Dienstag, 28. Oktober 2014

Aktuelle Alben Oktober

Ja puh, es ist schon wieder so viel interessantes los, dass ich mit so vielen guten Alben vom letzten Monat nach wie vor in der Dauerrotation gar nicht mehr so richtig mit dem anhören, geschweige denn bloggen nachkomme… immer diese Zwänge und First World Problems…
 

1349 - Massive Cauldron of Chaos
Wie es sich für eine norwegische Black Metal-Band schon regelrecht gehört (man bedenke z.B. Mayhem’s Prog-Album mit Trip Hop-Track; die Industrial-Anwandlungen von Satyricon, Thorns und Dødheimsgard um die Jahrtausendwende, während der auch Gorgoroth Nuancen in diese Richtung durchschimmern ließen…), ergingen sich auch 1349 neulich mal in einer experimentellen Phase mit Ambient-Ansätzen u.ä., wofür sie sich gar zwei mal den_Warrior aka Thomas Gabriel Fischer zum Hand auflegen ins Studio holten. Bei „Massive Cauldron of Chaos“ steht der Kurs wieder voll und ganz auf reiner Extremmetall-Raserei, weswegen das halbstündige Album Erinnerungen an die Genre-Klassiker „Battles in the North“ und „Panzerdivision Marduk“ weckt. Wer auf sowas Bock hat, liegt hier richtig. Ein überraschender musikalischer Meilenstein ist aber natürlich was anderes.
Label-Bandcamp: seasonofmist.bandcamp.com/album/massive-cauldron-of-chaos


ATRIARCH - An Unending Pathway
Bei den ersten 1-2 Anläufen dachte ich erst noch ATRIARCH arg mittelmäßig zu finden, musste einige Hörproben später dann aber doch noch eingestehen, dass  „An Unending Pathway“ ja doch so ziemlich das ist, was man gemeinhin als Grower bezeichnet.
Wenn man die besten Momente von Neurosis (Souls at Zero/ Enemy of the Sun/ Sovereign/ ...) mit vereinzelten Ausbrüchen schwarzmetallisch inspirierter Raserei und einer dicken Portion Gothrock/ Postpunk (derzeit ja eh angesagt) in einen Topf wirft, und das Ganze soundtechnisch nicht zu dick aufträgt, sondern eher so ein bisschen stripped down inszeniert, dann kommt sowas wie  „An Unending Pathway“ dabei raus.
So richtig Oberliga ist das zwar noch nicht ganz, aber ATRIARCH sind aber bereits auf dem absolut richtigen Weg. Gefällt mir.
Bandcamp: atriarch.bandcamp.com/releases


FUCK THE FACTS – Abandoned
Wie schon erwähnt haben FUCK THE FACTS drei Outtakes der Aufnahmesession des großartigen „Die Miserable“-Albums als limitierte Tape-Auflage und ansonsten rein digitalen Release rausgehauen.
Der Mix ist hier zwar etwas verwaschener als bei besagtem Album, die kanadischen Prog-Deathgrinder an sich aber on top wie man sie kennt und schätzt. Warum tun das eigentlich immer noch viel zu wenige?

Bandcamp: fuckthefacts.bandcamp.com/album/abandoned

GODFLESH - A World Lit Only by Fire
Nach der vorangegangenen EP im Frühjahr hier nun also der Longplayer. Neue Alben alter Helden nach längerer Pause sind ja immer so eine Sache. Dass sich die Herren Broadrick und Green in ihrer Herangehensweise eher an der Frühphase von GODFLESH orientieren, tut dem Ganzen dabei gut.
Um auf den Punkt zu kommen: Mir gefällt‘s. Das ist diese interessante und mitreißende Kombination aus mechanisch treibender Rhythmik und wuchtigem Saiteninstrumenten-Lärm, die mich schon bei meinen ersten Berührungen mit der Band Mitte der Neunziger faszinierte. Im Gegensatz zur erwähnten „Decline & Fall“ EP, die ich ganz okay aber nicht überragend fand, wartet „A World Lit Only by Fire“ allerdings endlich auch wieder mit diesen alles zerschmetternd stampfenden Monster-Grooves auf, wie sie eben nur GODFLESH können. 
Steht nur nach wie vor die Frage im Raum, wann die nach einer kleineren und natürlich längst ausverkauften Vinyl-Auflage schon länger versprochene Digital- und CD-Veröffentlichung des Mitschnitts vom 2011er Roadburn-Auftritt der Band endlich erscheint…
Bandcamp: godflesh1.bandcamp.com/album/a-world-lit-only-by-fire

INTER ARMA - The Cavern
Irgendwie sind INTER ARMA ja schon eine etwas seltsame Band. Sie haben allerdings unbestreitbar ihre Momente. So war z.B. ihr letztes Album „Sky Burial“ zwar
komisch heterogen, hatte dabei aber dennoch ein paar ziemliche Killer-Songs und einige coole Passagen zu bieten.  Und auch im Rahmen ihres Auftritts beim diesjährigen Roadburn Festival hinterließen sie einen ambivalenten Eindruck – seltsame Band, teilweise fast unsympathisch, dann aber passagenweise doch ziemlich beeindruckend.
Bei „'The Cavern“ handelt es sich um einen eigentlich schon etwas älteren, dreiviertelstündigen Song, bei dem u.a. auch Mitglieder von Windhand, U.S. Christmas und Across Tundras mitwirken. Auch hier wieder: So ein bisschen
seltsam unentschlossen ist das Teil schon, aber eben auch nicht wirklich schlecht.
Bandcamp: interarma.bandcamp.com/album/the-cavern


MELVINS – Hold It In

Man hat sich inzwischen fast schon dran gewöhnt, dass zur quartalsweisen MELVINS-Veröffentlichung immer wieder auch die nächste Inkarnation der Band das Licht der Welt erblickt. Nach dem kreativ mehrfach sehr erfolgreichen Line Up, das sie mit der Duoformation Big Business verschmelzt, einem Coveralbum mit umfangreicher Gastmusiker-Beteiligung, einer weiteren Runde als Trio mit Trevor Dunn, und einem Old School Line Up Revival, haben sich Osbourne und Crover für dieses Album nun auch noch mit zwei Mitgliedern der noch berüchtigteren Noiserock-Weirdos The Butthole Surfers zusammengetan.  Gemessen daran ist „Hold It In“ ja sogar ziemlich verträglich, rockig und gar nicht mal so krude-experimentell ausgefallen, wie man aufgrund dieser Konstellation auch hätte erwarten oder befürchten können.  Mit dem Maßstab, den man im MELVINS- bzw. Butthole Surfers-Kosmos ansetzt, wohlgemerkt, denn „normal“ ist natürlich immer noch was ganz anderes. Es wäre allerdings müßig, analysieren und diskutieren zu wollen, inwieweit „Hold It In“ aus einer anderen Perspektive konventionell oder far out ist. Es ist ein MELVINS-Album und als solches macht es gewohnt Spaß. 
(Als CD und mp3s gerade raus, Vinyl kommt im Dezember)


MENACE RUINE - Venus Armata
Hier haben wir also das insgesamt schon sechste Album des eigenwilligen Duos, welches schon in diesen Zeitgeist passte, dass so ein bisschen Goth aktuell wieder cool ist, als der Sachverhalt noch gar nicht so lag. Aus der Zeit gefallen wirkt ihre seltsame Mixtur aus Synthie-Dones und Neofolk allerdings immer noch, irgendwie hat es sogar ein bisschen was von Cold Meat Industry-Musik zu deren Hochzeiten. Im Gegensatz zu „The Die Is Cast“, „Union Of Irreconcilables“ oder „Alight in Ashes“ - die allesamt absolut ihre Momente hatten – will der Funke von „Venus Armata“ allerdings nicht so richtig zu mir rüber springen. Keine Ahnung, ob es gerade irgendwie an meiner eigenen Tagesform liegt, oder das Album tatsächlich einen riesigen Ticken fader als die genannten ausgefallen ist, aber irgendwie säuselt sich das Teil meiner Wahrnehmung nach in die totale Beliebigkeit. Schade.
Label-Bandcamp: profoundlorerecords.bandcamp.com/album/venus-armata


MONO - The Last Dawn
MONO - Rays of Darkness

Nachdem die japanischen Postrocker auf ihren letzten Alben immer mehr in klassisch-musikalischen Herangehensweisen aufgingen, veröffentlichen MONO nun zwei Alben gleichzeitig -  ein dunkles und ein helles. Jedes der beiden jeweils auf einen bestimmten Aspekt fokussiert, beide für sich allerdings irgendwie recht reduziert und aufs wesentliche reduziert, anstatt zu viel garnierendes Orchester-Beiwerk aufzufahren.
„The Last Dawn“ ist das helle der beiden. Es ist eher ruhiger, sehr schöner Natur. Mit orchestralem Bombast oder kitschigem Pathos wird hier allerdings nicht übertrieben. Ja, das war auch schon mal anders.
Bei „Rays of Darkness“ handelt es sich passend zu Titel und Artwork natürlich um die düstere Seite dieses Yin/Yang-Konzepts. Hier wird es auch schon mal lauter, verzerrter und härter, zwischendurch brüllt der Typ von Envy mit, am Ende wird man wenig versöhnlich mit einer Rauschlärmcollage aus dem Album geleitet.
Vermutlich hätte man jedes der beiden Alben für sich genommen nur okay gefunden, als bewusster Kontrast, der gleichermaßen Kreise zu Frühwerken schließt, wie er sich außerdem bemüht, künstlerischer Selbstwiederholung zu entgehen, funktioniert  diese Doppel-Veröffentlichung aber tatsächlich ziemlich gut.
Die beiden Dinger erscheinen sowohl als Einzelveröffentlichungen, als auch in gebündelten Editionen.
'ne Videopremiere dazu gibt's beim RockHard.


NECRO DEATHMORT –EP2
Ihre letzte EP war so etwas wie eine Hommage an verschiedene Techno-Musikstile im Postrocker-Kompositionsverständnis. Nun fährt das britische Duo auf „EP2“ doch wieder die etwas härteren Kaliber auf, wegen denen ich sie eigentlich schätze. Es erinnert ja doch so ein bisschen an Godflesh (oder mehr noch an JK Flesh) wie hier Downtempo-Konservenbeats und eine generell düstere Atmosphäre auf akzentuiert eingesetzten Gitarrenlärm und auch mal Gebrüll treffen. Die harten Elemente sind dabei allerdings wie gesagt nur Akzente, die dem Rest auch mal Luft lassen. Hatte man so ähnlich zwar wohl schon mal von ihnen gehört, aber NDM sind trotz aller Broadrick- und Scorn-Assoziationen nach wie vor ein ziemlich eigenes Ding.
Label-Bandcamp:  distractionrecords.bandcamp.com/album/ep2


OOZING WOUND – Earth Suck
Irgendwie scheinen mich OOZING WOUND regelrecht zu verfolgen. Nachdem ich in jüngerer Vergangenheit schon von verschiedenen Seiten aus mehrfach über ihren Namen gestolpert war, wollte ich eigentlich eh schon reinhören, witzigerweise landete ihr neues  Album dann allerdings auch so schon als für ein anderes Medium abzuarbeitende Promo-CD in meinem Briefkasten.
OOZING WOUND bieten Sludge-Metal der eher temporeich abrockenden Sorte mit ordentlicher Thrash-Kante. Den intensiven Energiepegel einer ansatzweise vergleichbaren Band wie Black Cobra oder High On Fire erreichen sie dabei zwar nicht, machen aber durchaus Spaß.
Interessant übrigens, dass das Teil über das vor allem auch für eher experimentell oder speziell angehauchte Indie-Geschichten bekannte Label Thrill Jockey kommt (Tortoise, Trans Am, … auch Liturgy, jaja). Ich erinnere mich an karge, graue Zeiten (ca. die ersten zwei Drittel der Nuller-Jahre),  in denen man neandertaligen Metal innerhalb solcher Kreise nicht mit der Kneifzange anfassen wollte…
Stream oder Bandcamp o.ä. sobald verfügbar bzw. gefunden...


TODAY IS THE DAY – Animal Mother
Nach dem letzten TITD-Album „Pain Is A Warning“ konnte ich im Netz dazu die ersten Stimmen mit dem Tenor „Thema für mich wohl durch“ lesen. Ja, das Teil hatte etwas zugänglich-rock’n’rolliges, das – sieht man von Herrn Austin’s nach wie vor mitunter gewöhnungsbedürftigen Keifquietsch-Vocals ab – nicht mehr ganz so eigenwillig und schmerzhaft tönte, wie es der TITD-Grenzgang zwischen Noiserock und Extremmetall sonst schon mal tat. (Ex-)Fans mit Vorbehalten würde ich trotzdem empfehlen, beim neuen Album mal ein Ohr oder zwei zu riskieren, denn „Animal Mother“ kommt wieder mit etwas mehr Ecken und Kanten, sowie musikalisch einen Tick verspielter daher.
Kann man nehmen!
Bandcamp:todayistheday.bandcamp.com/


Kurz notiert:

Ich habe 1-2 Ohren bei der neuen AT THE GATES riskiert und muss ganz ehrlich zugeben, dass mich das Teil schlicht und ergreifend überhaupt nicht packen möchte. Das Blafasel warum nicht, will ich nicht ausarten lassen, jedoch noch bemerken, dass vor allem der Song ‘The Conspiracy of the Blind‘ einer lahmen Selbstkopie gleichkommt.

Wer sich gerne mal bei 15 Songs in knapp 20 Minuten ‘ne ordentlich grobe Hard-/ Fast-/ Grindcore-Kelle abholt, der sollte das aktuelle PUINCH-Album „They Don't Have To Believe“ via Deathwish checken, das leider das letzte mit Frontschreierin Meghan ist.


‘ne neue NECROPHAGIA kommt passenderweise an Halloween und durchaus ganz witzig geworden.
Vermutlich gibt es die in Kürze beim Label-Bandcamp, den Link reiche ich dann noch hier nach.

Die zweite von OBAKE ist gerade ebenfalls raus, fiel vor allem aus Zeitgründen bisher aber durchs Raster.
Same with EXODUS...

Montag, 27. Oktober 2014

Tja.

Oh Ironie, oh Ironie.
In meiner prätentiös übertriebenen und vor Selbstherrlichkeit nur so strotzenden Besprechung des aktuellen Swans-Albums konnte ich mir keinen Seitenhieb darauf verkneifen, dass die ganzen Hipsterspackos und Möchtegernmusikexperten sowieso lieber zu etwas so einfach zugänglichem wie Beastmilk rennen, als sich etwas wirklich interessantes wie Swans anzuhören.
Tja. Eigentlich wollte ich vergangenen Freitag beim SWANS-Konzert in Köln sein, allerdings scheint das ja neuerdings die Veranstaltung zu sein, bei der man als cooler Szenezeitgenosse dann doch gesehen werden will, weswegen es schon Wochen vorher ausverkauft war. 
Wo waren all diese hornbebrillten, mit Smartphones verwachsenen Idioten und Okkultrocker-Barbies, die da dieses Jahr auf ein mal alle hinrennen müssen eigentlich bei der letzten Swans-Tour?  (Nein, da war ich selbst auch nicht, allerdings aus Gründen und zähneknirschend, während ich eigentlich sehr gerne dabei gewesen wäre…)
Weil ich allerdings auch keinen Bock hatte vielleicht noch irgendwie second-hand-mäßig an eine Karte ranzukommen, um mich dann in diesen Gebäude-9-Kasten zu zwängen, während  er ausverkauft ist (bei sowas wie Swans brauche ich schließlich genug Platz und Luft für ekstatische Stammestänze),  landete ich am gleichen Abend stattdessen im Essener Turock, wo – und hier kommt die dicke Pointe – u.a. Beastmilk spielten.  Ja, an dieser Stelle jetzt bitte lachen.
„Wer sich rechtfertigt, klagt sich an“, schon klar, aber ein Plattenfirmenmensch von den headlinenden IN SOLITUDE hatte mich halt eingeladen, doch mal auf 1-2 Bier rumzukommen, und solchen Einladungen folgt man gerne.
Ich mache es mal kurz: BEASTMILK waren okay. Keine Ahnung, ob es an der neuen zweiten Gitarristin oder mit an der Clubatmosphäre lag, aber im Gegensatz zum Roadburn-Auftritt der Skandinavier, dessen Glätte mich einfach nur langweilte, funktionierte das diesen Abend mit etwas mehr schmutzigem Rock’n’Roll im Sound ganz gut. IN SOLITUDE wiederum bewegen sich inzwischen ja in einer nicht ganz einfach zu greifendenden Grauzone zwischen traditionellem Okkult-Metal (Mercyful Fate) und dem Düsterrock der Vorband, was eine erstaunlich spannende Sache sein kann, wenn man sich gerade auf sowas einlassen möchte. Soll heißen: Ich muss fürs sowas in der richtigen Tagesform sein. An diesem Abend war ich es und habe es somit nicht bereut…

Montag, 20. Oktober 2014

Haglaz Fest

Jaja, no time for love, Dr. Jones, weswegen ich  auch den letzten Konzertbesuch noch mal wieder etwas knapper abhake:
Beim zweiten Tag des „Haglaz Fest“ im AZ Mülheim verpasste unsere Reisegruppe die erste Band u.a. aufgrund des Bahnstreiks (man saß bereits in einem Regionalexpress, der dann aber doch nicht weiterfuhr… oh man).
Und ich nehm‘s gleich vorweg: Bei den abschließenden „Thränenkind“ (sic!) befanden wir uns dann außerdem schon auf dem Heimweg, zumal besagte Band mit ihrem saft- und kraftlosem  Versuch sowas wie Shoegaze-Metal zu machen schlicht und ergreifend eher langweilt. Ja sorry, das wird man jawohl noch sa… whatever.

Beim Reinstolpern in die Bude spielten ULTHA jedenfalls bereits im schummrig-rot dezent angeleuchtetem Dunkel. Die neue Kölner Band, kürzlich u.a. auf Minitour mit Sun Worship und N gewesen, und macht das, was man grob unter Post-Black Metal eintütet.  Mit einem Kontrast aus Gegröle (Gitarrist Ralph, den man auch von Planks kennt) und heiserem Verzweiflungsgeschrei (der Basser) wurde fieses wie atmosphärisches rausgescrheddert. Cool. Bin gespannt auf kommende Tonträger.
Was INCARCERATION mit linkem Black Metal zu tun haben, muss mir jemand aufmalen, das mitunter Deicide-Assoziationen weckende Death Metal-Geknatter des Trios kam aber ziemlich geil.
Bei PLANKS merkte man im Vergleich zu Ultha dann schon den Unterschied, den eine zweite Gitarre ausmachen kann. Schade im Übrigen, dass sie „The Spectre“ nicht gespielt haben, aber cool, dass dafür jetzt ein anderes Instrumental im Programm ist.
Danach hieß es wie schon gesagt "man soll gehen wenn’s am schönsten ist"…


 
 
 
 

Mittwoch, 15. Oktober 2014

Ach ja…

Eigentlich wollte ich noch ausführlicher darüber berichten, wie es beim diesjährigen „Radau gegen HIV“ in Lünen mit AMENRA, OATHBREAKER und SUM OF R so war.
Ein momentaner Mangel an Zeit, Lust und Energie steht dem irgendwie im Weg. Soviel: OATHBREAKERs hochenergische Show mit Hippie-esquer Schreierin war das Highlight des Abends, SUM OF R mit ihrem eigenwilligen Bassloop-Drone- und Minimaldrumkit-Style wieder ein mal eine wirklich feine Sache, AMENRA wie üblich ziemlich gut, wenn auch (ebenfalls wie gewohnt) irgendwie dezent unsympathisch. Einen mäßigen Local Support gabs auch. Bilder habe ich keine (Amenra verbaten sich im Vorfeld ausdrücklich Amateurfotografen und Handyfilmer).

Montag, 13. Oktober 2014

Sonntag, 12. Oktober 2014

Emma Ruth Rundle (Nachzügler-Woche)

Am siebten Tage sollst Du ruhen? Einen habe ich noch, gerade passend zum Sonntag: Emma Ruth Rundle, die u.a. bei der amerikanischen Postrock-Hausnummer Red Sparowes mitspielt, macht solo sowas wie Drone/ Gitarren-Ambient und singt auch schon mal dazu.
Neben einer EP mit improvisiertem Material, das auf Tour entstanden ist, erschien im Mai das Debüt-Album „Some Heavy Ocean“.
Bandcamp: emmaruthrundle.bandcamp.com

Samstag, 11. Oktober 2014

Goat - Hide from the Sun (Videoclip)

MONARCH! – Sabbracadaver (Nachzügler-Woche)

[„Nachzügler-Woche“: Irgendwann in diesem Jahr veröffentlichte Alben, in die ich erst mit einiger Verspätung reingehört habe… Samstag: MONARCH!]

Irgendwie habe ich den Überblick verloren, ob und wie, bzw. warum sie auf welchem Markt mit Ausrufezeichen im Bandnamen geschrieben werden, an anderer Stelle dann aber wieder nicht.
Blickt da irgendjemand durch?
Anyway, Profound Lore haben im Sommer ein neues Album der französischen Dronedoomer MONARCH! (ich schreibe sie jetzt einfach mal mit, auch wenn es hier anscheinend mal wieder ohne ist) veröffentlicht.
Schon mal verspätet drauf hingewiesen hatte ich irgendwo im Rahmen dieses Blogs in aller Kürze zwar, da MONARCH! grundsätzlich allerdings ‘ne interessante und sympathische Band sind, und das Teil aktuell gelegentlich immer wieder mal läuft, möchte ich ihnen bei dieser passenden Gelegenheit dann gerne auch noch mal eine Extra-Abfertigung gönnen.
Drei lange Tracks lang wandeln die Franzosen um Zeremonienmeisterin Emilie mal wieder auf den Pfaden von Khanate u.ä. Seit ihrem letzten Album „Omens“ haben sie dabei ein wenig an Struktur gewonnen, was sich auch auf „Sabbracadaver“ weiter äußert. Man hat hier nie das Gefühl, dass sich irgendwas in dröhnschleppendem Selbstzweck verläuft, sondern durchaus ein kompositorischer Masterplan verfolgt wird. Musik, in der man versinken und an der man verzweifeln kann, der allerdings auch ein Hauch von Erlösung innewohnt, was bei früherem MONARCH!-Material nicht so war.
Ich finds gut!
Label-Bandcamp: profoundlorerecords.bandcamp.com/album/sabbracadaver

Freitag, 10. Oktober 2014

Eine Doku über die Melvins ist gerad' in der Mache?

'bout time, sag ich da mal.

Black Salvation - In Deep Circles (Nachzügler-Woche)

[„Nachzügler-Woche“: Irgendwann in diesem Jahr veröffentlichte Alben, in die ich erst mit einiger Verspätung reingehört habe… Freitag: Black Salvation]

Auf dem letztjährigen Hell’s Pleasure Open Air überzeugten BLACK SALVATION als spontaner Lückenbüßer, dessen Psychedelic-Jams einen netten Kontrast mit ins Spiel brachten.

Inzwischen ist ihr erster Longplayer raus.
Kurioserweise habe ich offensichtlich bei Erscheinen des Albums schon im Rahmen dieser Blogseiten auf eben jenes samt Bandcamp-Link hingewiesen, mir das Ganze dann aber selbst erst ganze sieben Monate später tatsächlich wirklich mal in voller Länge angehört. Go figure…
Was mir an „In Deep Circles“ jedenfalls ganz gut gefällt ist, dass BLACK SALVATION eben nicht wie der x-te Vintage-Aufguss Marke Rival Sons, Blues Pills oder Kackdavar klingen, sondern trotz aller Retro-Tendenzen ein recht eigener Kauz sind. Ihr Psychedelic/ Stoner Rock hat sowas wie einen gewöhnungsbedürftigen Bauchansatz. Das klingt alles nicht so wirklich vollständig entgratet; zeugt davon, dass man in Klang und Komposition eben nicht nur primär eine vergangene Ära nachäffen will, die man selbst gar nicht erlebt hat, sondern lediglich vom Sound einer solchen inspiriert etwas eigenes, zeitgemäßes macht.
Dabei kommen dann auch schon mal Songs raus, die wie die absichtliche Verunstaltung einer Doors-Nummer oder sowas anmuten („Picture in my Mind“), im Idealfall aber auch schon mal welche, die sich im positiven Sinne nicht so ganz entscheiden können, ob sie nicht vielleicht auch so ein bisschen wie spaceige Hawkwind abheben, oder doch eher am Kyuss-mäßig wüstensandtrockenen Boden bleiben wollen.
Überhaupt gibt es immer wieder mal Songs, die ziemlich eigen daherkommen. „The Devil sent us an Angel“ z.B. klingt mit seinem straight pumpenden Rhythmus sehr untypisch für Musik der „protometallischen“ Ecke (was für ein Unwort).
Was, wie oben bereits gesagt, genau das ist, was mir an BLACK SALVATION gefällt. So ein eher etwas eigenwilliges, eigentlich schon etwas hässliches und schräges statt allgemeinverträgliches musikalisches Gesamtpaket ist mir persönlich nämlich viel, viel lieber, als eine Band a la Orchid oder Graveyard, die zwar technisch über alle Zweifel erhaben sein mögen, deren allumfassende Glätte mich aber schlicht und ergreifend anödet.
Bandcamp: blacksalvation.bandcamp.com

Donnerstag, 9. Oktober 2014

Sun Worship – Elder Giants (Nachzügler-Woche)

[„Nachzügler-Woche“: Irgendwann in diesem Jahr veröffentlichte Alben, in die ich erst mit einiger Verspätung reingehört habe… Donnerstag: Sun Worship]
Auch SUN WORSHIP befanden sich schon eine ganze Weile auf dem „bei Gelegenheit mal reinhören“-Zettel, bevor ich dann wirklich mal die Zeit gefunden hatte, es tatsächlich zu tun.
Die Berliner spielten zuletzt zwar gefühlt jedes zweite Wochenende irgendwo in der Nähe, unsere Wege kreuzten sich bisher jedoch noch nicht.
Bei dieser „Post-Black Metal“-Sache mögen sich gewisse „Boah ne, jetzt bitte nicht so eine Hipsternummer, die man einem aus Richtung Visions Magazin als den coolen Metal für diese Woche vortanzen will, obwohl man sich das in dem Umfeld eigentlich auch nicht wirklich anhören will“-Reflexe regen, aber da muss man dann halt schon mal über seinen Schatten springen. Ich kann halt auch nicht die ganze Woche nur Exciter, Death SS und Reverend Bizarre huldigen.
Und dass SUN WORSHIP jüngst eine gemeinsame Tour mit unserem Dortmunder Drone-Guitar-Hero „N“ spielten, hat mir dann doch glatt mal als finaler Anlass zum endlich mal reinhören gereicht…
Fazit: Man muss ihnen zugutehalten, dass obwohl diese Kombination aus langen Songs und Darkthrone-Gitarrengeschruppe gerade nichts wirklich originelles mehr ist, sie das eher mit einem Ash Borer-mäßigem Hang zur hässlich-räudig-dreckigen Seite ausleben, als mit den süßlichen Postrock-Anwandlungen der völlig überschätzten Deafheaven ö.ä.
Mit Sonnenanbetung hat das hier nicht viel zu tun, eher mit angestochener Raserei im tiefdunklen Kellerloch.
Der Unterschied zu sowas wie besagten Ash Borer oder Fell Voices ist zwar marginal, „Elder Giants“ geht aber absolut mehr als klar.
Und jaja, bevor einer behauptet, ich hätte das Album nicht wirklich komplett gehört: Der letzte Track ist ein bisschen was anderes, schon klar…

Bandcamp: sunworship.bandcamp.com

Mittwoch, 8. Oktober 2014

Witzig…

…finde ich im Übrigen, dass VAZ, die einstige Nachfolgeband von Hammerhead (gleicher Drummer und Basser), im direkt-nahtlosen Anschluss an die gerade beendete Hammerhead-Europatour (ich war dabei) nun auch noch eine Rutsche auf dem alten Kontinent unterwegs ist.

Hier die hiesigen Dates:
26/10 BL, Brussels @ Magasin 4
27/10 NL, Amesterdam @ tba
28/10 DE, Dusseldorf @ Slowboy
29/10 DE, Hamburg @ Komet
31/10 DE, Halle @ tba
1/11 DE, Leipzig @ Liwi

Seltsamerweise steht an anderer Stelle am 28.10. was vom Waldmeister Solingen, für einige Termine wurden außerdem noch Gigs gesucht und überhaupt ist die komplette Tourdatenliste ein bisschen nebulös… ja was denn jetzt?

Jüngere Musik der Band findet man jedenfalls unter: vazmusic.bandcamp.com
Und bei Facebook sind ’se natürlich auch: facebook.com/vaztheband

Support your international Noiserock Heroes!

Neue Videoclips

...gibt es von Oozing Wound, Sólstafir, Monster Magnet und malm:



Im Übrigen auch von Anthrax, aber hahahaha. Wo bleibt die neue Armored Saint?

FISTULA – Northern Aggression (Nachzügler-Woche)

[„Nachzügler-Woche“: Irgendwann in diesem Jahr veröffentlichte Alben, in die ich erst mit einiger Verspätung reingehört habe… Mittwoch: Fistula]

Irgendwie sind FISTULA ja so ‘ne Band, die seit Ewigkeiten ihr eigenes Ding macht und dabei sehr unter dem allgemeinen Radar geblieben ist, obwohl sie in jüngerer Vergangenheit eigentlich mit ihrem Sludge beste Chancen gehabt hätten, im aktuellen Zeitgeist zu einer dieser Bands zu werden, bei der auf ein mal alle behaupten, sie eigentlich ja schon immer goutiert zu haben. Und dabei sind sie doch eigentlich nicht zuletzt auch aufgrund personeller Verbindungen zu Anal Cunt besonders kultig und passen prima in eine Reihe mit auch musikalisch ähnlich gearteten Asseln wie EHG, Buzzoven und Iron Monkey…
Anyway. Über Patac Records erschien im Sommer deren neue und ging anscheinend an vielen, zunächst auch an mir, irgendwie erst mal wieder vorbei.
„Northern Aggression“ macht dabei allerdings seinem Titel derart alle Ehre, dass ich fast versucht bin anachronistische Metaljournalisten-Floskeln a la „hier werden keine Gefangenen gemacht“ auszupacken.
Doomige Parts gibt es zwar auch, FISTULA konzentrieren sich hier allerdings weitgehend auf rasantes Geprügel, das bei ihnen nicht nur bis in Grind-Gefilde, sondern auch in Regionen an EHG-artig kaputter Fiesheit vortritt, bis in die es viele Nachahmer schlicht und ergreifend nicht schaffen, selbst wenn sie es versuchen.
Ein Mentors-Coversong zum Schluss rundet das Asi-Image passend ab.

Label-Bandcamp: patacrecords.bandcamp.com/album/northern-aggression

Dienstag, 7. Oktober 2014

Nux Vomica – s/t (Nachzügler-Woche)

[„Nachzügler-Woche“: Irgendwann in diesem Jahr veröffentlichte Alben, in die ich erst mit einiger Verspätung reingehört habe… Dienstag: Nux Vomica]

Keine Ahnung, warum genau ich auf das NUX VOMICA-Album bei Erscheinen im Mai nicht so wirklich Bock hatte. Auf dem Radar hatte ich das Teil ja irgendwie gehabt. Ihr Beitrag auf der „Doomed & Stoned in Portland“-Compilation neulich brachte mich nun aber dazu, doch mal ein Ohr zu riskieren, was man ja, da heutzutage jeder bei Bandcamp ist (bzw. auch Relapse Records all ihre Veröffentlichungen da reinknallen), sehr problemlos machen kann.
„Epic Crust“ oder „Neocrust“ sind hier die Stichworte. Was mal mit einer Band wie Fall of Efrafa angefangen haben mag, und inzwischen in so großartigen Bands wie Agrimonia seine Fortsetzung fand, ist auch bei NUX VOMICA der Fall: Eigentlich fühlt man sich der Crust-Punk-/ Stenchcore-Ecke sehr nah, keult auch immer wieder mal entsprechende Dampframmen-Passagen mit D-Beat raus, hat sich musikalisch aber zudem auch noch so einiges vom Postrock oder atmosphärischem Post-Hardcore, sowie dem guten alten Metal, in seinen düster-extremen Ausprägungen abgeguckt. Und ja, auch ein bisschen was von Neurosis.
Auf „Nux Vomica“ gibt es drei lange Songs dieser Gattung zu hören, die mich zwar nicht völlig umblasen, aber doch dazu veranlassen würden, mir die Band durchaus mal live anzugucken, sollten sie demnächst mal zufällig in der Gegend spielen.
Und das ist ja eigentlich schon mal die halbe Miete…

