Donnerstag, 1. März 2018

Dieser Tage raus (KW09)

ADT - Insecurities
Das Label Hausu Mountain Records spezialisiert sich auf Nischenkram von Ambient-Pop über Freejazz bis Noise.
ADT
z.B. bieten auf ihrem diese Woche veröffentlichten „Insecurities“ vollimprovisierte Musik, in der eine Jazz-Instrumentierung um einen Field-Recordings bearbeitenden Elektroniksoundtüftler erweitert wird.
Cooles Coverartwork außerdem!


ALLES – Hope
Tjoah, Kalauer, aber über ALLES weiß ich fast nix, außer, dass ihr drittes Album diese Woche über das polnische Label Antena Krzyku erscheint und die Band sowas wie recht elektronischem Postpunk frönt.


AMONG THE ROCKS AND ROOTS - Raga
Kein uninteressanter Ansatz mit Neandertal-Faktor: Diese Duoformation aus Richmond versteht sich als Noiserock-Band mit meditativ-spiritueller Kante. „Raga“ ist dabei der zweite Teil einer geplanten Trilogie, der mit schwerer Percussion-Schlagseite, tief gestimmter Gitarre und Gröl-Vocals irgendwie ein bisschen was von Sepultura zu „Roots“-Zeiten hat.


ANNA VON HAUSWOLFF - Dead Magic
Mit ihrem 2013er ‘Orgel-Album‘ „Ceremony“ mauserte sich Dunkelbardin ANNA VON HAUSWOLFF direkt zu einer kleinen Underground-Sensation - Tori Amos meets Sunn o))) oder sowas, passend dazu ging’s auch irgendwann im Swans-Vorprogramm auf Tour. 
Über „Dead Magic“ weiß ich bisher nicht viel, außer, dass ich es mir auch mal interessiert anhören werde.



BLACK MOTH - Anatomical Venus
Album Nummer drei der jungen britischen Stoner-/ Sludge-/ Grunge-Rocker BLACK MOTH, die mit ihrem zeitlosen Stil inkl. gewissem Pop-Appeal schon in der Vergangenheit begeisterten, kommt via Candlelight Records und hat erstmal kein Bandcamp oder ähnliches, aber immerhin eine Videosingle:



BRUXA MARIA / CASUAL NUN Split
Yay, immerhin drei neue Songs von BRUXA MARIA, deren 2016er „Human Condition“ mit urgewaltig-wütender Musik irgendwo zwischen Hardcore-Punk, Noiserock und Industrial-Sludge ja zu meinen absoluten Lieblingen der letzten Jahre gehört.
Ihre Roadburn-erprobten Freunde von CASUAL NUN, mit denen man sich diese Split über Hominid Sounds teilt, hatte ich bisher eher stiefmütterlich behandelt, aber bekanntlich ist was ist, und
möglich ist nur was nicht ist.


COILGUNS - Millennials
Die mitunter in weitere Bands, Ableger und Soloprojekte verstrickten COILGUNS (darunter z.B. Closet Disco Queen, Louis Jucker, Autisti) fand ich bisher ja ehrlich gesagt gar nicht mal soooo bestechend, aber dennoch hat ihr "Math’n‘Roll" durchaus was.
Die handwerklich echt ziemlich was könnende Band macht nämlich mitunter recht entrückten Alarm.



GARBAGE MAN  - Tobacco Bong Rips + Bonus Belinda
Es gibt ja immer wieder so Phasen, da sind mir humorbetonte Hobby-Punks wesentlich sympathischer als Klischeestrichlisten abhakende Bilderbuch-Metaller, if you know what I mean...

Und wenn Sie dann auch noch zwischen Prügelnummern, brachialen Brechern und beschwingten Rockern schwer was von AmRep-Helden wie Unsane oder Hammerhead haben, dann haben sie für mich ja schon ziemlich gewonnen!


GHOST SPELL – s/t
Relativ krachigen Garage-Punk mit Horrorrock-Aura (samt Orgel) präsentiert uns diese Truppe aus Tel Aviv.
Hat was!


HOLY GRINDER - Cult Of Extermination 
„Queer Grind“ aus Kanada. Antifaschistisch und misanthropisch. Mit doomigen Noise-Einschüben, mega Groove-Parts und geil verzerrt rumpelndem Bass.
Gemischt und gemastert von Topon Das (Fuck The Facts).



JFK - Weapon Design
Passt sehr gut zu meiner aktuell recht starken Power-Electronics-Vorliebe: 
Was Ramleh's Anthony Di Franco nicht bei Ramleh unterbringen kann, landet wohl bei seinem über die Jahre immer wieder mal ausgepacktem Soloprojekt JFK.
Dieser Tage gibt’s ‘ne neue LP via Fourth Dimension Records, dessen genaues Release-Date aber wohl etwas schwammig ist.



LEFT HAND CUTS OFF THE RIGHT - Desired Place
Ebenfalls via Hominid Sounds kommt diese Woche ein Album von LEFT HAND CUTS OFF THE RIGHT alias Solokünstler Robbie Judkins aus London, dessen Kram in Richtung Drone/ Noise/ elektronische Experimentalklangkunst geht.
Stream/ Download auf hominidsounds.bandcamp.com/album/desired-place


MATTERHORN - Crass Cleansing
„Remember that Band that was from, uhem, Sweden? “ - “No, I think they were from Switzerland...”
Dieser Tage erscheint das MATTERHORN-Debüt „Crass Cleansing“ vor allem digital und 
eine Vinyl-Version soll im Mai noch kommen.
Darauf kredenzt uns das Trio aus Zürich vor allem Celtic-Frost-Worship ohne Ende. 


THE MEN - Drift
Neues Album von den noisigen Rock’n’Rollern THE MEN aus New York City, die ich nach dem 2011er „Leave Home“, das ich damals ja durchaus ganz schnafte fand, wohl irgendwie aus den Augen verloren hatte.
Sollte ich vielleicht mal aufarbeiten...



MOANING - s/t
Kurz bevor sie mit ihren Label-Mates Metz auf Tour gehen, präsentieren uns SubPop dieses selbstbetitelte Debüt des Los-Angeles-Trios MOANING.
Geboten wird sowas wie treibender Postpunk mit einem Hauch von Noiserock und Shoegaze.



NEST – Metempsychosis 
Und eine weitere Sludge-Dröhn-Gurgel-Groove-Duoformation auf Sludgelord Records: NEST erfinden bestimmt kein dreckig-dickes Rad neu, sind aber solide Genre-Kost.


SLOPPY JANE - Willow
Übersee sind die New Yorker SLOPPY JANE wohl schon seit einiger Zeit ein skurriles Underground-Phänomen irgendwo zwischen sowas wie Queercore-Punk, No-Wave-Revival und Performance-Art, mit einer gerne auch mal nackt durch den ganzen Konzertladen kriechenden und kletternden Sängerin.
Das Langspiel-Debüt „Willow“ ist noch nicht bei Bandcamp online, aber immerhin die Vorab-Songs ‘Mindy‘ (s.u.), ‘Bark Like A Dog‘ (Soundcloud) und ‘Potassium‘ (ebenfalls bei Soundcloud).



SPIRALS - s/t
Minimalistischer Krautrock mit Black-Metal-beeinflusster Düsterkante? Naja. Ich höre hier eher sowas wie aufs wesentliche skelettierten Doomgaze oder so, der sich vielleicht erst noch richtig finden muss.
Erinnert mit seinem vernebelten Flair aber durchaus ein bisschen an sowas wie Clair Cassis/ Velvet Cacoon.



STREET SECTS / PORTRAYAL OF GUILT Split
Diese Split 7” der Industrial-Punks STREET SECTS und der mir bisher unbekannten Hardcore-Punks PORTRAYAL OF GUILT, die wohl ebenfalls mit Industrial-Elementen flirten, kommt mit dem vollen Programm an verschiedenen Farb-Auflagen etc. hierzulande über Isolation Rec./ Evil Greed.

Cooles Comicart-Cover übrigens mal wieder!



TOMORROW WE SAIL - The Shadows
Postrock/ Kammermusik/ Art-Pop auf Gizeh Records.
Da ich im Moment eher keine nennenswert schöngeistige Phase habe, führe ich es ehrlich gesagt auch eher nur mal der Vollständigkeit halber mit auf, wo’s gerad‘ mit auf dem Radar war.


WART BITER – s/t
Hominid Sounds zu dritten, diese Woche: WART BITER fabrizieren Drone-Noise plus Rhythmus-Element. 


Z'EV Steve Mackay Duo - LIVE KFJC 2007
Ein weiterer Tribut an den vergangenes Jahr verstorbenen Soundkünstler Z’EV in Form einer zehn Jahre alten Live-Konserve, die ihn in Kollaboration mit dem bereits zwei Jahre zuvor verstorbenen Saxophonist Steve Mackay festgehalten hat. RIP!


Und sonst noch?
 

THE BREEDERS hauen ihr neues „All nerve“ raus!


Ebenfalls was neues gibt’s wohl von den sich wachsender Beliebtheit erfreuenden Prog-Hardcorelern ROLO TOMASI, die allerdings nicht so mein Ding sind.
 

Relapse Records haben diese Woche außerdem ein neues Album der passabel fett stampfenden, aber nicht weiter auffälligen Death-Sludge-Doomer ILSA und eine Split von den spaßigen Municipal-Waste-Ablegern IRON REAGAN und den mir irgendwie egalen GATECREEPER am Start.

Experimentalelektronik auf Posh Isolation: Diese Woche kommt eine neue EP von YEN TOWERS.


Und dann hätte wir noch eine Label-Compilation von Girlsville aus Chicago, deren Einnahmen „aid for anti-racist activists” zugutekommen werden.

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