Montag, 3. Dezember 2007

Das Album des Jahres ...


... ist ganz klar Holy Armour Form the Jaws of God von den Briten OCTOBER FILE, denn hier stimmt einfach alles. Atmosphärisch aber noisy und brachial wandelt die Truppe nicht nur auf stark Killing Joke-esquen Pfaden zeitgenössischer Natur, sondern kann gleich mit Jez Coleman als Gastsänger aufwarten. Mal wird bei einem Song wie 'Friendly Fire' mit maschineller Monotonie ein Dampfhammer a la Ministry nach vorne geballert, wannandermal erinnert 'Sun That Never Sets' auf seine fast schwebende Art an die psychedelischsten Voivod-Werke wie 'The Outer Limits' oder 'Angel Rat', während der Sound von OF insgesamt auch eine gewisse Nähe zu den heftigen Mit90er-Scheiben der Kanadier wie 'Negatron' und 'Phobos' aufweist. Das nur geniale Massacker 'High Octane Climate Changer' hat dann als verquerer Lärmer was von Unsane, 'Another Day' wiederum klingt als straighte Metal-Nummer mit leichtem Pop-Flair wie eine dreckige Version von Fear Factory, wenn sich diese noch trauen würden, wirklich harten Lärm abseits von glatten Reißbrett-Songs zu machen, was sie längst verlernt haben.
Extrem geiles Ding!

Montag, 22. Oktober 2007

Paul Raven ist tot.

Am vergangenen Samstag erlag Paul Raven im Alter von 46 einer Herzatacke. Als Bassist von Bands wie Killing Joke, Prong, Ministry, Godflesh oder Murder Inc. stand Paul Raven all die Jahre immer irgendwie im Zentrum einer ganzen Familie von einflussreichen Bands um das Feld "Industrial-Rock/Metal", von denen ich großer Fan bin. Eine Familie, die personell eigentlich erst in den letzten Jahren auch durch sein Mitwirken noch so richtig aneinanderrückte und die gerade ihren dritten Frühling zu erleben scheint. Gerade Raven war derjenige, der immer wieder neue Mitglieder in dieser Familie willkommen hieß, z.B. als er sich Anfang der 90er schon als Prong-Fan outete, bevor er dann sogar bei ihnen einstieg, oder jüngst noch dazu beitrug, Erben seines musikalischen Schaffens einer neuen Generation namens October File auch zu pushen und unterstützen. In Zukunft eine dieser Bands live zu sehen wird einen extra-nostalgischen Beigeschmack haben, weil er nicht mehr bei ihnen mit auf der Bühne steht und es auch nie wieder tun wird.

Ruhe in Frieden, Paul.

Dienstag, 18. September 2007

Enttäuschungen 2007 ...

Es gibt sie auch dieses Jahr wieder: Die Alben, auf die man große Stücke gesetzt hat, die aber nicht zu richtig der Bringer sind. Neben dem aktuellen Werk von Entombed entpuppt sich auch die neue EXODUS-Scheibe leider als gut gemeint, dabei aber übers Ziel hinausschießend. Meiner Meinung nach verzettelt sich eine der besten und wichtigsten Thrash Metal Bands überhaupt auf ihrem neuen Werk „The Atrocity Exhibition... Exhibit A“ zu sehr in künstlich in die Länge gezogenen Songkonstruktionen, die mit immer wieder deplaziert auftauchenden, teilweise überlangen Instrumental-Passagen und Solo-Exzessen eher irgendwas zwischen anstrengen und langweilen, als begeistern. Gelegentlich ein geiler Refrain (‚Riot Act’), gelegentlich ein nettes Riff und die Scheibe ist insgesamt alles andere als wirklich schlecht, aber eben auch nicht wirklich gut. Gary Holt und seine Mannen versteifen sich auf diesem Album auf genau das, was ich bei den Vorgängerwerken als Manko sah, als auf das, was mich an ihnen begeisterte. Und das ist schade. Hobby-Gitarristen mit ewiggestrigem 80ies-Prügel-Musikgeschmack finden es natürlich trotzdem toll …

Ebenfalls am Ziel vorbei schießt die neue Scheibe von VENETIAN SNARES. Der sich hinter diesem Pseudonym verbergende Brite Aaron Funk veröffentlichte 2005 unter dem ungarischen Zungenbrecher-Titel „Rossz csillag alatt született” ein Ausnahme-Album, das komplexes Drum’n’Bass/Jungle-Geballer (auch in Schubladen wie Breakcore oder IDM abgelegt) sehr geil mit klassischer Musik kombinierte. Dieses Album verkaufte sich sehr erfolgreich und verschaffte ihm auch außerhalb der Drumcomputermusik-Szene viel Anerkennung. Als eine Art Sequel ist nun das neue Werk "My Downfall (Original Soundtrack)“ zu sehen, krankt aber an folgendem Umstand: Der gute Aaron hat sich hier was zusammengeschustert, das zu bestimmt 80% aus reiner, klassischer Musik im klassischen Sinne besteht. Er versucht mit schönen Streicher-Melodien und Anknüpfen an musikalische Themen des thematischen Vorgängers der nächste Mozart zu werden oder so etwas in der Art. Lediglich der Track ‚The Hopeless Pursuit of Remission’ kombiniert Streicher mit komplizierten Rhythmen, ein weiterer geht ins jazzige, noch einer fällt als Softporno-Schlager völlig aus dem Rahmen, aber der Rest des Albums ist eine tonale Geschichte a la „Peter und der Wolf“. Wer will das hören? Ich jedenfalls nicht.

Etwas in die Belanglosigkeit verschwimmen mittlerweile auch die lange als interessante Avantgarde-Metaller gehandelten Australier ALCHEMIST. Ihr aktuelles Album „Tripsis“ bietet nix aufregendes, außer dem üblichen. Jenes ist zwar nach wie vor nett anzuhören, wenn man auf Gröl-und-Prügel-Musik unter Hinzunahme "sphärisch-spaceiger" Versatzstücke steht, aber von Weiterentwicklung oder neuen Impulsen fehlt ihrem Stil mittlerweile jede Spur – Stagnation auf ganzer Linie. Und das ist einfach zu wenig.

Mittwoch, 12. September 2007

Instrumental aus dem Sommer: BEASTIE BOYS & DUB TRIO

Moderne Instrumentalmusik ist momentan wirklich angesagt und auch ich kann mich nicht dagegen wehren, Bands wie 65daysofstatic oder Ostinato durchaus Begeisterung entgegen zu bringen. Andererseits ist das bei mir aber auch nichts neues, auch wenn ich mir einen Vortrag über Kong sparen werde. Momentan begleiten mich mit leichter Verspätung folgende 2007ener Alben auf Dauerrotation in den Herbst:

BEASTIE BOYS – The Mix-Up
Elf Jahre nach ihrer Instrumental-Compilation „The In Sound From Way Out!“ wagen die BB’s einen weiterne Anlauf komplett stimmloser Funk-Musik, nur dieses mal mit einem vollwertigem Album brandneuer Kompositionen. Überhaupt besticht die Band mal wieder dadurch, sich als einer dieser seltenen Alternative Acts unter Mainstream-Wahrnehmung, als im Hardcore-Punk verwurzelte Spaß-Rapper, die eben dennoch seriöse Vollblutmusiker sind und für die eine Schublade wie Hip Hop viel zu winzig ist, einen Dreck um Konventionen zu scheren, einfach drauflos zu jammen und das dann auf den Markt zu schmeißen. Heraus gekommen ist mit „The Mix-Up” eine 70ies-Vibes und Sommernachts-Gefühle versprühende Fahrstuhlmusik, die gut reingeht. Besonders hervorzuheben sind dabei vor allem das mit viel Hall psychedelisch-verdrogte ‚The Gala Event’ und das regelrecht rockende ‚Of The Grid’.

DUB TRIO – Cool Out And Coexsist
Dass ich diese Band erst jetzt für mich entdeckt habe, ist fast schon sträflich, frönen sie einen seltenen Crossover: Dub, mit alle seinen typischen Hall-Effekten, rhythmischen Figuren wie Offbeat-Gitarren und so weiter, trifft auf irgendwas zwischen Noiserock, Punk und Metal. Rein instrumental - außer zum Beispiel bei einem Song (auf dem DT-Album 'New Heavy') mit Mike Patton, der in überarbeiteter Fassung auch als Schlusstrack auf dem Peeping Tom-Album landete. Und ja, das macht Spaß. Das aktuelle Live-Album „Cool Out And Coexsist” überzeugt neben der Momentaufnahme einer spontanen musikalischen Inszenierung vor allem durch einen sehr lärmigen, brachialen, druckvollen, alles niedersägenden und -kloppenden Sound, der schon ein bisschen im Gegensatz zur dagegen etwas verhaltener und trockener klingenden Produktion der ebenfalls hörenswerten Studioalben „Exploring the Dangers of” und ”New Heavy” steht. Geile Band! Muss man im Auge/Ohr behalten.

Montag, 3. September 2007

JAPANISCHE KAMPFHÖRSPIELE - Rauchen und Yoga

Mitte Oktober erscheint das mit „Rauchen und Yoga“ gewohnt ironisch betitelte neue Album dieser Band namens JAPANISCHE KAMPFHÖRSPIELE. Und als langjähriger Fan/Freund/Supporter dieser großartigen Combo ist es mir ein besondere Freude, auch mit größtmöglicher Objektivität verkünden zu können, dass dieses Werk der totale Hammer ist. Nicht nur innerhalb des gerne etwas skurrilen JaKa-Kosmos, sondern auch im gesamten Genre-Kontext. Anstatt in irgendeine Richtung zu tendieren, scheinen die Jungs hier einfach ein paar Schüppen mehr von allem draufzulegen. Nie war ein JaKa-Album so catchy, dann aber doch wieder mehr mit experimentellen und jazzigen Schlagseiten gespickt. Brutaler, verquerer Prog-Death Metal trifft auf Mitgröl-Punk und allerlei Gimmicks wie Samples, Techno-Sounds und Percussioneinlagen. Auf die Idee, einen primitiven, dennoch unkonventionellen Midtempo-Stampfer mit Hit-Potenzial als Opener zu verbraten und erst dann Frickel-Grind auszupacken, muss man auch erst mal kommen. Zudem hatte die Band selten eine derart fette, dichte und dabei sehr lebendig klingende Produktion. Ich bin hin und weg.
Interview und offizielles Albumreview für eine Fachpublikation folgen noch …

Donnerstag, 23. August 2007

BARONESS - the red album

Freunde von Mastodon, Keelhaul, Isis und co. aufgehorcht: Relapse Records hat in Kürze das Full Length-Debüt von BARONESS am Start.

Schon die beiden 3-Song-EPs ‚First’ und ‚Second’, sowie der Split-Release mit den Unpersons wussten mit ihrer ungehobelten aber dennoch regelrecht epischen Mixtur aus extremer und traditionellerer Rock/Metal-Musik, kombiniert mit einer gewissen Gesamtwerk-Herangehensweise, zu gefallen. Besonders angetan hatte es mir seit eh und je der Song ‚Vision’, der als 8minütige Spannungskurve eher schon in Richtung Pink Floyd’schen Postrocks tendierte.

In genau diese stilistische Ecke hat die Ami-Combo nun auch den Schwerpunkt ihres aktuellen Album-Materials verlegt. Die Sludge/Hardcore- und Death/Black Metal-Einschübe der vorangegangenen Veröffentlichungen wurden hier ähnlich wie bei Mastodon’s „Blood Mountain“ zurückgeschraubt, zugunsten einer noch stärkeren Schlagseite in Richtung von Post- und Progrock, Dudel-Metal, 70ies-Pschedelik, Jazz-Jam, Stoner-Schulterblicken und auch Drone-Elementen. Die Vocals haben sich dabei von reinem Gebrüll und Gegröle mittlerweile mehr zu so einer Art Schrei-Gesang der Marke Devin Townsend weiterentwickelt und werden auch sehr gewählt eher wie eine gelegentliche Akzentuierung der Musik, denn als tragender Kernbestandteil eingesetzt.
Interessant anzumerken ist dabei noch die Art und Weise, in der BARONESS Musik in teilweise nur ca. dreiminütige und nur selten wirklich lange Tracks packen, bei der man das Gefühl nicht los wird, dass sie eigentlich auf drei mal so viel Spiellänge betragende Epen gestreckt werden müsste. Funktionieren tut das dann auch tatsächlich mal wieder am besten im Gesamtkontext der vollen Albumlänge „am Stück“. Womit dieser Band wie kaum einer zweiten der Kunstgriff glückt, „künstlerisch-progressives“ mit „Punk/Rock’n’Roll-Attitüde“ darzubieten.
So geht Post-Metal at it’s very best!

Playlist 23.08.2007

1.) Baroness - "The Red Album"
2.) Prong - "Power Of The Damager"
3.) Players Club - "Regenesis" & "coextinction"
4.) Ministry - "The Last Sucker"
5.) Municipal Waste - "The Art Of Partying"

GENEPOOL zum zweiten

Indie-Produzentenguru und Bassist Guido Lucas(Scumbucket), Smoke Blow-Rampensau Jack Letten und ihre Mutmusiker holen zum zweiten Langspielplatten-Angriff unter dem Namen GENEPOOL aus. Wirklich geändert hat sich einerseits nicht wirklich viel, andererseits klingt „Sendung/Signale“ aber doch ganz schön anders, als das Vorgängerwerk.
Da wo „Everything Goes in Circles“ als zeitgenössisches, originelles LoFi-Revival früher Wave-/Post-/Punk-Spielarten durchging, dabei aber doch fest im Sattel der Rockmusik mit krachigen Gitarren sitzen blieb, da macht die aktuelle Scheibe einen konsequenten, wenn auch unerwarteten Sprung zur Seite. Und während die grundsätzliche, retrospektiv-stilistische Formel unberührt bleibt, wird sie nun mit einer gehörigen Portion Elektro-Pop vermengt. Das billig anmutende Old School-Gepiepe der Keyboard-Zusätze klingt allerdings zu keinem Zeitpunkt irgendwie albern, sondern fusioniert perfekt mit dem, was man kennt. Und das reicht mit Ohrwürmern en masse von der melancholischen Schmusenummer bis zum rasanten Rock’n’Roller.
Außerdem bin ich mal gespannt, ob noch irgendein Hörer dieser Scheibe das Gefühl hat, dass hier mehrere Songs so etwas wie eine thematische Einheit bilden (Zombie Of Love, Just A Dream, …).

Municipal Waste - The Art Of Partying

2009 noch mal auf das Album geguckt bzw. immer wieder gerne mal angehört, fühlte ich mich gezwungen das infantile Review von damals mal zu löschen, empfinde aber diese Scheibe inzwischen bereits als Klassiker. Wenn schon spaßbetontes Retrogeprügel, dann so und nicht anders.

Dienstag, 21. August 2007

ENTOMBED - Serpent Saints

Sehr schwer tue ich mich damit, das aktuelle ENTOMBED-Album definitiv gut oder schlecht zu finden. Und ich habe weder im RockHard noch von sonst irgendeinem Kollegen bisher irgendwo ein Review gelesen, das zu dieser Scheibe wirklich den Nagel auf den Kopf trifft.
Die grundsätzliche Herangehensweise der Band an dieses Album finde ich toll und lobenswert: Sie versuchen gar nicht, es irgendwem recht zu machen. Die Schweden, die am Anfang ihrer Karriere gleich zwei Genre-Schubladen der harten Musik überhaupt erst miterfunden haben (Schweden-Death, Death’n’Roll), wollen sich aber offensichtlich auch sehr bewusst und gewollt gegen den Strom stellen. Anstatt ihre Albumaufnahmen digital nachbessern und künstlich klingen zu lassen (wie es längst Konvention ist), bevorzugen sie auf „Serpent Saints“ einen dreckigen, spartanischen Sound. Das finde ich ja grundsätzlich schon mal ansprechend. Auch musikalisch klingen sie so böse, düster und brutal wie lange nicht mehr (gilt vor allem auch für die Vocals), gehen aber nicht wirklich ‚back to the roots’. Eigentlich schwingen sie sogar über weite Strecken einfach nur eine primitive Crustcore-Keule, was dann auch ihrem ‚Rotzrock-Einschlag’ weiterhin gerecht wird.
So weit, so gut. Leider kommt dabei kein Album raus, das mich fesseln kann. An einigen Stellen kommt die Kombination aus Primitiv-Geprügel und Roh-Sound so billig daher, dass selbst ein Freund gröberer Klänge wie ich da ein wenig die Nase rümpfen muss. Trotz aller Ambitionen der Naturbelassenheit hätte man sich sowohl bei der Produktion, als auch beim Songwriting etwas mehr Mühe geben dürfen, anstatt einfach nur alles so dahinzuscheißen, wonach dieses Album nun mal riecht. Vereinzelte großartige Momente, wie das stark Slayer-eske Gegroove von „When in Sodom“, werden nämlich von kleineren Klogriffen etwas unmotiviert dahingerotzter Passagen runtergezogen. Was dieses Album sowohl stilistisch als auch qualitativ irgendwo in einem „Weder Fisch noch Fleisch“-Mittelfeld einpendelt.
Und das ist sehr schade. Hier hätte weitaus mehr drin sein können!

Mittwoch, 15. August 2007

THE CRACK WHORE SOCIETY - Rock'n'Roll für richtige Männer

Eine weitere „Neuentdeckung der Stunde“ habe ich mit der Berliner Combo THE CRACK WHORE SOCIETY zu verzeichnen. Etwas amüsiert bin ich ja über den Kollegen vom Visions Magazin, der beim selbstbetiteltem Debüt-Album eine musikalische Nähe zum 2003er Album „German Angst“ meiner Lieblingsband Smoke Blow sehen will. Naja. Von den stilistischen Grundzügen her würfeln TCWS zwar auch PunkRock’n’Roll, Hardcore und Stoner-Versatzstücke zusammen, bringen das Ganze aber auf einen simplifizierten Garagenrotzrock-Nenner, den die Kieler SB mit ihrem verhältnismäßigen Facettenreichtum vom cheesy Stadionrocker über verkiffte Noise-Experimente bis zu rasantem HC-Geprügel eigentlich umfahren.

THE CRACK WHORE SOCIETY sind – im positiven Sinne – musikalisch so sinpel gestrickt, dass mir außer den typischen Standartphrasen a la „schmutzig und voll auf die Fresse“ nichts wirklich weiteres zur veranschaulichenden Erklärung dieses Albums einfällt. TCWS haben vor allem eins: Eier. Die Produktion ist tief, massiv, lärmig und druckvoll. Die Band geht aggressiv und fies zu Werke. Und doch prügeln die Kollegen dabei einen Rock’n’Roll-Ohrwurm nach dem anderen raus, als würde man trotz aller Härte ja doch ein bisschen auf die Charts schielen. Sehr geil!
Anspieltipps: Lowrider, The Grindking, das fast schon Zeke-eske High On The Heels Of Love und das gesetztere Goodbye

Sonntag, 12. August 2007

BLACK STROBE - französischer Industrial-Rock und Dance-Metal

Zu meinen persönlichen Entdeckungen der Stunde gehören die Franzosen BLACK STROBE, die fast schon altbacken eine Mixtur aus Rock’n’Roll bis Metal und jeder Menge Wave/EBM/Industrial/etc.-Kram frönen. Eigentlich machen sie mit dieser Schnittmenge aus Bands wie NIN, Depeche Mode, Die Krupps, Front 242, Marylin Manson, Nitzer Ebb, Stabbing Westward und co. nichts, was man nicht schon mal aufregender gehört hätte, sie machen diese Sache aber eben doch sehr gut.
Ihr erster richtiger Longplayer „Burn Your Own Church“ hat zudem mit dem Opener ein richtiges Schmankerl zu bieten: ‚Brenn di ega kjerke’ (norwegische Übersetzung des Albumtitels) ist, rein instrumental, mit einer Mischung aus so etwas wie treibendem Trance-Techno und Gitarrenwänden irgendwo zwischen lärmigen Orchestral-Postrock und Black Metal ein Ungetüm eines Dancemetal-Songs, wie man ihn seit Jaaaahren nicht mehr gehört hat, was mich als Freund von längst in Vergessenheit geratene Ausnahme-Combos wie Kong ganz besonders freut.

Interessant anzumerken ist der Umstand, dass diese Band ursprünglich mal vor 10 Jahren als 2-Mann-Act in der House/Techno/Dance/Club-Szene startete, sich zwischendurch im Electroclash-Hype bewegte und mittlerweile zu so etwas wie einer Rockband mutierte.
Hier liegt auch ein bisschen der Wehrmutstropfen dieser Angelegenheit. Der angesprochene Eröffnungssong des Albums, sowie vereinzelte Gehversuche, die von der Band wenige Jahre zuvor auch im Feld des rein elektronischen EBM/Industrial/“Club-Bumbums“ unternommen wurden, sind meiner Meinung nach nicht nur ihre besten Tracks, sondern brauchen den Vergleich zu anderen Genre-Größen absolut nicht scheuen.

Freitag, 10. August 2007

Playlist 10.08.2007

1.) Baroness - Songs auf der Split mit den Unpersons
2.) Black Strobe - "Brena di Ega Kjarhe" (Song)
3.) The Crack Whore Society - dto.
4.) Genepool - "Sendung/Signale"
5.) Strongbow - "The Message" (Grandmaster Flash-Coversong)