Samstag, 30. Juni 2018

Cassus, Jøtnarr, Nordic Walking

Das geistige Alter zeigt sich manchmal vor allem bei der Wahl der Freizeitgestaltung: Auf ‘n Feierabendbier eher zu jugendlichem Knüppelbandalarm in ‘ner „selbstverwaltet-unkommerziellen“ Kneipe  oder doch mal wieder in den mehr oder minder gediegenen Jazzladen der Stadt, um dem Saisonabschlusskonzert des Hausorchesters zu lauschen?
Tja, Ihr habt’s geahnt, es wurd‘ das Geballer im Dortmunder Nordpol.

Der Local Opener NORDIC WALKING (ehemals Mean) sorgte mit ca. 9 Songs in 12 Minuten im wahrsten Sinne des Wortes für Kurzweil.
Ganze nette Powerviolence-Lärmerei zwischen Blast- und D-Beats, kann man echt machen!

Die folgenden JØTNARR waren mir bis gerade eben ja gar kein Begriff gewesen, aber der Hardcore-verwurzelte ‘Hipster-Black-Metal‘ des britischen Trios, das bei der Kleiderwahl gerne mal Vorlieben für die eher ganz klassischen Bands  durchblicken lässt (Maiden, Sabbath, Kiss, Bad Religion), ging echt gut rein. 

Zumal man hier begriffen hat, dass geile Riffs und Groove-Parts manchmal eben doch besser funktionieren, als nur auf Blastbeats den Atmo-Bogen zu zeichnen, wie es so viele andere Bands in derartigen Gefilden derzeit sonst machen.
Sollte man im Auge behalten!

Ihre Landsleute CASSUS machen jene Art von Screamocore, für den ich mich eigentlich schon zu alt fühle, aber der gerne mal in chaotischem Geballer ausartende Lärm des Quartetts, der nicht zu oft von cleanen Gitarren und Gesangseinlagen unterbrochen wurde,  wusste ebenfalls mit einer energischen Show zu unterhalten.

Netter Abend!

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