Donnerstag, 29. Januar 2015

The Austerity Program

Ein aufmerksamer Leser (ha!), der meine Zuneigung zum Noiserock teilt, wies mich jüngst auf das letztjährige Album von THE AUSTERITY PROGRAM hin.
Danke dafür!
Keine Ahnung warum mir das Duo, das vor einigen Jahren mal ein paar Veröffentlichungen auf Hydrahead hatte, vorher noch nicht so geläufig war. „Beyond Calculation“ kann mit seiner Kombination aus Math-/ Noiserock Richtung Shellac und einem Schuss Metal im Sound, sowie nicht zuletzt dank des Drumcomputers auch noch mit einem Hauch von Industrial-Aura (Godflesh und Cop Shoot Cop lassen durchaus grüßen) ja doch ziemlich bei mir punkten.
Sehr coole, eigenwillige Nerdlärm-Band. Backkatalog wird aufgearbeitet.
Bandcamp: austerityprogram.bandcamp.com

Donnerstag, 22. Januar 2015

Ice-T huldigt S.T.!

Und wie!  Da kann man wirklich nur noch das Bandana ziehen:


Apropos - das hier wär' auch gerad' noch neu:


Dr. Living Dead! - TEAMxDEADx (OFFICIAL VIDEO) on MUZU.TV.

Mittwoch, 21. Januar 2015

Altar of Plagues: Letzte Runde!

Habe ich hier zwar schon 1-2 mal gesagt, aber sage es gerne noch mal: ALTAR OF PLAGUES‘ „White Tomb“ ist eines meiner absoluten Lieblingsalben der letzten Jahre. Es ist das eine „Post-Black Metal“-Album, das man (klar, neben „Two Hunters“) im Schrank stehen haben muss (ja, scheiß auf Liturgy und scheiß auf Doofheaven).
Ich sah die Band ferner das komplette Teil beim Roadburn am Stück performen und es war großartig.
Bei „Mammal“ dachte man 2011 trotz des unfassbar grandiosen Eröffnungsepos "Neptune Is Dead"  dann irgendwie, dass die Band kreativ inzwischen alles gesagt hatte, doch Pustekuchen: Das finale „Teethed Glory and Injury“ kam 2013 ziemlich verblüffend mit solch verquerem Lärm daher, dass so mancher Hipstermetaller davon völlig überfordert war. Ich fands geil.

Die Iren wollen sich live noch ein letztes mal die Ehre geben. Hier sind die Dates:


Vendetta Compilation für lau

Vendetta Records haben eine Compilation zum Gratisdownload bei Bandcamp reingestellt.
Bands wie SVFFER, FUNERARY, ABSTRACTER und ULTHA sind „Kach und so…“-Lesern allerdings natürlich bereits bekannt…

https://vendetta-records.bandcamp.com/album/vendetta-compilation

Neue Videoclips

Heute: Die okkultig-punkige Edition mit HERETIC und THE HOOKERS:

Freitag, 16. Januar 2015

Wurden meine Gebete etwa tatsächlich erhört?

Nicht nur Distorted Pony, sondern auch die Cherubs machen dieses Jahr wieder was.
Nicht nur Unsane, sondern auch Ableger-Bands wie Cutthroats 9 und die noch recht neuen Pigs haben in jüngerer Vergangenheit totale Knalleralben veröffentlicht.
AmRep haben ihre erste "Dope, Guns & Fucking In The Streets" Compilation seit Ewigkeiten rausgebracht.
Hammerhead (USA) und Vaz waren letztes Jahr auf großer Europatour.
Bands wie Whores. und Rabbits sorgen Ken mode folgend in der amerikanischen Hipstermetaller-Blogosphäre verstärkt für Aufsehen.
Pissed Jeans auf SubPop. Dyse werden immer größer.

Möglicherweise erleben wir gerade tatsächlich sowas wie das Low Profile-Revival einer lose definierten populärmusikalischen Subgenre-Spielart, die auch früher schon nicht die breitenwirksamste war, sich über die Jahre allerdings zu einem regelrechten Fetisch von mir entwickelt hat: Noiserock.
Bitte noch mehr davon, lasst es nicht mehr aufhören!


("If music be the food of love, play on; give me excess of it, that, surfeiting, the appetite may sicken and so die." - William Shakespeare )

Mittwoch, 14. Januar 2015

Tähtiportti - Poikarakkaus (Videoclip)

feat. Sir Albert Witchfinder of Reverend Bizarre fame (wtf?!?):

Dienstag, 13. Januar 2015

Hull no more

Als HULL-Gitarrist Nicholas vergangenen Dezember als Guitar-Tech mit einer anderen Band durch die Gegend kam, offenbarte er mir bereits das nahende Ende besagtem Metal-Ensembles.
Gestern haben sie offiziell ihre Abschiedsshow angekündigt.

Die gefühlt kurze Nicht-Karriere von HULL war eine etwas seltsame.
Nachdem von ihrem 2009er Debüt-Longplayer „Sole Lord“ – ein gutes, aber nicht berauschendes Doom/ Stoner Metal-Album mit gewisser klanglicher Nähe zur „Rot-/ Blau-Phase“ von Baroness – keiner so wirklich Kenntnis nahm, fingen sie in ihrer Heimat New York City an, live hier und da Aufsehen zu erregen.
Mit der EP „Viking Funeral“ wiederum katapultieren sie sich 2011 in der Gunst einiger Krachliebhaber wie mir raketenartig nach ganz oben. HULL verstanden es wie keine andere Band, dem Zeitgeist des amerikanischen Metal-Undergrounds zu entsprechen, dabei allerdings eine sehr eigenständige Mixtur aus Stoner-/ Doom-Wurzeln und brodelndem Sludge-Sound, sowie rasanten Hardcore-, Thrash- und Extrem-Metal-Stilbestandteilen aufzufahren.
Ihr zweiter Longplayer „Beyond The Lightless Sky“ trieb diese Herangehensweise auf die Spitze. Postrock-Instrumentals auf der einen, räudiges Geballer auf der anderen Seite. Weit weg von der Kühle vieler Post-Metal-Bands a la Isis, aber doch auch so viel mehr als die meisten anderen Sludge-Rumpeltruppen. Organisch, melodisch, sehr eingängig, aber auch sehr eigen und regelrecht progressiv.

Irgendwie sollte es HULL allerdings leider nicht gegönnt sein, zu Peers wie Baroness und Kylesa in die gleiche allgemeine Beliebtheitsgrad-Liga aufzuschließen.
Warum das so gewesen sein mag müssen wir an dieser Stelle jetzt mal nicht genauer analysieren.
Es war jedenfalls sehr, sehr cool, die Jungs letztes Jahr immerhin zwei mal live gesehen und kennengelernt zu haben und vom entsprechenden Roadburn-Wochenende und einem skurrilen Konzertabend in Köln die eine oder andere Anekdote mitgenommen zu haben.
Und ich finds cool, so einen Meilenstein wie „Viking Funeral“ als Schallplatte im Schrank stehen zu haben, denn in einigen Jahren wird das Teil in den üblichen „die unterbewertetsten Metal-Releases ihrer Zeit“-Ausführungen auftauchen.

In the wake of the fire, we were born!
In the wake of the fire, we still burn!

Dienstag, 6. Januar 2015

Grind

"Slave To The Grind" ist ein sich gerade in Arbeit befindlicher Dokumentationsfilm über das Musikgenre Grindcore. Mel Mongeon ist die Schreierin der großartigen Fuck The Facts, die nach wie vor nicht das Ausmaß an Liebe von der Welt zurückbekommen, das ihnen eigentlich gebürt.



www.facebook.com/Slavetothegrindfilm liken gehen, um weitere Teaser und Trailer mitzubekommen.

Montag, 5. Januar 2015

2015

Ja, ich weiß, das Jahr hier gleich wieder mit so einer Nummer a la „eigentlich habe ich gerade nicht so wirklich die Zeit und Energie so zu bloggen, wie ich gerne würde, mache es aber trotzdem halbherzig“ anzufangen ist schon irgendwie albern. Ich mache es aber eben tatsächlich trotzdem.
Nach einigen Gesprächen und Beobachtungen in jüngerer Zeit war ich schon kurz davor eine Neujahrsansprache zu bringen, in der ich mich über die derweil immer schlimmere Durchlässigkeit der Metal-Szene gegenüber brauner Kotscheiße und dummer Bullshitideologien auskotzen wollte. Da ich es 2015 aber mit ein bisschen mehr Zen-Philosophie probieren wollte, spare ich mir das bis auf weiteres erst mal für noch schlechtere Zeiten auf.


Was mich aber auch schon zu meinem ersten Konzertbesuch in diesem Jahr bringt: DEAD CONGREGATION und Vorbands im Oberhausener Helvete.
Dass man es in besagter Lokalität mit dem Rauchverbot alles andere als eng sieht passt auf jeden Fall ganz gut dazu ins Bild, dass die Idiotendichte an diesem Abend gar nicht mal so gering ausfiel. Ich mags ja auch gerne mal eher ein bisschen rustikaler, aber bei mitten im Konzertsaal vor sich hin urinierenden Vollasis hört es wirklich auf.
Ich glaub‘, ich bin inzwischen einfach echt zu alt fürs sowas…
Dass der extreme Metal-Underground musikalisch lebendiger und interessanter denn je ist, wurde an diesem Abend allerdings recht deutlich. DEAD CONGREGATION wurden ihrem Ruf als momentan heißester Scheiß in Sachen Death Metal absolut gerecht, denn es war eine sehr souveräne und mitreißende Show. Die irischen ZOM versprühten ein bisschen Crust-Aura und aufgrund der sehr Hall-lastigen Vocals auch einen gewissen Grad an Eigensinnigkeit. BONES passten als Opener perfekt.
Das eigentliche Highlight waren jedoch die aus der Gegend stammenden KHTHONIIK CERVIIKS, und fragt mich jetzt bitte nicht wie zur Hölle man das aussprechen soll. Was der Gitarrist sich da immer wieder an ziemlich Voivod-artigen Läufen rauswrang war teilweise nicht von dieser Welt. Interessante Band!
Beim Bandcamp von Iron Bonehead Productions gibt es ein aktuelles Demo, dessen Sound dem Ganzen aber noch nicht so ganz gerecht wird.
 

Themawechsel, Veröffentlichungskalender:
Diesen Monat gibt’s die neue NAPALM DEATH, kurz darauf die neue MÖRSER. Beide schon gehört, beide geil.
Die gerade kommende MARDUK geht schon als Comedy-Platte durch, vor der neuen THE CROWN wiederum habe ich fast schon so ein wenig Angst, weil schon die letzte ziemlich mau war.
Im Februar kommt außerdem ein Album mit bisher unbekannter Musik von Regisseur von Score-Komponist JOHN CARPENTER. Da habe ich echt Bock drauf, weil Fan.
Ein neues Album von THE HOOKERS ist auf CD schon raus und kommt als LP im März.
 

DISTORTED PONY haben derweil auf Facebook ein Bild von den Aufnahmen ihres Reunion-Albums geteilt. Da deren beiden 90er-Alben in jüngerer Vergangenheit hier auch öfter mal liefen, bin ich sehr gespannt auf die Dinge, die da kommen mögen. Generell muss ich sagen, dass derartiger Noiserock mich dieser Tage immer öfter deutlich mehr anregt als die meisten Metal-Subgenres, warum genau auch immer*.

Wo wir dabei sind: Besser spät als nie habe ich gerade HTRK für mich entdeckt. Deren 2007er Debüt „Nostalgia“ läuft aktuell rauf und runter und gefällt mir mit seinem kühlen No Wave/ Noiserock/ industriell angehauchtem Shoegaze-Avantgarde-Pop, oder wie auch immer man das nennen möchte, ziemlich gut.
Bandcamp-Link: htrk.yourcomicbookfantasy.com/...
Jüngere Releases werden später noch abgecheckt…


*Randnotizen-Resterampe, ganz so schlimm ist es mit der Metal-Unlust allerdings auch nicht: Neben dem einen oder anderen Geheimtipp-Klassiker aus der Ecke Hellhound Records (Iron Man!) und artverwandtem (Spiritus Mortis!), sowie gelegentlichen Black Metal-Anflügen, gehörten zu den Dauerrotatoren jüngerer Vergangenheit vor allem auch EVOKEN. Was folgende zwei Fragen aufwarf: 1.) Wie geil, interessant und eigen, gerade auch wegen der Schlagzeugarbeit, sind eigentlich die ersten beiden EVOKEN-Alben, und 2.) warum wird diese Band seitdem anscheinend leider von Release zu Release jeweils einen Tick weniger faszinierend?


Soweit dazu. Ich gehe mal davon aus, dass es hier die nächsten Tage/ Wochen erst mal nicht so viel zu lesen geben wird, denn ich wüsste gerade nicht, dass zeitnah weiteres interessantes ansteht. 


PS: Kann mir eigentlich mal jemand erklären, was genau eigentlich alle Welt mit dieser Lana Del Rey hat?