Freitag, 29. Juli 2011

Fake Idyll - Therapist

Hinter FAKE IDYLL verbirgt sich mehr so eine Art zufälliges Stille-Post-Experiment, als eine tatsächliche Band. An dessen Anfang (Ex-)Japanische Kampfhörspiele-Schlagzeuger Christof Kather als Grundstein sein unverwechselbares Drumming einzimmerte, während sich gegen Ende Cephalic Carnage-Frontmann Lenzig Leal dazu Songtexte aus den (mutmaßlich daneben viel mit „drehen“ beschäftigten) Fingern saugte, und im Tourbus (!) dazu einsang und -grunzte. Alleine aufgrund dieser beiden Charaktere dürfte klar sein, dass man es hier mit etwas eher nicht so alltäglichem zu tun hat. Weiterhin wirkten u.a. auch Saiteninstrumentalisten wie Robert Nowak (Phobiatic, war auch mal ‘ne Zeit bei JaKa) und Christian Neumann (Jack Slater) mit, sowie diverse Leute, die Sounds von elektronischen Noise-Fitzeln bis zum ganzen Konserven-Orchester beisteuerten. Das Ergebnis umfasst in der ersten Hälfte sechs Songs spaßbetonten Freistil-Extremmetals mit leichter Frickel-Kante und ziemlich bekloppten Texten (‚Schlangenmilch‘!!!), die den Bogen von sowas wie (bitte nicht missverstehen oder überbewerten) System of a Down über Cradle of Filth bis zu Cynic und Necrophagist oder so schlagen. Gefolgt von zwei nichtmetallischen Tracks, die Kather’s Alter Ego Elektrokill beigesteuert hat. Dub, Trip Hop, … whatever. Als Bonus kann man sich dann vier der Prügelnummern auch noch mal in der Instrumentalfassung anhören.
Unterm Strich ist „Therapist“ damit eine EP geworden, die den potenziellen Hörerkreis ja schon mal etwas einschränkt. Blastbeat- und Grunz-Musik? Mit Elektronik? Und Humor? Passt das alles zusammen? Für so Manchen bestimmt eher nicht. Ich für meinen Teil find’s allerdings ganz spaßig.
Erscheint am 02.09.; Label-Link: unundeux.de

Donnerstag, 28. Juli 2011

Neurosis, Ufomammut, Dortmund.

Es ist schon interessant. Vor 10 Jahren war NEUROSIS noch so eine Band, die man vorwiegend in den Plattenschränken ganz hartgesottener und dabei aufs besondere schielender Krachconnaisseure und Alternativmusik-Nerds vorfand. So mancher Metaller rang sich dazu trotz Prog-Vorliebe o.ä. eher mit Unverständnis Begriffe wie „Studentencore“ ab. Heute werden sie als eine der einflussreichsten Bands der letzten 1-2 Dekaden gehandelt, und vom Kirmesmetaller bis zum zugehackten Szenemodepüppchen muss jeder dabei gewesen sein, wenn sie in die Stadt kommen und dabei inzwischen die etwas größere Halle anstatt nur den kleinen Club gut füllen. Ehre wem Ehre gebührt, manchmal trifft es offensichtlich doch mal die richtigen …

Etwas verwirrend gestaltet sich im konkreten Fall des Dortmunder FZWs dabei der Umstand, dass die Belgier AmenRa zwar auf der Laden-Homepage mit angekündigt sind, aber gar nicht spielen. Wenn man allerdings mal ganz ehrlich ist, reicht bei einem zwischen eineinhalb und zwei Stunden spielendem Headliner auch eine Vorband mit etwas mehr als einer halben Stunde schon völlig aus. Vor allem wenn diese UFOMAMMUT heißt, und den geneigten Zuschauer mit einem brachialst wuchtigem, dabei dennoch psychedelisch vernebelten Sound so einiges abverlangt. Das italienische Trio lebt, wie ich schon mal anlässlich ihres Auftritts beim diesjährigen Roadburn geschrieben habe, genau davon und vom Live-Erlebnis. Das Vibrieren, das Drücken, die Atmosphäre, dieser Groove … UFOMAMMUT sind keine Band, die richtig große Lieder schreibt (gegen Ende wurde es sogar etwas … komisch). Aber ihre kruden Songkonstrukte hypnotisieren einen, während rundherum alles zusammenfällt. Musik für Kopfnickertänzer, für Freunde des dicken Sounds, für Stoner und Avantgardeversteher. Rein musikalisch nicht wirklich durchgängig begeisternd, aber als schmerzvolle Ohrenspülung und Ganzkörper-Druckluftmassage trotzdem ganz schön geil.

NEUROSIS sind Vollprofis, ohne tatsächlich welche zu sein. Die Setlist steht, die Visuals laufen, der Soundtrack zum Weltuntergang als geordnetes Chaos, 100 Minuten lang. Das Programm ist von „Through Silver In Blood“-Material als Eröffnung (‚Locust Star‘) und Schlusszerstörung (Titeltrack) eingerahmt, und an „Times of Grace“-Songs hat man die (gemäßigteren) ausgesucht, die gut mit jüngeren Sachen der Marke ‚A Season In The Sky‘ (göttlich!!!) zusammenpassen. Von zwei neuen Songs steigert zumindest einer die Vorfreude aufs nächste Album ziemlich. Sehr gutes Konzert, aber das stand auch zuvor nicht in Zweifel. Keyboarder Noah Landis kommt im Übrigen ganz schön durch den Wind rüber.

Am Rahmen gibt es nicht viel zu meckern, der Sound ist wie immer im FZW ziemlich gut (dem Einen oder Anderem dabei aber wohl etwas zu leise), die Bühnenscheinwerfer hätte man allerdings auch mal ein bisschen runterdrehen können. Und warum bei Fremdveranstaltungen in der städtischen Mehrzweckhalle die Getränkepreise auf einmal angezogen werden, wird man auch mal hinterfragen dürfen …
Dennoch: Immer wieder gerne FZW, immer wieder gerne diese Band, und jetzt her mit der neuen Platte.

Dienstag, 26. Juli 2011

Kurz notiert: Impure Wilhelmina, Unfold

1.) Impure Wilhelmina
Eher durch Zufall entdeckte ich kürzlich o.g. Band durch lastfm, wo sie „Ähnliche Künstler“-mäßig dem Umfeld von u.a. Schweizer Division Records Bands wie Rorcal, Vancouver oder den Franzosen Overmars zugerechnet wurden, die teilweise und nach wie vor eher etwas unter dem Radar schon Musik zwischen Schubladen wie Doom Metal und Hardcore machten, als von einer Übersättigung an „Sludgecore/ Post-Metal“-Combos noch keine Rede war. Und tatsächlich, ihr Frühwerk „I can’t believe I was born in July!“ von 2002 trifft mit einer zeitgenössischen, cleveren, stimmungsintensiven, nicht unmelodischen, aber auch mal mit Gaspedal nach vorne gedreschten Irgendwascore-Mixtur so dermaßen meinen Nerv (kein Wunder bei so einem zutreffendem Titel), dass ich mir ihre drei bisher danach veröffentlichten Scheiben wohl auch noch zeitnah zulegen muss und werde.

2.) Unfold
Auch jene gehören dem Umfeld von Schweizer Division Records Bands an, die schon Musik zwischen modernem Doom/ Sludge Metal und Math-/ Hardcore machten, als von einer Übersättigung an solchen Combos noch keine Rede war. Aber müßig, damit überhaupt schon wieder anzufangen, denn manchmal rede ich sowieso von nichts anderem als UNFOLD. Die tatsächlich endlich (!!!) mal eine neue Platte am Start haben, wie ihr Label vermeldet.

