Dienstag, 17. Juli 2018

Dieser Tage raus (KW29)

SANDRIDER - Armada
Ja, first and foremost erscheint diese Woche vor allem das dritte Album von SANDRIDER über Good To Die Records!
Dass dieses direkt noch mal so dermaßen bei mir einschlagen wird, wie 2013 der Großteil des zweiten Albums "Godhead" oder etwa auch die megageile Schlussnummer ihres selbstbetitelten Debüts ist fast utopisch und das Ausmaß meiner Vorfreude daher nicht ungefährlich...  aber ich hab' echt sooooo Bock drauf!
Die Randnotizen dazu: Der Basser/ Sänger und der Drummer, die auch schon die konstanten Kernmitglieder der 2012 aufgelösten Akimbo waren, neigen mit SANDRIDER, wirklich alles richtig machend, noch mal ein Stück mehr zum riffigen Abrocken mit einer irgendwie relaxten Aura und fast schon popigen Anwandlungen (wollen wir es mal Stoner-Punk nennen?).

Der Rest vom Fest ist dann diese Woche eigentlich fast schon egal, aber ich will Euch trotzdem nicht vorenthalten, was noch so am Start ist:

100BLUMEN - Keine Namen - Keine Strukturen
Die Düsseldorfer (Post-)Punkrocker mit Elektrozusätzen und dieses mal dann auch noch einem Hip-Hop-Gastmusikanten haben ja auch mal eine Output-Frequenz, die gar nicht mal so niedrig ist… 



BLACK HELIUM - Primitive Fuck
Das Label Riot Season bezeichnet die Musik von BLACK HELIUM als "Hard-edged Psychedelic Head-Fuckery and Neanderthal Glam Rock Swagger" und zieht als Einfllussfaktoren Black Sabbath, Hawkwind, Amon Düül II und die Stooges heran.
Na dann...


CUNTROACHES - EP 
What the...? Eine Zusammenarbeit von Instruments Of Discipline und Teratology Sound & Vision (beide aus Berlin) präsentiert uns diese Woche die erste Vinyl-EP der CUNTROACHES.
Jene hauen einem sowas wie die volle Breitseite an extra-noisigem Black-Metal-Punk um die Ohren, was man wohl mal live gesehen haben muss, um das Ganze wirklich gänzlich zu erfassen.



GODDARD - Between The Lights
Was GODDARD sympathisch macht: Man schreibt sich Indie- / Mathrock auf die Fahne und neigt dabei eigentlich schon schwerstens in Richtung Prog-Punk/ mathy Post-Hardcore, allerdings wird auch das Rock-Element groß geschrieben, denn die Band aus Worcester, Massachusetts walzt, groovet und klöppelt mit mehrstimmigen Vocals und gewisser Punkrockigkeit nach vorne und hat dabei vielleicht auch die eine oder andere Metal-Scheibe im Plattenregal oder der iTunes-Playlist.

Ich meine jedenfalls eine gewisse Verwandtschaft zu Circle Takes The Square rauszuhören, sowie einen ordentlichen Schuss von NoMeansNo.
Gefällt mir!



IRON SIGHT - To You Who Broke My Heart  
Power-Electronics-/ Dark-Ambient-/ Industrial-Noise-Kram zwischen Dystopie und Herzschmerz.
Kommt über Instruments Of Discipline.


KHôRADA - Salt
Von Agalloch war ich ja nie der größte Fan gewesen. Giant Squid wiederum fand ich irgendwie ansprechend, konnte dann wiederum aber
im musikalischen Detail auf Dauer auch nicht sooo viel mit ihnen anfangen (keine Ahnung, ob diese Äußerung von außen jetzt Sinn macht...).
Ex-Mitglieder dieser beiden aufgelösten Bands – darunter auch Drummer Aesop Dekker (außerdem Ludicra, Vhöl, Worm Ouroboros) – haben sich inzwischen als KHôRADA zusammengetan.
"Salt" soll dabei Stile wie Progrock, Postpunk, Black Metal und Psychedelic-Sludge-Doom zusammenbringen. 


 

NOT OF - Hypocritic Oath
Zweites Album einer krachig nach vorne peitschenden Duoformation aus Toronto: NOT OF verstehen sich als Noiserock-Band und neigen dabei so’n bisschen in die energisch-spaßige Punk-/ Rock’n’Roll-Ecke ihrer Schublade.
Kann man machen!



ROSEN & SPYDDET - Memoria 
Eine Ode an den Sommer und das Positive in Form von instrumentalem Synth-Pop/ Ambient auf Posh Isiolation, einem Label, das sonst auch gerne mal eher wesentlich experimentellere/ abstraktere Sachen veröffentlicht.
Sind wir jetzt tatsächlich da angekommen, dass sowas wie New-Age-mäßiges Eso-Seichtgesäusel auch wieder hip gemacht werden soll? 



THE LION'S DAUGHTER - Future Cult
Seltsames Coverartwork? Irgendwie auch 'ne seltsame Band! THE LION'S DAUGHTER aus St Louis haben sich schon vor einer Dekade aufgemacht, einen Gegenpol zu uninspiriertem Mainstream-Metal bieten zu wollen und sind im Rahmen besagten Unterfangens inzwischen dabei angekommen, Horrorsoundtrack-Synthies in Goblin-/ John Carpenter-mäßiger Manier mit Extrem-Metal in einen Topf zu werfen, der sich genauso bei frühen Neurosis, wie aus Black-Metal-, Deathgrind- und Metalcore-Ecken bedient.
Und ehrlich gesagt bin ich mir gerade ziemlich unschlüssig, ob ich das dann nicht vielleicht doch einfach nur völlig albern und „am Ziel vorbei“ finde, aber als relatives Kuriosum wollte ich es dann ja doch mal mit auflisten. 



ULTHA - Dismal Ruins II
Bevor es bald das neue Album über Century Media gibt, haben die Kölner Black-Metaller ULTHA mit der "Dismal Ruins II" EP via Vendetta gerade mal wieder recht überraschend einen Elfeinhalbminüter-Track rausgehauen, der ursprünglich anders verplant gewesen war, aber dann nicht so stattfand.
Die 10''-Version mit Screenprint-B-Seite gibt’s als einmalige Pressung auf 250 limitiert.



Re-Release:  
SWANS‘ großartige Mittneunziger-Compilation "Soundtracks For The Blind" ('The Sound', Leute, 'THE SOUND'!!!) erscheint diese Woche übrigens erstmals überhaupt auf Vinyl. 


Und sonst noch (Metal-Resterampe)?

Atmospheric/ DSBM im Geiste von sowas wie Leviathan bietet ABDUCTION’s "A Crown of Curses".

Sowas wie Atmospheric Black Metal fabrizieren auch die kanadischen FINN'S CANE, die diese Woche 'ne neue über Prophecy Productions raus haben.

Und die dagegen etwas archaischer lärmenden NY-Black-Metaller MUTILATION RITES haben ’ne neue über Gilead Media raus.  

Die Schwachstelle der live recht spaßigen SKELETONWITCH war ja in der Vergangenheit der stimmlich nix bringende Krächz-Frontmann gewesen. Inzwischen haben sie einen anderen. Ob man den Black’n’Roll-Thrash der Band dadurch von Konserve jetzt brauchbarer findet, das ist dann aber wohl noch mal eine andere Frage. 

Raw Black Doom Metal präsentieren uns die australischen SNORLAX auf ihrem ersten Demo.

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