Montag, 24. November 2008

Fleisch ist mein Gemüse

Besser spät als nie: Kürzlich gab ich mir zum ersten mal die Hörbuch-Version von Heinz Strunks autobiografischen Erfolgsbuch unter o.g. Titel, gelesen vom Chef persönlich. Sämtliche zuvor von Anderen ausgesprochenen Empfehlungen für dieses Werk in besagter Form kann ich nur eindringlich bestätigen.

Mit herrlich einsatzfreudig und selbstironisch vorgetragenen Gedanken und Dialogen, und teilweise sehr spöttisch intonierten Gesangseinlagen schildert der Heinzer, rührend tragisch wie brüllend komisch, seine Erlebnisse als hauptberuflicher Schützenfest-Tanzmusikant und einem an Perspektiven mangelnden Leben in der norddeutschen Provinztristesse.
Was gedruckt dann schon für den einen oder anderen Lacher gut ist, zwingt einen mit Stimme des Autors so manches mal wiehernd unter den Tisch.

Der fazitär sogar so deklarierte Gegenentwurf zu Rock’n’Roll-Biografien wie „The Dirt“ lässt den Hörer/Leser durch den gelegentlich mitschwingenden Schwermut das eigene Spießerleben gleich in einem viel positiveren Licht erscheinen, während die skurrilsten Passagen gerade in ihrer wahnwitzigen Hörbuch-Form gerne als humoristische Meisterwerke gesehen werden dürfen. Und dabei muss man sich dann immer vor Augen halten: Das ist alles authentisch - die besten Geschichten schreibt eben immer noch das Leben …

Freitag, 21. November 2008

Chinese Democracy

Es ist paradox. Wenn es ein "Album der Stunde" gibt, bei dem alle mitreden wollen - wie letztens noch bei der aktuellen Metallica - geht mir der "Hype" eigentlich ganz schön auf die Eier. Und ich komme nicht umhin, das dann auch opportunistisch bekunden und betonen zu müssen. Und ich komme ferner nicht umhin, Leuten die sich bei solchen großen Stadionband-Namen unreflektiert zu Blindkäufen und Abfeierei hinreißen lassen, albern den geschmackssicheren Underground-Musikpolizisten-Zeigefinger vor die Nase halten zu wollen. Und im Endeffekt steige ich selbst auf den Hype voll ein, da ich selbst es ja auch gehört und unbedingt meine niemanden wirklich interessierende Meinung dazu zum besten gegeben haben muss. Fast zwanghaft muss ich dann auch noch zu den Querulanten gehören, die den Gutfindern etwas madig reden müssen, wenn Band X mit halbgaren Retrogängen um die Ecke kommt, oder den Verärgerten beim modernisierten Sound von Album Y erklären wollen, dass das ja eigentlich doch ganz gut ist. Einsicht mag zwar der erste Schritt zur Besserung sein, aber es ist halt auch noch kein Meister vom Himmel gefallen (okay, ich tue gleich ‘n Zehner ins Phrasenschwein und für diesen abgelutschten Klammerkommentar gleich noch ‘n Fünfer hinterher, puh.).

Nun gut, „Chinese Democracy“ also. Guns N’ Roses. Der längste und schlechteste Running Gag der Rockmusikgeschichte kommt zum Ende. Allerorts werden die journalistischen Messer gewetzt, wie albern dieses Album ist, Welterklärer wie Chuck Klosterman wiederum lassen sich zu übertriebenen Analysen über dessen popkulturelle Bedeutung hinreißen, was schon ein bisschen lachhaft ist.

Was denn nun? Einfach nur ein schlechter Witz in Musikalbum-Form oder ein popkulturelles Phänomen? Ein bisschen ist es ja tatsächlich beides. Wenn ein amerikanischer Cola-Fabrikant Gratisgetränke ausschenkt, nur weil dieses Album schlussendlich doch mal das Licht der Welt erblickt, am Release-Tag schon 42 Kundenrezensionen bei Amazon.de zu lesen sind (Durchschnittswertung: 4/5), und man in jedem Internetforum des Weltnetzes darüber spricht, scheint die Welt irgendwie ja doch darauf gewartet zu haben, dass Axl Rose wieder auf die Menschheit losgelassen wird.

Ob das wirklich nötig war, ist ja dann die andere Sache. Genau so wie seine musikalische Crew über die Jahre immer wieder rundumerneuert wurde, hat auch die Musik, auf die man den Namen Guns N‘ Roses derzeit schreibt, nur noch bedingt was mit den guten alten 80/90er-Zeiten zu tun. Das Material auf „Chinese Democracy“ ist nicht mehr und nicht weniger als netter, braver Stadionrock. Gut ins Ohr gehender, solide inszenierter Stadionrock. Auf der Kehrseite aber glatt, zahn- und harmlos. Eigentlich schon bieder und langweilig. Rock’n’Roll geht anderes. Die elektronischen Einsprengsel scheinen noch von der Produktionsphase so um ’98 rum übriggeblieben zu seinen, als so was gerade angesagt zu „modernem Hardrock“ einfach dazugehörte. Aber was soll ich sagen, schlecht klingt das nicht. Nichts auf diesem Album klingt wirklich schlecht. Aber, wie schon gesagt: Auf diesem Album klingt auch nix aufregend. Ich verspüre hier nicht das jugendliche Bedürfnis die Hüften und/oder die Luftgitarre kreisen zu lassen oder auf Repeat zu drücken. Der Name Guns N‘ Roses steht 2008 für gemütlichen Altherrenrock, dessen bemüht zeitgenössische Lackierung schon wieder altbacken wirkt. Esszimmer- und Automusik für die gesetzten Bürojob-Altrocker, die sich noch jung zu fühlen glauben.

Und trotz aller potenziellen Polemik, mit der ich in meinem verqueren Aufsatz jetzt eigentlich gerne hinterfragen würde, warum man sich ausgerechnet dieses Album zwischen die anderen 2008er Major-Produkt-Besorgungen, wie den nach anfänglich begeisternden aber umso schneller auch wieder verblassenden Mammutsong-Marathon von Metallica, oder das insgesamt eher lustlos-lasche Reißbrett-Poprefrain-Geprügel von Slipknot ins Regal schieben sollte: Es gibt mit Sicherheit auch schlechteres. Der Dauerwitz der letzten Jahre endet in einer recht versöhnlichen Poente. Kein Meilenstein, kein Highlight, kein Klassiker – aber das war ja auch vorher schon klar – aber immerhin auch keine komplett lächerliche Gurke. Und auch wenn ich bei Musik inzwischen Verfechter des „nett ist der kleine Bruder von scheiße“-Prinzips bin, hat Äxl für dieses nette Pop-Album immerhin einen kleinen Anstandsapplaus verdient. In einem halben Jahr wird es trotzdem keinen mehr interessieren …

Mittwoch, 19. November 2008

Hilfe, Overflow!

Nachdem ich in den letzten Jahren bereits altersmilde Phasen hatte, in denen ich nicht alle Bands und jedes Album gehört haben musste und mich auch eher weniger Sachen pro Jahr wirklich zu begeistern wussten, während die für Musikmagazine abgearbeiteten Promos oft nur langweiligen Einheitsbrei-Schrott abwarfen, überfordert mich das Musikjahr 2008 derzeit völlig. Die aktuellen Outputs von Bands, von denen ich früher nie allzu großer Fan war, begeistern mich gerade ziemlich (Opeth, Mars Volta, Burst). So sehr, dass ich bei diversen Lieblingsbands, die ebenfalls sehr gute Alben veröffentlicht haben (z.B. Phobia) oder für mich neu auf der Bildfläche erschienenen Highlights (z.B. Bison B.C.) teilweise gar nicht mehr so richtig mit dem anhören nachkomme, weil der CD- oder mp3-Player immer noch tagelang mit den Scheiben dauerbesetzt ist, derer ich seit Wochen bis Monaten echt nicht überdrüssig werde. So was hatte ich wirklich schon sehr lange nicht mehr.

Und die Liste an diesjährigen Veröffentlichungen, die ich mir zumindest testweise mal angehört haben will, weil u.U. noch was schönes für mich dabei sein könnte, reist Mitte November immer noch nicht ab: Da wären noch Namen wie Bohren & der Club of Gore, Comeback Kid, Grails, Fucked Up, A Place To Bury Strangers, These Arms Are Snakes, SSS, Trap Them oder Austrian Death Machine auf dem Zettel. Triclops! und Portishead wollen auch noch mal eine Chance erfahren. In "Chinese Democracy" möchte ich ja just for the fun of it ebenfalls mal reingehört haben.

Dabei wollte ich eigentlich in Kürze schon mal die Jahresabschlussrechnung posten …

Sonntag, 9. November 2008

aller guten Dinge sind drei

Witziger Zufall: Es gibt gerade drei Releases amerikanischer Bands, die alle drei mehr so eine Art Mini-Album als ein „Longplayer“ sind und musikalisch durch recht ähnliche Gefilde ballern.
Ich wollte jetzt eigentlich die Einleitung darauf aufbauen, dass es bei „Headbanger's Ball“ auf MTV früher immer den „Triple Thrash Treat“ gab, aber diesen Bogen habe ich irgendwie nicht so richtig hinbekommen, also zur Sache:

DYSTOPIA – Dystopia
Nach einer sehr langen Szene-Abstinenz veröffentlichten DYSTOPIA dieses Jahr ihre finale Scheibe. Die Band ist ein politisch motiviertes Urgestein, das seit Anfang der 90er mit seiner Mischung aus Crustpunk/Grindcore-Geballer und Doom-Parts das Sludge-Genre mitdefinierte. Fürs dritte, mit gehöriger Verspätung veröffentlichte Abschiedsalbum reichte es gerade mal für 7 Tracks, von denen einer auch noch ein Cover ist, aber es lohnt sich, denn angepisster klingen auch heute nur wenige Bands!

BISON B.C. - Quiet Earth 

Das neuste Metalblade-Singing ist selbst für einen Schubladen-Musikkritiker wie mich nicht sooo einfach definitiv zu kategorisieren. Die acht Nummern dieser Scheibe (davon eine instrumental) sind irgendwo im Thrash-Genre mit Punk/Hardcore-Kante unterwegs, kokettieren aber auch ganz schön mit Stoner/Sludge-Sound. Damit liegen sie natürlich ein bisschen im Zeitgeist und haben die Chance eine Art Konsensband zu werden, wo ich nicht mal was gegen hätte. Den in irgendeinem Review gelesenen Vergleich mit Mastodon finde ich im Übrigen eher unpassend.

AKIMBO – Jersey Shores
Das Label Neurot bürgt für Qualität: Auch AKIMBO sind irgendwo in Sludge-artigen Gefilden unterwegs, ballern mal eigenständig klingenden Uptempo-Hardcore, und Stoner-rock'n'rollen mal eher doomig durch die Botanik. Noch eine Veröffentlichung mit eher geringer Track-Zahl, noch eine Scheibe, die tierisch rockt.


Eines muss man im November übrigens schon mal ganz nüchtern feststellen: 2008 ist wirklich ein sehr guter Jahrgang für harte Musik ...

Mittwoch, 5. November 2008

Herbst-Highlights und weiterhin aktuelles (Update, schon wieder!)

PHOBIA - 22 Acts Of Random Violence
Mit "Cruel" ballerte eine der dienstältesten US-Grindcore-Bands mal eben mein absolutes Lieblingsalbum 2006 raus. Auch das aktuelle "22 Acts Of Random Violence" ist wieder ein Genre-Highlight geworden, das schon beim ersten Durchlauf zündet und den Player gar nicht mehr verlassen will. Dabei machen PHOBIA alles richtig, denn sie wiederholen kein Abziehbild der Vorgängerscheibe. "22 Acts Of Random Violence" lässt vor allem die Punk/Crust/HC-Kante der Band noch stärker durchkommen. Besonders erwähnenswert ist hier die Nummer 'Depression Is A Killer', die - wären da nicht diese Gröl-Vocals und der recht massive Sound - schon als Rotzrock-Song durchgehen könnte. Ansonsten regiert aber natürlich weitestgehend der Blastbeat. In Sachen Old School Grind nach wie vor die derzeit wichtigste und geilste Band!

GOJIRA - The Way Of All Flesh
Die Franzosen GOJIRA sind legitime Thronerben von dem, was Bands wie Voivod, Cynic, vielleicht sogar Neurosis und meinetwegen auch Tool mal angefangen haben: Sie schaffen es, hart-und-heftige Musik zu spielen, die gleichermaßen vertrackt wie flüssig klingt und dabei eine besondere, "spaceige" Atmosphäre erzeugt. GOJIRA sind in einem regelrecht sakralen Maße hymnisch ... eigentlich schon eher hypnotisch. Sie packen auf "The Way Of All Flesh" aber auch einige male Doublebass- und Riffkellen von erbarmungsloser Brutalität aus. Dabei gehen sie nicht selten noch ein Stück progressiver und verfrickelter vor als in der Vergangenheit. Daneben stehen immer wieder Melodie-dominierte Passagen, die sich ohne zu aufdringliche Metal-Gimmicks von ganz alleine zu tragen scheinen.

Das, was Opeth derzeit irgendwo zwischen Progrock folklorischer Färbung und skandinavischem Düstergeballer sind, das sind GOJIRA zwischen technischem Neo-Thrash und sphärischem Post-Metal mit besonders eigener Note. Denn so konstruiert wie sich die Kombination stilistischer Versatzstücke auf dem Papier lesen mag, so ungeheuer organisch und natürlich klingt diese Band dann tatsächlich. Wozu wahrscheinlich auch die durchaus sehr gelungene Produktion von Logan Mader ihr übriges tut.

ADEBISI SHANK - This Is The Album Of A Band Called Adebisi Shank
Werde es mir verkneifen, irgendwie weiter auf Bandname/Albumtitel eingehen zu müssen und weise lieber darauf hin, dass die rein instrumentale Musik von ADEBISI SHANK irgendwo zwischen Mathrock, Punk, Prog-Gniedel, Funk/Jazz, LoFi/8Bit-Feeling, ein bisschen Noise und so weiter unterwegs ist, dabei allerdings in erster Linie immer wieder eher rasant nach vorne rockt, als sich in Gefrickel oder selbstherrlicher Instrumentkönner-Onanie zu verlieren. Das alles klingt manchmal irgendwie herrlich altbacken, dann aber doch wieder postmodern. Ich sehe hier neben den Instru-Metallern Trephine oder Dysrhythmia vor allem auch eine gewisse Nähe zu den Bad Dudes und all den anderen Bands/Projekten aus deren personellem Umfeld. Kurz gesagt: Total geiler Style!


außerdem hätten wir da noch mal eben kurz notiert:

Enslaved - Vertebrae
Überraschung: Der Black/Viking Metal der norwegischen Originale ENLSAVED hat sich mittlerweile schon am ehesten in die Ecke Alternative//Progrock entwickelt. Atmosphärische, hochmelodische Parts mögen zwar zwischen Gekrächze und Doublebassgebretter auch im Hause ENSLAVED nix neues sein, dennoch sehe ich hier trotz folklorischem Touch eine deutlichere Nähe zu (aktuellen) Amorphis, Katatonia, Opeth oder Burst, als zu irgendwelchen Pagan-Lumpenhanseln. Zwar sollte man auch für „Vertebrae“ eine gewisse Affinität zu Corpsepaint-Musik mitbringen, um die furchtbar bösen Parts abzukönnen - die rockigen und psychedelischen bis apathisch-hymnischen Passagen machen die Scheibe aber doch sehr cool und interessant.

Cynic – Traced In Air
Schwierig, schwierig. Für alle Jüngeren: CYNIC ist eine der Florida Death Metal-Szene entwachsene Band, deren erstes und bis kürzlich einziges Album „Focus“ 1993 die Grenzen zwischen Grunzmetal, Fusion-Jazz/Progrock und spaceigen Vocoder-Experimenten sprengte. Nach ewiger Abstinenz meldet sich diese Truppe nun auf der Bildfläche zurück und haut ein Nachfolge-Album raus, das noch homogener und eingängiger funktioniert, aber irgendwie ... naja. Ein paar Songs, wie das eigentlich schon popige 'Integral Birth', sind großartig, die Produktion recht gelungen (das Mastering wurde allerdings ziemlich verkorkst) und gerade auch wenn man die Band in letzter Zeit mal live gesehen hat, funktioniert das Ganze irgendwie, aber man muss wohl auch einfach zum richtigen Zeitpunkt in der richtigen Stimmung dafür sein.
Immerhin: Wenn man CYNIC anno 2008 im Zeitgeist einsortieren will, passen sie super zwischen Mastodon und Jesu, was auch nicht einer gewissen Ironie entbehrt ...

A.Amarda – Anam Cara
Im From Monument To Masses -Vorprogramm wussten die aus dem Maserati-Umfeld stammenden A.AMARDA zu überzeugen. Zwar ist der orchestrale Postrock dieser fast halbstündigen EP nix, was man irgendwo zwischen Red Sparrows, (vor allem:) This Will Destroy You, Goodspeed You Black Emperor, Ostinato oder Mogwai nicht schon mal gehört hätte, aber die zwischen ruhigen über auch mal etwas verfrickeltere Parts bis zu Lärmwänden fließenden Songs sind schon sehr ansprechend.

MISERY INDEX - Traitors
Positiv überraschend ist an dieser Scheibe der natürliche, druckvolle Drumsound, den ich mir im Gegensatz zur pappigen Schlagzeug-Produktion der dadurch kaum genießbaren Vorgängerscheibe "Discordia" ganz gerne anhöre. Beim eröffnenden Instrumental-Intro ist ferner nicht zu überhören, dass dieses ein bisschen von S.O.D.'s "March Of The S.O.D." abgeguckt ist. Der Grindcore-Stil der Band, der irgendwo zwischen zeitgenössischem Death Metal und eckiger Hardcore-Kante angesiedelt ist, geht ohne irgendwelche Bollo-Anleihen oder Klospülungskrankheiten angenehm sauber, eigenständig und Klischee-frei rein. Macht alles zusammen unterm Strich eine nette Prügel-Scheibe, die ich vielleicht noch ein paar mal testhören werde, deren Stil mir eigentlich liegt, die in meiner persönlichen Jahres-Rangliste allerdings mit ziemlicher Sicherheit dennoch eher im unteren Drittel rangieren wird, weil gibt aufregenderes ...

THURSDAY / ENVY - Split
Die Post-Hardcoreler THURSDAY bieten hier bei zwei von vier Tracks atmosphärischen Instrumental-Kram, während auch ENVY noch weiter in "Postrock"-lastige Gefilde rutschen. Alles ganz nett, für mich persönlich aber kein Grund zur Euphorie ...

DON CABALLERO - Punkgasm
Das Mathrock-Urgestein um Drummer Damon Che sollte ja eigentlich grundsätzlich meinen Nerv treffen, ich muss allerdings zugeben, vom aktuellen Longplayer eher etwas gelangweilt bis genervt zu sein, als dass ich begeistert auf Repeat drücken möchte. Dass Battles, die Band in der Ex-Don Cab-Mitglied Ian Williams heute mathrockt, inzwischen die viel größeren Presse- und Publikums-Lieblinge sind als die übers geschätzte Krach-Spezialistenlabel Relapse unters Volk gebrachten DON CABALLERO, ist wohl zudem mal wieder so eine Ironie des musikszenischen Schicksals ...

OBITUARY - Left To Die (EP)
Der Old School Death Metal Klassiker aus Florida wirft ein Kurzformat mit vier Tracks auf den Markt: Darunter zwei brandneue Songs, vom Stil her urtypisch gehalten, eine Neuaufnahme des "Slowly We Rot"-Titeltracks und der Celtic Frost-Coversong 'Dethroned Emperor'. Alles in allem nicht mehr oder weniger als äußerst solide Kost, wie ihre Fans sie lieben.