Montag, 22. Januar 2018

Dieser Tage raus (KW04)

Was für eine Woche schon wieder…

ABSOLUTUM – s/t
Hinter dem Namen ABSOLUTUM stecken Mitglieder von Valborg (die ich bekanntlich großartig finde), Fäulnis (zu deren ich irgendwie keine Meinung habe) und Total Negation (die ich eigentlich eher furchtbar finde) mit einer gemeinsamen Sache (klar).
Das selbstbetitelte Tape mit Download ist auf 200 Stück limitiert und kommt über The Crawling Chaos Records



AGRIMONIA - Awaken
Echt wahr: Eigentlich wollte ich zur neuen AGRIMONIA - da ich sie schon einige male komplett gehört habe - sowas wie ein längeres Review verfassen, aber irgendwie fällt mir partout nicht sooo viel konkretes dazu ein, das einen Einzel-Blogpost rechtfertigen würde, während alle Etikette, die man ihnen zuvor so anheften wollte (planlos-schlaumeierndes Blafasel über Crustcore-Wurzeln, Postrock-Ansätze, Melodeath-Verbandelungen und Sludge-Schulterblicke) inzwischen wohl eher irreführend sind als wirklich hörbar zutreffen; auch wenn sie sich musikalisch nicht wirklich weit gedreht haben und die stilistischen Bestandteile des Ganzem nach wie vor weitgehend die gewohnten sind.
„Awaken“ ist nämlich nicht mehr und nicht weniger als ein gutes, zeitgenössisches, progressiv angehauchtes Metal-Album hörbar skandinavischer Prägung, auf dem die Band musikalisch noch mal in Stück näher an At The Gates als an Neurosis oder Fall of Efrafa agiert, was aber nichts schlechtes sein muss.



BLIND TORTURE KILL - Viscères
Grindcore aus Frankreich. 

Erscheint hierzulande über Wooaaargh.


CENTURIES - The Lights of This Earth Are Blinding
Parallel zur neuen Agrimonia kommt über Southern Lord diese Woche ebenfalls das zweite Album von CENTURIES raus.
Erwarten darf man jene Art von Metallic-Crust-Hardcore, der mehr oder minder Label-typisch ist.



FAAL – Desolate Grieef
Das letzte Album der niederländischen Funeral-/ Death-Doomer FAAL ist ‘ne Weile her (sechs Jahre!) und ich fand‘s ja eigentlich ganz gut.
Der Nachfolger erscheint dieser Tage via Ván Records und wird somit in nicht als zu weiter Ferne vermutlich wohl auch noch auf deren Bandcamp-Seite aufschlagen.
Update: Statt Bandcamp jetzt komplett bei Soundcloud:


JARDA – s/t
Und hier mal was mit leichtem Exotenbonus: JARDA aus Tel Aviv machen Hardcore der derberen Sorte mit hebräischen Lyrics!



KUSARI GAMA KILL / HARSH NOISE MOVEMENT – Extinct Sirenians
Interessant an dieser Split: KUSARI GAMA KILL aus Kopenhagen mischen Freifrom-Noise mit Grind, nach ihren Anfängen als
Duo kommen Power-Electronics und Vocals neuerdings mit einem Live-Drummer zusammen, weswegen man die Band mal im Auge behalten sollte.
Bei HARSH NOISE MOVEMENT ist der Name Programm.



LOCKTENDER - Friedrich
Ein Nachzügler von vergangener Woche: Über das etwas verkopfte Konzept von LOCKTENDER aus Cleveland kann man den eigenen Kopf vielleicht auch etwas irritiert-amüsiert schütteln (dieses Album ist z.B. eine Vertonung von Gemälden und der Biographie Caspar David Friedrichs), der Postrock-beeinflusste Screamocore der Band dürfte allerdings für Fans von Envy und ähnlichem nicht uninteressant sein.



N – Suedfall
Release war auch hier eigentlich schon Freitag vergangener Woche, aber sowas müssen wir ja nicht so genau nehmen. Über das kleine aber feine Essener Spartenlabel Midira Records kommt der neuste Release des Dortmunder Drone-Solokünstlers N raus

Jener enthält den zwanzigminütigen Titeltrack in seiner Live-Premiere, die 2011 in Bochum aufgenommen wurde, und in einer neuen Studioversion samt Gast-Violinistin, die Verwendung im Kurzfilm “Der blinde Fotograf” fand. 


NO AGE - Snares Like a Haircut
Ehrlich gesagt sind NO AGE ja irgendwie eine dieser SubPop-Bands, die einige Jahre an mir vorbeigingen - dabei kann Noiserock/ Art-Punk mit poppiger Note  durchaus mein Ding sein. Kaum habe ich das gesagt, ist mir ihre aktuelle Videosingle ja trotz ihrer unterschwelligen Kauzigkeit doch so ein Stück zu nah an eher etwas fluffigem Indie-/ Postrock, als dass ein Krachfetischist wie ich sich das zugehörige Album ganz
dringend anschaffen müsste.
But anyway, mal sehen: „Snares Like a Haircut“ erscheint diese Woche bei Drag City.



PALAIS IDEAL – No Signal
Zum um sich greifenden Trend, dass Cold-Wave, Batcave, Synth-Pop, Dark-Rock, Post-Punk und verschiedene Ausprägungen von sowas wie Industrial neuerdings auch wieder außerhalb reiner Goth-Kreise ankommen, passen auch PALAIS IDEAL aus Eindhoven.
Jene versuchen sich mit Vintage-Synthies und Drumcomputer an dunklen Neuromantiker-Sounds und dürften für die ganzen Alt- und Neu-Goten da draußen damit nicht ganz uninteressant zu sein.



POWDER FOR PGEONS – Lay It On
Sieben neue Songs des australischen-deutschen Stonerrock-Prärchens POWDER FOR PGEONS, das live immer wieder mit seinem kraftvoll intoniertem Stil zu gefallen weiß.
Hier ist der „Wüstensound“ tatsächlich authentisch!



SERVANTS OF THE APOCALYPTIC GOAT RAVE – Queen of Darkness
Nachdem letzte Woche bereits das Debüt vom Kilimanjaro Darkjazz Ensemble-/ Mount Fuji Doomjazz Corporation-Nachfolger THE THING WITH FIVE EYES erschein (was mir tatsächlich bis eben durchs Raster gefallen war, mea culpa!), legt Jason Köhnen (auch bekannt als Bong-Ra) sieben Tage später schon wieder einen nach:
Seine Duoformation SERVANTS OF THE APOCALYPTIC GOAT RAVE schreibt sich einen Crossover aus Black-Metal-Spirit und Düster-Elektronik auf die Fahne. 



MAMMOTH GRINDER – Cosmic Crypt
Was Mitglieder von Power Trip, Iron Reagan und Darkest Hour als MAMMOTH GRINDER fabrizieren, ist mit seiner Betonung einer punkig-rauen Alte-Schule-Herangehensweise ans Thema Death Metal gleichermaßen sympathisch, wie mir persönlich auch irgendwie schon wieder fast egal.
Aber es gibt beileibe schlechteres in dieser Ecke!



PORTAL - Ion
Profound Lore hat diese Woche die neue der australischen Avantgarde-Rumpel-Dunkel-Deather PORTAL am Start.
Ob jene vielleicht auch so’n bisschen ‘ne Gimmick-Band sind und der Underground-Hype nicht so ganz gerechtfertigt, darüber kann man vielleicht auch geteilter Meinung sein, aber „was anderes“ ist die Truppe seit eh und je.


PRIMAL RITE -  Dirge Of Escapism
Klassischer Thrash, Old School Death Metal und energischer Hardcore sind die Stilzutaten, mit denen PRIMAL RITE aus San Francisco diese Woche mit den Texanern von Mammoth Grinder (s.o.) um die Wette klöppeln, wer die bestechendere Extrem-Metal-Band mit vermeintlicher Hipster- und Retro-Kante am Start hat.

 
VANABLACK WARSHIP - Abrasive Pulmonic Speak
Underground-Veteranen der Metal-Szene Québecs – seit eh und je für Bands gut, die dezent spezieller sind – frönen düsterem Metal, der genauso in Hardcore- wie in Doom-Töpfen rührt, und Rock’n’Roll-Spirit genauso versprühen will, wie sich aus Thrash-, Death- und Black-Metal-Einflüssen zu finden.



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