Montag, 30. April 2018

A Place To Bury Strangers, Buck Gooter

Der Roadburn-Entzugsbekämpfungs-Konzertmarathon fand seinen vorläufigen Höhepunkt in der Show von A PLACE TO BURY STRANGERS im Dortmunder FZW.
Deren Support-Act wurde tatsächlich schon um 19:00 auf die Bühne geschickt...
Und das Duo BUCK GOOTER ist... mal was anderes.
Irgendwo zwischen Outsider-Künstler-Pop und Weirdo-Punk/ Noiserock. Ein Gitarrist/ Co.-Sänger mit interessant verzerrter halbakustischer und Kettenhemdkapuze und ein weiterer Herr, der mal den zu Drumcomputer-Beats um sich tretend rumschreienden Frontmann gibt und mal Elektro-Percussion spielt. Das Ganze pendelt zwischen ironischem Pop bis zu sowas wie Industrial-Rock hin und her. 
Irgendwie mit einer kauzig-kruden “Kleinkunst”-Aura, dabei aber eben auch seeehr kurzweilig.

A PLACE TO BURY STRANGERS und ich im Vorfeld – die Kurzfassung: Als es um deren selbstbetiteltes Debüt 2007 direkt einen kleinen Hype gab, hinterließ dieser auch bei mir ein bisschen Eindruck. Aber irgendwie auch nicht so, dass ich die Band durchgängig weiterverfolgt hätte... 
An diesem Abend erlebe ich bei meinem ersten Live-Eindruck nach all diesen Jahren allerdings eine Show, wie ich es öfter mal gerne tun würde. 
Dass Gitarrist/ Sänger Oliver Ackermann schon im ersten Song der Gitarrengurt springt tut der ganzen Sache keinen Abbruch. Er tobt wie wild mit seinem Instrument über die Bühne und nimmt im Gegenteil keine Rücksicht auf etwaige Schäden an seinem Equipment.  
Allgemeiner Wahnsinn in Stroboskopgeblitze und Nebel, die Musik ist eine erstmal wild nach vorne treibende Melange aus Post-Punk, Shoegaze, Noise- und Space-Rock mit unfassbar dicht-krachiger Gitarrenwand, Basser Dion Lunadon pumpt und pumpt und pumpt und Schlagzeugerin Lia Simone Braswell ballert breakbeatig auf der Überholspur.
Jene sorgt irgendwann für einen Break, indem sie erst einen Song alleine mit einem Saiten-/ Zupfinstrument singt und dann noch einen elektronischen LoFi-Popsong inmitten des Publikums, unterstützt von ihren Mitmusikern und der Vorgruppe.
Man fühlt sich inzwischen komplett reizüberflutet, aber es sind gerade mal 20 Minuten oder so rum.
Eine etwas zurückgelehntere Nummer später geht’s dann auch gleich weiter mit völligem Alarm, Gitarren auf den Boden werfen und alles.
Die Show ist in unter einer Stunde vorbei, aber irgendwie ist das auch okay. Krass geile Live-Band!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen