Dienstag, 31. Mai 2011

Sonntag, 29. Mai 2011

Alter Sack?

Bevor mir jemand vorwirft bei Invisible Oranges abzukupfern - kürzlich gab es schon mal einen ähnlichen Fall, in dem dort ein Blogpost in eine ähnliche Richtung ging, die ich (anders) auch anschneiden wollte. Und nun wieder. Besagte Parallelen sind allerdings tatsächlich Zufall.
Anlass ist bei mir keine allgemeine Feststellung bezüglich des Bekanntenkreises, sondern der konkrete des gestrigen ILLDISPOSED-Konzerts in Essen. Nach meiner Meinung zu diesem gefragt, verließen nämlich folgende Worte meinen Mund: Eigentlich hasse ich es ja, der alte Sack zu sein, der „früher waren die besser und das waren mir heute zu wenig alte Songs“ sagt, aber nun ja. So ist das dann einfach mal. Die waren früher halt wirklich spannender. Alben wie der ungewöhnliche Old School Death Metal-Knaller „Submit“ (1995), das etwas glattgezogene aber irgendwie geil rockige „There's something rotten ...“ (1997) und der krude Experimente auffahrende Brocken „Kokaiinum“ (2001) strahlten eine, mit ein wenig Humor gestützte Frische aus, die den meisten anderen Genrevertretern völlig abging. Mit dem 2004er Roadrunner-Album „1-800 Vindication“ folgte die Wende vom Geheimtipp zum Zirkusakt und nach und nach leider auch zu musikalischer Beliebigkeit. Wenn ich da heute live nur noch einen Alibi-Song vom Debüt („Four Depressive Seasons“, 1993) und den „Submit“-Titelsong um die Ohren gehauen bekomme, ansonsten aber nur noch tanzbares ab „Vindication“ aufwärts, wird deutlich, dass man in verschiedene Richtungen gealtert ist. Und wenn ich trotz Bier im Metabolismus einfach nicht mehr über die ewig gleichen, deutschen Ansagen der Marke „Wir sind aus Dänemark, schwul und behindert“ lachen kann, wird das noch mal unterstrichen.
Was ich mit diesem Post sagen will? Keine Ahnung. Vermutlich, dass es okay ist, auch mal was hinter sich zu lassen. ILLDIPOSED kann ich wohl inzwischen genau so hinter mir lassen, wie ich keinen Drang verspüre zu „The Big Four“ zu gehen. Es gibt zu viele andere gute Musik von frischeren Bands, um sich bevorzugt der Nostalgie hinzugeben. And that's the bottom line.

Donnerstag, 26. Mai 2011

Batillus

... bedienen zwar sämtliche "Blackened DroneDoom/ Sludge"-Etikette, die gerade irgendwie angesagt sind, aber immerhin kann man das aktuelle Album "Furnace" im Zweifelsfall auch zum reinhören mal für 0$ ziehen:

http://www.batillusdoom.com/2011/04/17/download-furnace-name-your-price/

Der Frontmann und Geräuscheffektemacher ist übrigens auch der Live-Keyboarder von Jarboe.

Overflow (again)

Einen anderen Musik-Blogger sah ich gerade über seinen Berg an zu bearbeitenden Promos stöhnen - das tue ich ihm aus aktuellem Anlass dann doch glatt mal gleich: Im Moment ist mal wieder mehr Musik auf dem Zettel, als ich Zeit zu hören habe. Von „bereits veröffentlicht und bei mir schon in der Pipeline“ bis zu „potenziell interessanter Release steht in Kürze an“ sind die Bandnamen mit aktuellen Alben auf meiner Liste derzeit folgende: Barn Owl, Batillus, Bohren & der Club of Gore, Dark Castle, Gallhammer, Helms Alee, Indian, Sonic Youth, Tombs, Ulver, Young Widows. In die neuen Scheiben von Crowbar und The Haunted, ferner auch Earth, wollte ich (wie schon mal erwähnt) schon die ganze Zeit mal bei passender Gelegenheit reinhören, aber die passenden Gelegenheiten waren noch nicht wirklich da. Cavalera Conspiracy und Lazarus A.D. sind gar völlig durchs Raster gefallen. Und die aktuelle This Will Destroy You ist wohl auch mal einen Hinhörer wert, zumal die eigentlich schon abgeschriebenen Postrocker eine gravierende stilistische Kurskorrektur vorgenommen haben sollen. Im Übrigen beteilige ich mich einfach mal nicht am Hype (wenn es denn tatsächlich einen gibt) um Red Fang. Total sympathische Kapelle mit witzigen Videos und guter Musik – keine Frage. Aber ihr stonerrockiger Partymetal ist jetzt nicht unbedingt meine bevorzugte Kanne Bier.
Erschwerend hinzu kommt, dass ich immer wieder solche wilden Klassikeraufarbeitungsphasen habe, wie ich jetzt gerade z.B. verstärkt dem tierisch verspürten Bock nachgehe, einfach mal alle Melvins-Alben in der Endlosschleife rauf und runter zu hören. Außerdem ist da noch mein eigenes Musizieren, dem gegenüber ich in puncto aufgebrachter Zeit und Energie sowieso schon ein schlechtes Gewissen habe.

Das sind wohl mal richtige Luxusprobleme, was?

Dienstag, 24. Mai 2011

Kurze Zusammenfassung

… einer Woche voller Kultur und E-Gitarren.

Samstag 14.05.: Die Zeche Carl zu Essen rief, ausnahmsweise und endlich mal wieder, in diesem Fall zum „Evil Horde Fest“, einem regionalen Metal-Event. Mit dabei: Alte Helden wie Night In Gales, frische Größen wie Motorjesus, nach wie vor aufstrebende Hausnummern wie The Very End, und hungrige Jungspunde wie Harasai. Aber schön, dass in dem traditionsreichen Schuppen auch überhaupt endlich mal wieder was los ist. Als Rahmenprogramm lasen dann auch noch im Vorraum die beiden Köppe, die dieses „Heavy Metal im Ruhrgebiet“-Buch verfasst haben aus eben diesem, sowie Til Burgwächter. Danach dann noch fleißig gib ihm auf der berüchtigten Sleaze- und Hair Metal-Party im Panic Room – muss man auch mal mitgemacht haben.

Dienstag 17.05.: Heute dann mal voll spirituell, Kunstmusik in der Kulturkirche, statt Suff und Rock’n’Roll - BARN OWL dronen in der Bochumer Christuskirche. Das Vorprogramm bestreitet Jefre Cantu-Ledesma, der später auch beim Headliner akzentuiert mitwirkt, mit einer Drone/ Ambient/ Nosie-Kiste aus sowohl dem Elektrobaukasten als auch der Gitarre. Um in der Kirchenbank sitzend mal ein bisschen zum Raumklang wegzudösen ist das ja ganz spannend, aber auch nichts, was man unbedingt noch mal gehört haben müsste. Anders jedoch BARN OWL, die hiermit auch jenen ans Herz gelegt seien, die es sonst eher nicht unbedingt übermäßig mit Musik aus dieser Ecke haben. Das Duo ist der perfekte Missing Link zwischen den entspannten jüngeren Werken von Earth, dem Düstergedröhne von Sunn o))) und einem Anflug von WITTR-Atmosphäre. Der Clou an BARN OWL ist nämlich vor allem, dass man es hier im Gegensatz zu anderen Genrevertretern nicht nur mit Atmogesurre zu tun hat, sondern ihre durch Gitarren und Effektboards erzeugten Klangaufbauten mitunter erkennbare musikalische Strukturen (sprich Melodie und Rhythmik) aufweisen, die in sich wiederum sehr losgelöst wirken. Gefällt! Vielleicht schreibe ich demnächst noch was zum Album, wenn ich es ein paar mal gehört habe …

(Mittwoch: Eigene Bandprobe)

Donnerstag 19.05.: ENTOMBED spielen mal wieder in Essen. Keine Seltenheit, aber doch etwas, das man immer wieder gerne mitnimmt. So manch einer schien allerdings schon vorher gewusst zu haben, was ihn im Vorprogramm erwartet, denn bei den beiden Lokalvorbands blieb es im Turock doch erstaunlich überschaubar. Zu ENTOMBED kann man dann eigentlich auch nur sagen, dass die endlich wieder mit zwei Gitarren auflaufenden Schweden Bock machen wie seit eh und je. Wobei die Tatsache, dass sie derzeit live nur sehr wenig Material von ihren geilen rotzrockigsten Alben („To Ride Shoot Straight and Speak the Truth“ und „Uprising“) spielen, für mich schon einem kleinen Wermutstropfen gleichkommt. Aber egal, auch ‚Out of Hand‘, ‚Left Hand Path‘ oder ‘Chief Rebel Angel’ sind natürlich Knaller vorm Herrn.

Freitag 20.05.: Heute geht es mal in die Provinz nach Hagen. Dort zocken nach den Dortmunder HClern Remember (okayes Gepolter und Gespringe mit höchst unbeholfenen Ansagen) und den lokalansässigen Union of Sleep erst mal BLACKWAVES (oder auch „Blckwvs“), die den Verfasser dieser Zeilen eigentlich noch mehr überzeugen als sonst schon mal. Lead-Bass und Rhythmus-Gitarre, dazu ein Keyboard mit schmutzigem Moog-Sound? Kann man echt so machen. Auch wenn die neusten Songs noch nicht ganz sitzen, ragt das aus dem Groß anderer Instru-Metaller mit seiner eigenwilligen Herangehensweise ja doch etwas raus. Abschließend komme ich endlich mal in Genuss von ALPINIST. Die Münsteraner Jungspunde mit unterernährter Milchbubi-Optik sind schon ein Phänomen, zumal selbst der Typ mit Vollbart so aussieht, als wäre er von der Volljährigkeit eher noch ein Stück entfernt. Ihre Musik und Performance hat es jedoch gehörig in sich. Wie genau auch immer man ihren hardcoreigen Stil subspartenstilistisch etikettieren möchte - die gelten wohl zurecht schon als gewisse Hausnummer. Gute Kapelle! Würde ich mir durchaus noch mal ansehen.

Am folgenden Abend endete die Woche dann in einer weiteren Metalparty, doch hier erspare ich meinen Lesern lieber die verschwommenen Details … und genieße, mal ganz unter uns, momentan dann ja doch mal die Stille.

Mittwoch, 11. Mai 2011

Baldiges Ende bei Woof

Die großartigen Paderborner Hardcoreler WOOF haben auf ihrer Homepage bekannt gegeben, in den Sack zu hauen. Einen Nachruf blogge ich vielleicht im Laufe des Jahres noch.

Letzte Gigs:
03.06. - Schwerte, Rattenloch
31.10. - Paderborn, Kulturwerkstatt
03.11. - Münster, Lorenz
16.12. - Bergkamen, Jellowstone
17.12. - Paderborn, Kulturwerkstatt

Dienstag, 10. Mai 2011

Keitzer- Descend Into Heresy

Meinetwegen lasse ich mir an dieser Stelle jetzt gerne so etwas vorwerfen, wie eine Lokalkollegen-Brille aufzuhaben, aber wenn es nach mir geht, wurde die Ruhrpott-Truppe KEITZER auf dem allgemeinen Prügelsektor bisher ja beileibe noch nicht ausreichend gewürdigt.
Wenn zumindest vereinzelte Musikrezensenten mehrfach Vergleichsreferenzen wie Misery Index, Mörser und Marduk unter einen Hut bekommen, kann man nämlich erahnen, hier etwas 1.) kompromisslos extremes und 2.) dabei vielleicht auch gar nicht mal so uneigenständiges auf die Fresse gekachelt zu bekommen.
Und man kann es ja mal erwähnen: Diese Band ging einst mit den inzwischen aufgelösten, legendären, musikalisch wie persönlich hochgeschätzten Unikaten Japanische Kampfhörspiele zusammen auf deren einzige US-Tour.

Auch auf dem schon Anfang des Jahres veröffentlichtem "Descend Into Heresy" ist KEITZERs infernalisches Trademark-Gemisch aus straight nach vorne geschreddertem Terrorizer-Grindcore, etwas Death Metal und fies-räudigen Anleihen früher Impaled Nazarene wieder mal ein ganz schön deftiger Brocken zeitgenössischer Rakentenstart-Musik geworden. Vom ersten bis zum letzten Ton wird das Gaspedal mit nur wenigen Auflockerungen bis zum Anschlag durchgetreten. Wenn die Drums mal nicht blastbeaten, bollert die Doublebass-Donnerwalze – allerdings hat man auch in puncto „Musikalität“ und Abwechslung etwas zugelegt, zeigt sich in der Gitarrenarbeit gelegentlich noch etwas melodiöser abgerundet, und schiebt akzentuiert wirklich geil geriffte Midtempo-Passagen ein.
In der Vergangenheit litt der KEITZER-Stil ja schon mal unter etwas zu breiigem Sound. aber auch da gibt es hier dieses mal nicht viel zu mäkeln (auch wenn die Schlagzeugproduktion für meinen persönlichen Geschmack noch etwas ausgewogener sein könnte).
Aber Vorsicht: Für ästhetische Ohren der Prog-, Stoner-, Alternative- und/ oder Donzdorfmetal-Fraktion ist das hier natürlich nach wie vor nix. Wessen Lieblings-Festivals allerdings Death Feast und Party.San heißen, der sollte sich gehörigst schämen, wenn sich diese Platte noch nicht in seinem Besitz befindet.
Cooles Teil!

Enslaved

Von denen kann man hier kostenlos eine EP mit fünf neuen Songs herunterladen.

Mittwoch, 4. Mai 2011

Earthtone9 - Tide of Ambition

Jetzt auch als Videoclip:

Dienstag, 3. Mai 2011

Kleiner Review-Roundabout ...

... der mit einer klassischen Doom/ Heavy Metal- und einer Death Metal-Scheibe aus dem Hause Metalblade Records (Thänx Reissi!), sowie der Alternative/ Whiteboy-Hip Hop-Ikone kaum bunter ausfallen könnte:

VOMITORY - Opus Mortis VIII
Was ich schon beim letzten Album der Schweden festgestellt habe, hält eigentlich immer noch an: So richtig Bock hatte ich auf „konventionellere“ Bands aus der Death'n'Grind-Ecke in den letzten 2-3 Jahren irgendwie nur selten mal. VOMITORY sind da allerdings nach wie vor eine der Ausnahmen der Regel. Schweden-Death mit Old School-Wurzeln, räudiger Grindcore-Kante, und dieses mal bei 2-3 Songs noch mehr denn je durchschimmernden Slayer-Anleihen. Bemerkenswert außerdem die druckvolle und herrlich dreckige Produktion, die recht transparent viel Luft lässt. Gefällt mir!

PENTAGRAM – Last Rites
PENTAGRAM ist eine der ältesten Untergrund-Bands der Heavy-Metal-Geschichte. Die 1971 gegründete und mit Unterbrechungen bis heute bestehende Band aus Woodbridge, Virginia (USA) spielt einen von Black Sabbath beeinflussten Doom Metal.“ (History bei last.fm)
In so einem Fall hat selbst ein Retroverächter wie ich mal Bock auf nostalgische Legendenverehrung. Und wenn es denn schon mal „klassischer Rock“ sein soll, bei dem das Bier schmeckt, dann kann man den hier nehmen. Zeitgemäß-satt in Szene gesetzt präsentiert sich die Truppe um Bobby Liebling in sehr guter Form und hat dabei tatsächlich auch den einen oder anderen kleineren Hit im Gepäck. Ich habe jedenfalls beileibe schon langweiligere Rock/ Metal-Scheiben der ganz alten Schule gehört, Däumchen hoch!

BEASTIE BOYS - Hot Sauce Committee Part Two
Sie hat 1-2 Anläufe gebraucht, die neue BEASTIE BOYS, entpuppte sich dann aber doch noch wie gehofft als der ideale Sommer-Autofahr-Soundtrack.
Im Prinzip könnte ich es mir eigentlich auch sparen, da überhaupt was zu loswerden zu wollen, aber wenn selbst das britische Terrorizer Mag (!) voller Lob ist, für „die Hip Hop-Band für Leute, die eigentlich keinen Hip Hop hören“ (Zitat anonymer Netzuser), dann kann ich Früh90er-Alternative-Bastardkind da natürlich nicht mit meiner eigenen Meinung hinterm Berg halten.
Die allgemeine Inszenierung von „Hot Sauce Committee Part Two“ hat jedenfalls nicht nur ordentlich Funk intus, sondern auch einen Sound mit ordentlichen Ecken und Kanten. Was vermutlich der Grund ist, warum ich das Album nach wie vor nicht als so ein Feuerwerk der guten Laune empfinde, wie ich es erhofft habe, zumal vordergründige Feger der Marke 'Sure Shot“ hier kaum auszumachen sind. Dennoch haftet der Scheibe so eine angenehme Zeitlosigkeit an – das Gefühl, noch mal mit alten Bekannten zu feiern, ohne dass dabei peinliche Jugendsünden zu verklärt aufgewärmt werden, oder man vollkommen ironiefrei und distanzlos in alte Verhaltensmuster zurückfällt. Und was, wenn nicht das, will man denn sonst eigentlich von einem BEASTIE BOYS Album anno 2011?

Montag, 2. Mai 2011

Hull

Freunde von Bands wie
Baroness, Mastodon, Kylesa, Neurosis, Sleep, Shrinebuilder, Electric Wizard, Ramesses, Ancestors, Buried Inside, Rwake, Bison B.C., Ufomammut, Rorcal u.ä.
sollten jetzt mal aufhorchen, denn:
Mein Kumpel L., seines Zeichens leidenschaftlichster Connaisseur für vor allem Doom/ Stoner/ Sludge -Sounds, pries mir kürzlich HULL als „die kommenden Baroness, Mastodon“ an. Bei so viel Enthusiasmus musste ich das Ganze dann natürlich mal checken.
Was ihren 2009er Longplayer „Sole Lord“ betrifft hält sich meine persönliche Begeisterung zwar noch in Grenzen, aber die ausbaufähigen Ansätze sind da. Auf besagter Scheibe, deren 10 Tracks eher ein Gesamtwerk als eine Ansammlung einzelner Songs bilden, treffen Prog-/ Psychedelic-/ Stoner Rock(!)-Passagen in epischer Herangehensweise auf wuchtigen Doom, dreckigen Sludge-Metal und einen Hauch von Punk-Flair. Die Parallelen zu Baroness (aber auch z.B. zu den Ancestors, sowie ein bisschen Neurosis) sind tatsächlich nicht von der Hand zu weisen, was sowohl die Vocals, als auch die ausufernden Instrumental-Parts betrifft. Man wird hier allerdings das Gefühl nicht los, einen Release zu hören, der noch ein paar Frühstadium-Kinderkrankheiten in sich birgt.
Was mich allerdings richtig gepackt und geflasht hat, ist ihre ursprünglich aus 2005 stammende, letztes Jahr wiederveröffentlichte (und überarbeitete?) 1-Song EP „Viking Funeral“. Ja meine Herren. Fast 17 Minuten lang ziehen sie sämtliche Register vom relaxten Psychedelic Jam bis zur rotzigen Uptempo-HC-Attacke. Räudig, kickend, dennoch melodiös. Und auch hier: Mag „Sole Lord“ eine gewisse Parallele zu jüngeren Baroness-Sachen aufweisen, erinnert „Viking Crown“ tatsächlich auch ein wenig an deren Frühwerke a la "Second EP".
Zugegeben, man kriegt von dem Teil nicht wirklich etwas, was man nicht schon mal so ähnlich gehört hätte. Aber: Das Gesamtpaket stimmt. „Viking Funeral“ hat Feuer,einen kompakt aneinandergereihten Output vieler toller Ideen, und trotz Hirn noch mehr Herz und Hose.
Auf die kommende Scheibe dieser Band bin ich dann ja doch sehr gespannt. Da könnte uns evtl. nämlich ganz schön was ins Haus stehen.