Samstag, 9. Dezember 2017

De Doden Hebben Het Goed II

In letzter Zeit bin ich von vielem an „\n/ Metal \n/™“ ja eher gelangweilt. Von der ewig-gleichförmigen Musik genauso wie von den bornierten Fans. Vom Hardrock-von-gestern-Revival über Thrash-/ Death-/ Black-Gerumpel der als besonders true hingestellten Schiene bis zu „Hipster-/ Post-Black-Metal“ kann ich die immer gleichen Riffs, Licks und Leads genauso nicht mehr hören, wie diesen neuzeitlichen Stunt zehnminütiger Blastbeat-Songs mit Postrock-Intro und Melodiebogen-Gitarrengeschrubbe. Es ödet mich echt nur noch an.
Natürlich gibt es aber nach wie vor Ausnahmen. Neben der hohen Qualität und Originalität, die von den hiesigen Ultha immer wieder abgeliefert wird, sind das vor allem auch die belgischen WIEGEDOOD.



Es reichte eine Livebegegnung bei nur ausbaufähigem Sound, um mich zum Instant-Fan zu machen.
On Stage, genauso wie auf ihrem Album „De Doden Hebben Het Goed“ entpuppten sich WIEGEDOOD als Klasse für sich.
Die Band ballert und schreddert sich gleichermaßen mit derart tighter Präzision wie tollwütiger Aggression durch ihre Musik, dass einem schon mal der Mund offen stehen bleibt.
Und der diesjährige Nachfolger „De Doden Hebben Het Goed II“ ist dabei nicht nur der zweite Teil ihres Debüts, den der plakative Titel impliziert, sondern noch mal einen ganzen Tacken intensiver geworden, geht aber auch mal im richtigen Moment vom Gaspedal runter, um noch mehr Wucht und Atmosphäre wirken zu lassen.
Ein Hauch von Epik schwingt bei so langen Kompositionen zwangsläufig mit, aber die räudige Raserei ist dennoch das Kernelement von WIEGEDOOD, das sie so gut beherrschen wie derzeit wirklich keine andere Band in derartigen Stilgefilden.

Bonuspluspunkt: Die Artworks der beiden Platten sind echt toll!















Bisher abgefertigte Jahreshighlights:

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