Freitag, 29. August 2014

Midnight's Nö Mercy For Mayhem

So, weil jetzt Wochenende ist, ist mir das dann auch noch mal eben den Hinweis wert, dass man das aktuelle MIDNIGHT-Album auch via Bandcamp hören kann:
hellsheadbangers.bandcamp.com/album/no-mercy-for-mayhem
Jaja, blabla, die halbironische Clevelander Venom/ Motörhead/ Exciter-Hommage ist gerade dabei, von 'ner cvltigen Underground-Angelegenheit, die von total trven Black Metal-Barbies abgefeiert wird, Party-kompatibel in den Metal-Mainstream reinzuwachsen, aber who cares. Et is' halt 'ne ganz witzige, Spaß machende Rumpelpoltergröl-Band, nicht mehr, nicht weniger!

This Heat Peel Sessions

Eine meiner liebsten Oldie-Entdeckungen der letzten Zeit: „Made Available“, die Peel Sessions von THIS HEAT aus dem Jahre 1977.
Wer meint, schon alles gehört zu haben, sollte hier dringend mal ein Ohr riskieren. Was das britische Trio nämlich schon im Jahre des Herrn ’77 aufs Parket zauberte, hat es bis heute in sich. Drone-Collagen, sowas wie scheppernde Industrial-Loops*, gar zügiges Blastbeat-Geknüppel** und Geschrei. Wirre Geräuschkulissen fließen in kantig-fies groovenden funky Noiserock mit irrem Gesang über***.  Im Prinzip geht die Band damit schon als sehr früher Vorläufer von sowas wie Locrian oder Wreck & Reference durch, um sie mal dem aktuellen Krachmacher-Underground gegenüberzustellen. Und das alles wie gesagt schon 1977, als der Heavy Metal noch in den Kinderschuhen steckte. Wow!
Die beiden regulären Alben von '79 und '81 (zweiteres warf auch noch die Übernummer "
S.P.Q.R." ab) sind wohl ebenfalls empfehlenswert...

*:

**(so auf der Mitte des Tracks):

***:

Donnerstag, 28. August 2014

Doom over the World

Ja, auf dem Doom Metal-Sektor geht im Moment wirklich so einiges, die exquisiten neuen Alben von PALLBEARER und YOB sind da wirklich nur die Spitze des Eisbergs.
Da die Fülle an interessanten Neuerscheinungen bei mir derzeit nicht mal mehr mit in die normale Ancheck-Warteschleife passt, hier (auch als Notiz an mich selbst) im Telegramm-Stil ein paar Hinweise auf aktuelle Alben, in die ich derzeit aus Zeitgründen nicht auch noch genauer reinhören kann, bei denen ich allerdings auch nicht ausschließen möchte, dass es davon bis zum Jahresende vielleicht noch was mit in meine Bestenliste schaffen könnte…
 

Alphabetisch:

Die BLOOD FARMERS gibt es wieder! Diese Info ist nicht mehr ganz sooo neu, zumal die reunierten Stoner-Doomer neulich bereits auf dem Roadburn spielten, kürzlich erschien allerdings mit „Headless Eyes“ ihr zweites Album, nachdem das selbstbetitelte Hellhound Records -Debüt in den 90ern kaum beachtet wurde, inzwischen aber als kultige Sache gilt.
http://bloodfarmers.wordpress.com

Die finnischen CARDINALS FOLLY sind auf den Spuren von Saint Vitus unterwegs. Das letzte Album ist auf Bandcamp schon länger angekündigt und noch immer nicht komplett streambar, seltsam:
http://cardinalsfolly.bandcamp.com


Procession lassen grüßen: CAPILLA ARDIENTE kommen aus Chile, sind furchtbar okkult, ferner so Old School, dass sie einem noch mit einer Myspace-Seite kommen:
www.myspace.com/thesecretsoffire

Dass sich hinter DEATH PENALTY der ehemalige Cathedral-Gitarrist Gaz verbirgt, der mit Belgiern zusammen (darunter Serpentcult -Sängerin Michelle) die goldene Mitte zwischen Doom und klassischem Heavy Metal findet, dürfte sich bereits rumgesprochen haben. Wenn nicht, wisst Ihr es spätestens jetzt.
Das selbstbetitelte Album erschien kürzlich über, richtig, Rise Above.
www.facebook.com/DeathPenalty82


SERPENT VENOM sind eine ziemlich sympathische Band, deren Zweitwerk „Of Things Seen & Unseen“ vor allem auch mit einem wirklich coolen, von einem der Londoner selbst gemalten Cover aufwartet.
www.facebook.com/pages/Serpent-Venom

STEAK kredenzen uns auf „Slab City“ eine ordentliche Portion knackigen Fuzz-Rock.  Zugegeben nicht wirklich „Doom“, der Vollständigkeit halber aber immerhin artverwandt.
steakmusic.bandcamp.com


Die schwedischen THE ORDER OF ISRAFEL zeigen sich auf „Wisdom“ retrolastig-klassisch (Pentagram, Trouble und co. lassen grüßen), sehr heavy tönend und einen Tick progig angehaucht zugleich. 
/www.theorderofisrafel.com

Wer’s derber braucht:


ABOLITION A.D. aus Singapur pendeln zwischen fiesem Doomsludge-Gekrieche und der ganz groben Crustcore-Kelle. „After Death Before Chaos“ ist ein vielleicht gar nicht mal so unpassender Albumtitel.
abolitionad.bandcamp.com


„Idola Specus“, das neue Album der zumindest Incantation-mäßig angedoomten Death Metaller DROWNED kommt bei Genre-Kennern gerade ganz gut an. Die Berliner sind mit Necros Christos verbandelt.
drowned.todeskult.de

Freunde von modernerem Instrumental-Kram mit Sludge-Kante, manchmal auch unter „Post-Metal“ eingetütet, sollten mal ENDNAME checken:
endname.bandcamp.com


FISTULA haben wohl auch mal wieder was auf der Startrampe, das bald kommen soll, aber bei denen verliert man ja eh schon mal leicht den Überblick...
www.facebook.com/fistula666


Auch sog. Funeral Doom soll nicht zu kurz kommen: An einigen Stellen im Netz hält man bereits ziemlich viel von der neuen FUNERARY, die man umsonst herunterladen kann!
funerarydoom.blogspot.com

MRSA haben derberen Stonersludge zu bieten:
mursa.bandcamp.com


 

Donnerstag, 21. August 2014

Thumb’s Up Fest 2014 (+ Mount Salem Videoclip)

Was für ein Line Up!
An Halloween in Paderborn:
CELESTE, SVFFER, SERPENT EATER, NADJA, SARGLAGER, MOUNT SALEM u.a. ...


Passend dazu gibts von MOUTN SALEM gerade auch einen neuen Videoclip:

"The Inside Story" mit Thor Harris

"The Inside Story" ist eine Sendereihe des "Mental Health Channel", in der Betroffene psychischer Krankheiten über diese reden. Es gibt eine Episode mit SWANS-Percussionist Thor Harris: 

We Are The Damned - Doomvirate

WE ARE THE DAMNED sind meine persönliche Neuentdeckung der Woche, weswegen mir deren aktuelles „Doomvirate“ auch mal einen Hinweis außer der Reihe (bzw. außerhalb der „Aktuelle Alben“-Posts) wert ist.
Auf CD und digital erschien das Teil schon im Mai via LifeForce, als schwarzer Zwölfzoller kommt die Platte nun allerdings Anfang September auch noch über Demons Run Amok Entertainment raus.
WE ARE THE DAMNED aus Portugal machen räudig-rasanten, hochenergetischen, aggressiv-angepissten Crust/ Hardcore-Punk mit jeder Menge Anleihen düsteren und extremen Metals, bleiben dabei im Kern allerdings einer quintessenziellen „Motörhead meets Discharge“-Auf-die-Fresse-Formel treu, anstatt sich zu sehr in irgendwelchen zeitgeistigen Style-Gimmicks zu ergehen.
Im Grunde genommen streift man damit die Gefilde von All Pigs Must Die, Matyrdöd, Black Breath, Skeletonwitch oder auch Superjoint Ritual - so simpel-genial konsequent auf dem Punkt und daher umso effektiver wie bei WE ARE THE DAMNED habe ich diese Crust-Metal oder „Blackened Hardcore“-Schose von anderen allerdings tatsächlich noch nicht gehört.
Ganz schön geil!
Eine Bandcamp-Seite mit diversen älteren Releases hat die Band auch:
http://wearethedamnedofficial.bandcamp.com

Trash Talk - The Great Escape (Videoclip)

Witzig:

Mittwoch, 20. August 2014

Ach ja

Fast zu erwähnen vergessen hätte ich, dass 'ne neue BÖLZER-EP raus ist.
Das Vinyl ist allerdings (natürlich) schon ausverkauft, da muss man sich dann jetzt mit Tape, CD oder Download begnügen...:
http://invictusproductions666.bandcamp.com/album/soma

Statiqbloom - Atrophy of Three (Videoclip)

Der Typ von Batillus und Jarboe's Live-Band hat einen neuen Videoclip seines elektronischen Projekts Statiqbloom am Start: 

Trioscapes - Digital Dream Sequence (Videoclip)

Und das via Metal Blade Records:

Dienstag, 19. August 2014

Aktuelle Alben (Jahreshighlights im August!)

COLUMNS – Please Explode
Pig Destroyer Light?  Ein bisschen. COLUMNS flirten wie jene einerseits ein bisschen mit der Sludge/ Noiserock/ Kaputtheitscore-Ecke, übertreiben diese Nummer allerdings auch nicht. Ihr Grind fällt weder zu sehr ins deathmetallische, noch gewinnt die Punk-Kante Überhand, und das Ganze ist ferner weder zu farout, noch zu simpel-stumpf. Gelegentlich rockt dann auch schon mal Soilent Green-mäßig ein Southern-Riff aus den Boxen. „Please Explode” ist ein abwechslungsreiches Teil fiesen Krachs und Geprügels, wie ich es mag. Keine originäre Oberliga, aber nah dran ziemlich sympathisch (was ja irgendwie auf so viele Relapse-Veröffentlichungen dieser Tage zutrifft).
Bandcamp: columns.bandcamp.com/...

Und jetzt zum Doom-Doppel:


PALLBEARER - Foundations Of Burden

Ihr 2012er Debüt „Sorrow and Extinction“ machte PALLBEARER unter Doom-Freunden und in Hipstermetaller-Kreisen zu regelrechten Shootingstars.  Spitzenpositionen in diversen Bestenlisten der Blogosphäre und letztes Jahr ein umjubelter Roadburn-Auftritt in der zum Bersten gefüllten Hauptbühnenhalle.  Nach so einer Nummer ist es schon mal schwierig, mit dem zweiten Album für alle befriedigend abzuliefern, doch PALLBEARER nehmen diese Hürde! Auch „Foundations Of Burden“  bezaubert melancholisch wie wuchtig mit Doom Metal, der traditionelle Wurzeln mit einem zeitgemäß drückendem Sound vereint, allerdings keine 1:1-Wiederholung seines Vorgängerwerks ist. Irgendwie rummst es noch etwas mehr, und irgendwie packen einige Melodiebögen auf Anhieb noch mehr, ohne die bittersüße Melancholie zu übertreiben.
Zum zweiten mal: Ziemlich starkes Album!
Allerdings sollten alle, die das hier abfeiern, nicht nur Saint Vitus-Shirts haben (kann jeder), sondern auch mal Count Raven gehört haben, damit ich sie weiterhin ernstnehmen kann.
Bandcamp:  profoundlorerecords.bandcamp.com/album/foundations-of-burden
 

YOB - Clearing The Path To Ascend
Das Pallbearer-Album mag ja schön und gut sein, aber die neue YOB setzt einen drauf! Scheidt und co. kommen doomiger denn je mit vier (natürlich) überlangen Songs aus der Hüfte, von denen einer etwas als ruppig-harte Nummer ausreißt („Nothing To Win“ – total geil!) und der Schlusssong („Marrow“) gegen Ende gar ins gospelhaft-hymnische entgleitet.
Sowas wie „Burning the Altar“, „The Lie That Is Sin“ oder „Quantum Mythic” findet man auf dem aktuellen YOB-Album nicht, dafür ist es allerdings in seiner Gänze eine sehr homogene und packende Angelegenheit (was man ja etwa über den Vorgänger „Atma“ nicht wirklich sagen kann). Großartig!
Kommt die Tage via Neurot (Shop-Link): neurotrecordings.merchtable.com
Komplettstream bei Youtube: www.youtube.com/...

kurz notiert:
Ich hatte zwar eigentlich gesagt, dass ich auch noch mal über tiefere Höreindrücke zu den neuen Alben von ADEBISI SHANK und RABBITS schreiben wollte, was sich nun aber als leere Versprechung entpuppt.
Die neue ADEBISI SHANK ist dem sporadischen Anschnuppern nach dann irgendwie doch einen Ticken zu sehr in EDM-beeinflusste Gefilde abgerutscht, die mir persönlich einfach viel zu grell-popig tönen als dass ich da derzeit Bock drauf hätte.
Bei der aktuellen RABBITS ist es kurioserweise das Gegenteil. Was die Noiserocker aus Portland  auf dem Teil fabrizieren  schießt in seiner Atonalität, Hässlichkeit und betonten Unrockigkeit irgendwie so bisschen am Ziel vorbei. Schlecht ist das zwar nicht, aber irgendwie muss ich es nicht wirklich noch öfter hören.

