Montag, 9. Oktober 2017

Dieser Tage raus (KW41)

Kommt ja schon wieder einiges, diese Woche…

ALABASTER – Time To Get A Job
Moment mal, bei diesen Franzosen machen (Ex-)Mitglieder der nicht zu verachtenden ‘Post-Metal‘-Vorreiter Overmars und der mit dem Unsane-Clan verbandelten Noiserocker Sofy Major mit (und von Geneva hat man auch schon mal gehört)?
Meine Ohren sind gespitzt!
Diese Woche raus auf (u.a.) Antena Krzyku ist das Langspieldebüt von ALABASTER (nach bereits einer 10“ EP und einer Live-Veröffentlichung), die sich alles und nichtssagend „eine Mischung aus Noise, Hardcore, Punk und Metal“ auf die Fahnre schreiben.



BELUS – Apophenia
New Yorker 'Hipster-Black-Metal' auf dem Berliner Vendetta-Label mit dem Gitarristen von Woe und der Bassistin der Mortals.
„Gut Ding will Weile haben“, denn sieben Jahre hat es gedauert, bis sie dieses Langspieldebüt am Start hatten.
Als CD, Tape und rein digital ab dieser Woche erhältlich, bis zur LP-Version müssen sich Vinyl-Junkies allerdings noch bis Ende November gedulden.



DER_WARRIOR – Mannborg
Sieben Jahre nach seinem Coversongdebüt auf dem JaKa-Tributsampler und vier nach dem ersten Album „ehrenfeld³“ meldet sich DER_WARRIOR dann überraschend doch mal zurück.
Inzwischen ist man vom reinen Instrumental-Doom noch mal ein Stück weiter ins musikalische Abenteuerland gerutscht und baut auch schon mal ungeniert sowas wie einen Glockenspiel-Part ein. 
 


FRET – Over Depth
Auch wenn er Scorn vor ein paar Jahren ad acta gelegt hat, ist Mick Harris noch nicht fertig mit Musik und präsentiert uns nun seine Debüt-DoLP als FRET via Karlrecords.
Man kann an dieser Stelle nur mutmaßen, dass Pause und Projektneubenennung eher psychologische Gründe hatten als irgendwas anderes, denn so richtig weit vom späteren Scorn-Kram weg ist
FRET ja jetzt stilistisch und klanglich nicht wirklich - sieht man davon ab, dass die einst eher minimalistischen Rhythmusmuster einen Hauch hektischer und komplexer geworden sind.


FIREBREATHER –s/t
Das schwedische Heavy-Sound-Label Suicide Records bringt das Debüt ihrer Landsmänner FIREBREATHER raus, neue Band eines Ex-Galvano-Recken.
Was für Stoner-/ Sludge-/ Doom-Fans, bei denen es auch mal eher nach vorne treibend fett riffen darf, High on Fire, blabla.
Auf der Bandcamp-Seite des Labels kann man vom Album jetzt gerade noch nix hören, aber dafür gibt’s ‘n Videoclip:



GRUNTRUCK - Gruntruck
Neunziger-Revivals scheinen ja auch mehr und mehr ein Thema zu werden. Vorhang auf für GRUNTRUCK, denen nicht nur nachgesagt wird, auf der metallischeren Seite des Grunge-Genres an Soundgarden, Tad, Alice in Chains usw. zu ihren jeweils besten Zeiten zu erinnern, sondern bei denen es sich tatsächlich um sowas wie eine „vergessene Band“ von damals handelt, die hiermit, fast zehn Jahre nach dem Ableben ihres Originalsängers, noch mal ein Album raushaut.
Eine Bandcamp-Seite oder sowas scheinen weder Label noch Band zu haben, weswegen erstmal ein Soundcloud-Song reichen muss:
 
 
OPIUM EATER - Ennui
Irgendwie kommt’s mir so vor, als wären mir OPIUM EATER schon ewig vage ein Begriff, aber vielleicht gaukelt mir der Bandname ja auch nur irgendwelche Assoziationen vor, weil’s u.a. auch noch Opium Lord, Opium Warlords, Opium Divan, Lotus Eater, Acid Eater, Shroud Eater oder Serpent Eater gibt, und man da dann auch schon mal durcheinanderkommen kann…
Diese Neuseeländer jedenfalls sind mehr in der etwas Prog-lastigen Ecke der losen Schublade „Sludge‘Stoner, Doom’n’Drone, Post-Rock/ -Metal und co.“ unterwegs.



TREPANERINGSRITUALEN - Kainskult
Der Release von „Kainskult“ ist eigentlich schon zwei Wochen her, wurde allerdings von verschiedenen Seiten noch mal mit Nachdruck so aggressiv beworben, während TREPANERINGSRITUALEN sogar auf interessanten Billings zwischen Metal-Bands auf Tour geht, dass es mir doch mal den verspäteten Hinweis wert ist: Es handelt sich hierbei nämlich an Erinnerungen an Cold Meat Industries u.ä. weckenden Kram, der Richtung Ritualistic Industrial geht. Und ich bin gespannt wie das ankommt, in gewissen Szenekreisen...



UNFOLD - Banshee O Beast
Mit UNFOLD ist’s so eine Sache. Schon lange bevor der jüngere Hype um „Post-Metal, Sludge und co.“ mehr und mehr Einzug in den Metal-, HC- und Indie-Mainstream erhielt, konnte man den Franko-Schweizern eine gewisse Vorreiterrolle in diesem Feld zugestehen, allerdings schenkte man ihnen im Rest Europas nur unter unverbesserlichsten Underground-Nerds Aufmerksamkeit.
Ein Live-Erlebnis um die Jahrtausendwende haute mich einst ziemlich um, das 2003er „Aeon Aony“ war partiell wie nicht von dieser Welt und
verhältnismäßig seiner Zeit voraus, ihr 2011er Comeback-Album „Cosmogon“ war für mich dann allerdings eine ziemliche Enttäuschung, weil postmetallische Beliebigkeit as postmetallische Beliebigkeit can be, während andere Bands mit krasserem Kram an ihnen vorbeigezogen waren.
Was man im Vorfeld bisher von „Banshee O Beast“ hören konnte, lässt dann aber doch noch mal hoffen, da es ziemlich noisy und aggressiv klingt.



WOLF MOUNTAINS – Superheavvy
Garage-/ Surf-/ Noise-/ LoFi-Rock aus Stuttgart mit dem Schlagzeuger von Die Nerven.
„Superheavvy“ ist bereits der dritte Release des Trios, allerdings der erste auf einem Label (This Charming Man Records).


 
Und sonst noch?

An der Metal-Front kommen diese Woche u.a. auch noch neue Alben von ENSLAVED (Prog-Black-Metal), SAMAEL (Electro-Black-Metal) und SARKE (Runpel-Black-Doom).


Nicht ganz uninteressant, für mich persönlich an dieser Stelle aber nur eine Randnotiz ist die aktuell gefühlt inflationäre Zunahme von Synth-Wave/ Retro-Elektro/ Quasi-Gamemusic u.ä. Kram, der mehr und mehr Einzug in die Aufmerksamkeit der Rock- und Metal-Welt hält (dazu später noch mehr...). Diese Woche z.B. bringt der kalifornische GIACOMELLI neue “Electronic Analog Chamber Music“ raus: giacomelli.bandcamp.com

Last but most definately not least erfährt man alles über den Re-Release von BLIND IDIOT GOD's "Undertow" plus Bonusmaterial feat. Henry Rollins und John Zorn dort: www.indivisiblemusic.com/undertow-release

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