Dienstag, 24. Oktober 2017

Dieser Tage raus (KW43)

AZONIC - Prospects of the Deep Vol. 1
Das Improvisations-Projekt von Blind Idiot God-Gitarrist und -Bandkopf Andy Hawkins, unterstützt durch sowas wie  einen Orchester-Perkussionisten, veröffentlicht dieser Tage was neues über Indivisible Music.
Keine Ahnung, ob das dann auch noch auf der entsprechenden Bandcamp-Seite auftauchen wird.

BLUT AUS NORD - Deus Salutis Meæ
Schon länger nix mehr von BLUT AUS NORD gehört. Eine Zeit lang (so ca. 2011 bis 2014 rum; wobei ihre allerspannendsten Alben natürlich schon 2003/ 2006 passierten...) verzeichneten die Franzosen ja einen ziemlich hohen Output, von denen mir die ins seltsame, maschinelle, „kosmische“ abdriftenden Alben und EPs eigentlich auch besser gefallen haben als die, die dann zwischendurch doch mal wieder einem traditionelleren Black-Metal-Pfad folgen.
Was genau davon uns mit „Deus Salutis Meæ“ in Haus steht, weiß ich noch gar nicht, aber lasse mich da gerne mal überraschen.


FAMILY IN MOURNING feat. LYDIA LUNCH - Eulogy
Die immer in Bewegung befindliche Undergound-Heldin Lydia Lunch, unkaputtbare Protagonistin der No-Wave-Szene, die im Laufe der Jahre schon alles mögliche von Musik mit J.G. Thirlwell (damals mal ihr Lover), Thurston Moore, Weasel Walter oder Omar Rodriguez-Lopez über Mitwirken in B-Filmen bis zum Verfassen eines Kochbuchs und sogar einen Comic bei DC gemacht hat, kollaboriert hier mit einer Band, von der ich noch nie zuvor gehört habe, auf einem Label, das sich „Jazz, Minimalism and Outsider-Pop“ auf die Fahne schreibt. Öfter mal was neues, was?


 

GNAW - Cutting Pieces
Irgendwie sind die aus dem Khanate- / Burning Witch-Umfeld hervorgegangenen GNAW eine dieser, in meiner metallisch geprägten Musiknerd-Filterblase natürlich schon länger stattfindenden Bands, der ich bisher trotzdem nur wenig Aufmerksamkeit geschenkt habe. Metal mit noisig-experimenteller Kante müsste eigentlich mein Ding sein, aber irgendwie hatten mich die New Yorker bei irgendeinem Anchecken vor etlichen Jahren wohl auf dem falschen Fuß erwischt.
Dass inzwischen Dana Schechter (Insect Ark, Bee and Flower) bei ihnen mitmacht ist eine interessante Randnotiz dazu, die Band anlässlich ihres neusten Albums doch noch mal genauer zu ergründen.
Kommt über Translation Loss; der Bandcamp-Stream dürfte um den Veröffentlichungstag noch online gehen: gnaw-tl.bandcamp.com/album/cutting-pieces


KK NULL – Ghostscapes / Ruin Porn
Fast wäre mir durchgegangen, dass Japanoise-Künstler KK NULL (bekanntlich auch Gitarrist und Schreihals der großartigen Zeni Geva) vergangene Woche mit „Ghostscapes“ sein erstes Ambient-Album veröffentlicht und dann mit „Ruin Porn“ auch gleich noch seinen Soundtrack für ein Tanztheaterstück nachgelegt hat.
Er hat sich damit jedenfalls einen recht passenden Zeitpunkt ausgesucht, denn im Moment steht mir, mal wieder sehr „Metal-müde“ und durch das vergangene Wochenende mal wieder ein bisschen mehr auf dem Geschmack gekommen, schwer der Sinn nach sowas. 



PLAQUE MARKS - Anxiety Driven Nervous Worship
Learning Curve Records aus Noiserock-Mekka Minneapolis (Vinyl-Version) und die noch legendäreren Noiserock–Spezialisten von Reptilian Records (CD-Version) haben die neue EP der PLAQUE MARKS aus Philadelphia am Start, die (Ex-)Mitglieder von u.a. Fight Amp und Ecstatic Vision in ihren Reihen haben, Bands wie Cherubs und frühe Pissed Jeans als Inspiration angeben, und sich hier von einer besonders direkten Seite zeigen sollen.


SEIMS- 3
Neue Woche, neuer Release auf Art As Catharsis* von down under: In dieser buhlen sie um die Gunst der Prog-/ Mathrocker SEIMS und führen dazu Vergleiche mit u.a. The Mars Volta und Battles an.
Dass für jeden der vier, nach dem CMYK-Farbmodell benannten Songs extra ein separates Band-Line-Up aufgeführt wird sagt dann wohl aber auch schon wieder irgendwas darüber aus, auch wenn ich mir noch nicht sicher bin, was genau eigentlich...

(*Kommende Woche gibt's auf AAC dann allerdings auch wieder was krawalligeres!)


WOJCZECH / KRUPSKAYA - Split 12"
Endlich mal wieder was neues auf meinem Grindcore-Lieblingslabel 7 Degrees: Ein Split-Album der deutschen WOJCZECH und der britischen KRUPSKAYA, die beide, wie vom Label gewohnt, jeweils ihre ganz eigene „Nische in der Nische“-Formel gefunden haben, was derbes Geballer angeht.



YEAR OF THE COBRA – Burn Your Dead
Diese Mischung aus treibendem Rumpelbass-Stoner-Sludge-Doom und einem gewissen Pop-Appeal fand ich schon auf dem letztjährigen Langspieldebüt von YEAR OF THE COBRA ja ganz gut. Als hätten die von ihren poppigen Seiten inzwischen ja völlig abgelassen habenden Jucifer auf ein mal einen kleinen Klon von sich ausgeworfen, der ähnliches wieder aufleben lässt.
Mit der „Burn Your Dead” EP gibt’s fünf neue Songs: yearofthecobra.bandcamp.com/album/burn-your-dead

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