Donnerstag, 21. Juli 2011

Opeth News

Die News ist raus (z.B. hier), und was Einige bereits geahnt haben, trat tatsächlich ein: Mikael Åkerfeldt hat keine Lust mehr auf Grunzen und Doubleblass, und nahm mit dem kommenden OPETH-Album „Heritage” ein reines Progrock-Werk ohne Metal-Stilbestandteile auf. Wie der Großteil der Fans das wohl aufnehmen wird … nun, mir kann es ja egal sein, aber ich bin da ja jetzt doch irgendwie sehr gespannt drauf.

kurz notiert: USX und WOA

- Zugeben, bisher habe ich die neue U.S. CHRISTMAS Veröffentlichung „The Valley Path“ erst zwei mal mit nur einem Ohr gehört, aber auf recht große Vorfreude folgte dabei erst mal mittelschwere Ernüchterung. Der fast vierzigminütige Track fühlt sich an, als wurden hier ein paar voneinander unabhängig entstandene Versatzstücke in die Länge gezogen aneinandergereiht, und irgendwie nimmt die Spannungskurve dabei nie so richtig einen aufhorchen lassenden Bogen. Ob sich an diesem Eindruck bei noch intensiveren und aufmerksameren Hinhören etwas ändern wird? Falls ja, werde ich es hier wohl noch zur Kenntnis geben …

- Eigentlich wollte ich längst über ein paar vergangene Konzerte (Church of Misery, Boris & Russian Circles) gebloggt haben, hatte bisher aber noch nicht so richtig die Zeit und Lust dazu gefunden. Also fällt das mal durchs Raster.

- Was für ein Ballermann-artiges Kirmes-Ausmaß das Wacken Open Air inzwischen angenommen hat ist ja nichts neues. Die Tatsache, dass Shirts und Campingstühle mit entsprechendem Logo aber inzwischen im Real Discounter verhökert werden (Prospekt-Auszug s.u.), weiß ich allerdings kaum noch treffend genug zu bewerten oder kommentieren.

Donnerstag, 7. Juli 2011

Mittjahres-Review-Resterampe

Endlich auch mal zugelegt oder anderweitig irgendwie zufällig mal hören können habe ich kürzlich:

EARTHTONE9 – For Cause And Consequence
Diese EP ist ambivalent bis schwierig für mich. Am liebsten hätte ich die ET9 von vor einer Dekade (mein. gott. ich. bin. so. alt!) ohne Reunion samt neuem Konservenfutter in guter Erinnerung behalten. Die Vorab-Videosingle 'Tide Of Ambition' entsetzte nämlich zunächst ein wenig als kompakt-schmissige Discometal-Nummer. Nicht unbedingt das, weswegen man diese Band mal am meisten schätzte. Die folgenden Tracks der Scheibe versöhnen auf ihre latent progige Art jedoch ein bisschen: 'Ghosts' kommt mit dickeierigem und angekrümmten Groove, sowie dreamy Chorus daher, und bei 'The Trail That We Carved Out' wandelt die Band virtuos ganz auf Tool-/ Perfect Circle-artigen Pfaden. 'Reborn' wiederum schließt als eher etwas popiger Alternative-Metaller ab (mit einem Terminus a la „Nu Metal“ täte man der Band Unrecht), zeigt aber ebenfalls etwas mehr spielerische und songschreiberische Finesse als der straffe Opener mit dem albernen Hupfdohlen-Clip.
Sicher, die Frage was man hiermit 2011 vom Teller ziehen kann und will steht berechtigterweise im Raum. Dennoch ist es schön, diese Alternative-/ UK Metal-Ikone, die eher ewiger Geheimtipp blieb als Genrestar wurde, lebendig und vital zu wissen. Man muss sich dabei nämlich auch vor Augen halten, dass die hier und heute etwas anachronistischen Stil-Trademarks dieser Veröffentlichung etwas sind, das diese Band in Zeiten mitkultivierte, in denen sowas noch ungewöhnlicher klang.
Aber, Hand aufs Herz: Gebraucht hätte man bzw. ich es bei aller Sympathie und Nostalgie wohl eigentlich trotzdem eher nicht so wirklich (an dieser Stelle auch ein Gruß an Tommy Victor. Oder auch Page Hamilton ...).

