Sonntag, 29. April 2018

Ultha, Evil Warriors, Vidargängr

Tja, die Qual der Wahl bei der Freizeitgestaltung… Man hätte auch zum „Forms of Hands” irgendwo zwischen Unna und Hamm fahren können, um mal Drum’n’Bass-Chef End.User zu sehen (der Rest vom Fest bestach nur irgendwie nicht so), oder sich im Dortmunder Künstlerhaus Mex mal wieder einen Event der “Nyak“-Reihe geben, die immer wieder mal sehr coole Noise-Performances zu bieten hat, aber irgendwie lande ich doch mal wieder beim Metal-Kaschemmen-Konzert…
Denn ich finde ULTHA generell ziemlich gut, die sich an diesem Abend im Oberhausener Helvete fast schon als sowas wie ein Local Support verheizen ließen und damit auch so überpünktlich auf die Bühne geschickt wurden, dass ich in den Laden stolperte, während die Band bereits spielt. 
Im rot angestrahlten Nebel entfaltet die Show der Kölner mal wieder eine besondere Atmosphäre und ihre Art von epischem wie brutalen Black Metal hat musikalisch immer wieder mal so einen Extra-Kniff zu bieten, der die Sache im Gegensatz zu vielen anderen Genre-Bands interessant hält.
'The Seventh Sorrow' finde ich live zudem sogar um einiges besser als von Konserve, wohl mal wieder so eine Produktionssound-Sache... 
Dass der Drummer ein mal fast die falsche Abzweigung genommen hätte, man aber doch noch die richtige Kurve kriegt ist für die Musikerpolizei natürlich ein kleiner Schmunzler.
Summa summarum: Wie immer ziemlich großartig, geht echt immer wieder.

Dass eine mehr oder minder in Klischee-Optik auflaufende Kapelle namens EVIL WARRIORS tatsächlich so richtig gut bzw. über Genre-Standard hinaus bestechend sein kann, hätte ich ja nicht gedacht, aber entgegen der niedrigen Erwartung fahren die Leipziger aus dem Dunstkreis von Antlers, II und co. keinen 08/15-Black-Thrash-Stil, sondern haben bei ihrem Geklöppel trotz aller Wurzelnähe musikalisch immer wieder sehr interessante Momente zu bieten.
Ganz cool!

Danach bin ich evtl. für einen Abend Black-Metal-übersättigt und es liegt vor allem an mir, denn VIDARGÄNGR, die ich von ihrer Split mit Urfaust eigentlich als ganz gut abgespeichert hatte, wissen dem vorgelegten nix mehr draufzusetzen. Die Watain-Assoziationen, die ich habe, ziehen das Ganze auch eher runter als rauf. Tja, ich werd' halt doch immer Metal-müder, kann man nix machen...

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