Freitag, 20. November 2009

Off to New York

Kinders, ich packs. Buchstäblich, nämlich meinen Koffer. Die nächsten zwei Wochen wird es hier wenig bis (wahrscheinlicher:) gar keine Updates geben, da ich für so lange mal eben nach New York City rüberjette. Vielleicht bringe ich Euch ja was schönes mit ... will es aber nicht versprechen.

Also – Dezember, gleiche Stelle, gleiche Welle, alte Frische, blabla.




Donnerstag, 19. November 2009

Zeigt her Eure 8tracks!

Nachdem Muxtape aufgrund juristischer Probleme das Konzept ändern musste und blip.fm als Song-Twitter auf Dauer auch eher nur ein lauwarmer Spaß als irgendwie langfristig interessant ist, gibt es seit einiger Zeit eine neue Plattform namens 8tracks.

Hier kann man wie bei Muxtape Songs hochladen und als Stream-Compilations veröffentlichen. Ein Mitmach-Spiel für die ganze Familie, also registriert Euch und haut digitale Motto-Mixtapes ins Netz bis es platzt!

http://8tracks.com/

Dienstag, 17. November 2009

Roadburn Streams

Ganze Auftritte vom diesjährigen Roadburn Festival im niederländischen Tilburg kann man sich unter diesem link als Audio Stream anhören. Darunter u.a. Baroness, Dÿse, Shora, Orange Goblin, Wolves In The Throne Room, Mono, Bohren und der Club of Gore, Omega Massif, Church Of Misery, ZU, Scott Kelly und Steve von Till/Harvestman.

Montag, 16. November 2009

aus aktuellem Anlass

Das Mantra der Woche:

Sonntag, 15. November 2009

Lazarus A.D.

Ohne jegliche Erwartungen irgendeiner Art hörte ich dann jetzt doch mal in das dieses Jahr via Metalblade wiederveröffentlichte Album „The Onslaught“ der US-Thrasher LAZARUS A.D. rein, welches eigentlich bereits aus dem Jahr 2007 stammt. Und ich wurde positiv überrascht.

Bands, die zeitlos-altbackenen Thrash Metal mit modernen Elementen aufdonnern, gibt es wie Sand am Meer. Begeistern tun mich davon heutzutage nur wenige. Aber LAZARUS A.D. kriegen den Bogen tatsächlich ganz gut. Fast schon wieder positiv rechne ich ihnen an, dass sie nicht zu Spaß-betonten Bands wie Municipal Waste oder Gama Bomb gehören, denn in der Ecke ist inzwischen auch alles gesagt, sondern einfach nur weitgehend unaufgesetzt ihr Metal-Ding durchziehen.

Bei jenem ist der Großteil des Materials in ganz traditionellem Thrash angesiedelt - mit urtypischen Riffs, wie man sie lieben muss, die gerne mal in einen sehr harmonischen Bogen gepackt sind. Ein paar zeitgenössische Einsprengsel wie vereinzelte Blasts und – sagen wir mal – etwas „metalcorig“ anmutende Passagen oben drauf, dazu noch ein Sänger der eher etwas möchtegernböse brüllt – und fertig ist die Konsens-Thrash-Scheibe, an der es nicht viel auszusetzen gibt.

Videos gibt es dazu sogar schon zwei:


Nach hinten raus finde ich "The Onslaught" dann etwas nachlassend und ermüdend. Was aber nichts ist, woraus man ihnen einen Strick drehen sollte, denn das ist doch eigentlich generell bei vielen Alben so ...
Krachundso urteilt: Wenn man das schon machen muss - ja, dann tatsächlich genau so!

Donnerstag, 12. November 2009

Portal

Wenn man selbst beim notorischen Polemiker- Blog "Metal Inquisition" voller Lob für o.g. Kapelle ist, war es dann auch für mich mal an der Zeit, den heißen Geheimtipp der Stunde namens PORTAL zu checken.

Zunächst mal ist es schwierig, die richtige Band namens PORTAL einzukreisen. Denn unter der Bezeichnung existier(t)en u.a. ein Ambient/Dream Pop Act aus Großbritannien, sowie ein esoterischer Progrock-Ableger der Florida-Jazzdeather Cynic. Hinter den PORTAL, die gemeint sind, verbirgt sich allerdings ein eher deftiges Kaliber aus Australien.

Eigenwillig und mysteriös ist vor allem auch ihr Bühnenauftreten, wofür ich jetzt einfach mal auf besagten Metal Inquisition Blogpost oder die Myspace-Galerie der Band verweise, anstatt das entsprechende Bildmaterial jetzt auch noch mal selbst zu copy&pasten.

Was die Musik betrifft, ist man beim Hören des aktuellen Albums "Swarth" womöglich erst mal etwas verwundert, what the hell all those fuzz is about.
Okay, das positiv bemerkenswerte vorweg: Die unglaublich düstere, kalte, klaustrophobische Atmosphäre, die PORTAL generieren, ist wirklich der Wahnsinn. Mit tiefergelegten Black Metal-Gitarrenwänden und unmenschlichem Grunts, doomigen Parts und Blastbeats, hat man das Gefühl von tiefschwarzer Dunkelheit eingehüllt zu werden. Das Problem ist dabei dann aber der unfassbare Dilettantismus, mit dem das geschieht. Natürlich wäre es bei gerade solcher Musik, wie PORTAL sie machen, manchmal eher schon wieder kontraproduktiv, wenn die Band klinisch-präzise, tight auf den Punkt, und mit steriler Profiproduktion zu Werke gehen würde. Nein, so was will man bei derartiger Musik gar nicht haben, denn es würde nicht das gewünschte Ergebnis einer wirklich dunklen Stimmung und rau-ungestümer Gewalt erzeugen. Ich kann aber eben auch leider nicht völlig aus meiner Musikerpolizeihaut raus. Und eben diese sträubt sich hier, wenn der Drummer ziemlich rumplig, in Timing und Dynamik schwankend, auffällig ungekommt alles zu Brei kloppt. Auch das Geraune des Sängers scheint manchmal so neben dem Takt einzusetzen, dass man sich nicht sicher ist ob es gewollt, mangelndes Taktgefühl oder irgendwo dazwischen so eine Art bewusstes Experiment unbekümmerten Krachmachens ist.

Wie gesagt ist das grundsätzliche musikalische Konzept generell nicht darauf ausgelegt sauber zu spielen und konventionellen Mustern zu folgen, ganz im Gegenteil, aber die Durchführung des Ganzen wirkt auch diesen Umstand berücksichtigend sehr, sehr dilettantisch.

Was ein bisschen schade ist, denn einerseits gefällt mir der Stil der Band so gut, dass ich da Bock hätte, mich da noch etwas mehr zu vertiefen oder es auch mal live zu sehen, auf der aktuellen Konserve klingen sie aber einfach noch ein bisschen zu sehr wie blutige Anfänger ...

Dienstag, 10. November 2009

Russian Circles - Geneva

Auf der Sache der angeblichen Wichtigkeit des dritten Albums einer Band herumzureiten, erspare ich jetzt mal sowohl mir selbst, als auch Euch Lesern (ja, allen drei!).
Bei ihrem Debüt schienen RUSSIAN CIRCLES meinem, dort zugegeben eher flüchtigem Eindruck nach, noch ein klitzekleines bisschen mehr mit der Prog/Mathrock-Ecke zu kokettieren. Ihr Zweitwerk „Station“ brachte sie näher an straighten Metal, der dort zu Soundtrack-artigen Arrangements geformt wurde, oder auch mal gleichberechtigt Platz für Shoegaze/Postrock-artige Stücke ließ.

Auf „Geneva“ gelingt den Instrumental-Rockern auf den Blaupausen nun zunächst mal das richtig zu machen, was man wohl beim dritten Album richtig machen musste. (Oh Gott, ich hasse mich jetzt schon für diesen Satz.) Das heißt: Von allem 'ne Schüppe mehr drauf. Wenn sich die Band in harmonischen, orchestralen Momenten ergeht, darf es dann auch gerne mal noch konsequenter mit süßlicher Streicherunterstützung sein. Wenn es denn mal Metal-Riff und Krach sein sollen, dann kracht es auch gerne mal noch ungestümer.
Im Gegensatz zum Vorgänger passiert dann auch noch manchmal in einem Song mehr. Sowohl an übereinander liegenden Elementen hier, als auch schon mal in Bezug auf die Songstruktur dort. Und wenn dann auch schon mal geringerer spielerischer Aufwand reicht um die gewünschte Atmosphäre zu erzielen, dann traut man sich auch das.

Zu behaupten, „Geneva“ wäre ein Meisterwerk und Must Have der Saison, wäre dabei allerdings übertrieben. Zwischendurch geht bei den sieben Tracks mit einer Gesamtspiellänge von einer Dreiviertelstunde auch schon mal etwas die Luft raus. Es steht und fällt aber schlichtweg auch mit der eigenen Bereitschaft, sich in einem Rahmen sowohl auf die krachige Metal-Attacke (Titelsong), den ruhig vor sich hinplätschernden Orchestral-Kitschsong ('Hexed'), der rasanteren, kompakt viel abfrühstückenden Nummer ('Mako'), als auch auf alles in einem bietende Einsong-Epen einlassen zu können. Was letztere betrifft, ist „Welee“ (auch wenn es in der Grundharmonie etwas sehr an das „Station“-Material erinnert) schon eine ziemlich runde Sache, gerade beim Schlusstrack spielen sie trotz aller potenziellen Zuneigung meinerseits dann aber doch etwas substanzlos mit meiner Geduld.

Das Gefühl, das diese Platte bei mir hinterlässt, ist somit seltsam. Ich bin weder völlig begeistert, noch total enttäuscht. Die grundsätzliche Stilmixtur, die von einer äußerst großartigen Schlagzeugarbeit getragen wird, trifft durchaus meinen Nerv. Das vorliegende Material baut gelegentlich mal etwas ab, hat aber auch immer wieder Höhepunkte, die einen aufhorchen lassen. Es muss eine allgemein wachsende Müdigkeit gegenüber diesem ganzen Post-Rock/Metal-Kram sein, in dem RS zwar schon (irgendwo neben Long Distance Calling und Tides) in ihrer eigenen Nische sind, und das auch gut, mich damit aber nicht (mehr) vollkommen anturnen. Wenn der brachiale Titeltrack ein mal verklungen ist, verliert sich die Band immer mehr in einem zwischen "schön" und "laut" pendelndem Geflecht, das zwar sehr nett anzuhören, dabei aber trotz allem eines leider einen Tick zu selten ist: Interessant. So ist "Geneva" ein solides Album zeitgenössischer Crescendo-Instrumentalmusik, wird unterm Strich aber wohl kaum mit in der Jahresbestenliste landen.

Montag, 9. November 2009

kurz notiert

  • Der Videoclip zu BARONESS' „A Horse Called Golgotha“ ist ja echt mal eine Frechheit. Was für ein Kunstquatsch.

  • Nothing new, aber MASTODON arbeiten gerade am Soundtrack zu Jonah Hex, einer Filmadaption von DC Comics' gleichnamiger Wildwest-Figur. Da bin ich doch schon mal sehr gespannt drauf. Hoffen wir, dass es generell eine der besseren Comicverfilmungen wird ...

  • Der Schlagzeuger der Postrocker MASERATI ist bei einem tragischen Unfall in einem Fahrstuhlschacht ums Leben gekommen. Makabererweise ist es bereits der zweite Schlagzeuger der Band, der sehr tragisch tödlich verunglückt. Wäre es nicht angesichts der Sache etwas pietätlos, könnte man hier auf Spinal Tap verweisen ...

  • Privilegiert, es schon mal im Haus zu haben, kann ich zu Protokoll geben, dass das neue JAPANISCHE KAMPFHÖRSPIELE-Album „Bilder fresen Strom sehr gut geworden ist. Die Produktion ist sehr satt, aber dennoch etwas naturbelassener als sonst auf den meisten ihrer „regulären“ Alben; das Songmaterial vermengt gewohnte Trademarks nach wie vor noch mit Ideen, die man so von ihnen noch nicht gehört hat. Auffällig ist vor allem die Bereitschaft, nach der hingerotzten „Luxusvernichtung“ ein deutlich ausgereifteres Werk zu präsentieren, bei dem einige Songs trotz der JaKa-typischen, verspielten Spontanität nun auch mal etwas detailverliebter inszeniert wirken.

  • Pikiert über die zugegeben etwas ... bekackten Entwicklungen im FEAR FACTORY-Camp, erzählt Ex-Drummer Raymond Herrera, dass der aktuelle Trommelgottt im Dienste von Dino Burt, Gene Hoglan, ihm selbst mal gesagt hätte gar nicht in der Lage zu sein, einige der FF-Sachen spielen zu können. Was ich persönlich für ziemlich weit hergeholt und Mimimimi halte. Der kreative Heyday dieser Band war so oder so viel schneller vorbei, als einige von uns vor 10 Jahren noch wahrhaben wollten ...

Freitag, 6. November 2009

Wenn Warren Ellis ...

...in seiner aktuellen Kolumne für die britische Ausgabe des Wired-Magazins über ein TV-Format auf der Insel, einen geschätzten Musikjournalisten, der trotz fortgeschrittenen Alters den Anschluss noch nicht verloren hat, Musik-Blogs und sterbende Printmedien philosophiert, kommt man gerade hierzulande sozialisiert wohl nicht immer so ganz mit. Aufgrund des allgemeinen thematischen Bezugs zu Dingen, die mich und meinen Blog hier, auf welche Art und Weise auch immer, durchaus tangieren, war mir das gerade aber einfach mal eine Verlinkung (und einen weiteren, furchtbaren Schachtelsatz) wert.

Donnerstag, 5. November 2009

Gama Bomb Album für lau!

Ja, das neue GAMA BOMB Album "Tales From The Grave In Space" gibt es wie angekündigt unter diesem Link für umsonst legal zum runterladen. Und das Cover kann mal wieder alles:

Mittwoch, 4. November 2009

Stream der Woche

Mal wieder mehr so in der Ecke zwischen „Schwebemusik“ und Avantgarde-Krach, gibt es hier für die ganz hartgesottenen Kunstversteher eine wirklich interessante Kollaboration: Hinter PYRAMIDS WITH NADJA verbirgt sich, nun ja, eine kreative Kooperation der wohl auch gerne mal etwas lauter tönenden Postrocker PYRAMIDS und der hinlänglich bekannten Drone-Combo NADJA, deren Wall-of-Sound-Konstrukten schon Etikette wie "Shoegaze-Metal" oder "Ambient-Doom" angeheftet wurden.

Klickst Du hier

Internet-Persönlichkeit und Graphic Novel-Literat Warren Ellis beschrieb es bereits als
(…) a sound that approaches, particularly in the later tracks, a sort of Berserker Mushroom Viking Meditation. It flows like river water on the verge of freezing, under a sky that is very slowly exploding, and your heart is hammering but the drone of the world is still and all-emcompassing.“

Montag, 2. November 2009

Gehört und kurz notiert

Das neue SLAYER-Album „World Painted Blood“ ist ja schon irgendwie etwas seltsam. Dem primär sehr im Midtempo gehaltenem Material fehlt es ein bisschen an herausstechenden Höhepunkten. Zwischen ein paar speedigen Ausbrüchen und sogar atmosphärischen Momenten, die man schon als verhältnismäßig „ruhig und melodiös“ (!) bezeichnen möchte, scheint dem ersten Hinhörer nach irgendwie nix substanziell greifbares zu passieren. Positiv fallen allerdings vor allem zwei Sachen auf: 1.) Der Grad an albern überreizter Selbstwiederholung archetypischer SLAYER-Trademarks ist für meine Begriffe sogar überraschend gering ausgefallen. Ich hatte in der Richtung aber wohl auch im Vorfeld schon schlimmste Befürchtungen gehabt. 2.) Die Produktion wirkt sehr „natürlich und reduziert“, was sich gerade beim recht trocken knallenden Drumsound bemerkbar macht, der wirklich super klingt.
Vor einem tatsächlichen Werturteil muss ich diese Platte aber wohl erst noch ein paar mal hören.

Im Kleinen sind CONVERGE ja irgendwie so ein bisschen die Slayer der Neuzeit: Der intensive Arschtritt mit innovativer Eigenständigkeit und essenziellem Konsenspotenzial. Oder so. So richtig Fan war ich von der Band bisher nie, aber doch immer irgendwie dran interessiert. „Axe To Fall“ ist mit Sicherheit nicht ihr Meisterstück, aber das Album geht sehr gut rein. In dem hektisch-komplizierten Geschrote stecken immer wieder Ideen und Elemente, die einen aufhorchen und es interessiert noch mal auflegen lassen. Etwas albern ist hier allerdings die Menge an Gaststar-Beteiligung: Es gibt nur wenige Songs, bei denen nicht so jemand wie Neurosis’ Steve von Till, die komplette Genghis Tron-Besetzung, Ex-Entombed/Disfear’s Uffe, Leute von Cave In oder Andere in irgendeiner Form mitgewirkt haben. Zwar war das „Kollaborations-Album“ wohl bewusst so gewollt, und interessanterweise fügen sich die Kollaborationspartner kreativ im Gesamtding ein anstatt individuell als eigene Marke herauszustechen, so einen komischen Beigeschmack hat das aber schon. Dennoch: Gute Platte.