Montag, 6. November 2017

Dieser Tage raus (KW45)

AIDAN BAKER / SIMON GOFF / THOR HARRIS – Noplace
Ein Woche bevor Ex-Swans-Percussionist Thor Harris das Album seiner neuen Hauptband veröffentlicht, trommelt er auch im Rahmen dieser Impro-Kollaboration mit Gitarrist Aidan Baker (Nadja und hundert andere Projekte…) und Violinist Simon Goff (Molecular, Bee & Flower).
Ob man derartige Spontan-Jams aus reiner Konsumentensicht wirklich für die Nachwelt konserviert braucht oder nicht, ist natürlich so eine Sache, aber da ich bei Musik ja durchaus ein Verfechter von Vielfalt und eher unkonventionellem bin… 



CHAOS ECHOES - The Unfathomable EP
Am vergangenen Wochenende haben CHOAS ECHOES, die nun schon länger versuchen sowas wie die (neuzeitlichen) Swans des Death/ Black Metal zu sein, ihre „Unfathomable EP“ rausgehauen, eine improvisierte 1-Track-Aufnahme.
Ein weiterer regulärer Longplayer mit kontrolliertem Krach ist auch schon unterwegs.



CHOMPER - Medicine Mountain
Darf’s etwas Garage Rock aus Brooklyn sein?
Mitglieder von u.a. The Men, Dream Police und Guided by Voices sind der Ansicht, dass der Trend zur Drittband geht und wähnen sich als CHOMPER vor allem auf den Pfaden von The Stooges und MC5.


 
EXOSKELETONS - We Are Here To Make Things Better  
Die Mitglieder der englischen EXOSKELETONS wiederum kennt man auf der Insel wohl schon aus Bands wie Bear vs Manero, Houdini und Punching Swans, während ich an von anderen angebrachten Vergleichen schon alles mögliche von Queens Of The Stone Age (naja) bis Shellac und Blood Brothers bis Melvins aufgeschnappt habe.
Noise-Punk/ Alt-Rock/ Post-Hardcore, der ferner durch einen gewissen SciFi-Faible inspiriert wurde.


GROUND PATROL – Drift
Das australische Label Art As Catharsis hat diese Woche das New Yorker Duo GROUND PATROL am Start, das sich der Instrumentalmusik mit postrockigen Songaufbauten und polyrhythmisch-progressivem Math-Gefriemel verschrieben hat.
Einer der drangehfetten Erklärungsversuche lautet „Battles auf LSD“…



MERACHANT – Beneath 

On Beneath, Merchant combine the ritualism of drone, the brutality of sludge, and a progressive approach to composition to create one of the most impressive pieces of Australian doom in many years.” ist die Label-Einschätzung zu diesem Teil.
Sicherlich dieser Tage nicht ganz einfach, in dieser aktuell etwas überlaufenen Stilecke noch zu beeindrucken, auf der anderen Seite braucht man sich allerdings wohl keine Sorgen um einen Mangel an Roadburn-relevantem Frischfleisch zu machen…

 

NEKRASOV - The Mirror Void  
Und noch mal Australien: Die mit einer kleinen Pause in der Biografie schon länger aktive Ein-Mann-Band NEKRASOV kann man durchaus als eine der Pionierangelegenheiten betrachten, wenn es darum geht Black Metal mit Industrial/ Harsh Noise/ Dark Ambient zu vermengen. Durchaus eine Symbiose, die sich immer mehr zu einem eigenen Underground-Subgerne kultiviert, welches langsam aber sicher auch schon Einzug in die Wahrnehmung des allgemeinen Metal- und Krachfreunde-Kosmos hält, und ein Ansatz, der auf dem Papier mehr als logisch auf mich wirkt, mich in der Ausführung allerdings nur selten wirklich zu begeistern weiß…


SOMNURI – s/t
Mit einem Ex-Mitglied der grandiosen, leider aufgelösten Hull und einem von Family in den Reihen (deren 2012er Album „Portrait” ich ja seinerzeit auch ganz cool fand…), sind SOMNURI eine Band aus der, nun ja, Hipstermetaller-Szene Brooklyns, bei der man schon im Vorfeld davon ausgehen konnte, dass das handwerkliche passen wird. 
Und ja: Selbst bei meiner mittelschweren Übersättigung an derartigem, weiß der Sludge'n'Stoner-Metal des Trios, der sowohl mit lebendigem Sound wuchtig nach vorne rollt, als auch einen gewissen Pop-Appeal mitbringt, mich durchaus zu packen.



STNNNG / CHILD BITE  Split LP
Erwähnenswert an dieser Split-LP von STNNNG (Minneapolis-Noiserock mit einem der Heroine Sheiks) und CHILD BITE ist vor allem, dass letztere ihrem stetig wechselndem Line Up nun auch noch eine Aufnahme mit Wes Borland (!) an der Gitarre hinzugefügt haben, in dessen Studio das Ganze auch in Angriff genommen wurde. 



Und sonst noch / last but not least
 
Die Bochumer Drone-Doomer [BOLT] haben diese Woche ein neues Album (ihr erstes mit Drummer) auf dem eigenen Label Narshardaa (CD,Tape) bzw. beim belgischen Label Dunk Records (Vinyl-Version) am Start.

(DOLCH) veröffentlichen dieser Tage „III“ via Ván Records. Auf Tour gabs die LP wohl schon vorab zu kaufen, bei Bandcamp dürfte sie erfahrungsgemäß erst etwas später noch aufschlagen.


EXPLODED VIEW aus Mexico und Berlin machen auf ihrem zweiten Album sowas wie Kraut-Dub/ Psychedelic-Postpunk: explodedview.bandcamp.com


Das dritte Album der Hamburger THE MOTH ist via This Charming Man unterwegs. Es soll etwas dreckiger und derber klingen als die beiden Vorgänger (fänd‘ ich gut!).


Bei Cold Spring erscheint außerdem „Gleipnirs Smeder“ von JOTUNSPOR, einem Projekt aus der zweiten Reihe des Dunstkreises von Gorgoroth, Sahg etc. und mit dem Typ von Wardruna. Black Metal, Dark Ambient, voll nordisch blablabla und Ihr habt echt keine Ahnung, wie leid ich diesen ganzen Wikinger-Klischeekram bin…

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