Montag, 29. September 2008

Aktuelle Alben ...

THE MARS VOLTA – The Bedlam Is Golaith
Zugegeben nicht mehr ganz sooo aktuell, aber: Wie konnte ich diese Band eigentlich so lange ignorieren und annehmen, dass das nix für mich ist? Im Gegenteil trifft dieser vor sommerlichen Vibes sprießende Neuzeit-Progrock sogar ziemlich meinen Nerv und schießt gerade im „bestes Album des Jahres“-Rennen mit der aktuellen Opeth gleich auf …

MOGWAI - The Hawk is Howling
Bei MOGWAI bin ich Späteinsteiger und auch nicht wirklich großer Fan. Wahrscheinlich kann ich mir ihr aktuelles Werk deswegen so schmerzfrei anhören, ohne etwa daran rumzumosern, dass die Band stagniert oder zu zahm geworden ist. Denn vom ruhigeren „Ambient-Rock“-Gewaber über den sehr elektronisch eingefärbten Song bis zu Distortion-Orgien gefällt mir ihre Instrumentalmusik auch auf diesem Album ziemlich gut. Auch wenn "spektakulär" wohl anders geht ...


BURST - Lazarus Bird
In der Vergangenheit hatte das mit BURST und mir nie so richtig geklappt. Warum, das weiß ich auch nicht so genau. Aber nach den ersten Testfahrten des neuen Albums werden wir nun offensichtlich doch noch Freunde. Was daran liegen mag, dass die Band um Ex-Nasum-Basser Jesper, die man irgendwo im „Alternative/Progressive Rock/Metal/Hardcore“-Feld gar nicht so richtig schubladisieren kann, hier noch mehr als früher ins experimentelle, epische und progrockige driftet, was wohl momentan zugegeben auch einfach irgendwie total mein Ding ist.

THE HAUNTED – Versus
Die Schweden sind ja so eine Band, die ich einerseits durchaus sehr schätze, von denen ich aber ebenfalls nie so richtig Fan wurde. Dabei stoße ich immer wieder auf das Phänomen, dass mich ihre Alben beim ersten Durchlauf tierisch langweilen, ich bei weiteren Chancen aber doch noch die eine oder andere Songperle darauf entdecke. So scheint es sich auch gerade mit „Versus“ mals wieder zu entwickeln …

THE VERY END – Vs. Life
Noch mal Geprügel und noch mal versus. Ende des Monats erscheint das Longplay-Debüt der Ruhrpottcombo, dessen Advance-Kopie die letzten Tage gelegentlich bei mir rotierte. Normalerweise turnen mich Bands, die alles wollen, inzwischen etwas ab. Auch bei TVE wird sowohl gegrölt als auch gesungen, und sowohl geballert als auch gegniedelt. Aber hier drücke ich nicht nur gerne mal ein Auge zu, sondern kann dem Album mit Hits wie 'Flatline‘ oder 'The Loss Theory' auch objektiv recht viel abgewinnen, zumal man es hier nicht mit konstruiertem Reißbrett-Zeitgeist-Metal zu tun hat, sondern die Songs tatsächlich einen sehr natürlichen Flow haben.

Dienstag, 23. September 2008

Neue Metallica?

Ja gut, meinetwegen. Nach einigen Durchläufen des neuen Werks der Herren Ulrich, Hetfield und Anhang komme ich zu folgendem Ergebnis: "Death Magnetic" ist weitaus Spaß machender und unpeinlicher ausgefallen, als es einem gerne auf den Großen rumhackenden Lästermaul wie mir lieb ist. Zwar kommt es höchst albern, dass die Strategen fast jeden Song durch exzessive Intros, ausschweifende Solo-Mittelteile und ständige Wiederholungen instrumentaler Strophenriff-Passagen in epische Laufzeiten ziehen müssen, dafür wirkt das Gepolter der Scheibe dann aber größtenteils tatsächlich keineswegs aufgesetzt retro oder so. Auf der Haben-Seite machen vor allen rockige Thrasher wie "That Was Just Your Life", "The End of the Line" oder "All Nightmare Long" wirklich sehr viel Laune. So richtig schlecht finde ich dagegen eigentlich nur die ausgekoppelte Schablonenmuster-Halbballade "The Day That Never Comes" und das 10minütige Instrumental "Suicide & Redemption", in dem nicht viel erwähnenswertes passiert außer einem 'Cheesy Part', bei dem ich jedes mal laut lachen muss."The Unforgiven III" ist meinetwegen noch streibtbar und einige Prügel-Songs der zweiten Hälfte nicht so geil catchy wie die in der ersten, aber das Teil ist schon ganz okay. Nicht mehr und nicht weniger.

Montag, 8. September 2008

Es wird mal wieder Zeit für ein Posting.

Mit etwas Verspätung ist das BIG BUSINESS Album "Here Come the Waterworks" jetzt noch in meiner Dauerrotation gelandet. Die Zwei-Mann Band ist bekanntlich Teil der aktuellen Melvins-Inkarnation und so verwundert es nicht, dass ihre Musik etwas ähnlich klingt. Ich gebe mir ihren wuchtigen Stoner/Sludge-Sound momentan jedenfalls sehr gerne.

Nicht so richtig gerne geben kann ich mir das aktuelle SLIPKNOT-Album "All Hope Is Gone", dabei habe ich wirklich versucht es zu mögen. Aber man merkt, dass die Typen eigentlich keinen Bock mehr haben und nur noch ein Album machen, einfach nur um mal wieder ein Album gemacht zu haben. Das ist doch alles nur noch gefälliger, mit Kalkül konstruierter und seelenlos inszenierter Konsens-Metal zwischen Pop und Alibi-Geballer. Rein objektiv finden sich zwar schon gute Songs auf der Scheibe, aber der bittere Beigeschmack von etwas, das 100%ig spürbar nur ein liebloses Reißbrettprodukt ist, verhagelt mir sämtliche Sympathien, die ich für so ein Album eventuell noch hätte aufbringen können.

Auf das aktuelle ALICE COOPER Album "Along Came A Spider" habe ich schon hingewiesen, möchte aber noch mal erwähnen es als Spätsommer-Scheibe die letzten Wochen doch recht gerne aufgelegt zu haben. Die ganz großen Hymnen findet man darauf zwar nicht, aber seine Rückkehr zu dem Rock/Metal-Stil, den man am meisten mit Alice verbindet, geht voll auf: "Along Came A Spider" ist eine abwechslungsreiche Scheibe mit gut ins Ohr gehenden Hardrock-Songs ohne einen einzigen Ausfall!

Anonsten lasse ich auch gerne mal "This Comp Kills Fascists" rotieren. Eine Compilation über Relapse Records, die von Scott Hull (Pig Destroyer) zusammengestellt wurde und alllerlei Geschepper und Gegurgel von Brutal Truth, Total Fucking Destruction, Insect Warfare und ähnlichen Combos enthält. Das ist aber eigentlich nur so eine Art Ersatzdroge, bis die neue Phobia endlich erhältlich sind.

Ach ja, die neue Metallica habe ich mir noch nicht richtig angehört. Habe es da auch nicht so eilig ...