Bandcamp: nuxvomicaband.bandcamp.com

Montag, 6. Oktober 2014

Hammerhead live gesehen

Wer mich kennt, bzw. diesen Blog verfolgt, der hat vielleicht schon festgestellt, dass ich es gerade auch in Bezug auf Musik recht umfang- und kontrastreich mag. Womit ich jetzt keinesfalls raushängen lassen möchte, mich selbst geschmacklich für besonders breitgefächert interessiert und offen zu halten oder sowas, im Gegenteil finde ich persönlich meinen diesbezüglich hauptsächlichen Kosmos eigentlich sogar relativ überschaubar, allerdings wohl auch trotz Wurzeln in Hardrock und Thrash Metal die Wege zwischen Postrock, Doom, Noiserock und Grindcore anscheinend doch ein ganzes Stück kürzer und naheliegender als so manch anderer.
So passiert es dann auch schon mal dass ich an einen Abend, an dem es viele andere aus meinem weiteren Bekanntenkreis eher ins Essener Turock zu Entombed A.D. und Grave verschlug, doch lieber die zwei Regionalexpresshaltestellen weiter fuhr, mir HAMMERHEAD im Duisburger Djäzz zu geben.
Wozu man natürlich dann sofort dazu sagen muss, dass es sich dabei um die amerikanischen HAMMERHEAD handelt, die Anfang der 90er ein paar Sachen über das Noiserock-Pionierlabel Amphetamine Reptile (gerne mal „Amrep“ abgekürzt) veröffentlichten, und nicht die gleichnamigen deutschen Hardcore-Punk-Urgesteine.
Natürlich verloren sich an diesem Abend auch 2-3 Gestalten nach Duisburg, denen man ansah, eher für die deutsche als die amerikanische Kapelle besagten Namens gekommen zu sein.
Den Support bestritt derweil eine Band namens KURT, die anscheinend ebenfalls bereits seit Anfang der 90er existiert, bis zu diesem Abend aber offensichtlich völlig an mir vorbeiging. Besser spät als nie, denn das Trio aus BaWü wusste mit kernigem Noiserock samt pumpenden Bassläufen durchaus zu gefallen.


Noiserock-Powertrio Nummer zwei folgte in Form des Headliners. Und HAMMERHEAD überzeugten auf ganzer Linie als kahle, alte Männer, die mit mehr Biss und Drive zu Werke gehen, als es irgendeine hiesige Jungspundkapelle über die letzten zwanzig Jahre getan hätte. Allen voran Drummer Jeff Mooridian Jr., den ich nach diesem Abend mit auf die Liste meiner Lieblingsschlagzeuger gar nicht mal soweit unten aufschreiben werde. Der Typ sieht zwar so ähnlich aus wie der Holo-Doc bei Star Trek Voyager, bearbeitet sein Kit aber mit einem derart sportlich-kraftvollem Punch, dass ich als ähnlich gearteter Grobschlächter in ihm einen Bruder im Geiste sehe. Für einen Knalleffekt am Ende hämmerte der Gute dann sogar noch ein Crashbecken gegen die Wand hinter sich.

 
War geil, die mal gesehen zu haben. Das Publikum zeigte sich in der gut gefüllten Duisburger Kellerbar auch völlig zurecht ziemlich begeistert.
Ich habe es schon mal gesagt und wiederhole mich gerne: Wenn wir gerade tatsächlich so etwas wie die Anfänge eines Noiserock-Revivals erleben sollten, dann wäre das mal eine Trendwelle, die ich wirklich begrüßen würde. Am besten kommen Unsane, Cutthroats 9 und Pigs gleich als Komplettpaket zusammen auf Tour, mit einer Players Club-Reunion dazu und Whores. als Vorband oder so. ‘ne Cows- oder Killdozer-Reunion würde ich im Zweifelsfall auch nehmen. Man wird ja wohl noch träumen dürfen…


ZAUM - Oracles (Nachzügler-Woche)

[„Nachzügler-Woche“: Irgendwann in diesem Jahr veröffentlichte Alben, in die ich jetzt erst mit einiger Verspätung ausführlicher reingehört habe… Montag: Zaum]

Offiziell veröffentlicht wurde das ZAUM-Album bereits im Juni, und obwohl ich es auf dem_Zettel hatte und der Bandname hier und da auch in verschiedensten Zusammenhängen immer wieder mal vor meiner Nase auftauchte (u.a. auch durch eine Konzertankündigung im BluNoise-Kontext), rückte die Band aufgrund der zuletzt mal wieder unglaublichen Schwemme an interessanten bis geilen Musikveröffentlichungen erst mit entsprechender Verzögerung durch den Queue.
Das kanadische Duo frönt jedenfalls ihrer eigenen Version von Doom. Wer bei Duo-Doom an OM oder Eagle Twin denken muss, der guckt schon mal halbwegs in die richtige Richtung.
Gerade in Bezug auf OM würde es mich wundern, wenn jene nicht die eine oder andere direkte Inspiration in Richtung ZAUM hinterlassen haben. Allerdings muss man ihnen lassen, dass die vier langen Songs von „Oracles“ auf dem Vocal-Sektor nicht jedes mal den gleichen Trick bemühen. Die eine Nummer klingt mit einem leicht sakralen Touch einen Hauch mehr nach traditionellerem Doom, während eine andere ein bisschen böser tönt, und gegen Ende erinnert es mit einem eher relaxten Vibe dann auch tatsächlich an OM's Cisneros.
Obendrauf fernöstliche Elemente und das alles während der Sound recht breitwandig-brachial und vielschichtig ist.
An der Copycat schippern die Kanadier damit dann gerade noch gut genug vorbei, um als eine zwar nicht völlig weit raus-, aber doch nicht ganz alltägliche Band Ecke Doom/ Stoner/ Psychedelic/ Sludge durchzugehen, die ich wohl gerne mal im Auge behalten werde.

Bandcamp: zaum.bandcamp.com