Sonntag, 29. April 2018

Pariah, Fashion Killers, Aeon Temple

Irgendwie hat es fast auch schon so ein bisschen Tradition, sich als Post-Roadburn-Methadon, gerade wenige Tage aus Tilburg zurück schon wieder in den nächsten ähnlich gearteten Konzertmarathon zu werfen.
Mein persönlicher begann am vergangenen Donnerstag im Essener Don't Panic (die am Vorabend an gleicher Stelle spielenden Altherrenrocker Zeke hätte ich zwar auch gerne mal weider gesehen, musste sie aber wegen eigener Bandprobe sausen lassen #fwp).

Die eröffnenden Jungspunde von AEON TEMPLE begehen den Anfängerfehler, schon beim Opener alle Register zu ziehen, z.B. den ruhigen Mittelpart im noisigen Finale münden zu lassen und damit das meiste Pulver auch gleich direkt verschossen zu haben.
Grundsätzlich ist der Stoner-Rock der Truppe von um die Ecke mit durchwachsenem Charisma aber okay (grobe Ecke Monster Magnet).
Als Kontrastprogramm schlagen die FASHION KILLERS bei ihrem Live-Einstand nach bereits acht Jahren Bandexistenz wesentlich härtere Töne an. Die Rhythm-Section hatte man vor nicht allzu langer Zeit noch in einer anderen Band zusammen mit Eisenvater spielen sehen, den Gitarristen kennt man aus irgendeiner Todesmetall-Truppe und der Shouter war kurz vorm Gig überhaupt erst engagiert worden.
Der Sludge-Metal des mit technischen Problemen kämpfenden Quartetts ist dann auch mehr Metal als Sludge und dass eine Nummer irgendwie ein bisschen von Cephalic Carnage's 'Black Metal Sabbath' abgekupfert schien, brachte mich irgendwie zum schmunzeln.

Die Schweizer PARIAH runden das etwas seltsame Gesamtpackage mit einer ebenfalls irgendwie etwas seltsamen Aura ab. Allerdings weiß die Band mit handwerklich souveränem Stoner-Rock der knackig-härter groovenden Sorte zu gefallen , der nicht zu sehr auf Retro-Fuzz-Mief setzt, und das macht's ziemlich sympathisch.

Kurzweiliger Abend!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen