Mittwoch, 10. Januar 2018

Bad Breeding - Divide

Fluch und Segen des Internets ist für den Musiknerd heutzutage, dass man nicht nur sehr unkompliziert direkt  in sehr vieles reinhören kann, sondern – je nach eigener Mediennutzung – auch von außen auf so einiges gestoßen wird, in das reinzuhören sich für einen lohnen könnte.
Auf der Liste der 2017er Veröffentlichungen, die ich mal checken sollte, hatte man mir kürzlich auch noch das zweite Album der britischen BAD BREEDING geschrieben…


…und war ich beim ersten Song zunächst noch einen Hauch skeptisch, gefiel mir „Divide“ je länger es lief schon bald tatsächlich immer mehr.
Die Band aus Stevenage (zwischen London und Cambridge) pendelt mit ziemlich rauem Flair zwischen rasant nach vorne stolperndem Rumpel-Punk, der fast schon Crust-Charakteristiken zeigt und schunklig stampfendem Weirdo-Noiserock, der an AmRepper wie Cows erinnert (‘Leaving‘). Sie zeigen sich genauso vom stoisch-maschinellen Trieb und den krachigen Schrägheiten früher Killing Joke (und dem entsprechenden Anhauch von Industrial) beeinflusst, wie sie auch gerne mal in sowas wie eher chaotischen Post-Hardcore verfallen (z.B. bei 'Anamnesis').
Krass cooles Teil!

Man muss schon sagen – das Vereinigte Königreich hat an jüngeren Rock-/ Punk-Bands der spezielleren und härteren Natur im Moment ja echt einiges zu bieten, wenn man BAD BREDING mal in eine Reihe mit u.a. Bruxa Maria, Cattle, Gnod, Thank usw. stellt. Sie dürften nur auch alle mal öfter runter aufs mitteleuropäische Festland kommen…


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