Mittwoch, 20. Juni 2018

Dälek, Duisburg, Djäzz, Dienstag

Weil man es nicht oft genug betonen kann, sage ich es jetzt echt noch mal, obwohl ich es schon einige Male gesagte habe: Der gemütliche, herrlich schummrige "Djäzz Jazzkeller" in der Duisburger Innenstadt ist sowas wie der Fels des guten Geschmacks in der Brandung von Niederrhein und Ruhr. 
Hier finden die spezielleren kleineren Randsparten- und Nischen-Konzerte statt, die in Dortmund, Bochum oder Essen scheinbar leider keine Lobby zu haben scheinen...

So machte am vergangenen Dienstag z.B. auch DÄLEK Halt im Djäzz. Jener Hip-Hop-Act, der wegen seinem noisigen Wall-of-Sound-Getöse auf Alben wie "Absence" (Ipecac, 2005) vor allem auch von Musiknerds geschätzt wird, die sonst eher zu Sludge-Doom, Post-Hardcore, Noiserock, Shoegaze und/ oder Avantgarde-Industrial neigen.
 
Und die etwas mehr als einstündige Show von MC Dälek alias Will Brooks und seinem aktuellen Elektronikmann Mike Mare (keine Ahnung, wo DJ Rek war) macht in der gemütlichen Kellerbar auch mehr als Laune.
Das Publikum dancete und kopfnickte zum dichten Sound mit bollerndern Beats, über die Brooks seinen Rap-Flow wandern lies und manchmal gar parallel etwas Extra-Noise zum Sound mit Samples über ein Tablet oder live verfremdete Vocals dazutat.
Wieder mal musste ich auf meine beiden Lieblingssongs ('Subversive Script' und 'Gutter Tactics') verzichten, aber das macht nix, denn es war toll.
Immer wieder gern und hoffentlich bald wieder...

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