Donnerstag, 31. Januar 2013

Nihill

Aus irgendeinem Grund hatte ich o.g. Band hier bisher noch nie erwähnt, obwohl der Name der Truppe auch schon eine Weile (bzw. seit ihrem 2009er Album „Krach“) durch die Netzwerke extremmusikalisch-interessierter Nerds geistert.
Ähnlich wie die immerhin auf meiner letztjährigen Reviewresterampe beachteten Dodecahedron, handelt es auch bei NIHILL um eine Band aus den Niederlanden, auf die vornehmlich französischer Avantgarde-/ Post-Black Metal gewissen Eindruck zu hinterlassen haben scheint.
Interessant, wie Impulse ihre Kreise ziehen.
Ihr aktuelles Album „Verdonkermaan“ erschien jedenfalls August letzten Jahres via Hydrahead und bekam nur mäßige Beachtung, wenn auch vereinzelt großes Lob. 
Grund genug, der Band mal einen Hinweis zu gönnen:
 

Samstag, 26. Januar 2013

Aktuelle Alben (Voivod, Cult of Luna, Tomahawk, ...)

ASH BORER – s/t (Rerelease) 
Wie schon vor einiger Zeit angedroht, haben sich Profound Lore einer Wiederveröffentlichung des selbstbetitelten ASH BORER-Langspieldebüts aus dem Jahre 2011 angenommen; zuvor nur auf Tape und Vinyl erhältlich, und jetzt somit auch „remastered“ auf CD (in ganz nett aufgemachter Verpackung) oder als Download.
Fand ich ihr letztjähriges Album „Cold of Ages“ zwar durchaus ansprechend, aber dennoch nicht derart spektakulär und überragend, wie es von einigen Szenepeople so gemacht wurde, so muss ich zur s/t sagen: Ja doch, da versteht man dann auch mal, woher der Wind eigentlich bläst.
Mit einem kaputt-schmutzigen und unwirklich-verwaschenem Sound blastbeaten und doomen sich ASH BORER eine halbe Stunde lang durch drei naturgewaltig-intensive Tracks, bei denen die Gitarren auch schon den einen oder anderen ganz geilen Melodiebogen schreddern.
Dass Leute mit Amebix-Patches und Bathory-Shirts diese Band um Welten ansprechender finden, als etwa den eher bei Indie-/ HC-Peers ganz gut ankommenden Kram von Deafheaven oder Liturgy, ist in diesem Fall wirklich mal völlig verständlich und gerechtfertigt.
Wenn „Neuzeit-Black Metal", dann so!

 
CULT OF LUNA – Vertikal 
Zu CULT OF LUNA's „The Beyond“ hatte ich kürzlich schon mal was gesagt. Darunter auch, dass ich diese Band nach „The Beyond“ und „Salvation“, ohne wirklich triftigen Grund, in der zweiten Hälfte der letzten Dekade ziemlich ignoriert habe.
Nachdem CoL aber nun selbst mal eine längere Pause eingelegt hatten, und mit „Vertikal“ gerade den ersten Longplayer seit 4-5 Jahren veröffentlichten, hatte ich dann doch mal wieder Bock drauf.
Warum dieser nun aber nicht so richtig 100%ig zünden will, liegt vielleicht ein bisschen mehr an mir selbst, als konkret an „Vertikal“. Denn eigentlich machen die Schweden ziemlich viel richtig.
CULT OF LUNA sind auf einem seltsamen Mittelweg unterwegs. Sie hauen weder härtegradtechnisch übermäßig auf die Kacke (obwohl die Grölvocals bei einigen, musikalisch eher nicht so brachialen Stellen etwas out of place wirken), noch ergehen sie sich zu sehr in postrockigem Athmogehabe (auch wenn mit ruhigen Instrumentalpassagen etc. nicht gegeizt wird), und ihre Musik ist trotz verhältnismäßigen Variationsreichtums, in epischen Arrangements mit entsprechenden Songlängen, irgendwie kompakt.
Neuerdings hat dabei außerdem ein dezenter Hauch von Industrial in ihrem Sound zugenommen (und meinetwegen auch ein „Dub(step)“-Einfluss, um auf die Internetdiskussion zu sage und schreibe 30 Sekunden im fast 19minütigen „Vicarious Redemption“ anzuspielen), was mir persönlich allerdings tendenziell eher in den Kram passt als aufstößt.
Was das alles unterm Strich macht, ist ein Album, das meinen Hörgewohnheiten eigentlich durchaus entgegenkommt, und bei den ein Original seinen eher uninspirierten Epigonen nach wie vor min. einen Schritt voraus ist, das paradoxerweise aber eben trotzdem keinem ganz großen Feuerwerk gleichkommt, welches ich andauernd in meinen Ohren abfackeln möchte. Das Ganze ist irgendwie eher gefällig und langweilig als spektakulär, interessant oder mutig.
Warum Andere hier schon von einem „Album des Jahres“-Kandidaten reden möchten, ist mir daher ziemlich schleierhaft. Wie gesagt, vermutlich liegt das eher an mir selbst, als an diesem zumindest passablen Album einer prinzipiell natürlich mehr vor- als trendreitenden Band. Aber der ganz große Burner ist halt einfach was anderes.



THE BLACK HEART REBELLIOM – Har Nevo 
Aus dem Dunstkreis von Amenra stammen TBHR, deren neues „Har Nevo“ mit einer Mixtur aus Psychedelic/ Shoegaze/ Postrock-Sounds, Tribal-Experimenten, einem Hauch von Americana, und eher folkig-melodisch angehauchten Songs überrascht, was dann gelegentlich (gelegentlich!) allerdings doch mal auch noch in etwas energischer-posthardcoreige Gefilde driftet.
Wer sich neben Lärm und Geprügel auch gerne mal Musik von Chelsea Wolfe, Nick Cave, True Widow, oder die aktuelle Young Widows ("In and Out of Youth and Lightness") reinfährt, und vielleicht auch noch die ruhigeren Momente von Wreck And Reference, sowie Neurosis nicht nur trotz sondern auch gerade wegen Material a la  „The Eye Of Every Storm“ schätzt, der sollte hier unbedingt mal reinhören.
Interessantes, nicht ganz alltägliches Album!  
Bandcamp: theblackheartrebellion.bandcamp.com/album/har-nevo 


 
TOMAHAWK – Oddfellows 
Darüber, dass ich sowohl Mike Patton, als auch andere musikalische Betätigungsfelder von Duane Denison (The Jesus Lizard, U.S.S.A.) prinzipiell mag, nicht zu vergessen auch das tighte Drumming von John Stainer (Ex-Helmet, Battles) durchaus zu goutieren weiß, darüber müssen wir uns nicht groß unterhalten. Auf die Frage, warum ich ihre gemeinsame Band TOMAHAWK (aktuell komplettiert durch Trevor Dunn am Bass) über all die Jahre eigentlich eher (wie man so schön sagt:) stiefmütterlich behandelte, habe ich allerdings selbst keine wirkliche Antwort.
Das 2003er Zweitwerk „Mit Gas“ hätte mit seinem teilweise recht lärmigen und betont modern inszeniertem Alternative Rock, gerade auch bei Erscheinen, eigentlich genau mein Ding sein müssen, aber irgendwie hatte ich das Teil trotzdem um eeiiinige Jahre verpennt, und erst sehr viel später dann gelegentlich mal gehört.
Und dass die eigenwillige Indianergesangsverwurstung „Anonymous“ (2007) ganz schön viel Spaß machen kann, auch das hatte ich nach anfänglicher Ablehnung erst so zwei Jahre nach Veröffentlichung für mich entdeckt.
Bei „Oddfellows“ will ich dann aber nun endlich mal von Anfang an dabei sein. Wie schon im Artikel zum Albumstream bei spin.com festgestellt wurde, ist das Album eher „stripped down“, und mehr als Club-kompatibles Rock-Spektakel gedacht, als anderes der Supergroup.
Da guter „Alternative Rock“ mit Eiern und Tanzbein (ungleich der unter „Indie“ laufenden Vollscheiße der letzten 10-15 Jahre) eine vom Aussterben bedrohte Gattung ist, soll mir das mehr als recht sein.
So ist das Teil mit seinen Gangarten vom relaxt-jazzig angehauchten Track bis zu Abrocknummern offenbar auch eine recht gelungene FNM-Ersatzdroge geworden, auch wenn man Denison mit dieser Deklaration natürlich Unrecht tut.
Dass
, den ersten Höreindrücken zufolge, der ganz große Wurf dabei jetzt auch nicht gerade rausgekommen zu sein scheint - irgendwie kann man es in diesem Fall verschmerzen, denn es läuft dennoch ganz gut rein.


VOIVOD – Target Earth 
Natürlich ist es seltsam, ein neues VOIVOD-Album ohne den verstorbenen Gitarristen „Piggy“ D'Amour zu hören, dessen Spiel und Sound so ausschlaggebend für die Einzigartigkeit der Band war. Und es ist ferner seltsam, so einen Gitarrenlehrer-Nerd und Die-Hard-Fan in seiner Lieblingsband diesen Platz füllen zu sehen.
Hier ist der Grund, warum es dennoch funktioniert:  Es ist nicht nur so, dass der neue Mann an der Klampfe (Dan Mongrain von der kanadischen Tech-Death-Truppe Martyr) Piggy’s Art zu spielen duplizieren kann, sondern in Mark und Bein aufgenommen regelrecht atmet, lebt und scheißt. Außerdem ist Original-Basser Blacky wieder mit dabei, was man hört.
Es dürfte mutmaßlich nämlich tatsächlich mit an Blacky's Beteiligung liegen, dass „Target Earth“ wieder ein bisschen näher an der, gewaltige Ecken und Kanten vorweisenden Spät80er-Phase der Band angesiedelt ist, welche ihre beste war. So rattert, rockt und klöppelt das Material auf dem aktuellen Album wieder etwas komplexer und verquerer daher, als bei den drei recht straight-rockigen Alben der Phase 2003-2009, in der Jason Newsted als Basser und Produzent dabei war, und während der Piggy diese Welt verlies.
Sicher kann man - wie eigentlich auch schon bei den erwähnten letzten drei VOIVOD-Alben - anzweifeln, ob man „Target Earth“ denn so wirklich gebraucht hätte. Dass ein Album wie „Dimension Hatröss“ oder „Nothingface“ (oder „Phobos“) das aufregendere und essenziellere ist, und die aktuelle da eher ein paar Deja Vu-Momente (auch Richtung Angel Rat/ Outer Limits) abwirft, als wirklich neues erzählt, das steht außer Frage.
Im Gegensatz zu vielen anderen (vergleichsweise) klassischen Heavy/ Thrash Metal-Bands sind Voivod aber auch 2013 noch ein grob geschliffener Diamant von besonderem Wert, dessen Groß- und Einzigartigkeit sich nicht jedem erschließen wird. Und schon alleine das macht sie nach wie vor wichtig.
„Target Earth“ gefällt! Ziemlich!
PS: Die Limited Edition enthält zwei Live-Songs von Roadburn 2012, darunter auch das Die Kreuzen-Cover „Man in the Trees“ mit DK-Gastsänger.

Mittwoch, 23. Januar 2013

Corrections House



Corrections House = Mike IX Williams (Eyehategod), Sanford Parker (...), Scott Kelly (Neurosis), Bruce Lamont (Yakuza).

Dienstag, 22. Januar 2013

The Kilimanjaro Darkjazz Ensemble

Muss mal kurz folgendes anmerken: Eine Zeit lang vertrat ich die These, dass man von The Kilimanjaro Darkjazz Ensemble wohl nur das selbstbetitelte Debüt so wirklich braucht, da es mir vor allem mit seinen partiell schon „Trip Hop“-artigen Schulterblicken ganz gut gefiel.
Eingehendere Beschäftigung mit den Nachfolge-Alben „Here Be Dragons“ (der Schlusstrack hat Mogwai-Tendenzen) und „From The Stairwell“ brachte jetzt allerdings doch das Ergebnis, dass auch diese Alben absolut ihre Momente und Berechtigung haben. Die Idee, den Stil mit noch mehr organischen Elementen und hier und da auch mal Vocals aufzuwerten, anstatt lediglich auf dem halbelektronisch-instrumentalem Sound des Debüts kleben zu blieben, war wohl doch keine so schlechte von TKDE. Das Ganze ist stimmungsvoll, dunkel, und hat spürbare Substanz.
Und auch das unter der Nebeninkarnation The Mount Fuji Doomjazz Corporation veröffentlichte Album „Succubus“ hat was, das sich mir beim ersten Durchlauf wohl anfänglich nicht erschließen wollte. Der Begriff „Doomjazz“ könnte jedenfalls kaum noch passender sein.
Was für eine phantastische Band! 

Dienstag, 15. Januar 2013

Zehnjähriges: Gonzalez – s/t

Die selbstbetitelte von GONZALEZ war vor zehn Jahren so ein Ding, für das sich niemand wirklich interessiert hat. In der Fachpresse fand das Album wenig bis gar nicht statt, und wenn überhaupt, dann wurde die Promo-CD irgendeinem Praktikanten überlassen, der sich für so einen Ferner-liefen-Release auch eher lustlos ein paar Standardphrasen mit mittelmäßiger Pumktwertung unterm Strich auf die Tatstatur zwang.
Erschwerend kommt für heutige Rückrecherche noch hinzu: In Vorzeiten gab es außerdem schon mal eine Discofunk-Band namens Gonzalez mit einem ebenfalls selbstbetiteltem Album.