Irgendwie durchs Raster gefallen ist mir im Juli die neue MONARCH! - Bandcamp: profoundlorerecords.bandcamp.com/album/sabbracadaver


Ein neues Album ist gerade außerdem von TRANS AM raus, der Indie-/ Postrock-Urgesteine, die sich ihren Drummer aktuell mit Baroness teilen.  TRANS AM sind eine Band, die ich selbst ja schon seit Ewigkeiten mal „aufarbeiten“ wollte, und vielleicht mache ich das ja anlässlich der aktuellen nun mal.
Label-Link: thrilljockey.com
Videoclip siehe einen drunter.

Last but not least: Das neue OPTEH-Album kann man streamen:
http://www.ampya.com/news/Aktuell/Prelistening-Opeth-Pale-Communion-SN110359/
Ich habe selbst noch keinen Ton davon gehört und meine Erwartungen sind ehrlich gesagt auch etwas verhalten, grundsätzlich mag ich die Band allerdings und werde mir das Album wohl früher oder später auch noch zulegen…

Trans Am - Insufficiently Breathless (Videoclip)


Trans Am - Insufficiently Breathless from Thrill Jockey Records on Vimeo.

Sonntag, 17. August 2014

Windhand - Orchard (Videoclip)


WINDHAND - "Orchard" (Official Video) von RelapseRecords

Ach ja

Beim Summer Breeze war ich auch, möchte eigentlich aber nicht drüber reden.

Mittwoch, 13. August 2014

Tomahawk - South Paw (Videoclip)

Aktuelle Alben

Mal eben auf die Schnelle. Irgendwann die nächsten Tage wird dieser Post noch erweitert...

ADEBISI SHANK - This Is The Third Album Of A Band Called Adebisi Shank
Schon vorangegangene Releases der irischen Instrumental-Rocker wussten zu begeistern.
Das verflixte dritte Album gibt’s bei Bandcamp: http://adebisishank.bandcamp.com/album/this-is-the-third-album-of-a-band-called-adebisi-shank
 

RABBITS - Untorward
Erleben wir momentan eigentlich das von mir herbeigesehnte Noiserock-Revival? Vielleicht. Auf jeden Fall gehören RABBITS in dem Fall dann dazu.
Label-Bandcamp: https://lambunlimited.bandcamp.com/album/untoward
Band-Bandcamp: http://rabbitusmaximus.bandcamp.com/album/untoward

Schlachtung für lau

"Der Tag musste ja einmal kommen: Die handnummerierte und auf 100 Stück limitierte s/t-CD ist offiziell ausverkauft!
Da wir aber wissen, dass noch Nachfrage da ist, sind wir jetzt auch offiziell bei Bandcamp, wo ihr euch die CD komplett anhören/für umme downloaden könnt (freiwillige Spenden werden dankend genommen und für die kommende Platte investiert):
Reinziehen: schlachtung.bandcamp.com
(P.S.: Ja, auch alle Texte sind dort hinterlegt!)"
  
Deathgrind mit Mitgliedern von Steve Austin und Gods Will Be Done!

Dienstag, 12. August 2014

Party.San 2014

Auch das hätten wir mal wieder überlebt. Und irgendwie sind sich alle einig: Das diesjährige PARTY.SAN kam ohne wirklich spektakuläre Highlights aus, war dafür aber ein äußerst spaßiges Wochenende ohne Ausreißer nach unten irgendeiner Art.
Ein Kurzabriss:

Donnerstag:
Sieger des ersten Festivaltages/-abends:  ATLANTEAN KODEX. Ich hätte es ja selbst nicht gedacht, aber der epische Echtmetall der Band und dessen Darbietung sind ziiiiemlich gut. Ansonsten: GOD MACABRE kommen wie schon beim Neurotic Deathfest ganz cool, SKELETONWITCH machen wiederholt Spaß,  GRAVE sind live nach wie vor ‘ne brauchbare Sache, ENTOMBED A.D. ziehen sich souverän, wenn auch (sieht man von „Eyemaster“ und dem „Left Hand Path“-Finale ab) etwas Highlight-arm aus der Affäre, und SÓLSTAFIR habe ich wohl auch schon mal in schlechter gesehen.

Skeletonwitch
Entombed A.D.
Freitag:
Karnevalistischer Partyalarm gleich zu Anfang bei JIG-AI, denen vorm Start gleich ganze zwei mal erst die P.A. abrauscht. Ansonsten war es ganz witzig.
Die doppelte Thrash Metal-Packung in Form der arschcoolen Amis von HAVOK und der finnischen Jugendlichen LOST SOCIETY macht Spaß.

Havok
AHAB komnen kontrastär mit ihrem Doom ziemlich großartig und covern Omega Massif’s „Wölfe“!
Ahab
INQUISITION, ABORTED, BENEDICTION und  MISERY INDEX gehen durch die Bank okay, ohne dass ich dazu zwingend mehr zu sagen hätte.
REPULSION haben wie schon beim letztjährigen Hell’s Pleasure wieder ein mal Spaß gemacht.
THE HAUNTED, die dieses Jahr schon mehrfach gesehen SUFFOCATION und MARDUK bekomme ich nur am Rande mit, weil erst mal Partyzeit ist und das Bier in Strömen fließt.
SATYRICON eröffnen mit dem Hit „Now, Diabolical“ und machen ziemlichen Spaß, auch wenn man das Gefühl nicht los wird, dass sie auf der Mitte den gleichen Song fünf mal spielen.
 

Samstag:
NOCTURNAL gefallen mir interessanterweise einen Tick besser als auf dem Rock Hard Festival, was vielleicht darauf zurückzuführen ist, dass ich aufgrund eines Sicherheitsabstands nicht die volle Rumpligkeit der Old School Blackened Thrasher mitbekomme.
MUMAKIL hauen einem die volle Packung Grindcore die Ohren und wissen zu gefallen, auch wenn das Stage Acting des fetten Shouters in der Natur der Sache etwas lame ist.
Der schwedische Bathory-Verschnitt EREB ALTOR gefällt. Würde ich mir jetzt zwar nicht unbedingt ein Album von kaufen müssen, aber für so ein Metal Festival mit Düster- und Knüppel-Schwerpunkt ist das doch genau die richtige Band für zwischendurch…
Nachdem es mit PROTECTOR noch mal authentische alte Schule teutonischen Thrashs auf die Ohren gibt, wird beim nächsten Lauf aus IMPERIUM DEKADENZ, KAMPFAR (was war denn das für eine seltsame Kapuzenperformance gegen Ende?), MALEVOLENT CREATION, AURA NOIR und GRAND MAGUS von mir zwar in alles mal für 2-3 Songs reingeguckt, zwischendurch aber auch immer wieder mal Backstage bei Kaltgetränken fraternisiert, oder an den Merch-Ständen hergeschlendert. Schlecht war dabei nichts, so wirklich zwingend für mich persönlich gerade aber auch nichts.
NAPALM DEATH waren dann eigentlich sogar noch geiler als gewohnt, zumal man nicht unbedingt mit einem etwas aus dem Rahmen fallenden Song von der „Greed Killing“ EP gerechnet hatte.
Die in blaues Licht gehüllten BÖLZER legen danach die Zeltbühne in Schutt und Asche, was ebenfalls mal so richtig geil war.

Napalm Death
Bölzer
Wenn man von diesem intensiven Geballer aus dem Zelt rauskommt, ist das Gesäusel von KATATONIA ein halber Kulturschock. Sympathien dennoch dafür, dass man als Finale Entombed’s „Damn Deal Done“ anspielt, denn das wiederum war eine coole Überraschung.
Als Endpsurt gibt es noch mal richtig alte Schule in Form von OBITUARY und KREATOR, kann man machen.

Geiles Wochenende, da gibbet nix!


(Fotos: Andreas Schiffmann / Rock Hard)

Watain

Tombs - Seance (Videoclip)

Sonntag, 3. August 2014

Aktuelle Alben (+ kurz notiert)

ENTOMBED A.D. - Back To The Front
Machen wir es kurz: Ich bin alter Entombed-Fan und L.G. hat meinen Segen, das Schiff ohne weitere Urmitglieder fortzuführen. Was großes hatte ich hier  von vorne herein eigentlich nicht wirklich erwartet, aber vielleicht geht „Back To The Front“ ja auch deswegen voll okay. Ich kann jeden verstehen, der das hier eher etwas lahm finden möchte, aber wenn man mal ganz ehrlich ist, ist das Teil absolut passabel und es macht immer noch Spaß, L.G.'s unverwechselbares Grölorgan über Metal-Geprügel mit Stockholm-Sound und punkiger Kante zu hören. Völlig okay!


KEITZER - The Last Defence

Wir sind Grindmeister!  Das Extremmetall-Highlight der Stunde kommt aus NRW!
Ihre ziemlich geradlinige, umso intensivere Wand aus Deathgrind-Hyperblast mit einem klitzekleinen Hauch von Black Metal brachte KEITZER in der Vergangenheit u.a. Vergleiche mit Misery Index, Mörser (mit denen man sich inzwischen gar ein Mitglied teilt), der Panzerdivision Marduk und frühen Impaled Nazarene ein. Sowohl live als auch von Konserve haperte das Ganze allerdings gelegentlich schon mal an einem nicht so gelungenem Gesamtsound. Auf „The Last Defence“ ist die Produktion dieses mal jedoch ziemlich geglückt und offenbart mit einem transparent-druckvollem Klangbild die gesteigerte Musikalität der Truppe, die etwas an Melodie zugelegt, aber nichts von ihrer bissigen Brutalität eingebüßt hat.
Sehr, sehr geil! Kaufempfehlung!

Bandcamp: http://keitzer.bandcamp.com/album/the-last-defence

KRIGBLAST - Power Till Demise
Komischer bis bescheuerter Name, ja, dahinter verbergen sich allerdings Mitglieder von u.a. D.R.I. (bin Fan!) und Phobia (mag ich bekanntlich auch), die hier mit etwas Melodie in der Gitarre und metallischen Ansätzen dem D-Beat frönen (Hallo Matyrdöd!) und glatt noch einen Darkthrone-Coversong oben drauf packen. Hat man zwar auch alles schon mal in spannender gehört, aber schlecht geht trotzdem anders!
Beim Moshpit Tragedy-Bandcamp gibt es das Ganze wie gewohnt zum „Name your Price“: http://moshpittragedy.bandcamp.com/album/power-till-demise

NACHTMYSTIUM - The World We Left Behind
Hören wir auf, es zu beschönigen: NACHTMYSTIUM-Bandkopf Blake Judd ist ein Idiot und die Qualität seines Outputs auch stark schwankend.  Auf dem aktuellen Album seines Hauptprojekts pendelt sich das Ganze in einem hörbaren Mittelmaß ohne überraschende Akzente ein. Schlecht ist was anderes, so richtig zwingend oder aufregend allerdings garantiert auch. Ein ganz okaye, irgendwie entspannte Düstermetal-Platte mit Black Metal-Roots, auf die niemand wirklich gewartet hat. Die Kollegen von Wolvhammer haben ähnliches kürzlich einen ganzen Tacken cooler hinbekommen. 

Zuletzt live gesehen und kurz notiert:
1.) SICK OF IT ALL, PETER PAN SPEEDROCK und ILLDISPOSED beim Nord Open Air in Essen. SOIA und PPS waren spaßig und kurzweilig, bei Illdiposed zeichnete sich dann aber doch sehr ab, dass man inzwischen eher getrennte Wege geht. War zwar ganz unterhaltsam, aber die ganz glorreichen Zeiten sind bei denen echt mal vorbei, Songs der besten Alben werden inzwischen gar nicht mehr gespielt, und die Ansagen von Bo Summer greifen humoristisch auch schon mal etwas zu weit daneben.
2.) SEITA, SKELETONWITCH, HAVOK, SUFFOCATION im Essener Turock. Durch die Bank ganz gut! Erwähnenswert: Havok sind zwar nicht sonderlich originell, bringen ihren eher traditionellen,  energisch-rasend schnellen Thrash Metal jedoch perfekt auf den Punkt. Ziemlich super, werde ich mir wieder anschauen.

Samstag, 2. August 2014

Doomed & Stoned in Portland

"Name Your Price" Compilation mit 68 (!) Bands aus der Stoner/ Metal-Szene Portlands, darunter u.a. auch Graves At Sea und Red Fang:

Freitag, 1. August 2014