SONIC YOUTH - Simon Werner a Disparu
Soundtrack zum gleichnamigen französischen Film und eine Veröffentlichung in der Reihe übers bandeigene Label SYR. Interessiere ich mich für französische Filme? Nö. Ist die Musik zu diesem gut? Joah! Für jemanden, der sowohl stimmungsvolle Instrumentalmusik mag (let's call it Postrock), als auch Sachen, die gerne mal etwas dreckiger, krachiger und schräger, sowie unkonventioneller sein dürfen, ist dieser Soundtrack ein wahres Fest. Von so etwas wie Drone-artigen Klanglandschaften über Piano-Einlagen bis zu eigenwilligen Kompositionen in voller Rockband-Instrumentierung inkl. verzerrter Americana-Anleihen, hieven SONIC YOUTH ihren Signature-Sound ohne Gesang in bizarr-atmosphärische Gefilde abseits von Popsong-Arrangements. Was auch ohne zugehörigen Film blendend als interessantes Hörerlebnis funktioniert.
Kein essenzielles Muss, aber anders und gut!

LIGHT BEARER - Lapsus
Nicht zu verwechseln mit der in ähnlichen Stilgefilden beheimateten Ruhrpott-Kapelle “Lightbearer”, nähern sich die britischen LIGHT BEARER (mit einem Ex-Mitglied von Fall of Efrafa) von der Punk-/Hardcore-Seite ihrem eigenen doomigen „Post-/ Sludge-/ Prog-Metal, heavy und atmosphärisch“-Gebräu an.
Dabei machen sie viel richtig, haben aber eben leider auch die Hürde der anhaltenden Cult-of-NeurIsis- Trendschubladen-Übersättigung zu nehmen. An der sie für meinen persönlichen Geschmack - trotz aller handwerklicher Souveränität und einigen wirklich guten Momenten - in der Natur der Sache genrestylish daran scheitern, mir über die volle Distanz irgendwas neues, packendes, interessantes, frisches, oder sonst irgendwie aufhorchen lassendes zu erzählen.
Fazit: „Lapsus“ ist kein wirklich schlechtes Album, kommt für mich aber vielleicht einfach zum falschen Zeitpunkt, um Bock drauf zu haben.

Mittwoch, 6. Juli 2011

Halbzeitstand

Die bisher besten Alben 2011:
01.) Tombs -Path Of Totality
02.) KEN mode - Venerable
03.) Young Widows - In And Out Of Youth And Lightness
04.) End of Level Boss - Eklectric
05.) Altar of Plagues - Mammal
06.) Necro Deathmort - Music of Bleak Origin
07.) Japanische Kampfhörspiele - Kaputte nackte Affen
08.) Trap Them - Darker Handcraft
09.) Vomitory - Opus Mortis VIII
10.) Keitzer- Descend Into Heresy

Honorable Mentions: Batillus, Beastie Boys, Dark Castle, Mogwai, Ulver
(Notiz an mich selbst – irgendwann vielleicht doch (endlich oder noch) mal ein Ohr riskieren: Castle, Crowbar, Earth, Enablers, Gallhammer, Goes Cube, Grails, The Haunted, Subrosa, True Widow)

2011er Lieblingssongs so far:
Weedeater - Jason ... the Dragon
KEN mode - Obeying the iron will
Beastie Boys - Too Many Rappers
Long Distance Calling (feat. John Bush) - Middleville
Japanische Kampfhörspiele - Was wenn?
Trap Them - Scars Align

Beste Konzerte bisher:
Roadburn Festival, Tilburg (Swans, Voivod (2x), Weedeater, Godflesh, Today Is The Day, Acid King, Black Math Horseman, C.O.C., Sourvein,…)
Sacred Reich (Essen, Turock)
Mastodon (Dortmund, FZW)
Barn Owl (Bochum, Christuskirche)
Down, Enslaved, Anacrusis, Morgoth, Triptykon @ RockHard Festival, Gelsenkirchen
Morgoth, Vomitory, Krisiun, Grave, Misery Index @ Death Feast Open Air, Hünxe

Award für witzige Videoclips geht an: Red Fang.


Nun freudig erwartet: Barn Owl, Baroness, Bee & Flower, Hull, Opeth, Pig Destroyer, U.S. Christmas, YOB.

