Dienstag, 31. Oktober 2017

Dieser Tage raus (KW44)

BORROWLANDS - Tyndir
Vendetta Records aus Berlin veröffentlichen was von ‘ner Band aus Portland, Oregon?  Kann sich dann ja im Grunde genommen eigentlich nur um „Atmospheric Black Metal“ handeln, was?



COLOSSLOTH - Heathen Needles
Der Labelbetreiber von Cold Spring hat diese Woche eine Veröffentlichung seines eigenen Projekts COLOSSLOTH am Start und beschreibt das Ganze selbst als „austere, reflective and exploratory electronics“ und „sound and approach influenced from the past, present and future, letting us remain anachronistic yet temporal voyeurs in the abyss evoked forth”.

Äh, ja.


CONVERGE - The Dusk In Us  
Der eine oder andere wird’s jetzt vielleicht ziemlich banausig finden, wenn ich sage, dass mich CONVERGE noch nie so richtig vollends begeistern konnten. 
So verhält es sich auch mal wieder mit „The Dusk In Us“, das ich zufällig schon im Vorfeld komplett gehört habe und wieder mal nicht gerade so umhauend finde, wie die Band von vielen Seiten  gemacht wird. 
Der Vollständigkeit halber... 


 
DIPLOID - Everything Went Red
Australien schon wieder: DIPLOID auf Art As Catharsis mischen alle möglichen extremen Musikstile von krachigen Soundcollagen über doomiges Gedröhne bis zu räudigem Gezimmer durcheinander und bestechen inkl. Frauenquote mit einer schubladenfrei-chaotischen Aura, die mich dazu sagen lässt „ob das jetzt eher Punk, eher Metal oder werweißwas is‘, is‘ doch scheißegal, hauptsache et is‘ geil!“.
Und das ist es!



EMRA GRID - Shay's Vacation House
Was für Ambient- und Drone-Freunde: EMRA GRID’s erster Longplayer, nach einer letztjährigen EP auf dem gleichen Label, hat sich cineastischen Soundscapes verschrieben, vielleicht mit sowas wie Ansätzen von Techno-Untertönen, in verschiedene Arten von Stimmungen schwebend und fallend…
Freunde elektronischer Klänge sollten vielleicht außerdem mal die diese Woche
ebenfalls bei Opal Tapes erscheinende EP von CHAFIK CHENNOUF checken.
 

FOTOCIME – Always Right
Neue EP von FOTOCIME auf Golden Antenna, die (Ex-)Mitglieder von Coliseum und den Young Widows (kürzlich noch drüber geredet) in ihren Reihen haben und dabei Richtung Post-Punk/ Dunkelrock tendieren.

Plus Remix-Track von dem Typ, der vor allem als sowas wie der musikalische Stammkollaborateur von Chelsea Wolfe bekannt ist. 

GHOLD- Stoic
Mit ihrem etwas progressiv angehauchtem bzw. komplex arrangiertem Lärm irgendwo in den Sludge-Doom-, Post-Metal- und Noiserock-Grauzonen sind GHOLD ja eigentlich eine Band, die genau mein Ding sein müsste, so richtig oft habe ich sie dann wiederum aber irgendwie trotzdem noch nicht gehört.
Diese Woche erscheint jedenfalls eine neue und man sollte dieses britische Trio auf dem Schirm haben…



JESSICA93 - Guilty Species 
Indie-/ Punkrock mit Goth-/ Wave-Kante und Drumcomputer aus Frankreich.
Hat was! Auch wenn das Coverartwork (intentionell?) komplett zum abgewöhnen ist.


NEOSLAVE – From Womb To Doom
Perturbatur, Carpenter Brut, Gost, Survive's "Stranger Things" Soundtrack, die aktuelle von Necro Deathmort, John Carpenter himself… Retro-Elektronik bzw. „Synthwave“ ist ja schon irgendwie auch so ein bisschen angesagt, oder?
Dazu passt auch NEOSLAVE, dessen „From Womb To Doom“ sowas wie der diesjährige Soundtrack zu Halloween sein soll.

 

OPIUM WARLORDS - Droner
Das neue Album des eigenwilligen Quasi-Reverend Bizarre-Nachfolgeprojekts OPIUM WARLORDS erscheint wie gewohnt auf Svart Records.  

Sami Hynninen alias Sir Albert Witchfinder ist ein seltsamer Typ und er lässt ers uns auch gerne wissen.


PRIMITIVE RACE – Soul Pretender
Von den Industrial-Rock- und EBM-Wurzeln ihres 2015er Debüts (auf dem u.a. auch Skinny Puppy’s Dave Ogilvie und Prong’s Tommy Victor mitwirkten) lösen sich die bisher ziemlich unterm allgemeinen Radar stattgefunden habenden PRIMITIVE RACE laut eigener Aussage immer mehr zu was anderem.
Weiteres Namedroppig: Bemerkenswert an „Soul Pretender“ ist dabei, dass man auf diesem Album Faith No More’s Ur-Sänger Chuck Mosley hören kann, während die Schlagzeugarbeit vom unnachahmlichen Dale Crover übernommen wurde, der dieser Tage ja wirklich überall zu sein scheint.



SCOUR – Red EP
Diese Kiste hier ist ein Projekt von Phil Anselmo, der die Jarvis-Cousins (u.a. aktuelle Rhythm Section von Pig Destroyer) und Typen von Death-Metal-Bands wie Cattle Decapitation und Decrepit Birth um sich geschart hat, um den nächsten Gehversuch Richtung Extreme-Metal zu wagen. 

Diese Woche erscheint die bereits zweite EP "Red" auf seinem eigenen Label Housecoure



Und sonst noch? 

Neben der aktuellen KRALLICE, die letzte Woche mehr oder minder überraschend veröffentlicht wurde und auf der Neurosis' Dave Edwardson sämtliche Vocals und Synthies übernommen hat, wird er wohl außerdem auch noch mit einem Guest-Spot auf dem neuen Album von DEVISY aus Litauen zu hören sein.

Muss das Thema DER BLUTHARSCH & THE INFINITE CHURCH OF THE LEADING HEAND noch irgendwie diskutiert werden, oder sind wir damit durch? Diese Woche erscheint jedenfalls das neue Album „What makes you pray


Außerdem TWELVES: Hä? Mir war so, als kann man das selbstbetitelte Teil der amerikanischen Math-/ Indie-/ Nosierocker schon ewig ziehen, aber Bandcamp gibt als offizielles Veröffentlichungsdatum eigentlich den 02.11. an. Kann man bei der Gelegenheit dann ja auch noch mal erwähnen.

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