Dienstag, 20. März 2018

Dieser Tage raus (KW12)

Here we go again...

AUREOLE OF ASH - Morbid Reality
Crust zum ersten: Auf Bandcamp eigentlich schon ‘ne Weile zu haben, offiziell aber wohl diese Woche raus, ist das erste Album der Münsteraner Baller-Punks AUREOLE OF ASH.
Name your price!



BRUCE LAMONT - Limbs Excite No Pity
Man kennt BRUCE LAMONT natürlich von Brain Tentacles, Corrections House und Yakuza. Alle jetzt nicht unbedingt auf der Liste meiner absoluten Lieblingsbands/ -Projekte, aber natürlich schon gewisse Namen in meinem Kosmos.
Mit „Limbs Excite No Pity” hat der Saxophonist nun ein Richtung Ambient/ Drone tendierendes Solodebüt am Start.
Produziert von (natürlich) Sanford Parker.



COAST - s/t
Das australische Label Art Of Catharsis kann bekanntlich alles von Anspruchs-Pop bis zu völligem Krawallgeballer.
Diese Woche hat man mit dem selbstbetitelten Album von COST allerdings was am Start, das ganz ohne doppelten Boden in Richtung moderner Jazz gehen soll, und das auf einer dynamisch recht weiten Bandbreite. 



COILGUNS - Millennials
Ja huch! Da ist es mir wohl mal wieder passiert, ein Album fälschlicherweise ein paar Wochen zu früh angekündigt zu haben, denn anscheinend erscheint die neue COILGUNS doch erst diese Woche. 
Deswegen sei das neue Teil der Schweizer Post-Hardcore-/ Noiserock-Band, die genauso so Prog- wie Rock’n‘Roll-Anflüge versprüht, der Vollständigkeit halber noch mal mit aufgeführt.



DARK BUDDHA RISING - II
Mit einem vorläufigen Update der entsprechenden Bandcamp-Seite scheinen es weder Neurot Recordings (bei denen man auch Tonträger + Shirt -Bundles bekommt), noch die Band sonderlich eilig zu haben, aber die zwei lange Tracks umfassende EP „II“ der finnischen Zäh-Doomer erscheint auch diese Woche.


DDENT - Toro
Instrumentaler Post-Metal/ Doom/ Shoegaze mit Industrial-Kante ist das, was sich dieses Quartett aus Paris auf die Fahne schreiben möchte.
"Toro" ist dabei sogar schon ihr drittes Album.



DEEP RED - Night Warning EP
Mike Berdan, der auch Shouter des Industrial-Metal/
Punk-Duos Uniform ist, hat mit DEEP RED ein Soloprojekt am Start, das beeinflusst von Kram a la DAF, Nitzer Ebb u.ä. in Richtung Old-School-EBM geht.


DISCORD - Crustfucker
Crust zum zweiten: Mit einem Rattenschwanz an Gast-Chor für eine Nummer legt der Labelbetreiber von Blackened Death mit „Crustfucker“ ein Album seines eigenen Projekts DISCORD vor.
Der Name ist Programm.



HIGH PRIESTS - Spinning
Der Bandname mutet natürlich irgendwie an, als würde hier die letzte verfügbare Setzkasten-Lücke in der Ecke von Retro-Hardrock bis Stoner-Doom zugemacht, allerdings haben sich Triple Eye Industries aus Milwaukee, Wisconsin eher dem Thema „Heavy Noise-Rock“ verschrieben und ihre HIGH PRIESTS aus Chicago sind riesige Karp-Fans, die auf diesem Langspieldebüt dem Post-Hardcore/ Noiserock der eher etwas krachigen AmRep-/ Touch&Go-Art frönen.


THE MESSTHETICS - s/t
Schon seit Wooochen wird es auf verschiedensten Kanälen angekündigt, das selbstbetitelte Debüt von THE MESSTHETICS, bei denen es sich um die Rhythm-Section von Fugazi (Drummer Brendan Canty und Basser Joe Lally) und Gitarrist Anthony Pirog handelt, welcher wiederum eher aus der Jazz-Ecke kommt.
Man ist dementsprechend sehr gespannt auf das natürlich über Dischord Records erscheinende, halbimprovisierte Instrumental-Teil.



MOURNFUL CONGREGATION - The Incubus of Karma
Persönlich bin ich ja trotz Doom-Affinität jetzt nicht so der große Fan von MOURNFUL CONGREGATION. Was nicht mal einen bestimmten Grund hat. Klar, die irgendwie u.a. auch mit exzentrisch-extremmetallischen Landsleuten wie Portal und StarGazer verbandelten Australier sind ‘ne gewisse Hausnummer, aber mein Funeral-Doom-Boot ist mit Evoken und Esoteric wohl einfach schon voll.
Havin‘ said that, erscheint diese Woche ihr neues Album via 20 Buck Spin und die Franzosen von Osmose Productions und man kann ja trotzdem mal ein Ohr riskieren, solange die Jahreszeit noch halbwegs passt.

Warum die Bandcamp-Einbettung an dieser Stelle gerade partout nicht richtig klappen will, verstehe ich nicht wirklich, allerdings gibt's deswegen nur einen Link dahin

MOUTH - Floating
Keine Ahnung woran genau es liegt, dass man in letzter Zeit etwas öfter über den Namen dieser schon seit 2000 existenten Band zu stolpern scheint. Vielleicht ja an selektiver Wahrnehmung, aber vielleicht auch, weil der allgemeine Zeitgeist inzwischen bei ihnen angekommen ist (anstatt umgekehrt, nicht missverstehen). Denn die Kölner MOUTH sind mit eigener Note irgendwo zwischen Retro-, Kraut-, Psych- und Progrock unterwegs.
Ihr neues Album soll dabei etwas ‘luftiger‘ ausgefallen sein als vorangegangene.



OWL - Orion Phoenix
Dass ich Christian Kolf vom Zeitgeister-Kollektiv (u.a. auch Valborg) für eine der interessantesten und kreativsten Charaktere der hiesigen (bzw. auch internationalen) Metal-Szene halte, habe ich ja schon öfter gesagt.
Sein Death-Metal-Projekt OWL ist die Ausnahme zu den zwei Regeln, dass mich 1.) reine Studio-Soloprojekte gerade im Extrem-Metal-Bereich sonst eher nicht so interessieren und ich 2.) mit dem Thema Death Metal auch eigentlich generell eher so ein bisschen durch bin.
Mit einem irgendwie immer wieder anderen Ansatz in Bezug auf Songformat und Stilschwerpunkt setzt sich OWL irgendwo zwischen Portal, Gorguts, Morbid Angel und auch immer mehr Anflügen Richtung Devin Townsend/ Strapping Young Lad in eine ganz Nische, um in dieser gleichzeitig Atmosphäre, Epik, Heavyness, Brutalität, Komplexität und musikalischen Weitblick unter einen Hut zu kriegen. Mal fällt das Ganze dahin, auch Ambient- und Doom-Anwandlungen auszuleben und mal dahin, modern-progressiven Metal ballern zu lassen, der sich eben weder an irgendeinem gängigen Szene-Spirit oder -Zeitgeist anbiedert, noch aus irgendeiner anderen Zeit gefallen scheint. Und sowas ist gerade in der Metal-Ecke ja eher selten.
Mit „Orion Phoenix“ erschien nun eine neue, die Zwanzig-Minuten-Grenze überschreitende Ein-Song-EP.


WILL HAVEN - Muerte
Ja puh, die gibt’s auch immer noch?
Okay, ausnahmsweise mal die ausholende Langfassung: Mit WILL HAVEN assoziiere ich sowas „Fluch und Segen“- oder auch „Glück im Unglück“-mäßiges. Sie waren schon immer eine dieser Bands, die man Ende der 90er bzw. über die Jahrtausendwende rum mit dem Nu-Metal-Hype und damals Roadrunner-typischen Kram (Fear Factory, Soulfly, Slipknot, Glassjaw und co.) zusammen abgeheftet hatte, dabei wurden sie – ähnlich wie z.B. die Sludger Raging Speedhorn oder die Alterna-/Prog-Metaller Earthtone9 – wohl eher aus Mangel an passenderen Erklärungsversuchen und tatsächlichen Alternativen vom Musikbiz mit in diese Schublade bzw. auf derartige Tour-Pakete verfrachtet.
WILL HAVEN waren zu der Zeit nämlich eigentlich eher dem damaligen New-School-Hardcore, dem Stichwort Noiserock und dem, was man inzwischen wohl auch so Sludge- und/ oder Post-Metal nennt nah. Der eine oder andere Musikkritiker mit etwas mehr Verstand und Geschmack führte Neurosis oder Snapcase als vergleichbare Bands an, wobei der Band aus Sacramento auch ein ordentlicher Schuss Eigen-Emo im Stile der Deftones zugesagt wurde, mit denen man tatsächlich bis heute persönlich verbandelt geblieben ist.
Lange Rede, kurzer Sinn: Sie waren eine der besseren und interessanteren, rückblickend trotzdem irgendwie nicht sooo ganz zu Unrecht halb unterm Relevanz- und Coolness-Radar gebliebenen Bands der Zeit, in der Metal Hammer, Kerrang, Visions und co. noch irgendeine Art von Bedeutung hatten. Was Grund genug sein sollte, vielleicht doch mal in das diese Woche erscheinende neue Album reinzuhören. 


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