Dienstag, 12. Dezember 2017

Sterilize

In der Aneinanderreihung der Alben des Jahres darf die neue UNSANE natürlich auf gar keinen Fall fehlen…



Dabei fällt es mir ausnahmsweise sogar mal eher schwer, darüber einen ausführlicheren Sermon loszulassen.
Verhältnismäßige Instant-Hits oder irgendwie herausstechende Songs, wie sie die ebenfalls starken Vorgängeralben „Wreck“ und „Visqueen“ durchaus hatten, hat „Sterilize” eigentlich noch nicht mal so wirklich zu bieten.
Es ist schlicht und ergreifend nicht mehr und nicht weniger als „nur“ ein relativ typisches UNSANE-Allbum. As solches aber eben durch und durch gelungen, mitreißend und genau das richtige zum richtigen Zeitpunkt.
Es muss was mit einem gewissen Nostalgie-Bonus zu tun haben, aber da steckt ein irgendwie versöhnlich-tröstliches Element mit in der ganzen Sache, wenn die alternden Noiserock-Titanen ihrer allgemeinen Wut über so einiges freien Lauf
in Songform lassen…
Oh, und wie sie das tun. Von vorne bis hinten steckt dieses Album manche Clownscombo a la Mantar, die sich gerne den „Spaß an Zerstörung“ als Konzept und Motto auf die Fahre schreiben wollen, in dieser Hinsicht doppelt und dreifach in die Tasche.
UNSANE haben nach wie vor was ziemlich harsches, archaisch-brachiales, auf diesem Album sogar noch mal wieder etwas weiter abgekantetes und schon mal ein kleines Stück um die Ecke gedachtes, anstatt zu straight und catchy zu sein, aber doch geht das ganze dem geneigten Fan einfach nur gut rein. 

Mögen uns die Herren Spencer, Curran und Signorelli noch lange erhalten bleiben! 

Bisher abgefertigte Jahreshighlights:

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