Mittwoch, 23. Mai 2018

Octo, Cinema Cinema

Zu Beginn der kürzeren Woche direkt mal eben in den besten Laden an Niederrhein und Ruhr, denn wenn OCTO in der Gegend spielen kann man sich auch auf einem gefühlten Montag schon mal dahin aufmachen…
 
Heißt Punkt neun gab’s gestern im Duisburger Djäzz die Doppel-Dröhnung Bass: Das Kölner Trio OCTO besticht live mal wieder mit einer kurzweiligen Darbietung tighten Instrumental-Rocks, der aufgrund seiner Bass/ Bass/ Drums Besetzung was trockenes hat, dabei allerdings mit krachend treibendem Punch begeistert.
Der eine oder andere Knick in der Rhythmik ist das Salz in der Suppe und der eine oder andere etwas melodiöse Lauf die ‘postrockige‘ Cocktail-Kirsche auf dem Dessert.
Immer wieder gern!

 
Was die headlinenden CINEMA CINEMA aus Brooklyn, New York betrifft… ich glaub‘ das ist die erste Band seit Ewigkeiten, die ich möglicherweise irgendwie nicht so richtig verstanden habe.
Das Duo legt zwar einen alles in allem so actionreichen Auftritt aufs Parkett, dass man es nur sympathisch finden (oder vielleicht auch gar schon als etwas überambitioniert mit Kanonen auf Spatzen schießend deklarieren) kann, aber der Funke will nicht so 100%ig zu mir überspringen.
Irgendwie habe ich das Gefühl, dass der gesamte Gig eine einzige undefinierbare Suppe aus krachigen Jam-Passagen mit breiigem Gitarrensound und dem immer wieder gleichen Boogie-Riff ist, mit bruchstückhaft eingeworfenen Vocal-Parts (manchmal auch lediglich sporadischen Urschreien) und dem gelegentlich raugedudelten Blues-Lead. Als würde man 3-4 mal hintereinander den gleichen Song spielen und die Übergänge durch semiimprovisiert-kontrollierten Krach zusammenschmelzen.
Die Band gibt wirklich alles, flippt ziemlich wild aus, und ist so dermaßen supergut eingespielt, dass man nicht mal was dagegen sagen will, aber musikalisch ist die seltsame Summe der recht straighten Teile in die irgendwie falsche Richtung dermaßen daneben, dass ich auch nicht mehr weiter weiß.
Das einzige was rückblickend davon hängenblieb ist, dass sich eine wie Led Zep auf Speed-Überdosis anmutende Nummer thematisch um eine „Lady Abortion“ drehte (wtf?!)…

 

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