Montag, 18. Dezember 2017

Endstrand

Ich sag’s mal ganz ungeniert, wie es ist: VALBORG sind halt eine meiner Lieblingsbands.
Dafür gibt es unterm Striche eine ganze Summe mehrerer Gründe, die ich im Rahmen dieser Blogseiten inzwischen so oft runtergerattert habe, dass ich sie hier und jetzt nicht zum x-ten mal durchkauen will…



Was ihr diesjähriges Album „Endstrand“ betrifft, so verkörpert es wieder einmal diverse Aspekte, die diese Band aus Bonn in der spießigen Metal-Szene so besonders machen:
Die Musik von VALBORG kann passagenweise schon regelrecht sperrig und abweisend sein, dennoch haben sie ein Gespür dafür, wie man mit verhältnismäßig prägnanten Riffs und auf den Punkt gebrachten Schlagzeugrhythmen dabei den noch das Maximum an Eingängigkeit aus dunkel-brutaler Musik rausholen kann, ohne sich gleich an einer albern-melodiösen Ecke anzubiedern.
Das ist schon etwas sehr teutonisch klingendes an ihnen, dennoch ferner dieses gerade auch für deutsche Metal-Bands dann wiederum eher untypische Augenzwinkern, das bis ins dadaistische driften kann.
Als würden Celtic Frost über den Umweg von Eisenvater auf Killing Joke oder Godflesh treffen, ist „Endstrand“ düster und brachial, atmosphärisch und schräg, simpel-genial und vielseitig, irgendwie auch menschlich wie maschinell, allerdings haben VALBORG bei keiner ihrer bisherigen Veröffentlichungen dabei derart wuchtig nach vorne geknallt.
Und ich find das ja völlig geil. Ihr solltet es auch! 

 






Bisher abgefertigte Jahreshighlights:

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