Sonntag, 29. September 2013

Baroness, Royal Thunder, Köln

Die Wege des Herrn sind untergründig und es kam mal wieder alles ganz anders. Ursprünglich hatte ich nämlich nicht geplant, meinen Samstag Abend im Kölner Bürgerhaus Stollwerk zu verbringen. Bzw. im Bürgerhaus Stollwerk und dem Autobahnstau Richtung Köln, ohne den es natürlich nicht ging. Durch, sagen wir mal, eine spontane Verkettung von Zufällen, tat ich genau das dann allerdings schlussendlich doch noch.
 
Lange Rede, kurzer Sinn: Bei unserer verkehrsbedingt etwas verspäteten Ankunft im, vor der Nase von Spätankömmligen an dem Abend noch ausverkaufendem Laden, lagen die supportenden ROYAL THUNDER leider schon in den letzten Zügen. Schade eigentlich, denn das gehörte und gesehene gefiel durchaus. Eine höchst spielfreudige und spielerisch auch versierte Band war da nämlich gerade mit viel Bewegung zugange.
Was BARONESS betrifft: Ich bin wirklich nur ungern der Old School-Typ, der mit verschränkten Armen am Rand steht und „früher waren die besser“ grummelt, um bei dem einen Frühwerk-Song am Ende dann mal ein mal kurz zu lächeln, aber im Fall von BARONESS bin ich das wohl gestern Abend bis auf weiteres geworden.
Dabei finde ich, im Gegensatz zu diversen Freunden und Bekannten, ihr aktuelles Doppel-Album „Yellow & Green“ ja eigentlich sogar ziemlich okay, und habe der Band hier schon im April2009 ein gewisses Stadion-Potenzial angedichtet. Aber an diesem Abend wollte der Funke partout nicht überspringen, Ob es mit an Köln lag? Diese Stadt hat etwas an sich, das in der Vergangenheit auch aus anderen Bands schon, gerade bei den mittelgroßen bis größeren Events, eher das schlechte hervorgeholt hat (und mit dieser Beobachtung bin ich nicht allein). Ich weiß es nicht. 
Auf jeden Fall hat die aktuelle Rhythm Section der Band nicht nur weniger Charisma, sondern auch weniger natürlichen Drive als die alte. Man merkte wirklich, dass dem Herrn am Schlagzeug die Discobeat-artigen Parts, die sein Vorgänger Allen Blickle im Baroness'schen Stilmix etablierte, nicht so flüssig von der Hand liefen wie eben jenem. Was umso verwunderlicher ist, nachdem es sich laut Wikipedia-Recherche um den der Post-/ Kraut-/ Elektro-Rock-Originale Trans Am handeln soll. Liegt es also vielleicht doch eher am Abrockband-Setting mit Metal-Background? Da passte jedenfalls irgendwas nicht so 100%ig.
Die beiden Hauptakteure an Gitarre und Gesang, Bandkopf John Baizley und sein 2008 zur Band gestoßener Sidekick Peter Adams, hatten allerdings sichtbar Bock. Und ich sage es nur ungern, aber der übertriebene Enthusiasmus, mit dem die beiden das etwas laschere Material wie „Board Up the House“ runterrockten hatte was von Spinal Tap. Und dass im Publikum dazu dann tatsächlich auch noch der Pogo-Mob tobte, machte das alles vom Gesamteindruck noch etwas schlimmer.
Summa summarum war der Auftritt von BARONESS zwar durchaus noch in der Kategorie „unterhaltsam und okay“ anzusiedeln (den „Köln-Faktor“ muss man bei der Gesamtwertung wohl etwas berücksichtigen), aber für eine Band, die wohl auch schon mal in der Liga „völlig umwerfend“ unterwegs war, ist das irgendwie ein bisschen wenig.
Alle Sympathie wegen dieser Busunfall-Geschichte hin oder her...

Samstag, 28. September 2013

Trainwreck und so

Unglaublich, aber wahr: Dieses Jahr bzw. gestern habe ich tatsächlich zum ersten mal TRAINWRECK gesehen. Ja, ich weiß, damit bin ich wirklich spät dran, zumal sich die Truppe in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrzehnts den Ruf einer exzellenten Live-Band und zeitgenössischen Hardcore-Dampfwalze höchsten Energiepegels erspielte, aber nun ja – nun wurde ich da auch endlich mal Zeuge von.
Als Vorprogramm überzeugten NOTIONS aus Münster erst mal ziemlich. Was ist das eigentlich mit Münster in letzter Zeit? Irgendwie ist der musikalische Output dieser Stadt am eher punkigen Ende harter Musik in letzter Zeit sehr beachtenswert. NOTIONS spielten gerade mal ihren fünften Gig und gefielen mit energischem HC, der hier und da einen Hauch von „Post-“ versprühte, im großen und ganzen aber doch bei der gröberen Kelle blieb. Gut!
TRAINWRECK wurden danach ihrem Ruf voll und ganz gerecht. Cooles Songmaterial mit Drive und Groove, geile Performance. Hat sich wirklich gelohnt, gerne mal wieder.
Im Übrigen ging das Konzert im AZ Mülheim dieses mal überpünktlichst, zügig und früh über die Bühne (und das nicht mal wirklich über, sondern vor einer solchen, weil auf jener die DJ-Pulte für die Goth-Party danach aufgebaut waren). Soll einer mal den Laden kapieren...

Donnerstag, 26. September 2013

Aktuelle Alben (tRoB, Windhand, Wolvserpent)


Hier dann jetzt aber natürlich die Metal-Alben des Monats: 

THE RUINS OF BEVERAST- Blood Vaults
Die schlechte Nachricht zuerst: Das Instant-Überwerk, das man von der neuen THE RUINS OF BEVERAST vielleicht zu bekommen gehofft haben wollte, ist „Blood Vaults“ (bzw. „Blood Vaults – The Blazing Gospel Of Heinrich Kramer (Cryptae Sanguinum – Evangelium Flagrans Henrici Institoris)“)  nicht geworden, auch wenn Euch das Andere vielleicht gerade weismachen wollen.
Hier allerdings dann natürlich noch die gute: Das Teil ist trotzdem far from Rohrkrepierer, und hat definitve Grower-Tendenzen.
Alexander von Meilenwald - so das Pseudonym des Bandkopfs und Multiinstrumentalisten, der einst auch Schlagzeuger der deutschen Ausnahme-Black Metaller Nagelfar war - hat hier mit seinen bereits von Vorgängerwerken bekannten Trademarks und Gimmicks ein Album zusammengerührt, das dieses mal vor allem ausgiebig durch doomige Schluchten prozessiert, und nur akzentuiert den Black Metal-Blastbeat rasen lässt. Dazu noch jede Menge Zwischengeplänkel und Garnierungen mit Mönchschor-Samples, Vocal-Effekten, Cleangitarren-Einlagen, u.ä.. Atmosphärisch, episch, anspruchsvoll, irgendwie modern, von eigenbrödlerischer Kauzigkeit, dabei dennoch räudig, roh und urgewaltig - so kennt und schätzt man TROB.
Wie gesagt, ein Überknaller ist „Blood Vaults“ nicht geworden, aber wenn man den Vorgänger „Foulest Semen of a Sheltered Elite“ mochte, wird man auch dieses Album mögen.
Denn eines muss man THE RUINS OF BEVERAST lassen: Es ist schon ein sehr eigenständiges Projekt mit einem sehr eigenen und speziellem Sound. Das Ganze biedert sich nicht an einer Außenvorstellung irgendwelcher Genre-Schablonen an, und hat nicht zuletzt auch durch die etwas muffige Produktion einen ziemlichen DIY-Charme.
Weswegen ich ein lediglich solides TROB-Album immer noch sehr viel lieber höre, als einen angeblichen Meilenstein von so einer musikalisch völlig überbewerteten Stromlinienförmigkeit wie Watain. Oder Satyricon.
Und auch wenn die dauerwiederholte, semicleane Lead-Gitarre bei „Malefica“ fast schon ein bisschen cheesy ist, ist der Song dadurch ja doch schon irgendwie ein ziemlicher Hit.
Gut, gut. Weitermachen!


ULCERATE - Vermis
Hier noch mal eben ein Fall von „Habe ich ehrlich gesagt nur mal eben angezappt, will Euch diesen tendenziellen Tipp aber dennoch nicht vorenthalten“: Im Schatten des Old School-Rumpelsound-Revivals scheint auch progressiver Death Metal derzeit eine Art von kleinem Relaunch zu erleben. Das diesjährige Nero di Marte-Debüt z.B. überraschte mit einer gelungenen Stilmixtur (for fans of: Gojira, Intronaut, Cynic), bei der das „Prog“ die „Death“-Wurzeln derart in den Hintergrund treten lies, dass man reflexartig ein „Post-“ davorsetzen möchte, und Relapse Records‘ Revocation finden gerade sogar Anklang bei Musikfreunden, die es sonst eher nicht so mit „Tech-Death“ haben.
Ebenfalls über Relapse kam nun kürzlich das neue Album der Neuseeländer ULCERATE, die man bereits zuvor schon als eigenständige Geschichte auf dem Zettel hatte.
ULCERATE sind zwar recht technisch, außerdem aber auch sehr düster-atmosphärisch. Etwas, das viele andere Frickel-Deather vor lauter seelenlosem Gefrickel oft nicht mehr hinkriegen.
Bandcamp: ulcerate.bandcamp.com


WINDHAND - Soma
Ganz ehrlich: Zuerst wollte ich WINDHAND und ihr selbstbetiteltes, letztjähriges Debüt ja an der Grenze zu überflüssig und irrelevant finden. "Electric Wizard light", generisches Fähnchen im Doom/ Stoner-Wind ohne irgendwelche Eigenakzente, keinerlei Ecken und Kanten. Es muss aber wohl irgendeine Art von eher irrationalem, sprich instinktivem Impuls gewesen sein, dass ich zuletzt trotzdem noch ein paar mal reingehört habe, denn tatsächlich erschloss sich mir der Charme und Appeal dieser Band dann schlussendlich dennoch.
Da ist so ein eher etwas relaxter bis apathischer, warmer, positiver Vibe, der WINDHAND zwar schon ein bisschen in die Ecke der Psychedelic-Hippies rückt, andererseits ist das Fundament ihrer Musik dabei aber trotzdem von so viel doom-metallischer Schwere gekennzeichnet, dass sie nie in Gefahr läuft Richtung schwachbrüstigen Retrorock-Schnarchs abzurutschen. Und wenn das ein mal Klick gemacht hat, dann kann "Windhand" tatsächlich ziemlich begeistern.
Ihr zweiter Longplayer kam gerade über Relapse Records, und macht alles richtig.
Von den sechs Tracks tönen 1-2 ein Eck energischer als irgendwas auf dem Vorgänger, ein weiterer wiederum ist  ganzes Stück ruhiger, und die Schlussnummer hat man mal eben auf 'ne wirklich epische Länge gezogen. So geht "Niveau halten, Stil etwas ausweiten,
dabei aber dennoch weitgehend im Rahmen der zuvor gesetzten Trademarks bleiben". Wie gesagt, alles richtig gemacht.
Dass WINDHAND immer noch ein bisschen wie gefälligere Electric Wizard klingen, und die Stimme der Sängerin irgendwie gar nicht mal so weiblich rüberkommt - egal. Ich fange tatsächlich an, diese Band mehr und mehr zu mögen...
Bandcamp: windhandva.bandcamp.com


WOLVSERPENT - Perigea Antahkarana
Mit einer eigentlich schon abenteuerlichen Mixtur aus Drone-Effektgerätgetrete, Geigen-Einlage, und bösem Metal im besten Celtic Frost-Sinne, faszinierten bis irritierten WOLVSERPENT vor zwei Jahren schon mal als Wolves In The Throne Room-Vorgruppe (jaja, wie passend). Ihre bisherigen Demos und Kleinlabel-Releases, die man digital auch offiziell für noppes kriegt, stecken eine Bandbreite von sowas wie Dark Ambient bis zu Black-Doom Metal, von instrumentalen Klanglandschaften bis zur vollen Breitseite an Düster-Brachialgeriffe und Gegröle ab.
Relapse Records dachten sich wohl, ausnahmsweise auch mal wieder eine interessante statt generische Band signen zu wollen, und brachten gerade dieses neue Album des seltsamen Pärchens raus.


Zur Sache: „Perigea Antahkarana“ ist zwar kein superzwingendes Highlight geworden, als "State of the Art"-Ding zwischen hörspielhaften Sound-Experimenten mit einem Hauch von Folk-Feeling und eigenwilligem Black/ Drone/ Doom Metal ist das Ganze aber dennoch ganz interessant und spannend.
Bandcamp: wolvserpent.bandcamp.com/releases

Mittwoch, 25. September 2013

The Body - An Altar Or A Grave (Videoclip)

Vom Mitte Oktober kommenden Album:

Neolithic Void

Neue Band mit u.a. Grewe (Morgoth) am Mikro und Lodmalm (Ex-Cemetary) an der Gitarre:

Im Übrigen…

…möchte ich der Vollständigkeit halber mal eben anmerken, das aktuelle INTER ARMA Album „Sky Burial“ (hier schon mal angesprochen) zuletzt mit in die Joggingrundenrotation genommen zu haben, und inzwischen doch ein ganzes Stück mehr zu schätzen, als bei den anfänglichen 2-3 Schnupperanläufen. Zwar immer noch nicht ganz in einem „Jahres-Top10“-Ausmaß, aber eben doch ein ganzes Stück mehr als zuerst und damit inzwischen dicht dran.
Zwar hat sich der Eindruck, dass die beste(n) Passage(n) des Albums vor allem beim Run auf der Mitte passieren - mit den beiden recht godfleshigen Nummern „Destroyer“ und „‘sblood“, sowie dem neurosigen „Westward“ – dann ja doch weiterhin ziemlich gefestigt, der mit allem von Psychedelic/ Southern/ Post-Rock bis Black/ Death Metal flirtende Rahmen drumherum (mit Blastbeat-Zimmereien im ersten Drittel und einer nochmals starken Neurosis-Einfluss versprühenden Schlussnummer) geht aber mehr als okay.
INTER ARMA, die gerade wohl außerdem ein Onetrack-Album in der Pipeline haben, verdeutlichen recht anschaulich, wo Metal 2013 abseits von Donzdorf nicht nur stehen kann, sondern es bereits tut. Wir haben es hier mit Legionären der Roadburn-Liga zu tun, die jüngere Trends und Impulse der Szene verinnerlicht haben und in ihrer Musik völlig natürlich ausleben, auch wenn sie von außen betrachtet auf so einem Album wie „Sky Burial“ etwas zu viel auf ein mal zu wollen scheinen. Was, lasst uns da mal ganz ehrlich sein - auch wenn wir nicht gerade die Crossover-90er zurückhaben wollen - grundsätzlich interessanter und sympathischer ist, als das generische Rumreiten auf nur einer schon x-mal gehörten Sache.
Man darf gespannt sein, was von denen in Zukunft noch so kommt, denn diese Band hat den Willen zu mehr, und offensichtlich auch das kreative Potenzial.

Wozu mir außerdem noch einfällt: Was ist denn jetzt eigentlich mit HULL? Man hatte bereits ganz große Stücke auf die gehalten, aber irgendwie scheinen die nicht wirklich aus den Hufen zu kommen…

Am Horizont: Nicht nur neue Alben von SEA OF BONES und THE BODY, sondern mit LUMBAR auch noch ein Projekt, bei dem Mike Scheidt (Yob, Vhol) und Tad Doyle (Tad, und es wird jetzt wirklich mal Zeit für das Brothers of theSonic Cloth-Album) mitwirken, sowie das Langspiel-Debüt von CORRECTIONS HOUSE (bekanntlich u.a. mit EHG’s Mike Williams und NeurosisScott Kelly). Und nach 'ner längeren Pause gibt es außerdem ein neues Album von MELT-BANANA!. Da geht ja noch einiges!

Dienstag, 24. September 2013

Montag, 23. September 2013

20jähriges: Melvins - Houdini

Jau, „Houdini“ von den MELVINS ist diese Woche zwanzig Jahre alt geworden.
„Houdini“ ist vieles. Z.B. der Referenzklassiker einer Band, die in jüngerer Vergangenheit noch mal gewaltig aufgedreht hat, und kreativer denn je scheint. Außerdem eines dieser Alben, das als Zeitdokument einer bestimmten Ära nicht zu unterschätzen ist.
Anfang der 90er war nämlich „Alternative“ das geflügelte Wort der Stunde. Major Labels stürzten sich darauf, auch ein Stück vom Kuchen abhaben zu wollen, und signten wie blöde ganz Seattle, sowie jeden der eine E-Gitarre halten konnte, und dabei eher wie Du und ich statt wie Twisted Sister aussah.
„Houdini“-Videosingles wie das Slayer-mäßig peitschende „Honey Bucket“ (mit legendärem Scheunen-Clip), und das heavy aber schräg groovende „Hooch“ (mit Röntgen-Optik) liefen damals tatsächlich auf MTV.
Im Gegensatz zu vielen, kommerziell verwertbareren Bands dieser Zeit, waren die MELVINS allerdings auch sowas wie die hässliche Freak-Clique, die nicht von jedem verstanden wurde, und zu der sich daher auch nicht jeder hintrauen wollte. Eine Menge sog. „Alternative Rock“ war wesentlich allgemeinverträglicher, zugänglicher und partytauglicher, als das verquer um die Ecke rockende Zeug der Herren Osborne (Gitarre/ Gesang) und Crover (Schlagzeug/ auch etwas Gesang) plus wechselnder Bassist, weswegen sie wohl im Grunde genommen auch mehr Alternative-/ Metal-Hörer irritierten als begeisterten.

Zwanzig Jahre später haben die Guten dann ja doch irgendwie gesiegt. Die MELVINS gibt es immer noch, sie bringen immer noch sehr gute Alben raus, und betouren nach wie vor die Welt. Während sie unter Musikkritikern mit Radioohren immer noch so ein bisschen als Feind gelten, sind sie unter Geschmacksicheren eine regelrechte Ikone.

Und „Houdini“ ist tatsächlich verblüffend gut gealtert. Das Teil klingt von vorne bis hinten zeitlos, ist in seiner Gänze sehr gelungen.
Eigentlich ist es dabei sogar ein Album, das bei mir über die Jahre gereift ist, da ich beim damaligen Erwerb noch nicht 100%ig bereit dafür war, und seine Klasse über die Zeit schrittweise ergründete.

Schon interessant, wie die Karten manchmal fallen. Hättet Ihr mich damals gefragt, ob die MELVINS zwei Dekaden später zu meinen Lieblingsbands zählen werden, ich hätte befremdlich geschmunzelt und was von „Honey Bucket und Hooch sind ja irgendwie ganz geil, aber das ist mal 'ne echt komische Band“ gemurmelt. Fragt Ihr mich heute, wie sich die Bands für mich gehalten haben, deren Shirts ich zu der Zeit dauernd anhatte, blicke ich ähnlich schmunzelnd zurück.

The Divinity of Mountains


Sonntag, 22. September 2013

Aktuelle Alben – unmetallische Edition (65daysofstatic, Chelsea Wolfe, NDM, Pinkish Black, Volto!, Zola Jesus)

Heute mal (so gut wie) ohne Metal-Riffs:
Update: Und weil das neue Chelsea Wolfe-Album hier auch noch super mit reinpasst, habe ich den Post darum ergänzt und noch mal hochgeholt...

65DAYSOFSTATIC – Wild Light

Mal eben der „was bisher geschah“ -Schnelldurchlauf: Die ersten beiden 65DAYSOFSTATIC-Alben waren mit ihrem instrumentalen Post-/ Mathrock samt dezenter elektronischer Einsprengsel ziemlich cool. Das verflixte dritte wurde produktionstechnisch völlig an die Wand gefahren und bekam dafür völlig zurecht 'ne Menge schlechter Kritiken. Album Nummer vier wartete mit einer Kurskorrektur zur Tanzelektronik-Liveband mit weitgehend unaufdringlichen 90ies-Vibes auf, und funktionierte damit überraschend gut.
EPs, Live-Konserven und Soundtrack-Projekte mal außen vor gelassen, ist hier nun also Longplayer fünf.
„Wild Light“ findet trotz Live-Schlagzeuger und teils mit E-Bow bespielten Gitarren abermals über weite Strecken auf Synthesizern statt. Und das geht tatsächlich noch mal ganz gut auf. Zumal 65dos einem die, auf diesem Album auch schon mal etwas grelleren Sounds nicht zu bratzig in die Fresse klatschen, und ferner mit dem Postrocker-Verständnis für packende Song-Arrangements agieren.
Havin' said that: Im Laufe des Albums gibt es da durchaus so einige Momente, die doch wieder an die früheren 65DAYSOFSTATIC erinnern. Vor allem dann, wenn „Gitarren-Ambient“ und ein verspielter Beat ohne vordergründige Techno-Sounds dominieren, oder auch mal ein Piano zum Einsatz kommt (besonders oldschoolig-postrockig wirds gegen Ende mit „Taipei“ und „Unmake The Wild Light“). Überhaupt haben hier einige Passagen eigentlich schon Progrock-Flair.
Summa summarum fand ich die ersten beiden und „We Were Exploding Anyway“ ja doch ein Stück zwingender als diese hier, aber „Wild Light“ geht durchaus okay.
Verschiedene Versionen (Digipack-CD, Download) kommen übrigens mit verschiedenen Bonus-Tracks.


CHELSEA WOLFE – Pain Is Beauty
Die Kalifornierin CHELSEA WOLVE ist eine wirklich interessante Künstlerin. Während unter ihren bisherigen Veröffentlichungen einiges mehr zur lupenreinen Folk- bzw. Singer/ Songwriter-Ecke neigte, fußte anderes wiederum auf einem eigentlich schon psychedelisch-experimentellen Sound, weswegen sie auch schon so manche Anhänger in der Schnittmenge der Postrock-/ Stroner-/ Doom-Szene(n) gewinnen konnte, Roadburn-Auftritt inklusive.
Die Rockpuristen unter ihren Fans (und die wird es geben) dürften angesichts des aktuellen Albums allerdings wohl mindestens befremdlich reagieren, denn das Teil kommt u.a. mit elektronischen Sounds daher. Während 2-3 der Songs, die rein organisch entstanden sind, ein gewisses Gothrock-Flair im besten Postpunk-Sinne alter Schule versprühen, gibt es da außerdem Plastikbeat- und Synthie-unterstützten Halbdunkel-Pop, der auch von Zola Jesus oder Portishead stammen könnte.
Und dabei ist der meiner Meinung nach beste Song des Albums ironischerweise dann doch das etwas Western-mäßig rüberkommende „They'll Clap When You're Gone“ gegen Ende.
Was aus „Pain Is Beauty“ ein seltsam heterogenes Album macht, auf dem die gute Chelsea vermutlich einfach mal zeigen wollte, dass man sie nicht auf die Lagerfeuerrockerbraut festlegen soll, sondern sie eigentlich eher so ein bisschen Björk ist.
Und auch wenn ich nicht jeden Song auf
„Pain Is Beauty“ gelungen finde – meinen Segen hat sie dabei, denn irgendwie finde ich die musikalische Bandbreite des Albums als Statement sympathisch.

NECRO DEATHMORT – EP1
Neue EP des britischen Duos im ungewöhnlichen Spannungsfeld zwischen Laptopbollerbeat und Dronedoommetal, das sich nach dem doch recht düster-brutal-metallischem Drittwerk „The Colonial Script“ nun in gänzlich elektroniklastige Gefilde wagt. Und es ist wirklich ein etwas seltsamer Schritt nach einem Album, das mit derbem Geriffe und Geschrei gar bis in Today Is The Day'sche Härtegrade vorstieß, hiermit nun sechs Tracks vorzulegen, die instrumental und Gitarren-frei u.a. 90ies-Techno-Einflüsse verarbeiten, Momente von Dark Ambient bis Dubstep, vom Trance-Sequencer bis zum verdrehten TschicketschackeBumm-Breakbeat ineinander reihen, und dabei dann dennoch eher ein "Hör-Album" als etwas tatsächlich tanzbares abzuliefern.
Im Gegensatz zu der, einen drüber besprochenen, neuen von 65daysofstatic machen sie das allerdings nicht mit Rockmusiker-Verständnis, sondern ergehen sich insgesamt dann doch eher in so einer Art von „Klangreise“-Ding.
Und schlecht ist das nicht. Echt nicht! So wirklich brauchen tue ich es, gerade auch in dieser Kleinformat-Form, dann allerdings wiederum eher doch nicht. Man hat dabei nämlich durchaus das Gefühl, dass die Londoner aus den ausgearbeiteten Ideen auch noch weit mehr hätten machen können, als das hier abgelieferte, das zwar mit sehr geil ausgetüftelten Sounds, aber doch etwas sehr kurz und knapp an einem vorbei surrt und pluckert.
Bandcamp: distractionrecords.bandcamp.com/album/ep1

PINKISH BLACK - Razed To The Ground 

Space-Postpunk? Synthie-Doom? Prog-Goth? Metal ohne E-Gitarre? Man tut sich schwer, ein Etikett für PINKISH BLACK zu finden, deren Sound sich aus Schlagzeug und Keyboard (Klangteppiche mit psychedelischem „Captain Future“-Retro-Flair, brummende Synthie-Bässe, ...) zusammensetzt.
Der Name dieses exotischen Duos zierte Übersee schon so manches Konzertbilling, auf dem man ansonsten eher Sludge/ Doom/ Black Metal/ etc.-Strategen vorfand, und ihr selbstbetiteltes Album (Bandcamp) wurde letztes Jahr von den üblich verdächtigen Blogs und Webzines auf der Schnittstelle zwischen Metal-Nerds und Indie-Hipstertum durchaus goutiert. Was meine schon 1-2 mal geäußerte These bestätigt, dass ein Hauch von Goth-Ästhetik in dieser Ecke wieder ein bisschen chic geworden ist. Auch wenn ich die ständigen Swans-Vergleiche in Bezug auf PINKISH BLACK nur wenig nachvollziehen konnte...
Es überrascht, dass ausgerechnet Century Media nun das Zweitwerk dieser ja doch etwas spezielleren Band veröffentlicht, ist das Dortmunder Label ansonsten ja doch eher für konventionellere Rock/ Metal/ Hardcore-Kost bekannt (Ausnahmen… Regel… früher… heute…).
Um auf den Punkt zu kommen: „Razed To The Ground” ist durchaus ganz gut geworden, Noch ein bisschen abwechslungsreicher und klanglich tiefer als sein Vorgänger, wobei die Zahl der doch eher etwas zurückgelehnteren Stücke gegenüber den energischeren überwiegt.
Wenn das Duo noch 1-2 Songs mehr wie den Opener „She Left Him Red“
gemacht hätte, der temporeich durchaus ein bisschen Mayhem versprüht, würde ich „Razed To The Ground “ vermutlich sogar noch ein ganzes Stück besser finden.
Nichts desto trotz: Interessante Band, gutes Album!

VOLTO! - Incitare
So kann's manchmal gehen: Als die zuständige Promo-Agentur, deren Newsletter seit Ewigkeiten noch aufgrund früherer Webzine-Aktivitäten immer noch bei mir landen, in die Runde fragte wer mit dem VOLTO!-Album digital bemustert werden möchte, habe ich mal mit aufgezeigt, den rübergesendeten Link auch runtergeladen, aber dann für Wochen wieder verdrängt. Aber besser spät als nie, wo es gerade hier jetzt irgendwie auch noch mit reinpasst.
VOLTO! ist eine Band mit Tool-Drummer Danny Carey, die schon seit längerem immer wieder mal in L.A. auftrat, und dabei eigentlich Fusion-Jazz fabrizierte.
Mit „Incitare” kam im Juli diesen Jahres nun das erste Album des Zeitvertreibprojekts raus, und die Sache hat sich etwas mehr Richtung (instrumentaler) Progrock verschoben. 
Was mich dann jetzt wiederum vor das Problem stellt, wie ich Musik bewerte, der ich grundsätzlich nicht gänzlich abgeneigt bin, von der ich aber im Grunde genommen keinen wirklichen Dunst habe.
Ja puh. Was soll ich sagen? Das jazzig-progige Rumgefriemel, inkl. Drumsolo-Onanie für

Carey-Fanboys (bei Drumbeaux), das mich hier und da durchaus an klassische Progger erinnert, die bei mir wohl auch schon mal in der Rotation land(et)en (King Crimson, ELP), und das gelegentlich den Background härterer Rockmusik durchblitzen lässt, genauso wie es einen dieser zu sowas dazugehörenden Farout-Tracks hat (Meltdown), geht mit halbwegs vorhandener Affinität zu sowas schon ganz gut rein, aber so ein richtiges Alleinstellungsmerkmal musikalischer Natur will mir dann auch nicht wirklich auffallen.
Keine Ahnung, wer genau hierfür eigentlich die Zielgruppe ist...

ZOLA JESUS - Versions

Das 2009er ZOLA JESUS-Debüt „The Spoils“ fand ich ja seinerzeit, aufgrund dieses faszinierenden Kontrast, wie eigentlich schon soulig-lebendige Vocals hinter einem Rauschlärm-/ Shoegaze-Soundwall- / Industrial-Ambient-Dickicht erklangen, wirklich sehr interessant.
Alles, was von der jungen Frau mit bürgerlichen Namen Nika Roza Danilova danach noch so kam, habe ich zwar mehr oder minder mitverfolgt, das aber wiederum mit irgendwie schwindender Aufmerksamkeit. Nicht etwa weil ich ihre, danach mehr und mehr zu einem etwas allgemeinverträglicheren Sound neigende Musik dann schlechter fand, sondern eher da ich sowas selbst bei Gefallen dennoch eher selten wirklich mal auflegen und hören möchte. Ich habs halt einfach deutlich mehr mit Krawall und Getöse als mit "Pop"...
Hinter „Versions“ verbergen sich nun orchestrale Neuinterpretationen jüngerer ZOLA JESUS-Songs – fünf vom 2011er Album „Conatus“, bzw. sechs mit dem Bonus-Track der CD-Version, drei aus der „Stridulum“-Phase, sowie ein brandneuer -  zu denen kein Geringerer als J.G. Thirlwell arrangiert hat (plus Produktion und Mix), was ein Streicher-Quartatt namens Mivos Quartet die Sängerin begleitend streicht. Das hat mich interessiert.
Und wie schon bei anderen, jüngeren ZOLA JESUS-Releases gilt bei mir auch hier: Das ist schon wirklich gut, ziemlich stimmungsvoll von fast sakralem Maße, vielleicht sogar ein kleines bisschen sexy, und auch trotz aller Ambition und klanglicher Öffnung in Größeres wollende Richtungen nach wie vor eher etwas abseitig, aber... ein Dauerrotator oder ganz große Liebe wird das mit mir und ZOLA JESUS in diesem Leben wohl trotzdem nicht mehr. Vermutlich, weil das Herz dann doch eher Schädel spaltendem Gitarrenlärm, und die niederen Instinkte deutlich direkter treibenden Rhythmen gehören.
Meine Sympathie und Anerkennung sind Danilova und Thirlwell allerdings trotzdem sicher, genauso wie das wohl eher seltene Abspielen dieser Veröffentlichung hier und dann mal, wenn ich gerade ausnahmsweise mal in der richtigen Stimmung für ein derartiges Sonntagsalbum bin.

Freitag, 20. September 2013

Dephosphorus

Freunde von Grindcore und Düster-/ Extrem-Metal aufgehorcht: Falls Ihr DEPHOSPHORUS noch nicht kennen solltet, sie sind in diesem Dreieck meine persönliche Entdeckung der Stunde.
Das griechische Trio lärmt schroff, fies, teils atonal nach vorne, baut dabei allerdings auch ohne Ende dunkle Atmosphäre auf.
Während das wirklich sehr empfehlenswerte Debüt „Axion“ noch etwas mehr Sturm & Drang verkörperte, und in seiner dichten Intensität nicht wirklich weit von sowas wie Celeste, aktuellen Rorcal oder Deathspell Omega entfernt ist (nur halt als Grindcore-Version mit gelegentlichen Crust-Auswüchsen), kriegt sich das letztjährige „Night Sky Transform“ etwas mehr ein, lässt mehr Groove und auch mal Melodie zu, steht seinem gewaltigen Vorgänger aber nicht wirklich in viel nach.
Schwarz und rund gibt es die beiden Langspielplatten, genau so wie eine Split-7“ mit den fast genauso grandiosen Kanadiern Wake, bei 7 Degrees Records.
Geile Band. ich bin begeistert!
Bandcamp-Links:
- „Axion“ (name your price!)
- Dephosphorus / Wake Split 7“
- „ Night SkyTransform“


Donnerstag, 19. September 2013

HSB feat. Mille – Auge um Auge (Videoclip)

Die Thüringer Metalcoreler HEAVEN SHALL BURN haben sich mit, dem im Zweifelsfall ja auch in jeder Gasse mitdampfenden Miland P. von KREATOR zusammengetan, um einen Song von DRITTE WAHL zu covern.
Das alleine wäre noch gar nicht mal so erwähnenswert (und das Ergebnis, wenn man mal ganz ehrlich ist, auch nur bedingt hörbar), hätte das Video dazu nicht ein gewisser Christof Kather of JaKa-Fame zusammengeschustert.
Und es passt halt auch zur nahenden Bundestagswahl...

Dienstag, 17. September 2013

Veranstaltungshinweis: A Tribute to Peter Bellendir (HH)

A Tribute to Peter Bellendir  
u.a. mit Eisenvater
October 12, 2013

Admiralitätstraße 74 
20459 Hamburg

"Peter Bellendir, Drummer.

Ein Name, der über fast drei Jahrzehnte untrennbar mit der musikalischen Geschichte unserer Hansestadt verbunden war. Und bleibt.

Als Mitglied von Bands und Projekten wie Xmal Deutschland, Rossburger Report, Fish For Fish, The Whiteouts und Eisenvater auf der Bühne und im Studio ist dieser Name mehr als nur eine Fußnote in den Annalen der Musikgeschichte, steht und stand Peter Bellendir nicht nur für eine unbändige Spielfreude an seinem Instrument, dem Schlagzeug, sondern auch für einen einzigartigen Umgang mit eben diesem, der sich nicht nur in seiner umfangreichen Discographie und auf unzähligen Konzerten im In- und Ausland (u. a. auch für eine Aufnahme im Rahmen der legendären Peel Sessions mit Xmal Deutschland) widerspiegelt, sondern auch zuletzt in seiner Tätigkeit als Schlagzeuglehrer an einer Hamburger Musikschule.

Am Abend des 12. Oktober 2013 gedenken Freunde, Weggefährten und ehemalige Mitmusiker im Westwerk dem im Februar im Alter von 58 Jahren verstorbenen Drummer und zollen dem wunderbaren Menschen und Musiker Peter Bellendir auf ihre Weise Tribut.

Zusammen mit Kathrin Achinger (Kastrierte Philosophen) wird Andy Giorbino auf der Bühne stehen, der zusammen mit Peter Bellendir als Gründungsmitglied sowohl in der Band Whiteouts spielte als auch Teil der Projekte Flying Fish und Rossburger Report war. Als Duo für einen Abend de- und rekonstruiert das Gespann Giorbino/Achinger bekannte und unbekannte Songs, die ursprünglich unter der Beteiligung von Peter Bellendir entstanden sind.

Ebenso wuchtig wie der Name ist die Musik der Band Eisenvater um Jim Sudmann, die sich ebenfalls live im Westwerk die Ehre gibt, um Peter Bellendir zu gedenken, der sowohl an den 1994 und 1995 erschienen Alben »Eisenvater II« und »Eisenvater III« beteiligt war als auch erneut in den Jahren 2001/2002 und ab 2012 als aktives Mitglied der Band auf der Bühne stand.

Elektronisch abgerundet wird die Nacht mit Sets von DJ Henry, seines Zeichens Mitbetreiber des Click und seit über 20 Jahren fester Bestandteil der Hamburger House- und Technoszene, und des elektronischen Multiaktivisten baze.djunkiii, der zu diesem Anlass nach fast zweijähriger Abstinenz zum ersten Mal wieder an die Plattenteller eines Hamburger Clubs tritt."

Sonntag, 15. September 2013

KEN mode, Unkind, Somerset

Damit gerechnet, dass es voll werden würde, hatte man ja eh nicht, aber das war schon ein recht karges Bild, vergangenen Freitag bei KEN MODE, UNKIND und SOMERSET im Essener Cafe Nova.
Letztere sind Powerviolence-/ Fastcore-Jungspunde aus dem Münsterland, die entsprechenden Nachwuchsband-Charme mitbrachten, als die Frontblondine mit dem Rücken zum Publikum brüllte. Aber war schwer okay.
UNKIND waren mit ihrem Crust-Geballer dann nachfolgend mal wieder 'ne ganz nette Angelegenheit. Vor allem, da die Finnen nicht ausschließlich D-Beat-mäßig durch die Gegend poltern, sondern auch mal 'n langsamen oder melodischen Part rausknallen. Kann man so nehmen.
Die Bühnenpräsenz von KEN MODE wiederum ist ja eigentlich irgendwie so ein bisschen peinlich. Der Basser (mit Keelhaul-Backpatch, guter Mann!) spielt 1-2 mal zu oft mit seinem Instrument über dem Kopf; das nur aus grauer Unterhose und dicken Schweißbändern um die Handgelenke bestehende Outfit des Drummers ist eine Spur drüber, und wie Sänger/ Gitarrist Jesse sich Mühe gibt die Rampensau zu machen, kommt schon mal etwas unbeholfen und leicht aufgesetzt rüber. Nichts desto trotz macht genau das diese Band auch irgendwie sympathisch, zumal musikalisch und spielerisch echt alles stimmt, und das Trio auch vor geringerer Zuschauerzahl schweißtriefend alles gibt.
Besagter Drummer spielt nicht übermäßig technisch, sondern haut bei dem auch schon mal etwas komplexeren Kram wirklich kräftig drauf, und die zuletzt gar noch mal einen Tick härter und energischer gewordene Mixtur aus Noiserock und „Metallic Hardcore“ reißt allgemein gut mit.
Dass der Gitarrensound anfangs zu leise war, und die Vocals bei einem Song etwas daneben lagen – nun ja, so ist das halt schon mal bei Rock'n'Roll-Shows.

Es verwundert dennoch nicht, dass diese Band kein breiteres Publikum findet. Das sind Nerds, die Musik für Nerds machen. Für Bollo-Moshpitsportler ist der Kram nämlich doch ein bisschen zu schräg und clever, und für einige der Spezialisten, die es wirklich schräger und/ oder cleverer mögen, dann vielleicht doch noch lange nicht schräg und/ oder clever genug.
Ich bleibe dabei und mag die Musik von KEN MODE. Ob mit oder ohne Flachzangen-Charisma.


KEN mode
Undkind
Somerset


Donnerstag, 12. September 2013

Dienstag, 10. September 2013

Freitag, der 13.

Kommender Freitag ist mal wieder ein dreizehnter! Ob das gut oder schlecht ist, müsst ihr entscheiden, aber an eben jenem haben wir eine wahrlich interessante Veröffentlichungsflut zu verzeichnen, denn es kommen:

65daysofstatic - Wild Light
Carcass - Surgical Steel*
God is an Astronaut - Origins
Grave Miasma - Odori Sepulcrorum
Pinkish Black - Razed to the Ground
Ulcerate - Vermis
Windhand - Soma
Wolvserpent - Perigaea Antahkarana

Langfassung: Der Metal-Major Nuclear Blast haut mit dem neuen Album der Grindcore/  Death Metal-Legende CARCASS* das erste zwingende Label-Release seit und für Ewigkeiten raus, Century Media haben mit dem Spacegoth-Doom von PINKISH BLACK und dem, über ihr Sublabel Superball erscheinendem neuen Werk der Dance-Postrocker 65DAYSOFSTATIC zwei Veröffentlichungen zu bieten, die von gewohnten Rock/ Metal/ Hardcore-Pfaden gänzlich abweichen, Relapse Records blasen mit dem Stonerrock/  Doom Metal von WINDHAND, dem Post-Tech-Death von ULCERATE, und der Avantgarde-Düstermucke von WOLVSERPENT zu einer facettenreichen Großoffensive, und Profound Lore mögen es mit GRAVE MIASMA mal wieder ganz derbe (sowie 'ne Woche später mit SUBROSA dann wiederum eher atmosphärisch).
Die irischen Postrocker GOD IS AN ASTRONAUT hätten wir auch noch obendrauf.
 

Außerdem haben Freitag einige Händlerdienste das eigentlich bereits vergangene Woche veröffentlichte neue Album von THE RUINS OF BEVERAST am Start. Auch darauf hat man gewartet.

Wann soll ich das denn eigentlich alles hören? 

#firstworldproblems 

* Komplettstream:

Freitag, 6. September 2013

Zehnjähriges: Unfold - Aeon Aony


Ja, okay, so inflationär wird das mit den Albengeburtstagen zugegeben auch schon etwas „pointless“. Aber viele davon mache ich dieses Jahr nicht mehr, okay?
Bei „Aeon Aeony“ bietet sich es gerade irgendwie an, weil dieses tatsächlich eines meiner absoluten Lieblingsalben in der Kategorie „viel zu unbekannte Perlen“ ist...

Ich habe es schon öfter erzählt (auch in einer Print-Publikation, nebenbei bemerkt), und erzähle es hier jetzt noch ein letztes mal:
Mein Erstkontakt mit UNFOLD begab sich einst während eines zweitätigen Indoor-Festivals im hübschen aber beschaulichen Montreux.
Als Abschluss des ersten Abends kamen da diese eigentlich gänzlich unrock'n'rollig aussehenden Jungspunde, zum „A-Team Theme“ als Intro, mit angeklebten Schnauzbärten (wie voraus kann man seiner Zeit sein?) auf die Bühne. Jaja, haha, voll witzig.
Als die Typen dann loslegten, klappte mir allerdings die Kinnlade runter. Brachialst und intensivst groovedonnerten sich diese augenscheinlichen Spaßvögel dann nämlich auf ein mal lärmig, wuchtig, brutal, einfach nur total unbarmherzig, und das dann auch noch mit regelrecht mathcoreiger Präzisionsarbeit durch ein Set, das nachhaltig Eindruck hinterließ. Als Bonus gab's den Entombed-Klopfer „Out Of Hand“ obendrauf, bei dem der Verfasser dieser Zeilen auf ein mal das Mikro vor der Nase hatte, um den finalen Refrain zu grölen (True Story).
Ihr 2000er Album „Pure“ wurde am gleichen Abend natürlich im Anschluss direkt gekauft. Ohne dass ich mich daran jetzt zu lange aufhalten möchte, war jenes schon nicht ohne, und auch bereits ordentlich derbe, gegen das, was da noch kommen sollte, allerdings regelrecht noch regelrecht stromlinienförmig.

Es kommt mir jedenfalls eigentlich noch gar nicht sooo lange her vor: Wenige Jahre später fische ich in meiner Studentenbude das „Aeon Aeony“-Digipack in freudiger Erwartungshaltung aus der Promopost (ich war damals sehr aktiv für diverse Mags und Webzines etc.).
Und was dann aus der Stereoanlage auf mich einwirkte, konnte ich zunächst nicht fassen.
Vergleiche, die Schreiber schon bei „Pure“ angebracht hatten, trafen auf „Aeon Aeony“ tendenziell noch mehr zu. Der mit knarzig verzerrtem Bass dreckig und doch hartkantig knallende Sound hatte von Breach, und natürlich waren Neurosis auch nicht mehr weit weg.
War schon der Opener „Medusa - Euryale – Sthenyo“ ein fulminanter Auftakt voller Rage und Verzweiflung, kommt es beim sich komplett vergessenem Folgesong „I Miss My Dallas“ ganz dicke. Jener hat vor allem in der zweuten Hälfte was von Neurosis‘ „Times of Grace“, dreht dabei aber vorher noch eben eine intensive Runde mit der Zentrifuge.
Und dann noch diese Arrangements. Immer wieder nehmen die Songs unerwartete Turns.
Der Anfang des nächsten „Baron Rouge“ begeistert z.B. mit einer Piano-unterstützen Spannungskurve.

Lange Rede, kurzer Sinn: Vor allem diese ersten zwanzig Minuten des Albums sind der Wahnsinn.
In der zweiten Hälfte wird dieses Niveau nicht ganz gehalten, was den Gesamteindruck natürlich leider etwas abwertet, aber das Teil hat auch nach hintenraus durchaus noch einige ziemlich coole Momente zu bieten.

Zehn Jahre später betrachtet lege ich das Ganze allerdings immer noch gerne auf, finde es aufgrund seiner Ecken und Kanten spannender und bestechender als die kompletten Discographien von Cult of Luna, Isis und The Ocean zusammen, und frage mich wie diese einst so unfassbar geile Band beim 2011er Nachfolger „Cosmogon“ so abschmieren konnte.
Denn was war das ein paar Jahre vor dieser Schnarchkonserve mal eine geile Band:


Vattnet Viskar - Breath Of The Almighty (Videoclip)

Mittwoch, 4. September 2013

Noch mal Gratis-Downloads

1.) Einen neuen Einzelsong von PIG DESTROYER gibt’s bei der „ADULT SWIM SINGLES“-Reihe von, äh, Adult Swim:
http://video.adultswim.com/music/singles-2013/

mp3-Song direkt: http://ht.cdn.turner.com/adultswim/big/music/singles-2013/The_Octagonal_Stairway.mp3
(ggf. über rechte Maustaste speichern unter…)

Außerdem findet man dort ebenfalls neue Songs von u.a. LIGHTNING BOLT, eher im Indie-Bereich angesiedelten Artists wie MANIE STERN oder METZ, und elektronisches von ANDY SCOTT oder DAN DECON.

2.) Die hier schon 1-2 mal im Rahmen von Live-Begegnungen erwähnten Bielefelder Hipster-Black Metaller NEGATIVVVM haben bei Bandcamp ein neues Album zum name your price-Download am Start:
http://negativvm.bandcamp.com/album/hvngerkvnst


3.) Ebenfalls mit einem name your price-Download bei Bandcamp hätten wir dann außerdem noch die Jungs von AENGST, die sich selbst „neben dem Hauptbestandteil bratzig-metallischer Hardcore auch die Vorlieben der Bandmitglieder für Sludge, Postmetal und ein wenig 70er-Jahre Rock“ im Sound nachsagen:
http://aengst.bandcamp.com

Dienstag, 3. September 2013

Ausblick: Thumbs Up Fest 2013

Wer für Halloween noch nicht weiß, wo genau er in seinem Hexenkostüm auflaufen soll, der sollte vielleicht mal das, sich langsam aber sicher auch schon als Tradition und Institution festigende THUMBS UP FEST im hübschen Paderborn in Betracht ziehen.
Geboten wird in der “Kulte” ein recht buntes Programm, abwechselnd auf zwei Bühnen: Localcoreler wie SIDETRACKED und GAY THE FORCE BE WITH YOU sind in diesem Rahmen alte Bekannte, Instru-Metal gibt es von den grandiosen BLCKWVS und den italienischen LENTO (aus dem Denovali-Roster) aufs Ohr, für Freunde der sludgeig-schleppenden Gangarten mit Gegröle sind u.a. die Schweizer ZATOKREV und die Schweden GALVANO dabei, und flotter wird’s dann z.B. wieder mit DEATHRITE.
Wenn sich das mal nicht lohnt…

Thumbs Up Fest 2013
31.10.2013
Kulturwerkstatt Paderborn
Einlass: 17:00h / Beginn: 17:30h
Eintritt bis 18:00h: 10 Euro / Ab 18:00h: 13 Euro

Bands:
Lento (IT)
Deathrite
May The Force Be With You
Zatokrev (CH)
BLCKWVS
Thinner
Galvano (SWE)
Sidetracked
Red Apollo
Giver
Pertrels (UK)

Aktuelle Alben alter Helden (Carcass, NIИ)

Reunion- und Comeback-Alben irgendwelcher Stil-Ikonen sind ja so eine Sache. So schnell, wie sich die Welt heutzutage dreht, wirken diese nämlich oft etwas aus der Zeit gefallen. Viele Ausnahme-Metaller und Alternative-Helden von einst versinken nach ihrer Rückkehr dann schnell in kreativer Bedeutungslosigkeit; werden eine dieser Festival-Bands, deren Spätdiscographie einfach nur unnötig ist.
Zuletzt entsetzten z.B. die um die Jahrtausendwende mal großartigen Earthtone9 mit generischem Discocore, während man von Prong’s bisherigen drei Post-Reunion-Alben nur eine Handvoll Songs wirklich gebraucht hätte. Was hatte ich mich 2011 auf die neue Unfold-Scheibe nach 8 Jahren Pause gefreut, und wie wurde ich enttäuscht. Das Comeback-Album von Kong war ebenfalls superschnarchig (allerdings haben sie auf dem danach noch mal ein bisschen die Kurve gekriegt), und von Helmet fangen wir am besten erst gar nicht an.

Und ja, natürlich gibt es Ausnahmen (Celtic Frost, Swans, zumindest ich fand das Amebix-Album gut).

