Mittwoch, 4. Oktober 2017

Ohrbit 2017

Zum ersten mal stieg am vergangenen Freitag das jährlich angedachte OHRBIT Festival mit den musikalischen Schwerpunkten „Chiptune, Video Game Music, 8Bit“ und co. im Duisburger Djäzz.
Da ich, obwohl ich echt kein Gamer (mehr) bin und es daher eigentlich auch eher nicht soooo wirklich übermäßig mit Retro-Game-Kultur u.ä. habe, mir allerdings dennoch aus Urzeiten eine gewisse Affinität zu nerdy Computermusik und zur Demo-/ Tracker-Mod-Szene bewahrt habe, habe ich diese als Kontrast zum ganzen Gitarrenkrach, der bei mir sonst so stattfindet, gerne mal wieder aufleben lassen...

Nachdem ich mich vom Duisburger Hauptbahnhof durch den plötzlich losbrechenden Starkregen zur Venue geschleppt hatte, stolperte ich dort auch schon in die Performance des eröffnenden DASCON aus der Gegend, der Game-Musik auch schon mit Boller-Breakbeats anreicherte u.ä. Wenn ich das richtig gehört habe und ich mich nicht irre, hatte sich gegen Ende auch was von Chris Hülsbeck oder so durch seinen Remixfleischwolf ins Set verirrt. Wer’s überprüfen will, kann das Ganze tatsächlich retrospektiv nachhören:


Interessanter Kontrast direkt danach mit KID KNORKE aus Hamburg, dessen mich irgendwie auch ein bisschen an DAF erinnernde Musik mit Sprechgrölgesang gleichermaßen Punk-, EBM- und Rap-Vibes versprühte, samt Coversongs und Spielzeug-Laserkanone. 

Und es blieb abwechslungsreich: HAVOCCC performte im Anschluss LoFi/ Chiptune-Techno mit Four-to-the-Floor-Bassdrum, der, wenn ich das richtig gesehen habe, teilweise auch über die Bedienung durch Handys ertönte. Eigentlich nicht sooo meins, aber trotzdem auch nicht uncool.

Danach komme ich, u.a. zugegeben auch meinem Bierkonsum geschuldet, nicht mehr ganz mit, ob die ausgehangene Running Order tatsächlich eingehalten oder irgendwas übersprungen oder vertauscht wurde... Soll heißen, dass die Frage, ob der folgende Typ in der Mönchskutte denn jetzt eigentlich FIRESTARTER oder IRRLICHT PROJEKT war, bei mir an dieser Stelle noch offen ist. Auch das war allerdings ziemlich witzig, inkl. Vocals und pastoralen Ansagen. 
 
Closing Act R5ON11C konnte dann sogar gleichzeitig zu seiner eigenen Musik wippen und das hinter ihm projizierte Videogame selbst spielen. 
Summa summarum war’s jedenfalls ‘ne sehr spaßige Veranstaltung und als Start einer regelmäßigen Eventreihe auch eine Bereicherung für die ja oft sehr eingefahrene Musikszene an Niederrhein und Ruhr (jetzt mal ganz allgemein gesprochen).
Anregung: Holt doch nächstes Jahr mal DJ Scotch Egg als Headliner! ;) (Auch wenn der in den letzten Jahren nicht sooo viel gemacht hat, ist der glaube ich immer noch aktiv und lebt in Berlin…)

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen