Montag, 19. Februar 2018

Albatre + Paisiel

Kurzweiliger Konzertabend am vergangenen Samstag im Makroscope zu Mülheim an der Ruhr:
(„Das Makroscope ist ein soziales Zentrum in Mülheim, das sich dem interdisziplinären sowie experimentellen Umgang mit Kunst und Technik widmet. Das Zentrum wird von dem gemeinnützigen Verein Makroscope e.V. betrieben. (…) Neben dem Museum für Fotokopie haben hier unter anderem das SHINY TOYS Festival und das Label Ana Ott ihr Hauptquartier. Es finden wechselnde Ausstellungen und Workshops statt – außerdem eine Konzertreihe für abseitige Musik und eine kultur- und gesellschaftskritische Veranstaltungsreihe.“)
Auf dem Programm stranden PAISIEL und ALBARTE.
 
PIASIEL sind ein Duo aus Porto, bestehend aus Saxophonist (der eigentlich aus der Gegend stammt) und Perkussionist.
Das Ganze ging im halbdunklen etwas atmosphärischer und spannend aufgebaut los, mündete aber schon bald in einer gut abgehenden Kombination aus (mit Effektpedalen unterstütztem) Getröte und hektischen Latin-Getrommel.
Was tatsächlich ganz cool kam, allerdings ähnelten sich die langen Stücke dann nach hintenraus ja doch ein bisschen sehr.

Dann ALBATRE. 


Als ich das Trio (plus Visuals-Mann) aus Rotterdam mit deutschem Drummer vor ein paar Jahren schon mal sah, gab’s wohl sowas wie ein Grand Finale mit Drone-Doom-/ Postrock-Kante zu hören, was irgendwie hängengeblieben war.
Aktuell ist ihr Contemporary Hard-Jazz - vergleichbar mit Zu oder The Hub – allerdings eher schon gänzlich zur math-/ noiserockigen Seite gekippt. In meiner eigenen Schlagzeuger-Wahrnehmung (andere werden es anders sehen) bildeten Saxophonist und Zerr-Basser/ Gelegenheits-Keyboarder dabei dann auch vor allem den Rahmen für völliges Apeshit-Drumming, dem zuzusehen und -hören daran am meisten Spaß gehabt hat.
Ganz schön geil!
Warum das 2015er „Nagual“ so ein bisschen an mir vorbeiging, obwohl ich die Band ein Jahr zuvor live gesehen und gut gefunden hatte, das ist die Frage der Fragen, aber natürlich klemmte ich mir die entsprechende LP an Ort und Stelle untern Arm.

 
Randnotiz: Der Abend markierte ferner auch die Veröffentlichung des kostenlosen Zines „Hungerspiele: Berichte aus dem Ausbeutungsbetrieb Underground“ im Zeitungsformat.  Verschiedene Autoren aus dem Makroscope-Umfeld beschäftigen sich darin mit dem Themenkomplex Kunst, DIY und Entlohnung.

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