Samstag, 30. Mai 2015

Ja ist denn schon wieder Weihnachten?

An dieser Stelle ganz herzlichen Dank an den guten alten Reissi von Metalblade Records fürs Übersenden des Carepakets mit u.a. Armored Saint und Downfall of Gaia (über den Rest hier dann später noch mehr!) und an die bezaubernde Carol von Cargo Records fürs Überbringen lassen des neuen Metz-Albums durch einen persönlichen Boten. Ihr seid die besten!


The End Men

Auch wenn ich kurz drüber nachgedacht hatte, mir mal einen Pressegästelistenplatz für „Rock im Revier“ auf Schalke zu besorgen, um mir dort u.a. Faith No More, Kiss und Saint Vitus (derzeit wohl wieder mit Scott Reagers!?) anzugucken, siegte dann schlussendlich doch noch die Vernunft, dass ich so viel Langeweile, um mir das Wochenende mit einer derartigen Großveranstaltungstortur zu verderben dann ja doch nicht wirklich habe.
So begab es sich, dass ich am vergangenen Freitag Abend stattdessen in der gemütlichen wie kultigen Dortmunder Hafenkneipe Subrosa landete. Dort spielten THE END MEN aus Brooklyn. Eine Duoformation mit Wahnsinnsschlagzeugerin (/Backgroundsängerin) und einem Sänger und Gitarristen mit Tom Waits-artiger Reibeisenstimme, die mit Blues im Blut, mächtig viel Pep und durchaus auch krachend-egenwilliger Kante die Hütte rockte.
Witzig auch das Artwork ihrer, meinerseits natürlich prompt erworbenen aktuellen Langspielplatte „Terms and Conditions“, bei dem es sich um einen Vertrag zwischen der Band und dem Hörer handelt.

Sehr, sehr coole Band. Supportet die. Morgen (Sonntag) spielen die z.B. noch in Berlin. Geht dahin, Berliner!

Bandcamp: theendmen.bandcamp.com

FB: www.facebook.com/TheEndMen

Donnerstag, 28. Mai 2015

SaturninE – Mors Vocat

Ein Hinweis in aller Kürze: Keine Ahnung, warum sie uns ein auf Anfang April datiertes Album erst Ende Mai via Bandcamp kredenzen, aber mit „Mors Vocat“ haben die sympathischen italienischen All-Female-Düster-Doomer SATURNINE gerade eben was neues hochgeladen:
saturninewitches.bandcamp.com/album/mors-vocat

Dienstag, 26. Mai 2015

Rock Hard Festival 2015, Voivod!


Jau, es war wieder ein mal ein wunderbares Wochenende in Gelsenkirchen. VOIVOD waren zauberhaft, PENTAGRAM ziemlich klasse, VENOM haben Spaß gemacht und CHANNEL ZERO und ich sind uns anscheinend einig, dass „Suck my Energy“ ihr größter Song ist. Ach ja: SPACE CHASER haben "Caught In A Mosh" gecovert.
Weitere Details und fernere Anekdoten fallen an dieser Stelle mal wieder akuter Überbeschäftigung zum Opfer, aber hey: Voivod waren supergeil, was eh die Hauptsache ist.

Freitag, 22. Mai 2015

Alle Neuveröffentlichungen, die der Mai macht

Sorry, aber manchmal kann ich es mir einfach nicht verkneifen, irgendwelche Floskeln oder Binsenweiseheiten aufzugreifen...

ARMORED SAINT - Win Hands Down
Wenn die Band mit dem besten Rock-/ Metal-Sänger unserer Zeit ein neues Album rausbringt, ziehe bekanntlich selbst ich den Kopf aus meinem „ich weiß ja nicht, ob ich 2015 wirklich noch allzu traditionell-altbackenen Häwiemettl brauche“-Arsch und bin dabei. Um es kurz zu machen: Ersten Höreindrücken zufolge ist die Produktion von „Win Hands Down“ ein ganzes Stück cooler als der etwas seltsame Wohnzimmer-Sound des Vorgängers, im Direktvergleich scheint „La Raza“ auf den ersten Blick aber doch die etwas hitverdächtigeren Songs gehabt zu haben. Aber auch nur auf den ersten. Der Refrain des Titeltracks bleibt echt gut hängen, das etwas zu lang geratene „Muscle Memory“ kommt ebenfalls ganz geil und überhaupt ist "Win Hands Down" das eine Album klassischen Hardrocks/ Metals, das man dieses Jahr braucht.
Kommt am 29. über Metalblade. 