Auch bei CARCASS, Pioniere im Grindcore- und Death Metal-Bereich, sollte das Revival ursprünglich mal nur einen Festival-Sommer andauern, dann wurde aber doch noch ein neues Album draus.
NINE INCH NAILS‘ Pause wiederum ist gefühlt dann ja irgendwie doch schneller vorbeigegangen, als man nach den vorausgegangenen Äußerungen und neuen Betätigungsfeldern von Bandkopf Trent Reznor, der zwischendurch immerhin mal eben einen Oscar für den „Social Network“-Soundtrack gewonnen hat, gedacht hätte.
Seziertisch:


CARCASS –Surgical Steel
Es ist ja irgendwie exakt das Album geworden, mit dem man gerechnet hatte, was unterm Strich dann aber dennoch eine weitaus erfreulichere Sache ist, als man erwarten wollte… „Surgical Steel“ ist - sowohl laut Band-Aussage, als auch nach Hörermeinung – tatsächlich ein bisschen sowas wie der Missing Link zwischen „Necroticism…“ (1991) und „Heartwork“ (1993).
Da außerdem die Songs manchmal noch mehr auf dem Punkt sind, als bei einem dieser beiden Alben, hat man dadurch wohl auch noch den dezenten Hauch von „Swansong“ (1996) mitschwingen.
Und für das Comeback-Album einer über 10 Jahre inaktiven, davor sehr wandlungsfähigen Metal-Truppe mit (Sub)Genre(s)-prägendem Charakter, ist das tatsächlich das sinnvollste, was sie abliefern konnten.
2013 klingen allzu harmonisch in klassische Heavy Metal-Gefilde abdriftende Leads und Solos - und solche gibt es auf „Surgical Steel“ an ein paar Stellen, genauso wie 1-2 direkt nach „Heartwork“-Selbstwiederholung anmutende Passagen -  zwar auch schon wieder etwas antiquiert - wenn man das mit dem entsprechenden Altherren-Nostalgiebonus durchwinkt, kann man an diesem Album allerdings tatsächlich jede Menge Freude haben.
Oder anders gesagt: Für eine Veröffentlichung, die man eigentlich 2013 nicht zu brauchen geglaubt hätte, noch dazu aus dem Hause Blascht, macht „Surgical Steel“ dann ja doch jede Menge Spaß.
Auch die Tatsache, dass der herrliche Schlusssong „Mount of Execution“ im Grunde genommen fast eine 89-92er Megadeth-Nummer sein könnte, ändert da nix dran.
Soweit, so gut.
Im Anschluss sollten sich Walker, Steer und Mitmusiker allerdings den Gefallen tun, nicht den gleichen Fehler wie diverse Thrasher im dritten Frühling zu begehen (Hallo Miland! Moin Schmier! Hello Mr. Holt!), danach jetzt alle zwei Jahre exakt so ein Album durch die Schablone zu quetschen...
V.ö.: 13.09.

NINE INCH NAILS - Hesitation Marks
Entgegen dem Ruf, den ich in Teilen meines Umfelds haben mag, bin ich nur ungern der Miesmacher, aber ich sage es jetzt gleich mal ganz direkt: Das neue NINE INCH NAILS-Album ist stinklangweilig.
Reznor säuselt hier einen Großteil der Spielzeit tiefenentspannt über gemächlich bis harmlos-beschwingt vor sich hinpluckernde Plastik-Beats, die nach "mit Minimalaufwand dahingekackt" klingen, und zu denen sich dann noch gelegentlich mal eine eher gemäßigt tönende E-Gitarre im NIИ-typischen Sound gesellt. Das alles sehr luftig-reduziert, sehr relaxt, und sehr unspektakulär.
Selbst mit der bereits vorausgegangenen Erwartungshaltung, darauf wenig bis gar kein härteres Getöse oder experimentellere Ausreißer vorzufinden, waren mir von dem Teil schon auf der Hälfte des Erstdurchlaufs nicht nur die Füße eingeschlafen.
Kurz wach wurde ich dann wieder bei „Everything“, weil es hier dann doch noch etwas krachiger und rockiger wird - das dann aber leider wie der Versuch einer mittelmäßigen Indierock-Band klingt, mal ein bisschen einen auf Industrial-Krach zu machen.
Keine Ahnung, warum es hierfür im Vorfeld so viele gute Reiviews gegeben hat, ich hätte es ja auch wirklich sehr gerne gut bis spitze gefunden, und es ist ja jetzt auch noch nicht mal so, dass ich einem elektrolastigeren
NIИ-Album in der Sache per se abgeneigt wäre (ich mochte Year Zero!), aber ... nun ja. Das war wohl nix.
(Das hier abgebidlete Cover ist im Übrigen eine Variante von einer ganzen Reihe unterschiedlicher Coverartworks, die unterschiedliche Formate und Versionen des Albums zieren.)

Sleigh Bells - Bitter Rivals (Videoclip)

Zugegeben nicht ganz der typische „Krach und so…“-Stuff – da ich das sympathische Duo bisher allerdings noch nie hier gefeatured hatte, Gitarrist und Produzent Derek Miller immerhin mal 5-6 Jahre zur Hardcore-Hausnummer Poison the Well gehörte, und SLEIGH BELLS generell eine eigentlich ganz witzige Angelegenheit sind, wurde es anlässlich des neusten Videoclips (zu einem Song vom im Oktober kommenden dritten Album) wohl einfach mal Zeit…

Montag, 2. September 2013

Neue Gratis-Downloads (Opium Divan, Denovali Sampler)

1.) OPIUM DIVAN - Wachkoma
Ja huch, gerade in NRW schießen in letzter Zeit ja Sludge-/ Derb-Doom/ Downtempocore-Bands mit eher düster-brutaler Kante wie Pilze aus dem Boden. Neben den überzeugenden Releases von Groll und Nightslug, so wie dem mit Spannung erwarteten von Serpent Eater, sind nun auch noch OPIUM DIVAN aus Paderborn eine Band, die man zukünftig auf dem Zettel haben sollte, auch wenn jene so ein bisschen die Bollo-Variante besagter Stilecke repräsentieren mögen.
Ihre neue EP (von zugegeben noch ausbaufähiger Demo-Qualität) names „Wach|Koma“ gibt’s gratis via Filehoster:
http://www.mediafire.com/download/7zblrysvq19bbj4/opium_divan_wachkoma.rar

2,) Denovali Swingfest 2013 Sampler
Ganze zweieinhalb Stunden Musik von Bands und Künstlern, die auf dem diesjährigen „Denovali Swingfest“ in Essen Anfang Oktober aufspielen werden, bietet der vom Veranstalter/ Label zum Gratis-Download online gestellte Sampler.
Das Spektrum reicht von Ambient- und Drone- Kram Marke TIM HECKER und AUN bis zum Blackened Sludgecore-Getöse von CELESTE und Instrumental-Metal von OMEGA MASSIF und LENTO.
Weitere Highlights: THE KILIMANJARO DARKJAZZ ENSEMBLE, BARN OWL.

Hier geht’s zum Download:
http://denovali.com/mp3shop/Free-Downloads/Denovali-Swingfest-2013-Essen-Festival-Sampler::2100.html


Und einen Soundcloud-Komplettstream hätten wir auch noch: