Mittwoch, 13. Dezember 2017

Kainskult

Zu den überraschenderen ‘Highlights des Jahres‘ gehört definitiv TREPANERINGSRITUALEN’s „Kainskult“.



Ein vager Begriff war mit das Projekt des inzwischen auch schon vierzigjährigen Schweden Thomas Martin Ekelund ja schon vorher - das Cover des Vorgängeralbums „Perfection & Permanence“ z.B. ist hier und da auch immer wieder mal irgendwie in meine Aufmerksamkeit gespült worden, aber erst mit „Kainskult“ fängt TREPANERINGSRITUALEN gerade scheinbar an, kreativ wie Szene-übergreifend so ein bisschen durch die Decke zu gehen. 

Kommendes Jahr ist man z.B. auch im Package mit Metal-Bands auf Tour...

Nachdem ich mich bei Bandcamp mal durch einige der vorangegangenen Releases gehört habe, kann ich auch bestätigen, dass das mit Black-Metal-Spirit in Dark-Ambient- und Death-/ Ritual-Industrial-Gefilden fußende Projekt auf „Kainskult“ sozusagen einen kleinen Quantensprung hingelegt hat.
Trotz allem synthetischen Gebrummes hat die Musik von „Kainskult“ organische Qualitäten.  Gleich im bedrohlich startendem Opener 'Death & Ecstasy' atmet, ächzt und hustet es hintergründig, das Zusammenspiel aus Vocals und Percussion-Rumms ist ferner ziemlich clever.
Mit ‘Maðr Malformed‘ lärmt’s dann inkl. aggressiver Vocals in der Ecke, die man wohl gemeinhin als Death-Industrial bezeichnet, Mz.412 u.ä. lässt grüßen…
Besonders geil dann auch noch: Das wirklich industriell scheppernde und schellende ‘Serpent Seed‘ – der Rhythmus, wo man mitmuss.

Aus derartigen Stilregionen - sprich etwas, das wie ein okkultes Ritual eines Cyborgs klingt - höre ich ja nicht sooo viel Musik, aber „Kainskult“ ist wirklich der Wahnsinn!




Bisher abgefertigte Jahreshighlights:

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