Zehn Jahre später: Gemessen an der Ära, in der dieses Album rauskam, war es Gold! Ohne Scheiß jetzt! Irgendwo zwischen Kyuss, Down, Hellacopters und Thin Lizzy, mit auffällig jugendlicher Stimme, gelegentlich mal mit einem Extra-Schuss Metal-Riffing, dessen trocken nach vorne gerotzte Art fast schon an Carcass' „Swansong“ erinnerte (z.B. bei No Longer), und dann wiederum auch mal wie ein „Demon Cleaner“-geschwängerter Hybrid aus Monster Magnet und Soundgarden (Sonic Ruin), stoner-/bikerrockten sich GONZALEZ derart geil durch zehn Songs, dass man sich schon fragen muss, wie dieses Album eigentlich so untergehen konnte.
Mit weiteren Infos zur Band, die so wie ich glaube aus Atlanta  kam, kann ich nicht wirklich dienen, und vermutlich ist das Thema schon länger Geschichte.

Und auch wenn es normalerweise nicht unbedingt für ein Album spricht, davon den Coversong hervorzuheben, muss man es im Falle von GONZALEZ‘ „Blond Sabbath“-Crossover einfach mal tun:

 

Dienstag, 8. Januar 2013

JK Flesh / Prurient, Farewell HydraHead

Als Quasi-Abschiedsveröffentlichung, bevor der reguläre Betrieb eingestellt wird (mehr dazu kann man u.a. hier lesen), haben Hydrahead heute eine Split-12“ von JK FLESH und PRURIENT veröffentlicht.
Kann man sich hier anhören und bestellen.

Montag, 7. Januar 2013

Dies und das

Jaja, frohes neues und so.

1.) Folgende Bands veröffentlichen mehr oder minder zeitnah neue Alben: Celeste, Cult of Luna, Darkthrone, Kongh, Portal, Rorcal, Thou, Tomahawk, Voivod

2.) Einer meiner absoluten Lieblingssongs vom Ende letzten Jahres, auf den ich hier noch nicht hingewiesen hatte und es somit nun tue, ist „Astral Cummunion“ von ASTRAL COMMUNION, seinerseits ein Nebenerzeugnis von Tad Doyle’s neuer Band BROTHERS OF THE SONIC CLOTH.
Streamen, umsonst runterladen, oder auch einen Obolus für die digitale Single hinterlassen kann man hier:
brothersofthesoniccloth.bandcamp.com/album/astral-communion-single
Geiler Refrain!

3.) Ebenfalls streamen, umsonst runterladen, oder auch einen Obolus dafür hinterlassen kann man für den Mitschnitt von BONGRIPPER’s beiden Auftritten beim letztjährigen Roadburn Festival:
burningworldrecords.bandcamp.com/releases
Bei den ersten vier Tracks handelt es sich um die Komplettperformance des „Satan Worshipping Doom“ Albums am sonntäglichen „Afterburner“ auf der 013-Hauptbühne (meine Fresse, war das geil!), während die folgenden Tracks vom anderen Auftritt im „Het Patronat“ stammen.

4.) Die Jungs von AN ALBATROSS haben fast zehn Jahre altes, aber damals nicht groß verwendetes bzw. zuvor unveröffentlichtes Videomaterial wiederentdeckt und dann auch gleich mal ins Netz gestellt:



Donnerstag, 3. Januar 2013

10jähriges: Cult of Luna – The Beyond

Tja, hier ist die finale Erkenntnis inzwischen ziemlich alt zu sein, denn CULT OF LUNA’s „The Beyond“ wird kommenden Monat auch schon wieder 10 Jahre alt.

Die schwedische Band kam darauf damals mit etwas um die Ecke, das man zwar nicht zum ersten mal, aber immerhin nach wie vor beileibe noch nicht alle Tage gehört hatte.
Gerade auch in Hinblick darauf, dass der Zeitgeist des Metal- und Juzecore-Undergrounds abseits von Emo-Blödsinn gerade eher von frischem Wind auf dem Grindcore-Sektor geprägt war.
Brachiale Gitarren und Gebrüll gab es bei CULT OF LUNA zwar auch, sie waren jedoch auf das Gegenteil von Geschwindigkeitsrekorden aus.
Im gemächlichen Groovetempo schleppen sie sich auf „The Beyond“ wuchtig, massiv, atmosphärisch, und intensiv durch lange Songs.


Als mir besagtes zweites CULT OF LUNA-Album (das erste via Earache) vor 10 Jahren als Promo ins Haus flog, und ich es einer Freundin mit ähnlichem Musikgeschmack als „Neurosis-artig“ nahelegte, war zwischen uns dazu beeindruckt (völlig unironisch) von „Weltuntergangssoundtrack“ und „Suizidmusik“ die Rede gewesen.

Was ist davon rückblickend geblieben?
In erster Linie die Erkenntnis, dass CoL (jaja, zusammen mit Isis) nicht unwichtige Katalysatoren für die heutige Szene harter Musik waren.
Denn inzwischen gibt es Bands, die so etwas wie doom-metallisch schleppenden Hardcore mit Postrock-Kante machen (auch gerne als „Post-Metal“ etikettiert, oder unter „Sludge“ mit abgelegt), an jedem Bahnhofsklo, und es werden immer mehr.


Inwieweit sich CULT OF LUNA in dieser Szenerie bereits als Klassiker etabliert haben mögen, das sei mal dahingestellt.
Ich persönlich hatte nach dem durchaus ebenfalls gutklassigen „The Beyond“-Nachfolger „Salvation“, der noch mehr die atmosphärischen Nuancen und Aspekte der „postrockigen Songaufbauten“ (um es mal so zu nennen) betonte, bis zuletzt irgendwie doch eher das Interesse an der Band verloren.

Was daran liegen mag, dass „The Beyond“, heutzutage mal wieder gehört - wie es bei vielen, zum Veröffentlichungszeitpunkt „krassen“ Metal-Werken, einige Zeit später noch mal betrachtet halt so ist – dann doch gar nicht mal mehr so ungewöhnlich und ziemlich mit Wasser gekocht klingt.
Klitzekleine Mängel (wie die etwas unpassend daherkommende Hawaiigitarren-Passage bei „Circle“, oder das heute eher zum Schmunzeln animierende Sample einer Modem-Einwahl) können allerdings nichts daran ändern, dass „The Beyond“ als gewisser Meilenstein o.g. Ecke, soweit man das nur eine Dekade später überhaupt schon sagen kann und möchte, ja doch ganz gut gealtert ist.

Die noch viel herausragenderen und spektakuläreren Wunderwerke hatten Neurosis schon davor mal gemacht, und Bands wie Celeste mögen inzwischen ganze andere Level an Intensität erreichen, ein gewisser Ehrenplatz ist CULT OF LUNA's „The Beyond“ in dieser Liga aber dennoch sicher.
„The Beyond“ (und außerdem, wenn auch seltener, das 2004er „Salvation“) landet nach einigen Jahren, in denen ich diese Band irgendwie eher ignoriert habe (Warum? Keine Ahnung!), inzwischen nämlich doch immer wieder mal für ein paar Durchläufe im Player, und vielleicht hole ich die beiden ausgelassen Alben dann ja doch demnächst noch mal nach, bzw. lege mir das noch diesen Monat erscheinende neue Album der Band mal zu ...

Mittwoch, 2. Januar 2013

Whatever happened to U.S.S.A.?

Fiel mir kürzlich mal wieder in die Hände und damit auch wieder in den Sinn, bzw. kam mir somit auch mal wieder an die Ohren:
Unter dem (von einem Butthole Surfers-Songtitel entliehenen) Bandnamen U.S.S.A. veröffentlichten Gitarrist Duane Denison (The Jesus Lizard, Tomahawk) und Basser Paul Barker (Ex-Ministry), verstärkt durch den in der Musikmessen-Szenerie nicht unbekannten Drummer Johnny Raab, sowie Sänger Gary Call, als gemeinsames Baby 2007 mal ein Album namens „The Spoils“. Viel Aufmerksamkeit bekam das Ganze schon bei Erscheinen nicht, und inzwischen dürfte das Thema mutmaßlich auch schon wieder längst ganz gegessen sein.

Schade eigentlich, denn wenn ich mir das eine halbe Dekade später noch mal anhöre, war „The Spoils“ ja so schlecht nicht. Alternative/ Noiserock, der Tomahawk nicht unähnlich ist, auch mal einen netten Chorus abwirft („Middletown"), und wenn Barker hörbar die Zügel in der Hand hat, so richtig geil basslastig groovet („Sugarwater“).

Wie gesagt: Schon schade, dass daraus nicht mehr geworden ist, als dieses eine Album und ein paar wenige US-Auftritte. Ein neues Tomahawk-Album ist ja gerade unterwegs, aber was macht Barker eigentlich heute so?