Urlaub in Polen: Abschiedstour und letztes Album

Das ist mir eine Meldung wert: URLAUB IN POLEN danken ab. Im September erscheint das letzte Album „Boldstriker” und es geht auf kleine Abschiedstour (Daten siehe unten). Das – für mich – Faszinierende an URLAUB IN POLEN ist eigentlich, dass ich dieses Duo immer als Band wahrgenommen habe, die vom Visions Magazin mehr oder minder gehörig supported wurde, aber nach wie vor niemanden so wirklich zu interessieren scheint. In besagtem Magazin kamen ihre Tonträger immer recht gut weg, während sie außerdem über die Jahre öfter mal auf von der Gazette organisierten Events auftraten. Ferner waren sich UiP nie zu schade dafür, immer wieder auch auf diversen Wald-und-Wiesen-Veranstaltungen zu gigen, die ich teilweise nicht mal als Zuschauer besuchen wollte.
Dennoch haben auf der Facebook-Seite von URLAUB IN POLEN bisher ganze 8 Leute den Like-Button geklickt, und auch auf der bei lastfm geht es eher stiefmütterlich zu.
Man könnte jetzt „Woran liegt das?“ fragen, aber gemessen an der Tatsache, dass einem Lärmfetischisten und Metaldinosaurier wie mir die Musik dieser Kapelle alles andere als unsympathisch ist, verwundert der mangelnde Massen-Appeal wiederum nicht. Eine derartige Fusion aus Rockband und Electronica-Act, Pop und Krach, Song und Experiment geht wohl an den Hörgewohnheiten durchschnittlicher Indiedisco- und Blackmail-Konzertgänger doch ein Stück zu sehr vorbei (und das meine ich jetzt noch nicht mal besonders polemisch).

Ergreift die Chance, sich das ein letztes mal angucken zu können:

30.07. Wadersloh - Stellwerk (Burk Hart Festival)
06.08. München - Theatron
14.09. Nürnberg - MuZ
15.09. Leipzig - Werk 2
16.09. Erfurt - Unikum
17.09. Stuttgart - 12zehn
20.09. Berlin - Bassy
21.09. Hamburg - Haus 73
22.09. Essen-Zeche Karl
23.09. Wiesbaden - Schlachthof
24.09. Bremen-MS Treue
01.10. Bielefeld - Forum

Montag, 4. Juli 2011

Sacred Reich

Einen Abend bevor The Big Four „auf Schalke“ spielten, trat The Greatest One im benachbarten Essen auf. Einer von nur zwei Europagigs überhaupt von the mighty SACRED REICH.
Klar, die Bude war ausverkauft, aber was man dabei erleben durfte, sieht man so auch nicht mehr alle Tage: Metal-Volk von jung bis alt flog einem stagedivent im Sekundentakt um die Ohren.
Die Band war spielerisch mal wieder superbst in Form, und die Setlist bestand wie erwartet, weil wie schon bei ihren beiden Reunion-Festivalauftritten auf deutschem Boden in den vergangenen Jahren, vor allem aus Material des Debüts „Ignorance“, des Hit-Albums „The American Way“ und der obligatorischen „Surf Nicaragua“ EP ('One Nation', das Sabbath-Cover 'War Pigs', Titeltrack natürlich als Zugabe). Neben einem halben 'Hey Joe' (Hendrix) passierte im Laufe des Sets jedoch dann noch das, was ich mir nicht mal mehr zu träumen gewagt hätte: Mit 'Free' (vom „Independent“-Album) kam – aller guten Dinge sind wohl tatsächlich drei – tatsächlich der Song, den ich von dieser Band mit Abstand am meisten liebe (und den auch Sänger/ Basser Phil Rind dabei als seinen absoluten Fave outete). Ihr habt ja wirklich keine Ahnung, was für ein herrlicher, euphorischer Moment das für mich war. Ein so toller, dass ich beim anschließenden Hopping zur nächsten Party eben jene früh wieder verlassen musste, damit mir die dort laufende Indierock-Tanzmusik nicht noch die 'Free'-befeuerte Laune versaut.
Summa summarum: Dieser Abend wird wohl, sollte ich eine solche Liste noch machen, definitiv in der Top5 der Konzerte 2011 vertreten sein.