Donnerstag, 20. Januar 2011

Heavy Metal?

Spiegel Online: 13-Jähriger in Gefahr - Mit Heavy Metal gegen Wölfe
Ich weiß nicht, wie es Euch geht, aber Das Lied "Overcome" der US-Band Creed würde wohl auch mich vertreiben.

Donnerstag, 13. Januar 2011

Augen auf, Plattenkauf.

Irgendwie finde ich es sogar ganz gut, in nächster Zeit nicht viele interessante Neuerscheinungen auf dem Zettel zu haben. Denn ich will die Musik, die ich schon habe, mal wieder gebührender würdigen, als die nächste Veröffentlichung der Woche. Drei mehr oder minder in Kürze erscheinende Alben von folgenden Bands interessieren mich allerdings besonders:

- MOGWAI: Muss ich wohl nicht wirklich viel zu sagen. Auch wenn ich kein übermäßiger Fan der schottischen Indie-/Instrumental-/Post-Rocker bin, finde ich vieles von ihnen doch recht interessant und/oder ansprechend.

- TOMBS: „Winter Hours“ war ein in den Zeitgeist passendes, dabei aber stilistisch doch mehr oder minder für sich stehendes Album, das mich persönlich mit seiner Vermengung der Sludge-/Post-Metal-Ecke um Elemente aus Hardcore, Black Metal, Shoegaze und Swans-eskem in einer düster-kalten Grundstimmung recht ansprach. Ihr zweites reguläres Album via Relapse wird nun zeigen müssen, ob sie als Band Langzeitpotenzial haben.

- DARK CASTLE: Eine Frau mit Gitarre und ein Schlagzeuger. Tagged as: Doom, Sludge. Klar, da wird der eine oder andere schon wieder eher gähnen. Aber in das demnächst über Profound Lore kommende Album des Duos sollte man vielleicht mal reinhören, denn es könnte auch geil werden.

Ein kommender Name auf dem extremen Metal-Sektor scheinen ULCERATE zu sein, für Freunde von Knüppel-Grunzmusik dürften ferner die neuen Releases von MORBID ANGEL, AUTOPSY, ORIGIN und FUCK THE FACTS kleine Happenings werden. Aber wie ich hier schon 1-2 mal erwähnt habe, hatte ich in letzter Zeit irgendwie nicht mehr so einen Bock auf Death Metal und verwandte Subsparten. Keine Ahnung, wieso. Ist einfach so.

Wer auf absoluter Höhe der Zeit sein möchte, sollte sich auch mal das dieser Tage erscheinende Werk von NEGATIVE PLANE geben, die auf ein paar Metal-Blogs als die USBM-Geheimtipp-Sensation des Jahrtausends angepriesen werden, ich persönlich habe von dieser Band aber ehrlich gesagt noch keinen Ton gehört.

Ebenfalls auf der Startrampe: Neues von CROWBAR. Das inzwischen auch schon wieder sechs Jahre alte „Lifesblood for the Downtrodden“ hatte mich seinerzeit ja nicht sooo überzeugt, aber hey – Crowbar. Wo wären wir eigentlich heute ohne Crowbar?

Montag, 10. Januar 2011

Wenn es ...

nach diesem Umfrageergebnis geht, bin ich auf Konzerten i.d.R. fast ausschließlich von völlig unattraktiven Menschen umgeben. Auch schon wieder geil.

Freitag, 7. Januar 2011

Wer behauptet, dass

- „Superunknown” besser als “Badmotorfinger”
- ... und “Crack The Skye” das beste Mastodon-Album sein soll
- ... während man sich “Californication” und “By The Way” anhören kann, ohne sich vor schmerzhafter Überzuckerung weinend auf dem Boden zu wälzen
ist übrigens nicht mein Freund.

Dienstag, 4. Januar 2011

Listenwahn 2010

Okay, here it comes …

Alben 2010:
01.) Triptykon - Eparistera Daimones
02.) Killing Joke - Absolute Dissent
03.) Swans - My Father Will Guide Me Up a Rope to the Sky
04.) Trickops! - Helpers on the Other Side
05.) Wolvhammer - Black Marketeers Of World War III
06.) The Body - All The Waters Of The Earth Turn To Blood
07.) Heirs - Fowl
08.) U.S. Christmas - Run Thick in the Night
09.) Agrimonia - Host of the Winged
10.) Enslaved - Axioma Ethica Odini
11.) Maserati - Pyramid Of The Sun
12.) Urfaust - Der freiwillige Bettler
13.) Year Of No Light – Ausserwelt
14.) Kvelertak – s/t
15.) Her Name Is Calla – The Quiet Lamb

Honorable Mentions: 65daysofstatic, Adebisi Shank, Electric Wizard, Japanische Kampfhörspiele, Melvins, Shining (Nor), Darkthrone, Smoke Blow, Genepool, The High Confessions, Toundra

EPs: Jex Thoth, Altar of Plagues.

Lieblingssongs 2010 von ansonsten weitgehend zu vernachlässigenden Alben:
Exodus – Downfall
Cephalic Carnage - Repangaea
October File - Dredge

Aus denen wird noch was: Mares of Thrace


In Concert - Highlights 2010:
Triptykon (Roadburn Festival, Tilburg NL / Essen, Zeche Carl)
YOB (Roadburn Festival, Tilburg NL, 2x)
Baroness (Dortmund, Fzw mit Blckwvs / Köln, Gebäude 9 mit Dÿse)
Jex Thoth (Roadburn Festival, Tilburg NL / Köln, Underground)
Scott Kelly (Pauluskirche Dortmund)
Steve von Till (+ AmenRa unplugged, Dechenhöhle Iserlohn)

Star & Dagger

… heißt übrigens die Band, in der die lange von der Bildfläche verschwundene White Zombie-Bassistin Sean Yseult nun wieder aktiv ist. An der der Gitarre: Donna She Wolf, formerly of Cycle Sluts From Hell (!!!) fame. Komplettiert mit Sängerin und Drummer ist dabei irgendeine Stoner Rock-artige Kiste rausgekommen. Hier ein Link dazu.

Montag, 3. Januar 2011

Band to watch out for in 2011: TINSEL TEETH (nsfw!)

Resterampe 2010 (2)

Jaja, frohes neues. Hier noch, zum vermutlich letzten mal, ein paar Höreindrücke von 2010er Musikveröffentlichungen:

TOUNDRA – „II“:
Instrumentaler Postrock, die zweihundertvierundachtzigste. Dafür, das muss ich ganz deutlich mal sagen, aber dann trotz aller generischen Verhaltenheit doch irgendwie ganz geil anzuhören. Plus: Nettes Artwork, nette Schlagzeugarbeit.

PROFANATICA – „Disgusting Blasphemies Against God“:
Seit ihrem Unten-Ohne-Cover auf einer Osmose-7“ in den ganz frühen Neunzigern sind PROFANATICA der totale Kult. Und als eine der ersten amerikanischen 2nd Wave Black Metal Bands können sie es sich wohl auch irgendwie erlauben, zwanzig Jahre später noch mal mit einem Album voller infantil-antichristlicher Songtitel, hinter denen sich auf Dauer nervtötend primitives Gerumpel verbirgt, um die Ecke zu kommen. Naja.

JULIE CHRISTMAS – „The Bad Wife“:
Wirklich große Erwartungen hatte man an das Solo-Album der Battle of Mice/ Made Out Of Babies-Sängerin und Beardoszene-Vorzeigebarbie ja nicht so wirklich, oder? Naja, so ist es auch bezeichnend, dass „The Bad Wife“ ein irgendwie weder positiv noch negativ herausstechendes Alternative/Modern Metal-Machwerk geworden ist, das mich weder begeistert noch abturnt, und zu dem mir tatsächlich nicht sehr viel mehr als nur das zu sagen einfällt.

CANDY CANE / ORANSSI PAZUZU – Split:
Während CC ihre Wurzeln irgendwo im HC haben und diese in den letzten Jahren avantgardistisch ausloteten, leben sie sich auf dieser Split-CD ganzheitlich in extremen Metal-Gefilden mit Blastbeats und Gekeif aus. OP wiederum experimentieren nach wie vor damit, so was wie Black Metal in einer ganz eigenen Stilformel mit Psychedelia unter einen Hut zu bekommen. Unterm Strich dabei leider keine zwingende Veröffentlichung, sondern eher ein Beweis dafür, dass zu verkopft angegangene Krach-Konzepte manchmal etwas krampfig kommen.