Montag, 20. November 2017

Noch ein paar Sachen…

Die Überschrift „Resterampe“ ist mir jetzt selbst ein bisschen zu blöd geworden, und demnächst werde ich wohl auch mal wieder zu sowas wie (knapperen) Einzel-Reivews übergehen, anstatt alles in Sammel-Posts abzufrühstücken, aber hier noch mal ein paar diesjährige Veröffentlichungen, in die zuletzt reingehört wurde und die nicht unbeachtet bleiben sollen…

BATPISS – Rest in Piss
Die aktuelle Welle an frischem Krach aus Australien fand mit Juli mit der Veröffentlichung von „Rest in Piss“ einen gewissen Höhepunkt, denn in den Kreisen von Noiserockern und Underground-Lärmfetischisten schlugen BATPISS aus Melbourne mit ihrem schon dritten Album ganz gut ein!
Das Trio lässt sich wohl am ehesten in die Punk-Ecke einordnen, steht dort aber mit mindestens einem Bein am Sludge- und Noiserock-lastigen Rand des Genres.


HELPLESS – Debt

Für Freunde gepflegten Geballers mit leicht technischer, dennoch sehr krachiger Note gehören HELPLESS aus Plymouth zu den Sensationen des Jahres: 

Das Trio wird gerne mal mit Bands wie Dillinger Escape Plan, Norma Jean, Converge, Gaza, Cult Leader u.ä. verglichen – Ihr wisst also, was geht.


L.A. WITCH – s/t 
Ein bisschen ärgere ich mich ja nachträglich doch darüber, nicht hingegangen zu sein, als L.A. WITCH buchstäblich um die Ecke von mir live spielen, aber der Zeitpunkt war da für mich gerade kein günstiger.
Auch wenn Musik Richtung Psych-Punk/ LoFi-Garage zugegeben nicht sooo mein bevorzugtes Metier ist, so hat der verhallt inszenierte Rock der drei Mädels durchaus einen gewissen Charme.

 

POWERWAGON – s/t
Remember Killdozer? Personell mit besagter doomy Blues-Punk-/ Noiserock-Größe verbandelt waren auch mal die schon ’91 gegründeten POWERWAGON, die sich dieser Tage mit einem neuen, selbstbetitelten Album zurückmelden, das an die Zeiten erinnert, als die „Grunge“-Szene noch keine ins weinerliche driftende Stadionsache war, sondern von kernigerem wie Tad und Mudhoney geprägt wurde. 
Warum ihr letztjähriges Minialbum „Powerwagon II“ heißt, und ihre diesjährige Veröffentlichung „Powerwagon“ kann man dabei natürlich auch gerne etwas verwirrend finden…

   

SLOW DEATH – Hate Filled World 
Das Label Corpse Flower Records sollte man im Auge behalten! Schon die Bandzusammenstellung ihres Celtic Frost-Tributsamplers war mit u.a. den Horror-Stoner-Deathmetallern Acid Witch, den Noiserockern Child Bite, den Funeral-Doomern Evoken, und einem obskuren LoFi-Projekt mit Neurosis-Beteiligung mehr als geschmackvoll und mit dem Signing von SLOW DEATH beweist man definitiv ein ferneres Gespür für die coolsten Akzente in einer unüberschaubaren Szenelandschaft: 
Bei besagtem Quartett fanden sich nämlich Mitglieder von u.a. Cable und Disappearer zusammen, um ihre Vorlieben für straighten Extrem-Metal punkiger alter Schule, atonalen Noiserock und Horrorfilmreferenzen zu vereinen. 
Das Ergebnis kann sich mehr als hören lassen, denn irgendwo zwischen rotzigem Asi-Rock’n’Roll, Grind/ Thrash/ Black Metal und dem einen oder anderen recht dissonanten Part überzeugen SLOW DEATH auf ganzer Linie. 
Wer sind eigentlich Midnight, Mantar oder Kvelertak? Das hier sollte in einer gerechten Welt als der aktuell hotteste Shit gelten!


SOUNDING – Trepanation
Machen wir’s mal so kurz wie ihre Songs sind: Bock auf Grindcore, der eher der punkigen Math-/ Noise-/ Chaos-/ Hardcore-Ecke entsprungen ist, anstatt sich am Death Metal anzubiedern? 

Dann dringend mal SOUNDING aus New Orleans checken!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen