Samstag, 31. August 2013

Dr. Living Dead!

29.08., Essen, Turock
„Die mit den Masken“ spielten gestern im Pott auf. Nein, nicht Slipknot, sondern der Doktor. DR. LIVING DEAD! um genau zu sein. „Spreading Among the Dirty Rotten Suicidal of Conformity or die“-Musik vom feinsten, ein Spaß für jung und alt.
Im Vorprogramm durften BACKFIRED HATE (die zwischen melodeathigen Dudel-Leads und modern-metallischen Breakdowns nicht so genau wussten, wo sie eigentlich hinwollen) und DEAD BOLT aus Bayern (Old School Gesichtsapplaus-Thrash Metal, nicht weltbewegend, aber handwerklich gut gemacht) ran, die beide nicht nötig gewesen wären, aber okay unterhielten.
DR. LIVING DEAD! wiederum begeisterten mit ihrem Spaßfaktor-Thrash/ -Bandanacore mal wieder aus dem Stand auf ganzer Linie. Coole Bühnenaction, gute Songs. Allen voran natürlich wieder „Taking Control/ Feeding You Fries/ Crushing Your Balls/ DOCTOR LIVING DEAD!!!“.
Das nach dem bereits spaßigen PartySan-Auftritt des Doktors auch noch mal als völlig wahnwitzige Clubshow bekommen zu haben war wirklich eine nette Sache...
(Zum vergrößern auf Bilder klicken)

 
 
 
 
 

 

Mittwoch, 28. August 2013

Roadburn 2014?

Das bisherige Billing des Roadburn Festivals kommenden Jahres ist ja mal wirklich durchwachsen.
OPETH, und Mikael Åkerfeldt als Kurator? Nix gegen OPETH oder Åkerfeldt – ich bin zwar nicht gerade der größte Fan, finde allerdings
durchaus 2-3 Alben ganz töfte -  aber so richtig gut in den Kram passen will mir das in dem Zusammenhang ja nicht.
THE HEADS und Ableger als Artist(s) in Residence? Habe ich nie wirklich gehört, und kann dazu nicht viel sagen.
LOOP als Sensations-Headliner? Ich mag ja vor allem das LOOP-Debüt „Heaven’s End“ aus dem Jahr ’87 ziemlich gerne, und die Band ist aufgrund ihrer Chartplatzierungen in geraumer Vorzeit zweifelsohne auch kein Niemand, aber ein „Big Deal“ ist für mich was anderes.
11PARANOIAS, CONAN, HORSE LATITUDES, INTER ARMA, LOCRIAN, TRUE WIDOW, TYRANNY, WINDHAND – alles keine schlechten, im Roadburn-Kontext gar super passende Bands, von denen mich allerdings auch keine bisher so richtig komplett umhaut. A-Liga ist wirklich was anderes.

Zugute halten muss man Organisator Walter und seiner Crew, dass ihnen wirklich daran gelegen zu sein scheint, nicht immer wieder die gleichen Bands ranzukarren, aber nach den unglaublichen Line Ups, die das Festival gerade in den zenitären Jahren 2009-2012 so hatte, ist das ja langsam schon so ein bisschen Resteficken.
Sollten die bisherigen Ankündigungen exemplarisch für die noch kommenden bleiben, und die Ticket-Preise dabei wieder mal beeindruckende Höhen erreichen, dann werde ich kommendes Jahr wohl tatsächlich mal aussetzen...

Montag, 26. August 2013

Aktuelle Alben (Coffins, Oathbreaker)

COFFINS – The Fleshland
Nach der grandiosen PartySan-Performance der Japaner musste das bei Veröffentlichung im Juli durchaus zur Kenntnis genommene, nach einem beiläufigen Stream-Durchlauf dann aber erst mal nicht mehr weiter beachtete „The Fleshland“ nun doch noch her.
Der Stil von COFFINS wird allgemein unter „Death/ Doom Metal“ eingetütet, wobei allerdings gerne mal unterschlagen wird, dass auch eine ganz dicke Portion Crust im Spiel ist. Nicht selten rumpeln sie sich nämlich derart primitiv nach vorne, dass es für mich nur dann funktioniert,
wenn ich gerade auch wirklich Bock auf eine straight-stumpfe Dampframme habe, und das habe ich tatsächlich nicht immer. Wenn ich es denn dann allerdings mal habe, dann kann das zestörerische Gepolter und Geröchel von COFFINS eine unfassbar geile Angelegenheit sein. Ich hätte es ja vorher nicht gedacht, aber „The Fleshland“ ist tatsächlich eine ziemliche Hit-Platte! 
Tormentopiargh!
#
Bandcamp: coffins.bandcamp.com/releases

OATHBREAKER – Eros|Anteros
Auch wenn ich OATHBREAKER grundsätzlich alles andere als unsympathisch finde, blieb eine vorherige Live-Begegnung auf diesen Blogseiten deswegen unerwähnt, da an jenem Abend das gesamte Billing des Gigs so unspektakulär ausfiel, dass ich nicht auf Biegen und Brechen meine und Eure Zeit mit dem Resümee eines unterdurchschnittlichen Konzertabends verschwenden wollte. Vergangenen Samstag war das anders.
Bemerkenswert am neuen Album der Belgier: Auch diese Hardcore-Band hat nun den Black Metal für sich entdeckt, und lässt diesen Einfluss in dem einen oder anderen Song durchblitzen. Woraufhin mancher HC-Aficionado jetzt vielleicht nicht ganz unzurecht die Augen verdrehen wird, aber mir gefällt tatsächlich gerade eben das an einigen Nummern auf „Eros|Anteros“, welches ansonsten auch durch Facettenreichtum besticht. 

Blastbeat-Raserei findet man genauso vor wie atmosphärische Ruhemomente;  chaotischeres New School HC-Gekloppe, modern-metallische Grooves und einen Hauch von Emo kann man, wenn man möchte, ebenfalls ausmachen.
Wenn man es aber mit der stilistischen Analyse mal nicht übertreiben möchte, kann man allerdings auch einfach trocken feststellen, dass „Eros|Anteros“ ein wirklich sehr gutes Album zeitgenössischer harter Musik ist, dessen szenische Einordnung dabei eh schon nicht mehr viel zur Sache tut.
Starkes Teil, gefällt wirklich sehr gut!

# No Rest For The Weary" Videoclip
# „Condor Tongue" Song-Stream bei Soundcloud

Außerdem am Horizont schon sichtbar: 
Nine Inch Nails - Hesitation Marks (diesen Freitag)
The Ruins of Beverast - Blood Vaults (06.09.)
65daysofstatic -
Wild Light (13.09.)
Carcass - Surgical Steel (13.09.)
Grave Miasma - Odori Sepulcrorum (13.09.) 
Pinkish Black - Razed to the Ground (13.09.)
Ulcerate - Vermis
(13.09.)
Windhand - Soma (13.09.)
Wolvserpent - Perigaea Antahkarana (13.09.)
Beehoover - The Devil and his Footmen (27.09.)
Foetus - Soak (Oktober)

Castevet - Obsian (15.10.) 
The Body - Christs, Redeemers (15.10.)
Corrections House - Last City Zero (29.10.) 
Helms Alee (?)

Samstag, 24. August 2013

Oathbreaker & Birds in Row live im Büro

24.08.2013, 16:00, Dortmund:
Nette Geste von den Jungs und Mädels vom Visions Magazin, die auf der Durchreise befindlichen BIRDS IN ROW und OATHBREAKER auf einem schwülen Samstag Nachmittag in ihren Redaktionsräumlichkeiten rocken zu lassen, die Tür für geladene Gäste und Gästelistengewinner aufzumachen, und dabei dann auch noch kaltes Hansa Pils und vegane Cupcakes umsonst zu reichen.
Ein bisschen eng und warm war es ja irgendwie schon, als man sich ins leergeräumte Zimmer stapelte.
BIRDS IN ROW kannte ich zuvor jedenfalls nur namentlich, aber ihr Post-Hardcore der derberen und energischeren Art gefiel ganz gut.
OATHBREAKER wiederum ist ja mit ihrem aktuellen Album „Eros|Anteros“ (dazu später noch) ein ziemlicher Wurf geglückt. Die düstermetallischen Anflüge stehen den Belgiern gut zu Gesicht, auch wenn man das der Frontdame mal wieder die meiste Zeit vor lauter Haaren
nicht sah.
Haben jedenfalls gut Alarm gemacht, die vier. Gucke ich mir auf der laufenden Tour bestimmt noch mal irgendwo in voller Länge und gängigerer Location an...
(Nach den Bildern, ganz unten, auch noch 'ne kurze, kleine Video-Impression...)







video

Joey LaCaze (EyeHateGod) verstorben

Soeben geht die traurige Mitteilung durchs Netz, dass EYEHATEGOD-Drummer Joey LaCaze gestern verschieden ist.
Die genauen Umstände sind zu diesem Zeitpunkt noch nicht klar.
Auf jeden Fall kommt das ziemlich unerwartet, zumal man ihn vor 3-4 Wochen noch hinterm Schlagzeug gesehen hat.

R.I.P. Joey 




Donnerstag, 22. August 2013

Eisenvater (der längst überfällige Blogpost)

"Meine Mutter war Akademikerin, mein Vater Malocher, und beide haben Musik gemacht. Aus der Mischung bestehe ich nun mal.

Diese Worte sprach EISENVATER-Bandkopf Markus E. Lipka (Gitarre, Gesang) einst zum Intro Magazin, wenn auch in Zusammenhang mit einem anderen Projekt, und sie könnten kaum weniger zur Einleitung passen. 
Schon vor einiger Zeit hatte ich angekündigt, dieser ungewöhnlichen und oft übersehenen Band einen Blogpost widmen zu wollen, und nun ist es soweit…

1990 gründete Lipka mit Jim Sundemann (ebenfalls Gitarre und Vocals) in Hamburg die Band EISENVATER.
Ihr Ziel: Monumental-intensive Gitarrenmusik erschaffen.
Die Suche nach einem Label blieb eine Zeit lang vor allem deswegen erfolglos, da vielen potenziellen Veröffentlichern die deutschsprachigen Vocals nicht ins Konzept passen wollten.

Ihr selbstbetiteltes, bzw. auch „Eisenvater I“ genanntes Debüt-Album erschien dann allerdings schlussendlich 1992 über das kleine, süddeutsche HC-Label We Bite Records.
Hier die zwei Songs davon, die ich spontan auf Youtube finden konnte:



 

Die verhältnismäßig unkonventionelle Musik der Hamburger, die sich nie als reine Metal-Band sahen, stieß dabei nicht nur auf Gegenliebe.
Wen die, für damalige Verhältnisse in schwerstverdaulichem Ausmaß brachiale Mixtur aus zähem Doom Metal-Geschleppe und Vorstößen bis in Grindcore-Gefilde, gepaart mit eigenwilligen Songstrukturen, experimentellen Produktionsansätzen und einer gewissen maschinellen Kühle noch nicht schaffte, der musste spätestens bei den teilweise in kein gängiges Genre-Schema mehr passenden Vocals mit den seltsamen deutschen Texten abwinken. 


„Eisenvater II“ erschien zwei Jahre später, und drehte sowohl den Härtegrad, als auch den experimentellen Anstrich passagenweise noch mal einen Tacken weiter, auch wenn man das dem folgenden Beispiel-Song davon nicht unbedingt unmittelbar anhören mag:



„Eisenvater III“ setzte 1995 den auf den ersten beiden Alben eingeschlagenen Weg eigenwilligen Brachial-Metals fort. Besonders „Fleischgeld“ und „Idiot“ sind Songs davon, die es bis auf meine allgemeine Alltime-Lieblingslieder-Liste geschafft haben:




(Im RockHard gabs derweil drei von zehn Punkten und ein überfordert-abfälliges Review.)

Über die Jahre passierte dabei der eine oder andere Besetzungswechsel bei der Rhythmusfraktion, und die eine oder andere Tour. U.a. eine mit Lemming Project. Im Publikum: Spätere Mitglieder der Japanischen Kampfhörspiele


1996 entschied man sich, EISENVATER pausieren zu lassen.
Ein Projekt, dem sich Lipka stattdessen widmete, und bei dem auch die Eisenväter Sudmann und Peter Bellendir mitwirkten, hieß ROSSBURGER REPORT.
Ein E-Gitarrenorchester. Würde man heute vermutlich in Schubladen wie Drone und Postrock mit ablegen.
Das von Glenn Branca beeinflusste Experiment galt unter Freunden des Ungewöhnlichen als geglückt - abgesehen von einem Album namens „2“ (9/12 Punkte im Visions Nr. 57: „Einfach ganz tief eintauchen“ konnte die rezensierende Frau Schmidt, die das gebotene als „unglaublich intensiv und melodisch“ empfand), und der Internet-Konservierung einiger weniger Live-Aufnahmen (s.u.), ist der Nachwelt davon allerdings nicht viel geblieben.



Dass sich die bereits erwähnten Japanischen Kampfhörspiele auf ihrem 2005er Cover-Album „Deutschland von vorne“ auch den EISENVATER- Song „Der Greul“ vornahmen, soll der Legende nach einen gewissen Impuls auf das Wiederaufleben der Hamburger Originale ausgeübt haben.


2009 wurde dann auch zusammengeführt, was zusammengehört, als EISENVATER ihren ersten Song seit mehr als einer Dekade auf einer Split mit JaKa veröffentlichten.
Da gab es dann auch diesen Blog schon…
 

Eis folgte das Album „Eisenvater IV“ über JaKa’s eigenes Label Unundeux, und ein paar gemeinsame Konzerte.
Z.B., natürlich, im Essener Turock:


Im Gegensatz zu I-III, deren klangliche Molotov Cocktails vor allem was mit Bands wie Godlfesh, Today Is The Day, Neurosis, EyeHateGod, frühen Mastodon und derartigen gemein hatten, war „IV“ straighter, rockiger, und atmosphärischer. Killing Joke und Voivod waren die Bandnamen, die dem einen oder anderen Reviewer dazu als vergleichbares in den Sinn kamen, und um es auf entferntere Verwandte auszuweiten, könnte man auch noch Die Kreuzen, vielleicht gar was von Sonic Youth im Sound von Eisenvater 2.0 finden.
Viele Schreiber taten sich jedenfalls eher schwer damit, diese rockigeren EISENVATER wirklich passend zu deklarieren, und vereinzelte Altfans wollten natürlich auch nichts damit anfangen können - im großen und ganzen stieß das Album allerdings durchaus auf Wohlwollen.


Im Februar diesen Jahres verstarb der gerade erst wieder zur Band gestoßene Schlagzeuger Peter Bellendir.

 

Von Seiten der Band wurde im Übrigen kommuniziert, dass man schon seit einiger Zeit an einem „V“ arbeitet, und ich bin gespannt ob und wann wir das noch zu hören kriegen.
 

Es mag eine Floskel sein, aber im Falle von EISENVATER trifft es tatsächlich zu, dass diese in den frühen 90ern ihrer Zeit gewaltig voraus waren, und dafür bisher nie wirklich die gebührende Anerkennung erhalten haben.
 

Ach ja, zu „Motorprügel“ von „Eisenvater III“ gab es zu Zeiten, in denen es noch Musikfernsehen mit Metal-Clipshows gab, damals sogar ein Video:



Links:
# EISENVATER Website: www.eisenvater.com

# Bandcamp: eisenvater.bandcamp.com
# Seite zum ROSSBURGER REPORT mit Presseschnipseln, Video und mp3: www.giorbino.de/index.php?page=presse
# Beim Unundeux-Shop kriegt man „Eisenvater IV“ und Shirts: www.unundeux.de/shop.php

10 Jahre Fertigmensch

Auch die Aufnahme und Veröffentlichung der JAPANISCHE KAMPFHÖRSPIELE EP „Fertigmensch“ ist inzwischen 10 Jahre her.

 

„Fertigmensch“ war von außen wohl so etwas wie der wichtigste Turning Point ihrer Bandlaufbahn. Personell wie musikalisch.
Zuvor waren JaKa ein eigenbrödlerisches Heimstudio-Projekt gewesen; zwei Kernmitglieder, die gerade erst anfingen weitere Mitmusiker zu integrieren.
Die Aufnahmen zu „Fertigmensch“ markieren den Zeitpunkt, an dem der „dicke Rothaarige“ alias Markus „Bony“ Hoff zur Band gestoßen war, und ab dem es dann in großen Schritten voranging zu richtigen Live-Band.
Und JaKa hatten auf diesem Mini-Album nicht nur erstmals einen richtig voluminösen, professionell gemasterten Sound zu bieten, sondern auch einige der Hits, die bis heute am meisten hängengeblieben sind.

Wie z.B. „Alle wollen gut aussehen (und tun es nicht)“, folgend live im AZ Mülheim, bei ihrem ersten Auftritt überhaupt
(ja, selbstverständlich, da war ich dabei)



... oder
Scheiße, der Lehrer", bei dem ein tatsächlicher Lehrer mitmachte...



...oder der Gassenhauer
Verbrennt Euer Geld", hier live im alten Dortmunder FZW, im April 2008 (ja, auch da war ich vor Ort):
 

Mittwoch, 21. August 2013

Batillus - Concrete (Videoclip)

...und die Industrial-Doomer BATILLUS haben ebenfalls einen neuen Videoclip ins Weltnetz entlassen:

 

Neue Videoclips (Wake, Pelican, Imperial Triumphant)

Mit „Rotten“ gibt es nach „Smolder“ ein weiteres Video zu einem aktuellen Song der grandiosen Grindcore-Truppe WAKE, dessen arty-hypnotischer Style abermals nicht so recht zum räudigen Gebretter der Kanadier passen möchte.
Einen Musikvideoclip im klassischeren Sinne wiederum hat die Instrumental-/ Post-Metal-Hausnummer PELICAN zu bieten.
Last but not least hätten wir dann auch noch die New Yorker BM-Obskurität IMPERIAL TRIUMPHANT, zu deren „Crushing the Idol“ gleich mal eben ein regelrechter Kurzfilm gedreht wurde.

Dienstag, 20. August 2013

Aktuelle Alben, März-Nachzügler

Wo ich schon in das alles reingehört habe, muss ich mich hier natürlich auch wieder mitteilen... 

COMBAT ASTRONOMY - Kundalini Apocalypse 
Über welche Zwischenklicks genau ich dann eigentlich auf der Bandcamp-Seite von COMBAT ASTRONOMY gelandet war, kann ich schon selbst gar nicht mehr so genau nachvollziehen. Jedenfalls ist die Band schon seit um die Jahrtausendwende damit beschäftigt, ihr eigenes Instrumental-Süppchen zwischen Jazz und Metal zu kochen, was in jüngeren Jahren mitunter auch an aktuellere Dysrhtyhmia oder Meshuggah bzw. Fredrik Thordendal's Special Defects erinnert.
Durchaus nicht ungeil, in voller Länge bzw. bei Dauerrotation verliert das Ganze allerdings wohl auch schon mal schnell etwas an Witz. Einen Hinweis war mir die im März veröffentlichte Full-Length „Kundalini Apocalypse" mit ihrem Impro-Djent aber trotzdem mal wert.
Bandcamp: combat-astronomy.bandcamp.com

INTER ARMA - Sky Burial
Auch „Sky Burial“ wurde bereits im März veröffentlicht, aber so schnell kommt man in meinem Alter halt nicht mehr immer mit. INTER ARMA machen angeschwärzten und hörbar Neurosis-beeinflussten Next Generation-Metal, gehören in diesem inzwischen immer inflationärer bevölkertem Gebiet  aber wohl zu den interessanteren jüngeren Bands, auch wenn ich „Sky Burial“ schon bei bei den ersten Schnupperreinhörern eher durchwachsen fand. Was u.a. daraus resultiert, dass hier erst mal kein Song zum anderen zu passen scheint. Auf der einen Seite markanter Grooveriff-/ Blastbeat-Metal mit bösem Gegröle, auf der anderen instrumentaler Psychedelic Rock mit Floyd-Feeling und ‘nem Hauch von Southern-Flair, um dann im nächsten Moment auch noch auf Hipster-BM zu machen - wie kriegt man denn das alles unter einen Hut?
Was INTER ARMA trotz allem sympathisch und interessant macht: Sie gehören weder zu den Heerscharen an unoriginellen „Downtempo-HC“-Bands und Cult of Luna-/  Isis-Klonen, noch zur Deafheaven’schen Riege von „Postrock-Black Metal“-Einerlei, sondern ziehen trotz aller identifizierbaren Vorbilder und irritierender Heterogenität durchaus einen eigenen Stiefel durch. Ihre starken Momente haben sie vor allem dann, wenn sie in erster Linie Krach mit regelrecht ritualistischem Flow machen, wie bei dem Brutalo-Doomgaze von „Destroyer“, dem 16tel-Geboller von „‘sblood“, und dem danach nahtlos weitergroovendem
„Westward", von denen es eigentlich nicht mehr weit zu frühen Godflesh ist.
Fazit: Im „Big Picture“ etwas unentschlossen und ausbaufähig, aber mit einigen echt guten Momenten.
Bandcamp: interarma.bandcamp.com


REGARDE LES HOMMES TOMBER –s/t
Mit RLHT verhält es sich ähnlich wie mit Inter Arma. Die gerade mal 1-2 Jahre existente Band ist so tief in aktuellen Underground-Trends verwurzelt, dass man von Hardcore bis Black Metal alles raushören kann, was man reininterpretieren möchte, dabei aber Schwierigkeiten bekommt, die Franzosen wirklich passend einer gängigeren Substilecke zuzuordnen. Was keine schlechte Sache sein muss - schon mal gehört hat man das alles aber trotzdem schon mal irgendwie. So erdrückend intensiv wie ihre Landsmänner Celeste, oder konsequent extrem wie die Schweizer Rorcal, so dunkel-atmosphärisch wie Tombs, oder so stetig kopfnickergroovend wie AmenRa sind REGARDE LES HOMMES TOMBER zwar alles nicht, irgendwo dazwischen pulsiert allerdings ein Kern mit Potenzial
Denn bedenkt man, dass es sich bei diesem selbstbetitelten Teil gerade mal um ein Debüt handelt, dann wiederum ist das ja nun mal so schlecht wirklich nicht, wenn auch nicht gerade übermäßig aufhorchen lassend...
Bandcamp: rlht.bandcamp.com

Freitag, 16. August 2013

Pigs - You Ruin Everything

Letztes Jahr irgendwie untergegangen ist das Debüt-Album von PIGS. Und ich hab da ja so ‘ne Ahnung, warum das Teil bei mir durchs Raster fiel (am Veröffentlichungstag war mein jährlicher Besuch im Tilburger Paralleluniversum genannt „Roadburn“), aber besser spät als nie…
Die Info, dass es sich dabei um eine Band von Dave Curran (Unsane) und Jim Paradise (Player's Club) handelt, reicht dann eigentlich auch schon aus, den Sound von "You Ruin Everything" auch ungehört schon halbwegs sicher zu verorten.
Klar, Noiserock. Hab‘ ich Bock drauf! 
Bandcamp: solarflarerds.bandcamp.com/album/you-ruin-everything


Donnerstag, 15. August 2013

He did it again!

Nach der grandiosen Piano-Interpretation von Pig Destroyer's „Loathsome“ und Mastadon’s „Leviathan“-Album in Gesamtlänge, hat sich der irrsinnige Sam Abbott nun auch noch einen der wahnwitzigsten MESHUGGAH-Songs vorgenommen:

Mittwoch, 14. August 2013

Cult of Luna, Herder, Blueneck - Essen, Turock

Gerade mal vom PartySan wieder da, wollte ich mir diese gemischte Tüte mit drei sehr unterschiedlichen, dennoch für sich jeweils sehr guten Bands nicht entgehen lassen.
Dabei stand das Konzert zwischenzeitlich wohl auf der Kippe, da der eigentliche Veranstalter – der aufgrund seines politischen Aktivismus („libertärer“ und antisozialistischer Natur) in der Szene eh schon etwas berüchtigt ist, wenn nicht gar unter dem Verdacht der Schizophrenie steht – sich nicht mehr danach fühlte, den Event durchzuziehen.
Das Turock hatte jedoch ein Erbarmen mit den Besuchern, und machte die Türen am vergangenen Sonntagabend auch ohne besagten Externveranstalter auf…

BLUENECK passen wohl schon irgendwie zum Headliner, waren insgesamt aber dennoch die Exoten des Abends.
Den Postrock der Engländer, mit (eher Genre-untypisch) Gesang und Instrumentenwechseln, in Essens Institution für Metal-Shows zu hören und sehen, hatte etwas fast surreales.
Die Band aus Bristol, die laut Eigenaussage die Schwierigkeit hatte, sich aufgrund der knappen Spielzeit auf ihre Popsongs zu konzentrieren, wusste aber trotz viel zu engem Bühnenraum voll und ganz zu überzeugen, und das natürlich gerade auch vor allem dann, wenn es mal lauter wurde.

 

Krasser Bruch dann: War die eröffnende Band noch eher was für Schöngeister, kam als folgende diejenige um die Ecke, für die man sich am besten einen ansäuft, um das Maximum an Spaß dabei zu haben: HERDER sind eine, in jüngerer Vergangenheit bei diesem einen Event in ihrer Heimat wohl schon ein oder zwei mal gesehene, und dadurch schrittweise umso mehr geschätzte Angelegenheit. Ihr Sludge/ Stoner Metal hat so eine metalcoreige Auf-die-Fresse-Kante, die tierisch Laune machen kann, wenn man auf so einen Anflug von martialisch-viriler Prolligkeit klarkommt.
Der Fronter hatte dann an diesem Abend mit seinen deutschen Ansagen auch noch was von einem Bo Summer, gab dem Ganzen dabei
allerdings auf eine eher etwas bodenständig-bescheidene Art ein paar Extra-Sympathiepunkte.
Und dann auch noch Shirtpreise von nur ‘nem Zehner pro Hemd – Ihr seid die geilsten, Jungs! Der heimliche Headliner des Abends.

 

Dass ich vom aktuellen CULT OF LUNA-Album nicht übermäßig begeistert bin, hatte ich hier irgendwo schon mal geschrieben. Ich muss allerdings zugeben: Live funktionierte das Songmaterial davon tatsächlich ganz gut. Auch wenn man sich fragt, ob die Schweden wirklich eineinhalb bis zwei Schlagzeuger brauchen, war das eine absolut stimmige wie stimmungsvolle, kurzweilige Darbietung.
Dass ich CoL immer als ein wenig „unspektakulär“ empfinde, war in dieser Live-Situation
dann noch nicht mal ein Manko, sondern eher ein aufs wesentliche reduzierter Pragmatismus. Denn abgesehen von seinem Bigband-Format, kam das im Halbdunkel lärmende Septett gänzlich ohne Gimmicks, Knalleffekte oder größere Posen aus, und gab dabei eine durchaus recht gute Figur ab. Nice! 



Dienstag, 13. August 2013

PartySan 2013

Tja, PartySan. Was soll man dazu noch groß einleitend sagen. Das PSOA ist im düsteren und extremeren Metal-Bereich das Open Air schlechthin, und dabei dann auch noch eine entspannte Party in gemütlicher Location. Ein satanisches Woodstock, wenn man so will.

Donnerstag
 

Von FARSOT und DENIAL OF GOD bekam ich nach unserer Ankunft vor Ort nur am Rande etwas mit, die erste richtig bewusst angeguckte Band waren dann ALCEST.
Von denen wiederum bin ich nun nicht gerade ausgesprochener Fan - der eher zarte als harte Metaller-Shoegaze der Franzosen gefiel mir in diesem Rahmen dann allerdings doch überraschend gut.

Und während ich viele, bzw. die meisten dieser plakativen „Patronengurt/ Nietenarmband/ Kutte – Old School Rumpelcombos“ (Ihr wisst, was ich meine, oder?) ansonsten ja eher nicht so brauche, sind DESTRÖYER 666 die Ausnahme der Regel, denn deren ursuppiges Black/Thrash–Gerödel, an diesem Abend inkl. Slayer-Coversong, finde ich ja ziemlich geil.

An der unbekümmerten Performance von CARPATHIAN FOREST schieden sich danach dann die Geister. Manch einer empfand den, sich mit einer regelrecht gleichgültigen Attitüde nicht gerade viel abverlangenden Frontgnom „Nattefrost“ als Witzfigur, andere wiederum hatten an diesem, im Gesamteindruck gerade auch deswegen etwas skurrilen und punkigem Auftritt dann allerdings erst recht Spaß. Ich gehörte da eher zu letzteren…

Da ich Legion of the Damned unglaublich langweilig und überflüssig finde, war ich bei denen lieber an der Theke, bei HEAVEN SHALL BURN wiederum wurde dann einfach klar, dass diese kein geeigneter PartySan-Headliner sind, denn im Publikumsbereich gab es dann ja doch größere Abwanderungen. Der bodenständige Charme der Truppe lässt sich nicht gut auf so eine Festival-Hauptbühne übersetzen, und musikalisch war das über die Distanz auch etwas akzentarm. Nuja…

Freitag


Schon früh Mittags zurück auf dem Gelände, wurde das erste Essential geboten: MAGRUDERGRIND. Das Grindcore-Trio wirkte auf der großen Hauptbühne fast schon etwas deplatziert, gab aber alles, und gefiel.
Sollte man sich wohl bei Gelegenheit wirklich mal 'ne Clubshow von ansehen...

 

Danach: DR. LIVING DEAD! Wenn man, wie ich, mit Suicidal Tendencies, Anthrax und D.R.I. aufgewachsen ist, und nicht zu diesen Spießermetallern gehört, die bei Bands, die ironisch grelle Popkultur-Zitate in Songtexte und Gesamtkonzept rühren, gleich in ihre Scheuklappen weinend wegrennen, dann muss (!) man diese Band lieben. Was ich tue.
Der neue Sänger der Truppe ist super, der diesjährige PartySan-Auftritt war es ebenfalls, und am Ende bekam ich auch wieder meinen Lieblingssong, den „Among the Living“-RipOff mit dem herrlichen Schlussrefrain: „Taking Control/ Feeding You Fries/ Crushing Your Balls/ DOCTOR LIVING DEAD!!!“ 
Das hat wirklich Spaß gemacht.

 
 

Offenbarung und Überraschung des Festivals: COFFINS! Als ich die Japaner beim 2011er Roadburn-Sonntag in Trio-Formation sah, war das Ganze irgendwie nicht so der Bringer. Die Erkenntnis, dass dies offensichtlich gar nicht ihr Normalzustand war, sondern sie hier als Quartett mit Killerfrontmann aufliefen, war dann auch umso erfreulicher. Denn der komplett wahnsinnige Typ am Mikro, der mit einer Whisky-Flasche zusammengewachsen war, ging als Tagessieger in puncto geilstes Stimmorgan durch, so wie der Kollege alles in Grund und Boden geröhrt hat.
Sehr geil! Werde mir da wohl zeitnah doch noch das aktuelle Album zulegen.

 

Apropos mit Whisky-Flache zusammenwachsender Frontmann: Alles, was ich von SHINING mitbekam, war im Übrigen eine Riesen-Lachnummer. Vor allem, weil ausgedehnte Gitarrensolo-Passagen irgendwie nach Santana klangen, womit ein „Santanic Black Metal“-Running Gag geboren war. Meinten die das wirklich ernst? Meine Güte…

Letztes nennenswertes Highlight am Freitag: VOMITORY, zumal es das vermutlich letzte mal war, da die Schweden-Death Metaller bekanntlich in den Sack hauen. Für mich hätten es ruhig noch 1-2 „Carnage Euphoria“-Songs mehr sein dürfen, aber nun ja. Bye, Jungs!

 

Als freitägliches Zeltbühnen-Must see ging es zwischendurch dann noch mal rüber zu den überdachten WOUND. Das straighte „New Wave of Old School Death Metal“(Gna!)-Geballer der Wiesbadener ist nichts wirklich besonders, aber wohl schlichtweg ein Fall von „richtig gemacht“. Ganz cool!
 

Was den Rest des Tages betrifft, waren ANAAL NATHRAKH dann eher nicht so sehen- und hörenswert, PRIMORDIAL, DYING FETUS und HYPOCRISY lieferten aber allesamt ganz gut ab.

Samstag


Wieder früh vor Ort, um sich SKELETAL REMAINS anzugucken, deren Finale das Morgoth-Cover „Body Cound“ darstellte, zu dem sich Morgoth‘ very own Marc
gerne auch glatt mal auf die Bühne bitten lies, und rampensauigst abging. Schönes Ding.
 
 

Wer mit der Ansage „We’re on a Crusade to bring Metal back into Doom Metal. Enough with the Hippies, fuck them!” um die Ecke kommt, der sollte dann auch Wort halten. PROCESSION blieben allerdings eine durchgewachsene Angelegenheit. Denn eine Doom Metal-Band, in der ausgerechnet der Schlagzeuger als herausragender Performer auffällt, während der Gesang nicht so ganz überzeugt und die Lead-Dudeleien auch nicht immer gelungen tönten, macht irgendwas falsch.
Hätte es gerne besser gefunden, als ich es fand, aber das war wirklich „ausbaufähig“…

Ähnliches gilt für HOODED MENACE, auf deren Grunz-Doom ich mich eigentlich gefreut hätte, deren teilweise nicht so optimale Songauswahl und höchst unspektakuläre Bühnenpräsenz allerdings ebenfalls nur mittelmäßig unterhielt. Da hätte mehr drin sein können.

 

TSJUDER waren okay, aber nicht so richtig was für Tageslicht, und OBSCURA machen dieses Art von Technical Death Metal, der mir persönlich trotz latenter Prog-Affinität ja schon nicht mehr so gut reingeht.

Was HELRUNAR betrifft, hatte ich die Band bisher nie wirklich groß verfolgt, was an dem Stichwort Pagan liegen mag, das ihnen gerne angeheftet wird. Allerdings stellte sich das als Fehler heraus, denn der oft durchs Midtempo ratternde Black Metal kam ziemlich super. Lediglich das etwas ungelenke Stage Acting des Sängers, gepaart mit altertümlich-kauzigen Ansagen, nahm dem Ganzen ein bisschen was. Ansonsten aber wirklich sehr gut, da steht wohl auch mal ein Schließen der Bildungslücke aus.

 

Zeltbühne: Die gerade mal 2-3 Jahre existenten SULPHUR AEON aus NRW wurden mir von meinem Kumpel und Bandkollegen Dennis the Menace als ganz brauchbare Sache ans Herz gelegt. Und in der Tat ist ihr Death Metal kein gänzlich alltäglicher. Brutal und doch melodisch, etwas technisch aber doch eher „kompositorisch“, düster und episch, ist das ein gefundenes Fressen für jemanden, dem jüngere Behemoth schon vor einiger Zeit zu karikaturenhaft geworden sind.
 
Dass danach dann allerdings, auch hier, die diesen Sommer wirklich ü-b-e-r-a-l-l aufspielende Clownstruppe ATTIC ihren Unrat darbieten durfte, ist wirklich eine Frechheit. Jeder, der diesen Quatsch ernsthaft abfeiert, hat generell überhaupt nix kapiert!

IMPALED NAZARENE kamen mit Verspätung. Was zunächst für Unmut im Publikum sorgte, aber als der bescheuerte Mika Luttinen und seine Jungs dann endlich mal da waren, und Songs zwischen billigem Punk-Gerödel und Melodiebogen-Black Metal zum Besten gaben, war die Welt wieder in Ordnung.
Bei dieser Band hätte ich zwar auch nie gedacht, dass man sich das 2013 noch mal in freudiger Haltung auf einer Festivalbühne anguckt, aber ich hatte gut Spaß.

 

Wessen Schnapsidee es war, dass KORPIKLAANI eine aufs PartySan passende Band sind, würde mich ja mal interessieren. Diese unsägliche Scheiße muss doch wirklich nicht sein.

Der Endspurt hatte es dann allerdings in sich, weil: CARCASS! Jaaa, das war geil. Und Basser/ Gröler Jeff Walker zeigte sich in komödiantischer Bestform, denn Ansagen wie „You Guys ready for Venom? …You sure?“ oder „We've got a new Album coming out in September. This next Song… is not on it, it’s from 1987” rangen einem dann ja doch das eine oder andere Schmunzeln ab. Die Setlist war ziemlich auf Nummer Sicher, mit Standard-Hits wie „Corporal Jigsore Quandary“, „Reek of Putrefaction“ und „Hearwork“, aber das war ja zugegeben auch genau das, was man hören wollte.
Wie gesagt, war geil, wirklich!

 

Grand Finale: VENOM. Cronos und Mitmusiker poltern die ollen Kamellen zwischen Feuersäulen runter. Kann man in der Form anno 2013 über finden, kann man aber auch einfach Spaß dran haben. Ich entschied mich für letzteres.


Super Wochenende, nächstes Jahr bei entsprechend gutem Billing gerne wieder!

Montag, 12. August 2013

The Melvins cover Butthole Surfers (Video)


The ice cream-related attack you're about to witness—or maybe just witnessed—was not planned in advance, though it looks perfectly staged. We had legendary noise-rock band The Melvins out in Chicago's beautiful Humboldt Park, and yes, we had the spankin' new Jeni's ice cream truck set up as the backdrop. But the audience, and Buzz Osborne's unleashing of the word "free"—that was just the beautiful hand of fate.

The song they covered seemed perfectly inappropriate for the occasion: It's "Graveyard" by Butthole Surfers, and that's Surfers bassist Jeff Pinkus rocking out alongside Buzz, Dale Crover, and Coady Willis. (...)

Montag, 5. August 2013

dies und das kurz notiert

1.) SHROUD EATER ist ein Bandname, den sich all jene merken sollten, die (wie ich) mit den letzten beiden Kylesa-Alben nicht mehr so viel anfangen konnten.
Das junge Trio weiß mit einer Mischung aus räudigem Rumpel-Metal Marke High on Fire, Stoner/ Psychedelic-Elementen, und einem Drive und Groove von gewisser Frische zu gefallen.
Sollten die es mal über den Teich schaffen, würde ich mir das auf jeden Fall ansehen.
Ihr aktuelles Mini-Album „Dead Ends“ klingt jedenfalls ziemlich vielversprechend:
http://thepathlesstraveledrecords.bandcamp.com/album/dead-ends

2.) So richtig überzeugen konnten mich DRUG HONKEY schon mit dem 2008er „Death Dub“ (Bandcamp) nicht, und auch ihrem letztjährigen Album „Ghost in the Fire“ (Bandcamp) fehlt irgendwie noch was.
Grundsätzlich ist ihr stilistischer Ansatz, derben Doom mit einer Extra-Portion Noise zu vermengen, ja schon ziemlich mein Ding, bei Ausführung und Produktion haben sie allerdings noch lange nicht das Optimum rausgeholt.
Interessant genug, trotzdem mal ihren aktuellen Videoclip zu zeigen, sind sie dann jedoch allemal…


 

3.) Die YACØPSÆ haben jetzt eine Bandcamp-Seite mit ihrer kompletten Disco online. Und das ist nicht wenig, zumal die Köppe dabei auch noch jedes, auch laut Eigenaussage bescheiden klingende Rehersal-Tape, und nahezu alle Live-Aufnahmen und Compilation-Beiträge, die jemals gemacht wurden, hochgewuppt haben:
http://yacoepsae.bandcamp.com
Und hier noch ein Disclaimer dazu: yacoepsae.wordpress.com/downloads

4.) Der „live gesehen“-Haken ist jetzt auch mal an …AND YOU WILL KNOW US BY THE TRAIL OF DEAD. Wenn mir jetzt einer mit  „wir haben 2013, Alter“ oder sowas kommen will – hey, ich bin halt nicht so der typische Visionsleser oder sowas.
Fands jedenfalls ganz unterhaltsam, die gehören schon zu den Guten. Komisches Publikum allerdings.

Freitag, 2. August 2013

Aktuelle Alben (Update)

ATRAGON – Volume 1
Britische Doomster debütieren hier mit zwei verhältnismäßig schroff und wuchtig inszenierten Songs oberhalb der 10 Minuten-Marke. ATRAGON könnten „Dopethrone“ heißen, würde es nicht bereits eine andere Band tun.
Zwar nicht gerade übermäßig originell, aber dröhnig-dreckige Kopfnickmucke, bei der die Protagonisten ansonsten alles richtig machen.
Gefällt!
Name your price: atragon.bandcamp.com
Witchhunter Records: www.witchhunterrecords.bigcartel.com/product/atragon-volume-1-cd


GROLL - s/t Demo 2013
Ja, u.a. auch weil ich einen der Jungs kenne, will ich das aktuelle Demo von GROLL nicht unerwähnt lassen.
GROLL aus NRW, nicht zu verwechseln mit einem BM-Projekt aus Meckpomm, gehören zusammen mit Kollegen wie Serpent Eater oder Nightslug einer neuen Welle von Bands an, die tief in der Punk-Attitüde der DIY-HC/ A(J)Z-Crust-Szenerie verwurzelt sind, musikalisch allerdings vor allem zeitgenössische Elemente der eher düsteren und brutaleren Metal-Subsparten aufgreifen, und dabei dann gerne mal eher langsam als schnell spielen.
Auch GROLL haben einiges an Doom/ Sludge und einen Hauch von Black Metal eingeatmet, und bieten ihren groovenden Downtempocore, sowie ebenfalls (
bis hin zu schnellen Blastbeats) schon mal richtig Gas gebenden Metal-Crust außerdem deutschsprachig dar.
Ziemlich gut!

Name your price: groll.bandcamp.com

HIVE BENT - U Neutral
Die internationale Nachwuchsförderung kommt hier nicht zu kurz: HIVE BENT sind ein, sich dem Noiserock/ Post-HC verschrieben habendes Mädchen (Git,Vox)/ Junge (Drums) Duo aus Baltimore, das u.a. Helmet, Fugazi, Godheadsilo, Karp, Hüsker Dü, und Kate Bush als Einflüsse nennt.
Von letzterer hört man nicht wirklich viel, denn HIVE BENT sind in puncto Lärmigkeit, Dissonanz und Härtegrad 'ne durchaus deftigere Angelegenheit.
Außerdem finde ich, dass man 'ne mittelschwere Sonic Youth-Schlagseite raushört.
Cool, mehr davon!

Das Tape ist ausverkauft, aber digital bekommt man es auch umsonst.
Name your price: hivebentmd.bandcamp.com

HOPE DRONE – s/t
 „Post-Black Metal“, die xte? HOPE DRONE sind aus Australien, haben sich mutmaßlich nach einem Song von Godspeed You! Black Emperor benannt, und fahren hier vier lange Songs auf, die Shoegaze/ Drone/ Postrock-Einflüsse mit Black Metal-Blastbeats und nicht zu sehr in den Vordergrund gemischten Brüllschrei-Vocals vermengen.
Klar, das kennt man exakt so bereits von anderen, ich habe allerdings in dieser Ecke auch schon weniger gelungene Veröffentlichungen gehört. Was HOPE DRONE so ein bisschen an Eigenidentität fehlen mag, machen sie dadurch wett, hier irgendwie eben auch nicht wirklich viel verkehrt zu machen (was man z.B. von der aktuellen Deafheaven mit ihrem Gedudel, oder der etwas mäßigen aktuellen Ash Borer so nicht ganz behaupten kann). 
Nicht spektakulär oder total zwingend, aber immerhin schwer okay.

Name your price/ Label-Bandcamp: oscl.bandcamp.com/album/hope-drone
Band-Bandcamp: hopedrone.bandcamp.com 

JUCIFER - за волгой для нас земли нет 
Ich habe es schon mal gesagt, und ich sage es nochmal: JUCIFER sind die fast schon ironische Ausnahme von der Regel, die ich wegen ihrer Ausflüge in popige Alternative Rock- und gar balladeske Gefilde weit mehr schätze, als wegen den Prügelpolter-/ Grölschrei-/ Dröhnfiep-Eskapaden, die bei ihren Live-Auftritten, bzw. auf dem 2010er Gurken-Album „Throned in Blood“ exklusiv abgingen. Und eigentlich hätte man annehmen sollen, dass ein nicht nur wiederholt mit Sludge- / Extrem-Metal-Schwerpunkt, sondern auch noch mit durchdachtem „Russland im zweiten Weltkrieg“-Konzept samt Fremdspracheneinsatz daherkommendes Album da abermals nur ins Klo greifen kann. Doch weit gefehlt, „за волгой для нас земли нет“ kann so einiges! Auch wenn die Produktion oft nicht wirklich gut im Sinne von „gut“ ist, klingt dieses mitunter völlig kaputte Machwerk, mit seinem unpoliert pulsierendem Sound, im Gegensatz zum oben erwähnten, regulärem Rohrkrepierer-Vorgänger total geil. 
Geht doch! Vielleicht kein allgemeines Top-Highlight des Jahres - es ist aber dennoch erfreulich, dass die noch mal die Kurve gekriegt haben...
Warum einem das Teil beim Label-Bandcamp und offiziellem Band-Bandcamp mit variierenden Songtiteln zu unterschiedlichen Preisen angeboten wird, darauf weiß ich allerdings keine Antwort.
Label-Bandcamp: mutantsofthemonster.bandcamp.com
Band-Bandcamp: jucifer-official.bandcamp.com/album/-


NERO DI MARTE –s/t

Bereits im März veröffentlicht, nuschelt man den Namen NERO DI MARTE derzeit als kleine Avantgarde-Extremmetall-Sensation durch den Underground.
Dass man zwischen Death Metal-Background und Prog nicht so richtig die am besten passende Schublade für die früher unter dem Namen
Murder Therapy agierenden Italiener finden will, spricht dabei ja auch irgendwie schon für sie. Die gelegentlich angebrachten Vergleiche mit Gojira sind so falsch nicht, allerdings gehen NERO DI MARTE zuminest teilweise noch ein ganzes Stück energischer, knalliger, und auch verfrickelter, dabei aber trotzdem irgendwie unaufdringlicher zu Werke als besagte Franzosen.
Wirklich nicht ohne!

Bandcamp: nerodimarte.bandcamp.com

NIGHTSLUG – Dismal Fucker

Ja, ich weiß, auf die habe ich (genauso wie auf die aktuelle Jucifer) kürzlich bereits schon mal kurz hingewiesen, es ist mir allerdings noch ein weiteres Statement wert:
So richtig viel zu sagen fällt mir zum kantigen Sludge/ Groove-Crust/ Derb-Doom dieser Jungs aus Düsseldorf ja
eigentlich gar nicht mal ein, aber er gefällt mir einfach sehr gut.
Was wohl heißt, dass NIGHTSLUG irgendetwas richtig machen, ohne dass ich es zwanghaft sezieren möchte. Und wenn das mal kein Kompliment ist... 
Freunde von Bands wie Grief, Noothgrush, Okkultokrati, oder B.SON (und ich würde gar auch alte Godflesh und Unsane mit in die Gleichung bringen) brauchen „Dismal Fucker“ ziemlich dringend!

Bandcamp: nightslug.bandcamp.com/album/dismal-fucker

KORESH – Chump

Noch mal Briten, noch mal Witch Hunter Records, dieses mal aber eher Iron Monkey als Electric Wizard, auch wenn das Cover nach Torche aussehen mag.
Auch hier gilt: Innovationspreise holen andere, grundsätzlich ist am, gelegentlich auch schon mal eher zum HC oder Noiserock als zum Doom neigendem Gurgelschrei-/ Prügelrumpeldröhngroove-Sludgecore der Truppe, mit gleich zwei infernalischen Frontmännern und knackig-straighten Songs, aber auch nichts verkehrt.
Wer dringend eine Ersatzdroge braucht, bis endlich das neue EHG-Album kommt, oder wer Raging Speedhorn vermissen sollte, der liegt hier goldrichtig.
Name your price: witchhunterrecords.bandcamp.com/album/chump


PARISO – Consanguinity
Auch wenn die genauen Stiletikette und sonstigen Attribute, mit denen mir das neue PARISO-Album empfohlen wurde, alles andere als zutrafen, hat es sich dennoch durchaus mal gelohnt ein Ohr zu riskieren. Die Briten fabrizieren nämlich derben Hardcore mit Metal-Kante, gelegentlichem Math-/ Noisecore-Anhauch samt Grind-Ausbrüchen, und außerdem neben einem beachtlichen Energielevel, dann auch noch mit feinem Händchen für atmosphärische SloMo- und groovende Brecher-Parts, sowie eigentlich generell einem recht hohen Maß an Abwechslung und Facettenreichtum.
Ich kenne ihre älteren Veröffentlichungen ja nicht, zumindest „Consanguinity“ ist
aber wirklich ein Album von rundum sehr hoher Qualität, das sich angenehmerweise nicht mal an einem zu offensichtlich zeitgeistigen Sound anbiedert.
Und welches man außerdem über die Website der Band auch umsonst ziehen kann: www.pariso.co.uk 


PUIG DESTROYER - s/t
Hinter PUIG DESTROYER verbergen sich Curl Up & Die-Schreihals Mike Minnick, die Saiteninstrumentalisten Ian Miller and Jon Howell (Kowloon Walled City), sowie Riley Breckenridge von Thrice (!), der hier die Drums programmiert hat.
Der Witz an der Sache ist, dass ein gewisser Yasiel Puig der aktuelle Star-Newcomer der amerikanischen Baseball-Profiliga MLB ist, und neben Pig Destroyer als Inspirationsquelle für dieses Grindcore-Projekt diente, welches sich thematisch mit besagtem Sport auseinandersetzt.
Wirklich amüsant ist das wohl nur, wenn man sich tatsächlich ein bisschen mit Baseball auskennt (tue ich), bzw. das aktuelle MLB-Geschehen verfolgt (das wiederum nicht), aber auch von der rein musikalischen Seite betrachtet sind PUIG DESTROYER eine ganz spaßige Angelegenheit.
Und dem geschenkten Gaul…
Bandcamp: puigdestroyer.bandcamp.com

Godflesh - "Streetcleaner" live at Roadburn 2011

Avalanche Recordings zum Vinyl-Release:
"'Streetcleaner' LIVE from the Roadburn Festival, NL, captured in 2011.
Released on Roadburn Festival Records / Burning World.
Highly limited to 500 copies worldwide only.
CD and Digital release forthcoming on Avalanche Recordings.
WE HAVE 90 ONLY!"


Link: http://avalancherecordings.bandcamp.com/album/streetcleaner-live-2xlp

Nicoffeine live in Berlin (Video)

Nicoffeine // 11.05.2013 // Berlin - Kastanienkeller
Filmed during The Nicoffeine / Valborg Tour 05.2013
Camera by F. Toyka & C. Krolf


Ich war dabei!

Neue Videoclips (Beastwars, KEN mode, Fantasy Panther, Uncle Acid)