also ganz so, als wären Morbus Chron nicht die einzigen, die uns dieser Tage derartiges vorsetzen, und damit überraschen, dass sowas tatsächlich funktionieen kann.
Ich finds ziemnlich gut!
Bandcamp: metalhit.bandcamp.com/album/formulas-of-death

PS: Schade, dass der Auftritt der Band beim Festival dann leider doch eine vorwiegend rumplige Angelegenheit mit enormen Old School-Poserfaktor war, der die Atmosphäre der Tonkonserve nicht wirklich transportieren konnte. Hätte besser aufs Hell’s Pleasure oder PartySan gepasst, als aufs Roadburn...

Donnerstag, 17. April 2014

Ach ja: Svffer (2)

Hätte ich vor lauter Stress und Roadburn ja fast vergessen: Nachdem schon die selbstbetitelte Debüt-7‘‘ ziemlich überzeugte, haben SVFFER mit „Lies We Live“ nun auch ihren ersten Longplayer draußen, und werden dafür ziemlich abgefeiert.
Stichworte: Femaled Fronted Blastbeatcore mit ehemaligem Alpinist-Mitglied in den Reihen.
Kann man so nehmen!
Bandcamp: svffer.bandcamp.com

Mittwoch, 16. April 2014

Die Straßen brannte wieder (…)

Wie konnte ich eigentlich letztes Jahr allen Ernstes behaupten, dieses mal nicht zum Roadburn fahren zu wollen? Was hat denn da eigentlich nicht mit mir gestimmt?“ ist die laut ausgesprochene Quintessenz einer fast ganzen Woche, von Anfang/ Mitte letzter, bis Anfang dieser. Eine Woche, in der ich mit viel Hektik, Stress, und diversen weiteren Widrigkeiten und ambivalenten Verstimmungen im Nacken, um die Ohren, im Kopf und im Bauch ins Tilburg’sche Paralleluniversum entglitten bin, um dort – obwohl letztes Jahr bei mir ein bisschen die Luft raus war – ein gleichermaßen anstrengendes (physiologisch, und bei Freunden wie meinen teilweise auch nervlich) wie wohltuendes (seelisch) verlängertes Wochenende zu erleben, wie es in diesem Jahr mutmaßlich nicht noch mal besser werden kann. 
Aus besagtem Kosmos in all seiner wundersamen Eigendynamik wieder herausgeglitten, hält die Endorphin-Ausschüttung, die vier Tage, plus Vorglühen und Bonus-Nachbrenner zum runterkommen gar sechs bis sieben Tage Familientreffen voller Musikspezialitäten mit mächtigen Gitarrenriffs, großen Helden, sowie vielen Freunden und Gleichgesinnten, zugegeben auch begleitet von dem einen oder anderem Bier zum Sorgen runterspülen bewirkt haben, immer noch an.
Obwohl die Landung im gleich sofort wieder fordernden, arbeitsamen und tendenziell ruhelosem Alltag eine gar nicht mal so sanfte war, habe ich den Ruck in meiner immer noch meditativ nachwirkenden Roadburn-Euphorie eigentlich gar nicht wirklich gespürt.

Natürlich wird es hier noch einiges darüber zu lesen geben. Das allerdings schrittweise und nur dann, wenn ich gerade wirklich die Zeit, Puste und Ruhe dafür habe. Und wenn die nächsten Tage so weitergehen sollten, wie die 2-3 Wochen davor verliefen, wird das noch ein bisschen dauern, denn das Leben außerhalb dieses Blogs ist derzeit alles außer langweilig. Aber keine Sorge, (fast) alles ist gut.

PS: Einen persönlicheren Post wie diesen habe ich glaube ich noch nie geschrieben. Selbst ich werd' wohl im Alter sentimental...
(Bild: geklaut!)


Freitag, 4. April 2014

Thou / The Body

Parallel zum ganz geilen THE BODY-Kooperationsalbum mit The Haxan Cloak und der neuen THOU, die wiederum etwas auf sich warten lies und dann irgendwie leider nicht so wirklich überzeugte, ist nun auch das lang angekündigte Kooperationsalbum dieser beiden Bands frisch raus.
Das Ganze ist ausschließlich (!) als Schallplatte erhältlich und wird keine offizielle Veröffentlichung in digitaler Form erfahren.
Bekommen tut man das Teil hier: http://www.vinylrites.bigcartel.com/product/thou-the-body-released-from-love-12
Und einen Song davon kann man sich
via Soundcloud anhören:

Mittwoch, 2. April 2014

@"Dystopia" aus Greifswald

Könnt Ihr Euch bitte endlich mal umbenennen? Jedes mal, wenn ich Euren Namen auf einem Konzert-Billing lese, denke ich zwangsläufig die Dystopia gibt es wieder und damit dann kurz reflexartig sowas wie "OMG-ich-muss-dahin!!!!"...
Das muss aufhören!