FUCK THE FACTS / FISTFUCK Split
Kann man mal eben so schnell abhaken, wie die Musik durchrattert: Die kanadischen FUCK THE FACTS präsentieren sich hier mit einer etwas kürzeren Spielzeit als Track-Anzahl so straight-grindig wie selten, während die mir zuvor unbekannten FISTFUCK eine geile Crust-Schlagseite haben. Um sich zwischendurch mal eben durchklopfen zu lassen genau das richtige! 

Tolles Coverartwork übrigens.
Bei Bandcamp auf fuckthefacts.bandcamp.com und fistfuck.bandcamp.com aufgeteilt zu finden.


STEVE VON TILL - A Life Unto Itself 
Sieben Jahre ist das letzte reguläre Steve Von Till Soloalbum inzwischen schon her.
Zuletzt war es eher sein Neurosis-Kollege Scott Kelly gewesen, der mit Solo-Veröffentlichungen und -Touren, sowie weiteren Projekten sehr umtriebig schien. Bis zu einem Grad, der mich inzwischen etwas übersättigt hat. Aber das ist vor allem mein Problem, nicht das von Scott Kelly bzw. schon gar nicht von, äh, von Till.
Mir gefällt „A Life Unto Itself” ziemlich gut, was vor allem an der, sagen wir mal „Background-Instrumentierung“ liegt. Zur Stimme und Akustikgitarre Steves gesellt sich auch gerne mal eine im Hintergrund wabernde Slide- oder Steel-Guitar, oder andere Elemente, die das Ganze mit einer gewissen ausfüllenden Ambience unterlegen. „Night Of The Moon” (das er so weit ich mich recht entsinne auch schon live gespielt hat) z.B. wird von einem rhythmisch pluckernden Gitarrenloop begleitend, der gleichermaßen was technoides hat, genauso wie es irgendwie auch ein bisschen an Steve’s Lieblingsband Hawkwind erinnert. Das Piano-lastige „Chasing Ghosts” hat was von ruhigeren NIN-Stücken, die auch immer wieder mal so geartet waren, und der Schlusssong „Known But Not Named“ überrascht in der zweiten Hälfte mit einem interessanten Stil- und Stimmungswechsel, der etwas uramerikanisch anmutendes mitbringt.
Ein wirklich tolles Album!
Label: neurotrecordings.com


TAU CROSS – Tau Cross
"TAU CROSS is a punk/metal supergroup of the highest order. Formed in 2013 and fronted by Rob "The Baron" Miller, vocalist and bassist of the hugely influential UK metallic-punk band Amebix, and rounded out by a band that features Away from VOIVOD on drums as well as members of cult crust outfit Misery, TAU CROSS is the natural evolution of Miller's work in Amebix."
'nuff said. Ich finds geil! Ja, hat mitunter ziemliche Killing-Joke-Vibes. Und Songs wie "Midsummer" oder "Hangman's Hyll", selbst die Folk-Annäherung "We Control The Fear" (die wiederum hat vielleicht auch was von New Model Army) sind dabei eigentlich schon ziemliche Hits!
Bandcamp: taucross.bandcamp.com

VALBORG – Romantik

 “Nekrodepression” war ein unfassbar geiles Album zwischen Tom-Warrior-Gerumpel, Peter-Steele-Atmosphäre, Eisenvater-Verquerheit und Killing-Joke-Aura. „Romantik“ ist im Gegensatz dazu passend zum Titel nun mehr „October Rust“ als Carnivore und mehr „Night Time“ als ‚The Wait‘. Ein in einem Guss durchfließendes, hochatmosphärisches Doom-Album ohne brutales Gekeule und dafür mit hoher Keyboard-Präsenz. Der Schlusstrack erinnert mich mit seinen komplett kaputten Vocals im Übrigen irgendwie an „Dictius Te Necare“.
So gut wie den Vorgänger finde ich das zwar nicht, habe aber den höchsten Respekt vor Bands die das machen, was man eher nicht von ihnen erwartet hatte, ohne sich dabei an allzu offensichtliches anzubiedern.

Okay, noch mal von vorne, bzw. kurz und knapp auf dem Punkt: Hat man den Stilwechsel mal verdaut, ist „Romantik“ einige Durchläufe und eine Livebegegnung später dann ja doch ein ganz schön gutes, eigenständiges, und (so weit man das bei solcher Musik so benennen möchte) Spaß machendes Album, auf das ich die letzten Tage tatsächlich immer wieder mal Bock hatte. Und dass dieser „düsterromantische Goth-Touch“ dieser Veröffentlichung etwas ist, das in meinem Umfeld bereits einiges an Stirnrunzeln und Pauschalablehnung verursacht hat, finde ich dann auch schon wieder witzig… 

Vinyl-Version kommt Mitte Juni.
Band-Bandcamp: zeitgeister.bandcamp.com

Label-Bandcamp: templeoftorturous.bandcamp.com

WEEDEATER - Goliathan 
Was habe ich über dieses Album im Vorfeld schon an Vorwarnungen um die Ohren gesemmelt bekommen. Soundcheck-Schlusslicht im Rock Hard, “ist scheiße”, gleich zwei Sludge'n'Stoner-affine Freunde finden den Sound irgendwie nicht so prall...
Und ich weiß ehrlich gesagt gar nicht so richtig, was die alle haben. Klar, kompositorische Höchstleistungen sind was anderes, aber erwartet solche ernsthaft irgendjemand von WEEDEATER? Und gut, sowas wie zumindest einen Hit (das letzte mal war's „Jason... the Dragon“, der Titeltrack) bleiben sie uns hier schuldig, aber trauen wir uns das wirklich von diesen versoffenen Sumpfmonstern zwangsläufig einfordern zu wollen? Das Gedröhne und Gerumpel inkl. typischer Kauzig-Zwischenspiele (herrlicher Opener übrigens!) von „Goliathan” geht mit dem richtigen Maßstab angelegt wirklich absolut in Ordnung; das hier sind Dixie-Dave und seine Chaotentruppe wie man sie kennt und liebt.
Der Sound ist im Übrigen auch weit mehr als okay (hey – Steve Albini!). Wer das anders sieht … naja, liegt dann halt an Euch!
Summa sumnarum: „Goliathan” ist bestimmt kein Meisterwerk, aber mir macht's gerade  'n Mordsspaß!
Bandcamp: weedeater.bandcamp.com


Und sonst noch?

Auf das neue Album der sympathischen US-Grindcoreler CLOUD RAT, das digital schon eine Weile draußen ist, hierzulande aber erst jetzt am 29.05. auf Vinyl rausgeht, hatte ich schon mal hingewiesen und tue es gerne noch mal.
Übersee-Label-Bandcamp: haloofflies.bandcamp.com/album/qliphoth
Hiesiger Preorder: www.7degrees-records.de/shop/pre-order

Ja, die neue FAITH NO MORE lässt mich insgesamt so kalt, dass ich sie hier unter „ferner liefen“ abspeisen möchte. Ich hatte ja eh schon was eher altersmildes als ‘ne Großtat erwartet, aber einen Hauch spektakulärer hätte das nur wenige Ohrwurm-Momente („Motherfucker“) oder knallige Ausreißer („Superhero“) auffahrende „Sol Invictus“ schon ausfallen dürfen.

Die neue METZ, bzw. auch die Band generell, fiel bei mir bis jetzt irgendwie durchs Raster, was ich allerdings zeitnah noch ändern möchte.

Bei Relapse erschienen jüngst außerdem ein neues Album der Band VALKYRIE (mit Baroness-Gitarrist Pete Adams) und eine Compilation der Synth-Horrorsoundtrack-Rocker ZOMBI. Aber hier greift dann aktuell mal wieder das „So viel gute Musik, so wenig Zeit“-Syndrom…



To be continued, Ihr kennt das Spiel...

Samstag, 16. Mai 2015

Ich habe endlich mal wieder SWANS live gesehen!

Und es war gigantisch, bombastisch und megageil.
That's all.

 

Dienstag, 12. Mai 2015

Stuka Party - Schmeiser Smasher

Schon fast ein Jahr ist die Veröffentlichung von STUKA PARTY's „Schmeiser Smasher“ her, das erst jetzt als Zehnzoller-Vinyl und Compact Disc im Doppelpack zufällig in mein Leben trat.
Auch wenn Bands aus der Grind- oder Crust-Ecke dort durchaus vorkommen (Fubar, The Rotted) nahm man Heammerheart Records bisher eigentlich eher als Label für Black und Death Metal wahr.
STUKA PARTY sind jedoch, um es kurz zu machen, als Bass-/ Drums-Duo in der gemeinsamen Teilmenge aus Grindcore und Noiserock unterwegs und das weitgehend instrumental
. Was zwangsläufig was von Lightning Bolt, Fossils, Greber oder auch ganz frühen (!) JaKa, The Locust oder Melt-Banana hat, womit die Schweden die absoluten Exoten im Hammerheart-Roster sein dürften. Was im Übrigen auch ziemlich meinen Nerv trifft. 
Hoffentlich hört man von denen in Zukunft noch mehr...

Gibt's auch bei Bandcamp: https://hammerheart.bandcamp.com/album/schmeiser-smasher

live gesehen...

Sechs Konzertabende in zwölf Tagen (also im Durchschnitt zwei Wochen lang jeden zweiten Tag) mögen jetzt keine rekordverdächtige Angelegenheit gewesen sein, aber eine gute Gelegenheit in einem über die Tage gesammelten Marathon-Post damit hausieren zu gehen, dass es an mir ja nicht scheitert mit der Undergroundkultur und so…

Montag, 27.04.
KAYO DOT & BOTANIST
Essen, Panic Room

Da ich Botanist beim Roadburn nur ein bisschen gesehen hatte und Kayo Dot eigentlich gar nicht, schleppte ich mal an einem frühen Montag Abend nach Essen rüber, um vor Ort natürlich festzustellen, dass sich der Konzertbeginn wohl noch ‘ne Stunde hinzieht. Na super, hätte ich mich gar nicht so beeilen müssen.
BOTANIST sind jedenfalls something else. Sowas wie Black Metal, bei dem zwei der kapuzierten Gestalten auf sog. Hackbretter einhämmern, anstatt auf Gitarren rumzuschrubben. Das macht 2-3 Songs lang absolut Spaß, über die volle Distanz ist der Witz dann aber auch irgendwann mal weg. 
KAYO DOT-Mainman Toby Driver (Ex-maudlin of the Well – kann man mal erwähnen) zeigte sich danach in der kuschligen Hinterzimmer-Location sichtlich erleichtert und glücklich, dass tatsächlich ein paar Leutchen vorbeigeschaut hatten. Irgendwie hatte ich was teilweise ruhigeres, teilweise orchestral-pompöseres erwartet als den an diesem Abend gespielten Prog-Metal. War gut! Habe mich dann nur leider in Hinblick auf die Bahnabfahrtzeiten etwas eher verdrücken müssen, anstatt mir das bis zum Ende zu geben.

Donnerstag, 30.04
ABYSMAL GRIEF, SATURNINE, ZWIELLICHT
Oberhausen, Helvete

Um ehrlich zu sein war der Hauptgrund meiner Anwesenheit ja, dass ich unbedingt mal SATURNINE checken wollte. Fünf Mädels aus Italien, die sowas wie Death-Doom mit Sludge-Schlagseite und Black-Metal-Einflüssen machen (checkt mal ihr Bathory-Cover). Und es war cool, von denen möchte ich gerne noch mehr hören und sehen!
Der Local Support ZWIELLICHT war mit seinem Bass-losen Standart-Black Metal ganz okay, aber auch nicht weiter der Rede wert.
Der Headliner ABYSMAL GRIEF hat allerdings auf jeden Fall Spaß gemacht. Sakral-Horror-Image und Orgelgeklimper ohne Kirmes-Faktor, eine tight knallende Band, italienischer Horror-Metal at it’s best! Eine gute Einstimmung auf das…

ACHERONTIC ARTS Festival
01./ 02.05., Oberhausen, Turbinenhalle
Freitag

Bei unserer Ankunft sind THE WHITE FACES mit Sängerin Farida (The Devil’s Blood) gerade schon dabei, Songs von Roky Erickson (Night of The Vampire!) zu covern. Kann man machen.
So richtig los geht’s aber erst mit (DOLCH). Was soll man von denen halten? Ich weiß es nicht. Musikalisch ist das Ganze sowas wie „Urfaust Light“, während die etwas hellquietschige Stimme der Sängerin eigentlich besser zu einer Pop-Band als zu etwas mit BM-Background passen würde. Diese Nummer mit den Kapuzen ins Gesicht ziehen als Kollektivuniformierung habe ich auch etwas über. Irgendwie nicht wirklich schlecht, aber irgendwie auch nicht so wirklich geil.
Für den Poser-Punk von HERETIC bin ich danach wohl nicht genug in Stimmung gewesen, denn auch wenn es ganz unterhaltsam war, wollte mich die ganze Nummer mit ständigem Beinhochreißgehampel nicht so richtig mitreißen.
Dass Ván Records ein inzwischen schwer zu greifendes Label sind, zeigten dann UNIVERSE217. Das griechische Quartett scheint mit einem Bein im Doom Metal und mit dem anderen in der eher alternativrockig angehauchten Prog-Ecke zu stehen. Man inszeniert einen glasklaren Sound, der die sehr warme und emotionale Stimme der Sängerin trägt. Ich fands gut! Die doppelhälsige Gitarre ist vielleicht ein bisschen übertrieben, aber es war gut!
Die an diesem Tag hohe Frauenquote wurde bei CASTLE direkt fortgesetzt, jenem sympathischen Trio aus Frisco, das roh-rockigen Metal zwischen den Stühlen von Sabbath bis Slayer aufbietet, dabei eine gute Figur abgibt, aber irgendwie so ein bisschen was hittiges vermissen lässt, das ihnen gut zu Gesicht stehen würde.
Da die Band am Merchstand noch ihre 7‘‘ mit einer grandiosen Coverversion von Alice Cooper’s „Second Coming“ (leider nicht live gespielt) verkauft, gehe ich mal eine erwerben. Da die Typen vor mir sich ihre Einkäufe signieren ließen fragt mich die Sängerin, ob ich auch eine Unterschrift haben will. „Mal mir doch mal Alice Cooper-Augen drauf“ fällt mir vom Hirn in den Mund und die Gute kommt diesem Wunsch auch prompt amüsiert nach. Danke dafür!
SULPHUR AEON sind in Metal-Kreisen ja sowas wie die Band der Stunde. Album des Monats im RockHard und bei der Konkurrenz… sowas hat man wohl auch nicht sooo oft. Und wenn sogar ich Bock auf eine Band aus einer Schublade habe (Death Metal), die trotz einigem an aktuellen frischen Wind in der Szene ‘ne irgendwie etwas totgelaufene Sache ist (no pun intended), dann heißt das was. Der Sound war irgendwie nich so optimal, zumindest dort wo ich stand, ansonsten legte die Truppe aus Dortmund und Umgebung allerdings einen brutalen wie epischen Triumphzug hin, der nicht enttäuschte.
VANDERBUYST fielen danach mit ihrem Party-Vibes versprühenden Hardrock ohne nennenswertes Alleinstellungsmerkmal eigentlich schon wieder etwas zu sehr aus dem Rahmen. Ich finde die ja schon irgendwie ganz gut, werde sie andererseits allerdings ehrlich gesagt auch nicht wirklich groß vermissen, wenn sie demnächst wie angekündigt aufgrund mangelnden Erfolges in den Sack hauen.
Da ich ATTIC wiederum auf gut Deutsch als beschissene Karnevalsveranstaltung empfinde und ATLANTEAN KODEX zwar eigentlich ganz okay finde, aber irgendwie auch ganz gut ohne leben kann, haben wir danach schon mal die Heimreise angetreten.


Samstag
Eigentlich wollte ich CROM DUBH gerne sehen - da sich die Anfahrt aufgrund äußerer Umstände allerdings doppelt so lange wie geplant gestaltete, waren wir erst zu CARONTE in der Halle. Bei jenen nervt der Sänger mit seinem Gehabe ein bisschen (Pentagramme in die Luft zeichnen und dann noch mal die Teufelshörnchen durchschieben – c’mon!?!), aber die musikalische Darbietung war okay. 
Für die nächsten Bands ging es dann erst mal nicht mehr ohne sakrale Bühnendeko, Kerzen, Räucherkram etc. …
Zum Black Metal von den norwegischen SALIGIA mit einem wirklichen seltsamen Frontmann habe ich dabei allerdings eben so wenig eine fazitäre Meinung wie zur Duo-Formation SORTILEGIA. Letztere war stilistisch mit langen Instrumental-Läufen und gelegentlichen Kreisch-Akzenten nicht wirklich weit von Amihipstern wie Ash Borer und Fell Voices entfernt, fuhr dafür allerdings optische das komplette Klischeeprogramm auf. 
URFAUST hatten einen wesentlich besseren Abend als vor ein paar Wochen beim Roadburn. Allerdings überzogen sie schon wieder und mussten nach „Unter Töchtern der Wüste“ vom Stagemanager zum beenden ihres Auftritts angehalten werden. Diese Band ist halt nichts für straffe Zeitpläne, sondern eher für späte Stunden…
NECROS CHRISTOS‘ Drumherum – das Motto ist irgendwie okkult und orientalisch – habe ich ja noch nie so richtig kapiert. Der raue, groovende Midtempo-Death Metal der Berliner macht jedoch live seit eh und je was her und auch an diesem Abend wieder mal sowas wie Spaß.
DEATHRONATION wiederum sind die Band, auf die ich auch hätte verzichten können. Irgendwie wollte ihr offensives Geballer beim teils durchwachsnenn Sound (kann auch an meinem Hörschutz gelegen haben) nicht so gut funktionieren.
Für GRIFTEGARD hatte es sich dann allerdings absolut gelohnt, sich von Nachmittags bis Mitternacht die Beine in den Bauch gestanden zu haben. Die Schweden traten den Beweis an, dass man manchmal eben auch mit einfachsten musikalischen Mitteln die maximalste Wirkung erzielen kann. Eine kraftvolle, emotionale Stimme, ein geiler Gitarrensound… hier stimmte einfach alles! Großartig!
Grande Finale: THE RUINS OF BEVERAST, die mit ihrem mitunter industriell-kühl angehauchten Extrem-Metal zwischen BM-Roots, doomigen Parts und deathiger Brutalität einen fast schon etwas unversöhnlichen Abschluss darstellen. „Daemon“ ist allerdings ein supergeiler Song!
Summa summarum ein nettes Livemusikwochenende mit nicht immer bestem Sound, dafür allerdings oft passend stimmungsvoller Lightshow und gelungener Orga. Nächstes Jahr wieder, lieber Ván-Sven!

Mittwoch, 06.05.
THE MEMORIES, LYNX LYNX
Dortmund, Rekorder

Für den Kontrast nach all der Dunkelheit gibt’s mal wieder den teils ins heiter-poppige driftenden Garagenrock von LYNX LYNX – die mich dieses mal allerdings völlig auf dem falschen Fuß erwischten. Dass der neue Gitarrist irgendwie nicht so wirklich ins Bandbild passen will ist das eine, dass die Dortmunder sich aber über weite Strecken in gemächlichen Songs ergingen und nicht den Grad an Lärm und Energie wie sonst schon mal auffuhren das andere. Hm, ich weiß ja nicht… Schlecht war’s nicht, aber mir fehlte ein bisschen das Salz in der Suppe.
Die amerikanischen THE MEMORIES sind eine seltsame Band. Ironische Hipster-Vokuhilas inklusive. Dabei kann ich nicht mal sagen, mir derartigen Indiefolk grundsätzlich gar nicht anhören zu können, aber so 100%ig mein Ding ist’s halt nicht. War eh hauptsächlich wegen der Vorband da…

Freitag 08.05.
VALBORG, TOTAL NEGATION, THE MOTH
Münster, Sputnikcafé

„Triple Record Release Party“: THE MOTH finde ich tendenziell ganz gut, allerdings verwundet mich nach diesem Auftritt von ihnen noch weniger, dass sein gewisser Indierock-Magazin-Redakteur, der in jüngerer Vergangenheit krampfhaft auf Metal-Experte zu machen versucht, hier so viel Beifall klatscht. Die Hamburger stehen nämlich, was sich u.a. in der eher coolen als actiongeladenen Performance und den nicht sonderlich inbrünstigen Vocals äußert, trotz aller doom-metallischen Ambitionen trotzdem mit einem Bein im Alternative Rock und lassen irgendwie dann doch nicht so richtig die Sau raus. Sympathische und ganz gute Band, ja, aber die ganze große Riffmassakerspektakelexplosion ist dann doch was anderes. 
TOTAL NEGATION fand ich schon beim letzten mal nicht gut und muss daher jetzt an dieser Stelle nicht groß drauf rumreiten, dass sich daran auch zwei Jahre später nicht viel geändert hat.
Der VALBORG-Auftritt wiederum war der absolute Hammer. Die Band spielt zunächst konzentriert und bedächtig, mit Synthies aus der Konserve, drei der zurückgelehnten Songs ihres aktuellen Albums, um dann zum wilderen Teil des Abends überzugehen. Das nach wie vor unveröffentlichte Monster eines Songs namens „Werwolf“ war wieder ein mal ein Highlight neben „Nekrodepression“-Übernummern a la "Tempelberg", „Zyklop“, „Massaker in St. Urstein“ und „Sakrale Vernichtung“.
Zum Schluss gabs dann auch endlich mal „I Am Space“.
Alles richtig gemacht, Ihr seid ‘ne total geile Band, ich liebe Euch!
Ich bereue irgendwie nichts zum Fotos machen dabeigehabt zu haben, obwohl ich vorher noch kurz dran gedacht hatte…





Einen längeren Post als diesen werdet Ihr hier vermutlich nie wieder lesen. ;)
Next Stop: Swans!

Samstag, 9. Mai 2015

Blue Coupe

Wenn man sich so viel mit Musik beschäftigt, wie ich es tue, stoßen einen Verkettungen von Zufällen auch schon mal in unerwartete Regionen…

Neulich hatte ich ja mal wieder ‘ne ALICE COOPER-Phase, bei der mir dann irgendwie auch auffiel, wie gut gerade die Bassarbeit auf einigen der Frühsiebziger-Alben ist.
Ich muss dazu sagen, dass ich eigentlich nicht so der Muckertum-Typ bin, und sich derartige Erkenntnisse daher auch eher seltener als öfter bei mir festsetzen.
Als ich zuletzt eine andere Frühsiebziger-Phase hatte, betraf diese BLUE ÖYSTER CULT und Eindruck hinterließ hier vor allem der Drummer (hört Euch mal "Teen Archer" an).
Nachdem ich dann mal bei Wikipedia nachgelesen habe, wer genau letzterer eigentlich so ist, stellte ich verblüfft fest, dass besagter BÖC-Originalschlagzeuger Albert Bouchard und der damalige Basser der Alice-Cooper-Band Dennis Dunaway aktuell (!) eine Band namens BLUE COUPE zusammen haben.
Sicher wird hier der eine oder andere nun was von „Rentnergang“ o.ä. schmunzeln, aber auch wenn ich normalerweise nicht so der Typ für Altherrenrock und Nostalgiedinger bin, nahm ich mir das dann doch zum Anlass mal reinzuhören.
Das um Bouchard’s Bruder Joe (ebenfalls von der BÖC-Originalbesetzung) an der Gitarre ergänzte Powertrio hat bisher zwei Alben veröffentlicht, von denen das 2013er Zweitwerk „Million Miles More“ mit Gast-Performances von u.a. auch Alice Cooper und – festhalten und nicht lachen – Ross the Boss (Ex-Manowar) aufwartet.
Ich würde lügen, wenn ich behaupten würde, dass jeder Song ein totaler Knaller ist, aber für das, was es ist (sprich: Classic Rock), finde ich es dann ja doch ziemlich brauchbar...


Donnerstag, 7. Mai 2015

Suma…

…bringen anscheinend fünf Jahre nach „Ashes“ bald endlich mal ein neues Album raus! Und nicht nur das: Es beinhaltet wohl einen Coversong der AmRep-Helden Hammerhead!
Gespannt wie’n Flitzbogen, heiß wie Frittenfett, hoffentlich wird’s noch mal min. so gut wie „Let The Churches Burn“!

Rorcal - La Femme sans Tête

“La Femme sans Tête” (the headless woman) is Rorcal 10 years anniversary celebration track.
Streaming and Free download at: https://rorcal.bandcamp.com/album/la-femme-sans-t-te
Being a Digital release only (Pay what you want on our Bandcamp), the Download includes a guideline for you to make your own album cover.
 

Now: download it all, check the “How to” file, go grab some drinks and press play. Follow the instructions and send us your own creations to management[at]rorcal.com.
We’ll be posting it on our Facebook and through our pages and the winner will get our new album which will be out in 2016.
Looking forward to your contributions.
 

With Love,
Rorcal

Dienstag, 5. Mai 2015

Razor Reissues

Relapse Records haben gerade die Alben fünf bis sieben der kanadischen Thrash Metaller RAZOR aus den Jahren 1988, 1990 und 1991 als CDs und Downloads wiederveröffentlicht, mit Live- und Demo-Songs als Bonus. Warum keine Vinyl-Versionen, das dürft Ihr mich nicht fragen.

Bandcamp:
- Violent Restitution
- Shotgun Justice
- Open Hostility

Grmpf!

In den letzten Tagen hatte ich ein ganz seltsames Speichermedien-Problem, durch das halbfertige Blogposts unwiderruflich in die ewigen Jagdgründe entschwanden. D.h., dass Ihr Euch nun noch eine Weile länger gedulden müsst bis ich u.a. erzähle wie es so beim „Acherontic Arts Festival“ war.   

Außerdem wollte ich eigentlich darauf hinweisen, mit einem Auge mitbekommen zu haben, dass die japanischen All-Female-Experimentaldancerocker (ja, saublöde Schublade, ich weiß) NISENNENMONDAI einen Teil ihrer Discographie unter nisennenmondai.bandcamp.com hochgeladen haben, beim genaueren Hinsehen dann allerdings festgestellt, dass man dort außer einer Live-Scheibe kein Album wirklich komplett hören kann, sondern lediglich einen jeweiligen Einzelsong oder gar nur Ausschnitte von solchen. Irgendwie auch doof, oder?

Nahende Neuerscheinungen von Belang: Armored Saint, Goatsnake,
Ken Mode,Tau Cross, Valborg, Weedeater.