Freitag, 28. Juni 2013

Pissed Jeans - Romanticize Me (Videoclip)

Venomous Maximus - Moonchild/ Path of Doom (Videoclips)

Gleich zwei Videoclips gibt es bereits zu Songs des VENOMOUS MAXIMUS-Albums „Beg Upon the Light“, das diesen Monat rauskam:

Donnerstag, 27. Juni 2013

Wake - Smolder (Videoclip)

Pale Sketcher

Wenn Justin Karl Michael Broadrick nicht gerade was mit den reanimierten Godflesh, seiner Zweithauptband Jesu, dem Soundscapes-Alter Ego Final, oder seinem neuen Soloprojekt JK Flesh macht; und wenn er dann nicht gerade mit dem Bollerbeat-Ensemble The Blood of Heroes, der Drone/Noise-Supergroup Greymachine, oder anderen Kooperationen a la Valley of Fear (mit Matthew Bower von Skullflower) beschäftigt ist, dann macht er auch schon mal unter dem Namen PALE SKETCHER Musik in Richtung Ambient/ IDM/ „shoegazy dream-pop that's almost techno“.
Die neue Digital-Single mit den beiden Songs „Warm Sunday“ und „Mogadon“ gibt es bei Bandcamp zum „name your price“-Download:
palesketcher.bandcamp.com/
...oder auch als Soundcloud-Stream:


Mittwoch, 26. Juni 2013

Sommerloch?

Eigentlich bin ich ganz froh, dass jetzt gerade bzw. über die nächsten Wochen nicht so viel erscheint, das mich total brennend interessiert.
In die Freitag kommende, neue Autopsy werde ich beizeiten vielleicht tatsächlich mal reinhören (da sich meine Death Metal-Unlust der letzten Zeit aktuell wieder etwas gelegt hat), und angeblich steht uns jetzt wirklich ein neues Trouble-Album ins Haus, allerdings nun doch leider ohne Kory Clarke am Mikro. 


Eventuell mal checken werde ich, wie sich die Shoegazer True Widow so auf dem primär Extrem-Metal rausbringenden Label Relapse machen, ferner das neuste Signing der seit eh und je etwas unterbeachteten Schweizer Division Records mit dem Namen Ølten.

Apropos Relapse, da geht gerade einiges: Eine Live EP von Baroness, sowie neue Studioveröffentlichungen von Coffins, Revocation, Locrian, Mumakil und Unkind wurden kürzlich bzw. werden in Kürze auf die Menschheit losgelassen, was für mich persönlich jetzt gerade allerdings alles eher semi-interessant ist. Mit Lord Dying hat man außerdem eine neue Doom-Band am Start.

Freunde straighten Highspeed-Gekloppes sollten vielleicht auch mal die neuen Alben von Exhumed und Ramming Speed auf dem Zettel haben. Bands, die ich durchaus gerne mal live sehe, von denen ich mir allerdings nun wirklich nicht die komplette Discographie ins Regal stellen muss.

In der sog. Post-Metal-Ecke wiederum sind sowohl Mouth of the Architect, als auch Rosetta noch diesen Sommer mit neuen Veröffentlichungen am Start. Beides Bands, die schon eine gefühlte Ewigkeit dabei sind, allerdings auch beides Bands, die mich bisher nie vollends überzeugen konnten (sieht man mal davon ab, dass Rosetta’s „Departure“ ein ziemlicher Hammersong ist).

Interessant wird’s mit Oathbreaker, denn ersten Hörerstimmen zufolge ist das neue Album der belgischen Frauengebrüllcore-Macht ein ziemlicher Wurf geworden, wir haben damit allerdings noch bis Mitte/ Ende August Zeit.


Dann kommt außerdem auch noch ein Album von Philip H. Anselmo & The Illegals, bei dem ich ehrlich gesagt noch gar keine Ahnung habe, was genau uns da eigentlich erwartet, und ob sich das lohnt… 

Die norwegischen Jazz-Metaller Shining sind ebenfalls mit ‘ner neuen am Start - die wiederum scheinen bei mir allerdings recht schnell und sehr deutlich eine dieser „das eine Album, das ich eh nur alle Jubeljahre mal höre, reicht mir dann auch vollkommen“-Bands geworden zu sein.

Resterampe: Das Hamburger Einmann-Space Metal-Projekt Galaktik Cancer Squad hat gerade mal wieder was rausgehauen, und als jeweilige Genre-Hausnummer haben auch die Düster-Crusties Morne, sowie die Black Metaller Watain neues auf der Startrampe.

Randnotiz: Volto!, die Fusion Jazz-Band vom Tool-Drummer, hätten wir auch noch.

Also, was mich betrifft ist der Veröffentlichungskalender der nächsten Wochen erst mal nur mäßig interessant. Was aber wie gesagt auch durchaus was gutes hat, denn man hat eh schon zu wenig Zeit für so viel Musik…

Montag, 24. Juni 2013

Misery Index, Pig Destroyer, Unchallanged Hate

Ach Du meine Fresse, wie lange ist das eigentlich schon her, dass ich PIG DESTROYER zum ersten und vorerst letzten mal gesehen hatte? Es muss 2005 gewesen sein, als sie zusammen mit Rotten Sound und Leng‘tche in Wermelskirchen Alarm machten. Das sind tatsächlich schon acht Jahre? Und ich habe acht Jahre später auf einem Samstag Abend immer noch nichts besseres zu tun, als bierselig auf ‘nem Grindcore-Konzert abzuhängen? Some things never change…

Die eröffnenden UNCHALLANGED HATE sind jedenfalls schon mal keine Unbekannten. Gitarrist Robert, dessen Markenzeichen immer noch ist, dass er sich beim Spielen gelegentlich mal lang auf den Rücken macht, um dann klampfenderweise aus dem Liegen wieder aufzuspringen, war eine Zeit lang mal bei JaKa mit dabei, Drummer Kalle wiederum habe ich an den Reglern sitzen sehen, als eben jene einst im Keller der Zeche Carl die Drum-Spuren für den Song „Das Metalcore-Konzert“ aufnahmen. Good Times.
Soweit zur musikhistorischen Randnotiz. Die Essener lieferten mit neuem Shouter jedenfalls ziemlich brutal  ab.

Dann war es endlich soweit, fuckin‘ PIG DESTROYER!
„Meine Güte, ist der fett geworden“ vernahm man aus mehreren Ecken, als Shouter J.R. Hayes die Bühne betrat. Tja nu, wir werden alle nicht jünger. Eine halbe Stunde war zwar ein bisschen kurz für einen Gig nach so langer Abwesenheit in hiesigen Breitengeraden, aber besser als nix.
Ob es wirklich nötig ist, für so ein paar Samples und Lärmflächen neuerdings gleich sowas wie einen Keyboarder als festes Mitglied mit auf der Bühne zu haben, sei jetzt mal dahingestellt. Zumal
Blake Harrison dann auch die meiste Zeit weitaus mehr Bier trank, rumsprang, Party machte, als er wirklich irgendwie mit sowas ähnlichem wie musizieren beschäftigt war - wie viel Spaß der Gute dabei hatte, war allerdings wirklich schon ansteckend.
Hayes wiederum ließ sich Bierduschen  vom Publikum gefallen, und schien sich  ebenfalls sichtlich am von PIG DESTROYER losgetretenem Mayhem zu ergötzen.
Meckern auf hohem Niveau: Von meinen 5-6 Lieblingssongs der Alben „Terrifyer“ und „Phantom Limb“ spielten sie eigentlich gar keinen.  Egal, weil geil, geil, geil. Zu kurz, aber geil.
 

Der doppelbelastete Drummer Adam trat danach dann auch noch mit MISERY INDEX auf.
 

Nun, ich bin nicht der größte MI-Fan, aber ihr „Traitors“-Album mag ich ja eigentlich ganz gerne. Das im Gegensatz zum partiell etwas verqueren  Pig Destroyer-Kram doch recht straighte Deathgrind-Gerödel machte dann auch von vorne bis hinten Spaß. MISERY INDEX scheinen im Übrigen sogar selbst zu wissen, welches ihr bestes Album ist, wenn sie das Publikum mit dem Titelsong von eben jenem verabschieden. Dömdöm-brrrr Traitors! Dömdöm-brrrr Traitors!
Das hat Bock gemacht! 

PIG DESTROYER bitte nicht erst wieder in acht Jahren, dann allerdings mit doppelter Spielzeit.

PS: Ja, ich weiß, das mit den hierreingeklatschten Bildern sieht layoutmäßig furchtbar aus, aber so ist das mit Blogger. Vielleicht mal einen Umzug in Betracht ziehen...

 

 

Dead Can Dance, Gelsenkirchen

Manchmal gibt es Gelegenheiten, die man unmöglich ausschlagen kann. DEAD CAN DANCE im nur allzu gut passenden Amphitheater Gelsenkirchen, mit besten Presseplätzen in Reihe Sieben und charmanter Damendoppelpack-Begleitung – ja ne, dazu sagt man nicht nein.
Jedenfalls war es ganz schön ungewohnt, den Schauplatz des jährlichen RockHard Festivals zu betreten, ohne hunderte von besoffenen Metal-Fans vor den Füßen rumstolpern zu haben. Auch scheint der spezielle Exklusivitätsbonus eines DEAD CAN DANCE-Konzerts inzwischen wieder verflogen zu sein, denn der Andrang hielt sich noch in Grenzen, als Eröffnungs-Act DAVID KUCKHERMANN schon um zwanzig nach sieben den Abend mit ein bisschen Soloprogramm eröffnete.

Kuckherrmann ist Percussionist der aktuellen DCD-Livebesetzung, spielt Musikstücke auf Handpans bzw. der Hang (wozu ich mal auf wikipedia verweise: http://de.wikipedia.org/wiki/Hang_%28Musikinstrument%29),  und zeigte zwischendurch außerdem, was für ein Spektrum an Klängen und rhythmischen Verspieltheiten man aus einem so scheinbar simplen Instrument wie einem (arabischen) Tamburin rausholen kann. Faszinierend, wirklich.
Zur Prime Time betraten im dann langsam mal doch okay gefüllten, bestuhltem Amphitheater die DEAD CAN DANCE-Hauptprotagonisten Lisa Gerrard und Brendan Perry mit ein paar Begleitmusikern die Bühne. Darunter Kuckhermann an Percussion und gelegentlichen Keys, ein Drummer, ein Keyboarder, eine weitere Keyboarderin und gelegentliche Backgroundsängerin, sowie ein Typ, der nur bei vereinzelten Nummern mit ‘nem Bass dabei war.


 

Die Wurzeln DCDs mögen in frühen Postpunk/ Gothrock/ Ethereal Wave liegen, aber wie allgemein bekannt ist, ist das Ganze inzwischen ja mehr so eine Weltmusik-Veranstaltung.  Bzw. ein Pendeln zwischen knackigeren Stücken, die schon mal einen orientalischen Touch haben, und ruhigeren. So gehen Perry und einige der anderen Musiker auch schon mal von der Bühne (auch um seine Bouzouki selbst zu stimmen), wenn Gerrard einen Alleingang singt.
Um es kurz zu machen: Ja doch, das war ein netter Konzertabend. Dass die große Exklusivität DCDs jetzt auch nicht mehr gegeben, die Zeiten ihrer kreativen Großtaten vielleicht auch vorbei sind, das sei mal alles dahingestellt, aber ich fühlte mich durchaus unterhalten und berührt von dem gebotenen, was in der gleichermaßen vertrauten wie ungewohnten Umgebung gleich doppelt gefiel. 






 

Samstag, 22. Juni 2013

Shining (Nor) - I Won't Forget (Videoclip)

Auch schon von April und erst jetzt drauf gestoßen worden:

Freitag, 21. Juni 2013

dies und das mal kurz notiert

Um es halt mal erwähnt zu haben, wollte ich gerade nur mal eben erwähnen, noch mal zwei Einträge auf der „2012er Review-Resterampe“ gemacht zu haben, ohne dass ich diese im Juni erst noch mal wieder hochholen wollte.

Und wo ich schon mal dabei bin, könnte ich bei der Gelegenheit auch gleich noch mal eben die folgenden drei Dinge abhaken:

1.) AUTHOR & PUNISHER - Women & Children
Ohne wirklich tiefer reingehört, als mal beim Pendeln zwischen Rechnergehocke und Essenszubereitung mal den Stream recht laut laufen gehabt zu haben: „Women & Children“ ist die neuste Veröffentlichung von AUTHOR & PUNISHER, dem eigenwilligen Einmannprojekt von Triston Shone, der mit selbstgebauten Maschinen sowas wie Industrial-Dronedoom macht (letzten Herbst schon mal drauf hingewiesen). Neuerdings übrigens auch mit Piano-Einlagen und gelegentlich auch schon mal eher shoegazig als noisey. Ich find's ja schon irgendwie ganz schön cool, nicht zuletzt auch wegen einer gewissen Godflesh-Nähe, dann wiederum aber doch nicht sooo cool, dass ich mir sofort alle Alben bestellen und in Dauerschleife hören müsste...
In den USA wurde AUTHOR & PUNISHER gerade übrigens sogar von Phil Anselmo als Support Act für ein paar Gigs eingeladen, was wohl eine Referenz ist, die das allgemeine Interesse etwas steigern könnte.
Soundcloud-Stream: soundcloud.com/earsplit/sets/author-punisher-women-children/s-ojXbV

2.) DEAFHEAVEN – Sunbather
Ohne wirklich tiefer reingehört, als zwischen Essensaufnahme und Ausgang zur Einkaufsrunde mal einen Großteil des Albums im Youtube-Stream gecheckt zu haben: Da es um Liturgy ja ruhiger geworden ist, scheinen DEAFHEAVEN in unserem nerdigen Mikrokosmos aktuell die „muss man als echter Metaller doof finden, weil die Hipster ihnen huldigen/ Hype!!!“-Band der Stunde zu sein. Stories um die Bandmitglieder, die nicht so ganz helle zu sein scheinen, jetzt mal beiseite: War der Vorgänger „Roads to Judah“ eine insgesamt okaye, aber doch recht unspektakuläre und verzichtbare Angelegenheit, scheinen DEAFHEAVEN bei „Sunbather“ in puncto Gesamtpaket einen Zahn zugeleget zu haben. Ihr Blackgaze/ Post-Metal/ Blastbeat-Screamo hat an Tempo, Biss, Facettenreichtum und klanglicher Gesamtmasse wirklich einen Quantensprung hingelegt. Was mir allerdings nicht so recht reingehen will, ist die dann ja doch etwas überzogene Kombination von oft etwas zu harmonischen Melodiebögen (bis hin zu Lead-Gitarren, die schon regelrecht lieblich daherkommen) und dem variationsarmen Plärrgekotze von Frontmann George Clarke. Und wenn sich dann kürzere Tracks mit instrumentalem Postrock-Zwischengeplänkel abermals einen Hauch zu viel in melodiöser Heiterkeit ergehen, ist der Punkt erreicht, wo es mir zu viel ist. Vom stilistischen Grundansatz her finde ich DEAFHEAVEN zwar gar nicht mal so ungeil (als reine Instrumentalband wären sie großartig!), aber irgendwas will mir hier nicht so recht zusammenpassen.

3.) KILLING JOKE - Singles Collection 1979-2012 (Limited Edition)
Erst hatte ich überlegt, mir dieses Boxset zu klemmen. Zumal ich es mit Singles-Compilations u.ä. eigentlich generell eher nicht so habe, und ferner bei der Raritäten-Bonus-Disc der Limited Edition auch schon weitgehend weiß, was mich dabei erwartet (bzw. darauf sträflicherweise ausgelassen wurde). Dann wiederum ging es aber doch nicht, sich das nicht zuzulegen, denn KILLING JOKE sind solche langjährigen Legenden mit weitem Einfluss und dennoch ewigen Underdog- und Eigenbrödler-Status, dass man von denen halt wirklich mal einfach Fan ist (also ich zumindest), selbst wenn die bisherige Gesamtdiscographie durchwachsen sein mag.
Das Teil ist gerade in der Post auf dem Weg zu mir, und ich freu mich drauf…

Mittwoch, 19. Juni 2013

Valient Thorr - Torn Apart (Videoclip)

live gesehen und kurz notiert

Da man dem geschenkten Gaul bekanntlich nicht ins Maul schaut, landete ich gestern im Dortmunder FZW bei EVERY TIME I DIE, supported von DIORAMIC.
Letztere sind eine dieser „Euroblast“-Bands, wie ich sie hasse: Handwerklich zwar durchaus was drauf haben, damit aber auch gleich zu viel auf ein mal wollen, und sich mit so einer "von allem ein bisschen"-Unart 'nen identitätslosen Brei zusammenrühren. Dieses permanente Pendeln zwischen Prog-Metal-Gefriemel/ Mathcore-Gehacke mit Gebrüll und dezenten Meshuggah- und Mastodon-Schulterblicken auf der einen, und schmierigen „White Pony ist das schönste Album der Welt, und Muse finden wir auch gar nicht so schlecht“-Singsang-Refrains auf der anderen Seite, ist mir einfach zu aufgesetzt und konstruiert. Vor allem, wenn dann auch noch Keyboard-Kleister hinzukommt, und im Publikum die ganze Zeit genuschelt wird, dass einer von denen ja der Bruder von dem Typen ist, der zuletzt ein paar Lady Gaga-Songs produziert hat. Ja wow, voll krass, ich erstarre in Erfurcht.
Bei EVERY TIME I DIE fiel mir dann wieder ein, warum ich dem Hardcore neuerer Schulen einerseits mal irgendwie sehr zugeneigt war, der Drops aber doch irgendwie ab-, durch- und ausgelutscht ist. Zugegeben, die Visions-Lieblinge geben einen ziemlichen Energielevel vor, und gänzlich unoriginell ist der Mischmasch aus Metal-/ Mathcore-Rumgebreche und (southern)rockigen Ansätzen nicht. So richtig großartig aber irgendwie auch nicht. Hinzu kommt, dass mir genretypische Hüpfmooves und Publikumsanimationen, die natürlich zu Violent Dancing- und Circle Pit-Affigkeiten im Saal führten, in Kombination mit obligatorischen Style-Accessoires wie zughackten Händen, inzwischen nur noch dezent genervtes Augenverdrehen abringen. Wahrscheinich bin ich halt einfach nur zu alt für solchen Quatsch (was der verhältnismäßig junge Altersdurchschnitt der Konzertbesucher ja nur bestätigen würde).
Ja ne, danke für den kurzweiligen Konzertabend, Jungs und Mädels, auch wenn er primär zur Bekräftigung der nicht neuen Erkenntnis diente, dass sowas einfach nicht so mein bevorzugter Style, nicht so mein generelles Ding, nicht so meine Szene ist.

Apropos Szenekonzert: Heute Abend spielen die, dank Vikernes-Namedropping in geraumer Vorzeit, gigakultigen US-Ur-Black Metaller VON (bzw. Ur-Mitglied Venien und Begleitband) in Oberhausen, was man sich ja eigentlich mal angucken müsste. Da ich aber auf einen Rattenschwanz an provinziellen Vorbands irgendwie keinen Bock habe, und außerdem, wenn man mal ganz ehrlich ist, dieses ganze neuerliche Gewese von VON und gleich zwei Nebenerzeugnissen ihrer inzwischen wieder voneinander getrennt agierenden Gründungsmitglieder hochgradig albern ist (VON GOAT und VON VENIEN bzw.
VENIEN – ich mein, what the fuck?!?), kann man es auch lassen.
Die Band hat ursprünglich mal Ende der 80er/ Anfang der 90er ein paar Demos abgeworfen, will jetzt 20 (zwanzig!!!) Jahre später auf einmal wieder mitmischen, und schon jetzt gibt es dabei - bei einer derart obskuren Nischenband - persönliche/ kreative/ finanzielle bzw. Namensrecht- Differenzen? Das ist ja selbst mir jetzt mal irgendwie zu skurril und dämlich. Und ich hab' in meiner metallisch geprägten Musikliebhaberlaufbahn schon so manchen Quatsch mitgemacht. 
Dass VON ihr erstes Reunionkonzert 2010 mit The Devil’s Blood und Watain spielten – Bands mit „Cvlt“-Hypeopfer-Fans, wie sie im Buche stehen – ist nebenbei bemerkt ja auch irgendwie allzu bezeichnend…

Dienstag, 18. Juni 2013

Saint Vitus - Let Them Fall (Videoclip)

Kam eigentlich schon im April via Scion AV raus, aber man kann ja nicht immer alles mitkriegen:

Montag, 17. Juni 2013

Interview: Nicoffeine

(Eigentlich finde ich das klassische Interview-Format ja ein bisschen überflüssig. Was sicherlich auch damit zusammenhängt, dass man über Jahrzehnte hinweg immer wieder, in den immer gleichen Publikationen, von den immer gleichen Rockstars und Muckertypen, die immer gleichen Floskeln und Phrasen über das aktuelle beste Album oder musikalisches erwachsen werden gelesen hat.
Hier ist das „aber“: Manchmal gibt es tatsächlich ein paar Fragen, die mich interessieren, und manchmal möchte ich meinen klitzekleinen, banalen Beitrag dazu beitragen, einer meiner Meinung weniger Aufmerksamkeit als ihr zustünde bekommenden Band dadurch ein bisschen Forum zu bieten.)


Soheyl Nassary, NICOFFEINE-Mainman und selbstständiger Mediendesigner, ist ein Typ, den man ja eigentlich hassen möchte. Aus purem Neid, weil er mit Lederjacke und Koteletten ein bisschen so aussieht wie Wolverine. Ich überkam meine Selbstverachtung (weil ich eben nicht so aussehe wie Wolverine)  dann allerdings doch mal, um ihm ein paar Fragen zu stellen…

Beim Recherchieren bin ich darüber gestoßen, dass jemand bei ‘nem Webzine, bei dem ich damals auch mal aktiv war, vor 10 Jahren über Euch sinngemäß geschrieben hat, dass man sich diese nervige Unmusik ja mal echt nicht anhören kann. Wie oft bekommt Ihr derartiges Feedback?


Nicht oft! Es kommt meistens darauf an, wer überhaupt die Promo-Alben in die Hand bekommt. So lange hat meistens keiner Zeit, um sich mit der Materie tatsächlich auseinanderzusetzen. Bis jetzt haben wir mehr positive Reaktionen bekommen. Wie findest Du denn diese nervige Unmusik?


Wie ich hier in jüngerer Vergangenheit schon 1-2 mal erwähnt habe, ja eigentlich ganz geil. Andere wohlwollende Reviewer wiederum tun sich ja manchmal schwer mit der Kategorisierung. Sowas wie Casper Brötzmann Massaker liest mal schon mal als Vergleich, was vielleicht gar nicht mal so unpassend ist, Melvins und Sonic Youth kommen auch schon mal vor, was ich wiederum eher irreführend finde. Wo siehst Du Dich da selbst, bzw. was für Bands/Künstler hatten direkten Einfluss auf den NICOFFEINE-Stil?

Es gibt da keine direkte Band, aber vielmehr Genres oder Dekaden. Nicoffeines Musik beinhalten den revolutionär-naiven Freigeist der 60er, den progressiven und zugleich den protestierenden Prog- & Punk-Part der 70er, die Dekadenz und den Größenwahn der 80er, und die Anti-Helden-Haltung der 90er. In den 00er Jahren hat sich ja nicht viel neues herauskristallisiert. Wir schließen keine Musikrichtung aus. Alles dient als Inspirationsquelle… alle darstellenden Künste.


Interessant, dass Du meine Meinung in Bezug auf die Nuller-Jahre teilst, die musikalisch vor allem in den ersten zwei Dritteln eine größtenteils eierlose Katastrophe waren.
Macht es bei so ‘ner Musik, wie Ihr sie macht überhaupt noch Sinn, diverse Medien damit zu bemustern, oder seid Ihr von dem Spiel eh schon wieder weg?


Doch, es ist immer noch sehr sinnvoll. Nicht unbedingt kommerziell, aber wenn du nicht in den Medien auftauchst, dann existierst du leider auch nicht. Die klassischen Medien und Plattformen sind vielleicht nicht mehr so relevant wie früher. Aber alles was sich im Musik-Blogs und im Netz allgemein abspielt ist schon sehr wichtig und fördernd. Da hat man es doch mit Personen zu tun, die freiwillig über dich schreiben, weil sie davon nicht leben. Und sie kennen sich auch sehr gut aus. So sind wahre Musikfans.


Tjoah, so bin ich. Die Musik von NICOFFEINE folgt jedenfalls keinen konventionellen Popsong-Strukturen sondern lebt eher von einer sehr eigenen klanglichen und rhythmischen Ästhetik.
Siehst Du Parallelem zwischen Deiner Arbeit als Designer/visueller Kreativschaffender und der Musik Deiner Band?


Definitiv! Für mich persönlich ist es eine Einheit. Vom Cover-Motiv, Typo, Farbe, Format - bis zu Komposition, Aufnahme, Klang, Entstehungszeitraum und Titel. Das ist alles sehr zusammenhängend.
Es ist allerdings nicht so verkopft wie es klingt. Es ergibt sich alles automatisch.
 

Wie entsteht denn dabei so ein NICOFFEINE-Song bzw. Album? Aus spontanen Jams, oder habt Ihr vorher schon eine Art von theoretischer Ahnung, was ihr vorhabt?

Das hat sich über die Jahre etwas verändert. Früher gab es durch aus eine vorgegebene Struktur.
Mit Jörg und Guido ist es allerdings ganz anders. Viel besser und leichter. Wir sprechen die gleiche musikalische Sprache und wissen automatisch, wie sich unsere Ideen im Nicoffeine-Kontext anfühlen und klingen sollen. Es ist für mich schon etwas ganz Besonderes, mit einem Drummer wie Jörg A. Schneider und ein Mastermind wie Guido Lucas zu musizieren. Bin sehr dankbar diesbezüglich. 


Erzähl doch für die Gitarren-Nerds mal was über Dein Gear!


Meine Gitarre soll und muss wie eine sterbende Katze beim Orgasmus klingen. 


Äh ja, dann halt nicht. Wie kam es eigentlich zur Tour mit Valborg? Ihr seid irgendwie ein ungleiches Paar (wenn auch wunderschönes).


Wir setzen da keine Regeln. Das würde Nicoffeines Wesen gar nicht entsprechen. Wir kennen die Valborg-Jungs schon sehr lange und haben auch bereits zuvor einige Gigs zusammen gespielt. Ebenfalls mit Woburn House! Und das werden wir definitiv nochmal wiederholen. Wenn man es ganz niedrig betrachten würde, passen wir zu allen Bands, und zu keiner zugleich.

 
Ist was dran. Letzte Frage: Nächsten Monat spielt Ihr mit EyeHateGod in Köln. Hast Du keine Angst, zu viel vom Jimmy Bower’s Gewürzmischung mit einzuinhalieren oder so?
 

Ich werde gewappnet sein! Mit Vodka und Fleischpeitsche.

 …

AZ Mühlheim mal wieder

Eigentlich sollte an dieser Stelle ein kleiner Konzertbericht zum vergangenen Auftritt von DOWNFALL OF GAIA stehen, deren aktuelles Album „Suffocating In The Swarm Of Cranes“ ich nach neuerlichem Hör-Anlauf mit seiner gelungenen Vermengung von Hardcore mit Postrock- und Black Metal-Stilelementen inzwischen ja doch „ganz gut“, anstatt wie anfänglich „nur okay“ finde, aber dann schlug das AZ-Syndrom mal wieder zu, und ich habe Lust mich mal aufzuregen.
Wenn man irgendwo im Netz was von „Einlass 19:00, Beginn 20:00“ liest, wegen einer Ahnung im Hinterkopf und wochenendlicher Trägheit eh schon erst um 21:00 rum aufläuft, es dann aber tatsächlich noch fast eine halbe Stunde dauert, bis die erste von drei Bands (Local (?) Support in Form von KUMULUS, deren Instrumental-Postrock okay dargeboten, sonst aber nicht wirklich spannend war) auch wirklich mal anfängt, ja puh...
Und wenn die zweite von drei Bands – in Form der ebenfalls nicht gerade übermäßigst bestechenden Schweden IN THE HEARTS OF EMPERORS, deren Gitarrist/ Brüller mit dem Rücken zu Publikum in den Mikroständer brüllt - dann gerade mal um halb elf anfängt in Fahrt zu kommen…
Leute, jetzt mal ernsthaft: Zu so einem Event kommen nicht nur Punks von um die Ecke, die sonst nix zu tun haben, sondern auch Musikinteressierte aus ‘ner anderen Stadt, die gerade auch in so einem Ballungsraum wie dem Ruhrpott auf ‘nem sommerlichen Samstag vorher und/ oder nachher vielleicht gerne auch noch was anderes mit in den Abend quetschen würden, als 5-6 Stunden am Stück ausschließlich in Eurer Bruchbude abzuhängen. Bei aller Liebe.
Schreibt doch zumindest mal selbsteinsichtig sowas wie „geht auf keinen Fall vor 21:00 los“ auf die Flyer.



Fantasy Panther - Insect (Videoclip)

Sonntag, 16. Juni 2013

Mumakil - Death From Below (Videoclip)

Owl - You Are the Moon, I Am the Night

Das ist mir jetzt glatt mal wieder ein Einzelreview wert, anstatt es in einem Sammelpost zu verwursten: Bei OWL handelt es sich um ein noch relativ junges Bandprojekt der unglaublich kreativen Zeitgeister-Clique, hinter dem Christian Kolf (auch bei den gigantischen Valborg, sowie Island und Woburn House) steckt.
„You Are the Moon, I Am the Night“ ist das zweite Album, welches ich mir mal via Bandcamp auf die Festplatte geholt, nachdem ich das erste wohl irgendwie verpennt habe.
Geboten wird im Death Metal verwurzelte Musik, allerdings bitte ich das weder mit dem gerade angesagten Schwedensound-Retrogerumpel, noch mit klinisch inszenierten Ultrabrootalofrickeleien zu assoziieren.
Morbid Angel kamen einigen Reviewern vor mir bereits als Vergleich in den Sinn, wenn sich OWL mit bleierner Schwere und pechschwarzer Atmosphäre durch (horizontal wie vertikal) komplex arrangierte Marathonkompositionen quälen, die trotz Doublebass-Geratter und Blastbeats-Parts vor allem eine Stimmung von finsterster Dichte aufbauen, anstatt vorwiegend auf Knalleffekte zu setzen, und trotz ihrer Prog-Ausprägungen durchaus verhältnismäßig eingängig kommen. Besonders erwähnenswert sind dabei auch die facettenreichen Vocals, die nie in den Bereich generischen Gegurgels abfallen.
Und mit einem fast viertelstündigen Ambient-Track, der auf einen regelrecht Grabesmarsch-artig getragenen Song folgt, endet das Ganze dann auch noch sehr ungewöhnlich, aber nicht unpassend.
Mit all dem ist
„You Are the Moon, I Am the Night“ ungelogen eines der besten Düster-/ Extrem-Metal-Alben, das ich dieses Jahr bisher gehört habe. Ich bin wirklich verblüfft und begeistert!
# Bandcamp: http://zeitgeister.bandcamp.com/album/you-are-the-moon-i-am-the-night
# Zeitgeister Shop: http://zeitgeistermusic.com/

Und wo wir schon mal dabei sind, kann man ja auch noch erwähnen, dass zum zehnjährigen Jubiläum das KLABAUTAMANN-Album „Our Journey Through The Woods“ beim Zeitgeister-Bandcamp gerade umsonst heruntergeladen (sowie zum halbierten Preis als CD erworben)
werden kann:
http://zeitgeister.bandcamp.com/album/our-journey-through-the-woods

Mittwoch, 12. Juni 2013

„Moron Monkey“...

...ist der Titel eines Songs, den ein Kumpel und aktueller Mitmusiker von mir, mit zwei weiteren Mistreitern 1999 rum mal aufgenommen hatte, und jüngst in seinen Archiven wiederfand.

Ich finde, das solltet Ihr mal gehört haben, also hört Euch das mal an:


Dienstag, 11. Juni 2013

Extol - A Gift Beyond Human Reach (Videoclip)

Hierzu muss ich vorher mal etwas ausholen: Ich kann mich erinnern, dass EXTOL bei Release ihres 2005er „Blueprint“ oder „The Blueprint Dives“ oder „The Blueprint“ oder „Blueprint Dives“ (irgendwie stand es überall anders, richtig ist wohl eigentlich „The Blueprint Dives“) in einigen Musiknerd-Kreisen, in denen man im Idealfall was mit allem von Emocore bis Death Metal und von Stoner bis Prog anfangen konnte, mal für einen Moment der ganz heiße Scheiß waren.
Die christlich angehauchten Norweger hatten gerade einen musikalischen Quantensprung hingelegt, und ihren auch zuvor schon progressiv ausgerichteten Metal, nach einigen Besetzungswechseln, um eine ganze Palette an Alternative-/ Psychedelic/ Emo-Stilistiken erweitert.
Recherchiert man rückblickend noch mal die Musikpresse dazu, wollte der eine (Hallo, Herr Kaiser!) vor allem Voivod aus ihrem damals aktuellen Sound raushören, der nächste Deftones, Tool und Faith No More, andere wiederum Opeth, Devin Townsend, die geile Prog-Thrash-Obskurität Anacrusis, oder die nach hintenraus ebenfalls ihre Fühler in postmetallische Gefilde ausstreckenden US-Christen-Metalcoreler Norma Jean, und las man an fernerer Stelle noch mal weiter, kamen gar Pink Floyd, Porcupine Tree, Muse und Radiohead hinzu.
Auf Tour mit Mastodon und dann auch noch mit Opeth erschlossen sich EXTOL zu der Zeit hierzulande wohl auch durchaus noch den einen oder anderen Fan.
2007 verkündeten sie dann allerdings erst mal ihren Hiatus.
Und auch wenn es sich bereits schon vage angekündigt hatte, bin ich ja doch ein bisschen überrascht, heute auf ein mal den Videoclip eines Songs vom fertigen, nahendem, selbstbetitelten „Album, das sie schon immer machen wollten“ vor die Nase gehalten zu bekommen.
Da fragt man sich jetzt dann zwar auch irgendwie, ob dieser Drops nicht vielleicht doch schon etwas zu gelutscht ist, und da überhaupt noch irgendwie irgendein Hahn nach kräht, aber hey – man kann auch mal einen auf wohlwollend machen, und die Kunde trotzdem verbreiten.
Hier ist besagter Clip:


Montag, 10. Juni 2013

Hang The Bastard - Sweet Mother (Videoclip)

Tweak Bird & Blckwvs live

TWEAK BIRD, BLCKWVS
Dortmund, Fzw, 07.06.2013  
Ja puh. Eigentlich hätte ich an diesem herrlichen, ersten richtigen Sommerabend ja auch lieber was anderes gemacht, als im Bunker-artigen Clubraum des FZWs abzuhängen, aber nützt ja alles nichts.
Denn wenn die BLCKWVS spielen, dann bin ich dabei.

Und die BLCKWVS spielten an diesem Abend - weil bereits für den Headliner angerichtet war - mit einem witzigen Bühnensetup, bei dem das Schlagzeug schräg in einer Reihe der weiteren Mitgliederpositionen aufgestellt war, anstatt wie gewöhnlich hinter den anderen Jungs. Ich mag sowas ja. Gab ganz neue Perspektiven frei, auf das mitunter nicht unwilde Drumming von Trommler Tommec.

Beim schwer groovenden, gelegentlich auch richtig Gas gebenden InstruMetal der Truppe lag der Fokus mal wieder vor allem auf aktuellen Songs, die durch die Bank ziemlich super sind, und beim gewohnt guten Sound im FZW auch vollends zur Geltung kamen.
Bei der Schlussnummer übernahm Basser Chris dann auch noch mal die (auf Konserve ursprünglich von einem Gastschreier bewerkstelligte) Position des Vocalisten, und meisterte das auch ziemlich gut. 
Das hat Spaß gemacht!


TWEAK BIRD hatte ich zwar schon länger auf dem Zettel gehabt, war bisher aber noch nicht so richtig zum reinhören gekommen. Vorkenntnisse waren allerdings auch nicht notwendig, die Musik des Brüderduos mit Gitarre, Schlagzeug und Doppelgesang zu verstehen. Ihr Psych/ Stoner/ Sludge-Rock zwischen atmosphärischen Retroschulterblicken, verspielten Arrangements und spielfreudigster Performance mit Punch erinnert an die Melvins/ Big Business, Beehoover, sogar ein bisschen an Baroness zur Rot/Blau-Phase, hat allerdings zudem so eine popige Leichtfüßigkeit, zu der mir eigentlich sogar schon Beatles und Beach Boys in den Sinn kommen.
Im mittelmäßig gefüllten FZW-Club war man begeistert, was der Band sogar abrang noch mal für eine Zugabe auf die Bühne zu kommen (ein Cover von T. Rex‘ „Children of the Revolution“), bei der Gitarrist/ Sänger Caleb schon das Handtuch um den Kopf hatte.
Das hat ebenfalls Spaß gemacht!


Und um meinen drei Lesern auch mal ein bisschen was fürs Auge zu bieten, hatte ich an diesem Abend im Übrigen tatsächlich mal meine Digitalkamera mitgenommen, und trotz Suff wieder heile mit nach Hause gebracht. So bin ich zu Euch.





















Ausblick: Hell’s Pleasure 2013

Schon die letzten 1-2 Jahre konnte man den wachsenden Kultfaktor des HELL’S PLEASURE Open Airs erahnen - dieses Jahr scheint es endgültig der definitive Place-to-be für Freunde des Metal-Riffs zu sein.
 
Das gar nicht mal so unbunte Billing hat es nämlich in sich:
Der Stoner-Sympathisant und Doom-Jünger bekommt mit ACID KING und ELECTRIC WIZARD die Vollbedienung, als Grind-Freund darf man sich auf die Genregroßväter REPULSION freuen, und mit den australischen Avantgarde-Death Metallern PORTAL gibt es was ganz spezielles und
eigensinniges, das auf dem europäischen Festland bisher noch Seltenheitswert hat.
Talking ’bout Austraila, auch die Thrash-Urviecher HOBBS‘ ANGEL OF DEATH gibt es immer noch, und sie sind dabei. Französischen und isländischen Black Metal von hoher Qualität gibt es mit ANTAEUS bzw. SVARTIDAUÐI.
THE GATES OF SLUMBER hätten wa auch noch, CHAOS ECHOES scheinen ganz interessante Death/Doom-Newcomer zu sein, und NECROS CHRISTOS passen da wohl auch noch ziemlich gut mit rein.
Bei so einem Gourmetmehrgangmenü wird man Gelsenkirchen’s very own Gurkentruppe, die derzeit wirklich überall aufspielenden ATTIC wohl verschmerzen können.
Ein interessantes, cooles Line Up, das aus dem Rest, der diesen Sommer so an Metal-Festivals geboten wird, wirklich heraussticht.


Was: Hell’s Pleasure
Wann: 19.-20.07.2013
Wo:
Motocross-Strecke Pößneck, 07381 Pößneck
Wieviel: Wochenendticket 40 Euro (inkl. Porto und Gebühr), an der Abendkasse  48 Euro. Tageskarten sind nur an der AK erhältlich und  kosten jeweils 30 Euro.
Weltnetz: www.hellspleasure.de

Bisher bestätigte Bands: Acid King, Amulet, Antaeus, Attic, Bölzer, Chaos Echoes, Cruciamentum, Dead Lord, Electric Wizard, Hobbs‘ Angel of Death, In Solitude, Necros Christos, Portal, Repulsion, Satan, The Gates Of Slumber, Vomitor, Vorum



Sonntag, 9. Juni 2013

Aktuelle Alben (FTF, Nicoffeine)

FUCK THE FACTS – Amer
Was FUCK THE FACTS betrifft, so werde ich nicht müde wieder und wieder zu betonen, wie herausragend diese Band ist, und wie tragisch der Umstand, dass für so manch potenziellen Fan wohl vielleicht auch schlichtweg zu gut, Stichwort Perlen vor die Säue. Wo waren die ganzen Pig Destroyer-Gutfinder vom letzten Jahr, als FTF im Herbst 2011 mit „Die Miserable“ eines der essenziellsten Deathgrind-Alben der letzten Jahre ablieferten? Lasst uns mal von oben herab mutmaßen: Vermutlich ist ihr recht progressiv ausgerichtetes Subgenre-Hopping, das Versatstücke von Mathcore bis Melo-Death und Einflüsse von Napalm Death bis Neurosis unter einen Hut bekommt, einfach too much für den oft dann eben doch einfachere Kost bevorzugenden Kuttenheadbanger, und auf der anderen Seite dann wiederum zu viel Brootalo-Gehacke, um auf dem Radar von Prog-Snobs oder Hipstermusiknerds aufzublitzen. Sei's drum.
Ihre neue EP „Amer“ macht sich mit sieben, lyrisch dieses mal durch die Bank französischen Songs auf, mir die Gallophobie aus dem Leib zu prügeln. FUCK THE FACTS können nicht nur alles von harmonisch bis dissonant, von groovy bis hyperschnell, von straight bis kompliziert, sondern sie machen auch alles davon, und das wie aus der Hüfte geschossen. Basser Chops (im Übrigen ebenfalls bei Greber) setzt dabei inzwischen gelegentlich mal als tiefer grölender Gegenpart zum Geschrei von Frontfrau Mel einen netten Kontrast.
Und FUCK THE FACTS sind und bleiben auch mit diesem gewohnt starken Release im Grindcore/ Death Metal-Feld als Band mit progressiver Note und experimentellen Akzenten eine der allerbesten dieser Tage, auch wenn es einigen schwer fällt, das zu kapieren.  

# digital: fuckthefacts.bandcamp.com/album/amer
# physical: fuckthefacts.bigcartel.com
 
MERDARAHTA – Fault of Air / Breathe 
Apropos Fuck The Facts: Bei MERDARAHTA machen vier der fünf aktuellen FTF-Mitglieder, sowie zwei ehemalige mit. 
Herbst 2011 erschien schon mal ein Split-Tape mit der Schwesterband (bekommt man digital im Zweifelsfall für noppes via Bandcamp: merdarahta.bandcamp.com/album/snake-charmer-towers), und mit „Fault of Air / Breathe“ gab es diesen Februar eine Veröffentlichung, auf die ich erst jetzt stieß.
MERDARAHTA ist jedenfalls mehr so 'ne Ambient/ Noise/ Drone/ Doom-Kiste. Die Tracks „Fault of Air“ römisch eins bis drei neigen eher zur Ambient/ Drone-Seite im Sinne von „mehr Geräuschkulisse als Song“, der Zehnminüter „Breathe“ wiederum steigert sich nach einiger Zeit zu einem scheppernd schleppenden Schlagzeug hin (erinnert mich irgendwie an den Auftritt von Tribes of Neurot beim Roadburn '09). 
Nichts so ganz neues, aber auch nicht gänzlich uninteressant!
# name your price: merdarahta.bandcamp.com
 

NICOFFEINE - Au Revoir Golden Air
Was für ein geiler Wahnsinn NICOFFEINE sind, auch das hatte ich hier schon das eine oder andere mal erwähnt.
Die Band - mehr DIY geht wohl wirklich nicht - deren Gitarrist auch gleich mal eben der Artwork-Verantwortliche, und deren Basser außerdem der Produzent (und das von Rang und Namen) ist, legt mit „Au Revoir Golden Air“ einen nach.
Irgendwie bin ich mir dabei nicht ganz sicher, ob ich den Vorgänger „Lighthealer Stalking Flashplayer“ im Direktvergleich nicht doch einen Ticken geiler, bzw. vereinzelte Songs darauf noch bestechender finde als irgendwas auf der aktuellen, da wir uns hier allerdings in „Musik, die von einem Großteil der Menschheit vielleicht nicht mal mehr als eben solche akzeptiert werden würde“-Gefilden bewegen, ist das Quengeln auf hohem Niveau, denn „Au Revoir Golden Air“ ist nicht nur abermals ziemlich geiler Wahnsinn geworden, sondern hat auch noch einen wahnsinnig geilen Sound. Das Trio klingt atmosphärisch und lärmig, manchmal sogar relaxt und hektisch zugleich. Und das macht nach wie vor eine Mordslaune, kann man was mit Musik anfangen, die etwas „outside the box“ daherkommt.
Digital schon jetzt erhältlich, ab August auch mit Tittencover als CD oder LP samt Downloadlink via blueNoise.

# bandcamp: nicoffeine.bandcamp.com/album/au-revoir-golden-air
# blunoise shop:blunoise.de/onlineshop/(...)NICOFFEINE 

Freitag, 7. Juni 2013

Gods Will Be Done - Apex Predator (Videoclip)

Könnte man das eigentlich so sagen, dass wir derzeit mehr denn je die Rückkehr des Formats Musikvideoclip bei unseren favorisierten Musikrichtungen erleben?
Hier ist ein neuer der OWL-Altherren-Thrasher GODS WILL BE DONE: 


Crypt Creeper

CRYPT CREEPER ist der Name eines neuen, doomigen Projekts vom alten Schweden Mathias Lodmalm (früher u.a. mit der Death Metal/ Gothic-Band Cemetary aktiv).
In Zukunft will der Gute dabei, getreu dem Motto „alles kann, nichts muss“, noch mit weiteren Leuten kooperieren, als erste Duftmarke wurde aber gerade eben der Alleingang „Shot to Oblivion“ ins Netz gestellt.
Welchen man bei seiner Some Other Records Bandcamp-Labelseite umsonst herunterladen kann:

someotherrecords.bandcamp.com

Donnerstag, 6. Juni 2013

Nine Inch Nails und so…

Dass NIИ zurück sind, habt Ihr ja bestimmt auch ohne mich schon mitbekommen.
Dass der gute Trent Reznor gerade einen neuen Song ins Netz gestellt hat…



 

…und seine Band außerdem diesen Sommer folgende Festivalgigs in Europa spielt:
 
08-15 Hasselt, Belgium - Pukkelpop
08-16 Biddinghuizen, Holland - Lowlands Festival
08-18 Hockenheim, Germany - Rock 'n' Heim
08-21 Belfast, Northern Ireland - Belsonic Festival
08-23 Leeds, England - Leeds Festival
08-24 Paris, France - Rock en Seine
08-25 Reading, England - Reading Festival
08-28 Milan, Italy - Mediolanum Forum


...war mir dann trotzdem mal einen Hinweis wert.

Planks / O Split

Eine interessante Split-Veröffentlichung:

Auf einer Seite vergehen sich die Athmoprügelcoreler PLANKS an jenem The Cure-Song, der
in der Waltari-Version Mitte der 90er mal ein kleinerer Alternative/ Metal-Clubhit gewesen war, und außerdem ebenfalls von der Black Metal-Kultangelegenheit Carpathian Forest auf ihrem Klassikeralbum „Black Shining Leather“ aufgegriffen wurde.
Gemeint ist natürlich „A Forest“.

Die andere Seite bestreitet eine mir zuvor unbekannte Band namens O mit einem Cover vom „Laura Palmer Theme“ des Twin Peaks-Soundtracks, womit man bei mir als TP-Fan natürlich ebenfalls punkten kann.

Die entsprechende 7“ erhält man beim Doomrock Mailorder: www.doomrock.com
Digital gibt’s beide Songs auch über Bandcamp:
# PLANKS – „A Forest“
# O – „Laura Palmer Theme“