Samstag, 26. Juni 2010

Sludge

Seltsam, dass ich die Band o.g. Namens durch einen Zufall jetzt erst entdecke. Zumal ich seit Jahren betonter Freund der Schweizer Krachmacherszene bin, und bei besagter Truppe ein Mitglied der bis um die Jahrtausendwende mal ziemlich angesagten Avantgarde-Düstermetal-Institution Samael und eins der vor allem von mir höchst geschätzten „Neurosis, Breach, und 'n Schuss Meshuggah“-Brachialcoreler Unfold zusammentreffen. Die um diesen Kern personell und damit auch schon mal klanglich zum bisher letzten Album „Lava“ (2008) etwas variierende Kapelle trifft sich musikalisch dabei tatsächlich in der Mitte: Feedback-gewürzte Anleihen schmutzigen, nun ja, Sludgecores der Marke EyeHateGod oder Buzz*oven, Rock'n'Roll, ein bisschen crustiger D-Beat hier und gelegentliche, kantige „math-metalcorige“ Anflüge a la Knut dort finden sich in Songkompositionen wieder, denen man durch Doublebass-Einlagen und Riffing tatsächlich anhört, dass hier auch Musiker mit etwas traditionellerem Metal-Background involviert sind.
Das, wie gesagt von Album zu Album etwas unterschiedliche Stilgebräu ist somit eine interessante Bastard-Dampfwalze, die auf ihre, mit Bassverzerrer auf Anschlag derbe nach vorne hämmernde Art auch schon wieder fast was von Voivod zu Eric Forest-Zeiten hat, mit beiläufigen Verspieltheiten im intensiven Fluss z.B. auch etwas an die Landsleute Nostromo erinnert, und dank einer Brise Death Metal auch einen Hauch Entombed versprüht.
Wobei man sagen muss, dass auf „Lava“, auf dem Unfold's Odin etwas mehr das Ruder übernahm, der allgemeine Stil doch etwas mehr in eine intensivierte „-core“-Ecke zu driften scheint, während SLUDGE in anderem Line Up auf den Alben davor noch wesentlich näher an Death'n'Roll, Doom, typischen Metal-Rifing und mit mehr Meoldie auf dem Gesangssektor tönten, womit dort dann auch schon mal eher Referenzen von Paradise Lost über Bolt Thrower bis The Haunted zusammenkommen.

Hörproben/Downloads von zwei Alben gibt es hier bei bei lastfm.

Apropos Unfold: Sie nehmen tatsächlich ein neues Album auf. (Siehe hier.) Ich will jetzt nicht schon wieder die Story erzählen, wie ich diese Band vor einer halben Ewigkeit das komplette Rest-Billing eines Underground-Festivals in Montreux aus dem Saal blasen sah, und nicht schon wieder darauf rumreiten, wie sehr ihr Album „Aeon-Aony“ sträflich unbeachtet auf dem „Post-Metal“-Sektor bereits Akzente setzte, bevor er dann noch so richtig hip wurde, also sage ich jetzt nur: Da freue ich mich drauf.

Donnerstag, 24. Juni 2010

Zoroaster

Wer von der ganzen "Sludge-/Stoner-/Post-Metal"-Welle immer noch nicht übersättigt ist (also ich bins ja langsam), solte o.g. Band übrigens mal checken. Die Jungs scheinen echt nicht ganz ohne zu sein ...
That's all.

Kvelertak

Als das Ding der Stunde werden gerad' KVELERTAK ein bisschen gehandelt.
Eckdaten: Ihr selbstbetiteltes Debüt-Album erschien gerade* über das, sich in letzter Zeit recht gut machende, norwegische, verwirrend benannte Metal-Label Indie Recordings (Audrey Horne, Enslaved, die Extremprogger Shining), wurde von Converge's Kurt Ballou produziert, und kommt mit John Baizley Coverartwork daher.
Musikalisch wird Party-Schweinerock der Marke Turbonegro geboten, allerdings mit infernalischem Geschrei anstatt Gesang, und das dann auch noch auf Norwegisch. Was dem dezent ins hardcorepunkige rutschenden, dabei aber doch irgendwie ganz schön glatt inszeniertem Abgerocke dann wohl zusätzlich auch noch den Stempel eines Hauchs von Black Metal aufdrücken soll. Nun ja ...
Zur Veranschaulichung gibt es sogar schon einen Videoclip zum kurz-und-knackigen „Mjød”:




Die Truppe tourt in Kürze zusammen mit den Hektikcore-Kings Converge und der aktuellen Sludgemetal-Speerspitze Kylesa. Da wird wohl hingegangen …

(*Seltsam, dass man es bei Amazon bereits als mp3-Album bekommt, der physische Tonträger dort aber erst im Juli vorliegen soll. Das Thema Veröffentlichungspolitik wird in digitalen Zeiten immer seltsamer ...)

Dienstag, 22. Juni 2010

Black Tusk

Diese Band ist ja derart offensichtlich ein mutmaßlich im Trend liegender Selbstläufer, dass man da zum cool sein eigentlich schon wieder aus Prinzip eine Verweigerungshaltung an den Tag legen müsste: Wie Baroness und Kylesa kommen BLACK TUSK aus Savannah, Georgia, USA. Wie Baroness und Kylesa ziert Ihren aktuellen Longplayer „Taste the Sin“ ein wunderschönes Coverartwork von Baroness‘ Mainman John Baizley. Wie Baroness kam besagtes Album kürzlich via Relapse Records, und wie Kylesa schrammelbollert das Trio ruppig-rocktigen Sludge-Metal nach vorne.
BLACK TUSK als „Kylesa light“ zu bezeichnen klingt zwar irgendwie eher unschmeichelhaft, aber die musikalische Ähnlichkeit ist tatsächlich groß und mehr als das sind sie dann auch tatsächlich nicht.

Unterm Strich macht ihr rock'n'rollig auf den Punkt gebrachter, manchmal schon etwas zu simpel-ungeniert dahergepolterter Kram durchaus Spaß, aber. Ja, aber. Das (bzw. mein) Problem an Veröffentlichungen wie dieser: Bands wie eben diese schießen gerade wie Pilze aus dem Boden. Keine davon erreicht die kompromisslose Abgefucktheit, die Genre-Urväter wie EyeHateGod oder Buzzov•en einst an den Tag legten, oder die schwer(verdaulich)e Wucht von Harvey Milk. Geschweige denn die songschreiberische Finesse des letzten Kylesa-Albums. Längst im Prog versumpfte oder seit eh und je mathcoreig veranlagte Bands wie Baroness, Keelhaul oder Mastodon lasen wir gleich mal außen vor ... aber man hat das alles halt auch schon mal in aufregender gehört.
Personell wie musikalisch aufs wesentliche reduzierte Bands wie Black Cobra, Dark Castle oder eben auch Black Tusk (ich sehe da ein Muster ...) mögen einen gewissen punkigen Spirit und dadurch auch ihren Reiz haben, aber wie bei jeder „Trendwelle“ – sei es Instrumental-Postrock oder Bollercore – macht sich irgendwann Übersättigung breit. Bei mir kommt diese inzwischen generell und aktuell damit leider auch auf besagtem Sektor ziemlich schnell.

Vielleicht kommen aus dieser Ecke noch mal1-2 Klassiker-Alben, aber „Taste the Sin“ gehört erst mal nicht dazu. So gerne ich das Nesthäkchen der Savannah-Familie auch mit abgefeiert hätte ...
Immerhin: Der dreckig dahingerotzte Charme und das jugendlich-ungestüme einer Band wie dieser ist mir heutzutage ja doch lieber als das Groß an steril überproduzierten Seelenlosigkeiten, mit denen die „konventionelle Metal-Szene“ in den letzten Jahren so auftrumpft(e). Soll heißen: Wenn ich ehrlich bin, ist mir ein mittelmäßiges Black Tusk-Album momentan immer noch lieber als was neues von Fear Factory, if you know what I mean.

the big four

„Wir werden immer mehr wie unsere Eltern“ schrieb neulich jemand anders mal irgendwo im Weltnetz. Und er hatte recht. Das Klischeebild, über das wir früher immer geschmunzelt haben, von dem Familienvater, der auf seine alten Tage noch mal auf dem Stones-Konzert „Säddäsfäkschn“ mitsingend auf den Putz haut – ja, meine Genration wird auch so enden. Sie ist de facto schon dabei.

Anlass für diesen Anfall ist die „Sonisphere“ Festival-Sache, bei der erstmals seit Dekaden „the big four“ tatsächlich gemeinsam die Bühne teilen.
„The big four“, das sind die vier großen Namen der Speed/Thrash Metal-Bewegung der 80er: METALLICA, SLAYER, MEGADETH und ANTHRAX. Leute, Leute – der Quatsch kommt doch echt mal zwanzig Jahre zu spät, sich da jetzt noch einen drauf zu ... na, Ihr wisst schon. Warum? Gehen wir die Liste mal durch :

ANTHRAX: Muss ich da wirklich noch was zu sagen? Okay: „We've come for you all“ brachte der Band 2003 einen Erfolg, wie sie ihn lange nicht mehr gehabt hatte. Nachgeschoben wurde ein Compilation-Album, auf dem Gottsänger John Bush die kultigen Thrash Metal-Kamellen seines Vorgängers Belladonna neu einschmetterte. Alles, was Ian und co. danach bisher geschissen bekommen haben, war unsägliches Line Up-Hickhack, das ich im Detail nicht wiedergeben muss. Fakt ist: Joey Belladonna ist weder Bruce Dickinson noch Rob Halford und Bush-thrax waren nicht Ripper-Priest oder Blaze-Maiden, sondern womöglich eine der allerbesten und sträflich unterbewertetsten Bands, die der Metal-Sektor hergab. Auch wenn ewiggestrige Kuttenträger nach wie vor auf ein „Among the Living II“ warten, was sie nun vielleicht sogar noch kriegen. Ohne mich! Denn die ganze Vorstellung ist mittlerweile peinlicher als http://www.themetalinquisition.com/2009/02/metal-inquisition-investigative-report_20.html


MEGADETH: Diese Band veröffentlichte ihr letztes zwingendes Album 1992. Und das sage ich als jemand, der im Gegensatz zu spießigen Altmetallern findet, dass „Youthanasia“ ('94) weit besser als sein Ruf ist, aber da kann ich auch mal fünf gerade sein lassen. Wenn man weiterhin aber mal ganz ehrlich ist hat es jeder, der auf die halbsteif konstruierten Retroversuche der jüngeren Vergangenheit abgeht, auch wirklich nicht besser verdient. Spürbar kalkuliertes Abliefern hat schlicht und ergreifend nichts mit guter Musik zu tun. Hinzu kommt: Mustaine. Wie kann es diese Heulsuse mit sich selbst vereinbaren, da überhaupt mitzumachen, denn er beweist immer wieder nie über Metallica weggekommen zu sein. Mimimimi. Selten habe ich mich so fremdgeschämt, wie bei seinem Heulkrampf vor Ulle und dessen Therapeuten, den „Some Kind of Monster“ für die Nachwelt festhielt. Muss ich diesen „Mann“ noch auf der Bühne 'Holy Wars' und 'Hangar 18' runterzocken sehen? Nein!

SLAYER: Slayer sind Slayer und man lässt sie einfach Slayer sein. Heilige Kuh, mediokere Spätwerke, wiederholte Absagen wegen Stimmproblemen, oder ein immer mehr abbauender Lombardo hin oder her. Slayer sind halt Slayer. Natürlich sind auch hier die Glanzzeiten vorbei, live pusten sie an einem guten Tag aber immer noch alles weg. Ja, wir haben unsere Slayer lieb. Aber wenn, dann auch bitte als Headliner und nicht im Megastadionpackage.

METALLICA: Let’s face it – Metallica sind scheiße. Ja, jetzt ist es raus. Metallica ist doch echt mal 'ne völlige Kackband. Was bei beteiligten Charakteren anfängt und den musikalischen Ergüssen der letzten 15 Jahre wohl leider noch lang e nicht aufgehört hat. Wenn man ein mal bei „Some Kind of Monster“ gesehen hat, wie Redneckmutant Hetfield frisch aus der Rehab auf seinen 4St.-Arbeitstag besteht, Ulle Sekt schüttend Geschmiere an Kunstsammler verkauft und seinen Catweazle-Vater neue Tracks probehören lässt, und die Gurkentruppe ohne ihren heimlichen Kindergärtner Bob Rock völlig überfordert wäre, gibt es kein Zurück mehr. Nie wieder. Ja gut, man muss der „größten und erfolgreichsten Metal-Band“ dafür dankbar sein, dass ihre ersten 3-5 Alben viele andere Musiker (mit)inspirierten Instrumenten harte Klänge zu entlocken. Und ja, irgendwie muss man ihnen ebenfalls sogar dafür dankbar sein, dass sie einem den Sommer '91 einst mit diesem ewigen Dorfdiscogassenhauer versüßten. Wenn ich allerdings noch ein mal zufällig in einen „Rock am Ring“-Auftritt telezappe, bei dem dieser nutzlose, talentarme Haufen seine eigenen Oldies breiig und untight in die Instrumente bzw. aus der PA quält, heule ich aus Verzweiflung mehr Rotz und Wasser als Mustaine auf der Therapiecouch. Es geht mir echt nicht mehr rein, wie Men of Wealth and Taste einer solchen Kirmeskapelle dieser Tage noch eine derartige Götzenverehrung entgegenbringen können. Bin ich tatsächlich der einzige, der 'For whom the bell talls', 'Fade to black‘, 'Seek and destroy‘ und 'Nothing else matters‘ absolut nicht mehr hören kann und will? Der Ulle’s Grimassen und ständiges vom Drumhocker aufstehen nicht mehr sehen müssen möchte? Kann doch gar nicht sein?!?!

Und auf dieses Gesamtpaket sind 2010 tatsächlich noch Metal-Fans heiß? I don’t get it. I don’t fuckin’ get it.

Buried Inside aufgelöst?

Sieht so aus.

Montag, 21. Juni 2010

In was für einer Welt leben wir eigentlich?

Es ist alles bereits schlimmer, als ich bisher dachte. Wir alle sind dem Untergang geweiht. Wie sonst lässt sich die Existenz von derartigem erklären?


Harvestman - Trinity

Fast schon eher eine kleine Warnung als ein tatsächliches Review: Bei „Trinty“ handelt es sich nicht um ein reguläres Album des klangexperimentellen Alter Egos von Neurosis‘ Steve von Till, sondern um einen Soundtrack für einen italienischen Horrorfilm namens „h2Odio“ (oder englisch „Hate 2 O“). Und jener besteht zu einem nicht unbeträchtlichen Teil aus Material, das bereits auf dem Debüt „Lashing the Rye“ veröffentlicht wurde, während sich die bisher unbekannten Tracks stilistisch perfekt ans bekannte anfügen. Sollte ich das Ganze jetzt irgendwie in eine Schublade packen, klingt "Trinity“ für mich über weite Strecken wie eine esoterische Variante von Earth. Unaufgeregter Ambient-Drone, der sich als dezente Hintergrundbeschallung ganz gut eignet, aber beileibe nicht so spannend ist wie manch anderes, das von Till als Harvestman schon fabriziert hat.

Sonntag, 20. Juni 2010

Nachtmystium - Addicts: Black Meddle, Part II

Die ungeniert zur Kenntnis gegeben Drug Abuse-beeinflusste USBM-Band NACHTMYSTIUM entfernte sich auf ihrem letzten Longplayer „Assassins: Black Meddle, Part 1“ weiter vom Corpsepaint-Stil ihrer Anfangstage, zugunsten eines eigenen Allerlei-Metal-Sounds, der neben einer gewissen Rock’n’Roll-Kante und dezenten Anflügen von Industrial vor allem starke Psychedelic/Progressive Rock-Einflüsse verarbeitete (mit der Pink Floyd-Referenz gleich plakativ im Untertitel).
Zum Sequel „Addicts: Black Meddle, Part II” kündigte Bandkopf Blake Judd im Vorfeld an, daneben dieses mal u.a. auch stärker von Bands wie Killing Joke oder Ministry inspiriert worden zu sein.
Nun ja, der nach dem etwas seltsamen Intro rasant und räudig losknatternde Song 'High on Hate' (Gods Will Be Done, anyone?) täuscht eigentlich nur an, denn was auf „Addicts“mit den acht Songs danach folgt hat mit schwarzmetallisch verwurzelter Raserei nur noch selten zu tun. Blastbeats sind eigentlich nur noch gelegentliche Akzentuierungen von Nummern, die sich überwiegend in Regionen von getragen bis Midtempo bewegen. Den Vogel schießen NACHTMYSTIUM dabei dann u.a. dadurch ab, dass z.B. das waverockig stampfende 'Nightfall' fast schon einen Hauch „Indiedisco“ versprüht, oder das durch Synthie-Gedudel unterstütze 'No Funeal' stark nach Gothic müffelt. Überhaupt sind die Konservenzusätze, wie z.B. ein regelrecht Clap-artiger Snare-Sound bei zwei Tracks, irgendwie etwas seltsam.
Was man allerdings nach mehreren Durchläufen feststellen und zugeben muss: „Addics“ ist wirklich kein schlechtes Album. Hat man die ersten Schocks und Fragezeichen überm Kopf verdaut, funktioniert diese bedächtige Herangehensweise an harte Musik mit dicht-dunkler Atmosphäre in neun kompakt und griffig auf den Punkt gebrachten, wieder mal oft eher "rockig" und dabei fast schon etwas mehr "Disco-Metal" als "skandinavisch trve" (if you now what I mean) veranlagten Songs tatsächlich sehr gut. Das Album ist weit von einem potenziellen Klassiker oder „must have“ entfernt, aber es läuft nach einiger Gewöhnung dann doch wirklich sehr gut rein. Was, wie ich finde, schizophrenerweise dann auf der anderen Seite auch wieder heißt, dass man es nach einiger Rotation u.U. auch erst mal wieder ganz schön leidgehört hat.
Let's put it this way: „Addicts: Black Meddle, Part II” ist, eigentlich ähnlich wie sein Vorgänger, eines dieser saisonell viel im Player landenden Alben einer Band, zu der wir derzeit auch gerne mal live pilgern, die uns in ein paar Jahren aber schon wieder eher egal sein wird. Da bin ich mir ziemlich sicher ...

Samstag, 19. Juni 2010

Electric Electric

Ehre, wem Ehre gebührt, nahegelegt wurde mir o.g. Band vom Kölner Musikliebhaber #. Und auch wenn sich die ganz große Begeisterung bei mir nicht einstellen wollte, ist es mir dann schlussendlich trotzdrem mal einen Hinweis und gelegentlichen Hinhörer wert, denn die Franzosen machen schon etwas sehr eigenes:
ELECTRIC ELECTRIC sind so etwas wie eine (weitgehend) instrumentale Mathrock-Band, deren in hart, kantig und mitunter frickelig spielender Rockformation umgesetzte Musik sich stilistisch teilweise an Mustern elekronischer Tanzmusik bedient. Man fühlt sich hier und da an Battles oder Kong (NL, nicht UK ...wobei ...) erinnert, aber doch trifft es das nicht so richtig.
Das Ergebnis dieses nicht uninteressanten Ansatzes kann dann schon mal gleichermaßen leicht anstrengen wie dennoch mitreißen, eine derart eigenwillige Mischung aus krachender Gitarrenhärte und trotz gewissen „Muckertums“ auf den Punkt gebrachter Dancefloor-Kompatibelität hat man aber tatsächlich selten gehört. (Und ja, Foals sind mir ein Begriff.)
Wer, wie ich u.a. auch, von der Schwemme an Postrock übersättigt ist, grundsätzlich aber instrumentalen Gitarrenbands nicht abgeneigt ist, der kann den frischen Impulsen dieser Band vielleicht etwas abgewinnen.
Myspace: www.myspace.com/electricelectricband

Herausragende (!) Elektromucke für lau!

Es ist so etwas wie ein offenes Geheimnis, falls überhaupt noch eins, dass JAPANISCHE KAMPFHÖRSPIELE-Schlagzeuger, -Texter und -Kreativkern Christof Kather auch noch unter dem Pseudonym ELEKTROKILL Musik veröffentlicht, bei der sich auch Experten mit einer genauen Kategorisierung über Etikette wie Drum'n'Bass eher schwer tun, für seinen „innovativen, experimentell-elektronischen“ Kram aber nichtsdestotrotz voller Lob sind.
Wer etwas mit ausgefuchsten Beat-Tüfteleien anfangen kann, die mal entspannt in Dub- oder HipHop-Regionen grooven, mal jazzig-organisch aber wann andermal wieder bis ins technoide tönen, und eher interessantes Hörerlebnis als stumpfe Tanzmusik sind, für den gilt nach wie vor hier mal ein Ohr riskieren zu müssen.
Beim Netzlabel iD.EOLOGY kann man (neben einigen einzelnen Compilation-Beiträgen) nach wie vor das gesamte 2005er EP-Album mit dem ungriffigen Titel „Sdluhga iruxk´y" samt Booklet für lau ziehen. (Link.)
For fans of: Aphex Twin, Squarepusher, Amon Tobin, Trentemøller, Coldcut, Future Sound of London, Autechre, Orbital, Chemical Brothers, Roni Size,Massive Attack, ...

Freitag, 18. Juni 2010

Coroner zurück!

Halb scherzhaft prognostiziert hatte ich es schon vor einiger Zeit, nun ist es wahr: Auch die Celtic Frost-Buddies CORONER reihen sich mit ein in die inzwischen epochale Liste von Reunions legendärer Metal-Kapellen. Das Schweizer (Prog-)Thrash-Trio ist bereits für das Hellfest 2011 angekündigt. Na dann ...

Whatever happened to C.S.S.O.?

Ja, mal ernsthaft?!? Was ist eigentlich aus C.S.S.O. geworden? Das frage ich mich seit Jahren! Die japanische Band mit mutmaßlich schrägem Pervers-Humor und eigenwilliger Musik, welche Grindcore mit wildem Freistil-Allerlei mischte, war vor einer Dekade mal bei Freunden extremer Bands in aller Munde, spielte sogar auf hiesigen Sparten-Events wie dem „Fuck the Commerce“ .
Mehr als dass der Bandname für „Clotted Symmetric Sexual Organ“ steht und man sich derzeit über den Status der Truppe, die zuletzt 2004 etwas veröffentlichte, wohl etwas unklar ist, ist irgendwie nicht herauszufinden.
Wie konnte eine zumindest kurz dermaßen „kultig“ gehandelte Angelegenheit so schnell wieder in die totale Vergessenheit geraten?

Mittwoch, 16. Juni 2010

Death Feast 2010

Ein klitzekleines Resümee: Trotz des wegen Sturmwarnungen stark improvisierten zweiten Tages (Bühnenumzüge, knappere Spielzeiten) war auch das diesjährige DFOA in seinem kleinen, gemütlichen Rahmen wieder eine sehr angenehme Angelegenheit. Ich wünsche den Veranstaltern wirklich, dass dieser Event vielleicht noch ein bisschen wächst, denn etwas mehr darf auf diesem beschaulichen Ackergelände am Niederrhein in der nächsten Saison durchaus noch gerne gehen.
Musikalische Highlights: Grave (das ging echt mal ziemlich rotzig nach vorne), Leng Tch’e (Grind’n’Groove der unterhaltsamsten Sorte), Lock Up (klar), Dying Fetus (auch klar).
Nicht so der Knaller: Necrophagist (technisches Abwichsen ohne Ende, dabei aber null packend), Romperprop (ich möchte derart unsägliche Humorgrind-Ligisten nächstes Jahr nicht schon wieder ertragen müssen).
Nächstes Jahr wieder! Darf ich Wunschbands äußern? Okay, dann bitte her mit Pig Destroyer, Fuck the Facts, Rotten Sound und Phobia.

Mittwoch, 9. Juni 2010

Menace Ruine - Union of Irreconcilables

Da ich bei den wirklich interessanten Sachen oft etwas später dran bin, entdeckte ich neulich mal das Album „The Die Is Cast“ von MENACE RUINE für mich, und jenes ist definitiv eine ziemlich interessante Angelegenheit. In Pärchen-Formation erzeugen MR auf mitunter unkonventionelle Weise Musik, die eigentlich eher so im Dreieck Drone, (Dark) Ambient und elektronischem Noise angesiedelt ist. Im Zentrum des düsteren Soundwalls ertönt dann allerdings eine ziemlich angenehme, weibliche Singstimme. Womit ihnen der Kunstgriff gelang, gleichermaßen schön wie bedrohlich zu klingen.
Dass viele Hörer diese zwei am ehesten in einer Ecke mit den bekannten „Drone Metal-Pärchenbands“ Nadja und The Angelic Process sehen, verwundert nicht und trifft auch irgendwie zu. Dass der dunkel-rituelle Charakter ihrer Songs sie für Viele schon eher ziemlich nah an Black Metal klassifiziert, ist zumindest bei besagtem Album meiner Meinung nach mit dem Millimetermaß nicht so wirklich passend, aber dennoch irgendwie nachvollziehbar (und bei älteren Releases wohl auch zutreffender). Richtig faszinierend aber finde ich persönlich die Feststellung, bei Schulterblicken zu anderen Bands mit Frauengesang sowohl durchaus große Ähnlichkeiten zur LoFi-Indie-Elektro-Noise-Sensation des letzten Jahres, Zola Jesus, zu assoziieren (lässt man jetzt mal die aktuelle EP außer Acht), wie ebenfalls ein bisschen zu den zuletzt ebenfalls durchstartenden, „organischen“ Doom-Rockformationen The Devil's Blood und Jex Thoth.
Nischenband as Nischenband can be, dabei aber doch auf wundersame Art und Weise gegensätzliche Schubladen vereinend, die auf einmal total schlüssig aneinanderrücken.

Gerne würde ich ja nach dieser Wertschätzung ausdrückenden Einleitung schreiben, dass MENACE RUINE den beschriebenen Vorgänger mit ihrem brandaktuellen Langspieler „Union of Irreconcilables“ übertreffen, aber dem ist leider eher nicht so. Immerhin ist das Album einfach anders. Der neunminütige Opener '...Collapse‘ z.B. fährt schwerverdaulich harschen Krach auf, wie er auf dem Vorgängerwerk nicht (mehr) zu finden war. Das in die Mitte der Scheibe geschobene Instrumental 'Corridor de Perdition' wiederum wirkt fast etwas unfertig und unnötig, und nimmt auf seine sehr entspannte und bedächtige Weise eigentlich schon etwas Spannung raus. Dann sind da aber, unter den meistens mit Überlänge fließenden Songs, doch noch näher an The Die Is Cast“ klingende Sachen wie 'The Upper Hand‘, die einen einfach nur schön und faszinierend so richtig packen.
Eine etwas durchwachsene Sache also. Grundsätzlich ist „Union of Irreconcilables” ein insgesamt schon sehr gutes und spannendes, nicht uninteressantes Werk, das durchaus einige Beschäftigung damit verdient, aber das wesentlich homogenere und schlüssigere „The Die Is Cast“ ist im Direktvergleich eben doch eine ganze Klasse besser.

Dienstag, 8. Juni 2010

Live & mittelmäßig: The Ocean & Kodiak

Man kann ja nicht immer nur polemisch verreißen oder euphorisch abfeiern – manchmal erlebt man halt einfach nur das schiere Mittelmaß. Das hinter mir liegende Konzert von THE OCEAN und KODIAK im Dortmunder Fzw ist so ein Fall.

Zunächst muss ich an dieser Stelle mal betonen, das neue Fzw ja inzwischen doch ganz schön lieb gewonnen zu haben. Die anfängliche Skepsis über die sterile Mehrzweckhallenästhetik ist inzwischen anerkennender Freude über das mitunter exquisite Livemusik-Programm und dem meistens hervorragenden Sound gewichen.

Ebenfalls positiv zu bewerten ist, gerade für Leidtragende der Lohnsklavenschaft, dass sich die Events unter der Woche nicht bis in die Puppen ziehen, und die Vorgruppe KODIAK somit pünktlich um halb neun auf die Bühne geschickt wird. So was ist nicht selbstverständlich, in so mancher Kölner Location hätte man vor zehn erst gar nicht auflaufen brauchen …
Aber ich sach et mal ganz offen: Länger als einen halbstündigen Supportslot will man den langatmigen Instrumental-Dronedoom des Trios aber wohl auch nicht sehen und hören. Von der erzeugten Atmosphäre und Intensität her hat das Ganze zwar durchaus funktioniert, aber da gehört sooo viel nun auch nicht zu, und viel mehr als das ist da im Falle von KODIAK nun auch nicht. Zudem hatte der Schlagzeuger einfach nicht seinen besten Tag, und ich bin leider so Musikerpolizei-mäßig drauf, dass mir da so ein paar auffällige Patzer das Gesamtvergnügen schmälern. Gerade bei solcher Musik, die von ihrem Spannungsaufbau lebt. Wie gesagt : Mittelmaß. Nichts, das man in Zukunft unbedingt vermeiden wollen würde, aber auch nichts, das man zeitnah unbedingt schon wieder sehen wollen würde.

Mein Verhältnis zu THE OCEAN ist ja eh ambivalent. Mehr Ensemble-Projekt mit ständig rotierendem Besetzungskarussell und variierendem Konzept als wirkliche Band, kommt mir die Kiste ja schon irgendwie sehr prätentiös und aus dem Baukasten konstruiert vor. In ihrer aktuellsten Line Up- und Stil-Inkarnation kommt das Ganze zwar nicht so affektiert und übertrieben rüber wie in der Vergangenheit schon mal, aber so richtig der Knaller ist die Berliner Truppe auch nicht. Zu einer durchchoreographierten visuellen Komponente (Lightshow, Videowand), und Musikern zwischen Technikfriemelern und HC-Abgehern gesellt sich neuerdings auch ein Frontmann, der über weite Strecken mehr singt als brüllt, sowie eine Menge orchestraler Kram aus der Konserve. Das Ergebnis klang dann manchmal wie eine Mischung aus 90er-Alternative-Metal und Dimmu Borgir. Das ist das allgemeine Problem an THE OCEAN. Sie klingen immer irgendwie „wie (…)“, ihre Bühnenperformance erinnert „an (…)“, es wirkt bemüht aber unoriginell. Die spektakuläre Verpackung kann einfach nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Inhalt auch hier – wie gesagt – einfach nur ziemliches Mittelmaß ist.
Tjoah.

Montag, 7. Juni 2010

Melvins - The Bride Screamed Murder

Witzig fängt sie an, die neue MELVINS (und bleibt sie auch). Der Opener ‚The Water Glass‘ hat was von so einer „Laufschritt-Militär-Gospel“-Nummer. Eigentlich ist sie eine, so von der Melodieführung her, und auch so richtig mit „Call and Response“-Prinzip, nachdem das Vorgeplänkel mit wüstem Gitarrenkrach und Marschgetrommel abgehakt wurde.
Seit Osbourne und Clover ihre Bastard-Kinder, das eh ein bisschen wie sie selbst klingende Powerduo Big Business einfach mal eben mit in die eigene Band assimiliert haben, sind sie ja tatsächlich erst noch doppelt so geil geworden. Ein eigensinniges, verspieltes, dabei aber doch verhältnismäßig eingängiges und höchst mitreißendes Hardrock-Monstrum.
„The Bride Screamed Murder“, das dritte Studioprodukt dieser mit zwei Drummern aufwartenden Fusion, ändert allerdings mal wieder ein wenig den Kurs. In Kontrast zu den beiden Vorgängerscheiben rockt man sich ein ganzes Stück verquerer durch eigenwillige Arrangements, schräge Song-Ideen und mitunter seltsame Sounds, holt dabei dieses Mal zwar noch viel mehr aus der Doppelschlagzeug-Sache heraus, kommt allerdings hier und da immer auch wieder regelrecht bei bizarrem Dadaismus Helge Schneider’schem Ausmaßes an. Classic Rock, Punk und Sludge-Metal treffen nicht nur auf Jazz-Versatzstücke, sondern auch überraschendes Geflöte, debile Stimmlagen, komische Percussion, und beiläufig eingeschobene Gags.
Höhepunkt an gemein kichernder, entrückter Eigensinnigkeit ist das zähe Cover des The Who-Welthits „My Generation“, den man eigentlich nur noch aufgrund des Textes wiedererkennt. Die Resterampe von Schlusstrack, mit A Capella-Part (Harvey Milk lassen grüßen), schließt das Werk dann auch noch völlig far out entgleisend ab.
Waren „(A) Senile Animal“ und „Nude With Boots“ zwei Alben, bei denen primär das Abrocken auf der Agenda stand, so lässt sich die Band bei „The Bride Screamed Murder“ nun mal wieder stärker von ihrer humorvoll-experimentellen Seite gehen.
Und das Geile daran ist: Selbst nach dem zehnten Hören hat man das Gefühl, das Album immer noch nicht wirklich ganz erfasst zu haben, und hört es mit interessierter Freude dann auch gerne noch ein weiteres mal. Auch wenn man dabei dann passagenweise die Vermutung nicht loswird, hier entweder verarscht zu werden, oder einfach nur eine eigentlich ziemlich gute Band in nicht optimaler Tagesform zu erleben. Das wiederum ist die Kehrseite eines Melvins-Albums wie diesem. Heißt: Selbst wenn die Urgesteine hier keines ihrer Muss-Alben abgeliefert haben mögen, hört man sich den kruden Kram immer noch sehr viel lieber und begeisterter an, als den so manch anderer bemühten Krachkapelle.
Hit der Scheibe: 'Pig House'.

Mittwoch, 2. Juni 2010

Grinning Death's Head

Alternativer Hippster-Black Metal, Blackened Crustcore, USBM, Anarchist Raw Black Metal Punk, Cascadian Grey Metal und kein Ende mehr ... Hierzulande tun sich zuvor in Bollocombos lärmende Zeitgenossen unter höchst beknackten Bandnamen zu ihrer Variante von Wolves In The Throne Room zusammen, und in Russland müssen sogar schon Polit-Screamocoreler ein BM-Sideprojekt gründen.
Eine witzige Band, die man im Wust dieser aktuellen Schwarzmetallwelle gut als Joker ausspielen kann, wenn es mal zu Szenekennerschwanzvergleichen kommen sollte: GRINNING DEATH’S HEAD.
Man weiß darüber nur, dass die Truppe aus Georgia kommt, denn besagte macht noch so richtig kvltisch ein Geheimnis um sich und grenzt sich gehörig ab: Es gibt keine Myspace-Seite oder offizielle Homepage, das Debüt „No Afterlife“ erschien ferner nur in einer Auflage von 500 auf Vinyl, und das dann auch noch auf dem Punklabel Youth Attack Records. Somit ist man einerseits mit der Anarchocore-Szene verbandelt, aber dennoch ein misanthropischer Einsiedler, dessen LoFi-Geschrote nur was für Eingeweihte ist.
Wisst Ihr was? Ich glaub‘, ich werd‘/ bin langsam zu alt für diesen ganzen Quatsch …

Dienstag, 1. Juni 2010

Aktuelle Kleinformate (2)

Zwei weitere EPs – the female fronted electronic edition:

ZOLA JESUS - Stridulum
In einer kruden gemeinsamen Schnittmenge aus Pitchfork-gelenkten Indiehipstern, Krachliebhabern auf ständiger Suche nach der aktuellen Avantgarde, sowie ein paar mehr oder minder Gothic-affinen Zeitgenossen, wurde ZOLA JESUS letztes Jahr unter eingeweihten Nerds als kleine Sensation gefeiert. Eine junge Musikerin namens Nika Roza Danilova bettete unter besagtem Bandnamen (u.a.) auf dem Album „The Spoils“ ihren lebendigen Gesang in kalte LoFi-Klangcollagen irgendwo zwischen Shoegaze, Noise und Industrial ein. Hatte eigentlich ja irgendwie auch schon wieder was von Menace Ruine …
Wie dem auch sei. Der nächste Schritt, sich danach nun in cleanere und noch songorientierte Regionen vorzuwagen, war wohl ein logischer. So gibt es auf „Stridulum“ sechs Stücke, die wesentlich näher an handelsüblichem Konservenpop aus vergangenen Dekaden mit ordentlich Pathos im Gesang und Sound tönen. Sagen wir es mal so: Dieses mal ist es eher Depeche Mode als A Place To Bury Strangers. Damit ist das Ganze nix mehr für Leute, die sich für ZOLA JESUS aufgrund ihrer LoFi- und Noise-Tendenzen begeistern konnten, aber immer noch ein wirklich sehr charmantes Mini-Album etwas andersartigem Pops.
Die Übersee schon März veröffentlichte „Stridulum“ EP gibt’s bei Amazon für 'n Fünfer als Download, im August soll allerdings wohl auch noch mal ein extra-europäischer Release mit zusätzlichen Songs kommen.

HOW TO DESTROY ANGELS – s/t
Das (Floskel: ) „mit Spannung erwartete“, musikalische Debüt des gemeinsamen Projekts von Nine Inch Nails‘ Trent Reznor und seiner Ehefrau gibt’s auf der offiziellen Homepage mal eben so für noppes als Download.
Man kann es kurz machen: Die sechs Tracks dieser wohl als Appetizer zu verstehenden Kiste warten mit natürlich sehr Reznor-typischen Sounds auf, zu denen aber dann auch die frisch gebackene Gemahlin erklingt. Was auf den ersten Hinhörer wie etwas verhaltener Kram zwischen Trip Hop, Industrial, und elektro- experimentierendem Alternative Pop mit gelegentlichem Krach aber wenig Rock klingt, ist – wenn man mal ganz ehrlich ist – eigentlich tatsächlich nur eine von weiblicher Stimme geprägte Variante bzw. Fortsetzung von musikalischen Ansätzen, wie sie auch auf späteren NIN-Alben zu finden waren. Und, ganz ehrlich: Doch, mir gefällt das.

Abschließend zu beiden die Videosingles: