Dienstag, 30. Juni 2015

Myrkur - Onde Børn (Videoclip)


MYRKUR - Onde Børn (Official Music Video) von RelapseRecords

Alarm im Juni

AUTHOR & PUNISHER - Melk en Honing
Dazu, was genau es mit AUTHOR & PUNISHER auf sich hat, verweise ich mal auf einen früheren Blogpost, anstatt die Geschichte noch mal ganz von vorne zu erzählen.
Mit was für Gerätschaften und Produktionsmethoden genau „Melk en Honing“ entstanden ist, weiß ich nicht wirklich. Ich weiß nur, dass das Album eigenwilligen Industrial-Metals mit Drone-Doom-Kante, um es mal in die am nächstbesten passende Schublade zu werfen, irgendwie ganz cool ist. Wenn ich dazu jetzt äußere, dass mich das an die Zeiten erinnert, in denen man sowas wie Fear Factory mal interessant und cool fand, könnte man damit auch schnell eher unzutreffende Assoziationen wecken, weswegen ich mich mal nicht zu sehr in solchen Referenzen ergehen will. Dass ich in letzter Zeit verstärkt Bock habe, auch mal wieder solche Sachen wie Sielwolf, die Young Gods oder alte Neubauten rauszukramen, daran dürften Veröffentlichungen wie diese (neben dem Rerelease des Swans-Debüts) wohl nicht ganz unschuldig sein....
Kommt über Anselmo’s Housecore Records. Bandcamp mit älteren Alben: authorandpunisher.bandcamp.com 



ECSTATIC VISION - Sonic Praise
In, sagen wir mal 80% der Fälle interessiert mich die Musik junger Bands, die sich klanglich und stilistisch zu sehr an der Rockmusik vergangener Dekaden orientieren (sprich mit sehr starker Spätsechziger-/ Siebziger-Schlagseite daherkommen) ja eher nicht so. Auch wenn es die eine oder andere Kapelle gibt, die ihr Ding handwerklich zugegeben sehr gut macht (z.B. Orchid oder Blues Pills), werde ich nicht müde zu betonen, dass auf sowas eierloses wie Kadavar oder Rival Sons die Welt nicht wirklich gewartet hatte. Zu den die Regel bestätigenden Ausnahmen gehören ECSTATIC VISION, die sich mit ihrem „Heavy Psych Rock“ am ehesten an Hawkwind orientieren und sich auch schon mal kleinere Abenteuerabstecher mit Prog- und Krautrock-Schulterblicken erlauben, anstatt lediglich generisch zu rocken. Gefällt mir ganz gut!
Bandcamp: ecstaticvision.bandcamp.com

FIGHT AMP – Constantly Off
 
Bei FIGHT AMP komme ich ja zugegeben etwas spät zur Party. Den Namen hatte ich schon länger auf dem Zettel, aber erst jetzt festgestellt, dass mir die stilistisch irgendwo zwischen Karp, Melvins, Kylesa, Players Club und vielleicht auch einem Hauch von Helmet angesiedelte Truppe aus Philadelphia dann ja doch ziemlich taugt. Ob man dem Ganzen zur genauen Kategorisierung das in jüngerer Vergangenheit sehr hippe Etikett Sludge ankleben oder es unter Noiserock eintüten möchte, ist dabei Jacke wie Hose. Die Musik von FIGHT AMP findet das für mich das genau richtige Maß an energischem Punch und Songkompositionen, die trotz aller Direktheit eben nicht nur 08/15 sind.
Update zum Missverständnis - es sind tatsächlich nur sechs Songs mit einer Gesamtspiellänge unter zwanzig Minuten. Das ist mal ein kurzes Album: fightamp.bandcamp.com 


HEADS. – s/t
Der einsilbige Name mit Punkt weckt zwangläufig Assoziationen Richtung Whores., und so ganz falsch ist das auch musikalisch tatsächlich nicht. Die Berliner HEADS., jetzt gerade auch als Vorband von Metz auf Tour, präsentieren uns auf ihrem Debüt bei This Charming Man sechs Songs ziemlich coolen Noiserocks, die zuweilen auch ein bisschen an die Young Widows erinnern. 

Man ist einerseits griffig-rockig, andererseits dabei aber schon mit Ecken und Kanten interessant. Glaubt es oder nicht: Genau sowas ist eine Art von Musik, die ich mitunter am liebsten höre…
Soundcloud-Stream: soundcloud.com/headsporn/sets/s-t
Label: www.thischarmingmanrecords.com


KEN MODE – Success

Kurskorrektur im Hause KEN MODE: Anstatt der fast schon metalcoreigen Kraftmeierei powered by Kurt Ballou, die das 2011er „Venerable“ präsentierte, woraufhin „Entrench“ 2013 die Schraube in Sachen Auf-die-Fresse sogar noch mal anzog, ging man dieses mal zu Steve Albini ins Studio, um trotz Metal-Kante mehr denn je Richtung Noiserock und Post-Hardcore zu neigen und sich dabei mit der einen oder anderen Verquerheit nicht so richtig greifen lassen zu wollen. Einflüsse wie Shellac und Fugazi scheinen dabei durchaus durchzublitzen, man höre sich diesbezüglich z.B. mal „Management Control“ an.
Auf jeden Fall ist „Success“ ein seltsam „unrundes“ Album geworden, auf dem die Kanadier trotzdem mal wieder vieles richtig machen. Mehr denn je sind sie eine komische Nerdtruppe, die Musik für komische Krach-Nerds wie mich macht, denn obwohl man im Blogozean auf dem Radar der MS Hipsterhausen stattfindet, wird man dort hiermit wohl kaum wirklichen Anklang finden (hiesige Konzertbesucherzahlen sprechen ja mitunter für sich). Was ihnen bei mir wieder ein mal diesen gewissen irrationalen Extrasympathiebonus einbringt, denn man hat das Gefühl unter seinesgleichen zu sein. 

„Success“ ist bestimmt nicht das Magnum Opus von KEN MODE, aber wenn sie diesen Kurs beibehalten, könnte jenes noch kommen! Mir gefällt‘s!
Bandcamp: kenmode.bandcamp.com


METALLIC TASTE OF BLOOD - Doctoring The Dead
Ich muss zugeben, METALLIC TASTE OF BLOOD erst mit diesem zweiten Album für mich entdeckt zu haben, da hier erstmals Ted Parsons in der Band trommelt, die sich ansonsten aus Musikern zusammensetzt, die mehr aus der Ecke von Bill Laswell, John Zorn oder Steven Wilson kommen. Parsons ist ein alter Held von mir. Er war während der essenziellen Phase Mitglied von Prong, die in den 90ern eine meine absoluten Lieblingsbands waren, was mich damals überhaupt dazu brachte, auch mal ein Swans-Album anzuchecken, da er bei jenen zuvor auch 2-3 Jahre involviert gewesen war. Später half er u.a. für eine Tour bei Killing Joke aus, war kurz vor der zwischenzeitlichen Auflösung auch Drummer von Godflesh und gab sich folgend immer wieder mal für Jesu her…
METALLIC TASTE OF BLOOD bieten einen gelungenen Ansatz instrumentalen Post-Metals, der kein Rad neu erfindet, mit Atmosphäre-Betonung und treibender Rhythm Section (die dezente Andeutungen von Dub mitbringt) aber durchgängig interessant und kurzweilig bleibt. 

Nichts nennenswert aufregendes, aber doch ziemlich gut!
Das Debüt soll wesentlich wilder gewesen sein, aber das kenne ich ja bisher gar nicht…
Label-Link: www.rarenoiserecords.com/metallic-taste-of-blood-store



NIGHTSLUG – Loathe
Auf ihrem zweiten Album scheinen NIGHTSLUG tatsächlich 'ne Schüppe draufgelegt zu haben: „Loathe“ klingt noch eine Spur heavier, noisiger und brutaler als es der Vorgänger „Dismal Fucker“ schon tat. Der mit der Crust-Ecke flirtende Sludge der Düsseldorfer ist musikalisch nach wie vor weitgehend aufs wesentliche reduziert (vergleiche: Grief, Noothgrush, Coffins), was aber auch genau der Clou ist, warum ihr Lärm in Zeiten, in denen man sich vor ähnlich gearteten Bands kaum noch retten kann, umso besser funktioniert. Das Ausmaß an Heavyness und Sounddichte braucht sich jedenfalls nicht hinter B.SON verstecken, und während jene sich gelegentlich einen Hauch experimentell zeigen oder gerne auch mal 'n krummen Part einbauen, bieten NIGHTLSUG über die weitesten Strecken eher den straight dampframmenden Gegenpol dazu. Was, ich wiederhole mich, schlicht und ergreifend bestens funktioniert. Und dass gegen Ende dann sogar noch stärkere Godflesh-Vibes ins Spiel kommen, macht es für mich persönlich natürlich umso sympathischer.
Bandcamp: nightslug.bandcamp.com

SKINLESS – Only The Ruthless Remain
Warum im Feld „modernerer Death Metal” ausgerechnet SKINLESS die Band sind, auf die ich nach diversen Annäherungen an und Wiederentfernungen von derartigen Stilgefilden 2015 nach wie vor Bock habe, kann ich nicht mal 100%ig genau sagen. Es muss was damit zu tun haben, dass die Band aus dem Bundesstaat New York noch nie zu jenen Genre-Vertretern gehörte, die verbissen irgendeinem Stilreinheitsgebot und Image-Gekasper folgen müssen, sondern im Gegenteil gerne auch mal die Fähigkeit zu musikalischen Schulterblicken und Selbstironie zur Schau stellt. 

Dass sich das Comeback-Album „Only The Ruthless Remain“ dabei nun erst mal aufs allerwesentlichste konzentriert, ist zu verschmerzen. Musikalische Offenbarungen sind ohne Frage was anderes, aber SKINLESS finden auch hier wieder mal die richtige Mixtur aus Geballer und Groove, aus Old School-Riffs und zeitgemäßer Inszenierung (gottseidank ist der unnötige Bassdrop, von dem sie auch Gebrauch machen, nicht zu penetrant geraten) und sind damit nach wie vor eine der wenigen Bands aus dieser Ecke, auf die ich wirklich Bock habe. Welcome back!
Bandcamp: skinless.bandcamp.com


Und sonst noch?

Die neue ARABROT hat ein Wahnsinnscover und eine Hörprobe findet man unter: soundcloud.com/arabrot/arabrot-mea-culpa

THE ARMED machen sowas wie völlig eskalierenden Schreicore mit rotzrockiger Kante.
Bandcamp: thearmed.bandcamp.com

DEATHWISH (Wisconsin)’s “Out For Blood” sollten unbedingt alle checken, die auf der Suche nach dem Bindeglied zwischen Poison Idea, Motörhead und Municipal Waste sind. Macht Laune!

Die neue MONOLORD, die Ende Mai erschien, landete gerade zufällig auch noch in meiner Rotation. Die Schweden klingen mit ihrem Psychedelic-Sludge-Doom ein bisschen wie Electric Wizard und erinnern gegen Ende des Albums dann sogar ein wenig an Yob. Ich finds ganz gut, wenn auch nicht unbedingt so dermaßen mega, dass ich ausführlicher drauf eingehen müsste…
Bandcamp: monolord.bandcamp.com/album/v-nir

INKASSO MOSKAU hatte ich schon was zu gesagt.

Wer infernalischen Grind-/ Crust-/ Hard-/ Metal-/ Sludgecore mit dick-dreckigem Entombed-Sound mag, sollte außerdem ganz dringend mal die ziemlich derbe knallenden SHITSHIFTER checken: shitshifter.bandcamp.com

Profound Lore bringen uns mal wieder den besten Hipster-Black-Metal:
Unter dem Namen VANUM machen Mitglieder von Ash Borer und Fell Voices gemeinsame Sache, mit einem Ergebnis, wie es zu erwarten war.  profoundlorerecords.bandcamp.com/album/realm-of-sacrifice

Death'n'Grind-Freunde sollten wohl außerdem mal die neue MARUTA checken (selbst noch nicht gehört): maruta.bandcamp.com

Im Übrigen habe ich es immer noch nicht geschafft in die neuen Alben von REFUSED, HIGH ON FIRE oder PARADISE LOST reinzuhören, die auf meiner persönlichen Prioritätenliste halt einfach weiter unten mitspielen.
Und wenn wir schon über alte 90er-Helden reden, kann man an dieser Stelle ja auch noch erwähnen, dass gerade was neues von FAILURE unterwegs ist.
Die aktuelle BELL WITCH habe ich ebenfalls schon ewig ungehört auf dem Zettel, weil zu wenig Zeit für so viel Musik. #FWP
Last but not least: Die französischen Naturdrogenrausch-Black-Metaller CULTES DES GHOULES haben ‘ne neue EP raus, die u.a. bei Hells Headbangers erscheint, wo das Teil allerdings noch nicht bei Bandcamp reingestellt wurde o.ä.…

Montag, 29. Juni 2015

Vom Hellfest...

...gibt es dieses Jahr einige Mitschnitte kompletter Auftritte großartiger Bands wie Faith No More, L7 oder Killing Joke:

Dienstag, 23. Juni 2015

Author & Punisher - Shame (Videoclip)

Auch hier zum entsprechenden Album in Kürze noch mehr...

Inkasso Moskau - Motorsäge

Ist mir dann ja doch mal wieder ein Einzel-Review außerhalb der Sammel-Posts wert: INKASSO MOSKAU sind ein Gebrüll-/ Gehämmer-/ Geklampfe-Trio aus Osnabrück, das sich dem Grindcore mit klarer HC-Punk-Schlagseite und neckischen deutschsprachigen Songtexten verschrieben hat. Das liest sich nicht nur wie eine Mischung aus Magrudergrind und JaKa, sondern klingt auch ziemlich so.
Das Getacker Ihrer neuen, einseitig gekanteten und dabei rundum nett aufgemachtem 12‘‘ LP „Motorsäge“ kommt nicht nur mit dem einen anderen coolen Grooveriff-Part ziemlich gut auf den Punkt, sondern versprüht dabei auch noch den jugendlichen Sturm und Drang, den es für solche Musik braucht.
Sehr, sehr gut, wirklich!
Was dann im Übrigen wohl auch meine These untermauert, dass die Mitte der Zwanzigzehner gerade ein paar hervorragende Grind-Jahrgänge abwirft.

Das geile Teil gibt’s bei der Band über inkassomoskaukaufmannsladen.bigcartel.com oder beim Label über www.bakraufarfita-records.de
Bei letzterem hatte ich eigentlich auch schon mal einen Soundcloud-Stream des Albums ausgemacht, den ich jetzt aber irgendwie nicht wiederfinde. Immerhin gibt’s auch noch einen Videoclip (s.u.).


Montag, 22. Juni 2015

Psssst

„Ihr müsst leiser sein, nebenan wird gerade ein Theaterstück aufgeführt“ waren die Worte, die man am vergangenen Freitag im AZ Mülheim zu hören bekam, wenn man an der Theke zu laut ein Bier bestellte. Besagtes Theaterstück nebenan war dann auch mal irgendwann zu Ende und die zweite von zwei Bands (Graben) soundcheckte sowas um 22:30 rum, bis dann auch die erste (Grim van Doom) irgendwann mal wirklich anfing.
Selbst wenn man davon ausging, dass es vor neun eh nicht losgeht, war man also vor lauter Langeweiletrinken mal wieder lattenstramm bevor überhaupt die erste Band richtig angefangen hatte. Ach, immer wieder nett bei Euch in Mülheim…

Samstag, 20. Juni 2015

Heads. - A Mural Is Worth A Thousand Words (Videoclip)

Noiserock! Zum Album in Kürze noch was...

Donnerstag, 18. Juni 2015

Stop! Hammer Time...

Wenn ich das richtig mitbekommen habe, veröffentlicht die US-Noiserock-Legende HAMMERHEAD ihr neues Album quasi an meinem Geburtstag.
Das ist es mir glatt mal wert, den Vorabsong-Teaser trotz Katzenvideo zu teilen:

Mittwoch, 17. Juni 2015

Und noch mehr neue Videoclips

... von Fight Amp und Refused: 

Dienstag, 16. Juni 2015

It's Cartoon Time...

...mit den neuen Videoclips von Obituary und Weedeater: 

Donnerstag, 11. Juni 2015

Vincebus Eruptum

Wie versprochen hier auch noch ein Blogpost zu dem Fanzine, das ich beim Freak Valley entdeckt habe:
Das internationale VINCEBUS ERUPTUM mit Zentrale in Italien hat sich der Stoner-/ Psychedelic-Szene verschrieben, schaut sich dabei aber auch schon mal eher weitsichtiger um, anstatt das Ganze zu eng einzuzäunen. So findet man unter den Reviews und Interviews krautrockigen Kram genauso wie in der Metal-Ecke verankertes. 
Gefeaturete Bands vergangener Ausgaben umfassen z.B. Colour Haze, Blood Ceremony, Vintage Caravan, Spiders, aber auch schon mal derberen Lärm wie Church Of Misery und sogar Nightslug!
Die aktuelle Ausgabe #19 bietet u.a. Lesestoff über Orange Goblin, Ides of Gemini und Victor Griffin (Pentagram, Place Of Skulls).

Was das sympathische Heftchen zudem, na sagen wir mal „wertig“ abrundet sind die wirklich sehr, sehr coolen Comicart-Covermotive. Das Cover der aktuellen Nummer ist z.B. eine 1A-Hommage an Jack Kirby:
Aber auch andere Coverartworks sehen für die Augen eines Comicfans wie mir einfach nur phantastisch aus:
 
 

Ein Heft kostet 3$, und es gibt noch vereinzelte mit CD-Beilage, die dann auf entsprechend mehr kommen.
Bekommt man (u.a.) über: http://vincebuseruptum.bigcartel.com

Dienstag, 9. Juni 2015

Freak Valley Samstag 2015

Jau, den dritten und letzten Tag des Festivals war ich dieses Jahr dann auch mal beim FREAK VALLEY im Siegerland, das den Schwerpunkt Stoner/ Psychedelic und ein paar passende Kontrastakzente drumrum auffährt. 

Das Festival an sich ist wirklich gemütlich und angenehm, um diesen Fazit gleich vorwegzunehmen. Sollte mir das Billing kommendes Jahr einen oder zwei Tage wieder taugen, fahre ich vermutlich wieder hin.

Zu Tombstones hatte es meine Crew noch nicht geschafft auf dem Gelände zu sein, aber beii VALLEY OF THE SUN und ihrem temporeichen Riffrock schmeckte das erste Bier schon mal ziemlich gut. Dagegen konnten DEAD MAN, die handwerklich zugegeben sehr gut sind, mit ihrem etwas zu lahmen Bluesrock nicht wirklich mithalten.

Erste persönliche Entdeckung des Festivals: EGYPT.
Jene mit leicht krächzröhrigem Gesang und dickem Sound dezent zum Sludge neigenden Stoner-Doom-Metal-Rocker aus Amiland haben einen so minimalistisch auf den Punkt gebrachten „Approach“, das ihnen fast schon ein Alleinstellungsmerkmal fehlt, aber sie machen diese Nummer so gut, dass ich mir das aktuelle Album glatt mal zugelegt und gerade in Dauerrotation habe.
Checkt die bei Bandcamp aus: egypt1.bandcamp.com


 

Direkt danach kam die zweite persönliche Entdeckung des Festivals: TUBER.
Jene Griechen erinnern mit ihrem gleichermaßen atmosphärischen wie tanzbaren, gelegentlich auch mal riffendem Instrumentalrock vor allem an Maserati, aber auch ein bisschen an beste Momente von Long Distance Calling oder Russian Circles. Hat tierisch Bock gemacht, auch hier wurde direkt der Verkaufsstand angesteuert, und die sind ferner bei Bandcamp auszuchecken: tuber.bandcamp.com

Sonst noch erwähnenswert: CRIPPLED BLACK PHOENIX waren mal wieder toll, vor allem das „Burnt Reynolds“.Finale, EYEHATEGOD wie immer ein großes Fest der Kaputtheit (auch witzig, wie Jimmy Bower im Vorfeld die Tombolapreisverteilung vorsätzlich mit Feedbacks störte) und EARHTLESS, die ich bisher als für mich nicht so relevant abgehakt hatte, gefielen mir mit ihrer gar nicht mal so unwilden Performance sogar ziemlich gut. 


Außerdem habe ich an einem der Tonträgerstände auch noch ‘n Skullflower-Album für’n unglaublich schmalen Kurs abgreifen können und an einem weiteren ein sympathisches Fanzine entdeckt. Zu letzterem in Kürze noch ein Extra-Post.


Donnerstag, 4. Juni 2015

titi niti

Bei dem, was JaKa's Christ of Kather und seine Jungs so alles in verschiedenen Besetzungen unter verschiedenen Bandnamen treiben, habe ich ja ehrlich gesagt inzwischen fast schon ein bisschen den Anschluss und Überblick verloren.
Neuerdings gibt’s z.B. auch noch TITI NITI, die gerade ein paar Songs bei Bandcamp hochgetan haben:

titiniti.bandcamp.com/releases

Mittwoch, 3. Juni 2015

Gestern

…war ich übrigens bei MATYRDÖD, PALM READER und UNREST im AZ Mülheim. 
Die UNREST aus Münster, um genau zu sein, und ich wusste ja noch gar nicht, dass bei denen auch der Dicke von Svffer trommelt. Das ziemlich gut, übrigens. Generell fand ich die ganz gut, auch wenn der Sound etwas zu Matsche war (nuja, AZ halt). In eigener SacheWar auch ‘ne gute Entscheidung gewesen, erst um neun rum aufzulaufen, denn es ging tatsächlich erst kurz nach los. Diejenigen, die unbedingt die dreiste Lüge von „Beginn 20:00“ glauben wollten, waren bei unserer Ankunft natürlich schon lattengerade, denn was macht man vor lauter Langeweile dann auch schon anderes, als sich druckbetanken? Aber ich schweife ab. PALM READER waren okay, litten aber ebenfalls ein bisschen unterm nicht so guten Sound. Was MATYRDÖD betrifft, nun ja, ich will nicht sagen, dass es enttäuschend war, aber so richtig mega fand ich es wohl nicht. D-Beat-Gekeule mit etwas zu viel Lead-Gedudel halt und der entsprechende Protagonist wirkte dabei auch ein bisschen zu angestrengt. Naja, war „okay“, nicht mehr. Meine Pizza Garten (ohne Zwiebeln) war allerdings sehr gut. Amüsant dabei im Übrigen auch Herr Double-L, der uns erst leicht weibisch von seinen Diät-Ambitionen unterrichtet, dann aber doch noch spät zur fettriefenden Pommes von Erika greift. Aber ich schweife schon wieder ab.

Montag, 1. Juni 2015

Argh!

In letzter Zeit häufen sich die Pannen, dass sich zwischen Tür und Angel mal eben zur späteren Finalisierung zwischengespeicherte Texte irgendwie von selbst auflösen. Was, wie Ihr Euch denken könnt, recht ärgerlich ist!

Deswegen, wieder einmal, nur mal eben ein Rundumschlag in aller Kürze:

Nachzügler letzten Monats:
- Endlich mal METZ mit ihrem neuen Album „II“ gehört. Noiserock mit leichter Nirvana-Kante (passenderweise auch via SubPop). Gefällt mir ganz gut!
- Der neuen BONG habe ich ein paar Anläufe gegönnt und auch wenn ich es nicht unbedingt schlecht finde, haut mich der Drone-Doom der Briten allerdings jetzt auch nicht gerade um.
- Gerade ebenfalls noch reingekommen ist die neue INKASSO MOSKAU mit dem Titel „Motorsäge“. Grind-/Hardcore, der an die punkigeren JaKa-Momente und Magrudergrind erinnert. Ziemlich gut, darauf werde ich hier in Kürze noch mal ausführlicher zurückkommen.
- Außerdem wurde mir nahegelegt, mal in den Industriell-Extremmetall von AUTOKRATOR reinzuhören („wie ‘ne Death/Black-Version von Godflesh“). An dieser Stelle muss ich sagen: Ich bin ja nun wirklich kein audiophiler Soundfetischist, aber wie das bei Veröffentlichungen von Iron Bonehead Productions öfter mal vorkommt, ist mir die Produktion dabei irgendwie doch den einen Ticken zu undergroundig-undifferenziert. Oder gehört das völlig „verwaschene“ hier Portal-mäßig zum Konzept? 
- Zu den eigenständigeren Death Metal Highlights der Stunde gehört derweil das neue Album von DISCREATION, das über FDA Rekotz kommt. Was ich nicht nur sage, weil ich mit einem der Jungs regelmäßig korrespondiere, denn der überschwängliche Szene-Anklang spricht für sich (Bandcamp).
- Last but not least haben Alerta Antifascista (Bandcamp) gerade eine Split von SANGHARSHA und BLANK rausgebracht. Hier lautet „Neocrust“ das Stichwort.

Nennenswerte nahende Neuerscheinungen im Juni:
Die neue GOATNSAKE brauche ich der ersten Hörprobe zufolge persönlich wohl eher nicht so, KEN MODE’s Noiserock-Rückbesinnung „Success“ ist ein ganz guter bis geiler Grower, und die neue SKINLESS kann man so nehmen.
Außerdem unterwegs: Neue von FIGHT AMP und HIGH ON FIRE. Und da war u.a. auch noch irgendwas mit GOBLIN REBIRTH…

Was sonst noch?
Bei der Frage, ob ich mir von der Wiederveröffentlichung des SWANS-Debüts „Filth“ die Schallplatte für irgendwas um die 20 Euro gönne, oder die um die „Body To Body“-Compilation und weitere Live-Aufnahmen von damals ergänzte 3CD-Version, die zudem einen Tacken günstiger kommt, fiel die Entscheidung dann doch erst mal zugunsten letzterer aus. Auf Vinyl hätte ich das Ganze glaube ich eh lieber originaler als in einer Remaster-Fassung…