Montag, 30. März 2015

Neue Videoclips

SciFi-Time mit Jon Spencer Blues Explosion und Torche:



TORCHE - "Annihilation Affair" from the album 'Restarter'SUBSCRIBE: http://bit.ly/RelapseYouTubePurchase from Relapse Records here: http://bit.ly/TorcheRestarterPurchase on iTunes: http://geni.us/RestarterDLXDirected by Phil Mucci http://www.diabolikfilms.comhttps://www.youtube.com/user/philmucciAvailable now on CD/LP/Deluxe 2XLP/Cassette/Digital via Relapse Records.
Posted by Torche on Monday, March 30, 2015

Altar of Plagues

Live gesehen und kurz notiert, zum zweiten: Ja, ich habe es tatsächlich auf mich genommen, für ein Konzert der eigentlich bereits „abgeschlossenen“ und eine Extra-Abschiedsrunde drehenden ALTAR OF PLAGUES vom Pott in die Bundeshauptstadt rüberzufahren.

Um nicht zu lange drumrum zu reden: Die eröffnenden MALTHUSIAN waren mit ihrem zeitgenössischen Extremmetalllärm zwischen BM-Einflüssen und Neurosis-Momenten tatsächlich eine perfekt passende Vorgruppe, die ich von Konserve irgendwann zwischen jetzt und demnächst auf jeden Fall noch mal genauer unter die Lupe nehmen werde, sobald ich mal wieder mehr Zeit und Langeweile haben sollte…

Das Wiedersehen mit ALTAR OF PLAGUES war danach ein mitunter auch seltsames: Die Truppe ist inzwischen vom Quartett zum Trio geschrumpft; den spielerisch sichtlich gewachsenen Schlagzeuger hätte ich fast nicht wiedererkannt und irgendwie klangen einige Songs ganz schön anders als von (Schall- oder Fest-)Platte. Ich bin außerdem sehr froh darüber damals dabei gewesen zu sein, als die Iren ihr frühes Magnum Opus „White Tomb“ beim 2010er Roadburn Festival am Stück spielten, denn an diesem Abend in Berlin gab es ausschließlich Songs der letzten beiden Alben zu hören. Darunter den epischen Mammutbrocken ‚Neptune is Dead‘ und allerlei Material der experimentellen Verquerheit eines Albums „Teethed Glory and Injury“, das live erstaunlich gut funktionierte.
Summa summarum war es trotz allem ein geiles Konzert – hochatmosphärisch, interessant und brutal. Und vor allem sehr gute, für sich sprechende Musik ohne irgendeinen Image-Firlefanz.
Bezeichnend ist außerdem mal wieder, dass ich von den Leuten, die ein totales Gewese um Liturgy und Deafheaven machen, beim Konzert der wirklichen Champions derartiger Stilgefilde natürlich niemanden gesehen habe (sorry, aber ohne den Geschmacksblockwart-Holzhammer kann ich's halt nicht...). 

(Bilder sind von u.a. AoP’s Facebook geklaut; ich wollte das hier nicht ganz ohne visuelle Reize raushauen)

Noiserock-März

Aufgrund eigener musikalischer und weiterer Aktivitäten habe ich gerade noch weniger Zeit denn je ausführlicher in irgendwas reinzuhören und dann auch noch drüber zu bloggen - jaja, langsam wird’s lachhaft hier, ich weiß - aber...

CHERUBS: Die legendären Noiserocker aus Austin haben zwanzig Jahre später dann doch noch mal ein neues Album gemacht. Gibt's bei Bandcamp: cherubs.bandcamp.com/releases

FOSSILS: Das dynamische Dänen-Duo (doing!) hat eine alte EP um Gastsänger-Performances aufgestockt, darunter u.a. Ex-Hatesphere-Scherzbold Jacob Bredahl; Bandcamp:  indisciplinarian.bandcamp.com/album/the-meating


LIGHTNING BOLT: Ganz kurz und knapp auf den Punkt gebracht ist das neue Album dieses wild-wirren Krawallduos mit dem Titel “Fantasy Empire “ ziemlich geil!
 

SANNHET: Passt zwar nicht wirklich mit in die Schublade Noiserock, aber zu Instrumental-Metal mit “Blackgaze”-Kante ist es sooo weit von Fossils, LB und Zu nun auch wieder nicht. Haben 'ne neue auf Bandcamp raus: sannhet.bandcamp.com
 

ZU: Auf “Cortar Todo” sind die Ipecac-Italiener von ihrem Punk-Jazz ein Stück weiter in noch metallisch-brachialere und eigenwilligere Gefilde gerutscht. Bin mir noch nicht sicher, wie ich das finde.

Killimanjaro

Live gesehen und kurz notiert, zum ersten: 
Der sympathische Dortmunder Plattenladen Black Plastic lud am vergangenen Mittwoch mal wieder zu einem kostenlosen Ladenkonzert. Es standen KILLIMANJARO auf dem Plan. Portugiesische Jungspunde, die im überfüllten Kabuff irgendwo zwischen Blues, Rock’n‘Roll und Metal ordentlich Dampf machten. Irgendwie eher Old School, aber irgendwie auch eigen, vor allem allerdings spielfreudig hoch zehn und ziemlich mitreißend. Wären echt was für Tee Pee Records oder so.
Checkt die aus auf: killimanjaro.bandcamp.com

KEN Mode - Blessed (Video)

"Blessed" is the first music video taken from KEN MODE's forthcoming album, 'Success'.
Recorded by Steve Albini. 
Video by Christopher Mills, guest vocals by Eugene Robinson (Oxbow), Guest cello by Natanielle Felicitas, guest noise by Dylan Walker ( Full of Hell).

Dienstag, 24. März 2015

The Death and Resurrection Show



http://killingjokemovie.com

Bla bla bla

Aus dem einen oder anderen aktuellen Anlass habe ich im Moment im Übrigen auch mal wieder eine etwas konservativere Rock- und Metal-Phase...

Von Früh- bis Spätwerken lief z.B. viel, nicht lachen, ALICE COOPER. Falls irgendwen meine persönliche Bilanz aktueller Erkenntnisse des Hörmarathons interessieren sollte:
Was die Alben der klassischen Bandformationen der ersten Siebziger-Hälfte betrifft, sind vor allem "Love It To Death" und "Billion Dollar Babies" überragend, "Killer" ist auch sehr gut, das partiell an "West Side Story" angelehnte "School's Out" aber irgendwie nicht ganz so gut gealtert.
Der Solokünstler-Einstand "Welcome To My Nightmare" ist immer noch großartig - das Jahrzehnt zwischen eben diesem und der 1986er Hardrock-/ Glam-Metal-Modernisierung "Constrictor" warf allerdings kein komplett zwingendes Album, sondern lediglich mal ein paar coole Einzelsongs (z.B. "Go To Hell") ab. Davon dennoch erwähnenswert: Das verko(r)kste "Blackout-Phase"-Album "Zipper Catches Skin" ist vielleicht trotzdem einen ganzen Tick besser als sein Ruf, und die Coverversion von Love's "Seven And Seven Is" in ihrer Skurrilität ebenfalls irgendwie cool.
Das 1986er "Constrictor" ist aus heutiger Sicht trotz greller 80er-Popigkeit vielleicht doch wesentlich besser gealtert als das schon 1991 leicht aus der Zeit zu fallen drohende "Hey Stoopid", während "Trash" (1989) unbestreitbar die reinste Hitfabrik ist.
Das 2000er "Brutal Planet" gehört zu den allerbesten Alben des Coops. Könnte ich auch 15 Jahre später immer noch in Dauerschleife hören. Das gleiche gilt für das eher 70er-mäßige "The Eyes Of Alice Cooper" (2003), während bei dessen Nachfolger "Dirty Diamonds" lediglich der bei Kyuss abgeguckte und um ein James-Bond-Moment erweiterte Titeltrack ein wenig besticht.
Die Kombination der beiden Erfolgsrezepte "makaberes Konzeptalbum" und "Spätachziger-Hardrock-Sound" machte aus "Along Came A Spider" 2008 ein weiteres sehr gutes Spätwerk Alice Coopers, während man von dem aufgesetzten und etwas zu bunt durcheinandergewürfelten "Welcome 2 My Nightmare" (2011) mit seinen Autotune-Unsäglichkeiten eher die Finger lassen sollte.
Tjoah. Noch Fragen?


Außerdem höre ich gerade viel ARMORED SAINT, weil ich mich aufs neue Album freue. Erwähnenswert an der Band mit dem allerbesten Rock-/Metal-Sänger der Welt ist, dass diese eben nicht zu den typischen "nach den ersten Alben kam nicht überragendes mehr"-Oldies gehört, sondern im Gegenteil eher nach hintenraus immer noch besser wurde.
Das 1984er Debüt "March Of The Saint" ist schon cool, die nachfolgenden Alben "Delirious Nomad" und "Raising Fear" durchaus schwer okay, so wirklich hitverdächtig im Quadrat wurde es aber erst auf "Symbol Of Salvation" (1991), dem soundmäßig druckvoll inszeniertem Comeback-Knaller "Revelation" (2000) und "La Raza" (ist das auch schon wieder fünf Jahre her? Wie die Zeit verfliegt...).


Als mich im Second Hand Plattenladen eine LP von NUCLEAR ASSAULT, die ich noch nicht besaß, für kleines Geld anlachte, musste ich da dann mal zuschlagen und generell die alten NA-Schinken mal wieder hören. Was waren NUCLEAR ASSAULT - von Basser Danny Lilker nach seinem Rausschmiss bei Anthrax gegründet - eigentlich back in the day für eine unfassbar geile Band? Was die Thrash Metal-Essentials "Game Over" (1986), "Survive" (1988) und "Handle With Care" (1989) heute noch an wild-jugendlicher Energie ausstrahlen ist nämlich kaum zu fassen.

That's all.

Samstag, 21. März 2015

Reingehört und kurz notiert

ENSLAVED - In Times
Die norwegischen Original-Viking- und Prog-Black-Metaller sind bei mir irgendwie so eine "Hit or Miss"-Angelegenheit. Etwas zielgenauer auf die Fresse knallende Alben wie "Axioma Ethica Odini" gefallen mir dann ja ehrlich gesagt doch besser als solche wie "RIITIIR", wo die Mixtur als Knüppelkrächz-Metal und Prog-Sphären mit Pathosgesang irgendwie in sich zu zerfallen droht. "In Times" ist wieder mal eines dieser mir besser gefallenden ENSLAVED-Alben, das nicht unbedingt Magnum-Opus-Potenzial hat, aber eben doch irgendwie ganz gut reingeht.

THE MOTH - And Then Rise
Hamburger Trio zwischen Doom, dezent durchschimmernden Rumpelsludge-Einflüssen, Alternative und einer gewissen Schlagseite in Richtung Mitte Neunziger (Paradise Lost's "Draconian Times", Type O Negative ohne Orgel und ironischem Gothkitsch). Kein Gegröle, sondern Gesang. Finde ich echt gut! 

Gibt's bei This Charming Man.

UFOMAMMUT - Ecate

Wem der hypnotische wie wuchtige Psychedelic Drone-Doom-Sludge der Italiener bisher gefiel, der kann genauso bedenkenlos zu "Ecate" greifen wie Neulinge, die sich mal ein Bild davon machen wollen.
Kommt über Neurot.

Mittwoch, 18. März 2015

Shroud Eater - Face The Master (Videoclip)

Dass Kylesa wohl in diesem Leben nicht noch mal wieder so geil wie zu "Static Tension"-Zeiten werden, äh, werden, wird zu verschmerzen sein, sollten SHROUD EATER endlich mal übern großen Teich kommen...

Mittwoch, 11. März 2015

Haha

Manchmal kriegen nicht nur Bands die Fans die sie verdienen, manchmal kriegen diese Fans auch die Bands die sie verdienen zurück.
Es geht gerade ein Aufschrei durch Hipsterhausen was für eine schlimme, langweilige Kunstkacke das neue Album der New Yorker "Post-Black Metaller" Liturgy doch ist. Was mich persönlich sehr amüsiert, denn schon das 2011er "Aesthethica" wurde im Kreise diverser Blogger, Indiemag-Redakteure und ihren Tribrettfahrern, von denen gut die Hälfte sowas doch eigentlich eh nur zum mitreden können mal anzappen als dass die es sich wirklich und tatsächlich (gerne) anhören, viel weiter hochgebauscht als gerechtfertigt war.
Ja, auf diese Leute zeige ich jetzt mit dem Finger und lache sie aus, denn das habt Ihr jetzt davon mal wieder mit dabeigewesen sein zu müssen, irgendwelchen Schnullis vorschnell mehr Substanz angedichtet zu haben als wirklich drinsteckt.


On a side note, um im gleichen Blogpost auch noch mal eben schnell meine Metal-Kredibilität richtig raushängen zu lassen: Eigentlich hätte ich ja Bock, mir mal wieder Sulphur Aeon anzusehen, die am kommenden Samstag in diesem Oberhausener Drecksladen Helvete spielen, aber eine von 16:30 (!) bis nach Mitternacht geplante Veranstaltung mit acht Bands ist mir dann ja doch ein bisschen zu viel des guten auf einem normalen Samstag.
Ich bin allerdings gespannt auf deren neues Album. Sieht gerade jedenfalls so aus, als wenn nach diesem Noiserock-März (Cherubs, Fossils, Lightning Bolt, Zu) der April eher im Zeichen okkulten Geballers (Sulphur Aeon, Tribulation) stehen wird...


Dienstag, 3. März 2015

Weird

Musikrezeption kann ja manchmal schon ‘ne komische Sache sein.
Weil mir die Promo-CD des aktuellen OOZING WOUND-Albums beim Wühlen in meinen Tonträger-Bergen zufällig in die Hände fiel, legte ich sie im Auto nach dem Motto „ach, die spielen ja demnächst irgendwo, wo ich auch bin; vielleicht doch noch mal hören“ dann doch mal wieder ein. Und irgendwie… ist sie auf ein mal anders, als bei den anfänglichen Rotationen vor wenigen Monaten.  Die Grundeinschätzung „Rasanter Rumpel-Sludge mit Thrash-Kante, hat gelegentlich mal diesen grooveigen ‚Supercollider‘-Drive“ ist zwar geblieben, aber irgendwie kommen mir OOZING WOUND auf ein mal doch einen ganzen Ticken energischer, fieser und kantiger, außerdem doch noch wesentlich Trash-lastiger und etwas weniger sludgeig vor als neulich. Und irgendwie höre ich die stilistische Nähe zu Bands wie Nuclear Assault, Kreator oder Voivod auf einmal doch viel deutlicher raus, als ich sich bei den Erstanläufen wahrnehmen wollte.
Es ist zwar jetzt nicht so, als wäre meine „finds prinzipiell ganz gut, könnte aber auch ohne leben“-Meinung dazu in „Boah, voll geil“ umgekippt, allerdings werde ich das Gefühl nicht los, dass mich „Earth Suck“ als etwas, das eigentlich schon irgendwie ziemlich „meine Musik“ sein müsste, anfänglich ein wenig auf dem etwas falschen „jetzt gerade eigentlich nicht so den Bock auf sowas“-Fuß erwischt haben könnte.
Strange, oder?