Donnerstag, 12. Oktober 2017

Seven That Spells - The Death And Resurrection Of Krautrock: IO

Und hier die nächste Ausgabe der Serie „die besten und interessantesten Alben aus jüngerer Vergangenheit, auf die ich gerne noch mal hinweise“ mit einem Werk, auf das ich hier im Blog bisher tatsächlich nur mal eben bei Veröffentlichung im Sommer 2014 kurz und knapp in einem Sammel-Post als „meine derzeitige Lieblingsentdeckung“ Bezug genommen hatte, also wurd‘s Zeit…


 

Die kroatischen SEVEN THAT SPELLS traten jedenfalls in besagtem Sommer 2014 in mein Leben, als dieses Album zur Rezension für eine andere Publikation auf meinem Seziertisch landete.
Seit 2003 mit einer inzwischen schon etwas unübersichtlichen Veröffentlichungshistorie aktiv, ist „…IO“ nicht nur ihr xtes Album, sondern Teil zwei einer Albumtrilogie, die mit dem 2011er „The Death And Resurrection Of Krautrock: AUM“ begann.
Auf jenem zeigte sich die Psychedelic-/ Stoner-/ Kraut-/ Space-Rockband um Gitarrist/ Sänger Niko Potočnjak (über die Jahre das einzige feste Mitglied) partiell auch schon mal von einer ziemlich noisigen Seite, I like…


Aber kommen wird zu „IO“: Auf diesem Teil loten STS eher die Prog-Seite ihres Stils aus.
Die verspielte Eröffnungsnummer hat in meinen Ohren was von Adrian Belew-Solokram und das Piano-Interludium (quasi Intro von LP-Seite B) „One“ hat was, nicht lachen, von Nine Inch Nails-Tracks, die in so eine Richtung gehen und die ich schon immer mochte.
Die beiden Herzkammern der Platte sind allerdings „Io“ und ganz besonders „Burning Blood“. 

Beide auf ihre jeweilige Weise ein steter Tanz aus Rhythmus und Mantra-artigem Gesang.
Und obwohl ich in der Regel jemand bin, der‘s bei härterer Rockmusik eher derb und dreckig braucht (weswegen ich das meiste an total glattpoliertem Djent-/ Prog-/ Post- Metal völlig verachte), ist es hier tatsächlich gerade auch die glasklar-sonore Inszenierung des Ganzen, die’s so geil macht. Sowas wie „Burning Blood“ könnte ich mir ganz ohne Scheiß stundenlang anhören.


Zukunftsmusik: Der dritte Teil der „Death And Resurrection Of Krautrock“-Trilogie soll übrigens um den Jahreswechsel erscheinen. Eine beachtenswerte Randnotiz ist, dass dabei Blake Fleming am Schlagzeug sitzt, u.a. durch die kurzlebige 90er-Noiserock-/ Math-Metal-Überband Dazzling Killmen bekannt und auch Mitbegründer von The Mars Volta, die er allerdings nach den ersten Demoaufnahmen verließ. 

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