Freitag, 15. Dezember 2017

Everything's Fine

Post-Punk? Noíserock? Den derbe-kaputt nach vorne rockenden LoFi-Lärm von NARROW LANDS kann man wohl tatsächlich mal wieder mit in beide dieser Schubladen stecken...



Die Konkurrenz war eigentlich groß, denn im gleichen Zeitraum kamen u.a. auch ‘ne Nine-Inch-Nails-EP, das aktuelle Tau-Cross-Album, die debütierende Grind-Supergroup Expulsion und ‘ne neue meines ewigen Altrocker-Helden Alice Cooper raus, aber es sollten tatsächlich diese sechs Songs einer obskuren Band aus Australien sein, die bei mir aus dem Juli diesen Jahres mitunter am meisten hängenbleiben würden.


„Everything’s Fine“ besticht mit Rockmusik in einem etwas kühlen, bis an die Schmerzgrenze verzerrtem Sound, der No-Wave-/ Noiserock-/ Industrial-Assoziationen im allerbesten Sinne weckt (sprich von Sonic Youth über Cop Shoot Cop bis zu den ganz frühen Swans; A Place To Bury Strangers lassen außerdem ein wenig grüßen), dabei nicht nur an die wirreren und brachialeren AmRepper wie Cows oder Heammerhead erinnert, sondern an 1-2 Stellen gar an die Grenze zu sowas wie Powerviolence-Geballer gelangt (man höre z.B. 'Born Leaders'), ferner
aber bei all der Wirrheit und Lärmigkeit in einem melodiös angehauchten Song wie dem Opener 'Garbage Human' dennoch schon mal durchschimmern lässt, dass hinter der besonders grob angerauten Oberfläche vielleicht doch ‘ne heimliche Indierock-Band stecken könnte.
Nicht schlecht, nicht schlecht. Würde ich ja echt gerne mal live sehen!  


Bisher abgefertigte Jahreshighlights:

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