Montag, 16. April 2018

YC-CY

Es ist tatsächlich noch kein Jahr her, dass YC-CY zuletzt ein Gastspiel im Duisburger Djäzz gaben, aber an besagtem Abend im vergangenen Sommer hatte ich schon was anderes vor. Umso erfreuter war ich, zum unsanften Ausklang des Wochenendes am vergangenen Sonntag eine erneute Chance bekommen zu haben.
 
Ohne Vorband betraten die Schweizer um neun rum die Bühne und waren nach ‘ner halben Stunde durchgängig-pausenlosem Alarm dann schon durch.
Wenn man es vorher genau wüsste dürfte das in ‘dieser überalternden Gesellschaft, in der alle immer weniger Zeit haben‘ ja gerne öfter mal so laufen…
Aber Scherz beiseite. Das Quartett hat einen sehr coolen eigenständigen Stil, der sich vor allem in einem recht eigenwilligem Gitarrensound äußert. Ihre Musik versprüht in Momenten immer wieder mal Post-Punk-, Noiserock- und irgendwie auch einen Hauch von Industrial-Vibes, während die Schrei-Vocals und der hochexplosive Gesamtcharakter es über die Grenze zum zeitgenössischen (Post-)Hardcore ziehen.
Ein häufig eher etwas simpel pumpendes, manchmal auch etwas hektischer knallendes Rhythmusfundament (mit einem fast schon etwas minimal instrumentiertem Schlagzeug: Bassdrum, Snare, HiHat, eine (Stand-)Tom, ein Becken) stützt die gelegentlich schon mal etwas ‘otherworldly‘ und breitflächig quietschende und sägende Gitarre.
Während die Instrumentalisten eine spielfreudige Aura haben, steht der Frontmann die meiste Zeit regelrecht in sich versunken mit der Seite zum Publikum vor der Bühne, aber wenn er dann mal schreit, dann auch richtig.

 
Unnötig zu erwähnen, dass ich mir die aktuelle LP „Todestanz“ direkt untern Arm geklemmt habe, denn es ist geiler Lärm!

 

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